Einzelbild herunterladen

statten, wenn m<yt etn Aufschwung unserer In­dustrie kommt. Wie ihr aber zu helfen ist, wäh­rend sie gewaltige Lasten tragen muh. während alle Nachbarländer ihr soviel Hemmungen be­reiten alS möglich, das ist eine Frage, die für sich allein ein ganM Parlament von Sachverstän­digen beschäftigen kann.

Sollen wir zu den nächsten Fragen auch Kuliurfragen zählen wie die des Reichsschul- gesetzeS ? Riemand kann dringender wünschen als ich, daß ein Rrichsschulgeseh zur Verabschiedung komme, das den groben ethischen und religiösen, Belangen der Erziehung voll Rechnung trägt. Aber wir müssen bei der Durchbringung eines solchen Gesetzes auf ganz außerordentliche Wider­

stünde g^aßt sein, Änd eHe dtzrse ^Aufgabe tn Angriff genommen wird, muh gründlich geprüft werden, ob es möglich sein wird, sie durchzusuhren.

Auf andere Einzelheiten will ich nicht ein« gehen. Es lag mir nur daran, die Hauptpunkt« Üarzustellen, um die es sich handeln wrrd und auf solche Forderungen hinzuweisen, um dre es sich nicht handeln kann.

Groh und ernst sind die Aufgaben der näch­sten Zukunft. Dedenten wir Wohl: Deutschland ifl noch nicht gerettet. Die Rettung ist begonnen, sie muh weitergeführt werden. Schaffen wir eine starke Re.chstagsMvhrheit mit kräftigem, natw- nalem Gnipfvnden, aber besonnenem und llugem Lieberlegen! Darum geht es.

Von der Herberge zur Heimat.

Es gibt heute immer noch Leute, in deren Ohren das WortHerberge zur Heimat" einen unangenehmen Klang hat. Sie denken dabei in der Regel an einen muffigen, unheimlichen Mas­senschlafsaal mit Strohlagern, an eine Gesell­schaft von üblen Kumpanen, deren jeder so eine Art wandelnderBienenkorb" sei und der man nie über den Weg trauen dürfe, an einen Haus­verwalter, der sich nur mit einem Schießprügel auf dem Rachitisch zu Bett legen könne, und ähnliche unangenehme Dinge mehr. Gewiß gibt es unter denKunden" manchen, der erstens nicht ladenrein, d. h.bienenrein" ist und den man zweitens auch nicht gerade als sanften Hein­rich bezeichnen form, und ebenfo gewiß gibt es in der Grohstadt manche Herberge, die eigent­lich nur eine richtiggehende Penne ist. Aber von diesen Erscheinungen aus darf man nicht verall­gemeinern. Die meisten Wanderer von heute gehen nur wegen Mangel an Arbeit daheim auf S«t Glück hinaus in die Fremde, sie sind also oh derWalze" nicht ohne weiteres als Land­streicher anzusehen. Änd ebenso find die meisten Herbergen weit besser als der Ruf, in den eine unwissende Dolksmeinung sie vielfach gebracht hat. Das trifft ganz besonders auf die auf christ­licher Verein^grundlage stehenden Herbergen zur Heimat zu. Eine derart gute Herberge besitzen wir auch in Gießen, von der wir hier einiges erzählen wollen, damit unzutreffende Ansichten aus der Welt geschafft werden.

Die Gießener Herberge zur Hei­mat, ein stattliches Backsteingebäude in der Straße hinter der Westanlage, ist im besten Sinne des Wortes ein Gasthaus für den Wan­dersmann, dessen Kasse keine große Sprünge erlaubt. Das Verdienen wird hier sehr klein ge­schrieben, ja man kann sagen, der ganze Betrieb ist einzig und allein auf die Deckung der be­scheidenen Selbstkosten zugeschnitten. Das Heim gehört dem Oberhessischen Verein für Innere Mission, die es im Jahre 1880 hier errichtete mit dem Zweck, auch auf diese Weise die Segnungen der Inneren Mission auszuüben. Seit 20 Jahren steht es unter der Geltung des Hausvaters I. Loh, der für seinen schwierigen Beruf im Rauhen Hause in Hamburg ausgebildet wurde und danach in verschiedenen anderen christlichen Missionshäusern tätig war. So schmuck das Haus in seinem Aeußern ist, obwohl der Verein für sein Unternehmen von keiner Seite her Zu­schüsse erhält, so gediegen sieht es auch in seinem Innern aus. Im Parterre befinden sich die Wohnung des Hausvaters, ein kleines Sitzungs­zimmer für die DereinSzwecke, ein Geschäftsztm-

, die Küche und der Tages-Aufenthaltsraum die Herbergsgäste. Im ersten und zweiten ck sind die Schlafräume für die fahrenden! ellen. Hier gib< es Zimmer mit einem, zwei,

drei tfoer vier Betten, alles einfach und zweck­mäßig eingerichtet und vor allem peinlich sauber gehalten. Man kann da für wenige Groschen seine müden Glieder zur Ruhe strecken. Wer etwas besser bei Kasse ist, kann sich in einem schönen Zimmer, in dem zwei Betten stehen, für 1 Mk. je Rächt einquartieren, ist der Mam­mon nicht so stark vorhanden und will der Bursch allein schlafen, so kann er ein lleineres Zim- merchen für 50 Pf. die Rächt beziehen, weiter gibt es Zimmer mit mehreren Betten, in denen das Rachtlager 40 Pf oder 30 Pf. kostet. Aber auch für ganz mittellose Wanderer ist Obdach vorhanden: dieseDlankgepuhten" müssen sich vor der Aufnahme auf dem städtischen Wohl­fahrtsamt einen Einweisungsschein holen und dann steht ihnen, wenn sie sauber sind, der Ein­tritt frei. Selbstredend muß sich jeder Hepbergs- gast, ganz gleich, ob er selbst bezahlt oder ntcht, vor seiner Aufnahme ausweisen, denn das Heim soll kein Schlupfwinkel sein für Elemente, deren Bekanntschaft der Polizei erwünscht ist. Zur Kontrolle geht denn auch täglich ein Melde­zettel mit den Ramen der Logiergäste an die Polizei ab. Für die mittellosen Wanderer zahlt die Stadt an die Herberge täglich 85 Pf. pro Kopf: dafür werden diese Leute in einem großen luftigen Schlafsaal im zweiten Swck un- tergebracht, in dem jeder Gast sein eigenes Bett hat, außerdem wird den Leuten für diesen Preis noch Abendverpflegung, morgens Kaffee und Brot und Mittagessen verabreicht. Gegen 7 Ähr abends wird eine kräftige Suppe ausgegeben, die Portionen werden so bemessen, daß die Leute sich sattessen können. Rach dem Essen können die Gäste noch bei einem harmlosen Gesellschafts­spiel (Mensch ärgere dich nicht u. dgl ), bei der Zeitung, einem Buch, einem Schwätzchen und bei strammen Dampf derKlübchen" zusam- mensitzen. Das Rauchen in den Schlaftäumen ist aus naheliegenden Gründen untersagt. Von ' «9 Ähr ab wird zimmerweise zum Schlafen­gehen abgerufen, wobei der Gehilfe des Haus­vaters die Kontrolle ausübt, besonders auch bei den Fremdlingen, die etwa dochbienenbehaftet" sein könnten. Wenn der Hausvater kurz vor 10 Ähr seinen Rundgang durch das Haus macht, muß alles in den Betten liegen. Im Winter wird morgens um 7 Ähr, hn Sommer um 6 Ähr aufgestanden, eine Sturze später müssen alle

Stuben von den Logiergästen geräumt fein Wah­rend diese dann im Parterre im Aufenthaltsraum beim Kaffee sitzen, beginnt oben in den Stuben bereits das Reinemachen, damit bis zum Mittag alles wieder in tadelloser Ordnung dasteht. Rach Möglichkeit wird darauf gesehen, daß der Wan­derbursch nicht allzu seßhaft wird, denn Dauer- bewohner kann man bei dem täglichen starren Andrang nicht gut annehmen. Will einer aber doch zwei oder drei Tage bleiben, so ist Vater Loh schließlich auch nicht unerbittlich. Wer mit­tags eine kräftige Suppe genießen will, kann sie für ein paar Pfennige bekommen, hat einer Appetit auf ein Glas Vier, einen Hering, eine Zigarre, fo wird ihm auch das gegen bescheidenes Entgelt verabreicht, wobei aber streng darauf geachtet wird, daß in punkto Alkohol das Maß der Rüchtemheit stets gewahrt bleibt. Die Haus­ordnung muß von jedermann genau befolgt wer­den, wer nicht parieren will, hat keine Bleibe. Im allgemeinen gehts trotz der Verschiedenariig- keit der Herbergsgäste ruhig und friedlich in dem Haufe zu, weil man nicht bevormundet, son­dern joden nach seiner Fasson leben läßt, wenn er sich nur im Rahmen der Gesittung bewegt. Ratürlich steht auch mal das Barometer auf Sturm, aber dann wird mit den Sturmleuten kurze Fufizehn" gemacht: derartige Ereignisse gab es z. D im vorigen Winter nach dem Riederbruch der Separatistenherrschaft im be­setzten Gebiet, als diese Rohlinge in großer Zahl dem unbesetzten Gebiet zustrebten und dabei auch hier Gastrollen gaben. Einige Handfeste, die in diesen Tagen gerade in der Hrrberge weilten, haben dem Vater Loh in jenen b'ttrgten Augen­blicken treffliche Sekundantendienste geleistet und das separatistische Gelichter mit ebgantem Schwung auf den Flug d irch das vom Zimmer­mann gelassene Loch gebracht. Der Zustrom der Herbergsgäste ist ständig sehr groß. Es können 5060 Menschen in dem Heim untergebracht werden, und fast täglich ist diese Belegziffer nicht nur voll erreicht, sondern es melden sich noch weit mehr Obdachsuchende, als man beim besten Willen unterbringen kann. Sind die Zuspätge- kommenen im Besitze von Geldmitteln, so wer­den sie an eine passende Gastwirtschaft der Stadt verwiesen, wo ihnen auch ohne allzu große Geld­ausgabe eine Lagerstatt gegeben wird. Wer ganz mittellos ist und dann auch noch zu spät ein- trifft, muß zur Obdachlosenstätte in der Sand­gasse wandern, damit dort für ihn gesorgt wird. Leider haben sich, wie uns von der Leitung der Herberge zur Heimat berichtet wird, nach dieser Richtung hin in neuerer Zeit verschiedent­lich gewisse Schwierigkeiten gezeigt, die wir hier nicht weiter erörtern wollen, denen aber die zu­ständige Behörde im Interesse einer einwand­freien Wandererfürsorge doch entgegentreten müßte. Im laufenden Kalenderjahr hat die Her­berge zur Heimat bis jetzt weit über 15 000 Menschen gastliche und billige Aufnahme ge­währt, eine Leistung, vor der man nur Hoch­achtung empfinden kann. Wie bunt die Grup­pierung der Gäste ist, geht daraus hervor, daß neben dem jungen Wanderbuifch der gereifte Mann in den besten Jahren, der Mann an der Schwelle der Fünfzig und auch noch verschiedene in erheblich höherem Semester die Ruheplätze dieses Heimes einnehmen, ferner auch daraus, daß zwei Studenten, die ihrem Geldbeutel spar­samste Verwalter sein mußten, verschiedene Se­mester lang in dem schlichten, aber doch freund­lichen 1-Mark-Zimm er geweilt und dort mit Bienenfleiß und Erfolg an ihrer Doktorarbeit geschafft haben.

Betrachtet man das Wirken dieser Einrich- tung des Oberhessischen Vereins für Innere Mis­sion abschließend in der Gesamtheit, so muß man tagen: der Verein vollbringt hier täglich an den in schwerem Daseinskampf stehenden Volksgenossen Taten der Rächstenliebe, bei denen nicht nach der Konsesfion, oder dem Warum und Wodurch dieser Lebenslage geforscht wird, sondern bei denen nur ein Gesichtspunkt entscheidend ist: rastlose und selbstlose Pflichterfüllung im Dienste hilfsbedürftiger Mitmenschen nach der vorbild­lichen Art der Inneren Mission.

Skier bleiben NeisegepäSN

Der Deutsche Skiverband hat an die Leitung der Reichsbahnen das Ersuchen gerichtet, Skier zur Beförderung im Gepäckwagen unter denselben Bedingungen wie Fahrräder zuzulassen.. Der Ski- läuser hätte in diesem Fall die Skier ebenso wie ein Fahrrad zum Packwagen zu tragen und dort wieder abzuhvlen gehabt. Bekanntlich dür­fen in Deutschland im Gegensatz zu Oester­reich Skier nur in der 4. Klasse der Personen- und Sportzüge, nicht dagegen in Schnell- und Eilzügen mitgeführt werden: bei diesen ist viel­mehr die Aufgabe als Reisegepäck notwendig. Die Reichsbahn hat das Gesuch leider abschlägig befchieden, und zwar mit dem Hinweis auf Än° Zuträglichkeiten schon in der 4. Wagenklasse. Der Deutsche Skiverband wird sich durch diese Ent­scheidung aber nicht obschrecken lassen, die An­gelegenheit weiter zu verfolgen.

Ans der Provinz.

Landkreis Gießen.

* Wieseck, 14. Rod. Für den erkrankten Ortsgeistlichen Pfarrer Sattler tourbe durch Verfügung des evgl. Dekanats Gießen Pfarrer Groth- Rödgen zum Spezialdikar ernannt. Der Sonntagsdienst wird, wie seither, bis zur Wieder­herstellung des Ortsgeistlichen vorzugsweise von Gießen aus versehen werden.

Dg. Grohen-Duseck, 14. Rov. Die hie­sige Spar -und Darlehenskasse hat nun auch eine Schulsparkasse eingerichtet, die von einem hiesigen Lehrer verwaltet wird. Dem Vernehmen nach ist die Beteiligung der Schulkin­der bereits recht rege. Auch von der seit einiger Zeit in den Wohnungen gebotenen Möglichkeit, Heinere Beträge zu sparen, wird ein erfreu­liches Zeichen des wiedererwachenden Sparsinns fleißig Gebrauch gemacht.

Kreis Schotten.

0 Lau bach, 13. Rov. In der heutigen Sitzung des Gemeinderats verlas Bür­germeister Böhm zunächst ein Dank.ch.eiben des Geh Sgn.-Rats Dr. Vogel für die Ernen­nung zum Ehrenbürger und die diesbe­zügliche prächtige Äriunde (ausgeführt von E. Barnas). Eine Eingabe wegen Verkaufs von Gemeindegelände amRoten Berg" f ll erst nach erfolgtem Augenschein er­ledigt werden. Der vom Kreisgeiundßeitsamt entworfene Vertrag der Stadt mit der neuen Hebamme wird mit einer Abänderung genehmigt. Das dem Dipst-Ing. Schmidt zur Anlage eines elektrischen Werks am Lardenbocher Weg überlassene Gelände wird auf eine längere Reihe von Jahren verpachtet. So­dann wurden eine ganze Reihe von Beschwerden wegen der Höhe des Wassergeldes be­sprochen. Es wurde b.schlossen. eine jge.Lüiue Äeber- sicht über den Waiserverbo^uch aufzustellen, die als Grundlage für eine gerechte Vertei­lung der Beiträge gelten soll. Die Sadt hat ben weitaus größten Teil des g r ä f l. H o f - g u t s (nur ein geringer Teil wird von der Deiwaltu.ig bewirt)chasirt) gepachte: und an ei deine Bew hner verteilt. Das Hofgut soll zwecks Erhebung des Pachtgeldes durch die Stabt in 3 Bonitäts-Klaffen eingeteilt werden. Die Ein­gab dxs Ivh. - Fried r. - Stifts, ihm behufs notwendiger innerer Ausstattung 1000 Mark auf ein Jahr zu überlassen, toun.e v m Gemeinderat genehmigt. Auf eine Verzmsung die­ses Kapitals wurde verzich.et. Das Kranken­haus i|t neuer-ings toie-er f ü c Operatio­nen eingerichtet worden.

--- Aus dem Riddatal, 13 Rov Das ungemein günstige Herbstwetter hnt die Herb st arbeit stark g fördert. Die Winter­frucht ist im Boden, die A:cker sind größtenteils gestürzt und selbst in den hcher gelegenen Gemar- fungen ist man dabei, den Stalldung ins F.ld zu schassen. Wäh end man noch am Ende der spätsommerlichen 2iegenperiode beim Pfl gen eine Unmenge von Mäusenestern dicht unterm Boden antnaf, sind diese lästigen Rager jetzt fast völlig verschwunden. Ob sie tiefer gewan­dert oder wirklich vernichtet sind, muß die Zu- funft lehren. Äm die angefoulten Kar­toffeln, die sonst rascher Verderbnis a-nhurn- fallcn, verwerten zu können, sieht sich die Landwirischoft veranlaßt, tn ech he.em Maße sich mit dem Mästen won Schweinen zu befassen. Da auch die Derwermng ter um erkauf- lidjen, verregneten Körnerfrüchte zur Mast auf 'diesem W.ge sich in Einnahmen umsctzt, darf im kommenden Winter mit einem reichlichen Ange­bot von Mastschweinen gerechnet werden.

Kreis Alsfeld.

Alsfeld, 14. Rov. In der gestrigen Stadtvorstandssihung wurde die Er­bauung einer neuen Wirts cha stshalle aus dem Fest platz beschlossen: die seitherige Halle er­wies sich nach Erweiterung des Platzes zum Sportplatz als nicht mehr zweckentsprechend und ist abgerissen worden. Die neue Halle, die eine stattliche Länge von 60 Meter erhält, wird etwa 35 000 bis 40 000 Mark kosten und wird alten Anforderungen bei Festlichkeiten auf dem Platze genügen. Wegen der Stellung der Halle soll eine nochmalige Ortsbesichtigung statt finden. Die Kanalisation der neuen Siedl ungs- am la g ein der Rom bach", die sich nicht mehr länger aufschieben läßt, wurde nach dem Vorschlägen des Kulturbauamtes Gießen geneh­migt. Für nächstes Jahr ist mit einer regen Bau­tätigkeit in dem Siedlungsgelände zu rechnen. Verschiedene Einsprüche von Anliegern wegen Heranziehungzu Strahenba u- unb Fußsteigkosten nach den Bestimmungen des Ortsbaustatutes wurden als unbegründet ab­gelehnt. Die Gewährung einer ein­maligen Wirtschaftsbeihilfe an die städtischen Beamten der Gruppen I bis VI wurde nach den staatlichen Vorschriftrir genehmigt. Der Einspruch der städtischen Beam­ten gegen verschiedene Bestimmungen der abge­änderten Satzung betr.: Die Anstellungs- und Besoldungsverhältnisse der Beamten der Stadt wurde zurückgewiesen. Es handelte sich hauptsäch­lich um die Frage der Derlechung der unkündbaren Anstellung an die Beamten, deren obligatorische Einführung für alle Beamten nicht genehmigt wurde. Die Einrichtung von Pvst- krastwagenlinien, die auf der Strecke Alsfeld-Reustadt und Treysa-Alsfeld durch das liebliche Schwabental von der Post Verwaltung be­absichtigt ist, sand in der Versammlung allgemeine Sympathie. Man erklärte sich auch zur finanziellen Änterstützung der geplanten Änternehmungen be­reit, vorausgesetzt, daß Alsfeld Ausgangspunkt der Linien wird. Einem Gesuch der Deutsch-Amerikanischen Petroleum- Gesellschaft um die Erteilung der Genehmi­gung zur Errichtung von Strahentankstellen für Benzin innerhalb der Stadt Alsfeld wurde im Prinzip zugestimmt. Für den Hessischen

Fürsorgevereln für Ärnppei wuroe em Jahresbeitrag von 50 Mark in Anbetracht der segensreichen Tätigkeit dieses Vereins bewilligt,

Starkenburg und Rheinhessen.

Darmstadt, 14. Rov. (Eig. Bericht.) Beim Ablassen des WoogS fand man zwei Schreibmaschinen, die vor Jahresfrist im Ministerium des Innern gestohlen worden sind. Man vermutet, daß noch drei wei­tere Maschinen in dem Teich liegen, die von dem­selben Diebstahl herrühren. In Heppen­heim a. d. D. tritt jetzt die Städteord­nung in Kraft. Aus diesem Anlaß fanden sich die bisherigen Gemeinderäte und die neu­gewählten Stadtverordneten zu einer gemein­samen ' feierlichen Sitzung zusammen. Bei dieser Gelegenheit wurde dem scheidenden Bürgermeister Wiegand das Ehrenbürgerrecht oct- liehen. Richt weniger als 85 Bewerbungen liegen für den Dürgermeisterposten von Heppen­heim vor: nur zwei sind in die engere Wahl gezogen.

Mainz, 13. Rov. (Wvlfi.) Wie die Blätter melden, hat das Domkapitel in feiner letzten Sitzung beschlossen, in den Räumen des Kapitel­hauses, die südlich an den Domkreuzgang an« stoßen, einDom - undDiözesan-Museum einzurichten. Dadurch wird eine Fülle von Schätzen kirchlicher Kunst der Oesfenllichkeit zugänglich ge­macht, von deren Existenz bisher nur wenige wußten.

Hessen-Nassau.

dh. R o d h e i m a. d. Bieber, 14. Rov. In der Inflationszeit, die überall so viele Werte zerstörte, ging auch die hiesige Kleinkinder­schule ein. Da hier aber drei große Zjgarren- fabrifen bestehen und die meisten Mütter in die­sen tätig sind, war es eine Rotwendigkeit, die­ses Institut wieder ins Leben zu tu* f e n. Zur Finanzierung des Äntemehmens bil­dete sich ein Kleinkinderschulverein. Dieser hat es unternommen, eine Kle inkin - derschwester zu berufen und für die notwen­digen Gelder aufzukommen. Dieselben werden in der Hauptsache durch die Beiträge der 60 bis 70 Kinder, welche die Kleinkinderschule besuchen, aufgebracht. Zur Beschaffung von Spielsachen usw. wurde eine Haussammlung vorgenom­men, die einen vollen Erfolg hatte. Den Raum für die Kleinkinderschule stellt die Kirche n ge­rn e i n b e in ihrem Gemeindehaus Bethanien an der Vetzberg er Straße zur Verfügung, wo auch die Gemeindekrankenschwester und die Kleinkinder­schulschwester zusammen wohnen und einen ge­meinsamen Haushalt führen.

][ Marburg, 14. Rov. Der Direktor des Mineralogischen Instituts, Prof. Dr. Weigel, hat den an ihn ergangenen Ruf an die Technische Hochschule in Berlin abgelehnt. In einer gestern abgehaltenen Sitzung der Stadtver­ordneten wurden 30 000 Mk. für einen An­bau am seither städtischen, jetzt staatlichen Ly­zeum, das zu einer Vo11ansta11 ausge - baut werden soll, bewilligt. In vertraulicher Sitzung beschäftigte man sich dann stundenlang mit der Besetzung der Oberbürgermei­ste r ft e 11 e und den in die engere Wahl ge­kommenen Bewerbern. Gestern wurde hier zum erstenmal ein vom Schäfereiverein Kreis Marburg veranstalteter S ch a f m a r f t abge­halten, der einen Auftrieb von 618 Schafen brachte. Die Preise stellten sich auf 20 bis 40 Mk. In der Rähe von Lohra wurde gestern das Gefährt des Händlers Löwenstein aus Ober» Walgern vom Zuge ersaht. Löwenstein, ein älterer Mann, sand dabei den Tod. Das Pferd blieb unverletzt.

bl. Dillenburg. 12. Rov. In der jüng- ften Sitzung der Stadtverordneten­versammlung wurde u. a über die Rot - läge der Arbeitslosen unserer Stadt ver­handelt. Man stellt den Erwerbslosen zur Kar- toffelbeschassung usw. einen Kredit zur CBctfügung. Eine iast dreistündige Debatte touree um die Wiederbe.etzurg von 2 Angestellten-* stellen geführt. Die Sparkrmmillion im Ein­vernehmen mit der Sadtvei ordne enversammlung wollte nur eine Stelle beeck Haven, während der Magistrat aus dem Standpunkt stand, daß im Interesse der ordnungsgemäßen Abwicklung der Geschäfte auch die zweite Stelle beseht wer­den müsse. Schließlich beschloß die Stadtverord­netenversammlung die De etzung nur einer Stelle. Für Verdes seruirgen an der Dietzhölze stellte man 1000 Mk., für Instandsetzungen an­läßlich des Hochwassers 4500 Mark zur Ver­fügung. Auch zur besseren Straßenbeleuchtung! setzte man einen Betrag fest. Dem Umbau resp. der Erweiterung unseres Bahnhofes wandte man wieder das Augenmerk zu. Von industrieller Seite wurde vorge ch'agen, zu diesen Maßnahmen Auslairdskredite in Anspruch zu nehmen. Weiteres müssen nun erst nähere Ver­handlungen ergeben.

fpd. Frankfurt a. M., 14. Rov. Im hie­sigen Polizeipräsidium erschien ein Mann aus dem nahen Fechenheim und teilte mit, daß et am Mainuser mit einem unbekannten Manne in Streit geraten sei, wobei der Fremde ins Wasser stürzte und dabei den Tod,fand. Der Mann wurde vorläufig in Hast behalten. Die Leiche des angeblich tn den Main gestürzten Mannes konnte noch nicht aufgefunben werden.

Farlfcken aas weißer Wäsche

Obst-, Kaffee-, Kakao-, Wein-, Rost- u. dergl. Flecken entfernt

farbige Stoffe entfärbt

HeitmaeEEfltfärbef

Unschädlich für alle Stoffe. Mühelose Anwendung. Man achte auf die MarkeFuchskopf im Stern. Erhältlich in Drogerien und einschlägigen Geschäften

Katarrhe verhüten Sie

und Deren schädliche Folgen für die Atmungsorgane, wenn Sie die Mundhöhle als Eingangspforte für Infektionskeime täglich mehrmals einer gründlichen

Reinigung mit Chlorodontzahnpaste unterziehen, deren Gehalt an aktiven Salzen die Munddrüsen zu gesteigerter Sekretion anregt und eine natürliche Mundreinigung bewirkt. Hinzu kommt noch die mechanische Reinigungskraft und der erfrischende Pfeffermmzgeschmack, wodurch jeder unangenehme Geruch und Geschmack im Munde, der schädliche Zahnstein sowie der hählrche braune Zahnbelag, wie er bei Rauchern oft aufzutreten pflegt, verschwindet. Die Zähne werden meist schon nach einmaligem Putzen blendend weiß. Schützen Sie sich bei Beginn der rauhen Jahreszeit vor Ansteckungen und Erkälümgen durch Mllch dreimLÜgM GLvwch vaa CUorodont, denn verhüten ist besser als Hellen.

Sie' für die i

undHen liegtM 1924, Mi vember Moen do mittags Sonntag am San falls nui 1 Uhr

StB Mstaw

über ily

Gies

Der Ob

5tfl

Die öer Ak woch, i Montag 18. Aovc nachmilti des 6tai Die zu z PrvsMi l.Lam l.Lper II. . III. , Il.Acm II. ,

Dies« 18. Dorx IÖlung il nommen ihren im «folgt ei X

Theater! V. 12 24.

2

NeLe ßeinric in Gies Dirkm nachmit ordnet. Aechtscr

Gleh>

Be Detrisst:

Am jährlich« Gießen bescher digen 2 retttoiHi.

Gieß Der Ob A Ä

derlem

Mendorf N.SBürg

»4^ ein der 5*« Irrung"

,. Die Qi Sm

-A<tb ch "^Schl

Reic