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AwischenfaN eT8 mTfl-eieyen

Uxrfx, um daS vollendete Derk einer vernünftigen R u fung ter P al^rage wieder rückgängig yj m idx.it Die Vorgänge m 'pirmajenä hätten enbgültig die Lieberzeugung bea>l:len, daß der wirkungsvoll sie Weg. um Unruhen tm Rhcinlanbc. au provozieren, der sei, die Laten der gedungenen Separat Ist enbcinben -u er- mutigen oder auch nur zu dulden, die wäh­rend der l tz'ea Monate so furchtbares Äon) über die Bevölkerung gebracht hätten.

Aufhebung

des Ausnahmezustandes.

Berlin, 14. Febr. (MTV.) Der Ehef der Heeresl i ung General von Seeckt, hat an den RrichSpräsidenlen folgendes Schreiben ge­richtet:

.Sehr geehrter Herr Reichspräsident l Sie haben mir durch Ihre Verordnung vom 8. No­vember außerordentliche Vollmachten übertragen Ich glaube, daß die Aufgabe, die mir dadurch zufiel, tm allgemeinen erfüllt ist. Die ©taatSautorität ist so gefestigt, daß die unter dem Ausnahmezustand erngelet eie ©anterung unserer ©laats- und Wirtschaftsleben auch ohne ihn weitergesührt werden kann. Ich schlage daher vor. die Verordnungen vorn 26. September und 8. November 1923 zu Anfang Mirzaufzu- heben. Falls ©le, sehr verehrter Herr Reichspräsident, diese meine Auffassung teilen, bitte ich Sie, sie der Öffentlichkeit bekannt zu geben. Mit dem Ausdruck meiner ausgezeich­neten Hochachtung habe ich die Ehre, zu sein Ihr ergebener von Seeckt.

Der Relchsprufident hat herauf folgende- geantwortet:

6ef)t geehrter Herr Generals Auf Ihr gestriges Schreiben erwidere ich Ihnen ergebenst, daß ich Ihrer Auffassung über die Lage durch­aus beitrete und demgemäß in Ueberein'tim- mung mit dem Reichskanzler beabsichtige, die Ver­ordnungen über den Ausnahmezustand zum 1. März aufzuheben. Ich benutze diese Ge­legenheit, um Ihnen, sehr geehrter Herr General namens des Reiches aufrichtigen Dank zu sagen für die großen Dienst?, die Sie m den, letzten Monaten unserem Daterlande geleistet haben. Als im vergangenen Herbst die durch äußere Vedrückung und Innere Schwierigkeiten oller Art erregte Stimmung großer Volkskreise das Staatsgefüge und die Existenz des Reiches ernstlich bedrohten, haben ©le in selb st loser Einsetzung Ihrer Person das schwie­rige und u-bintkire Amt übernommen, die Ruhe und Sicherheit wiederherzustellen und damit den Doden au schaffen, auf dem die harten, vom ganzen Volk Opfer erheischenden Maßnahmen zu unserer wirtschaftlichen und finanziellen Gesun­dung durchgeführt werden konnten. Es ist mir daher ein lebhaftes Bedürfnis, Ihnen selbst und der Reichswehr zu der Durchführung dieser schwei-en Aufgabe meinen herzlichsten Dank auszusprechen. Mit der Versicherung meiner be­sonderen Hochschäyung bin ich Ihr.sehr ergebener

Gez. Ebert, Reichspräsident.

Bayerischer Laudtaq nnd Ausnahme­zustand.

München, ß /MTV ) Der Landtag sat gestern die Antrags tnjisr den Ausnahme­zustand und die Wahtfreibeit. ferner die An­träge auf Aufhebung bzw. Außerkraftsetzung deS Ausnahmezustandes mit den Stimmen der Bade- rischen Dolkspartei und der Mittelpartei ab* gelehnt. Angenommen wurde der Ausschuß- antrag, nach dem daS Gesamtministerium die Sicherung der Wahlfreiheit und die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung mit eilen staatlichen Machtmitteln übernimmt, <j?rner Jormen danach während der Wahlzrit Verbote b o n Zeitungen und Druckschriften nur unter der Angabe von Gründen verhängt werden. End­lich ist die Presse-, Rede- und Versammlungs­freiheit wieterherzustellen. Angenommen wurde auch der Ausschußbeschluh, demzufolge den An­gehörigen der aufgelösten Parteien im Falle der Auflösung des LandtaaeS die gleiche Versamm- lungssreiheit zu gewahren ist, wie denen der übrigen Parteien. Endlich stimmte der Landtag einem Antrag auf sofortige Aushebung deS Verbots der völkischen Presse zu. Die kommunistischen Anträge auf Haftent­lassung der verhafteten Kommunisten und Auf­hebung deS Derbo'S der kommunistischen Presse und Literatur wurden abgelehnt.

Die Lage auf drm Arbeitsmarkt.

Berlin, 14. Febr. (WTB.) Roch immer sind tm Reichsgbiet annähernd vier Millionen Arb-it lose und Kurzarbeiter vorhanden, dach hat brr Arbeitsmarkt im Januar 1924 eiae mäßige Des ferung g^cht Im unbesetzten Gebiet ist die Zahl der unterstützten Evwerbslo'ei vorn 13. Sk-ytrnbcr biS zum 31. Januar von 1 551 003 auf

1 420 OCO zurückgegangen, Dte Zahl der unterstütz­ten Kurzarbeiter von 543 000 auf 401 003. Zu beachten bleibt, daß nach den geltenden Bestim­mungen ein uesen l.ch'r Teil der Erwerbslosen Unt rstützungen nicht erbalcn kann Di: Ent­wickelung wird aber betätigt durch die Statistik der Fachverbände der Arbeitnehmer, dir für D zember 1923 22,1 asbeiUloe und 24b Kurzarb.iter, für Januar aber mir 23 5 Arbecks- lose und 14.8 Kurzarbeiter auf 103 erfaßte M.t- pli.der aufwrrS. 3m besetz en Gebiet beträgt die Zahl der Erwerbslosen und Kur,zarbeiter noch weit über eine Million. Ungünstig ist besonders die Lage in b:r Pfal a. Auch im übrigen kommt der Arbntsmarkt der br'etzten Debkt?, d« früher kaum A beite lo'igkeit kannten, nur >5g.rnb wieder tn Fluß, iisb fandere infolge der b kannten Eisenbahnv:rhältitise 3m Osten des Reiches s'eßt besonders das anhaltende Frost- w-tter einer De 'e ning entgecen. Soweit die 3n- b-ustri: eine De ferung zeigt. ist der günstige Ein­fluß der beruhigenden Währungsverhältnisse un­verkennbar.

Die Arbeitspflicht.

München, 14. Febr. fWTD.) Die General- staatskommission unterbreitete den beteiligten ©taatdminifterien einen Ec'etzentwurf über die Einfühiaing der Arbeitspflicht. 3n der Begrün­dung des Entwurfs heißt es. daß die Arbeits­pflicht künftig ein viel wirksamerer Beitrag zur Entlastung des Arbeitsmarktes sein könne als die produktive ErwerbLsosenfür- forge. daß Möglichkeiten zur wertschaffen een Be­schäftigung der Arbeitspflichtigen vorhanden feien und daß die Rotwendigkelt besiehe, die Heran­wachsende Jugend ohne Rücksicht auf Berus und gesellschaftliche Herkunft zur Einordnung in das ©tnatsleben zu erziehen. Als Dauer für die Arbeitspflicht komme für Männer die Zeit vom 20. bis 30., für Frauen die Zeit vorn 18 bis 25. Lebensjahr, als Dauer deS Arbeitsdienstes für Männer ein Jahr, für Frauen ein halbes Jahr in Betracht.

Die Goldnotenvank.

Berlin, 15. Febr. (Priv.-Tel.) Der CßortDärtS glaubt über den Inhalt dcs Gold­notenbankprojektes deS Ersten Sachverstandi- genausschusses mitteilen zu können, daß die deutsche Goldnotenbank neben ihrer Eigen­schaft als Währungsbank auch als Repa­rationsbank fungieren solle. Dieser Cha­rakter der Dank komme in dem Projekt durch die Einrichtung einer Spezialabteilung für Reparationszahlungen zum Ausdruck. An der Aufbringung des Kapitals der Dank, das aus Gold und Devi/tn bestehen soll, gedenke man neben Deutschland das Ruß­lands zu beteiligen, dem die Hälfte der Sitze im Aufsichtsrat Vorbehalten werden solle. Die Dank werde zunächst Roten in Höhe von drei Milliarden Mark ausgeben, die jederzeit etnlöSbar und bis zu 50 Prozent gedeckt seien. Nach der Einführung dieser Goldnoten ge­denke man die Deckung bis auf 33 Prozent zu reduzieren, um eine Steigerung der Notenemis­sion auf '4Vi Milliarden Mark zu ermöglichen.

Sepp Oerter, nationalsozialistischer Spitzenkandidat.

Derlln, 15. Febr. (Priv.-Tel.) Der frühere braunschweigische Ministerpräsident und Sozialdemokrat Sepp Oerter ist nach einer Meldung derDoss. 3tg. zu den National­sozialisten übergetreten und von diesen für die nächsten Wahlen als Spitzenkandidat in Braunschweig ausersehen.

Delasteyries Finanzrede.

Paris, 14. Febr. (WTB.) Zu Beginn der heutigen Rachmittaossitzung der Kammer, in der die Debatte über die Finanzentwürfe fvrtgrsetzt wird, wendet sich der Finanzminister D e l a - steyrie gegen die von dem sozialistischen 215g. Auriol beantragte Absetzung des Art. 3, der die 20prvzentige Steuererhöhung vorsieht. Der Mi» ntfkr erinnert daran, daß am 1. Januar 1923 bi" Regierung der Kammer eeklärt habe, Frank­reich sei entschlossen, die Zahlungen durchzusehen, die Deutschland ihm schuldig sei, und nehme Pfänder in Beschlag, um sich eine Garantie für die Zahlungen zu verschaffen, fei aber gleichzeitig gezwungen, bis zu deren Eingang neue Steuer- quellen für den Ausgleich des Budgets ins Auge zu fassen. Das Parlament habe das Budget für 1923 ins Gleichgewicht gebracht, und dieses weise sogar einen Überschuß von 453 Millionen auf, die übrigens zum Teil durch Ergänzungskredite aufgezehrt würden. Es stehe jedenfalls fest, daß das ordentliche Budget im Gleich­

gewicht fei, und daS Hit 1924 Werve eS eben­falls fein. Die Einnahmen der Finanzverwaltung für den ersten Monat d'.cscS IahreS toiejen sogar einen Rekord auf.

Menn die Regierung gezwungen fei, tm Lande neue Opfer abzuverlang^a, so sei das ausschließlich in dem Dudg.1 der von Deutsch­land zu erstattenden Ausgaben begründet.

ES sei unerläßlich, an die französischen ©teuer- -ahler zu appellieren, und zwar einzig und allel.l infolge deS deutschen Bersagens. Frankreich und Belgien feien wegen ihrer Ruhrpoli.il derGege.n- ftano feindseliger un) lügenhafter PropagMiba geworden. Frankreich habe es bei dieser Geleg n- heit begrüßt, feine ©oilvarität mit seinen belgi­schen Alliierten beweisen zu können. Die deutsche und die internationale Propaganda hätten das Gerücht verbreitet, Frankreich ruiniere sich Im Ruhreebiek um einiger Brocken Kohlen willen. 3n Wirllichkeit hätten die Ermahnen bereits 1010 Millionen erreicht. Es seien noch 335 Mil­lionen für Rechnung des Jahres 1923 zu verein­nahmen, während dir Desatzungskosten stch nur auf 63 Millionen belaufen hätten. 3n Wirklichkeit und w'nn cles berücksichtigt werde, liege em Ge'am Überschuß von 50) Millionen vor. Denn die feindliche Propaganda Frankreich als finan­ziell ruiniert darstellt, habe sie bi bei den Zweck verfolgt, den Inhabern der 10 bi3 15 Milliarden französischer Franken im Auslände Angst zu machen. Die Panik habe sich auch im Auslande eingestellt.

Die Kernfrage fei die, wo die M'ttel her- genommen werden sollen, um daS Wiederaus- baubudget in- Gleichgewicht zu bringen.

Widerstrebend habe sich die Regierung zu der vvrgefchlngenen Lösum entschließen müssm. ©ie w T?e sich zu d en nkg ichen Ers.arnis en e t'ch i-^ hm und jede ©teuerhla'.eeziehung vereiteln. 2tber sie sei verpflichtet, neue Steuern zu verlangen. Man spreche von übertrieber-em Fiskallsmus. Die Rückstände an Steuern b li 'ea sich auf 3233 Mil­lionen für die direkten Steuern, davon entfielen auf bas Jahr 1923 fünf Sechstel. Der Finonz- minister betont, daß die Regierung sich bemüfrn werde, die Kr egsgelrllnnf euern dtzuziesten. Die Kriegsg^.v-inrl r müßten brzah'en, b'vor man an die antrren Steuerzahler herantrete. 3m (Kinnen feien 16V> Mil inrden Franken Kriegsgewinn, steuer verlangt Worten. Hiervon feien nach 5464 M l Ionen zu zahlen. Er begreife un er diesen Umständen nicht, wie man behauvten könne, die Kammer habe nicht genug getan, um die Kriegsgewinnler zum Zahlen zu bringen. Schließlich erwähnt Delasteyrie ein gestern vom französischen Botschafter in Rom elngegangeneS Telegramm, das besage, wenn die Finanzgefehe nicht rasch genehmigt würden, bann werde ber Franken weiter stürzen, vielleicht in einem Verhältnis, das nicht geahnt werde. Die augenblicklichen Kammerbebatten schädigten den Kredit Frankreichs. Der Betrag der BondS für die nationale Verteidigung habe sich seit 1921 um 2 Milliarden vermindert und betrage jetzt nur 58 Milliarden. Die Zahlungen, die Frank­reich von Deutschland erwarte, würden einer AmvrtisatlvnSkasse zugewie'en, würden also all­mählich die Belastung der Steuerzahler ver­ringern. Der Ertrag der 20prozentigen Steuer- erhöhung werde auf Spezialkonto geschrieben, sei also provisorisch. Jetzt müsse der Franken wieder hvchgebracht werden, denn nichts sei gefährlicher für die Nation und besonders für die minberbemittelten Klassen als der Franken­sturz. Die vvrgefchlagenen Gesetze müßten un­verzüglich zur Verabschiedung ^gebracht werden. ES sei sicher, daß die große Mehrheit ber Kam­mer der Regierung'folgen werde.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 15. Februar 1924.

Pfalz- und Nhcintnst in (Yicsten.

Die Not der besetzten Gebiete, die und in Gießen in so vielfäl iger Weise bekannt ist, soll in den nächsten Tagen erneut Anlaß sein, das Gefühl b't innigen Zusammengehörig­keit zwischen dem befehlen und dem unbesetzten Deutschland erneut zum Ausdruck zu bringen. Zu diesem Zweck soll auch hier dn Pfalz- und RHeinlag stattfinden, der für den 24. Fe­bruar in Aussich genommen ist. Diesbezügliche De Handlungen zwischen den poli llchen Parteien sind augenblicklich tm Gange. Näheres werden wir in den nächsten Tagen mlnellen.

2.11. Von der Landesuntverfität. Am Sonntag, 17. Febr., vormittags 11'/. Uhr, findet in dtr Neuen Aula ein U n l v e r s l t ä t s- Gottesdienst statt, zu dem in erster Linie die Angehörigen der Universität einge'adrn sind. Selbstverständlich hat aber auch jeder andere Zutritt. Die Predigt hält Prof. Dr. HanS Schmidt.

< Bvn der Eisenbahn. Die V-Züg, FrankfurtGießenKöln, die bisher über C.e- g en-Hagen geleitet wurden, verkehren feit gestern von Diesen über SiegenD tzdorf.Trois- dori nach Köln. D 42 Gießen ab 8 41 Uhr vorn, D 57 Gießen ab 6.44 Uhr nachm , D 332 Gieße, ab 4.30 Uhr vorm. 3n Siegen besteht bei die er, Zügen Schnell ugverblndung über Hagen big Elberfeld Die Gegenzüge werden ebenso geleitet und in Siegen vereinigt.

' Die Entstehung deS ThafsidiS- mus. 2lm Mittwoch h l in vottbee.tzei Audi­torium ma rimurn tat Ur.toerfttät Dr Marrin Dube r einen V,»ftünbi^xt V rtrag über .Die Entstehung des Eha sf id i sm u s". z>, d.m die Gießener Theologenschaft dngc- laden (ritte. Er führte in frei gesti eider. el en umfangr.-lchTn Slo s llir eritetente Rede »?! gen.e G/undgeban en aus: Der E ta ftsi3muJ, der im 18 Iahrßund.-rr das östliche Judentum ergiitf, ist eine Paral elcr ch- i wig zum P^.^smus ,cha sid fromm, daher Eh flllismuS Pietismus) und vrrrritt andeoS als dieser die Letzre vvn ber Hrili-ung der Welt, d. h. der S.töfung aller m n e.lichen Handlungen un) Dinge, ii denen die götll.ch n Funtzm verbor en sind. Der S.i» er di.-fer Bewegung ist der Rabbi Israel ben Eliser, g.nannt der Baal-s--em-t.>b, der Hetzer deS «wund.rw'.rlenden) gut n (Go les-) Rame.is, der Eimuch Igle s.ines B l el Die Wur e.n bei tn di fern Mann fi 's l r>.« Vovgan ei l e ten tn b e* CI menten. 1 D-er Ehatsidismus be?eilet bk Errv setzung deS Am-hi-a'ez, d. h : bei unwissen­den, die vielen Geetze niht streng etrr* halten könnenden Volkes, la fein Recht. Alt- blbllsche Gedanlen wirken sich hier aus und ver* dichten sich zu der Lehre von den geheimen Zad» diks (zaddik = gerech ), dir ein äußerlich un* scheinbares Leben (als Dauern, Handwerker) führen und auf denen gerade die Last ber Well ruht. Eine allmenfch ich.- Fo-ige findet hirr ihre Antwort. 2 Der LhaifidiSmus b b atet ble Ab­lösung des Primi.ooen Mes'i ini-mus. ÄcH MessiaS zwingt das GolteSreich herab ii) an Ihm vermessend. Vielmehr ist der Daal-schem ber Führer der das GoNesreltz erbit eiben Ge­meinde, sie befand, daß es ü »erall ein auf die Erlösung gerichtetes Tun gibt Dir Frage der Eschatologie (Lehre von den letzten Dingen) findet hier ihre Antwort: Die Erlösung geschieht nicht erst am Ende der Zeilen, sondern o'senbart sich mitten In alter Zeil. 3. Der EhissidismuS bedeutet eine Ueberwindung der jüdischen Kab­bala, deren kosmischen Spekulationen er die un­mittelbare Liebestat entgege hält: auch das Döse ist nicht unüberwindlich. I-de Dewegung. jedes Wort, jedes Tun recht eingestellter Mm'chen ist eine Wandlung der oberen Welt in Sinne der Erlösung. Die Frag: des Derhältnisfes von TranSzend^iz und Immanenz findet hier ihre Antwort.

H Heber bra 6 tfof e Telegra phie und Telephonic sprach Geheimrat König in der Univen-sitalSoula. Der Rehner zeinte, hauptsächlich unter Heranziehung von Beispielen auS der Llkustik, wie eS die Llufgabe war. ein fchwingungsfähtges System zu finden. daS Wellen fortpflanzt und einen Empfänger, der, auf den Sender abgestimmt, die Wellen auhümmt. Dies sand zuerst Feddersen, der bei der Enttadung elektrisch entgegengesetzt geladener Itzduktvren SchN-ingungen fest stellte. Kleinere und stärkere Wellen, bet beim man zum erstenmal auch Wir­kungen tn der Feme fefthellte, erzirite ein Ver­such von Hertz. AlS empfindliches Rragenzmiltel auf elektrische Wellen erfand Brandy den Kohu- rer, der später durch den Konlaktde'ektor ver­drängt wurde. Marckoni baute btefei System durch htnzu^ügen ber Antennen auS. Durch mancherlei tömmben Fun'en DaS Ideal fortlausen^enSchwin. {rungen war aber damit ra>±. nicht errdefc» und daS all in konnte nur zur braht'o'en Tc'e h^nie süären. Hier machte den ersten Versuch Duddel mit der tönenden Boger lampe, dann Tesla mit feiner Hochfreguenzmaschine, und zuletzt Mei ner ml: seinen Röhrensendern, die in weitem Maße im Kriege bei Heer und TTirin? Anwendung finden und die auch dem ReichSlunkaetz jugrunSe Ihgcn Mit dem Heinwris auf die Bedeutung der draht­losen Telephvnie gerade für Deull^land, bau alle Unterseekabel durch den Krieg grrau6t wor­den sind, schloß der Redner seine lntcrdTan,cn. von zahlreichen Versuchen begleiteten AaSfüh- timgen. Diejenigen Zuhörer, bi: ihre Sensations­lust stillen wollten, konnten sich nach dem Dor­trag ein Konzert auS London anhören.

Bon her Max Rege r-Desell» scbaft, Ortsgruppe Gießen, wird uns mitge­teilt, daß ber Vorstand nunmehr wie folgt zu­sammengesetzt wurde: Professor Dr. Heinrich Walther, erster Vorsitzender: Frau Dr. Leih, Wehlar, zweite Vorfihende: Dr. Hein­rich Roe se, ©chrlftsührer: Frau Sophie Klndt-Wieber. Ka's nwart. Ergänzt wird der Vorstand durch Frau Dr. Spohr. Dr. Julius Roß köpf und Konzertorganist Adolf Wieder.

SleWrttsWngls-khN.

Ein Roman aus dem 21. Jahrhundert von HanS Domini'.

22. Fortsetzung. (Nachdruck verbeten.)

Mac Gornick sprach: , . . . groß:s Unglück . . . sofort t»m Hotel Rettungserpedilkn schcksn . . . Lawinenschlag . . . Degl:it?rinim Gräfin Torelani und H len Garvtn verschüttet."

Devor noch der Partiec eingrllfen konnte, hatte Wel'ington Fox bei Schalthebel gedreht und die Geberstallon deS Hotel? eingeschaltet. S-charf und bxrpp kamen seine Rückfr-izen . . wo der Unfall gesthrhen sei . . . am Ketmansteg . . . genau unterteil des Kogartv.o's-s.

Im nächsten Mom-nt warf W llington Fox daS Mikrophon bem Portier ge^en de Drust unb stürmte auS bet Ka:i^lei. Im Dorraum stand allerlei Sportgerät. Ohne De.innen griff er bie ersten besten Skier und eilte weiter. In vollem Ges<l.schaft 'an.*iig war er für ein? Ssttour nicht eben sehr glücklich g.kllldrt- An einem Haken fah er den dicken wolligen Pllz e'.oes der e:ng :borenen kirgls.sch.m Führer hänge.i un) riß ihn mit einem Ruck an sich

So stürmte er inS Freie. Der auf gehen da Mond bdruß'e'.e unsicher bl: schiervedecklen Häng? und Flichm. Mit geübt-n Händen zog er bl: Dlndunaen der Sk er über feine Lackfchuhe. Schon tm El Iten, warf er den Pelz über.

Eine Ml ule nach ben Empfang von Mac Gornicks QTotruf fch)ß Wll ington For oßn-: Rück­sicht auf die Ge atzr in faasend'r Talfahrt auf den dreihundert Meter tiefer gelegenen Ketman­steg zu.

Jetzt n'ch über ein? steil? Halde Rimbert Meter hinab . . . jetzt sah er ein? ebnzelne Ge­stalt auf ber w:iten Weißen Fläche. . . Ivar im Augenblick h^ran . . . verfugte im letzten Mo­ment durch Abdrehen der wmbenden Fahrt Herr zu werden . . . und merkte, daß es nicht mehr ging. G-wd»ige, wlld unb torrr durchn randev* g-w rfene Sch e ntnf e i v rs e rt n ihm ten W g Mit Auibl.cung aller fe'.n?r Kra.t fchnellie er s.ch in di? Höh', streifte In ge,ax4tiqcm Sprung Mac Gornicks Gestalt dort, daß fl: der Läng? nach in die weihen Flocken h'nfchlug, und landete bann selbst Inmitten der wild aufgetürmten Echnee- massen.

DaS Monblicht reichte eben auS, um die Dinge tn der nächsten Umgebung zu erkennen. Eine gewel tg: Law ne war hnlb fchräg von der Paßhöhe her zu Tal gegangen. Er konnte ihre Spur die Hänge hinauf b s wert nach Norden erblicken. Hier in der Schlucht deS Ketmann- stegeS waren die stürzenden Massen zum größten Teil zur Ruhe gekommen. Otu*- ein T?ll hatte sich noch über tl? Höhe des südl'.hen Schlucht- ranbes blrauf gestau' unb war über ihn weiter hinab in ba? Ta' gestürzt.

Bevor noch Mac G. rnick sich buvch Me Schnee­massen langsam zu ihm hinzu-orbelten begann, ftr:5te et, so schnell :i ber zu wirren Blöcken zu- samm?ngevre''t: Sch: e g Hatte c der Stelle zu, wo die Bruchstücke dies Schn e"Hute? auS ben ei inm Massen ragten. Das letzt: Zechen ber P r onen, die hier vom weißen Tob üb-errascht tr-orben waren.

Seine Rechte fuhr zur Dmsttasch?. Jetzt hielt er eine ber winz gen Tuben tn der H^rnd. btc Ihm Georg 3fcnbcanM In W.emy gegeben halte.

llnbenfbir erschien es ihn, daß die ge iagfüglge Mmge des unsch inbaren Vu'ders g-'gen die un- geh-uev?, hier in der S-5)Lucht c^'staule Schnen- mafse etixis auSrichten könnte. Aber noch wäh­rend er ben Geoanko.' bach'e, hatte er schon ten Dericliluß geöffnet. Mit ben Fingerfv'tzen griff er bas Pulver und streute die Stäubchen wie kostbare Samenkörre^ In die S-h-oeewüste, während er den gebrochenen Ski in immer werter werden­den Snirakn umkrriste.

®eorg, hilf! . . .

Wie ch Stoßgebet Tarn es ihm von den Lippen, während er sich durch die S-chi^enasselr seinen W"g bahnte und Körnchen auf Körnchen streute. I tzi wir die Tube leer, und jetzt stieß er auf Mac Gornick.

Der ö.-bye woll'e sprechen . . . wollte fra­gen, t>5 d'e 5 il S'p d'.tron fchoi welerno-g? trä c.

Mit einem schlecht unterdrückten Fluch wandte Wel ing vn Fox ihm ben Rücken . . . und sah über der ganzen Fläch', di? er eben noch tm Mond Ich' begangen und bestreut hatte, dichte Rcb l wallen.

Ebni noch standen sie kaum fußhoch. Jetzt wogten sie fchon ti Lku^enhöhe un) st egen tn jeder S hr*t>' höher. Mit ri~em Scheri stürzte er in der Ri htung davon, in der er eben noch d e Slltr"mmer erblickt hatte CECarnr, dunstige Trnb- faxuÄurt umfing ihn. 2ll>er c ftg umflutete ihn Sck.Mt l waffcr biS zu den Knien.

Schon war her eben noch fo barte frost- starrm^e Schne' über bk ganz? Fläche hin e ne 16m t ente, ausd-andenlie^enbe Ma k gewor­den. Jetzt stkh feit l nker ©st auf Wideicktand. DaS mu^tc ber z^rbrochmr Sst fein.

Mechanisch faßten feine Hänbe In die Taschen

deS fremden Plle's . . . und griffen eine der tausendk'rz'gmr cl.ktri'chm Facke'n, wie f:e Berg­führer bei sitz zu tragen vll'gen.

3m nächsten Mom<ml it irrnnte bk mächllge 2eu6e auf. Wk glühnrdes Ei "en leßen ihre 6ratlm die Reb lma"en se bst Icachtend trerben. Aber auch in tl: Klüfte und ©pa'tm bet schmel- zenben Lawine drang das Licht. M t einem Ruck entledigte sich Wellington Fox ber störenden ©chneeschud- und warf si«ch auf bk Kn ? in ben ei igen ©ckllnmm. um ein-r hülfen Siello In hon schm Lethen Meff n n h r u'vmmm ©hob mit ben ab'n ttn crwetch n>en ©chnee zurück, be­kam ein © ück 6off zu fasten und zog mit emer kunzen l tz en Aistr.-ngung eine menschllche Ge­stalt zu sich heran.

Kal: und lebloS lag hie Gerettete In fehzn Annen. Der immer stärlcer fchmelrend' Schn.^ batte ihre Kl Lmng vollkommen durchläßt. Mit Schrecken erkannt-? Wellington Fvr, daß das von ihm angewandte Mi't.l n'ch' ung^fäbriich war d'-rar hl: Schm'ema fn fc'b't schmo'z MeM wun­derbare Dyt>tHerrn in fal> Iha't kurzer Z il *u- farnmen. Aber baS ab iexmde Sch <n-onstei burchbrängte dl: ti seren Schi-ch en un1) 5e)roh!e alles, was ton noch etwa verschüttet Lag, dem Tobe he? EririnknrS.

Beim Sch ine her starlen Leuchte betrachtete er die Züge d-r Ge^ello'en. Die die er vv- allein suchte, an die er am meisten dachte. n>r* eS n cht: Die Mar.ch''a bi Tov-sani h'.elt er hier in den Amen. Ab r Helm Diroin lag noch i-gendwo v'r'ck'ütt't roi ben fchrnllzenden Muf.e.r immer stärker bedroht.

(Fortsetzerng fdgt)