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Monat»' f]irfntli 2^0 Golvmark ei», schlirßlich Ir4q»rlo!)n, e»d) b«i 5lid)f»rtd)e<n»e tin)»ln»t Humm»rn Im» feige höher«» Gewalt. - %er»|prt*'1n|4)lun«: <uf bl< Sd)ft|i.»itung 112; für Verlag unb

Md)4fUhrUf 51.

lnfd|ri t |6r Druhtnach- richte» lm«ljrr*if|<n. p-tzschrckfael»:

treilfuri e. m. H8M.

Erster Blatt

U4. Jahrgang

Jreüag, {5. Scbruar 1924

SiehenerAiizeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

t>n!d rnöDerloq: vrLßl'fche UilperFtfltS'Bnd'' out* Stcinönidcrcj R. fanie in *k|ti $4)riftlelten) uni Aefdnftsltelr S^nlVraM 7.

Sewebet ree l*)det* ftt bir loar»! ernrrirf bl» l*e Veewitieq r.-tb« ol »e febeve« btnbh<? kett

Fieti ler l mm Hb he fli Irpicti eo» 27 r m Srtiu vi ilttf b, antwort« 10 Golbple»q- fei 5ie> blame An »ig»«, r 70 m Vierte ?-5 9olbp1»itnl<i, TL yeoifoim Al Mui. fäj aa - "1 »laniertihd) für ToLhb 7i«e«6»lo* Dr 3riebt IBtlb Leeg», fit b»n ubtigm 2» I flri |! Vlufr|<t.fn J6r ren Xmrig»n|«il S a 1»*,

Amtlich in Gieren.

Botschafterwechfel.

Zu dem bevorstehenden Wechsel In der deutfck-en *Bct|d a?t in Washington wird uns von unterrichteter Seite geschrieben:

Ctn unglücklicher Zufall hat eS so gefügt, daß dem Qiudtrht des deutschen Botschaftcre In den bereinigten Staaten, Dr. W i c d feld t, die leidige Flaggenaffüre anläßlich der Irauerfcler um Wilson vorangegan^en ist Nun sieht eS so aus. als sei Wtodfcldt über diese Affäre gcstürzt. Dem ist aber nicht so. Sehcimrat W edfelbt wünscht schon seit dinge» ter Zeit selber, nach Deutschland zurückzukch. ten unb wieder Generaldirektor der Krupp» werke In Gssen zu werden. Als im Frühjahr vorigen ZahreS Im Verlauf der französischen Nuhrbe'etiung Krupp von Bohlen und die an­deren Direktoren gefangen gesetzt wurden, wandten sich die Kruppw. rle an das Ber­liner AuSü-äriige Amt mit der Bitte, dem Botschafter Wiedfeldt die Möglich!-il zur Lückkehr auf seinen führenden 3nbuftr;cpoftcn zu geben. Aber gerade weil Wiedseldt fich alo genauer Kenner der Ruhr- und ReparaUons- srage besonderes Vertrauen in Washington errungen batte, mußte er noch in seinem diplo­matischen Amt ausharren.

Dr. Otto Wiedseidt, der seinerzeit (März 1922) auf Betreiben d S AußenministersRa- khenau nach Ame.ika entsandt wurde, hat in der internationalen Oeffentlichkeit auffal­lend wenig von sich hören lassen. Das ist, denkt man zurück an frühere Teit7eler Deutsch­lands in Oiorbamerlla, von Hslleben, Speck Von Sterndurg. Saurma Zeitsch, Thielmann, auch an Dernstorff, durchaus nicht zum Qlad)- lcil des neudeutschen Diplomaten, der nicht aus der Diplomat'.e hervorgegangen ist, aus- luleacn. Dledfcldt rersuchte ehrlich, die po- e Psyck-e Amerikas kennen zu lernen unb arbeitete ernstlich für die Interessen seines hartgeprüften Vaterlandes, soweit ihm dies möglich war. Gr hat dabei manches Opfer ge­bracht, auch in finanzieller Hinsicht. Denn er muß e seine kostspielige Stellung mit beulabern Dapiergelb repräsentieren. Freilich, in gewis­sem weiteren Sinne vertrat dieser sonst so fähige Mann nicht baS deutsche Volk. Gr ver­trat, da niemand aus seiner sozialen Haut herauSkann, eher die Ansichten der Schrver- vnb Grrßindustr'.e, auch der Hochfinanz. Aber die Aufgabe von der Wirtschaftsseite anzu- pacfcn war der richtiae, vielleicht im Qluflen- vlick der einzig gangbare Weg. Von da aus erst ergab sich das Problem der politischen Annährung.

Als Nachfolger Wiedfeldts ifr Dr. Wil­helm Solf, zur Zeit deutscher Botschafter in Tokio, in Aussicht genommen. Dr. Solf wird die er Tage schon in Berlin ctntreffen unb eS besteht Mn Grund, anzun.hmen, daß er das ehrenvolle Angebot ausschlägt. Ist er der richtige Mann für Washington? Als der ehe­malige KolonialstaatS'ekreter und Außen­minister Solf den deutschen Boden verließ, um »ach Japan zu rei'en, erklärte er es als sein Kiel, das verlorene Vertrauen des ritterlichen Japans wieder herzustellen. Dies scheine nicht schwer zu sein, da genug gleichlaufende und übereinstimmende wirtschaftliche Interessen sowie lulturd c CrgänzungSmöglichk.iten zwi­schen beiden Ländern vorhanden seien, um durch aufmerkiame Pflege der Beziehungen die Völker wieder einander zu nähern. Seit­dem hat daS europäische ReparationSelend zum Zusammenbruch der dcutscl en Staats- siaanzen geführt, unb Japan erlebte die furcht­bare Kulturkatastropde dcS Grdb.benS. Dr. Solf konnte nichts anderes tun, als sich ab­wartend verhalten und die üblichen diploma­tischen Pflichten mit Takt unb Umsicht ver­sehen. Unb nur In einem Punkte konnte er sich cuf die Aufgabe vorberciten, ble seiner jetzt in Washington wartet: Japan erhofft schon lange eine Verstänbigung mit Amerika. D'.e Gegensätze, die zwischen Japan unb Amerika beste'-cn, haben sich in lcy er Zeit ganz außer- brbentHd) verminden. Dr. Sols hatte bähet manche Gelegenheit, nicht gerade den Ver­mittler zu spielen, aber doch durch klugen Rat sich nützlich zu machen. Dr. Solf. der 13 Jahre in den Kolonien, davon 11 Jahre in Samoa els Gouverneur gelebt hat, ist mit den Ge­heimnissen der hohen Weltpolitik wohlver­traut. Gr unterscheidet sich aber von den Diplomaten der alten Schule dadurch, daß er, ekler Geheimniskrämerei abhold, eine offene Aussprache für das erstrebenswerte Ziel in ter Beilegung internationaler Konflikte hält. Gr ist ein durch und durch modern denkender Mann Gr bringt Men chenk.nntniS, um- fassende Bildung, W<l ersa'^runo, wirtschaft­lichen unb pcl tischen Weitblick mit, daneben tlcl Takt unb eine gute Dosis Selbstvertrauen. Gr scheint für das schwierige Amt in Washing­ton der Mann zu sein, den man sucht.

Die dritte Steuernotverordnung.

Die Aufwertung privater Sd)ulbcn. Die Besteuerung der Inflationsgewinne.

Der Finanzausgleich zwischen Reich, Länder und Gemeinden.

Berlin. 14 Frbr lWTB I 3n dir Heu-

Nr R.

wir> t*r »rrötkni- atl;;n die Gauxmd,

Kien Tlumm-r des Kdp'a Ic-Hit!?» De t btr briitm 0 ejerto:tcr3r>minj lich', aus b;r wir baj Wihtiz I:. vor Ablr-.ichung g.'^enubtr ben sruhecen bcrvvlh^bcn

A. Aufwertung und öffentliche ihikifjen.

1. Die Qlufirtrtuna Ift nach «vi? vor auf ' Te/m'ig n»j Ugei, insb f mtere Hyvsthe'en. allastrn, blPolb f Jri d) oc l*>*r e «V'rb runa*:i.

Sch.' ( t> r <br'ibu~flc Pfa ttb le <, S a tafle t- SUhiben nd Ans^ üch? au» Lche^s ersiche- iu gw rt cg< i b schr ntt Graudfätzli t) u4 b aus 15 v H. d . Gvilun^rkb tr-2 her Dermöaens- arUi« autff^rerteL Die nuf c»-rteie Hlvotdek b b II b?i Rinz d-er Pavi-rmarkbypo- t bef D r Aus^-rlunq unte t ei alle D?r- m6g;n8a lagen, bi? durch ben ^nzsversall «.ntticrt-t «vurdrn, et tel bmn. bi*) Art 15 Profit ib^S W r'eS bd.lei batet Gj Itib a'lo nicht m br di' In Jahr.' 1923 b.-zründee, Ailfrucht voi b-r A s.r rüg au g'k'jli» f-*i. Daze ei sind all Anlvruch' nicht m-ßr au ,-e tbar. die be- v itS butch Dorbebalünl? Ainabm- bei Gezen- w-rtes erloschen sind. 2 s?«che. die mr b'm 1. Janiar 1918 er v-irdrn a>irden sind, gel ei al! In Goltzmart envarbrn. uib Ifrr Renime.t rrrrb b?t 2ubr rtung z lg lind? aelezt. 6.*>ä e. er->?tbcn? Anfp'iith' werdei üb?r br.i Drllar- kurS In G:l>mark um^erechiet. 'S)er Schuld-'or kann bk Herabsedung tei Arsto?riunaS- b trageS v-rlinre'z, trenn e$ mit Rückfich! aus s.ine w^rtsch.is si h' ßax zur Abwenbu ig einer arvb.m U :b.I.igMt imabaxUbar erlchechrt

Die Erhöhung bei grunds'tzlichru Aufwer- tungSbetrageS von 10 au[ 15 v. H. bedeutet ehte fcbwcr* Belastimg sowof'l für die<fslb- verwirtschaft al» auch für die StaatSwirtsrhafi, die nur t iqbar fein dürft?, weil die Fällig­keit ter anfgeteert?ten Ansprüche auf ten 1. Januar 1932 hmauSgeschoben worden ist. Die 3ln6beblnflungen der auf gerne rieten Ansprüche sind ve, bessert worden. An Verzin­sung soll seht bereit- Im Ja hie 1925 2 v H ge­zahlt werden Sine trübere Kavitalrückzah- lung und eine trübere höhere Verzinsung können vereinbart werden Li'e a L endne Klaus I regelt bic Ausaeitung der nich' bc'onderS in de- Br- p-.bming o(mannten De^nbzensanlaoern Auch hier ift d~e 2-i|tecr:uni aus 15 o ch bestimmt wor­den. Cettnlk Forberun en, He ble au) gegen- kitincn Verträgen. auS AuZeinande-setzun ien. ÜnterbaltungSansprüchen unb ähnlichen werden durch bie Vervrbnun.z nicht bei-ührt. Hier kann vor den ord^ntllch^n Gertchtra eine Aufwertuig verlangt werden AuSgrschlvl'en ist baftien eine A HreNU'a b^ Salb>S bei lautender Rechnung unb beim Kon okorrmi.

&onberiegelungcn sind auch für Pfand- b riefe. Sparkassen unb Lebensver­sicherungen vorgesehen. Grundsatz in allen drei Fällen ist

die Verteilung der den Institut-m zur Ver­fügung flehenden unb zu ih-en Gunsten auf- retrert'ten Vermrg nSma f? unter di: Dsand- briesgläubiger. Svarkasf7Nglaub>er unb ße- te.7rr«rfichrrung2berrchtigten.

Tie Dulchführung erfolgt In der Weife, daß zunächst bei den Psandbriesanstal ei alle Pfand- bricfgläubigei nicht nur. tote im ursprünglichen Gnttourf. alter B'fitz und Erwerb aus Grund deS gekniieten Zwanges berucklichtlgt werden Für das Reich unb bie Länder Kl es bei bem Aloi atorium HS zur SrLbig-jni sämt­licher Reva-ationSver ps i ch ungen g b. e^en Rur Ztoischenkredite. die nicht länier als rwet (\ibre laufen sind von dem Moratorium ausgenommen. Der Ailrth^läubicer braucht aber etn-n Pap er- warkbctrag biS auf trwteieS n 1 <b t als Schuld- crfüllnng anAunebmcn. Für die Gemein den unb Gemeinde verbünde «"t grundfchlich daS gleiche, jedoch kann bie oberffe LinbeSbebörda beim Verl, gm be'ont-'rer Derbälmi fe eine 25- weichend.' Regelung treff n R u? Anl.i^n tonnen den Vorrang vor alten erhalten.

B. Inflationsft--ner.

1. Zu ©anflen deS ^etch eS.

Die ObligationS Neuer llt daHn ge- ändert tv-r^e'. daß eine Steuer ort 2 d H. ton dm Goldmirid.-rai der d>-r chrcibung un- ter Ab ata H L.fwrrtung btraae, d. b rwm Intlatisnsg^trinn erbeben wir.. Hat en* ®e_dl schift Ihre Schuldv.-rfchrubunrei berei.S fiuder mit nr.cm gcrlig tcn Sol^mirkbe'rai

g t Ijt. so lvtrd d:r ll it:rschi:d biS zur Höbe von 15 vH zufärlich als StTuer erhob«. zto<i- vrvs nligc 6t 'ne* ift am 1. Marz 19--». ble 3aan- ficucr in Halbja^resra en zu TL

fümmurfl n. wclche die Infla r nS.etoiw e bei InaTrspruchnahm: von Krediten b.-t et ex, l.nbtn bi: eabgil ig' Ve^orbnung au'fl n- m^ren warben. ?k gexn bec De iimmungm v.e.kach ert>»5eien Sinw ndungen brvu e' ins f.ri aus eiinn MM- D.TilänbnU. als eS feibslver tänbUch r.i^t me Ab­sicht b?r R-nchSrGierung ist. aut ber letzt ge- g denen O.uiII g . ein: ooeb t i etf*: Der an­lag u n g b r Steuer rorzanehrner D e m hr soll nur b r ReichSregr-runHie Hinbhabr a:b.^m Werden, um durch Gt-nsichtnahme u bu De.hal>

nifr unb b fanbrrt auf dem Wcge von Stich» p.obm kfl u'tel n. ab rl v irlch? Be teuerung t.chnisch möglich Lt, und waS sie etwa einbringen könnt

2. Zu ©unften der Länder.

Als Kcmflück der InslationSb^steuerung ifl die 6teuer von bebauten Grundstücken geblieben Die Grundsätze der Steuer sind in den wesentlichen Punkten verbessert worden. Ein­mal ist die Steuer begrenzt aus die Zeil biS zum 31. Marz 1926 ober HJ >.u einer srüde­ren Aushebung der gesetzlichen Miele. Dann aber ist dafür Sorge getragen wo.den. daß dem Li ten- tümer nicht nur genügend von der ge'etzlichen Mchie bUibt, um die Lasten deS G undstu^S ein. sch iel.lich der Betriebs- und InslandfetzungS- toften zu decken, so.idem daß Ihm auch von einem gewissem Zeitpunkt an ein Teil der Mieten für die Verzinsung /wn dem alten Di gen- kapital bleibt Die Mieten selbst sollen allmäh­lich, gemäß der önttrlflung der allgemeinen Wirtschaftslage den FriedenSm leien an­genähert werden. Die Steuer fällt den Län­dern zu. Sie soll helfen, den HauZhalt der Län­der über bie ZZi des Ueaergang« hinwogzu- biingcn. und aus diese W.-ise bie Währung mit gc.väbrltiflcn. In tIdem Zusammenhang ift bc- so iberS beme tenSwert, baß. fo ange bic Zwang-- wirtschaft anbeuert, die Einkommen- unb Der mögen-ft euer dadurch rre.entlich ver­mindert sind.

Daneben ist den Ländern noch

die Desteuerung dcs Inflat onSgeto'.uns bei dem belasteten neubebauten Grundbesitz

zug-wiesen werden Die S euer wird in Höh: von 2 v. H deS I-iflaiton-gTwinnS. der sich au- der Entwertung der b:ngü4>*m tia' en ergibt, e.haben. Dazu tritt ein Zuschlag, sow.it die frühere Rück» zahlung ihrem 0olbto:r.e nach hinter dem in der Verordnung vorgesehenen Aufwer ung-le rag ?,u» rüdHclbt. Die erste Rate ter Sie er bars nicht vor b?m 1. November 1925 fällig sein, damit die Voltoernährung durch eine Ginschräntung der Pro­duktion nicht notlrtbet. Die Landesregierungen sind ferner ermächtigt, die Inflatlo"-aewinne au- den Holzgewinnen steuerlich zu eriallen

3. Bewertung von ReichSmarkfor- berungen und Schulden für bic Steuern

Von cm scheidender B'deutuTig für die Steuer- wirtschaft Ist bie A i-tchaltung aller sich au» der 2[.iftxM u g erge enden Vewer u igssch vierig- feiten für bie Deinnög mSreranl ig mg vo n 31. De­zember 1923 Foid rangen unb Schulden sollen hier mit ihrem Papirrmarfhetrag dngestclli werden.

C. AinnrizanSgleich.

Die Regelung bie d:r Finanzausgleich in der Tkrorbnung g iundcn hat. steht unter den großen leitenden Gedin.en. daß eZ gilt, bie Selbständig­keit der Land.r und damit die S e l b st v e r a n t - wortung auf finanziellem Gebiet zu stärken und b n Zuschüßen beJ Reichs, in »beton­tere b.m Besoldung-zuschüfsen. ein Lide zu rnachrn. bi? nach b*m Au hdren ber Infla Ion »zeit unb rach der S illrgun, b?r Druckerpresse keine Dasein chrrech igung mehr haben Die Regelung soll ferner bic Aufteilung ber Auf­gaben zwischen bem Reich einerseits und den Ländern andrerseits auf den Gerieten, bie nach ber geschichtlichen Entwicklung als Sache der Länder anzusehen find, toi? die Wohlfahrts­pflege unb bi» Schal» uib BilbungStoelei. vorde- reiten. Die älebert agung von Au gaben auf der einen Seite unb bi- Si istellung von Zuschüssen auf der andern fordert ein- Rachorüfung de» Be- teiligungeverbältrisse- von Reich. Ländern uib Gemei.ib.-i an bei Reich »steuern uib fordert die UebcraHung gewißer S eu-ri an bie Länder. Die äleb.Zafsun; ist durch die oben bezeichneten Steuern erfolgt. Bei der Neuregelung der Steuerantcile ist eS für bie öinfommen- steuer unb die K S r p e r s cha f t S st e u e r dabei geblieben, daß den Länbem unb Gemeinden Aufcünf ig 92 v. H. zu geteilt toerben. 22 v. H. der Umfan ft euer sollen für da» vo'ie Rech ungS- jabr 1924 den Ländern und Gemeinden »ufallen.

I>. Vereinfachung int BestrnerunqS« verfahren und im Ztrurrftrasverfahren

Ton wesentlicher Bedeutung ist hier nament­lich die verstärkte Sinfchaltung der Ge­meinden in bad Verfahren Die Gemeinde­vorsteher sollen im DeranlagungSrersahren au- cciogcn werden, mit beratender Stimme an den AuSschußbelatungen leilne&mcn und die Ein­legung von Rechtsmitteln beantragen dürfen Sv wird die önliche Sachkunde ber Gemeindevvr- fieber in erhöhtem Ma^e für die Besteuerung nutzbar gemacht werden können. 3m übrigen sind Vereinfachungen in ber S euerrecht-pflege ge- schaf'cm worben durch die Uebcrtragung gewisser Entscheidungen vvrwie eid rechtlichen Inbaltö an die Finanzämter lohne Zuziehung der AaS- schüssef. durch Beschränrung der Zahl der AuS- schustmitglieder. durch Ueberrraaurg der Be- i ufungLentscherdung für g w f e Steuern und den Vorsitzenden deS F na-z e I U. durch S rsührung eines Bagatcllve fahrens bei Be­schwer deg egen ständen diS zu 52 Soldmark, durch Zulassun g einer G ;bäbrent>erbcppd^ng bei Ver­fahren, die auS Mutwillen ober aur Irreführung

angestrengt werden, sowie durch angemetom Ausgestaltung deS Koltenwefen» Die Verein­fachung ber Steuerstvatoechte bringt eine Ter» einh l lichunz der St eu e r h I n t e r z ie h u n g s» fl i a f e n und eint einheitliche Bestrafung aller Fälschungsdelikte für Steuer eichen unb -märten auf dem Gebiet deS Steuer rechts

Durch die dritte St-uemotverordnung werden mit Wirkung vom 1 April ab

die Fürforgeaufgaden.

die bisher zu Lasten deS Reiches durchgeführt wurden, den Ländern unter gl.ichzel Ijcr x3u- weilung von Steuermitteln übertragen. Die neue Terorbnung über die F rforgevflicht überträgt ble Durchfubrung dieser Ausgaben in3betonbeiv diejenigen Sozial-, Kriegsbeschädigten- und Ädcgebinterbli Leaenfürforce sowie ik* Fürsorge für die Sozial- unb Kleinrentner, den Für - sorgeverbänden. die von den Ländern zu bilden sind, die Ren'enversorgung für Kriegs­hinterbliebene und tic He l.Versorgung bleiben nach wie vor Sache deS Reiches, die ©oUaltxr- sicherung Sache ber Versicherungrtn.gti. Die Der- D.bmmg wirkt mit Rachdruck daraus hin. daß die Beteiligten tote bt-her bei b r Durch­führung der Fürsorge herangezogen werden. Um bie Schtolertokei'en in ber Uebe.gangZz-üt zu er­leichtern. gewährt daS Reich den Landern Zu­schüsse. nötigenfalls auch Vorschüsse Die Be­fürchtungen, hart durch die Durchführung die Für­sorge gefährdet sei. sind daher unbegründet

Die Pfälzer Separatiften- niederlage.

Paris, 14 Frbr. lHavaS.i Der Dorfltzends der Rh ii kandkommissitm. Tirard. hatte eint Tc pre'.ntng mit General 6 ? m a i r e, Gmeral- stadoch'f deS über die von

dm M litä r b?b?rVt^^W^TaT z -u er greif cnven Maß ahmen z-r«kS Un erdr ckuag ber Unruh«, und Wi b-rb r icl ung ber Or>niiig Der geste rn üb.-r Pirmas nS txrbängte Blla e-uigSzustanb gibt ben Milltärb.Hörden auS<^e^e:-uteste Voll­machten für ein euer ststheS und eitkdlos'e >es Do-e-hen. Di' von ter Rh r laabkammi Ihn e:n- g s tzte dr-igliedri e Gnguetekommiffion Ist von Kobl n.z ab-eretfL

UL A z ichei sprehem bafür. bist btc Fran» f.orcn. nachdem ibie-i baS öct-amtiftenman5 et mit fl?:di ist. j tzt irren Willen aus andere Weise zu err ichen suchen, indem sie

den Kreistag der Pfalz all RegierungSgetoall eigMfchalten

gedenken. Bi der b S er glitten treudeutlchen Ge innunfl deS Kreistages l i eJ selbstv r !ä «blich» bah er jede andere ung all die der Wreder- h rft.f ung d S StntuSguo ante. baJ b'ißt bte Rückkehr bet ver|a sungSmäßige i Lti)<iif e.i Pfalz ablchnt.

Die BefrelungSaktton hat überall ihren Fort­gang genommen. 3n Landau wurde da- B-1- zlikSamtSgebäude von den Sevatatisten fluchtartig verlassen und von den rechtmäßigen Beamten Und deutscher Gendarmerie wieder in Belin ge­nommen. DaS bayerische B-Z.irkSamt hat seinen Betrieb in dem alten BezirkoamiSgebäude wie­der ausgenommen; bk separatistisch« Fahne wurde heiitnteigehvlt.

3m LudtolgShafener BezlrkS-amt-ge- bäubc werden umfassende 2lufräumung«arbeiten von den Separatisten t'orgenomnKm. so daß mit dem baldigen Abzug der Separatisten ge­rechnet werden tonn. G-estern abend hatte sich vor dem Be^iickSamtSgeb.'u e eine größere Menne angelammeU Zu Zwischenfällen ist eS aber nicht gekommen, da

fromzosische» Militär das Bezirksamt umstellt hatte.

3n Rocken Haufen wurde von einer Ab­ordnung der Bärgerschaf l an die Cexira l ten tU uUlmattoe Forderung gestellt, dal igst da» Be­zirksamt zu räumen. Daraufhin grif bi; Iran» zöslscheGendarmerieein und forder e all« Personen, die auf der 6 r ;ß- waren, aas. sich nach Hause zu begeben Auch bi; deutsche Gendarmerie wurde zur Mi hilf; herangeivgm. 3n Kai­serslautern wurden auf den Straßen An- sannnlarg n von französischen Truppen verhindert unD zwar durch Androhu-g von Wasfengnoalt. BiS 9 Ufn adendS waren drri Tote frfta/teilt urb zahlreich; Verwundete, darunter fünf Pcllzeibeam.e. Die Polizciberrmlen fce.a'cn zur Zeit, ob sic unter den gegebenen Verhältnissen ihre Dienstgeichä' e wi der a fnehmen frllcn. Ver­handlungen mit den Franzosen frid d igeleitet. Der Prlizni spek.or und zwei Wachtm i ter wur­den verhaftet. Die Pclizei ist unter den Be­seht der Besatzun-Zdehörden gestellt worden.

Dic Londoner .Times" mißbilligt b einem Ocrtartild zwar tl; De chrhnisse in Pirmafens. bvlont aber gl ichzmtig. daß

nack dem einmal dir französische 51-trrstühnng »nruckgeaoqen war, den Separcttsten nicht hackte gestatt.t we-den dürfen, auch nur einen Augenblick noch zu bl^'.bm.

Alle Separatisten müßten sofort wr'tze'cha'ft wrv» den. Vor allem'Aber la andUa bah ber beinluhe