zlud) falsche Renrenb ankscheine öu 10 und 5 Rentenmark werden hier und da in Umlauf gebracht, die ebenfalls an dem Fehlen der Papiermerkmale der echten scheine, des natürlichen Wasserzeichens und der eingebetteten Fasern, außerdem aber auch ttn der hinsichtlich der Beschriftung .und der Farbengebung meist recht mangelhaften Wiedergabe der echten Scheine leicht als Nachbildungen erkennbar sind.
. Das Publikum schützt sich gegen die Annahme solcher Falschstücke, wenn es sich beim Hantieren mit goldwertem Papiergeld wieder an etwas größere Vorsicht gewöhnt und namentlich auf die Papiermerkmale der echten «Scheine achten lernt.
Die ReichS-Teuerunasziffer.
Die NeichSinbexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung und Bekleidung) beläuft sich nach, den Feststellungen des Statistischen ReichSamts für den 11. 3uni ©lein der Vorwoche auf MdI,13- billionenfache der Vorkriegszeit.
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Gieheuer Wochenmarktpreise
am 14. Juni. (Händlerpreise.)
GS kosteten daS Pfund: Butter 150, Matte 25, Käse 60, Wirsing 60, gelbe Rüben 40, Spinat 30, Römischkohl 30, Spargel 120, Erbsen 60, Mischgemüse 25, Tomaten 150, Zwiebeln 20, RharMrber 20, Kartoffeln, neue 25, Kirschen 60, Erdbeeren 150, Honig 30; das Stück: Gier 11, Blumenkohl 120 bis 150, Salat 10 bis 20, Salatgurken 120 bis 180, Ober-Kohlrabi 30, Lauch 15 bis 20; das Bund: Rettich 15, Radieschen 15; der Zentner: alte Kartoffeln 480 bis 500 Pf.
** Die diesjährige: öffentliche 'Impfung findet von nächsten Mittwoch ab statt. Die Impftage sind aus der heutigen Bekanntmachung im Anzeigenteil ersichtlich. Als Impfzeit hat man die Stunden von 3—5 Uhr ^nachmittags bestimmt. Durch diese Einteilung soll der früher immer sehr unliebsam empfunden» Andrang künftig vermieden werden.
** Der 11 6er-Tag ist jetzt endgültig iauf den 2. und 3. August festgelegt worden. Die Grundsteinlegung des llber-Steins wird tarn Sonntag vorgenommen. Außer den Angehörigen des ehemaligen aktiven Regiments werden sich dessen sämtliche Kriegsformattonen an der Zusammenkunft beteiligen.
** Zur Sicherung der Ernte in Der Nahe der Dahn. Dei der außer- vrdentlichen Bedeutung, die der Ernte für die iCrnährung zukommt, weist das Kreisamt Gießen auch in diesem Jahre darauf hin, daß das Lagern von Getreide, Heu, Grummet usw. unmittelbar am Bahnkörper möglichst zu vermeiden ist.
** Blitztelegramme. Um die Blitzfun ktelegramme, die bei der Geschäftswelt großen Anklang gefunden haben, weitesten BevölkerungSkreisen nutzbar zu machen, ist mit Wirkung vom 1. Juni die bisherige Beschränkung der Einrichtung auf bestimmte Orte aufgehoben und daS Nachrichtenmittel im inneren deutschen Verkehr allgemein sowie auch für daS Drahtnetz zugelassen worden.
RDD. Zur Diebstahlsbekämpfung auf der Eisenbahn. Den Diebereien auf der Eisenbahn wird energisch zu Leibe gegangen. Die bisher auf 20 Goldmark festgesetzte Belohnung für die Anzeige oder die Ergreifung eines Gepäck- diebes ist mit sofortiger Wnckung auf 50 Goldmark erhöht worden. Der Anreiz zur Erhöhung der Aufmerksamkeit trägt hoffentlich dazu bei, den unsauberen Elementen das Handwerk gründlich zu legen.
•• Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Der Film »Mutter", der noch bis Montag im Lichtspielhaus läuft, schildert frei von sensationellen Aufmachungen und äußerlich wirtenden szenischen Effekten die Tragödie des Mutterherzens, die Tragik der Mutterliebe. Der Film dürste auch hier in Gießen seine gute Wirkung nicht verfehlen und allseitigen Beifall finden.
Bornotizen.
— Tageskalender für Samstag. Vereinigte Fuhrwerksbesitzer: 81/2 Uhr Versammlung — Rundfunkhaus Loberstrahe: 8V2 Uhr Der italienische Schwung. — Palast-Lichtspiele: „Lebende Buddhas". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Mutter". — Astoria-LichtspiUe: „Kronprinz Rudolf".
— Tageskalender für Sonntag. V. H. C.: 81/2 Uhr Biebertalbahn Abfahrt zur Wanderung. — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 1 Uhr Ausstellung Frankfurter Künstler. — Mattbäusgemeinde: 3 Uhr Familientag im Philosophenwald. — Gießener Ruderklub „Hassia": 3 Uhr Beginn der Ruder-Regatta. —Bienenzüchterverein: 3 Uhr bei Kraft, Frankfurter Str. 81, Versammlung. — Lichtspielhäuser dasselbe Programm wie Samstag.
— Vorn Dühnenvolksbund wird uns geschrieben: Wir weisen nochmals auf
die morgen nachmittag auf der Walvbühne stattfindende Wiederholung von Lienhards „Wieland der Schmied" hin. Das Stuck, welches während der Pfingsttage auf der Amöneburg begeisterte Aufnahme fand, wird gewiß auch hier wieder zahlreiche Zuhörer finden, Dei ungünstiger Witterung wird das Spiel auf nächsten Sonntag verschoben. Karten behalten ihre Gültigkeit.
— Zum Besten des Bundes erblindeter Krieger soll am nächsten Mittwoch auf der Liebigshöhe ein Konzertabmd stattsinden, der dem Interesse unserer Mitbürger empfohlen sei. (Siehe Anzeige.)
— Schachspiel. Der hiesige Schachklub veranstaltet am kommenden Montag im Hotel Schütz eine Simultanvorstellung im Schachspiel mit Schachmeister Reti. Der Meister, der Hervorragendes im Turnier- und Blindlingsspiel geleistet hat und kürzlich im großen internationalen Schachturnier in Neuyork an die vierte Stelle (hinter Dr. Lasker, Capa- blanka und Aljechin) kam, wird gleichzeitig mit etwa 20 Gegnern spielen. Die Veranstaltung beginnt um 8 Uhr. (Siehe Anzeige.)
Landkreis Gieren.
* Klein-Linden, 13. Juni. Der älteste Verein unseres Dorfes, der Posaunenchor, feiert Ende Juni sein siebzigjähriges Bestehen. Es haben sich bis jetzt schon 12 Posaunenchöre aus Hessen und der preußischen Nachbarschaft angemeldet, so Mß mit einem Massenposaunenchor von 200 Bläsern gerechnet werden kann. Drei auswärtige Festredner find bereits gewonnen.
D Lich, 12. Zuni. Der Gemeinderat beschloß in seiner jüngsten Sitzung, den Umlagebedarf der Stadt Lich, der genau wie im Vorjahre 27 000 Mk. beträgt, vorläufig nur mit 20 490 Mk. zur Erhebung zu bringen. Danach gelangen zum Ausschlag: 8 Pf. auf je 100 Mark Steuerwert des Gebäudebesihes, Steuerertrag 3646 Mk.; 16 Pf. auf je 100 Mk. Steuerwerk des land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundbesitzes, Steuerertrag 8422 Mk.; der Rest von 8422 Mk. wird durch den Ausschlag auf Ms Anlage- und Betriebskapital gedeckl. Da die notwendigen Neueinschätzungen noch nicht borgen >m- men worden sind, bleibt der Aus schlag der letzteren Steuer späterer Beschlußfassung Vorbehalten. Die Festsetzung des Steuerausschlages der Sonder st euer vom bebauten Grundbesitz wurde für einige Zeit zurückgestellt. Die Firma Rinn & El 0 0 s beabsichtigt, in der Mengesstraße Mhier eine größere Zigarrenfabrik unter der Voraussetzung zu errichten, Mß die genannte Straße bis zu ihrem Grundstück mit Chaussierung, Wasserleitung und Kanalisation versehen wird. Der Ausbau der Straße, und zwar mit Chaussierung in einer Länge von 200 Meter, Kanalleitung In einer Länge von etwa 70 Meter und Wasserleitung in einer Länge von etwa 450 Meter, mit einem voranschlagsmähigen Kostenaufwand von 8500 M. wurde beschlossen. Für den Fall jedoch daß der Bau nicht zustande kommen sollte, soll die AuS- führung des Beschlusses unterbleiben. — Dielen Einwohnern ist noch nicht bekannt, Mß unsere Stadt neben der nur im Sommer benutzbaren Badeanstalt in der Wetter noch eine der Allgemeinheit zugängliche Badeanstalt besitzt, die in einem Anbau des Krankenhauses eingerichtet ist. Dieser Anbau ist von dem Krankenhausbetrieb vollständig getrennt und hat seinen Zugang vom Hofe aus. Die Mrtigen Daderäume werden von den KrankenhauSpsleglingen nicht benutzt; für diese ist in dem Gebäude eine besondere Dadezelle vorhanden. Es werden zu billigem Preise Wannen- und Brausebäder verabfolgt.
Kreis Schotten.
* Schotten, 13. Juni. Der Präsident des Eisenbahndirektionsbezirks Frankfurt traf gestern hier ein, um an einer Besprechung über die u n- günstigen Verkehrsverhältnisse von Schotten teilzunehmen. Zu der Besprechung waren Vertreter des Kreises, der Stadt Schotten, des Handels und Gewerbes, der Gastwirte und des VHC. als Verkehrsverein erschienen. Es wurden verschiedene dringende Wünsche geäußert, deren Verwirklichung jedoch daran scheiterte, daß die Strecke „nicht in dem erforderlichen Maße rentiere". Als einziges wurde in Aussicht gestellt, daß wieder ein Güterzug eingestellt werden soll und daß die gemischten Züge wegfallen. An eine Verbesserung des Sonntagsverkehrs ist leider ebenfalls n i ch t zu denken.
Starkenburg «nd Rheinhessen.
* Darrn st adt, 13. Juni. Das Polizeiamt in Darmstadt hat eine Bekanntmachung gegendieAutorasereiunddenMo- torradunfug erlassen und droht an, daß bei wiederholter Besttasung der Führern schein entzogen wird. Die Bewohner der Stadt klagen in letzter Zeit sehr, daß wegen der Staubentwicklung durch Auws und Motorräder Spaziergänge fast unmöglich gemacht werden. (Ein gleiches Vorgehen dürfte auch in Gießen angebracht sein. D. Red.)
Landwirtschaft und Gartenbau.
Der Drahtwurm und seine Bekämpfung.
Lieber dieses Thema, welches durch das Auftreten des Drahtwurmes in manchen Gegenden Oberhessens, z. D. im Kreise Lauterbach, jetzt auch hier im Vordergrund des Interesses unterer Landwirte steht, veröffentlicht Dipl. agr. Th Asdonk- Berlin in der „Illustrierten Landwirtschaft!. Zeitung", Berlin, einen längeren Artikel, dem wir folgende, für die jetzige Zeit wichtige Ratschläge entnehmen:
Sind die jungen Saaten bereits vom Drahtwurm befallen, so muß zu ihrer Rettung die Bekämpfung der Schädlinge mit besonderer Llmsicht vor sich gehen. Viel ist gewonnen, wenn ihre Anwesenheit richtig erkannt wird. Das Abwalzen des Ackers zu diesem Zeitpunkte nützt meist wenig. Dagegen hat sich die gemeinsame Anwendung von Kainit und einem schnellwirkenden Stickstoffdünge- mtttel in Form einer Kopfdüngung als Bekämp- fungsmahnahme recht gut bewährt. Die Gabe ist auf 3—5 Ztr. Kainit und V2 Ztr. Natronsalpeter für den Morgen zu bemessen. Statt Natronsalpeter kann man im Notfälle auch Am- mvnsulfatsalpeter oder schwefelsaures Ammoniak verwenden. Es liegt in der Natur der Sache, MH die Düngemittel möglichst fein und gleichzeitig über den Acker verteilt werden müssen. Bester als der gewöhnliche Kainit wirkt Mrum der feingemahlene Kainit. Es ist ferner erwünscht, daß am Bekämpfungstage Regen in Aussicht sieht, falls der Acker nicht noch genügend Feuchtigkeit besitzt, um die ausgestreuten Düngemittel in Lösung zu bringen. Bei diesem Verfahren hat der Kainit die Aufgabe, die Drahtwürmer durch seine ätzende Wirkung anzugreifen, wodurch die Tiere teils abgetötet, teils in den Llnlergrund getrieben werden, so daß sie die Pflanzenwurzeln nicht mehr erreichen können. Der Stickstoffdünger M- gegen kräftigt die geschädigten Pflanzen uno bringt sie schneller über das gefährdete Iugendstadium hinweg. Natürlich kommt auch die düngende Wirkung des Kainits den Pflanzen schon bald zugute.
Lieber eine gut gelungene Drahtwurmkur dieser Art im letzten Erntejahr berichtete Inspettor Wiegand, Rittergut Wallichen bei Vieselbach, in der »Hildburghäuser Zeitung" wie folgt: „Nachdem ich am 3. Mai die Futterrüben gedrillt hatte, setzte die ersten acht Lage sehr warmes Wetter ein, dem ein sogenannter Platschregen folgte. Die Wirkung war, daß der Boden verkrustete und die Rüben stellenweise Mher auch sehr schlecht aufgingen. Mit der Cambridgewalze konnte ich den Plan im Anfang nicht bearbeiten, M dem ersten Regen noch weitere folgten und zu gleicher Zeit die Witterung sich merklich abgekühlt hatte. Ich war Mher einige Zeit unentschlossen, ob ich Len Plan neu bestellen sollte oder nicht. Sch)n jetzt aber' fiel mir auf, MH mitten durch den Plan hindurch in einer ungefähren Breite von 40 bis 50 Meter überhaupt nichts aufging, während nach der einsetzenden günstigeren Witterung an den anderen Stellen so nach und nach die Reihen au sehen waren. Zunächst dachte ich natürlich, dies hinge mit der Witterung zusammen, bei genauerem Nachsehen wurde ich aber eines Besseren belehrt. Der ganze Streifen, einem Areal von etwa 3 Morgen entsprechend, war nämlich durch und durch mit Drahtwürmern beseht, an jedem einzelnen Kem hingen mindestens fünf dieser Schmarotzer. Ich bestellte nun sofrrt seingemahlenen Kainit, den ich mit schwefelsaurem Ammoniak mischte, so MH, auf den Morgen berechnet, ungefähr 3 Ztt. Kainit und Vg 3tr. schwefelsaureS Ammoniak tarnen. Die Salze wurden nach dem Streuen natürlich gleich eingehackt, was nicht ganz einfach war, M doch die Reihen fast gar nicht zu sehen waren und man sich nur nach den wenigen aufgegangenen Pflanzen richten mußte. Die Wirkung meiner Maßnahme aber zeigte sich schon nach acht Tagen, die Rüben gingen alle vollständig auf, Im Wachstum war eine auffallende Aenderung eingetreten, man konnte geradezu von einer üppigen Vegetation reden,> denn es dauerte nur drei Wochen, so hatten die vom Drahtwurm befallenen Rüben die anderen vollständig eingeholt. Heute ist von dem vorher verseuchten Streifen überhaupt nichts mehr zu scheu, die Reihen sind vollständig geschlossen wie auf dem anderen Plauflück. Offenbar hatte die reichliche Kainitgabe eine vorübergehende Konzentration der Do- benlöfung hervorgerufen, die augenscheinlich den Wurzeln bzw. Rubenkernen nicht weiter geschadet hat, immerhin aber stark genug war, um die Drahtwürmer abzutöten, das schwefelsaure Ammoniak hat Man gewissermaßen a!S Medizin für die durch Wurmfraß geschwächten Pflänzchen gewirkt und das Aufgehen entscheidend angeregt und beeinflußt. Natronsalpeter hätte in diesem Falle vielleicht noch günstiger gewirkt."
geitgemätze Arbeiten im Garten.
Endivien für den Herbst und Winter müssen bis Johanni, d. L 24. Juni, gesät sein. Za frühe Aussaaten gehen regelmäßig in Samen. Za späte entwickeln sich nicht mehr. Die Sämlinge pflanzt man im Juli je nach Sorte in 30—35 Zentimeter Entfernung, gießt reichlich und lockert alle 14 Tage. Sind die Pflanzen im Wachstum soweit vorgeschritten, daß sie den Boden der Beete bedecken, was im September der Fall sein wird, Mnn kann mit dem Bleichen begonnen werden. Dies geschieht durch Zusammenbinden der Blätter, wenn diese gut abgetrocknet sind. Nach 2—4 Wochen, je nach der Wärme der Witterung, können sie verbraucht werden, und M sich gebleichte Endivien
im Freien nur kurze Zeit halten, bleicht man sie nie mehr, als man in einer Woche verbrauchen kann.
Tomaten lieben reichlich Dünger. Man gibt jeder Pflanze einen Stab von 1 Meter Länge, wählt einen Haupttrieb aus, den man daran emporzieht und schneidet alle anberen Triebe weg. Will man Tomaten mehrstengelich ziehen, so muh man jedem Trieb einen besonderen Stab geben und diesen wie den Haupttrieb behandeln. Die Blätter sind zur Ausbildung der Früchte unbedingt nötig. Erst gegen Herbst kann man einen Teil derselben entfernen. Wo Tomaten gestanden haben, soll man sie im andern Jahr nicht wieder pflanzen, sie werden sonst von der Kräuselkrankheit befallen. Auch die Nähe der Kartoffelfelder vermeide man tunlichst, da die Kartosfelfäule, Phytophthora tn- sestans, auf Tomaten übergeht und Fäulnis der Früchte hervorrust.
Stiefmütterchen, Ttartengto den, Campanula Medium und Fingerhut, Digitalis purpurea müssen bis Ende dieses Monats ausgesät werden. Die Saat Mrf nicht zu dicht geschehen. Im August versetzt man sie auf abgetragene Beete, von aw sie entweder noch im Oktober an den Platz kommen, ax> sie im nächsten Frühjahr blühen sollen, oder man beläßt sie und Pflanzt sie im April. R,
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Die Verpackung der Erdbeeren.
Dke zum Fortschicken bestimmten Erdbeeren müssen bei ganz trockenem Wetter gepflückt werden, denn feuchte Früchte halten einen Transport njcht aus. Das Pflücken geschieht am besten in den CßormlttagSftunben, weil Mnn die Erdbeeren noch nicht zu sehr von ber, Sonne erwärmt wurden, jleberveife Früchte, die sich an einer Stelle schon weich anfühlen, scheidet man vom Versand gänzlich aus. Etwa an dem Beeren befindliche Erde muß sorgfältig abgeblasen werden; man sorge aber dafür, daß an jeder Frucht, die zum Versand bestimmt ist, ein Teil des Stieles bleibt.
Zum Ein packen verwende man leichte Pappkartons, die möglichst flach sind. Man präge sich ein, daß eme Erdbeere nie mehr als höchstens noch zwei Schichten tragen kann. Man Darf also niemals mehr als drei Schichten der Früchte übereinanderlegen. Auf den Boden des Kartons kommt Wellpappe, darauf eine doppelte Schicht Erdbeerblätter. Auf die forgfältig nebeneinander gelegten Früchte kommt Seidenpaprer, das man vorher tüchtig zerknüllt hat uni> Ms durchaus nicht glatt über die Früchte gelegt wird. Aus das Seidenpaprer legt man wieder Erdbeerblätter, und zwar zwei Lagen, bann die Früchte und obenauf abermals Seidenpapier, Erdbeerblätter und Wellpappe.
Man achte Mrauf, daß die Erdbeerblätter vollkommen trocfen sind, denn die geringste Feuchtigkeit schadet den Beeren. Handelt es sich um besonders schöne Exemplare, so tut man gut daran, nicht Frucht an Frucht zu legen, fonbern jede einzelne Beere so In ein Grdbeerblatt au legen, daß Ms Blatt gleichzeitig als Unterlage und Trennungswand von der zweiten Deere dient. Aus diese Weise verpackt, halten Erdbeeren eine Reise von mehreren Tagen au& ———
Fragebasten.
Frage 28. Wie ist Salat zu behandeln, bamt er nicht hartblättrig wird? Der Boden ist mt Ammoniak und Jauche gedüngt, er wird locker uni feucht gehalten. Alle Gemüse gedeihen vortrefflich nur Salat, Petersilie und Sellerie wollen nicht ge> lingen.
Antwort: Salat braucht zum Gedeih« dreierlei: 1. guten Boden, 2. reichlich Wasser, 3. ge> eignete Sorten. Gegen künstliche Düngung ist Sa lat empfindlich Durch ein Zuviel bleibt er in Wachstum zurück, unb M Salat nur dann zart uni weich wird, wenn er schnell wächst, kann die Ur sache des Hartwerdens in einer zu reichlichen Gabt an künstlichem Dünger liegen. Wintersalat ist immer mehr oder toeniger hart. Für die ersten Sommermonate empfehlen wir die Sorte Rudolphs Liebling Für später Trotzkopf, LaiMcher Eissalal und DippeS großer gelber. Petersilie und Sellerie sind gegen künstliche Düngung weniger empfind- Jam, gedeihen aber weniger gut In zu schwerem Boden. Düngen Sie Ihren Garten wie die Landwirte, vorwiegend mit Stalldünger, und das Wachstum in ihm wird günstiger sein.
Frage 29. Bei mehren Hühnern zeigt sich eine sonderbare Krankheit; sie haben wenig Luft unb ein schleimiges Röcheln durch die Luftröhre. Die Stimme ist rauh. Der Hahn kräht ganz rauh unb schleimig. Was ist hiergegen zu tun?
An twort: Vermutlich handelt es sich uro Geflügeldiphtherie Die Rachenhöhle der Hühn« muß mit einem kleinen Wattebausch, den man an einem Holzstäbchen befestigt, und einer dünnen Kreolinlösung (VeProzenttg) ein- bis zweimal täglich auSgewischt werden.
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