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GS kosteten: Butter 1,90 Mk., Käse 50

(5ine Brückenausstellung Kampf getobt, hat verströmtes Menschenblit die

in Frankfurt.

nehmen entgegen in Gießen die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers und die Trägerinnen, in den Landorten die Zweigstellen-Inhaber. Der neue Roman wird neuen Beziehern des Gießener Anzeigers von Beginn an kostenlos nachgeliefert.

** Militärperfvnalie. Oberleutnant Äa r st beim Stabe bes 1. (Hess.) Datl. Jnf.-Rgts. Ar. 15 ist durch Verfügung des Reichspräsidenten mit Wirkung vom 1. Mat zam Hauptmann beför­dert worden. Hauptmann Karst bleibt beim hie­sigen Stabe

" Ausgewlesene und Rückkehrer in Hessen. 3n Hessen wurden von den Fran- -osen insgesamt 10 653 Personen mit 23 587 An­gehörigen, also 34242 Personen ausgewiesen. Da-

stnd 7225 Eisenbahnerfamilien der Direk­tion Mainz (zusammen mit den Angehörigen 25125 Personen), 430 Beamte des hessischen Staates, der Reichsfinanz- und Postverwaltung (mit ihren Familien 1117 Personen) und rund 3000 Angehörige anderer Berufe (einschließlich der

Steine rot gefärbt. Die erste Mainbrücke, man crmeffe daran die große Bedeutung, welche fte im IV »verkehr h^tte. 3n leider verloren gegangenen! Urkunden des Jahres 1035 und 1192 wird der Een Brücke schon Erwähnung getan. Um 1222 stellt bereits der Stoma die Hälfte der Einkünfte aus der Münze für dieses .wichtige Derkehrs- nttttel , das durch Hochwasser schwer gelitten batte, zur Verfügung. Wer die .Brückenfreiheit"

?' "Drücke Streit anfing, wurde

fterer Strafe belegt, auf der Brücke waren Opferstöcke ausgestellt, die von der Bürgerschaft ^rben. Ebenso wie im Jahre 1311 .Burgergeld" gezahll werden mußte, so wurde von den .Frauenbürgern" (d. h. denjenigen welche eine Dürgerwitwe ehelichten) eine bestimmte Summe erhoben, die aur Bestreitung des Hinter­haltes für die Brücke diente. Auch muhte ein kAer, der die Brücke passierte, für sich und seine Ware Brückengeld zahlen. Durch Hochwasser ist die alte Drücke oftmals schwer beschädigt, 1306 riß eine gewalltge Ueberschwemmung die alte Mainbrücke ein. und am Magdalenentag 1342 ftürate i>ur(J> das furchtbare Hochwasser die Brücke samt der kleinen prächtigen Brückentapelle ein, und zur Erinnerung an dieses grausige Geschehen wurde alljährlich am Magdelenentag bis zur Re­formation eme große feierliche Prozession abge­halten. Unter den Belagerungen hatte die Drücke sehr zu leiden und wurde von Freund und Feind

3" friedlichen Zeiten spielte sich bei Festlichkeiten das .Gänserupfen" unter der Drücke ab, eine Belustigung, an der alt und jung, retd) unb arm mit Vergnügen teilnahm.

1740 mußte die Brücke neu gebaut werden, der I

®tne außerordentlich sehenswerte Ausstellung vehertergen letzt die Römerhallen, eine Ausstel- Umg, die em Stück große, glanzvolle Vergangen- ^t versinnbildet. Es ist die Ausstellung des Druckenbauvereins .Die alte Drücke", welche fo bewegte Vergangenheit der allesten Drucke Frankfurts in Bild und Schriften wiedergibt. Welch reichhaltiges Material ist hier ^isammengetragen, von den ersten primitiven Darstellungen der alten Kaiser-Karlbrücke oder Elc der Franffurter sagt, der .alte Brick", bis zu den Plenen und Entwürfen für die seht endlich tn Angriff genommene neue Alte Drücke, deren Fertigstellung mit einem lobenswerten Eifer be- kTteben wird Sie ist sozusagen eine Angelegenheit Bürgerschaft geworden, ein besonderer »Druckenbauverein' hat die Angelegenheit in die Hand genommen, um die Alte Drücke getreu der alten welche die schönste Drücke Frankfurts war, und die nur allzu blinder Elfer kurz vor Ausbruch brüderlich für die Mfahrt erklärte, möglichst bald aufzubauen. Das schönste und stolzeste Denkmal von Frankfurts historischer Vergangenheit sank, die alle Drücke von der Goethe sagte:Man tarnt sagen, daß die Malnbrucke das einzige schöne und einer so groben ©tobt würdige Monument aus früheren Zeiten ist " Und ein aller deutscher Spruch führt sie unter den vier berühmten Drücken des Reiches also auf- jjhe Dresdener ist die längste und schönste, die Prager ist die breiteste und frömmste, die Regens- purger die stärkste, die Sachsenhäuser die rötestes" Wahrlich die .röteste": oftmals hat hier der

langen mehr oder weniger ftoengen Stubenhaft nun frohgestimmt hinauswandern odrr auf flin­kem Aad dahinflitzen zu können durch Berg und Tal, Wald und Feld, und die Lungen zu baden in der lauen, erquickenden Maienluft. Fürwahr, wenn der Mai für den Rest seiner Herrschaft getreulich das hält, was er nun feit einigen Tagen verspricht und was er als Wonnemonat uns doch eigentlich schuldig ist. dann tonnen wir noch mit ihm zufrieden sein und aus ehrlichem Herzen bekennen: .Alles neu, macht der Mai, macht die Seele frisch und Uei" auch wenn wir die Legitimation zu diesem Bekenntnis erst reichlich verspätet um die Mitte des Monats herum in die Hand bekamen.

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Gießener Wochenrnarktpretse

am 13. Wal 1924 (Händlerpreise).

Aus Stadt und Land.

Dießen, den 14. Mai 1924.

Endlich Mai!

Ds mag manchem vielleicht etwas kurios er» fOKinen, heute, da das fällige Kalenderblatt den 14. Ma i ansagt, von einem .endlich M a i" sprechen zu 'hören. Und doch ist dieser Ausspruch gar nicht unzutteffend, wenn man sich dabei nicht auf das Schema des Kalenders, sondern auf das lebendige Werden und Geschehen in der Ratac beruft. Was für ein Wetter a?ar uns denn bis

etlichen Tagen beschert? Cs war doch wirk­lich nut April-, ja mitunter sogar Rovern- verwettet, wenn auch nicht gerade der Schnee durch die Straßen stob und die Quecksilbersäule des Außenthermometers unterhalb des Null­punktes spazieren lletterte. Aber diese andau­ernden Regenfälle und die empfind­lich e Kuhle gegen die sogar der wettenwendi- sche April ein Muster von Wohlanständig leit warl Wahrhaftig, da war vom Wonne monat Mai so gut wie nichts zu spüren, und mehrfach wurde einem erst barm behaglich zumute, wenn tm Ofen das Feuer wieder bullerte. Run endlich und ausgerechnet in den Tagen der gefürchteten Eis - heillgenk seht der Mai sein freundlichstes Gesicht auf und offenbart, daß er doch nicht ganz fv schlimm fein will, wie manche es schon glaubten. Hellachend schaut Frau Somie auf uns hrrab. unter ihrem belebenden Impuls sproßt und grünt es jetzt kräftig im Garten. Feld und Wald, und gar manche frohe Hoffnung auf eine günstige Ernte knüpft sich an das ausgezeichnete Wachswetter. Welche Lust ist es, nach der Wochen-

freunden eifrig gesammelt, um zu Hause einen 2lb- glanz der Frühlingspracht' zu verbreiten. Aber tote 'Kell wetten diese der freien Natur entrisse- nen Blüten dahin, wenn man sie nicht mit der notigen Sorgfalt abgepflückt und zu Hause te- toabrt. Auch das Blumenpflücken, das so viele achtlos betreiben, ist eine Kunst, die gelernt wer­den will. Wenn man Blumen pflücken will, so nehme man ein Körbchen mit, das mit Moos au8ge£°Iftcrt ist: außerdem soll man eine Flasche mit Wasser bei sich führen, um die abgepflückten Dlumen zu besprengen. Samt kann man den Korb «anz voll Pflücken: nur dürfen sich die Blumen nicht drücken, und danach breitet man ein nasses Tuch über diesen blühenden Schah. Zu Hause hat man bereits Schalen mit nicht zu kaltem Wasser bereitgestellt, bevor man die Blumen auspackt, und zwar große tiefe Schalen, die am besten eine grünliche Färbun^baten. Die Blumen leben länger in grünen «Halen, tote wenn sie dadurch an die freie Natur erinnert würden. Man sammelt die Blumen zu Bündeln, mischt aber nicht ver­schiedene Arten durcheinander und schneidet die gtiete so kurz, daß sie nicht den Boden der Schale berühren. Man stelle sie nicht nahe an ern Feuer noch in einen Raum, wo Gas benutzt wird. Am Tage offne man die Fenster weit, damit Luft und Sonne die gefangenen Kinder bar Statur erreichen und gieße täglich neues Walser in die Schalen, da die Blumen sehr durstig sind. Behandelt man wilde Blumen die man im Freien gepflückt hat, auf diese Weise.

"w" sie fast ebenso lange lebend und l^nen> tole lte tn der Statur selbst sich ihres Daseins erfreut hätten.

ersicyruch, unter Prof. Traurman ns Ceitund wrd unter Mitwirkung des Akademischen Gesangvereins, des Frankfurter Symphonie-Orchesters und eines bewähr­ten r h c i n i s che n S o l o q u a r t e 11 s am Mitt- woch, 21. Mal, in der Stadtkirche mit einer am Sltontag, dem 19. SHai, vorhergehenden Haupt­probe. Tie Missa, das Höchste aus dem ganzeir unerschöpflichen Reichtum Deeihovenscher Kunst und deutscher Musik überhaupt, ist bereits zwei­mal hier aufgeführt worden. Zuerst im Jahre 1909 und weiterhin 1913 in Gemeinschaft mit der damals unter Max Reger stehenden Meininger Hofkapelle, die bei dieser Gelegenheit In den »Gießener Musiktagen", wie sie hießen, auch Regers Chor .Die Nonnen" begleitete, und bh Siidyarb Wagner gewidmete 3. Drucknersche Shm^ Phonie In Gießen erstmalig zu Gehör brachte Die bevorstehende Aufführung der Missa solem- nis ist zugleich ein IubiläurnSkonzert, denn 1824 also genau vor 100 Jahren, erklang tn Wien das weihevolle SDert, an das Beethoven, tote tn keinem anderen, seine innerste Seele Mnqeaebn hat, zum ersten Sltafe.

fz5 0 m Naturheilverein wird uns ge chneben:Wesen und Wert der Gymnastik" heim das Thema eines Vortrags vom Statur- Heilverein am Freitag abend im Felsenkeller. Die ic* ^rad Grna Schumann von hier .Kralen bereits als vorzügliche Gym- nasttklehrerin betaratt Gesundheitspflege ohn< Gymnastik ist nicht recht denkbar. Gymnastik ist harmovtsche Ausbildung von Körper, Seele und ®runsur Gesundhmtsghmnasttk Hnb Gntftxmnung, Anspannung und Atmung Das Ziel dieser Gymnastik ist. tewuhte'Ausbll- Muskelgruppen zu unbe­wußter Beherrschung des Körpers. Gymnastik bildet ein Bindeglied zwischen Gesundheitspflege Erziehung. Jeder, dem feine eigene Gesundheit am Herze-n liegt, sollte diesen Dortraa besuchen.

: -U6bcr 1x16 Zustände am Rhein

ter vor einigen Tagen von den Franzosen aus Mainz vertriebene evangel. Pfarrer Haupt auf Veranlassung des Evangel. Bundes morgen übend 8 älhr tn der Stadtkirche sprechen Der ^^.^dient die besondere Beachtung der Oesfentlichkeit.

Landkreis Gießen.

* Grvßen-Duseck, 13. SNai. Stegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten in Drohen. Duseck wird die Kreisstrahe Grvhen- ^U«U<M?AIteI1*,a9.ufcI 6011 Mittwoch, den 14. Mai, bis auf weiteres für den Durchgangs- verkehr gesperrt.

* Qppenrvd, 13. SItaL Hier ist die Maul- und Klauenseuche erloschen Die Gemarkung Oppenrod ist aus dem Sperrge­biet ausgeschieden und freiem Gebiet crngeglte- bert worden.

7 Tret s a./Lda. 13. Mai. Bei der am näch­sten Sonntag dahier stattfindenden Wiederholung der Bürgermeisterwahl stchen sich wieder zwei Bewerber am diesen Posten gegenüber der bei der ersten Wahl gewählte Heinrich Will 8 und der Architekt Phil. Klein.

Kreis Alsfeld.

* AlSfeld, 13. Mai. Der schulärzt­liche Bericht für 1923 stellt fest, daß der allgemeine Gesundheitszustand bei den Ktaderr der unteren Klassen unserer Schulen tm Jahre 1923 weniger günstig war, als In den Vorjahren Diele Kinder hatten feit 1922 überraschend wenig an Gewicht zugenommen und waren auch un Längenwachstum nicht genügend fortgeschritten. Die vier jüngsten Hahrgänge (7. bis 10. Lebens- I«hr) hatten 1923 geringere Darchschnttt-gewichte als 1922; für das 7. Lebensjahr, d. h. für die Kinder, die in der Zeit von Mitte August 1916 bis Mitte August 1917 geboren find, beträgt der Unterschied sogar 2,4 Kilogramm. Zar besseren Ernährung der besonders schwachen und kränk- ttchen Kinder trag auch in diesem Jahre eine Speisung in zweierlei Form bei. Erstens durch bas von der Alsfelder Nothilfe bargebotete Milchfruhstück. Zuletzt wurden täglich zwöl! Liter Milch an 47 Kinder verabreicht, die im Einvernehmen mit dem Schularzt ausgewählt waren. Seit Januar 1923 sind von der Nothilfe ür ganzen etwa 3000 Liter Milch zur Q3erfügung ge­stellt worden. Dazu kam seit dem 26. November bas sogenannte Bro tfrü hstück. 54 gesund- ßelllich und sozial bedürftige Knaben und Mäd­chen wurden dazu ausgewählt; doch konnten an den meisten Tagen noch 5 bis 10 weitere Kinder ble fern Frühstück hatten, damit bedacht werden.' 17 Orte im näheren und weiteren Llmkreis von Alsfeld lieferten gutes Brot und auch die Zu­gaben; tm ganzen. 230 Laib Brot, 50 Pfund eped, 33 Pfund Wurst, 570 Eier, etwa 20 Töpfe Mus alles unentgeltlich. Dank gebührt den Gemeinden, die alles lieferten, und den Lehrern, die tn den Gemeinden die Sammlung vevanstalle- ton und das Gesammelte hierher befördern ließen. Denn manches Kind bekam seinen Hunger gestillt und tourbe vor weiterer Entkräftung bewahrt.

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Kleine politische Nachrichten.

Das Reichskabfnett hat in Ausführung des Art. 55 ter Reichsverfassung eine Geschäfts- prdnung für die Reichsregierung be­schlossen, welche die Beziehungen zwischen dem Reichskanzler und den einzelnen Ministern bet der Führung ter Reichsgeschäfte regelt und Be­stimmungen über die Unterrichtung des Reichs­präsidenten und für Kabinettssihungen trifft Die Geschäftsordnung ist vorn Reichspräsidenten ge­nehmigt worden.

Der aus der Liste des Hessischen Bauernbundes und ter Schein hessischen Bauernschaft gewählte Deichs tags abgeordnete Dorsch hat sich der Deutschnationalen Partei abgeschlossen ; »

Zu der Dlättermeldung, wonach Freiherr v. Lersner als zweiter Kandidat des Retchs- toahlvvrschlages des Landbuntes und der Na­tionalliberalen SZereinigung indenReichStag aewählt sei, teilt ter Hess. Bauernbund mit butz nach ter zwischen der Nationalliberalen Cßer- emlgung und dem Landband getroffenen Verein­barung dieses Mandat nicht Freiherrn v. Lerns- ner, sondern dem Landtagsabgevrdneten Glaser zufallen wird.

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das .D. T " hört, Hai ter preußische SEI - ntfter te« Innern die Genehmigung ter in Dres lau^ur den nächsten Sonntag angekündigten na - 11 o na I enKundgebung versagt Zugelassen K 5^«! eine CBerfammlung tm Saal, ine vor- schrisismahig angemeltet Worten ist

In 7er vergangenen Woche ist in Zusammen- yäng mit ter Ermordung Rathenaus ein gewisser Tönnies im Anschluß an die Verhaftung des Stutenten Günther Brand in SNünchrn festge- n d m m e n Worten.

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Stach einer Havasmeldung aus Hongkong ist ter ehemalige Präsident des südchinesischen Frei­staats und spätere Gouverneur von Kanton S u n h a t s e n infolge eines Gehirnschlagrs a e - storben.

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Parlamentarisches aus Hessen.

Don unserer Darmstädter Redaktion.

Der Finanzausschuß deS Landtages trat Dienstag nachmittag zur Beratung des Hauptvoranfchlags zusammen. Es wurde beschlossen, wie dies auch das letzte Mal geschah, die Referate unter die 11 Mitglieder des Aus­schusses $u verteilen. In einer Vorlage über eins Entschädigung des entmündigten Gustav Wolf 1. aus Drais ter zeitweilig in ter Irrenanstalt zu Gießen untergebracht war, wird der Landtag er­mächtigt. ihm eine Entschädigung zuzubilligen. Wolf verlangt 35 000 SIH. Der Ausschuß tarn überein, 15 000 Mk. als Entschädigungssumme voizuschlagen. Eine weitere Vorlage beschäfttgt sich mit der SB ohnungsbauabgabe; durch sie sollen eine Reihe durch die ZeiterÄgnisse über­holte Skfttmmungen aufgehoben werten. Hierzu liegt auch ein Antrag Köhler vor. Der Gesetzent­wurf wurde angenommen und ter Antrag K ö h- I e r für erledigt erklärt. Ein Antrag Lux wendet sich gegen die Schlließung einer Reihe von Haltestellenauf der Strecke Gie­ßen Fulda. Die aus Grünten ter Erspar­nis tnä'fyrenb ter Inflationszeit getroffene Maß­nahme ist inzwischen bei mehreren Msenbahn- ftattonen rückgängig gemacht Worten. Der Ausschuß beschloß soweit dies geschehen ist, die Vorstellung für erledigt zu erklären, sodann möge die Regierimg sich mit ter Eisenbahnverwaltung inS Benehmen setzen, daß der frühere Zustand auf dieser Strecke toieterhergestettt wird. Hieraus tourte ehre Vorstellung der Notare wegen Er­höhung ihrer Gebühren, die noch aus der Infla­tionszeit stammt, für erledigt erklärt, well sich die SZerhältnisse gebessert haben. Dem Ausschuß lag ein; Vorstellung tes Oberapokhrkers Pry- pill-Gießen vor, in ter daraus hingewiesen wird daß ihm allein von allen Slpothekern tn Deutschland es unmöglich sei, über die Besol­dungsgruppe 10 hinauszukommen; es sei vergessen Worten, In Hessen die Möglichkeit zum weiteren Ausrücken zu geben. Der Aus­schuß beschloß, vorläufig keine Aenterung der SSefoldungsordnung vorzuschlagen, sondern zu späterer Zeit darauf zurückzukommen. Eine Dor- ftellung tes Gefängnistoachtmeisters G r o ß - mann-Butzbach wurde, da seiner Forderung, inzwischen Rechnung getragen wurde, für erledigt erklärt. Der Ausschuß genehmigte zum Schluß der- Steratungen noch die Mittel für Kinder- speisungen. ES hantelt sich hier um die tn ganx Deutschland durchgeführten Speisungen wo­zu hier ter Hessische Anteil bewilligt wurde.

öamuien runo 8000 Personen-, cvegenuoer o« erschreckend hohen Zahl der Ausgewlesenea (34 242) ist die Zahl ter Ausweisungszurücknah- mcn durch die Stesatzungstehörde, die bisher er­folgte, verschwindend klein; nämlich 561 Fami­lienoberhäupter nebst 1562 Angehörigen (zusam­men 2123 Personen). Davon entfallen auf die Reichsbahn 457 Bedienstete mit 1370 Angehörigen die übrigen 104 Familien verteilen sich auf die obengenannten Berufe wie folgt: 44 sonstige Be­amtenfamilien und rund 60 Familien zivilen De- rufes. Wann endlich wird es den 32 119 immer noch ausgewiesenen Hessen vergönnt sein, in ihre engere Heimat zurüiHutehren?

** Verkauf von Speiseeis. Das Polizeiamt weist darauf hin, daß der Verkauf von Speisteis an Kinder unter 14 Jahren auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen ver­boten ist, und die Verkäufer von Speiseeis sich Spielplätzen während der Dauer von Bewe­gungsspielen, sowie Schulgrundstücken wäh­rend der Pausen und während der Zeit von einer halben Stunde vor Beginn des Unter­richts bis eine halbe Stunde nach dem Unter- richt,äuf weniger als 200 Meter nicht nähern dürfen.,

X Evangellsch-svzlaleArbeitSge- me i n s cha f t für Hessen-Nassau und Hessen. £ur Begründung dieser Vereinigung, die mancherlei älebelständen tn unserem Volks­leben entgegenarbeiten will, hatten u. a. aus Oberhessen auf gefüttert: Pfarrer Decker-Gie­ßen, Be rnbeck- Okarben, D111 ma r - Hausen,

ES kosteten: Butter 1,90 Mk., Käse 50 bis 65 Df. das Pfund, Eier 11 Pf. das Stück, Steißkraut 50 Pf., gelte Rüben 25 Pf., rote Siüten 25 Pf., Spinat 60 bis 80 Pf.. Spargel 80 Pf. bis 1L0 Mk., Zwlkteln 25 Pf., Meer- ratttA 40 Pf. bis 1,50 Mk., Schwarzwurzeln 1 Mk., Rhabarber 40 Pf. das Pfund, Salat 50 bis 60 Ps., Salatgurken 2 Mk., Lauch 10 bis 20 Pf., Sellerie 50 Pf. bis 1 Mk. das Stück. Radieschen Bd. 30 Pf.

Hntaerfitätebibltottetar Koch- Gießen, Pfarrer Sattler- Wiefeck, älnlversitätsprofessor D. Karl Ludwig Schmidt-Gießen, Pfarrer Vogel- Bruchenbrücken, Professor W e r n e r-Friedberg, P,ar.er W ö r i s h v f f e r - N e:ec» Ce.nünden- Die besonders von SRltgltetern tes eoangelisch- svzialen Kongresses und ter kirchlich-sozialen Kon- ferenz stark besuchte Grürtbungsversammlung am 12. ds. Mts. im Gemeindehaus ter teutsch-eoang.- reformterten Gemeinte zu Frankfurt a. M eröffnete Pfarrer Pau l y - Frankfurt a. SItatn. Professor Dr. Cahn- Frankfurt a M. sprach überThristentum und Wlrtschaftsethik'. Bei ter Stassprache verlangte Privatdozent Dr. W ü n s ch- Marburg die Inangriffnahme teS staatspolittschen Problems u^d eine Nivellierung ter wirtschaft­lichen Verhältnisse. Evangelisch-soziale Qlufgaben auf tem Lande und tn ter Großstadt behandelten Pfarrer V v g e l - SSvuchenbrücken und Pfarrer Probst- Frankfurt a. M. Frau Epstein- Frankfurt a. M betonte die theoretische Arbeit ter Konferenz, Pfarrer Sa 11 ler-Wiefeck die Siotwendigkeit 'ter Befruchtung ter Praxis. Pfar- b - Darmstadt sprach für die evangelischen Arteitervereine. Stach wetteren Anregungen anb- trortete das Schlußwort von Prof. Dr. Cahn. Alsdann tourte ein OrganifationSenttourf ange­nommen und ein Vorstand gewählt. Erster Dor- sitzender wurde Pfarrer P a u l Y - Frankfurt a Main, zweiter Pfarrer Vogel- Steuchenbrücken. Die nächste Zusammenkunft ist für diesen Herbst geplant.

Vornottzkn.

Tageskalender für Mittwoch Sängerkranz Gießen: 8 Uhr in ter Neuen Aula Sie Schöpfung '. 118er: S1/«, LIHr im Darm- qtabter Haus Monatsversammlung. Rundfunk- Haus Löberstraße: 81 2 ilbr Sltotemer Sltend. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Henny Pvrten- SllmDas Geheimnis vom Drinkenhos".

Vom Konzertverein wird uns ge­schrieben- Stach Aeterwindung fast endloser Sch-toieilgkeiten kann die Kvnzertleitang die Aus­führung ter seit langem vorbereiteten Bee t ho- venschen Missa svlemnis endlich bewert. stelligen. Sie erfolgt, wie aus heutiger Anzeige

Maingott und zwei Konstabler als Relief bildeten" den Schmuck, die Konstabler tourten alsKanone- fiepte! burd* den Heimatdichter Stolze unfterb- Uch, nnd sie begrüßen uns auch jetzt wieder am Eingang ter Ausstellung. Den schmachvollen Rück­zug tes großen Slapoleon hat die alte Brücke 1813 miterkbL Datei brannte die Brückenmühle auf und konnte nicht mehr gerettet werten. 1815 standen sich bayerische und französische Truppen un blutigen, erbitterten Kampfe aegenüber. Stach ter Schlacht bei Ha iau folgten die Bayern den Franzosen und zwangen sie nach heißem Gefecht auf "ter Brücke zum Rückzug.

Zur Erinnerung an das tausendjährige Be­stehen des Deutschen Reiches ließ das Ctätelsche Instttut 1843 die Statue Kaiser Karls tem Senat Aum Geschenk, ter ihm einen dauernden Ehrenplatz auf ter alten Brücke gab. Unb ter Sachsenhäuser teutete die Tatsache, daß Kaiser Karl in der Rechten nach der Frankfurter Seite, das Zepter in der Linken, nach Sachsenhausen zu, den Staichs-' apfel hält, folgendermaßen:Die Frankforter reglern, un mir hatowe te Aeppelweil" Biele« bat die alte Brücke erlebt und gesehen, bis sie als teufällig unter größter Mühe nietergeriffen tourte. Zehn Jahre toarten wir nun auf ihre Auf­erstehung, man möchte sagen, gottlob hat ter Gis- gang im Februar dieses Jahres die hölzerne Not- teucke emgeriffen und somit den Anstoß gegeben bab endlich die Alte Brücke getreu ihrem viel­geliebten, vielumstrittenen Ebenbild neu erstehe.

Die Kunst teS Dlumenpflückens.

n/SS. WaD und Feld ersprießen jetzt wieder die lleblichen Kinder Floras und werten von Statur-