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Mmvocy. 14» Mai 192$
®rn<! mit Verlag: vrlihl'sche UniversitStr-vuch- und Steindruckerei R. Lange in GieKen. Schrlftleitung und Seschästsiteiie: Schulstratze 7.
sich auch Lie Zusammensetzung zurechllegr. so sehe man doch
nur, das)
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Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Re» Klame-Anzeigen D.TOmra Breite' 35 Eoldpfennig, Platzvorschrift 20°/o Aus» schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in Gießen.
London, 13. Mai (WTD.) 3n einer Red« im Hinterhaus gegen die Aufhebung ber Mae» Kenna-Abgaben während der Macdonald den Sitzungssaal betrat, fragte dec ehemalige ton»
Linie von Bnand.
Der „Temps" schreibt: Auf welche Art man der neuen Kammer
ring sowie die übrigen Minister des Preußi- chen Mmrsteriums haben sofort zurückzu-
werden. Die Gegner des Eintritts seien zahlreich und darrn seien bekanntlich die Rachbarn der Sozialisten in der Kammer, die Kommunisten, die man nicht vernachlässigen dürfe. .Diese aber hatten in aller Form erklärt, das) sie die Absicht hatten, sobald wie möglich von der Kammer einen -beschlich über folgende Punkte zu verlangen:
1. die Zurückziehung der Truppen aus dem Ruhr gebiet,
2. die Wiederaufnahme der Beziehungen zu Sowjet-Rußland,
3. allgemeine A m n e st i e, die sich auch auf die politisch Verurteilten und auf Cailleaux erstrecken soll.
3m Augenblick könne niemand sagen, welchen Deschluh die Sozialisten auf ihrem Kongreß darüber fassen werden. Der .Petit Parisien" erklärt übrigens, falls Herriot sich weigern werde, das neue Kabinett zu bilden, spreche man in erster
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Die neue Lage in Frankreich.
Möglichkeiten der Regierungsbildung. — Keine Aenderung der französischen Außenpolitik.
treten; der Landtag fordert die soforttge Aufhebung des zivilen Belagerungszustandes durch den sozialdemokratischen Reichspräsidenten Ebert.
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3n Delitzsch begannen am Dienstag nach- | mittag infolge kommunistischer Belästigungen von Stahlhelm- und Iungdo-Leltten Reibereien, die gegen Abend einen bedenklichen Charakter annahmen. Auf beiden Seiten gab es Schwerverletzte. Die zu Hilfe gerufene Bitterfelder Polizei säuberte die Straften und nahm Hausdurchsuchungen vor. In einem Hause wurde die Leiche eines Stahlhelm- mannes gesunden. Um 10 Uhr abends schien die Ruhe wiederhergestellt zu sein. Da aber um Mitternacht von der Hecanholung kommunisti- scher Verstärkungen verlautete, rückte heute früh 2 Uhr von Bitterfeld ein weiterer Zug Schupo nach Delitzsch ab.
Die Lage in Sachsen und Schlesien.
Dresden. 13. Mat. (Wolff.) Zur Lage im sächsischen Steinkohlenbezirk wird mitgeteilt dah bei den zur Zeit in Berlin schwebenden Verhandlungen Über die Lage im Ruhrgebiet auch die Aussperrung in Sachsen geregelt werden soll.. Auch auf den staatlichen Werken in Zeuckervde wird ge- Äreift woraus auch dort die Aussperrung erfolgt ist — Rach Meldungen aus Beuthen sind die Belegschaften der R e den h ü 11 e und der D e l ch- s e l w e r k e dem Streik beigetreten. Auf den ®ru- fcn wird nach wie vor nicht gearbeitet. Auf der G l e i w i h e r Grube, auf der nur Rotstcmosarbei- len verrichtet werden, wurde die Belegschaft von den Streikenden vorübergehend von den Koksöfen vertrieben. — In Hindenburg hat sich die Belegschaft der Donnersmarckhütte dem, Streik angeschlossen und ist za 90 Prozent in den Ausstand getreten. Auf dem Borsiywerk findet eine Abstimmung über die Beteiligung am Streik statt.
Frankreichs Heeresftärke
Rach der jetzt in Durchführung begriffenen , HeereSrefvrm umfaßt das französische Heer im Frieden allein in Frankreich und dem besetzten Teile Deutschlands 16 Generalkommandos mit 32 Infanterie-, 5 Kavallerie- und 2 Luftdivisionen, daneben zur Beifügung der höheren Truppenführung eine große Zahl von Maschinengewehrbataillonen, Kampfwagenregimentern, schweren Artillerie- Regimentern, Pionier- und VerkehrSformatto- nen und Fliegerregimentern. Außerdem verfügt Frankreich noch in seinen außereuropäischen Besitzungen über erhebliche militärische Kräfte, welche im Kriegsfall mit starken Teilen nach Europa überführt werden. Die Derkehrstechnik, das Marineprogramm und die Militärpolitik stellen sich in Frankreich zum großen Teil darauf ein, einen schnellen und sicheren Transport dieser Streitkräfte zu gewährleisten. Insgesamt kann die Friedensstärke der außerhalb Europas stehenden französischen Truppen auf weitere 16 Divisionen veranschlagt werden.
Zahlenmäßig beträgt dk Friedens» stärke 786 000 Köpfe, davon sind 217000 Farbige. Auf deutschem Boden stehen davon 146 000 Mann, welche in 1 Armeeoberkommando mit 3 Generalkommandos, 9 Infanterie- und 1 Kavallerie-Division gegliedert stuft. Bei der Betrachtung der Heeresftärke Frankreichs muh weiterhin berücksichtigt werden, daß es bei seiner Armee den Hauptwerk nicht einmal auf die Menschenzahl, sondern auf das Kriegsmaterial legt. Dieses ist — im Vergleich zu 1914 — jetzt mehr als v e r d r e i - facht.
Für den Kriegsfall sind alle Dorbe- reitnngen getroffen, dah fast 5 Millionen weihe und farbige Franzosen als Soldaten zur Verfügung stehen; das bedeutet die Aufstellung von etwa 150 Divisionen.
Einen besonderen Platz in der ftan- zösischen Heeresmacht nimmt die L u f t f l o t te ein. 64 Kampfstaffeln verfügen zur Zeit über 640 Kampfflugzeuge. Diese reine Angnffs- waffe ist folgendermahen gegliedert:
32 Jagdstaffeln mit 320 Jagdflugzeugen 1. Linie;
20 Tagbombenstaffeln mit 200 Tagborn- x benflugzeugen 1. Linie;
12 Rachtbornbenstaffeln mit 120 zweimotorigen Aachtbombenflugzeugen 1. Linie.
Dazu kommen noch folgende Beobachtungsstaffeln:
42 Deobachtungsstaffeln mit 420 Flugzeugen 1. Linie in Frankreich,
26 Beobachtungsstaffeln mit 224 Flugzeit-
Der Arbeitszeitkampf im Ruhrrevier.
Essen, 13. Mai. (Wolff.) Auf die von unS bereits veröffentlichte Erklärung des Zechender» bandes haben die Dergarbeiterverbände in folgender ©egenerllärung geantwortet: Rach Beendigung der erstmaligen Durchberatungen des neuen Manteltarifs hat sich ergeben, daft über die wichtigsten Fragen des Tarifs (Arbeitszeit, Deputatkohle, Ur taub usw.) keine Einigung zwischen den Parteien zu erzielen war, die enö- gültige Gestaltung des Rahmentarifs wird deshalb im Schlichtungsverfahren erfolgen. Da die strittigen Punkte im gegenwärtigen Konflikt im Ruhrbergbau untrennbar Zusammenhängen und die wichtigsten Ursachen desselben bilden, tonnen es die Arbeitiiehmerver- treter nicht verantworten, über die m in bet wichtigen Punkte weiter zu beraten und dabei die Beilegung der gegenwärtig schwebenden
Differenzpunkte außer Betracht zu lassen.
Die Arbeitnehmervertreter halten es deshalb für nötig, in Verhandlungen über die jetzt strittigen Fragen einzutreten. Da die Ar» ! beitgeber in ihrer Erklärung die Verhandlungen zur Beilegung des schwebenden Konfliktes ablehnen, sehen die Arbeitnehmervertreter die Verhandlungen über die Bildung ei neS neuen Tarifvertrags zwischen den Parteien ojä beendet an. Rach wie vor stehen wir auf dem Standpunkt, dah die Aussper- I rung durch eine Rechtslage nicht begründet war.
Der Zechenverband hat Ku obige» ©egenerllärung der Arbeiterderbande wie folgt Stellung genommen: Der Zechenverband nimmt von der Erklärung der Arbeiterverbände Kennt» nis und erklärt seinerseits, dah er auf feine Aeuherung, soweit sie sich mit dem Stand der Rahmentarifverhandlungen besaht, nichts hinzuzusehen habe. Zum letzten Sah muh jedoch der Zechenverband feststellen, daft
eine Aussperrung nicht erfolgt ist, sondern daft lediglich die beharrliche Weigerung der Arbeiter, die geseh- mäßige Arbeitszeit einzuhalten, die in der Arbeitsordnung und im Berggesetz borge», (ebenen Rechtsfolgen herbeigeführl hab Der Zechenverbam) betont nochmals, dah einer Wiederaufnahme der Arbeit unter den vom Reichsarbeitsminister für verbindlich erklärten Bedingungen nichts imWege steht. Hiernach mah der von den Arbeitnehmern eingenommene Standpunkt bezüglich der Rechtslage als unrichtig bezeichnet werden. Rach Schluh der Verhandlungen hielten die Arbeitervertreter den | von ihnen eingenommenen Rechtsstandpunkt nach» mals kurz aufrecht.
Mac-Kenna-Abyaben und Arbeitslosigkeit in England.
billigen.
Wie das Arbeitsministeciurn mitteilt, betrug die Zahl der V o 11 e r we r b s lv s e n am 5. Mai 1 040 400, das heißt 7300 weniger als am 28. April und 245 000 weniger als am 31. Dezember des Vorjahres.
Die Wahlniederlage der japanischen Negierung.
Tokio, 13. Mai. (Wolfs.) Die Wablen zum japanischen Landtag ergaben für die Regierungsparteien eine schwere Riederlage. Die Regierangskandidaten erlangten kaum ein Drittel der Sitze der neuen Kammer. Von etwa 460 Abgeordneten gehören 282 zur Opposition, abgesehen von 20 Unabhängigen, die sich wahrscheinlich der Opposition anscbliehen werden. Reun Ergebnisse sind noch unbekannt. Die Presse verlangt den Rücktritt des Ministeriums KitzsuvL,
Paris, 14. Mai. (WTD.) Havas. Das i Ministerium des Innern veröffentlicht folgende Statistik über die Wahlen vom 11. Mai:
Konservative 20,
Republikaner 117,
Linksrepublikaner 52,
Linksdemokraten 75,
Radikale und Radikalsozialisten 139, Republikanische Sozialisten 35, Bereinigte Sozialisten 102,
Kommunisten 29.
Insgesamt 569.
Die Pariser Morgenblätter beschäftigen sich bereits mit der Frage der zukünftigen Kabinettsbildung. Rach dem „Matin" erwartet man, dah der Präsident der Repu- | bitt sofort nach dem Besuche des Prinzregenlen I von Abessinien sich mit der Frage beschäftigen und eine Unterredung mit dem Führer der Radikalen H e r r i o t haben werde. Man glaubt, daft am 1. Juni, dem Tage des Zusammentritts der neuen Kammer, die Ministerkrise gelöst sein wird. Allerdings sei es fraglich, ob Herriot die Ministerpräsidentschaft übernehmen werde.^ Gestern habe man nämlich in den Wandelgangen der I Kammer erklärt, Herriot wünsche Kammerpräsident zu werden. Wer es sei wahrscheinlich, daft er bis zum 1. Juni von seinen Freunden so weit gebracht werde, dah er sich den normalen Verpflichtungen, die sich aus dem Ergebnis der Kummerwahlen ergeben haben, nicht mehr entziehen werde. Als
Ministerkaudidaten
nennt DaS „Echo de Paris", — das übrigens äußert, man habe gestern erklärt, ein Ministerium Herriot könne nur sechs Monate dauern, bann werde ein Ausgleichsministerium geschaffen werden müssen — u. a. die Senatoren de M o n z i e, Rene Vesna rd, Francois Albert, sowie die Abgeordneten Violet. Justin G o tharo । und Louis Metzer. Diese gehören sämtlich der Radikalen Partei an. Es werden ferner genannt die Sozialisten Leon Blum, Vincent Oriol, Paal B o n c o u r t und Laval Renaudel. Das
Petit Parisien" bezweifelt übrigens, ob sich Herriot und auch Leon Blum an einer Kabinettsbildung beteiligen werden. Es schreibt, man müsse daran erinnern, dah Herriot und Leon Blum erklärt hätten, die Bildung eines Wahlkar- tells binde die beiden Parteien nicht für die Zukunft und unmittelbar nach den Wahlen erhalte jede
Partei ihre Handlungsfreiheit zurück.
Der Block könne jetzt nur konstituiert werden, wenn die Sozialisten erklärten, an der Regierung teilzunehmen. In dieser Beziehung sei aber bereits volle Klarheit geschaffen. Die Sozialisten hätten beschlossen, bis zum 1. Juni einen Landeskongreh abzu-alten, auf dem diese wich.ize Frage besprochen werden soll. Es liege auf der Hand dah die Diskussion sehr lebhaft sein werde und daft die Anhänger eines Eintritts in die Regierung» auf ernstlichen Widerstand stoften
mir eine Konzentrationsregierung möglich
fei — und auch das nur mit einiger Schwierigkeit —, gebildet aus hi n ks repu b l i k a ner n, die zu der Rechten keilte Beziehungen unterhielten und aus Radikalsozialisten oder Sozialistischen Republikanern, die den Sozialisten fern ständen. Jedes andere Ministerium fei im voraus zu bloßen Zuckungen verurteilt und die Ministerkrisen würden sich in einem Grade vermehren, daft jedes Regieren unmöglich würde. Lieber die Folgen der Wahlen für die französische A u h en Po l it tk, schreibt das l „Journal des Debats", der Sieg des Blockes der Linken werde in der Auhenpolüik nicht die merklichen Aenderungen herbeiführen, die er im Innern zur Folge haben werde. Der Führer der neuen Mehrheit werde in großen Zügen die von P o i n-
r car 6 feit Ende «des Dorimm Jahres getriebene Politik befolgen Müssen. In zahlreichen öffentlichen Erklärungen und Auseinandersetzungen unter sich hätten Herriot und P a i n l e v 6 den in der letzten Zeit vorn Quay d'Orsay eingenommenen Standpunkt verfochten.
I Keiner von beiden wolle der Mann der Der- zichtpolitik gegenüber Deutschland sein.
Ob Poincars nach ChequerS gehe oder nicht, es sei von Wichtigkeit, dah er die Verhandlungen mit dem englischen Kabinett fortsehe, die auf dem besten Wege seien, und gegen die die Führer des Blockes der Linken keineswegs zu protestieren gedächten. Wenn es auch Sache eines neuen Kabinetts sei, abschließende @nt>
I scheidungen zu treffen, so habe das jur Zeit noch seines Amtes waltende alle Kabinett auch bte Pflicht, die Lösungen nach besten Kräften vorzubereiten. —
Als Kandidaten für die PrasÄentschaft der olnUnqai«ai oeuai, |Lay^ -----
Kammer werden nach dem Echo de Paris m mcem[€r Baldwin unter lautem Bei»
erster Linie Franklm Douillon Iustm Gothard ' Ö€t Opposition, ob die Aufhebung der Ab» und der ehemalige Ministerpräsident Painlev« ge- L2n gegen die Arbeitslosigkeit Hel»
nannt, sämtlich Radikalsozialisten. » tt>?tbe otcc nl$t und weshalb Snowden beab»
111___- ... sichtige, die Abgaben zu beseitigen Er gab
1 " ' ' " der Befürchtung Ausdruck, daß die Arbeitstagig»
fett in einem Jahre größer sein w^:de Wenn chie Regierung zeigen könne, daß diese Pöllttk dia Lage bessere, werde die Opposition fcute für Jw stimmen. Die Regierung sei durch die Arbells- tafenfragc zur Macht gelangt und habe in die» fer Frage nichts getan. Dre 216)^^03 der Mac-Kenna-Abgaben sei eine der torichsten Maßnahmen, die je getroffen worden seien. ,2tach Baldwin, dessen Rede großen Beifall bei beti Opposition fand, ergriff der Schahkanzler Snowden das Wort. Als er Baldwins Mißtrauensvotum erwähnte, wurde er von Baldwin unterbrochen, der erklärte, sein Antrag könne kaum als ein Mißtrauensvotum bezeichnet werden Snowden führte weiter aus, alle Hoffnungen der- Opposition, Stimmen von anderen Parteien zu erhalten ,seien zur Enttäuschung verurteilt Seine Vorgänger 'batten wiederholt den vor» läufigen Eha ratter der Abgaben betont Er schloß unter großem Beifall der Anhänger der Regierung indem er sagte, die Auftieoung der Abgaben sei eine Ghrenfrage. Es könne kein Kompromiß geben. Die Regierung stche und falle mit ihrer Politik, aber sie werde nicht falle^ Die Mehrheit des Hauses werde ihre Politik
Der deutsch-russische Iwischensall
Berlin, 13. Mai. (Wolff.) Heber den bekannten Zwischenfall in der H a nbei sve rtre- tung der Union S. S. R. sind, wie das Wolf - bureau erfährt, die der Ratur der Sache nach zeitraubenden Ermittelungen und Verhandlungen inzwischen weiter fortgeschritten. Zur Vermeidung uner-wünschter Verzögerungen wurde das bisher vorliegende Untersuch ungse rgebn i s der russischen Botschaft vom Auswärtigen Amt über- mittelt Soweit, wenigstens in objeftioerHinsicht Verletzungen von Vorrechten solcher Mitarbeiter der Handelsvertretung stattgefunden haben, welche das Recht persönlicher Exterritorialität genießen kann das Auswärtige Amt solche Vorgänge selbstverständlich mir bedauern. Zur Beilegung des Zwischenfalles find der russischen Botschaft entsprechens Erklärungen und Vorschläge zugegangen, welche den Gegenstand weiterer diplomatischer Verhandlungen bilden werden.
Kommunistische Ueberhedlichkeiten.
Berlin, 13. Mai. (WTB.) Die kommunistische Fraktion des Preußischen Landtages hat einen Urantrag eingebracht, der in schärfster Weise gegen die Vorgänge bei der Einweihung des neuen M o ltkedenkma ls in Halle Stellung nimmt und den Landtag auffordert, zu beschließen: Die Angehörigen der erschossenen und verwundeten Arbeiter sind aus der Staatskasse zu unterstützen; die verhafteten Arbeiter sind sofort frei zu lassen und für die erlittene Haft zu entschädigen; die Schuldigen an dem Blutbad, insbesondere Oberpräsident H ö r s i n g, Polizeipräsident Runge und die Polizeioffiziere sind sofort ihres Amtes zu entheben und zu bestrafen; der Minister des Innern Seve-
Erstes Blatt 174- Jahrgang
GietzenerMMer
General-Anzeiger für Oherhesten
gen 1. Linie außerhalb Frankreichs.
Das ergibt eine Luftflotte von rd. 1300 Flugzeugen^. Linie, wozu ebensoviele Flugzeuge der bereits lagernden Kriegsreserve kommen. Außerdem stehen für einen Uebersall auf Deutschland etwa 1000 Zivilflugzeuge, die sofort zu schwersten Bombenflugzeugen eingerichtet werden können, zur Verfügung. Rechnet man noch mit einigen Hundert Schul- und Sportflugzeugen (die ebenfalls zu Ausbildungszwecken verwendbar sind), so ergibt sich zur Zeit eine Luftflotte von rund 4000 Flugzeugen. Für die weitere Entwicklung der französischen Luftstreitkräfte ist ein Programm ausgearbeitet, das folgende Friedensstärke Vorsicht: 140 Kampfstaffeln mit 1400 Flugzeugen 1. Linie als reine Angriffs- Waffe, darunter^ 10 Nachtbombenstaffeln mit 160 Riesenflugzeugen 1. Linie und 48 Lagbombenstaffeln mit 84 Bombenflugzeugen 1. Linie.
Ferner 80 Beobachtungs staffeln mit 800 Flugzeugen 1. Linie. Insgesamt also 220 Staffeln mit 2200 FlugPUgen 1. Linie, wozu wiederum eine gleichstarke Kriegsreserve und eine wachsende Zähl von militärisch sofort verwendbaren Zivilflugzeugen tritt, so daß also in etwa 3—5 Jahren mit einer Luftflotte von etwa 5000 Flugzeugen zu rechnen ist.
Für die industrielle Mobilmachung stehen in Frankreich 37 Flugzeugfabriken und 13 Motorfabriken zur Verfügung, die in kürzester Zeit die gleiche Leistungsfähigkeit erzielen werden, wie zu Ende des Weltkrieges wo alle 15 Minuten ein vollständiges Flugzeug und alle 10 Minten ein neuer M- wr abgeliefert werden konnte.


