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tn fast allen Städten der näheren und weiteoen Umgebung erschien bei zahlreichen wohlbegüterten Personen ein etwa 27jährigor Mann, der sich als ein von den Franzosen ausgewiesener Gutsbe­sitzer aus Algier ausgab und weiter er­zählte. datz sich die Frau noch in Afrika aufhalte und sämtliche Gelder in Händen 'habe. Unter ge­schickter Anwendung dieser Angaben gelang es dem Gauner in fast allen Fällen sehr bedeu­tende Gelder zu erschwindeln. Jetzt ge­lang es der Kriminalpolizei, den Schwindler auf frischer Tat f e st z a nehmen. Es handelt fkb um den 1898 in AeuorleanS geborenen Otto

datz er eines Tages auf seiner Veranda gesessen habe, als er aus denr See vor seinem Hause eine Wolke aufsteigen sah: die Wolle barst, und aus ihr trat ein göttliches Wesen hervor, das' ihm die Macht gab, das Maorivolk zu heilen. Seit­dem hat Ratana nicht nur Tausende von Maoris geheilt, sondern auch einige Weihe, die sich in seine Behandlung begaben. Biele seiner Fälle sind von Aerzten nachher untersucht worden, und es trug nicht wenig zu seinem Ruhm bei, dah europäische Aerzte das Wunder seiner Heilungen anerkannten. Ratana hat sich von jeder Reklame ferngehalten: er ist ein schlichter Mann, der Be­richterstatter und Photographen vermeidet.Ich habe ganze Züge voll von Ma)ris gesehen, die zu seinem Heim bei Wanganui kamen," erzählt ein Besucher.Sie alle verliehen ihn, von ihren Leiden befreit. Dor der Tür seines Hauses war ein großer Hügel aus Krücken und Stöcken, die die geheilten Lahmen weggeworfen hatten, Und dazwischen lagen Hunderte von Drillen, deren sich Augenkranke nach der Wiedererlangung iher Seh­kraft entledigt."

Dietzen, 9. Mai. Wegen gewerbsmäßiger Anzucht wurden zwei Mädchen von hier und von EoeSfeld durch Strafbefehle zu zwei und drei Wochen Haft verurteilt. Ihre Einsprüche da- gegen wurden verworfen, da sie in der Haupt­verhandlung trotz ordnungsmähiger Ladung nicht erschienen waren

Eine Händlerin von hier hatte Felle den bestehenden Dorschristen zuwider gelagert and aufbewahrt und erhielt deshalb eine Geldstrafe von fünf Goldmark.

Als die elektrische Stratzenbahn noch im Be­trieb war, kam es an der Ecke der Frankfurter Und der Alicestratze zwischen einem Strahenbahn- und einem Lastkraftwagen zu einem Zusammen- stoh. Der Führer des letzteren erhielt einen Straf­befehl, weil er den Zusammenstoh fahrlässigerweise verursacht habe. Auf seinen Einspruch hin wurde die Sache in der heutigen Sitzung verhandelt. Dabei kam das .Gericht zu der Aeberzeugung, dah dem Angeklagten eine Fahrlässigkeit nicht nachgewiesen sei, und sprach ihn deshalb frei.

Ein Schüler von hier stahl seinem Vater Kleider und warf sie einem im Hof stehenden Mädchen zu. Dieses gab die Sachen an seinen j Bruder, einem Bergmann, der dem Vorgang von dem Fenster seiner Wohnung aus zugesehen, hatte, weiter Wegen Hehlerei erhielt dieser zweiMo- nate Gefängnis. Die übrigen Beteiligten sind schon früher abgeurteilt worden

Wegen tätlicher Beleidigung wurde eine Frau von hier zu einer Geldstrafe von 15 Gold- mark verurteilt. Sie hatte einem jungen Mäd­chen, mit dem sie verfeindet war, auf der Straffe I eine Ohrfeige gegeben.___________________________

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Streik ÄKdtten.

* Schotten, 12. Mai. Die Wiederauf° Nähme des Au topostverkehrs Ulrich- st e i nS ch o t t e n wurde heute in einer Ver­sammlung im hiesigen Rathaus )aal, die die Düv- germeister der interessierten Gemeinden und die Vertreter der Postämter und ie8 Schottener Ge­werbes und Handels unter dem Vorsitz des Re­gierungsrats Weber als Vertreter drS KretseS 'vereinigte, beschlossen. Falls die Autoverbindung sich nicht rentiert, leisten die beteiligten Gemein­den einen Zuschuh von 150 Mark monatlich. Die Anregung, die Linie Schot tenGedern wieder aufleben zu lassen, muhte fallen gelassen werden, da diese Linie schon einnml wegen Un- Rentabilität abgebaut werden mutzte. Bezüglich des Fahrplans wurde in Aussicht geiwmmen, datz das Auto früh um VsS älhr xn Schotten eintreten wird und im Anschluh an den ll'^Or Zug wieder ab fährt, so dah Anschluh nach Lau­terbach vorhanden wäre. Wemr der Antrag bei per Cisenbahndirektton Frankfurt durchg.hrn sollte, dah der seither nur Samstags verkehrende 3-llhr- 3ua täglich verkehren wird, dann soll dieser An- jchluh abgewartet werden. Man hofft, dah der Betrieb bereits zum 1. Juni ausgenommen wird.

Kreis Friedberg.

Sf Friedberg, 12. Mai. Sn den letzten Tagen wurde hier eine Fülle von Vevanstäl- tungen geboten. Die Au g u st in ers chu l e gab seither auf Veranlassung und unter Leitung von Prof. Karl Schmidt für die Angehörigen der Schule in dem Raume der Turnhalle Schüler- konzerte, die sich des allgemeinen Beifalls er- i freuen. Dieses Mal war aber der Rahmen weiter gespannt und das Konzert war für a l le S chu - len Friedbergs xn der Stadtkirche an» «setzt, so dah mehr wie 1500 Schüler den Pracht» vollen Raum unseres schönen Gotteshauses füll­ten. Das Konzert bot reiche Abwechslung von Orgel», Gesang- und Diolinvorträgen. Am Donnerstag sprach Direktor Dr. Schäfer im Volksbilbungsverem über das Lebenswerk Kants. Der Redner verstand es in vorzüglicher Weise, den Erschienenen ein klares Bild über die Bedeutung des großen Philosophen auch für die Jetztzeit zu geben. Emen vollen Erfolg aber ! erzielte der D. D. A. (DereinderAusland- 'deutschen) mit eurer Aufführung von Humper­dincks reizender Oper »Hänsel und Gretel'', eine Ausführung, die sich würdig an die vor einigen» Wochen von demselben Vevern veranstaltete Auf­führung von GoethesArfaust" anschloh. Der Erfolg der Aufführung war so groh, dah die Vorstellung noch einmal wiederholt wird.

Atarkenburg und Rheinhessen.

Darmstadt, 13. Mai. Die vor drei Mo­naten über den Kreis Darmstadt verhängte H u n- -desperre ist wegen Fortbestehens des Tollwut verdachtes bis auf weiteres ver­längert toor&en.

Hessen-Nassau.

fpd. Franks urt a. M., 13. Mai. Sn dec Riddastvahe lieh ein Herr sein Auto enttgs Augenblicke unbeaufsichtigt. Zwei pinge Burschen auS Offenbach schwangen sich im nächsten Augen­blick auf den Führersitz und jagten davon. Glück­lich kamen sie mit ihrem Raub bis Rudes- heim, wo sie bereits von der Polizei erwartet

und fest genommen wurden. Die beiden 'Bur­schen kommen auch für die anderen Auwdiebstähle der letzten Tage in Frage. Sn Frankfurt und in fast allen Städten der näheren und weiteoen

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seiner Wohnstätte anlegen muhte, um den Riesen» ihnen wurde Zügels ausrelchenden^^weis^ verkehr bewältigen zu können. Die »Erleuchtung" f^eigesprvchen, wahrend der and^e unter des WundermanneS wird von ihm so erzählt, Annahme

- - 1 strafe von 20 Goldmark verurteilt touroe

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Hopwood: Der Mustergatte.

Das Dud-Rauheimer Kurhaus-Theater hatte sich zum Debüt seiner diesjährigen Gastspielreihe einen offenbar englischen Schwank ausgesucht, I der in seiner Harmlosigkeit schwerlich von einem deutschen Konkurrenten überboten werden kann. Es ist jedenfalls kaum zweifelhaft, datzi die Mühe der Uebersehung einer besseren Sache würdig gewesen wäre. Smmerhin garantterte der Schwank trotz plattester Komik, unter Adolf Telekys Lei- I tun« flott gelpielt, einen heiteren Abend, zu dessen Gelingen die Herren Schüler, Lambertrn, Marlitz Stichel und Linkmann und die Damen Basedow, Kalmar und Engel nach Kräften beitrugen. Ein mcht sehr zahl­reiches Publikum zeigte sich für die amüsante Unterhaltung lebhaft dankbar.

Kunst und Wissenschaft.

Hartung, Kölner Schauspielmtendant.

Darmstadt. 13. Mai. (Eigener Bericht.) Der Generalintendant des Hess. Landestheaters, Gustav Hartung, der am 1.Juli Darmstadt verläht, ist zum Schauspiel-Sntendanten des Kölner Stadttheaters ernannt worden. Hartung hat das Hess. Landestheater seit der Spielzeit 1920/21 geleitet ________

Vermischtes.

Der neue Weltrekord-Segelflieger.

Berlin, 13. Mat Der preuhische Kultus­minister Dr. Dölitz hat an den Lehrer Schulz in Rositten, der mit einem fast neunstün- diaen Segelflug einen neuen Welt­rekord aufgestellt hat, ein Glückwunschtelegramm gesandt.

Der Wundermann der Maort

Die englische Reichsausstellung in Wembley wird auch einen besonders interessanten Gast be­grüßen können, nämlich Ratana, den Wunder- mann der Maori, der aus Reuseeland kommt, um die Antipoden von der Emzigartigkeit seiner Hei­lungen zu überzeugen. Ratana, den seine Stam- mesgenossen wie einen Gott verehren und von dessen Taten auch schon viel Merkwürdiges nach Europa gedrungen ist, ist ein Dollblut-Maott, der ganz zufällig die Kvast der Wunderheilung, an sich entdeckte. Er ist ein Farmer, und eines seiner Kinder jagte sich eine Radel ins Dein. Ein Arzt

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Die klingende Schelle. Roman von Felix Sutten (Ullstein, Preis 1 Goldmarkb Die Haupigestatt von Felix Saltens neuem Roman ist der sänge, reid>e Georg Erbacher, ein ver­wöhnter Geniester, der nichts kennt, als die schm.n- kenlose Entfaltung seiner Persönlichkeit. Das Problem einer Zeitwende ist in diesem mit geist­voller Schärfe iund nicht ohne 3r)nie hevuis- gearbeiteten Charakter dargestellt. Voll dicht»- rischer Feinheit ist der Roman in seinem ball» tragisch-dunklen, bald frühlingShellen und sanft verklingenden Stimmungen. Die liebliche Anmut der Gärten und Hügel um Wien verleiht den Landschaftsbildern den fützen, zarten Ton Schw Kertscher Melodien. , , , , . T. ,

Dr. Emil Hu na, Die geschichtliche Persönlichkeit Hesu. 4,50 Goldmark. Mün» chen 1924. Deutschland-Verlag. DaS Duch ist eine deutsch-völkische Tendenzschrift, die am Dau einer deutsch-katholischen Kirche mithelfen soll, um unser deutsches Volk auch kirchlich z» einigen. .Denn ohne einige Kirche gibt es kein einiges Volk . Don dieser Absicht aus sind auch die historischen Aus­stellungen des Verfassers zu werten. Deshalb möchte man das Duch nur in die Hand solcher Leser empfehlen, die über das nötige May von Kritik verfügen, und die die oft recht gewagten Resultate der in ihm niedergelegten Forschung auf ihr richtiges Mast zu beschränken wissen. Autzer- I halb dieses Kreises dürfte das Werk mehr zur Verwirrung als zur Einigung beittagen. Datz die ernschafte Leben-Hesu» Forschung durch daS Duch bereichert worden wäre, kann man nicht be­haupten.

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