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tfje Daran yaven, stch tn Deutschland zu verengen, well das Vertrauen zum deutschen Kaufmann und zum deutschen Industriellen immer noch ganz außerordentlich grob ist. Unter diesem Ge ich.s- puntte sei die Lösung der Sachverständi.en in der Frage der Ansammlung der Reparätions- gelder und ihrer Transferierung in das Ausland sehr interessant. Den Gedanken, zunächst alte diese Gelder bei der Reichsbank zu konzentrieren, halte er für eine erwünschte Lösung, die der RcichsbaNk die Möglichkeit gebe, bie,c Gelder, ähnlich ihr-n sonstigen Beständen, in Deutschland zur Anlage zu bringen, sobald ihre Trans,erie- rung in das Ausland sich mit dem deutschen Wechselkurs und mit der Stabilisierung der deut­schen Währung nicht verträgt. * -

Transferierungen in das Ausland dürfen nur gemacht werden, wenn die Währung als solche

darunter nicht leidet,

sei der Angelpunkt für die wirtschaftliche Seite des Reparationsproblems und könne nicht hoch genug angeschlagen werden, weil er endl ch einmal an die Stelle des politischen und militärischen Zwangs die automatische Regelung setzt. Der Ex­pertenbericht sei trotz der schweren Lasten unter zwei Voraussetzungen diskutabel. Einmal unter der Voraussetzung der Wiedergew'nnung unserer wirtschaftlichen und politischen Freiheit. Es sei eine Unmöglichkeit, Kohle aus dem Schacht zu fördern, wenn am Zechentor ein französischer Doppelposten stehe. Der zwellc Moment sei, daß für den Fall der Unmöglichkeit der Erfüllung nicht sofort eine militärische Sanktion drohe, son­dern daß gewisse S lbstregulierung n e ng schaltet werden, die es möglich machen, datz man sich mit Wirtschaftlern der anderen Seite zur Beratung zusammensetzt. Die Entgiftung des Repc= rationsproblems von Politik und Militarismus, die die Sachverständigen vorgenommen hätten, sei, so schloß der Reichsbankpräsident, etwas, was auch die Deutschen als eine Tat bezeichnen kön­nen. die vielleicht für die Wiederaufnahme des internationalen Wirtschaftsverkehrs von großer Bedeutung werden kann.

Besserung des Arbeitsmarktes.

Berlin, 12. April. (Wolff.) Die Zahl der unterstützten Erwerbslosen im un­besetzten deutschen Gebiet ist neuerdings ge­fallen und zwar von 978 000 am 14. März auf 712 000 am 1. April. Dies wird zu einem wesenllichen Teil dadurch begründet, daß der Eintritt milderer Witterung die Aufnahme der Auhenarbeiten Landwirtschaft, Gärtnerei, Baugewerbe, Binnenschiffahrt - ermöglicht hat und daß insbesondere die Landwirtschaft die kurze, ihr für die Landbestellung verbleibende Zeit nun um so nachdrücklicher wahrnehmen muß. Innerhalb der Industrie zeigt sich eine verhältnis­mäßige Steigerung bei der für den inlän­dischen Konsum arbeitenden Gewerbe­zweigen, während die Ausfuhrindustrien lei­der nur teilweise belebt sind. Die Besserung des Arbeitsmarktes im besetzten Gebiet in der BerichtSzeit hat, soweit von dort Zahlen überhaupt vorliegen, mit der Entwicklung im unbesetzten Gebiet nicht entfernt Schritt gehalten.

Mahloorfchlag der Deutschen Dolkspartei in Hessen.

Darmstadt, 13. April. (Eigene M^ldg.) Die Deutsche Bolkspartei im Wahlkreis Hes­sen-Darmstadt hat folgende Kandidaten für dier Reichstagswahl am 4. Mai 1924 aufge­stellt.- Dr. Becker, Reichsminister a. D., Dmsburg und Ludwigshöhe (Rheinhessen); Schott, M.d.L^ Landwirt und Bürgermei­ster. Uffhofen (Kr. Alzey); D i n g e l d e y, M. d. L., Rechtsanwalt, Darmstadt; Birnbaum, Maria, M. d. L.. Gießen; Dr. El, Rektor, Darmstadt, 1. Vorsitzender des Hess. Beamten­bundes und des Landeskartells Hessen des Deutschen DeanttenbundeS; Joutz, Kauf­mann; Butzbach (Kr.Friedberg); No hl, Vor­sitzender der Handwerkskammer und Vorsitzen­der der Hess. Verbände des Handwerks und der Gewerbe, Darmstadt; Altendorf.Ober- landesgerichtSrat, Vorsitzender des Hess. Bun­des der AuSgewiesenen, Mainz, z. Zt. Darm­stadt; Schäfer, Landwirt und Bürgermeister, Rimbach (Odenwald); Boehm, Theodor, Fabrikant, Offenbach a.M.; D. Dr. Schian, Universitätsprofessor, Gießen.

Die deutschuatiouale Kandidatenlifte.

Darmstadt, 12. Avril. (Eigene Mldg.) Die Deutschnationalen und derVölkisch-Vater- ländische Block geben die nachstehende Kandi-

Frankfurter Frühjahrsmesse.

Die zehnte internationale Frankfurter Mes'e ist vorbei! Frankfurt stand un Zeichrn des ge­steigerten Messeverkehrs, auf den Hauptstraßen und hinaus zur Messestadt wogte es auf und ab von Messebesuchern, und auf dem wei en Messegelände konnte man wahrlich nicht über Mangel an Besuch klagen! Sonniger Früblin s- Himmel über'pannt die alte Mainstadt, das Surr n ber Messeflieger erfüllt die Luft. Radio ist das Wort, das Heuer die Mesie beherrscht, ganz Frankfurt ist erfüllt von Radio! Am Eröffn rmngssönntag gab s sogar auf der Kaiserst röche gratis Radiokonzert, das eine unzeh uce Me r- fchenmenge anlockte. Und erst in der Radio-Halle auf dem Mesiegelände! Hier bestaunt Laie und Fachmann die riesige Auswahl an Appara en und Radio-Bestandteil n. Ceh.imn'svolle Musik entströmt noch geh.imnisvolleren Apparite.i und Schalltrichtern, oder die ausdauernden Radiover- ef>:cr lauschen andächtig, angetan mit Kopfhär rn, den Radioweisen. So ist es denn nicht weiter verwunderlich, daß die Zahl der Radio-Anhänger von Stunde zu Stunde wächst. Auch das Geschäft in der Radio-Halle hat sich schon in den ersten Tagen gut ang^ lassen, nur das besetzte Gebiet muß trauernd abseits stehen, unfähig feine hier erworbenen Radiok.'nntn sse dah-iin nutzbringend Tja verwerten. In Verbindung mit dieser Radio- rnesse wurde eine von FacUeuten und Inter-- eflenten gleichstark besuchter Rad otaaung abge- haUen mit Experimentalvorträg n über w.sien- fchafll che, techn sch; und w rtschaftlichr Bedeutung des Radio und Vorführungen des Frankfurter Senders. Anschließend wurde die neueröffnete Sendestation im Postscheckamt besichtigt

oaienttste bekannt: I. tyv. seromano Wer­ner, LandtagSabgeordnetcr, Butzbach; 2. Dr. h. c. Paul Meeömann, Syndikus der Han­delskammer Mainz, zur Zeit Winnerod bei Gießen; 3. Wilhelm Raab Landwirt, Schwabsburg (Rheinhessen); 4. Antonie Nau­mann, Lehrerin und Stadtverordnete, Darm­stadt; 5. Friedrich Hechler, Förster, Nie­dernhausen (Kr. Dieburg); 6. Georg Werner, Schlossermeister. Reichelsheim i. O.; 7. Phi­lipp Flecken st ein, Lberbauinspektor, Höchst i. O.; 8. Ludwig Berck, Pfarrer zu Mainz- Mombach.

Die Reichslifte des Zentrums.

Frankfurt a. M., 12. April. (WTB.) Der Reichsparteivorstaird beschloß, für die kommenden Reichstagswahlen folgende Kan­didaten aufzustellen: Reichskanzler Marx; Staatsminister a. D. Dr. Spahn; Hedwig Dransfeld; Hauptschriflleiter Röder; Mini- sterialrättn Helene Weber; Ministerialrat Wegmann; Oberlehrer Herm. Hofmann (Lud­wigshafen); Rechtsanwalt Dr. Lammers, Oberpostschaffner Koch; Studienassessor Dr. Krone.

Die Vesatzungslast.

Berlin, 12. April. (WTB.) Nach einer Denkschstft deS ReichSmmisters für die besetz­ten Gebiete betauen die front Deutschen Reich ausgewendeten Ausgaben für den Unterhalt der DesatzunoSarmeen am Rhein bis Ende D-r- xember 1923 5 145 199 025 Goldmark. Tie Aus­gaben für die interalliie trn Kommi f'onrn be­laufen sich für den gleichen Zeitraum auf 109 030 C25 Goldina k, zu ammen 5 254 229 050 Goldmark. Die Summe unproduktiver Aus­gaben nur für die Besatzungsarmern übersteigt demnach die gesamte, fron Frankreich nach dem verlorenen Kriege des Jahres 1870 an Deutschland gezahlte K-iegS ntschakigung fron 5 000 000 000 Franks. Die diese Äusgal en ver­ursachende Des rtzlM7sst2rke fron zur Zeit rund 200 000 Mann b: t ä t ferner das Doppe tr der gesamten deutschen Reichswehr, die bekannt­lich höchstens 100 000 Köpfe stark sein darf. Endlich sei folgendes frstgestellt: In den letz­ten frier Jahren unmittelbar vor dem Kriege betrugen die Ausgaben des Deutschen Reiches für seinen Milttaraufwand (Heer, Flotte, Reichsmil tärgerrcht) unter Zugrundelegung der Etatziffern in den Jahren 1910 bis 1913 zusammen rund 3789000000 Goldmark. Die durchschnittliche Jahvrsaus^abe Deutsch­lands für die Desatzungsarmecn (1919 bis 1923 gleich 5 Jahre) von über 1 Milliarde Goldmark übersteigt somit die Durchschnitts- Jahresausgabe des gesamten deutschen Hee­res- und Marine-GtatS der Jahre 1910 bis 1913.

Zur Kriegsschuldfrage.

Die Hauptstelle für Auslands-Aafkärang des Deutschen Fichte-Bundes e. D., Hamb irg, Colon- naben 47, hat ein neues Flugblatt in de rischer und englischer Sprache gegen die fraruofi che Lügenpropaganda herausgeboacht.' Es enthält die Hauptpunkte einer äu&erft wirksamen Rede, die der arnerilanische Senator Owen kürzlich im Se tat zu Washington gegen die Kriegsschuldlüge ge­hallen hat. Ein tr>?lt?re8 neue? Flugblatt, wovon ebenfalls eine englische Ausgabe hergestellt ist, bringt Aulllärung über die gewaltigen deaffchei Tributleistungen. Beide F agblätter bi der eine wichtige Ergänzung der vom Fitzte»Bürde seit vier Jahren in allen Weltsprachen herausge- brachteu Kampfschriften. Diese werden kostenlos abgegeben. Tas Ausland nut? die Wahrheit er­fahren. darum möge jeder Le er der Auslands- beziehungen hat, die F'ugblaller de? Fichte- Bundes feürn Ausland.briesen te legen. Bst Destcllung gebe man Stückzahl und Sprache an.

Die griechische Volksabstimmung.

Paris, 14. April. (WTB.) Nach einer Havasmeldung aus Athen ist das Ergebnis der VolkSabsttmmung in der Hauptstadt und in zahlreichen Bezirken für die Republik ausgefallen. Die Ruhe ist nirgends gestört worden.

Die Auflösung des französischen Parlaments.

Paris, 14. April. (W.D.) Kammer und Se­nat haben in Nachtsitzungen ihre Tagesordnung erledigt, der Senat hat jedoch das Gesetz über die Verlängerung der Legislaturperiode auf sechs Iahre nicht zur Beratung gestellt. Die Kammer

Sonst das übliche Mesieb'ld: 3m Hause der T echn i k stansisten, stöhnen, surren, knir­schen Maschinenkolosse, zeigen elektrotechni che Neuheiten, wie unentbehrlich die Elektrizität d m Menschen ist. Neuerdings besaht man sich mit elektrischen Ventilaknxn, Ine sogar als surrende Zeppeline das Zimmer 'curchschwirren, ein be­sonders genialer Ein all in unserer ohnehin über­reizten, nervösen Zeit? Eine reiche Auöwakst an Landwirtschaftlichen Maschnen war diesmal fest­zustellen, nach denen eine ziemliche Nachfrage herrschte. Auch in len Hauswirtschaf llchen Hallen gesteigerte Nachfrage. Die Cfricitoarenintuftrie überrascht mit c.l eryand nied.'ichm Neuheiten, die nicht nur ein Kinderhwz entzückm, und rm Haus Werkbund verlangsamt man gern die Schritte, um mit Muhe die Ausstellung der guten deut­schen Qualitätsarbeit zu studieren. Im Haus der Bücher ist wieder Stand bet Stand besetzt, reiches Angebot, gute Nachfrage, nur wird der schöne Bucheinband beinah zur Seltenheit.

Der gegenwärtige DeQinangl, die Kreditnot gestatteten eigentlich nur den Einkauf von Ge- btauchsgegenständen. Hierin war d.mnach die Nachfrage besonders groß. Das erfuhr man in der großen Tertilmeste, in der Fel halle, oder im Haus »Schuh und Leder", wo die zierlichsten Schühchen in raffinierten Auslagen locken. GolL- und Drokatschuhchen. buntes L»d?r. die Form vaciationSreich w'.e die neue Fr'h'ahrsmode. Das wilde Messefieber, das Wahn innige Drauslos- raufen der InflationSmestLn sihcke ganz, es war ein svli">es, ledächtiges Einkauf.n so etwas wie eine Umstellung aufFrie >.ns '-Derhällris e De Frage der Kreditgew^h u g ist tn den Dv.der- grund geschoben, und der Verkäufer kann von gutem Geschäft sprechen, ter fähig war, seinen

ist t) ter auf um Mllternacht aufgelöst worden. Im Journal Offiziel" erschien bereits eine Verord­nung über die Neuwahlen am 11. Mai, die Stichwahlen finden am 25. Mai statt. Die neue Kammer wird am 1. Juni zusammentreten. Sie wird nach den letzten Deschlüffen deS Parlaments nur noch 584 anstatt 626 Abgeordnete umfassen.

Kleine politische Nachrichten.

Nach einer Havasmeldung aus Koblenz hat die Rhcinlandkommission beschlossen, für das besetzte Gebiet dieFliegenden Blätter" auf zwei Monate, dieLeip­ziger Neuesten Nachrichten" und illustrietteS BlattDie Welt im Bild" auf drei Monate, die in München erscheinende Gr ostdeutsche Zeitung" auf einen Monat und dieSiegener Zeitung" auf drei Pkonate zu verbieten.

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Nach einer Meldung derVossischen Zei­tung" ist der frühere Reichstagsabgeordnete v. Old enburg-Janu schau aus der Deutschnationalen Volkspartei ausgetreten.

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Wie derVorwärts" über den Ende der Woche in Berlin illegal abgehaltenen Partei­tag der Komm uni stischen Partei mit­teilt, trug die Partei der Linken unter Füh­rung von Ruth Fischer vollständigen Sieg über die Rechte und Partetzentrum davcn. Alle Führer der Rechten wurden aus der Zentrale auSgeschi-den. Bei der Wahl zur Zenrtclle unterlag auch Klara Zetkin.

Ans Stabt und Land.

Giesten, den 14. April 1924.

Fahrplanänderrrnqen.

< Von morgen, 15. April, ab treten fol­gende Fahrplanänderungen ein:

Die bisherigen D. 281/282 Frankfurt M. Holland echalten die Nr. 247/248 und ver- kchren nur b'.S und ab Rheine. D. 247 Frank­furtRheine fährt Gießen ab 8.55 tim. D.248 RheineFrankfurt fährt Gießen ab 9,49 nm.

Die D. 47 48 MünchenKöln laufen ge­schlossen bis Köln durch. D. 47 MünchenKöln in Gießen ab 8,43 tim. D. 48 KölnMün­chen in Gießen ab 9,42 nm.

Die bisher in dem Kölner Züge gelaufe­nen Kurswagen München Voh­winkel laufen fortab in v. 247/248 (Rheine) bis und ab Kabel.

D. 57 MünchenKöln verkehrt früher; bisher Gießen ab 6,42 nm., jetzt Gießen ab 5,54 nm.

Der Pz. 1640 Köln Gießen verkehrt früher; bisher Gießen an 10,38, jetzt Gießen an 10,24.

Der Pz. 415 LimburgGießen verkehrt später; bisher Gießen an 9,43 nm., jetzt Gie­ßen an 9,46 nm.

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Giesiener DSochenmarktpreise

am 12. April 1924 (Händlerpreise).

Es kosteten: Butter Pfb. 200, Matte 30, Käse 50-70, Eier Stück 11, Wirsing Pfb. 60, Weißkraut 35, Rotkraut 50, Gelbe Rüben 20, Rote Rüben 30, Spinat 100, Blumenkohl Stück 200 bis 250, Salat 60, Unter-Kohlrabi Pffr. 8, Grünkohl 5063, Rosenkohl 120, Feldsalat 303, Tomaten 180, Zwiebeln 30 Lauch H ück 1020, Meerrettich Pfd. 40150, S Lcrie Stück 10103, Schwarzwurzen Psd. 100, Radieschen Bund 40, Kartoffeln Ztr. 550, Aepfel 2030, Dörrobst 30, Suppen Hühner Psd. 70100 Pf.

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** Aus dem Landesamt für das Bildungswesen. Ernannt wurde am 7. April der ständige Hilfsarbeiter bei dem Landesamt für das Bildungswesen Schulrat Johann Hoffmann zum Vortragenden Rat in dem Landesamt für das Dildungswesen mit der AmtsbezeichnungOberschulrat" mit Wir­kung vom 1. April 1924 ab.

RDD. Ausländsbriefe mtt unzu­lässigen Bemerkungen. Nach Mitteln-ig des Rcichspostmrnisteriums sind, in Ueberein- ftimmunfl mit dem W ltpostvertrage, aus dem Ausland eingehende Briese mit Vermerken wie: Nicht stehlen, unterschlagen umsonst; keine Dollar­sendung" von der Beförderung craszuschliehen und an die Absender zurückzuleiten.

*' D i e Baugenossenschaft 1894 be­absichtigt den Dau von weiteren Sinfanüllenhäu-

Kunden ein kürzer oder länger befristetes Ziel zu gewähren. Da das Ausland nicht mehr für ein paar Devisen die Messe am Taufen kann, waren naturgemäst auch die Abschlüsse mit d m Ausland nicht so hoch wie zur Inflativnsz^rt. Trotzdem war das Mesi^geschift gut, der well- aus größte Teil der SVe Tausend Aussteller ist zufrieden und das ist das Wesentliche.

Aus einer Messe - Mod eschau wurde die neueste Mode vorgeführt, das Früh^ahrsllcid, kurz, eng. mit w'ldromant fchem Apachenschal, der ! nur schmale, schlanke Trägerinnen kleidet. St ick- , und Trikottkleider triumphieren nach wie vor, kleine Hüte in riesiger Auswahl dec Garnierung und einer Vielgestaltigkett, die Staunen mach'. Am Tee- und LlbendkLid hat sich der bisher schon kurze Aennel in einen Schal verwandelt und tritt nicht mehr als Aermel auf. Flissöe und Schals finden Verwendung, die neue Mo. e bringt viel, darum wird sie für jeden Geschmack etwas bringen. Die Wiener Werkstätten auf der Wesse stellten wie immer ihre sehr hübschen Er­zeugnisse zur Schau. Die Fröhlichkeit und E'.e- ganz der Wiener Mode erfreut, ob es sich nun um Damenmoden handelt oder um großblumige Sellenkisscn, Fachen'.en oder Ziermöbrl. Im Haus Werk .-und p.irad'.ertzen graziöse Sonnenschi me mit Eeitenfransen und als Modespi le et geflachtere Bast hüte, die vielleicht prattisch und haltbar, aber weder fesch noch kokett sind.

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Erster hessischer DottSbÄhnentag.

Die im Fr istaat Hessen beredenden Fr'ien Volksbühnen oieüen am Sonn.ag, den 6 April, in Darmstadt den ersten he,sischen Volksbühnen- kvngreß ab, auf welchem eine vermehrte Agi­

lem. Zur Beschattung von Geldmittekn wendet sie sich im heutigen Anzeigentell an ihre Mitglieder, die wir auf diese Anzeige besonder- aufmerksam machen.

** Arbeitsjubiläum. Heute begeht der Vorarbeiter in der Installationswerkstätte desStädt. Wasserwerks He inrichBastian sein 25jähriges Arbeitsjubiläum in dem Werk. Von seinen Mitarbeitern wurde der Jubilar durch die Aeberreichung werwoller Geschenke geehrt.

** Das RundfunkhauS in ber ßöber strahe 12 wurde am Samstag abend mit wohl- gelungenen Darbietungen des Frankfurter Sen- ders eröffnet. Nach einem interessanten Vortrax über die Wellen-Telephonie, den Dr. M ü l l e i vom Physikalischen Institut unserer Landesuni- versität hielt, trat Frankfurt auf den Plan. Der Sender entbot zunächst den im Rundfunkhaus ver­sammelten Gießener Radiofreunden einen beson­deren Gruß und richtete dann die Ermahnung an die Radio-^ Zaungäste", unter Einhaltung Oer letzten Meldefrist (16. April) sich dem Rundfunk auf legalem W.ge anzuschl eßen, anstatt weiterhin durch ungesetzlichen Anschluß .die Allgemeinheit zu betrügen und sich dadurch schwerer Strafe auszusetzen. Hierauf begann der ©enbee..mit der Abwicklung seines Programms, das diesmal aus einem Schumann-Abend bestand, den Mitglieder des Frankfurter Opernhauses bestritten. Die In­strumentalvorträge und die Gesänge wurden mit Hilfe eines Lautsprechers dem Publckum vor­trefflich zu Gehör gebracht. Einige kurze Nebew geräusche, die der Anschluß eines .Zaungastes und die Tätigkeit eines Telegraphisten hervor­riefen, mußte man zwar mit in Kauf nehmen, sie sonnten aber den sehr' günstigen Gesamtein­druck der Vorführung nicht beeinträchtigen, wenn man sich vergegenwärtigte, daß wir ja noch immer im Anfangsstadium der Entwicklung dieser wun­derbaren Erfindung stehen und auch hier natürlich die .Kinderkrankheiten" nicht von heute auf mor­gen überwunden werden können. Nach der Be­endigung des Frankfurter Programms wurde noch die Radiostation in London gehört, die ebenfalls instrumentale und gesangliche Dar­bietungen hinaussunkte. Diese Töne vernahm man infolge der großen Entfernung natürlich schwächer als die von Frankfurt, aber trotzdem in ganz wunderbarer Reinheit. Das Rundfunkhaus wird unseren Mitbürgern täglich Gelegenheit bieten, in seinem gefällig hergercchteten Vorführungssaale den Raoiodarbietungen in Worten und Tönen zu lauschen. Gestützt auf den ausgezeichneten Ver-, lauf der Eröfsnungsvorführung kann man den Besuch dieser Radioabende all denen warm emp­fehlen, die teilhaben wollen an dieser gewaltigen Errungenschaft der W ssenschaft unb Technik, vo« tcc wir noch ganz Aust rordenllichLs, heute schie- Unfaßbares erwarten können.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag; Deutschnatl. Dollspartei: 81/4 tthr im Gewerbe­haus Ntttglieder-Verscnnmlung. Gieß. Freiw . Feuerwehr: 8 Llhr Stadt Kassel ordentl. Mio glieder-Dersammlung. Schutzenverein: 8V* Llhi Schützenhaus Frühjahrsversammlung. Pächter­versammlung: 8V2 Ubr im Schcpkapah. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße: »Der Kaufmann von Venedig". Palast-Lichtspiele:Menschen und Masken". RunksunkhauS: 8Vs Ähr Beethoven' Abend.

Aus dem Stadttheaterbürv wird uns geschrieben: Da von vielen Seiten der Wunsch geäußert worden ist, von einer Opern­aufführung in der Nähe der Osterfeiertage abzusehen, hat die Theaterleitung mit der Frankfurter Intendanz sich dahin geeinigt, daß die Aufführung vonStradella" aus später verschoben wird, aber jedenfalls noch im April stattfindet. Gelöste Karten behalten für die Vorstellung, deren Termin noch bekanntgegeben wird, ihre Gültigkeit (Siehe Anzeige.)

Gießener Schwimmverein. Mittt woch abend Mitgliederversammlung. (Siehe An­zeige.)

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tation zur Verbreiterung der Basis des Ä'iltur» theattrs tn Hessen beschlossen wurde. Die Tagung, die mit einem Referat des DerbandssekretätÄ Hans v. Zwehl, Fcankfurt a. M.. über die künst­lerischen Forderungen des nunmehr in 120 The­ater gemeinden mit mehr als 700 000 Mitgliedern im ganzen Reich wirkenden Verbandes eröffnet wurde, trat einmütig für die Hebertragung des Vollsbühnen-Gedankens von den Großstädten auf die mittleren Orte und das Platte Land ein. Dis Verdienste der großstädtischen Volks­bühnen um die Schaffung eines festen, literarisch wertvollen Spielplans wurden allgemein aner­kannt. Der Kongreß sprach sich für unbedingte Ablehnung des korporativen Systems aus und hielt an dem bisherigen Prinzip der Eivesi mitgltedschost mit in sich geschlossenen Gemeinden fest. Eine parteipolitische Einstellung wurde all­seitig verworfen. Zur Der iefung der Theateo- pflego auf dem Lande wurde der künstlerische Aisbau des F anlfurter Künstlertheate^s in Ver­bindung mit der Zentralstelle zur Förderung bet Volksbildung und Jugendpflege in He sen gefordert. Zahlreiche Klagen über das Dilettanten­theater und die Mißstände auf dem Testete des Konzessionswesens wurden erörtert. Die Aus­sichten der Bewegung wurden ttotz der wirt­schaftlichen Not der Zeit als sehr günstig an­gesehen. Beschlossen wurde die Errichtung einer bei fließen Dezrrksg «.uppe des Verbandes zu deren Vorsitzenden Gröhner, Darmstadt g wählt wurde. Als Vorort der Truppe wurde Marnz bestimmt. Das Sekretariat des Verbandes für Südwest- deuischland unter der Leitung Hans v. Zwehls befindet such Frankfurt a. M., Döttgerstraße 12.