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. Deulschlandyilse.

Innsbruck, 13. 3an. (Wolff) Der 2an» deLhauptmann ton Tirol Dr. Stupf empfing den Reichs tagsabgeordneten und Llniversrtäts- Professor Georg Schreiber, der den Dank deut­scher Kreise für die großzügigen Hilfsmaßnah­men Tirols zum Ausdruck brachte. Bisher war- den über 3500 Kinderaus Deutschland nach Tirol gebracht. Der Tiroler ßanbtag bewilligte einstimmig etae Landesspende von 100 Millionen Kro.cen. Ferner beträgt dir 2an- desfammlung Tirols für die Deutschlandhrlfe bis jetzt 150 Millionen Kronen. Dr. Stupf erwiderte mit schlichten Worten, Tirol tue nur seine Pflicht Professor Schreiber brachte im besonderen die Äotlaae der deutschen Studenten zur Sprache und schilderte die Wirksamkeit der Wirt­schaftshilfe der deutschen Studentenschaft.

Der Budapester Aerzteverbaud hat dem Leipziger LLrzteverband mitgeteilt, daß er Spenden in Höhe von 14Vg Millionen unga­rische Kronen gesammelt hat. für die er ein Liebesgabenpaket mit Lebensmitteln für die mit Existenzsorgen kämpfenden deutschen Aerzte cbfenten werde Die ungarischen Merzte seien sich völlig klar darüber, was sie in wissen­schaftlicher Hinsicht ihren deutschen Kollegen schulden.

Für verschiedene WohlfahrtLzwecke sind aus W. en wiederum 36 806 909 öftere. Kronen, aus Graz 22 4C9 200 öfterr. Kronen überwiesen wor­den. Durch Vermittlung der Redaktion des Pest erLloyd" stellt Baron Doery dem deut­schen Roten Kreuz 500 000 ung. Kronen zur Verfügung. 2lus einer Sammlung unter den Deutschen in Palermo gingen zur Linderung der deutschen Rot 455 ital. Lire ein. Herr Groot in Riga spendete 2000 lettische Rubel für hun- gemte Kinder. Die Buchhandlung Robert Lampel in Budapest stiftete zur Verteilung an be- dürstis.e Buchd ucke g Hilfen in Deutschland 144 SCO ungar. Kronen.

Die Schweizer Eisenbahner faßten den hochherzigen Entschluß, in ihren Fa­milien einer größc- en Anzahl erholungsbedürf­tiger und notleidender Kinder deutsch?'- Reichs- bahnbeli-nsteter unrntgelt ick?n Erholungsurlaub zu gewähren. Diese großzügige Hilfsaktion wird in den Herzen der Eltern wie der Kinder ein dauerndes Gefühl aufrichtiger Dankbarkeit aus­lösen und dazu teilt agen, die guten Beziehungen der beiden Beck.'hrsverwnltunaen zueinander nach mehr zu festigen. Dem Wunsch der Spender ent­sprechend, werden für den ersten Transport nur Kinder aus dem südwestlichen Relchsbahngebiet ausgewählt. Der Reichsi-erck?h s.ninister sprach der schweizerischen Eisenbah haft den Dank der deutschen RcihSbahnte waltung aus.

Der Präsident des italienischen Roten Äre? zes Senator Siraofo, hat dem deutschen Roten Kreuz 25 000 Lire für K i n d er h i l f s z we cke übcrti/teicn. Eiravlo ist wegen seiner Humanitären Tätigkeit aus der Zeit der Konferenz von Genua noch in guter Erinnerung. Er hat damals den Präsidenten der Konferenz gebeten, einen Antrag an den Völkerbund weiterzuletten, der die Schaf­fung einer internationalen U n t e r ft ü t» qungs stelle für die Devöllerungen, die m Rot geraten sind, vvrsah.

In ®remergaben fand an Bord deS Dampfers America- der United SiateS Lines sine De» fchendmg von 1200 Kindern aus Lehe, Bre­merhaven und DeestEmde statt.

Rach der Feier in der großen Halle der United States Lines wurden die Kinder auf die America" geführt, um die Liebesgaben in Emp­fang zu nehmen, für die die Besatzung 1100 Dollar gesammelt hatte. An der Veranstaltung nahmen die Bürgermeister der drei genannten Städte teil. 3m Verlaufe derselben wurden auch steine Reihe Drahtungen aus Washington und ^leußorf verlesen. Das Telegramm des P r ä s i ° *oe n ten Coolidge lautete: Ich hoffe, daß ^Ihr guter wohltätiger Plan Ihnen und Ihren Gästen in großem Maße Vergnügen und Be­friedigung getoäßrt. Auch Staatssekretär Hughes gab in einer Depesche der Freude über die Veranstaltung Ausdruck. In derselben heißt es weiter: Ihre Aufmerksamkeit in dieser Sache wird Freude In die Herzen der Kinder bringen und Ihre Güte nicht sobald vergessen toetben. Endlich drahtete der Gouverneur des Staates Reuyork SmithS: Wenn Keine Kinder leiden, kann es keinen älnterschied der Rasse, des Glaubens und der Rationalität geben. Mein Herz schlägt für die Kinder, die daS Opfer des großen Krieges waren.

Die Sanierung der Reichsbahn.

Berlin, 11. Han (WTD.) Zur Sanie­rung der Reichsbahn wird von amtlicfcr ©eite folgendes mitgetcilt: Dekanntl'ch erhält die deut­sch? Reichsbahn seit dem 15. Rovembar 1923 von der allgemeinen Reichsverwaltung keine Zu­schüsse mehr, ist vi Imehr darauf angetoiefen, ihre Finanzen allein zu regeln. Die Vorbereitun­gen zur Umwandlung der R.'ichsbabn In ein nach trltxitlri tschafll chen Grundsätzen arb i e-'tes D> triebZuntem.hmcn sind im ©a-ige Unabhängig davon ist aber her RllchSverktesmi'nister sofort daran gaga gen, di? innere Wirtschaft deS Untcr- nehmens, sow-.'it dies im jetzige Rahmen möglich ist. zu konsolidiere! und d.w geierwärtigen finan­ziellen Lage anturafßm. In Anbetracht des jetzi­gen schl chten Derlehrs find

umfaßende ZuL.e'-nschrär^kungen vorgenommen worden. Alle in Ausführung begriffenen Bau­ten sind, sow.it dies die Betriebssicherheit zu­läßt. eingestellt worden, ttc Llnterhallungsarteitrn werden auf das nötigste Maß beschränkt. Der Abbau h?r entbehrliche i Beamten und Arbeiter wird mit aller (Sncrg c durch geführt. Der äleber­gang zur Gvldmarkrechnung wird bereits »l'r 1. Rvpember in Brrl'i'du.ig mit den bisherigen Methoden der Wirtschaftskrmtrolle dn zuver­lässiges Bild über die Ausgaben und Giimahmen ermögliche:'.. Rachdem nach der Abtrennung von der Reichssinanzverwaltwrg auch d'.e Erfassung und her Ausgleich her Gvldteweguag sichergesteltt wurde, ist c3 schon jetzt möglich, den Erfolg der Gf: arm nahmen xu überblicken. Die auf den ordentliche i HausyaU entfallen hex Betriebsaus­gaben einschli.ßl'ch deS SchmllendiensteS werden ab 1. Iamrar 1924 durch Einnahmen auS dem Personen- und Düterversfehr voll gedeckt werden, so daß

eine Balance der De-triebSrechrmug gewähr­leistet

ist. Es darf zwar nicht verkannt werden, daß die starken Einschränkung-m auf dem Gebiete der De-

tchafwnaen für die Dauer nicht voll auTrea>t er vol­len werden können, immerhin aber kann daS vvr- lieaenbe Ergebnis schon als ein bemerkenswerter Erlola bezeichnet werden. Wenn sich der Reichs- Verkehrsminister entschlossen hat, auch seinerselts Opfer zur Erleichterung des allgemeinen Preis' abbaus zu bringen, und bei der gegenwärtigen Fxnanzlage eine immerhin sehr erhebliche Er­mäßigung der Gütertarife um 8 Proz. durchzuführen, so geschieht dies in der Hoffnung, daß der Anreiz, der hierin für die Belebung des Verkehrs liegt, die Einnahmen im ganzen günstig beeinflussen wird. Die Balancierung der Belnebs- rechnung schafft allerdmgs noch keine Deckung für diejenigen laufenden Ausgaben, die für die Rhein- und Ruhr bahnen noch immer an- fallen. Für die Ausgaben für große Bauten und werbende Zwecke dienten Gelder aus Anleihen, wie dieS auch bei allen anderen Eisenbahnen im In- und Aus lande üblich sei. Hierrür werden jetzt Mittel auS Krediten verwandt, die bisher zur Ver­fügung stehen und die die Reichsbahn sich werter selbst zu beschaffen hat.

Die sächsischen Gemeindewahlen.

Dresden, 13 Jan (WTD.) Heut'den tn ganz Sachsen die Gemeind:- und Stab tret- vrdnetenwah.en statt. Die Wiyibete lig nj war im allgemeinen rege. Aus sämtlicher teü 11 älhr abnds vvrlteg ndei Wählern^nisten ergib: ich eine mehr oder wm'.ger starr: Verschiebung nach rechts, wahr n) !ndererf lt> die Kom­munisten einen ziem'.ich erheblichen Zu­wachs an Stimmen und Mandat m auf Kost.n der Svzialdrmokraten a.Wonnen haben

In Dresden entfallm nach den vvrläufia^n Feststellungen auf die verein, g ten Bürger ich'N 39, auf die Deutschsozialen 4. auf die vereinigten Linkspart.i.n 32 Mandate I n alten Ko leg um, in dem die Zahl der Stadtverordne:en 64 betrug, die jetzt auf 75 herabgesetzt wur)e. war dis le.« hältnis der Rechten zur Linken 42 zu 42. In Leipzig eih.esten die Bürgerliche 38 Man­date. die Sozialdemokraten und Kommun sten 35 Mandate. Bish r hie ten sich die Gn'p^en mit je 36 Mandaten das Gleichgewicht. Ja Plauen wurden gewählt: 33 Bürg er.ich. un) 2\ Sozial- demotraten und Ke-mmu.pt rn bisher 33 Bürger­liche und 27 Sozialdemokraten». 3n Frank en­de r g wurden Bürger! 15 Sozialtemo^ kraten gewäh't: bisheriges Verhältni; 15 zu 15. Reustadt: »0 Bürgerliche. 5 Sozialdemolra en und Kommunisten: bisher 8 zu 7. Zittau. 20 Dürger.iche, 9 Sozia.isten und Konmu, i en ki her 17 zu 10. Mittweida: 12 Verirrter her Rechten, 13 Verterter der Linl n: un >erdnbec.. Löbau: 12 Bürgerliche. 9 Sozialisten und Ko n- muniften; bish.r 11 zu 10. Bi schossw rda' 12 Bürgerliche. 7 Sozialisten un) Kommunisten: bisher 11 zu 7. Meißen: Bür zrrliche 20, So­zialisten und Kommunisten 17 .bisher 18 zu 18.

(Siu kommunistischrr iöZorb.

Berlin, 12. Ian (Wolfs.) Ein politischer Mord ist am 7. Januar in der Oderbergerft raße 15 begangen worden. Dort wurde der Friseur Jo­hann Rausch im dunflen Hausflur von zwei bisher noch nocht ergriffenen Personen nieh er« geschossen. Rausch der selbst der Kommu- niftische-n Partei als Mitglied angehörig sollte von seinen Parteigenossen erledigt werden, well man ihn beä Parteiverrats beschuldigte. Als Täter kommen zwei Männer in Frage, bk tn kommunistischen Kreien als Peters unb Fritz bekannt sind. Paters war Mitglied her russischen Tscheka und wurde wegen seiner früheren TäliMit HängepeterS gena n'. Das Berliner Po i^eipräsibium hat für Mittrllungen, bk zur Erzr.'ifung ter Täter füh­ren rönnen, eine Deloh.ru ng von 300 Goldmark auSgesetzt.

Die Anerkennung Rußlands.

Belgrad, 13. Jan. (Tschechollow. Preß­bureau). Die heute beendete Konferenz der Außenminister ter Weinen Entente einigte sich über ihre Haltung zur russifchen Frage. Sie werden abmarten, welchen Standpunkt Italien und England einnehmen, behalten sich aber ihre Handlnngsfreiheit vor. Rumänien wird seine Verhandlungen mit Rußland fortfetzen.

Rach einer Londoner Meldung soll der tschechische Außenminister Dr. Berrefch, der russischen Regierung den Vorschlag gemacht haben, als Vermittler zwischen Moskau und Paris bei Verhandlungen zur Wiederauf­nahme der teplomatifchea Bezi-rhungen zwi­schen Frankreich und Rußland auszutreten.

Die Grundlage der Verhandlungen iüürOc sein, daß Frankreich Rußland de jure anerkennt im Austausch gegen eine russische Anerkennung der russischen Dorkriegsschulden uno eine Verpflichtung auf Seiten Rußlands, den Versailler Vertrag zu respeltieren. Wenn die Meldung sich als richtig erweisen sollte, so werde die russische Politik derartige Verhand­lungen nicht ablehnen, aber es nicht zu irgend­einer Vereinbarung kommen lassen, bis die russi­sche Regierung eine Gelegenheit gehabt habe, die Frage der britischen Anerkennung mit Rarnsatz Macdonald zu erörtern. Da Benesch nächste Woche in London sein werde, so werde er zweifellos Gelegenheit nehmen, eine Mitteilung über diese Frage zu machen.

Kleine politische Nachrichten.

Der Par:elvcrsiarld und der Parteiausschuß der US. P. D schloffen d'.e bläferigen Vertreter im Reichstag und Landtag, die Abgeordneten Le » debour, Wegman n. Rusch au;. Gleich­zeitig tourten noch 16 andere Parteifunktionäre ausgeschlossen, dj-e mit den drei Genannten zur Bildung einer neuen Arbeiterpartei aufgefordert hatten.

»

Der Allgem. Verband der deutschen Ba n k- anacftellten teilt mit. daß der R.ichsarb.iks- minifter den Schiedsspruch für das Bant- getoerbe vorn 29 Dezember für verbindlich er Härte, welcher die 54-Stundrnwoche unb die Ge- baltSstafselurrg von 72chis 210 Mark Vorsicht. Rach der Meinung des Verbandes verstoß dieser Schiedsspruch gegen § 1 der Arbeilszeitverord- nung und er will dagegen gewertschaf.liche Maß­nahmen treffen .

DaS chinesischc Abgevrone enhaus hat die Ernennung von Sun-Pao-Szhis zum Mi­nisterpräsidenten gebilligt. In dem neu» gebildeten Kabinett übernimmt der ec,e:rarge chi­nesische Gesand e in Lo,:don. Wellington Koe das Portefeuille des Aeußeren.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 14. Januar 1924.

Giestcncr Lvinternothilfe.

Für das Hilfswerk zum Besten unserer not­leidenden Mitbürger sind weiter folgende Spenden bei uns eingegangen:

L. M. 2,10, Karl Tvtenb ier 1,, Ed. Go. 16,35, Bänningcr 20.37, R. 1-, R. Pr. 10,-.

Den Gebern herzlichen Dank! Weitere Spenden werden in unserer Geschäftsstelle an­genommen

" Ungültige Wandergewerbe­scheine, Reisepässe. Iagdwaffen- v ä s s e u s w. Das h f ische Gesam.Ministerium er­läßt folgende Dekanntmachung: Es Ist feftgefleUt trorben, daß im besetz en hessischen Gebiet von oen Separatisten un ec mißbräuchlicher Be­nutzung der in den besetzten Krclsumlsgebäuden Docgef j b_nen Reichs- und Landes^ mula le i Re s passe Wr dTrgmvrtbelcheire. Legi ima ions- lar.en, Iagdwasf npäl e, Kraf.wagetizula für a>° scy-eine u. dgl ausgestellt worden si id. Die Be-^ vollerung wird daraus ausmerlsam gemacht, _taß derartig? Papiere, als nicht von einer Behörde auSgestv.ll e Ur "unten e.bstvrrftand ich leine Gültigkeit baten und ber Einziehung un.er­liegen; etwa dafür bezahlte Gebühren sind des­halb ve.g blich verausgaot. Rur die heisi chen Be­hörden (jfrxldämter und Oberbürgermeister) sind nach den von ter Rheiulandlommifsion anerkann­ten Reichs- und Landesgesetzen tn dem tesetzten hessischen Gebiet bef g . ebengenannte Urkunden rechlswirlsam at Szustellen, insbe ondere werden airch nur von diesen ausgestellte Reisepässe und Heimatscheine von den ausländischen Konsulaten anerkannt.

'* Verbot öffentlicher karnevali­stischer Veranstaltungen. Das Polizei­amt weist daraus hin. daß nach der noch zu Recht bestehLndrn Polizeiverordnung des Kreisamts Dießen vom 29 Rovemter 1922 jegliches karne­valistisches Treiben In. ber Oesfentlichkeit. insbe­sondere auch öffentliche karnevalistische Tanzlust- barkeiten. verboten ist. Unter das Verbot fallen namentlich auch kar-ncvalist.fche Umzüge. Auffüh­rungen und Vorträge, ferner das Tragen tarne- raliitische Treiben m ter Oeffentlichkeit, utibe­dingen, Spie'en und Vor tragen kar-nevalistischer ßieier, Vorträge und Gedichte u.rd das Werfen von Luftschlangen, Konfetti und dergleichen auf öffentlichen Straßen und Plätzen, in öffentlichen Lokalen, bei öffentlichen Jkvanftaltungen oder Versammlungen Die Polizeiorgane sind aggetoie- fen, gegen Zuwiterhandlungen unnachsichtllch ein- zuschreiten.

< Fahrplanänderung. Der Berliner Schnellzug in der Richtung Frankfurt a M.. der bisher in Gießen um 7.31 Uhr vorm. abfuhr, r-erkehrt von heute ab um 7.17 Uhr vorm. ab S-ießen.

RDV. Erleichterte Einreise nach Düsseldorf. Die Fahrt nach Düsseldorf war lishör nur durch Umsteigen in Vohwinkel mög­lich, da ter Betrieb ter 'Deutschen Reichsbahn nur bis Düsseldorf-DerreSheim reichte, von wo lms Straßenbahnverbindung nach Düsseldorf be­stand. Jetzt wird ter Eisenbahnverkehr bis Düs- seldorf-Hauchtbahnhof durchgeführt. Vorläuf-g ver­kehren von bzw. bis Gruiten und Vohwinkel nur Personenzüge, die den Anschluß an die Kölner Schnelhüga vermitteln. Demnächst soll jedoch auch ter Schnellzugverkehr bis Düss^dvrf-Hauptbahn- hof aufgenommen werten. Eine weitere Erleichte­rung in der Beschaffung ter Einreisegenehmigung hat die Handelskammer zu Düsseldorf erwirkt: Anträge tonnen an die Geschäftsstelle der Han­delskammer gerichtet werten, die für möglichst schleunige Erledigung sorgt: tem schriftlichen An­trag sind ein Personalausweis mit Lichtbild von ter Pvlizcitehörte des Wohnortes, zwei Licht­bilder und 22,50 franz. Franken teizufugen. Es ist jetzt allgemein zugelassen, daß Sin reiseanträge ins tesctzte Gebiet von Verwandten oder Ge- fchäftchreunden, die im besetzten'Gebiet wohnen, für Deutsche vorgrlegt werden, die einzureisen wünschen, während die Anträge bisher direkt ge­stellt werden mußten.

** Ein Rvheits akt. I,r der Rächt zum Mittwvch tourten von einer am Westrande des Philosophenwaltes unmittelbar ß nter ter Lie­bigs höhe aufgcftelttcn Ruhebank die S.tzbretler sowie das Brett ter Rückenlehne dicht an den gußeiserner Fußgestellerr abgefägt und eitlvenhet Zum Forlschaffen der Bretter Hai ter Täter eine bei der Bank steh.mte etwa 3 2 Zentimeter starke Buche durchsägt unb ein Stück dieses Stämmchens jedenfalls als Stütze b.im Tragen benutzt. Sach­dienliche Mi1teilu-'g> n zur Ermittlung tes Täters, sowie über den Verbleib ter Bretter erbittet die Kriminalpollzci.

** Sein 25jähriges ArbeitSj ubl- l ä u m im Dienste tes städtischen Gas- unb Wasserwerkes feiert morgen, 15. Januar, ter Arbeiter Karl Dechert, Reuen BÄre 2 wohn­haft.

Dornotizen.

Tageskalenber für Montag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:D'.e ligin von Saba" Palast-Lichtspiele: ..Das alte Rest". Astvria-Lichtspiele:Das Brandmal terRache" unbDie Zähne tes Drachen".

Oeffentlicher Vortrag in der I 41 n i ve r s 11 ä t s - A u l a. Prof. Dr. Rosen­berg spricht am Donnerstag abend über daS Themaßaten unb Frauen als Rlchter". (Siehe Anzeige)

Volkshochschule. Heute Wiederbeginn ter Kurse. (Siehe Anzeige.)

M T. 03. Morgen Wiederbeginn ter regel­mäßigen Turnstunden. (Siehe Anz ige.)

Landkreis Giessen.

* Grünberg, 12. Han. Der ©rünber- gerPferdevers7cherungsverein, dessen GeschäftStereich sich auf die Kreise Alsfeld, I Gießen Schotten, Friedberg, (Bübingen und die I preußischen Kreise Gelnhaulen, Hanau und Mar­burg erstreckt, beschäftigte sich in seiner jüngsten Mitgliedervelsommlung mit ber Frage teä Fort- bestctens des Vereins. Rach ausführlicher Arrs- sprach. wurde im Hinblick auf die Besserung der Geldrerhältnisse der einstimmige Beschluß gefaßt, ten Verein weiter bestehen z u lassen und die 03erficherung ab 1. Januar 1924 auf Gold- ober Otentenmarf umzuflellen. Die Höchst- versichrrungssurnme soll 1000 Renten mark, für wertvolle Zuchtstuten jedoch 1200 Rentenmark, unb die Prämie 2 Proz. betragen. In ter Träch- tiglettsrerflcherung beträgt die Höchstv2rslchr- rungssummc 50 v. H. ter Stutenversichevang. Durch die Umstellung auf Rentenmart wird ter Verein, ter jetzt im 48. Jahre besteht, für seine

JUTtglietei bei vo rko mmenden Schaden fällen wie­der eine segensreichL zweckentsprechende Einriß tung sein. Am 1. Januar 1924 har das neue Geschäftsjahr b?gonn.n. Dir h.esige Real­schule beginnt ten Unterricht ersi am 21. Ja­nuar. Wegen Kohlenmangels werten die Wechnacht^ferieir um eine Woche verlängert, urr die die Herbstferlen verkürzt worden waren.

zlrcis Schotten.

^Schotten, 12. Jan D:e Wohnungs­not in unserer Stadt ift gut) außer, rtent ich drückend, wozu die Aufnahme ter vielen Aus- gewicsenrn aus dem b.fe ten Gebiet beigetrag n hat. Vers Hi.den r B.mnt n müssen 'ih schan s it länger:r Zrit alä Einzelmi. ter i r behe f n wäh- reno ihre Fami.irn noch ausvärtii w hren. M,n hat deshalb dir Errichtung eines be o terea B c amtenhauses bcschlo.srn und grdenk dirfes noch im Laufe des Sommers fertigzust ll^n

0 Dom oberen Ißcttcrtal. 12. Ian. Die strenge Kälte unb dir ft ar len Sch.^efälle haben auch b:l u.rs ten W i l d stanb schwer geschädigt. Hasen, Rehe br onders aber Reb- tüyncr, sind in großer Zahl aus Mangel an Rahcung eingegangen ober dem Raubzeug zur Beute gefallen.

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Frankfurt a M.. 12 3an. (Wofsf.) Die von Dr. Moritz Elsaß terechnllen Inden« 8 i f f e r n für Franks urt a 'M Instrag m am 1. Januar d. I. 122 7 gegen 103 an 1. Januar 1914. (Alle Unterlagen au, Golomark be.zrgen. Die Lebenshaltungs osten sin) demnach 2 V Proz. höher als vor grnau zehn Jahren. Dir innere Kaufkraft ter Go.d nark teeibt damit um 19,3 Prozent hinter dein äußeren GeBwrn, a n Dollar aemeffen. zurück. Gemrssen jtdvch an den Kosten oer Lebenshaltung in d n hochvalutar.scheu Län­dern ist die innere Kaufkraft d r Go.dmark ter äußeren noch immer üb rl'grn: oder unders au6- gedrückt, die Lebensh.^rungskosten sind in ten Ländern mit intakt er Währung noch mehr gcftlc- aen. Die prozentual aroßtr St.'igerunr gegenüber der Vorkriegszeit to:lfcn die Kost n für Hei u g unb Beleuchtung mit 70 Prozent auf bin i folgt die Rahrung mit 50 Prozent. Bezüglich ter Einstimmigkeit mit anderen Ind rziffem über die Lebenshaltungskosten ift zu bracht n baß dir ver­steh enbe Berechnung die Vorkri gs-Leb<n5weise zue Basis ntiunt unb n ch. ten hsuti^en be­scheideneren Lebensslandard ter Verölte^wrg.

Gerichtssaal.

spd. Frankfurt a. M, 13. Jan. Dor ter dritten Strafkammer ging am Samstag in später Abendstunde ter Prozest gegen 13 Kom­munisten zu Ende, die im Oktober ülederfällc auf eine Schar AuSslug'er am Lohaderg, auf ras Sporckhaus tes Sporkllubs 1880 n tei Aoickes- 2lllee unb auf das Besitztum tes Gastwirts Bon- nle in der Eschers Heimer ßanfcftraßc unternommen hatten. Zwei Angeklagte wurten sreigesprochen, vier erhielten Gefängnisstrafen von sechs bis zehn Monaten, zwei je ein Jahr, einer 15 Monate, zwei je IV, Jahr, einer zwei Jahre und einer 2l/s Jahre Gefängnis. Sech; tourten aus ber Haft entlassen. Alle An.rage auf bo dingte Begradigung wurden zur Zell ausgesetzt Das Gericht blieb durchschnckstich uiter ten An' tragen tes StaatSantvalts. Währen der UrteiLS- tx/tunbigung waren durch die Polizei streuae Abiperrmaßnohmen getroffen, da man Rachricht von einer kommunistischen Aklion bekommen hatte

Vermischtes.

DaS-, Wasser- und Elektrizität-Verbilligung m Berlin.

Berlin, 12. Ian. Rach einer M ldunz ter ^B. Z." ist infolge ter weiteren Herabsetzung ter Kohlenpreise mit einer Ermäßigung ter städtischen Tarife für Gas, Wasser und Elektrizität zu rechnen, unb zwar wirb ter Kubikmeter Gas von 21 auf 19 ober 18 Pfennig verbilligt.

Großfeuer auf der Weser-Werft.

Bremen, 12. Ian. (Wolff.) Die letzte Rächt entstand auf den W-erftanlng.'n ter Aktienge- se11s cha f t Wefe> Drvßseuer, daS in kurzer Zeit die Schiffstischlerei und -Zimmerei vollständig einäschrrte. Bald nach Ausbruch tes FeuerS siand das große hundert Meter lange Ge­baute In Hellen Flammen, die an den gewaltigen Holzvorräten reiche Rahruug fanden Rach ein- stündigrn Demühangen ter Feuerwehren konnte ter Brand auf feinen Herb beschränkt werten Der Materialschaten ist erheblich.

Kunst und Wissenschaft.

Deutsche Wissenschaft in Südamerika.

DaS Hamburger Inaitut für Schiffs« unb Trvpenkrankhlllen tourte vom argentini­schen Gesundheitsministerium »ing.la­ten. das Mitglied des Irstituts, Prof. Mueh- lenS, zum Studium ter Be ämpfu'ia d- Ma­laria in den stark unter bi.fer Seuch: l itenbcn Provinzen im Innern Arg.mt ni ns zu ent­senden. Mueh'ens wirb b?r (rinlad mz be :inächst Folge leisten unb im Ansch' an feine T ittglett in Argentini:n ein.- Stubienr t|? i i bi? tro ischen Gegenden Brasiliens unt rnehm n 5icra s wirb er Dorcräge an ber MilitirmediFinschule in Asunc ivn unb an ter m dizinifchen Fakul­tät in Valparaiso halten.

Zwei s,roßr magnetische Störungen in der Ostsee entdeckt.

Kiel, 12. Jan. (WTB) Die magnetische ForschungSexpedition. die lln September 1923 im Interesse sämtlicher Ostseestaaten von Kiel auS an Bord terEecilie" ihren Au-gang nahm, ausgerüstet unb geleitet von Kapllän von Gerät unb Dr. Grote, ist nach erfolgreicher Arbeit vvrläufia abgebrochen worben. Die Expedition hat sämtlichr Messungen in mehre­ren Teilen ter Ostsee unb im finnischen Meerbusen ausgeführt. SS sinb zwei g r o ße magnetische Störungen entdeckt Wor­ten, deren 11 rfarten indessen bisher noch nicht geklärt werden konnten. Das ErpebllionSschiff kam burch daS frühere Einsetzen teS Winters im hohen Aorten im Gife fest, so baß an seine Zurückführung nach Deutschland nicht zu denken war. Es tourte deshalb zur Heber- totnterung in der Ducht von H a p s e l ge- schrllten. Die Instrumente und die Ausi-üftung fmb geborgen. Ein Teil der Besatzung ist nach Deutschland zurückgekehrt, während über ten Ver­bleib eines Teilnehmers noch Llngetoißheit herrscht. Im Mai dieses IahreS wird die Srpedition rhre Arbeiten wieder aufnehmen.