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Bekanntmachung.
2etr.: Strahenbahnbetrieb.
Ab Freitag, den 14. d. M. verkehrt der letzte Wogen ab Friedhof um 4.12 Ahr nachmittags.
Gießen, den 12. November 1924.
Direktion der Straßenbahn.
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Die Entdeckung einer gallischen Stadt.
Die auS Poris berichtet wird, sind di.' lieber- reste einer gallischen Stadl aus der Hochebene entdeckt worden, die die Stadt Soint Martorv im Departement Haut ®mr»nnc umgeben. Der Fund gelang einem jungen französische i Archäologen Aorbert Carterri. der f<t ?n im vorigen Jahre in der Umgegend dieser Sladt eine vorge- schichtliche Höhle outdcckie. Suva 500 Mc er von dieser gallischen ölabt entfenii sand Tarieret große Mengen von Tonschrrben. darunter solche von gallisch-römischen Graburnen und Reste altci Mauern. Aus Grund der Karte des Geographen Antonius auS dem 4 3ahrhunderl ist der Gelehrte zu der Ansicht gekommen, daß sich an dieser Stelle die gallisch-römische Sladt Calagurgie befand, die unter einer alten gallischen Festung angelegt wurde, die schon lange vorher die Gegend beherrschte.
Conan DohleS Steuererklärung.
Conan Doyle, der Schöpfer des Sherlock Holmes, begann feint Laufbahn als Arzt in einem Londoner Vorort und hotte, tote er in seinem soeben erschienenen Erinnerungsbuch erzählt, zunächst gar keine Patienten Als er seine Ein- kommcnsteucrerklärung abg.'ben mußte, schrieb er wahrheitsgemäß, er habe fein Einkommen, und erhielt seine Erklärung zurück nut der Bemerkung »Sehr unbefriedigend." „Gan, meine Meinung", schrieb er nun darunter und schickte die Erklärung wieder an die Steuer.
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einer Ansprache berührte der neugewaulir Dor» finenbe die künftigen Aufgaben der Kammer Hierauf wurde die Gelchäsisordnung einstimmig angenommen. Sodann wurden die Mitglieder der Disziplinarkammer gewählt ck-s sind dies. (Beiher): Matthias- Offenbar . G a n ß - Rod- beim. S P ob n-Wöllstein. 21 tgcflell e) Al a l- t ein-Mainz. Stellvertreter fink. Ramdohr- DarmNadl. MannS-Droßoi Buock, Schwa z» Worms, B e r d e r i ch - Mainz 3 i den Di' äpli- naidof wurden entfanhi .1# Oltitgljeder iBesitzer): Wern Herr - 0ppeiitx m. Weicker 'en.-Alle' dort. (Angestelltern Adolvh.Gief.en und als Stellvertreter K l e v e r - Dileabacb, Späth- Butzbach. Schlippe- Darmstadt Auch wurde eine Kommission getoabl* zur B.-arbeitnng hei cjrage der Alters- und Hinterbliebenenversiche- rung.
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" FürMilltärverforgungsberech trgte. Die Einführung ds nexn DrU(L4fea- Verzeichnisses und die andere F.stsetzung bei Dr.ä- zuschlage für die Beamtei Hal aach eine 2lm'e- rung der Militärrenten ab 1. Aovember zur Fo g .-. Die entfprechmden Anordnungen sind geir s en' fic können aber erst bei der Zahlung der Der- sorgungSgebuhrniffe für Dezember d^rchgeführt werden.
** Die Regelung im Güterverkehr b«i ilebergabe der Regieba hnen be- trifft eine Bekanntmachung im heutigen Antigen- teM, auf die hiermit besonders hingewiesen fei.
"Don derStraßenbahn. Don morgen ab verkehrt der letzte Wagen ab Friedhof täglich um 4.12 Ubr nachmittags. (S. Bekanntmachung.)
" Der Verein der Einzelhändler in Gießen hielt dieser Tage unter de. Leitung fced 1 Vorsitzenden Stadtv. Horn se.ne ordent- l.che Generalversammlung ab Aus dem Jahre 1- bclicht fei hier folgendes sestgehaltei. Die Mit- glederzahl hat sich nicht viel geänb?ri. dem herein gehören 120 F rmen an. Die langjäh i.'en Vorstandsmitglieder Karl Röhr. A g ist Roll, Richard B u ch a ck e r wurden zu Ehrenm tedern ernannt. 3m Frühjahr d. 3 wurde cm Steuer- vortrag innerhalb des Vereins abgehalten. der recht gut bZucht war. Die geplante Kieinhandels- steuer hat man auch seitens des Vereins bekämpft, und ebenso hat man Stellung genommen gegen die von der Stadl eingeführte Sonde.getrecbe- steuer mit dem Erfolge, daß diese in bezug auf ibre Höhe demnächst ermäßigt wurde. Gutachtlich äußerte man sich zu der Cinkommensteuervoraus- zahlung und zu den Fälligkeitsterminen der oer- sch.edenen Steuern. Man ist für eine Ermäßigung der einzelnen Steuersätze eingetretzn, eben o dafür daß die verschiedenen Steuern nicht immer zu ein und derselben Zeit fällig werden sollen Eine Eingabe auf gerechtere Verteilung tc: Handels- kammerbeiträge hatte den gewünschten E.folg Don besonderem 3nlereffe ist die im Laufe des Jahres errichtete Schiedsgerichtsstelie. die der hiesigen Handelskammer ang.-gliedert ist und die es ermöglicht, bei vorheriger Drreinbarung Differenzen aller Art unter Ausschluß d.^s Ger.chts- wegeS auszugleichen. Der Landesverband wie die Handelskammer haben den Derein in jeder Richtung unterstützt, eine Tatsache, die der Dor- sitzende besonder-s und dankbar feststellte Dem Rechner, Ehrenm tglied Buch acker, wurde nach seinem Kassenbericht Entlastung erteilt Die statutengemäß ausscheidenden Dorstand^m 1 lieber Driesch, Heilbronner, Maternus und W i n t e r h o f f wurden wiedergewählt 3m Lause des 3ahres fand noch eine Vorstandsersatzwahl statt, wobei Kaufmann Karl Dach gewählt wurde. Eine 2knberung der Satzungen, die infolge der veränderten Verhältnisse nötig geworden w r wurde einstimmig gntg heißen. Sjieib.i sei hervorgehoben, daß der Derein für die Zukun t heißt' „Verein der Einzelhändler in Gießen". Schliej- U war die Einführung eines gemeinsamen Mittagsladenschlusses Gegenstand eingehender Beratung. Ein größerer Teil der anweienter Mitglieder erklärte hierzu, ein cinseitlicher Lade^i- chluß sei zur Zeit nicht durchfüh.bar. Man sprach ich zum Schluß noch über das evtl. Borg hen bei unlauterem Wettbewerb au»; der Vorstand
Wurde ermächtigt, tn allen derartigen flauen alsbald und selbständig zu handeln, weil die Br- kampfung des unlauteren We.ib.werbes mit zu den ersten Aufgaben d.-S Dere n- gehare.
- Deutsche. DolkS Partei. Man 5c- ^Wtct ugS: Am Montag fand eine toidieriim gut besuchte Versammlung her Frauen der .. 7. Hindenburg statt Frf Lehramt«, afsessor Dr. 8 ch u d t hielt einen sehr interessanten Dortrag über .Die Einheitlichkeit in der auswärtigen Politik Englands fett Beginn de« 16. Jahrhunderts". Sie zeigte, wie England feine Weltmachtstellung errang, indem eS einen Gegner nach dem andern niederwarf und in kluger Weife die kontinentalen Derwicklungen benutzte, toäh- rcnd es sich auf seine Flotte stützte. - Daraus beantwortete Landgerichtsdirektor 2 ch u d t die heute viel aufgeworfene Frage, warum die D. D P. nicht mit der Deutsch nationalen Dolksparter zu- lammen gebe. Er erfläete, daß eine Partei mit liberaler Weltanschauung sich nicht mit einer Partei verschmelzen könne, in der die konservative Weltanschauung vorherrschend lei. Beide wllten in der Verfolgung ihrer gemeinsamen na- tionafen Ziele nebeneinander, aber nicht gegeneinander kämpfen. Zrl. M. Birnbaum M d L. ergänzte seine Ausführungen und sprach über die Haltung der übrigen Parteien während ber Regierungskrise. Sie regte zu eifriger Be- teiligung bei den Wahlen an, hauptsächlich durch Kleinarbeit.
V. H. C. Rund 80 Teilnehmer vom D. H. C. Gießen benutzten am Sonntag den prächtigen Herbsttag zu einer schönen Wanderung in der Umgebung unserer Vaterstadt Die anarbuig-r Sllaße entlang führte der Weg bei hellem Sonnenschein durch einen Teil von Wieseck, wo die noch rauchende Brandstätte besichtigt wurde, zum Hangelstein, der leider immer noch zu wenig besucht wird. Da die Fernsicht ziemlich verschleiert war, wurde eS unterlassen, die bemerkenswertesten Punkte, wie Schöne Aussicht und Felsenlanzel, aufzusuchen und so ging es der blauen Dreieck- marfieruna nach über den Daubringer Paß durch Wald und Feld auf manchmal recht „wachs- wtichen" Pfaden zur Kaffeestation Beuern, nicht ohne vorher an geschützten, sonnigen Plätzen die nölige Rast zu machen. Rach gehöriger Stärkung marschierte man sodann auf guter Landstraße 8um Endziele Grvhen-Buseck, wo bei einem Glase .Hohenastheimer" in guter Stimmung die Zeit bis zur Heimfahrt verbracht wurde.
Hessische Apothekerkammer.
(Eigener Bericht des .Gieß. Anz.")
3m Ministerium des 3nnem in Darmstadt sand dieser Tage die konstituierende 2 i t- p u ng der neuerrichleten A p o t he ke r k a m m e r in Gegenwart von mehreren Regierungsverlre- tern stall. Die Sitzung wurde zunächst von dem Alterspräsidenten Apotheker Dornberger- Gießen geleiteL Zu Beginn der Verhandlungen ergriff Minister von Brentano das Wort zu einer Rede, in der er u. a. erklärte, daß die seitherige Organisation der Apotheker vieles geleistet habe, aber durch die Kammer sei man einen großen Schritt vorwärts gekommen. Die Dorsi andswahlen hatten folgendes Ergebnis: Dors.. S c r t b a - Reinheim. Beisitzer: Dornberg e r - Gießen (auch Stellvertreter des Dorsitzenden), Hotz-Gießen, letzterer Dertreter der Angestellten: ihre Stellvertreter sind: H e ß-Darm- stadt, Thnrn-Mainz. H i ppau f -Mainz. 3n
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Q Keine jährlichen Pers onen- ftanoSausnahmen mehr W:e wir hören, träat sich das Rcichssinanzministerium nur <5in- fchünkung der Derwallungsarbeit mit dem ®e- banfen, die Personenstandsaufnahmen für steuerliche Zwecke künftig nicht mehr wie bisher all- jährlich, sondern nur noch in größeren Zwischenräumen, etwa alle drei biS fünf 3ahre, statt- fachen zu lassen.
O Die Einteilung der hessischen FvrstverwaltungSbezirke. Das hes.sche Staatsgebiet ist nunmehr in 75 staatliche Forst- Verwaltungsbezirke (Forstamtsb zirkel eingeteilt Davon entfallen auf Oberhessen 30 und auf Starkenburg und Rheinhessen 45 Bezirke.
O Eine neue Mustersatzunqsür die Dezirkssparkassen. Da» Hess Iche Ministerium des 3nnem hat die im Lause der 3ahre durch zahlreiche Ausschreiben ergänzte und abgeänderte Mustersatzung für die B^irkSspar- lassen einer AeubeaiBellung unterzogen die den Kreisämtern mit der Empfehlung der Weiterleitung an die Sparkassen des betreffenden Bezirks zugegangen ist. Am stärksten unterscheidet sich die neue Mustersahung von der alten in ihren Bestimmungen über d e den Sparkassen nunmehr erlaubten Geschäfte (Depo'iten- und Kontokorrent- Verkehr. An- und Verkauf von Wertpapieren Dermietung von Sicherhei.sfächern, älebernahme von Derbindllchkeiten). Die veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse haben hierzu gedrängt Der SeschästskreiS der h.-ssischen öffentlichen Sparkassen mußte, nachdem u. a Preußen Bayern, Württemberg und Baden bereits oor- ou^^fl«nflcn toai'cnt erheblich erweitert werden.
Srntefchaden undReichSfinanz- Verwaltung. Der Re chsfin nm niste.- Hille in seinem Erlaß vom 22. S.ptember für die Aol- gebiete angeordnet, daß nur s lck-e Gcbie e als Hotgebiete erklärt weroen. in dene i der Ernte- auSsall vorauss chtlich mehr als 50 P oz. beträgt. Die Landwirtschastskammer für He e i hat deshalb in einer Gingabe beim Reichsfinanzminister beantragt, die Schad iiSgrenze auf 2) P.oz. he>abzusehen, mit dem Hinweis darauf, daß ein Ern e- verlust von 25 v. H. der Aormalernte den Re.n- Reinertrag der Landwirtschaf vol.k mmen v r- nichtet. Der Minister tc FinaN)en hat deck Antrag abschl^igig beschieden. E wies aber darauf hin, daß bereits die früheren Erlasse wegen Steuerstundung vom 6. 3uni und 5 3ali die Möglichkeit gcfrit, Härten zu inildern Auch glaubte er ann eb nen zu Linnen, daß das Landes- finanzamt in solchen F lll n, in dmea die 50- Prvzent-Grenze n <5)1 ü h erreicht toir A doch d s gebührende Entgegenkommen zeigen wird. Dte LandwirtschaftSrammer hat sch jedo tote sie mit- teilt, mit bicf,m De chetd nicht zufrieden gegeben, sondern ihren Antrag aufrechterhalten und thn von neuem gestellt.
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