ttr. U2 Zweites Blatt
Steuerbolschewismus.
Don D 5 Io al kosten gl er*).
Das 19. Jahrhundert bietet im Steuerwesen da« Bild eines beständig wachsenden Heeres von Steuerbeamten, das mit einem ungeheuren Aufwand an Arbeit, Geld und Papier der Tewissen- daftigkeit des sich selbst einschätzenden Bürgers nachzuhelfen suchte, welche die Demokratie voraussetzte, aber nicht vorsand. Aapoleon setzte die Zahl der Steuerbeamten von 200 000 auf 6000 herab, und er erreichte durch ein vernünftiges System, daß die Finanzen bald in Ordnung kamen und er während seiner Herrschaft keine einzige Anleihe aufzunehmen brauchte. Wir aber entziehen eine wachsende Menge arbeitsfähiger Menschen der produktiven Arbeit, die wir heute nötiger haben als je, um sie mit dem Emtreiven und Verrechnen unzweckmäßiger Steuern zu beschäftigen, nicht nur die unzähligen Leute in den Aemtern. sondern die gleiche Zahl in der Wirtschaft selbst, um die immer verwickelter und unmöglicher werdenden Vorschriften auszuführen oder auch nur zu verstehen und die zerstörenden Folgen dieser Methode durch immer neue Schachzüge abzuwehren. 3m Jahre 1923 sind in Deutschland über hundert Millionen einzelner Steuererklärungen ausgearbeitet, mehrere hundert Millionen einzelner Zahlungen geleistet und beinahe eine Milliarde Schriftstücke versandt worden. Auf diese Weise wurde fast eine halbe Million Menschen der wirklichen Arbeit entzogen und hat mit ihren Gehältern, dem Materialverbrauch und den Kosten der Detriebsräume den größten Teil der Steuereingänge im voraus verzehrt, was nur dadurch nicht allgemein sichtbar wird, dah der Staatshaushalt es vermeidet, den Reinertrag der Steuern aufzuführen, und statt dessen die Gingänge überhaupt nennt, während die Erhebungskosten an einer anderen Stelle verrechnet werden. Das gilt gerade von den volkstümlichen. „allein gerechten", direkten Steuern, deren Reinertrag trotz des Aufwands an Zeit, Aerger und wirtschaftlicher Schädigung verschwindend ist oder bei einer mehr kaufmännischen aL8 bureaukratischen Aufstellung des Etats sich als Defizit enthüllen würde. Von den Steuern und Zöllen des Reiches und der Länder fielen 1913 von insgesamt 3189 Millionen auf die Hinkommensteuer 691, auf die Erbschaftssteuer 70 Millionen. Von den Gesamtkosten der Finanzverwaltung von 881 Millionen kommt aber der weitaus größte Tell gerade auf diese von den Personen und 'nicht den Dingen erhobenen Steuern. Zur Bestreitung dieser Ausgaben wird gerade der sichtbar gebliebene Teil der Einkommen und Vermögen übermäßig herangezogen, well er die Last der unsichtbar gewordenen mitzu- tragen hat, also die Löhne und Gehälter, die kleinen Geschäfte, die Mieten und Spareinlagen. Gine Verschärfung der Methode würde daran gar nichts ändern, denn die Struktur des heutigen Geldverkehrs ist so undurchsichtig geworden, daß selbst banktechnisch geschulte Steuerbeamte eine geschickt abgesaßte Bilanz nicht mehr verstehen und in den großen Fällen nur der den eigentlichen Sinn ihrer objektiv richtigen Ziffern kennt, der an ihrer Aufstellung beteiligt ist.
Um so fester hält die beschränkte und durch niemand über die Tatsachen aufgeklärte Meinung gerade der-Kreise an diesem Steuerideal fest, welche dessen Opfer sind. Die „Weltanschauung der Steuerzahler" mit ihrer Mischung von Gerechtigkeitssinn, Reid, Aerger und Verschmitztheit ist für demokratische Parteien ein viel zu wirksames Mittel, um es durch Kritik zü zerstören. Und auf der andern Seite ist es die in bet) Welt der Kurse lebende Hochfinanz, welche das persönliche Steuerideal mit ihrem ganzen Einfluß aus Presse und Parteien volkstümlich erhält, denn es enllastet sie selbst und belastet die ihr gegenüberstehenden Mächte der arbeitenden Industrie und Landwirtschaft mit ihrem Schwerpunkt im unbeweglichen Besitz. Die Selbsteinschätzungssteuer ist eine Wafse geworden, welche das unsichtbar hinter den Banken und Trusts stehende Kapital durch die Demokratie schwingen läßt, um den Besitz immer mehr in bewegliche Formen überzuführen und die produktive Arbeit damit den Gewinnmethoden der Spekulation unterzuordnen, so dah sie weder dem Arbeiter, noch dem Techniker, noch dem Unternehmer mehr zugute kommt. Auch der kleine Sparer, der einige Aktien besitzt, kann in jedem Augenblick das Opfer von Geldleuten und ihrer Kurspolitik werden, die in der Stille die Mehrheit des Aktienbesitzes kaufen oder abstohen, ohne dah es irgendjemand von außen nachzuprüfen vermag.
Also sinkend? Steuermoval, Erhebungsfosten, welche den Ertrag verschlingen. Belastung der Arbeit. Entlastung der Spekulation. U iterto’ h unj der unbeweglichen Rationaive rmogen zugunsten des heimatlosen Finanzkapitals: zu diesen längst vorhandenen Folgen des herrschenden ©teuer- ideals treten nun die Folgen der Tatsache, dah mit dem Kriege und schon durch die Vorbereitung auf ihn der Steuerbedarf alter Staaten ins Rkrtzlose gewachsen ist. Die Verschuldung ist ungeheuer, die Wirtschaft ins Wanken geraten, die «Gesellschaft erschüttert Lurch Verarmung der tragenden Schicht alter, hochgezüchteter Familien und das Eindringen einer Masse von Reuveichen zweifelhafter Herkunft und Moral, die innere Politik mit Spannungen überladen. Aber damit gewinnt die Strahe einen maßgebenden Einfluß auf die Steuergestaltung und ihre politische Tendenz. Soweit die Regierungen nicht selbst unter ihrem Druck entstanden sind, müssen sie die Freiheit ihres politischen Tuns und Lassens mit Zugeständnissen gerade ■ auf diesem Gebiet erlaufen. Man würde es nirgends mehr wagen, eine Steuer in Vorschlag zu bringen, die nicht nach der volkstümlichen Auffassung die „starken Schultern", in Wirklichkeit die Erfolgreichen, Tüchtigen und Sparsamen trifft oder sie zum wenigsten schädigt, auch wenn das praktische Ergebnis zweifelhaft bleibt. Wir befinden uns in einer Zeit des ausgesprochenen Steuerbolschewismus, der oßne viel Aufsehen auf.trohenem Wege das zu erreichen sucht, was in Rußland durch Ströme von Blut erreicht worden ist: die völlige soziale Umschich-
*) „Reubau des Deutschen Reiches" heißt die neue politische Schrift Oswald Spenglers, der das nachstehende Stück entnommen ist. (Verlag C. H. Deck-München.) Kritik und Reformvorschläge auf den Gebieten der Verwaltung, des Rechts, der Erziehung^ der Währung, des Steuerwesens unb der Wirtschaft bietet die Schrift. Alles unter gewaltigen weltpolitischen ZukunstSperspektivea.
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)vienstag, <3. Mai 192^
tung innerhalb der Rationen, den Abbau der alten tyesteuropäischen, in Blut und Geist verfeinerten, von hohen Traditionen und Formen durchsättigten Gesellschaft, bis zuletzt nichts übrig bleibt, als eine Gruppe tatsächlich regierender Finanzleute und eine proletarische Sklaremnasse. die beide mit der in Jahrhunderten herangewachsenen innerlichen Kultur nichts zu ran haben, sie weder erhalten können noch entbehren. In England richtete sich schon die 1908 eingeleitete Steuerpolitik des damals linksradikalen Lloyd Gorrge ganz unverhüllt gegen die Aristokrat' mit ihrem unbeweglichen und unrentablen Landbesch, also die Schicht, welche seit Jahrhunderten den Rach- wuchs für die hohe Politik stellte und nun an den erdrückenden Tax- und Erbschaftssteuern langsam zugrunde geht. In Holland haben die 1918 von den Radikalen erzwungenen Steuergesetze den Charakter einer kaum verschleierten Beschlagnahme der alten, sichtbaren, ehrlich erworbenen Eeichäfts- und Familienvermögen, die namentlich durch die Erbschaftsbestimmungen binnen 50 Jahren aufgezehrt sein werden. In Deutschland wird der arbeitende Wirtschaftskörper durch eine Anzahl sich übersteigernder, kreuzender, wechselseitig vergiftender Steuern wie mit Messerstichen zerfleischt, um ohne Rücksicht auf den Blutverlust allent- halbe netwas herauszupressen, und gerade in seinen Zuckungen bildet er ein unvergleichliches Objekt für die berufsmäßige Spekulation. Was mit den Ausdrücken „Erfassung der Sachwerte" und „Eingriffe in die Substanz" bis in die höchsten Stellen hinauf gemeint ist, ist völlig klar: der Verbrauch des unbeweglichen Rationalgutes samt der an ihm haftenden Schicht des Mittelstandes und der geschulten Intelligenz, von der n Schicksal sich allein die Finanzvermögen auf spekulativem Wege freimachen können.
Wirtschaft.
Die Lage
der westlichen Mtthlenindnstrie.
Die Rohstoffversorgung der Mühlen bereitet nach wie vor keinerlei direkte Schwierigkeiten. Beim Bezugs von Auslandgetreide rerursacht der Mangel 'an Devisen große Hemmu.rgen. In steigendem Matze mutzte von der Einfuhr ausländischen Getreides deswegen abgesehen teerten, weil ausländisches Mehl verhältnismäßig viel billiger eingeführt werden konnte. Richt nur amerikanisches und englisches Mehl tarn in großen Mengen auf den Markt, sondern auch Frankreich und Belgien trieben mit ihrer Mehleinsuhr starke Dumpingkonkurrenzen, so daß die deutsch: Müllerei einen noch nicht gekannten Rückgang erlebt hat. Die größten Mühlen sind gegenwärtig f.rum mit ein Drittel ihrer Borlriegsleistung beschäftigt, andere mit der Hälfte. Rur einige Mühlen melden volle Beschäftigung. Ein Absatz von Mehl in das Ausland ist völlig unmöglich, La die ausländische Konkurrenz ungleich billiger zu Produzieren in der Lage ist. Arbeiterentlassungen mutzten immer noch in mehr oder minder großem Umfange borgenoininen werden. Alles in allem genommen ist die Lage der Mühlenindustrie gegenwärtig so ungünstig, wie kaum jemals in der Vergangenheit. Wenn nicht entschiedene Schritte getan werden, um die überhand nehmende Einfuhr von Mehl aus dem Ausland nach Deutschland einzudämmen, so droht dem Bestand der deutschen Mühlenindustrie für die Zukunft schwerste Gefahr.
• Der Frankensturz. Einer Berliner Blattermeldung aus R e u h o r k zufolge hat der Kurs des französischen Franken an der dortigen Börse einen weiteren Rückgang erfahren. Er notierte 5,78 Cents.
• Philipp Hvlzmann A.-G., Frankfurt a. M. Die Generalversammlung genehmig e die Regularien. Der Reingewinn von 254,532 Papierbillionen wurde nach Ab^ug der dem Aufsichtsrat gebührenden Vergütung auf neue Rechnung vorgetragen. Im Ramen einer deutsch- schweizerisc^n Gruppe von Holzmannaktionären wurde eine Anfrage über die Kursentwicklung der Hvlzmannaktien und über das Gerücht über eine bevorstehende Fusion der Holzmann-A-G. mit Fa. Wgyß & Freytag gestellt. Bon der Ge- sellsck^ftsleitung wurde mitgeteilt, dah Weber mit der genannten, noch mit einer anderen Gesellschaft wegen einer Fusion verhandelt wurde. Dies sei auch zur Zeit nicht beabsichtigt. Aus dem Kursrückgang der Holzmannaklien könne man der L:i- tung der Gesellschaft keinen Borwurf machen. Die Kurse der Aktien ähnlicher Gesellschaften hätten einen niedrigeren Kurs. Der innere Wert der Aktien sei unbedingt höher als der Kurswert. Die Arbeiten für die Aufstellung der Cwldbilanz seien im Gange. Heber den Geschäftsgang wurde mitgeteilt, daß die Firma mit erheblichen Auftragsbeständen in das neue Jahr eingetreten sei. Staatsverwaltungen und die Privatindustrie sind die Auftraggeber. Die Verwaltung ist bemüht, im Auslande durch Anknüpfung alter Beziehungen festen Fuß zu fassen. Auch im neuen Geschäftsjahr sind neue Aufträge eingegangen. In den Aufsichtsrat wurde Geh Baurat Dr. Otto Riese-Frankfurt a. M., der zugleich mit Dau- rat Dr. Carl Kölle-Frankfurt a. M. sein Amt als Direktor der Gesellschaft niedergelegt hatte, gewähll. Die Vergütung für den Aufsichtsrat Wurde auf 2000 Gvldmark festgesetzt.
♦
Frankfurter Dorfe.
Frankfurt a. M., 12. Mai. Tendenz: Behauptet. — Zu Beginn der neuen Woche war die Stimmung an der Börse zweifelsohne noch etwas gehoben. Es entwickelte sich auf allen Marktgebieten ein ziemlich lebhaftes Geschäft, ohne daß aber die Rotierungen dadurch etwas gewinnen konnten. Das bisher vorliegende Ergebnis der französischen Wahlen und die große Rieherlage der bisherigen Regierungsparteien wurde viel besprochen, machte aber vorläufig seinen Einfluß auf die Börse noch nicht geltend. Dies wird erst nach dem Eintreffen des amtlichen Gesamtergebnisses der Fall fein. Auf dem Geldmarkt ist die Lage weiterhin leichter. Tägliches Geld mit ®/8 pro Mille, Monatsgeld unter 5 Proz. eher angeboten. Besonders große ülmsähe wurden in A. E. G. und Badische Anilin getätigt, ohne daß dabei gegen Freitag die Kurse eine mehr wie unwesentliche Erholung erfahren hätten. A.E.G. 73A. Dadische Anilin 127/s. Sonst waren die Papiere in den meisten Fällen ein wenig fester. Im freien Verkehr war die Stimmung weniger lebhaft. Auch die älmsähe waren dort Heiner. Api 3l/9. Decker-Stahl 4l/a, Decker-Kohse 58/x»
Entreprise 32, Ufa 4l/2. Auf dem Dalutamarkte war das starke Fallen des Franken bemerkenswert, das mit der Wahlniederlage der Regierung in Verbindung gebracht wird. London gegen Paris 77, gegen Reuyork 17,8,
♦
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
Frankfurt«,. M.
Berlin
0,236
8,75
34
19,5
19,75
3
12,87
10,87
10,C5
2,5
2,6
12
13
2,5
6,25
6,25
2,^5
•) Dom Rückzahlungswert.
0,400 0,300
24,5
32,5
0,076 0,470
10,37 )2,1
7,63
2,8
2,5
0,073 0 430 0,200 0,860
0,0765 0,435 0,210 0,890
2.75
15,65
12,63
0,0766 0,435 0,201
0,325 0.4Z0
36,25
9
9,3
9,5
25
31,63
7,64
9,5
18,5
4,37
11,5
1,85 0,330 0,350
35 8,26 2,75
16
13
12,13 7,75
11,63 ?'
23 83
1,45
2,75
2,7
12,5 0,5
30,75
36,5 47
% 8.1 12,25
7,1 11.75
19,5 21.5 32,75
0,110
0,228
0,875
0,280
0,200
78> 4,25
9.5
9,63
9,87
7,5
8,75
3? !9,6
50
9
12,6 7,83 1\25
20,5
9
9,6
10,13
6.1
10,5
11,8
7,87
9,5
4,8
24,25
1,52
2,55
2,4
12
6,8
78,9 4,13
46
24 3.63 7%
7,6
24,5
3,6
6,13
7,76
6,55
11,7
1,2
2,5
6,6 8.5
3,3
2,5
78,6
4,13
47,5
23,5
3,63 6,38
7,63
7,63
1,63 0,sÄ 38,25
9
12.6
34,26 98,5
48,75
24,78
M 8.90 7.6 6,55 7,6 11,75
4,2 78,90
4,13
9*Jf Deutsche 5Rel®«onfe1b» . <•/. Den'sche ReichSanleihe .
BVee/n 5)eutf®e RclchSanleihr 8% Deutsche RetchSanleihe . Deutsche Svarprämienanleth« <7« Preußische Nonlol» .. . 4% Hessen...........
•'/.% Hessen »k Helsen ......
Deutsche Wertb. Dollar-Ank. dto.Doll.-Schay-Anweisung.') <•/« Holltllrlen ......
6*/. Lolvinerikamr .....
etrllnn HandelSaescllschaN. Kommerz, und Privat-Bant.
Darmst. und Naltonalbank . Deutsche Bank.........
Deutsche BereinSbank .... Diöconio CommanbH .... Metallbau?...........
Mitteldeutsche Treditbank . . Oesteireichische LredilaustaU. westbauk .
Bochumer ®nt .....
Buderus........«...
Laro .......... . .
Deutsch-Luxemburg...... Srlscnitrchener Bergwerk» . . tzarpeu-r Bergbau......
Kaliwerke AschcrSlebtU. . . . Kaliwerk Westeregeln. ....
Laurahütte........
Cberbebarf
Vdöuir Bergbau . .
Sheinslahl...........
mkbfrf Montan »ellutl Bergbau . .
Hamburg-Amerika Pake». . Norddeutscher Llovd .... Cseramische Werke Albin .. «emeurwerk Hetdelbora . ..
blltpp Hvlzmann .....
Analo-Tont.-lAuano Badische Anilin........
Chemische Mayer Alaptu. . .
Goldschmidt..........
Griesheimer Electron ....
Höchster Farbwerke Holzverkohlung........
RütgcrSwerke Scheideanstalt «Na T'ektrt,ttüt4^»esellschaft Bergmann ..........
Mainkrastwerke . . .....
Schuckert
Siemen« A Halst« .....
Adlerwrrke Kley« .... , .
Daini!er Motoren. ..... veyligenstaedt
Meguin .........
frankfurter Armaturen ... Konservenfabrik Braun . . . Metallgesellschaft Frankfurt. Bet. Union A^Ä ......
Sel'ubfabrik Herz Sichel..............
Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal . .
Zuckerfabrik Waghäusel .. .
11
1,2
2,5
4,5
9
12,9 30,75 36,25 47,75
8,5
12,6
7,5
11,5
19
21,5
S2
1,5
18,63
4,3
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8,45
2,55
16,5
12,6 >
1,3
9
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9 6
9n Billionen Prozent
Schluß, fluro
Schluß- Kurs
Schlutz- kl!'»
Schluß. Kur,
'Datum:
9. 5.
12.5.
9.5.
I 12. 5.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Danknoten.
Verlln, 12. Mai
(In Billionen Mark au-gedrückt. Vuenot-Lire», London. Ulen» York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapeit für 100000 Ein heilen, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.
Ichweteer Noten ......... rantöfische Noten Lnt'che Noten ......... chwedischr Noten oli'indische Noten eutsch-Oesterreich. i 100 Krone» merikanische Note« .......
Englisch« Noten gtnllknische Noten
Belgisch« Noten ........
Unanclsch« Noten.........
tschechoslowakische Note». .... Norwcgstche Noten ....... Rumänische Notell. ........ Svaatsch« Note»........
10. Mai
12. Mai
Repart.
Ärmliche Wrlh
Notierung Briet
Aimliche Noki-rn i \
Briet
10.
!'2.
AmN-Notl.
157,60
158,10
157,36
158,14
1
1
Brst.-Anlw.
20,7 i
10,85
2O,U5
20,16
voll
voll
Cbristianla
58,95
19,23
F8.93
69,25
12
12
Kopenhagen
71,82
72,18
71,6?
71,93
2
2
Stockholm.
111,47
112,03
111,47
112,03
4
4
HtlsingforZ
10,57
10,64
10,62
10,(8
20
50
atnlieit. .
18.95
19,05
18,93
19,05
4
4
London..
18,405
18,455
18,355
18,445
1
1
Neuhorl . .
4,1 J 25,34
4,21
4,13
4,21
1
1
Pari«. .
Schwel» .
25,46
24,14
24,28
12
20
<4,61
74, 9
74,51
74,83
2
L
Spanien . . Wien In D->
K8,10
18,40
68,10
68,40
50
60
L'eit.nbgtil
5,98
6,02
6,93
6,0?
voll
voll
Prag....
Budapest. .
12,43
12,54
12,43
12,64
1U
10
4,43
4,52
4,48
4,52
voll
voll
Buen^-AireS
7,1)85
1,195
8,11
1,635
1,385
3,04
1^95
1,05
i0
=0
Bulgarien ■
3,14
1,675
voll
voll
Japan .. . Li io oe Ian.
1,695
1,70j
voll
voll
1,475
1,485 b, 22
1,485
1.49j
voll
voll
Belgrad .
5,18
6,265
6,295
voll
voll
risiabou ■
12,65
12,74
12,63
12,74
voll
voll
(Neld
Brief
Revark.
°/.
74,51
74,89
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25,69
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voll
71,62
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111,47
112,03
4
167,95
158,15
1
5,94
5,93
voll
4,19
4,21
1
18,35
16,45
1
19,05
19,1'
voll
19,70
19,30
voll
4,59
4,61
voll
12,52
12,58
25
68,95
59,2-
12
2,09
2,11
voll
67,95
i-8,25
voll
Berliner Börse.
Berlin, 12. Mai. (Wvlff.) Das Mißtrauen und die älnsicherheü, welche, hervorgerufen durch die verschiedenen Zahlungsftockungen im Wcv erhandel und die bekannten ungedeckten Verpflichtungen in Franken, weite Kreise beherrschen und durch die als bezeichnend für die Wirtschaftslage angesehenen Vorgänge bei der Mansfelder Gesellschaft unb der Bär & Stein-A-G. noch vergrößert werden, verhindern nach wie vor eine grundlegende Besserung der Terhältnijs: an der Börse. Gegenüber verbreiteten Gerüchien von größeren älnterschlagungen beim Dankhause Bleichröder teilt dieses auf Anfrage mit, dah es sich um ein belangloses, schon längere Zeit zurückliegendes Vorkommnis im Betrug? von wenigen tausend Mari handele. Zu Dörsenanfang lag überwiegend Verkaufsmaterial vor, so datz sich die Kurse durchschnittlich bis 1 Dill- Proz. senkten. Dann aber zeigte die Börse WiderPands- haft so Laß sich der Kursstand nicht nur behauptete, sondern infolge v)n Deckungen die anfänglichen Einbußen zumeist wieder zurückgc- wonnen werden konnten. Der GeschäftSumfang war wieder unbedeutend. Stärker war er zeit- toeife in Schiffahrtsakiien, die unter Führung von Hamburg-Südamerikcmern kräftig stiegen Kurzfristiges Geld stand dem Markte heute rei-chlicher zur Verfügung. Am Devisenmarkt setzte sich die Llbschwächung fort Für einzelne RebenvläUe
formten die Zuteilungen wieder etwas erhöhl werden. Die gewöhnlich Montags etwas höheren Anforderungen entsprachen ung.fähr dmen vom Samstag. Der Ausfall der französischen Wahlen beeinflußte die Börse zunächst nicht ersichtlich, weil em abschliehendes Ergebnis noch nicht vorliegt. Der Frankenkurs wurde aus London mit ungefähr 76 etwas schwächer gemeldet.
Märkte.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 12. Mai. Am Produltrnmarkt bleibt wegen der unveränderten Geldknappheit das Ge- lchäf>t außerordentlich still. Die Verläufer sehen sich unter diesen Verhältnissen teilweise zu Zage- ftänbntifen in den Preisforderungen veranlccht, ohne datz ,lch dieses aber in der Preisbildung selbst stärker auswlrkt. Weizen bleibt von her Provinz Sachfen dringend angeboten, ist aber twtz erneut herabgesetzter Preise kaum za verkaufen, weil die Mühlen keinen nennenswerten Weizen- rnehlabsah haben. Roggenmehl ist bei gedrückten greifen eher unterzubringen. Roggen, Hafer and Gerste hatten sehr stilles Geschäft. Von Fatter- stoffen waren Trockenschnihel and Kartoffelflocken flau. — Weizen, märt. 162 bis 165 (ab- geschwächt), Roggen, märf. 127 bis 133 (matt), Sommergerste, Braugerste 170 bis 186 (geschäfts- los), Wintergerste, Futtergerste 154 bis 162 (ge- schaftslvs), Haier, märk. 125 bis 132 (still) Weizenmehl (100 Kg.) 22,75 bis 25,25 (ruhig), Roggenmehl 19 bis 21,50 (ruhig), Weizenkleie 10 bis 10,20 (stetig), Roggenkleie 9,30 bis 9,40 (fest). Raps 300 (still), Leinsaat 400 (still), Dib ioriaerbfen 25 bis 27, kleine Erbsen 14 bis 15, Suttererbfen 12 bis 13, Peluschken 11 bis 12 Ackerbvhnen 14 bis 16, Wicken 11 bis 12, Lupinen, blau 11 bis 11,50, Seradella, alt 15 bis 15,50 neu 11,75 bis 13, Rapskuchen 10,20, Leinkuchen 19 bis 20.
Frankfurter Getreidebörse.
Franks ur t a. M., 12. Mai. Der Markt war gut betucht und es wurde. lebhaft gehan- kdett. Die Preise waren gegen das Ende der vergangenen Woche nur wenig verändert. Einzig Roggen war etwas fester auf größere Rach- frage. Für Futterartikel ist das Interefse nicht mehr so groß, bet eher Äwas schwächeren Preisen. Es notierten für je 100 Kg. Weizen, Wetterau 17,25 bis 17,50, Roggen 15 bis 15,50, Sommergerste für Brauzwecke 17,75 bis 18,50, Hafer, tnläab. 14,25 bis 14,50, Weizenmehl, südd, Spezial 0 26,50 bis 28,25, Roggenmehl 22,50 bis 23,25, Weizen- und Rogge nklere 9,25 bis 10 Mk.
Frankfurter Pferdemarkt.
fpd. Frankfurt a. M., 12. Mai. Die Beschickung des 'lyeute auf dem Gelände des Landwirtschaftlichen Vereins abgebaltenen Pferdemarktes war weniger reichlich, als sonst. Immerhin mochten 350 bis 400 Pferde aufgetrieben sein. Der Besuch durch die Händler war rege, die Landwirte fehlten wegen der dringenden Feldarbeiten gröf> tenteils. Der Markt verlief schleppend. Die Preise waren bei der Herrschenden Geldknappheit gedrückt. Immerhin wurden für gute Arbeitspferde 2000 bis 2500, für mittlere 1000 bis 1500 Mark angelegt. Größere Pserdetransporte gingen rvachRord- deutschland und nach. Bayern.
Frankfurter Schlachtviehmartt.
fpd. Frankfurt a. M., 12. Mai. 2luftridk 338 Ochsen, 71 Dullen, 921 Färsen und Kühe, 368 Kälber, 23 Schafe und 2265 Schweine. Es'wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht Ochsen: vollst. 50 bis 58, junge fleischige 42 chis 48, mäßig genährte 30 bis 40, Dullen: vollst, ausgewachsene 40 bis 45, vollst, jüngere 34 bis 38, Färsen und Kühe: vollst, ausgemästete Färsen 50 bis 57, vollst, ausgemästete Kühe 42 bis 48 ..wenig gut entwickelte Färsen 40 bis 48, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 35 bis 40, mäßig genährte Kühe und Färsen 25 dis 35, gering genährte Kühe und Färsen 10 bis 20, Kälber: feinster Qualität 50 bis 58, mittlere Qualität 44 bis 50, geringerer Qualität 38 bis 42 Schweine: unter 80 Kilo 42 bis 50, von 80 bis 100 Kilo 50 bis 56, übes 100 Kilo 53 bis 56 Mk. Dri allen Viehhaltungen war ruhiger Handel. Schweine hintertiehen lieber* stand.
Büchertisch.
— Diplomatisches Jahrbuch für 1924 (Gothaischer Kalender 2. Tell). Der Verlag Justus P a t h e s hat sich entschlossen, den diplomatischen Anhang seines bekannten Aofka» lenders gesondert herauszugeben. Zu seiner Vielgestaltigkeit, llebersichtlichkeit und, Zuverlässigkeit ist das Jahrbuch unentbehrlich für sämtliche Behörden des In- und Auslandes, für Journalisten, Militärs, Politiker, Handels- und Dankk^rren, Rationalökonomen und Statistiker und darüber hinaus für jeden Zeitungsleser.
XTarzans Rückkehr in denllr Wald. Von Edgar Rice Durrouahs. 17 Dogen. Schöner Halbleincnband mit mehrfarbigem Künstlereinband. (Verlag Dieck & Co., Stuttgart.) Preis 4.80 Mark. Tarzan Band II erschienen! Run ist das begehrte Buch da. Es betitelt sich „Tarzans Rückkehr in den Urwald" und ist noch spannender als der erste Band. „Tarzans Rückkehr in den Ar- Wald" führt Tarzan durchs die weite Welt. Weit und voller Abenteuer ist fein Weg — in die ab- reißende Spanirung getaucht. Amerika — Paris — Algier — die Wüste — das Meer bezeichnen seine Route. Als müder Schiffbrüchiger wird er an den Strand ferner Heimat-Dschungel zurück- geworfen. Befreit vom Zwang der Kulturwelt, nimmt er sein altes Dschungelleben wieder auf, gerät in neue Gefahren und Enttäuschungen und zieht sich schließlich vereinsamt zu seinen Affen zurück. Dann greift die große Welt abermals in sein Schicksal ein. Jane Porter taucht wieder auf Alles in allem ein Dach, das jedem in atem« raubende Spannung verseht.
| 27710 Die feine Zigarette 6 Schloß Amerongen I
Großformat Stück 5/Pfg.
H Rihofa • Zigarettenfabrik. Frankfurt/M, 8 lfr-anhoin?No’nl Deg.Dlasen-i^.Nierenleid.,selbstStein, nlullftoullL Hullll hilft best. Kh(rlssprudel Biskirchen 14


