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®tat>~WOen H.A8hn zeigte sich wiever titt trefflicher Pianist sowohl als Begleiter, wie !auch als Solist. 3n demPerpetuum mobile

Weber und derRhapsodie" von ßifgt konnte man seine ausgezeichnete Technik betoun» Vern, und mit seiner Auffassung brachte er die »Gavotte D-Dur" von Glazounow undSous boiS von Staub zu Gehör. Es ist dies das erste öffentliche Konzert, das der Verein veranstaltet hat. Man kann dem unermüdlichen Dirigienten, sowie dem strebsamen Verein zu dem er,len Erfolg gratulieren und darf wünschen, daß beide auf dem betretenen Weg rüstig weiter schreiten mögen.

Dg. Grvhen-Duseck, 12. Mai. Bei stärkeren Regenfällen haben die Bewohner der neueren Teile unseres Dorfes über bas in den Kellern aufsteigende Grün d- wasser, das mancherlei Schaden verursacht, zu klagen. Um diesem Liebel abzuhelfen, wer­den diese Straßen jetzt an die in den übrigen Teilen des Dorfes bereits vorhandene Ka­nalisation angeschlossen.

4- Allendvrf a. d. Lda.. 12. Mai. Der Dtenenzüchterderein Lumdatal hielt gestern dahier seine Monatsversammlung ab, in Welcher der Vorsitzende Lehrer Adam über den Verlauf der am 3. Ostertag in Gießen stattge­fundenen Ausschußsihiung berichtete und dann leinen eingehenden Vortrag über die Frage hielt: Welche Vorbereitungen hat der Imker zu treffen, ton seine ^jmenvölker zur vollen Ausnützung der Tracht fähig zu machen?" Die Ausführungen des Vortragenden waren sehr belehrend und geigten, tote wichtig es ist. daß jeder Imöer sich einem Imkerverein anschlieht.

tz Saasen, 12. Mai. Unter außergewöhn­lich starker Beteiligung der ganzen Gemeinde und zahlreicher auswärtiger Festgäste fand gestern die Glockenweihe auf dem Veitsberge statt. Das altehrwürdige Gotteshaus, das schwn so viele Jahrhunderte ins Tal grüßt, hatte die Festgemeinde nicht fassen Birnen und so war es doppelt erwünscht, daß das Wetter es erlaubte, die Feier im Freien vor dem Gotteshaus auf dem Friedhof abzuhalten. Zur Verschönerung dec Feier hatten sich die beiden Gesangvereine vom Orte eingefunden und sangen ihre Weisen. Auch wirkte der Pvsaunenchor von Bersrod mit, und Lehrer Huber hatte einen gemischten Chor und seine Schulkinder ebenfalls in den Dienst der Feier gestellt. Die Weiherede hielt Pfarrer M a r g u t h - Winnerod, unser Ortspfarrer, fer­ner sprach Lehrer Huber. Die Schulkinder trugen einige Gedichte vor. So war es eine er­hebende Feier, womit unsere Gemeinde die neue Glocke weihte, die als Ersatz für die für Kriegs­zwecke abgelieferte von Rinker in Sinn in Bronze gegossen wurde. Sie trägt die Inschrift:Rach Krieg und Rot und harter Zeit, ruf ich erneut zur Seligkeit."

StarkenvVrg und Rheinhessen.

* Darmstadt. 11. Mai. (Eigener Bericht.) Ön Gegenwart eines zahlreichen, geladenen Publi­kums wurde heute vormittag das in ein histo­risches Museum umgewandelte Residenz- schloß eröffnet. Um das Zustandekommen dieses bebeutfamen Museums hat sich in erster Linie Graf Hardenberg verdient gemacht, der zu

'Degmn der Füyvmg eine kurze Ansprache Vielt ttnd auf die Idee, die diesem Museum zugrunde liegt, und auf ihre Ausgestaltung hinwies. Die Räume des Schlosses sind im wesentlichen erhalten geblieben, wie sie waren, z. D. der Thronsaal. die russischen Zimmer, das Zimmer der Land­gräfin Karoline usw.; sie bieten an sich schon genug des Sehenswerten, an alten Möbeln und wert­vollen Bildern; aber ihr Inhalt ist noch wesent­lich bereichert worden durch Gemälde, Gebrauchs- gcgenstände und persönliche Erinnerungen an die Fürstlichkeiten früherer Zeiten. Das frühere Ka­binettsmuseum und verschiedene Schlösser haben von ihrem Mobiliar und ihren Kunstgegenständen vieles hergegeben. Gewissermaßen eine Samm­lung für sich ist eine Schau von Uniformen, die einen ausgezeichneten Ueberblid über das hessische Militärwesen der letzten hundert Jahre bis zur Gegenwart gibt, wie sie vollständiger und reich­haltiger nicht gedacht werden kann. Dem alten Heer ist hier ein eindringliches Erinnerungsmal errichtet worden. Einer der Glanzpunkte der Sammlungen ist die Hvlbeinsche Madonna, die jetzt wieder der D^ichttgung zugänglich gemacht ist. Darmstadt ist durch das neue Museum um eine Sehenswürdigkeit bereichert worden, um die es viele Städte beneiden können.

Hessen-Nassau.

fpd. Frankfurts. M., 11. Mai. Ein wckhl einzig dastehender Diebstahl wurde Samstagabend 7* 1/2 Uhr In der Schumannstraße ausgefübrt. Ein Dr. H. fuhr mit seinem Auto vor chie Woh­nung, um etwas abzuholen. Kaum war er aas dem Wagen gestiegen und hatte den Vorgarten betreten, als sich ein Bursche auf den Sitz schwang und mit dem Auto davonjagte. Alte Verfolgungen waren bis jetzt ergebnislos. Das Auto trägt die Bezeichnung I. T. 8793. Auf der Babenhäuser ßanbffra&e, an der gleichen Stelle, wo sich vor zehn Tagen das folgenschwere Autounglück zu­trug. verunglückte am Sonntag vormitmg abermals infolge zu schnellen Fahrens ein hiesiges Auto, das mit höchster Geschwindigkeit die be­kannte Kurve durchraste. Es konnte die Biegung nicht mehr fassen und sauste in den Graben, wo es sich überschlug und die Insassen unter sich beg.ru b. Dabei wurden die Kaufleute Ro­bert Wolpert, Geibelstraße 36, und Salomon Oppenheimer, Grüneburgweg, lebensgefähr­lich verletzt. Der Wagenlenkcr, der Kaufmann Decker, kam mit geringen Verletzungen davon.

Amtsgericht.

Gießen, 6. Mai. Im vergangenen Herbst waren in Lollar Felddiebstähle begangen wor­den, die durch den inzwischen verstorbenen Gen­darmerie-Oberwachtmeister Drück aufgeklärt wur­den. In der nächsten Rächt wurde dem Beamten eine Fensterscheibe eingeworfen. Der Verdacht der Täterschaft lenkte sich auf einen Hüttenarbeiter, der bei der Aufklärung des Felddiebstahls sehr auf Drück geschimpft hatte, zumal er in derselben Rächt in der Rähe des Brückschen Anwesens gesehen worden war. Es kamen noch weitere Derdachtsgründe hinzu, die jedoch keinen vollen Beweis begründeten. Der Angeklagte wurde daher mangels ausreichenden Beweises frei- gesprochen.

Ein Landwirt und Müller aus Gemmelsbach L O. hatte in Al dach zwei Schafherden auf der

Weide. 20 Schafe davon verkaufte er an einen Metzger in Lich, von denen eins, wie sich später hsvaussteMe, räudekrant war. Die Herden wur­den darauf nach dem Seuchenviehhof in Frank­furt a. M gebracht, dort aber für seuchenfrei erklärt und verkauft. Der Eigentümer der Schafe war vorher durch einen andern Kaufliebhaber darauf hingewiesen, daß einige Schafe mit Räude 4 behaftet seien, er unterließ es aber, sich über den Zustand der Tiere genau zu vergewissern. Hätte er das getan, dann hätte er gefunden, daß in der Tat Erscheinungen sichtbar waren, die den Ausbruch der Seuche befürchten ließen. Da er dies jedoch unterlassen und fahrlässig die Anzeige von Erscheinungen, die den Ausbruch der Räude befürchten ließen, nicht gemacht hat, wurde er wegen Uebertretung des Reichsviehseuchenge­setzes zu einer Geldstrafe von 100 Gvldmark verurteilt.

Wegen derselben Uebertretung wurde ein Landwirt aus Rimbach i. O., der seine Schaf­herde auf dem Hofgut Winnerod auf der Weide hatte, zu einer Geldstrafe von 75 Gold­mark verurteilt.

Don der Anklage des Betrugs wurde ein hiesiger Uhrmacher und Gvldwarenhändler mangels ausreichenden Beweises f r e i ge­sprochen. Ein Reichswehrsoldat hatte zwei Trauringe bei ihm gekauft. Später stellte sich heraus, daß die beiden Ringe in der Qualität verschieden waren. Als er von dem Soldaten darauf hingewiesen wurde, lehnte er einen Um­tausch ab mit dem Bemerken, es handele sich nur um einen Unterschied in der Große, und wies ihm schließlich die Türe. Durch die Polizei wurde mit Hilfe der Preisprüfungsstelle die VerschiÄren- heit der Qualität einwandfrei, festgestellt. Der Angeklagte behauptete, es sei ihm lediglich ein Versehen und eine Verwechselung unterlaufen. Das Gericht hielt diesen Einwand nicht für aus- peichend widerlegt und sprach deshalb im Zweifel den Angeklagten frei.

Vermischtes.

Acht Menschen ertrunken.

Reuen bürg, 12. Mai. (Wolff.) Am Sonn­tag kippte auf dem Reuenburger Ser ein Segel­boot um; drei Personen ertranken.

Königsberg (Preußen), 12. Mai. (WB.) Wie derKönigsberger Allgemeinen Zeitung" berichtet wird, brachte am Sonntag nachmittag auf dem Szozz-See bet Sensburg eine Böe ein mit acht Personen besetztes Segelboot zum 'Kentern. Don den Insassen sind fünf er t r unten.

Der amerikanische Weltfllegrr Martin lebend gefunden.

London, 12. Mai. (Wolff.) Reuter meldet aus S e e t l e (Washington), daß der vermißte amerikanische Weltflieger Major Mar- t i n mit seinem Mechaniker bei Port Moller (Alaska) lebend aufgefunden worden ist. Major Martin und der ihn begleitenbe Ser­geant. die von ihrer Unfallstelle zu Fuß nach Port Moller in Alaska gewandert waren, sind nach Washington berufen worden. Ihre Rainen werden mit Rücksicht auf die von ihnen überstan­denen Strapazen auf der Liste der Weltflieger! wetteigeführt. Die anderen drei Flugzeuge haben

Anweisin«, den NlutzMLrWrfchr v-S 2-MSÜS Smith forlzusetzen.

Der fran-Ssische Weltfkieger.

_ Paris. 12. Mui. (Wolff.) Der Flieger d'Otsh telegraphierte um 1.15 Uhr. oaß er in (5 a i g o n gut angekommen ist.

Ein« neue Schatzsucher-Expedition nach den Kokos-Inseln.

Alljährlich rüsten abenteuerlustige, nach Reichtum begierige Männer Expeditionen aus, um phantastischen Schätzen nachzujagen, die irgend­wann einmal verloren oder vergraben wurden. Die neueste Expedition aber, die von Reuhork nach den Kokosinseln abgegangen ist, verdient dadurch besondere Beachtung, daß sie mit den neuesten Mitteln der Technik versehen ist. Der Leiter des Unternehmens, Kapitän Polkinghome, ist von einem Mr. Elahton begleitet, der einen neuen elektrischen Apparat erfunden hat, mit dessen Hilfe es möglich ist, die An­wesenheit von Metall bis zu 65 Fuß Tiefe unter der Erde und unter Wasser sofort festzustellen. Das Ziel ihrer Hoffnungen ist die Kokosinsel an der Küste von Costarica, ein von Schatzsuchern schon überaus häufig heimgesuchtes Eiland. Es gibt nämlich sehr viele Rachcichten darüber, daß Seeräuber und Abenteurer hier ihre Schätze ver­graben haben. So sind die Reisenden im Besitz eines Dokumentes, demzufolge ein gewisser John Keating, Kapitän der BriggMary Dear" 1840 auf der Kokosinsel sieben Dootsladungen von Gold, Silber und Edelsteinen vergraben hat, die er aus Peru mit sich führte. Der erste Bericht der Schatzsucher meldet, daß die Insel gegenwärtig unbewohnt ist und man auch keine Anzeichen für frühere Ansiedlungen findet. Die Pflanzenwelt ist sehr üppig und macht das Graben nach Schätzen sehr schwierig. Trotzdem sind die Spuren der Vorgänger, die kein Glück bei ihrem Suchen gehabt Haven, sehr zahlreich. Man stößt überall auf Löcher, unterirdische Gänge und breite Grä­ben, die von Schatzsuchern in den letzten 50 Jahren angelegt wurden. Diese Zeugnisse fruchtloser An­strengungen so vieler anderer Expeditionen halten aber die neuesten Besucher der Kokosinsel nicht ab, mit ihrem Apparat das ganze Land ein­gehend zu durchforschen.

Geschäftliches.

Die Hugv-Stinnes-Linien in Hamburg geben im Inseratenteil der gestrigen "Stummer bekannt, daß sich am 31. Mai eine ausge­zeichnete Ueberfahrtsgelegenhei t ab Hamburg mit dem DampferGeneral Belgrano" bietet. Dieser große und bequeme Ozean-Passagierdampfer ist für die Beförderung von Passagieren in Mittel­klasse, 3. Klasse und Wohndeck besonders her- gerichtet und bietet aus diesem Grunde alles, was den Passagieren die Ueberfahrt nach Amerika so angenehm wie möglich macht. Rähere Auskunft erteilt die Agentur der Hugo Stinnes-Linien.

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Es hat Oott gefallen, meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater und Großvater

Herrn Eisenbahn - Oberingenieur i. R.

Oskar Klose

nach langem, mit großer Geduld getragenem Leiden heute im 74. Lebensjahr zu sich zu rufen.

In tiefer Trauer

i. N. d. Farn. Elisabeth Klose geb. Noll.

Gießen (Gartenstr. 26), den 12. Mai 1924.

Die Beerdigung findet Donnerstag, den 15. Mai, nachmittags 21/, Uhr, auf dem Neuen Friedhöfe statt

Von Beileidsbesuchen und Blumenspenden bittet man absehen zu wollen. 3933 D

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