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Zigfachsten Folgen, wie CBcrbrenmingen, Lähmun, gen, Rervenchock und Dod zur Folge hoben tonnen.

Michl uninteressant ist es, dah der elektrisch« Schlag auch als Angriffs- und Verteidigungswaffe rn der Tierwelt eine Rolle spielt. Schon Alexan­der von Humboldt hat uns eine überaus anschau­liche Schilderung von den furchtbaren Wirkungen geggeben. die der Schlag des elektrischen Auls yervorruft, und über die Abwehrmahregeln, die Primitive Völkerschaften gegen diese Gefahren treffen. Sie treiben Pferde in die bedrohten Gewässer und fangen dann durch die Abgabe der vielen Schläge erschöpften und nunmehr ungefähr­lichen Tiere.

Die gusamrnenkunft mit Maedonaid verschoben.

London, 12. Mai. (WTD.) Wie Reu­ter erfahrt, wird wegen der Wahlniederlage Poincares die Zusammenkunft mit Mac- douald wahrscheinlich aufgegeben.

Es ist fast sicher, daß eine Zusammen­kunft des britischen und des französischen Pre­mierministers binnen kurzem stattfinden wird. Aber wen» eine neue französische Re-

Preuhisch»Süddeutsche Klassen- lvtterie. Sn der am 10. Mai stattgefundenen Ziehung der 3. Klasse wurden alle Runrmern vmr 1300 000, dre auf die Zahlen 15, 22, 59 enfcn, mit einem planmäßigen Gewinn gezogen. , 1 Der Bezirk Oberlahn des Ver­bandes Stolze-Schrehscher Stenv- graphen hielt am Sonntag in Marburg x nCi* biesiäbrige Tagung ab. Verbunden war bt §rtet, bes 30jährigen Bestehens des I Marburger Vereins. Reben wichtigen Verhand­lungen und Vorträgen bildete den Hauptpunkt der Veranstaltung ein Wettschreiben, bei dem der Grehener Verem nachstehende glänzende Erfolge erzrelte: Abt. 300 Silben: Ehrenpreis Karl Krü- ^5; 22!',2'SLPJfeF ^Erpreis Heinrich Kraus» W' «220 SrDen: Ehrenpreis Otto Schenck; Abt. 180 Silben: Ehrenpreis Karl Reih, 2. Preis | Karl Damm; Abt. 160 Silben: Ehrenpreis Hans Gath, 1. Preis Alfred Röper; Abt. 140 Silben: Ehrenpreis Anton Roth; Abt. 120 Silben: 1. Preis ganS Schäfer, 2. Preis Henny Reih; Abt. 100 Cntben: 2. Preis Toni Roth 3. Preis Alfred Walter, lobende Erwähnung Willy Praß; Abt. 80 Silben: 1. Preis Herbert Hornberger, 2. Vr Franz Kleff; Abt. 60 Silben: Ehrenpreis Marie Schmidt 1. Preise Ellh Roth, Elisabeth Schimmel, Thea Cramer, Gustel Paircrn, Walter Ritter Margarete Debus, 2. Preise Mathilde Staudt,'

Dvtz, Klara Kahn, Karl Duill, Heinrich chert,^ Josephine Hoffmann. Wilhelm Damm, Hans Althaus, 3. Preis Siegfried Kahn. Auster» Jfcem erzielte der Verein Giesten die beste Gesamt- klstung. Sämtliche Preisträger wurden mit Ehrengaben ausgezeichnet. Als Ort der nächsten Bezirkstagung wurde Giesten bestimmt.

''Der neue Henny Porten« Film, der seit gestern unter dem TitelDas Geheim- mS vom Drinkenhvf" im Lichtspielhaus Bahn Hof st ratze läuft, zeigt die schon oft germhmte Kunst der beliebten Filmdiva in diesem trefflich inszenierten Film wieder mal in der an­sprechendsten Weise. Reben der hochstehenden Chavakterlsierungskunst 'derHenny" kommen hier rwch andere, sehr beachtenswerte schauspielerische Leistungen gut zur Geltung, durch deren prächtig vereintes Zusammenwirken ein Filmschauspiel von hervorragender Qualität geschaffen wurde, das auch dem anspruchsvollen Kinobesucher Bestie-

mdel morgen, . . --------**- - ... der Südanlage

in der Rahe des Gymnasiums durch das Musik­korps des 1. (Hessischen) Bataillons 15. 3nf.- unter Leitung von Obermusikmeister Löber statt. Bortragssolge: 1. Armeemarsch II, 145b , Ooh Strauh. 2. Einzug der Götter in Walhall ausRheingvld", R. Wagner. 3. Marsch der norwegischen Jäger, M. Schmeling. 4. Grohe Fantasie aus Verdis OperAida", W. Löber. 5. Marsch derLangen Kerls" aus Fridericus Rex, Ty. Grawert.

der Badewanne vom Tode ereilt. Die Unter­suchung ergab, dah in einem anderen Stockwerk Dauses die Lichtleitung beschädigt war und Anschlutz an eine Röhrenleitung hatte. Beim Versuch, einen^ Hahn dieser Leitung zuzudrehen, leitete das Mädchen den Strom aus der Leitung durch ihren Körper in die Badewanne, die aus Metall bestand und eine gute Erdleitung hatte.

Ein anderer merkwürdiger Todesfall ereignete sich bei einer elektrischen Dahn. Der Führerwagen war stark gebremst worden und auf den ausge­streuten Sand aufgelaufen, so dast er mit den Schienen keine leitende Verbindung mehr hatte. Die elektrischen Teile waren mit Ausnahme der ^^hen ausgeschaltet; diese brannten aber na» turlich nicht, da der Strom ja nicht in die Schie­nen weiterflietzen konnte. Beim Versuch, einen anderen Wagen cm den Führerwagen anzukup­peln, wurde ein Mann getötet, da nun der Strom Es der Oberleitung, durch die Lampen, durch das Gestell des Führerwagens und den Mann das Gestell des Anhängewagens und über dessen Rader in die Schienen floh.

* die Gefahren einer Berührung mit

Hochspannung oder überhaupt höherer Spannung Ä schlechte Erdleitung

Die meisten Unfälle ereignen sich übrigens mcht durch Berührungen mit Hochspannungen^von mehreren tausend Volt, wie sie für die ilefcrlanö- kltungen rtoticb denn diese Leitungen sind durch ihre Lage der Berührung entzogen. Ungleich Kahlreicher smd die Anfälle, die sich bei Derütnung rntt einigen hundert Volt ergeben und die man?

Ausgrabungen in Palmyra.

Wichtige Ergebnisse brachten die im März begonnenen dänischen Ausgrabungen bei Palmyra, tote ein Bericht aus Beirut zeigt. Der dänische Archäologe Sngholt entdeckte in einem Grabe, das aus dem Jahre 115 n. Ehr. stammt, 50 neue In­schriften aus dem 3. nachchristlichen Jahrhundert deren Schrift eine grvtze Ähnlichkeit mit der alten syrischen Schrift zeigt. Auch die Aeberreste eines Hauses aus dem letzten Teil des 2. Hahr- hunderts wurden gefunden, darin prächtige Fres- fen mit Dlumenmotiven, '-wie einige Statuetten vmr Mannern, Hermaphroditen und Tieren Mas-

Lampen und eine Säule mit einem schönen 2$^ nad) dem berühmten Rechtsbuch , dessen erster Teil von dem russischen Fürsten Abamalek Lazarew gefunden wurde

Aus Stadt und Land.

Giesten, den 13. Mai 1924.

Das Landesbank-Notgeld einlösen!

Laut Bekanntmachung tn derDarmstädter oeitung" ist das Rotgeld der Hessischen Landesbank. Darmstadt, aufgerufen worden. ®ie -E inlösungsfrist läuft bis zum 31. M a r, an welchem Tage das Rotgeld ferne Gültigkeit verliert. Bis zum 31. Mai wird es von der Hessischen Landesbank in Darmstadt, Paulus- Platz Rr. 1,_ emgelöst.

, ,, Ausdrücklich fei bemerkt, dast die von dem hessischen Staate ausgegebenen Dollarschatz- anWeisungen und Dollaranleihe noch nicyl aufgerufen smd und nach wie vor als Zahlungsmittel gelten.

tccn habe, mupe er zurNcktrelenl Der Wille des Landes geschehe, der Rationale Block ist tot. <

Der Kommende Mann.

Man hat tn Deutschland noch feinen Grund fiber dar AuSgang der französischen Kammer- wählen vvm 11. Mal Hubelhymnen anzustimmen. Demr die nationalen Parteien in Frankreich, die trüber die auswärtige Politik bestimmten, sind durchaus nicht ganz au s g escha l t e t. Aber als erfreulich ist es zu bezeichnen, dast der bloc national, den M i l l e r a n d bei den Wah­len vom Rovember 1919 zum Siege führte, dies- s.ch lecht abschneidet. An seine SEe wird em anderes Gebilde treten müssen, mit ^an Pvincars oder sein Rachfolger zu regieren hat. Und zwar sind es nicht nur die vier Kammer- gruppen des blvc national, die ihre Macht ab- geben werden, auch die zwei groben auherpatia- mentanschen Verbände, die den Grundstein der bisherigen französischen Reparationspolitik bil­deten, verlieren ihre unbedingte Herrschaft. Cs sind dies die action nationale röpu- ! blicatne und der Parti bemocratique et sozial. Erstere hat als Präsidenten Arago, weshalb auch die Anhänger des bloc national scherzweise in parlamentarischen Kreisen als .Aiagoins" bezeichnet wurden. Dieser graste poli­tische Verband stellte 1919 die Verbindung aller .Parteien her, die den sog. bloc national schufen. Der Verband ist durch den scharfen Linksruck der neuesten Wahlen so gut wie g e s p r e n g t.

Der andere Verband der Parti repudlicain I bemocratique ct social hatte als Präsidenten «Honnan, Paincares eigentlichen Wahlfächer, mnd als Sekretär Mamelot. Viele der beben» IterbfAn Persönlichketten des früheren Parlaments gehörten diesem zwetten, im Jahre 1920 gegrün­deten Verband ant so Louis Darthou, Po in- carhS Sachwalter in der Reparationskommission Aaoul Peret, Charles Deibel. Henry Che- pn, de Selves. Es sind das jetzt alles, par­lamentarisch gesehen, gefallene Trösten. I ;Scr letztgenannte Innenminister de Selves scheint I ibie Götterdämmerung seiner Gruppe geahnt zu Haben. Er sagte, die Linksentwicklung des Paria» I inentS stamme aus dem Auf steigen einer Welle I «ym Grunde her. Das heistt also wohl, das ifran- höfische Doll wünscht in seinen breiten Schichten I Den Um sch toung der bisherigen Regierungs- polttik, und der PariserQuoditten" übertrieb I sticht, als er schon in der Rächt von^Sonntag auf I ^Montag Flugblätter mit der dreimalfetten Heber» I Schrift herausgab: Der nationale Mock ist ver­nichtet!

Nachklänge znm Httlerprozeß.

München, 12. Mai. (WTD) Wegen Bei- Yiffe zum Hochverrat, zusammenhängend mit dem Hitlerputsch, wurden vom Dolksgericht München Kapitänleutnant Hoffmann Leutnant zur -See Baldenius, Leutnant Reiner, Hauptmann sämtlich autzer Dienst, Hauptmann Schreck, Apotheker S t ratz er ° Landshut und der Student Rei nhardt zu der Mindeststrafe von einem Hahr und drei Monaten Festung und zwei Angeklagte austerdem zu Geldstrafen veruiteilt. Allen wurde Bewährungsfrist bis zum 1. Mai 1928 bewilligt.

Kleine politische Nachrichten.

_ Der amerikanische Hnterstaatssekretär der Marine Roosevelt bestätigte in einem Be- I richt an die Flottenkommission, dah die M a r i n e- I ft r e 111 r ä f t e Amerikas, Englands und I Japans m einem Verhältnis von 4:5:3 ftän- I den, anstatt wie im Washingtoner Vertrag fest­gestellt, im Verhältnis von 5:5:3.

v Königspaar von Rumänien, das tn Dover an der Landungsstelle vom Prinzen Wales begrüßt wurde, wurde auf Waterloo- Station in London vom Konigspaar, Mac- donuld und Henderson empfangen. Die Fürstlich­keiten wurden auf der Fahrt zum Buckingham- Palast von der Volksmenge begrüßt; auf dem ganzen Wege bildeten britische Truppen Spalier.

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3n Moskau fand vor dem Gebäude des Volkskommissars für auswärtige Angelegenheiten bie Enthüllung eines zur Erinnerung an den in Der Schweiz ermordeten Worvwski errichteten Denkmals statt. Organisierte Arbeiterzüge ver­suchten vor der deutschen Botschaft zu demonstrie­ren. Tie Straste war jedoch polizeiliche abgesperrt, ben; ^Er welchen physiologischen und Physika» lischen Bedingungen z. B. eine Lähmung oder

Tod emtntt Die Gefährlichkeit der Elettri- uat erster Linie von ihrer Spannung

- ' Spannung von 4 Volt, wie sie etwa erne Taschenlampenbatterie hat, ist natürlich unter keinen Bedingungen lebensgefährlich ebensowenig erne solche von 10, 20 ober 30 Volt. Die geringste bisher ein tödlicher Unfall beobachtet worden ist, dürste bei etwa 60 Voll liegen. Im allgemeinen sind jedoch noch Span­nungen von 110 oder 120 Doll, die unsere Licht- kttungen gewöhnlich führen, ohne irgendwelche Schädigungen zu ertragen. Eine wesentliche Rolle spiell dabei der Widerstand, den unser Körper dem Durchgang des Stromes bietet; ist dieser Widerstand besonders klein, wie es z. D. der Fall ist, wenn man feuchte Hände hat, und stehen auch die Fühe in gut leitender Verbindung mit her Erde, so fließt ein so starker Strom durch len Körper, dah der Tod eintreten kann. So ist es vorgekommen, dah eine Reinmachefrau beim Aus­schrauben einer elektrischen Glühlampe vom elek­trischen Strom getötet wurde, obwohl sie nicht einmal die Metallfassung berührt hatte. Der Grund war der, dah das Glas der Birne, das an sich em vorzüglicher Isolator ist, stark ange­feuchtet und dadurch leitend geworden war. An­dererseits stand die Frau mit blohen Fühen auf Dem gleichfalls feuchten Fußboden, der dem Strom eine vorzügliche Erdleitung bot

(Sin besonders trauriger Fall ereignete sich vor einigen Zähren in Wien. Ein junges Mäd- .öjen wurde Lhne zunächst erkennbare Ursache in

Unfälle durch Elektrizität.

Ao« Paul Kützermann.

_ Die^Elertrtzität ist unser tägllcher Bereiter - Durchs Leben: sie ist uns fast ebenso unentbehr- Lh geworden, wie innere Kleidung ober unsere Aahrung; aber ein unheimlicher Geselle ist sie deshalb doch! Zwei Metzalldrähte sind ausge- spannt, die sich in nichts unterscheiden. Wir tön- een ihnen unsere Hand bis auf Millimeter Ent­fern ung nahem, ohne irgend etwas Auffallendes ru_ bemerken. Berührt mau einen der Drähte, so spurt man nichts, als höchstens ein ganz unbe­deutendes Gefühl der Käste; berührt man jedoch Mtan auch den anderen, so tritt ein eigentümlicher Rervenrriz ein, der .elekttffche Schlag", der emst- liche Eesundhritsstörungen, ja den Tod, zur Folge haben kann.

Ein erhitzter Gegenstand sendet Wärmestrahlen aus und warnt uns so vor feiner Berührung. Sie Elektrizität warnt bagtgen nicht; sie straft sofort. Man kann es verstehen, dah v)r hundert Huhren einet der bahnbrechLnden Sxperimenttr- ^ren äuherte, »dah er nicht um ein Königreich E Wiederholung eines elektrischen Schlag es den er empfing, erdulden W. Man lernt auch den Mut eines Franklin bewundern, der als Erster seine Bersuchsdrachen in die Gewitterluft aus- steig-n lleh und durch Junten, die er aus dem Ende der Schnur erhlell, den Bttmäs für die elektrische Matur Les Gewitters erbrachte

Trotz eingehender Äntersuchungen an Hand bet ^hlreichen Unfälle durch Slekttizität konnte vis heute noch nicht einwandfrei festgestellt wer-

Der Quotidien ist das Presseorgan der bür­gerlichen Radikalen, der alten Partei ©lernen» ceaus. Sie bildeten einst den Grundstock der sruksbürgerlichen Mehrheit und nut, weil sie bei den nationalistisHen Wahlen des Jahres 1919 ubemtten wurden, setzten sie sich mit den Svzial- oemofraien und Kommunisten zusammen in dic Opposition. Der Führer der bürgerlichen Radi­alen. der vierschrötige Bürgermeister von Lyon, He r r i d t, wurde von dennationalen Par- teien trotzdem sehr geachtet und an Berbern eefürchtet. Denn er kündigte der bisherigen Re- gierungsmehrhett stets sehr drastisch ihr baldiges Verenden an. Richt ganz unbewußt spielte er sich m Gegensatz zu den gepflegten Bourgeois ber3 nationalen Blocks auf den Mann des Dolles brnaus. Mit seiner hohen schwarzen Mähne über >ni quadivrtischen, starken Schädel, mit seinen saloppen Korkzieherhvsen und der harten Sprache des Südens ist er der rechte Vertreter des kleinen Mannes, des Groschrnrenttrers der Pro­vinz. Der kleine Mann in Frankreich hat dem herrschenden System einen wohlverdienten Tritt gegeben. Oder, wieEre Douvelle", auch em Blatt des kommenden Linksblocks, es ausdrückt: Die Elend en, die versucht haben, Frankreich zu rumieren, find vom entrüsteten Volke Vertrieben worden."

Wird sich dieDertreioung" in einem regel- Töfjtcn Regierungswechsel auswirken? Der bereits genannte Quvtiüien schlvh seine erste Betrach- ! tungber Wahletgebniffe mit den Worten:Meine Herkm Präsidenten, verschwinden Sie.'" Bei M i b- tergnb ist diese Aufforderung insofern sofort verMndlich, als dieser Präsident der Republik es toar^der vor 4 Jahren den jetzt zusammenstürzen- -oen nationalen Block zimmerte Aber Pvin- ear e? Er trieb die Leute vom blvc national wie Kälber zur Schlachtbank" (Herde in der Dictoire). 1 ®r hvlle die Mehrheit, die er zu seiner Ruhr» und Reparationspolitik brauchte, immer nur aus die» fen Block heraus. Glaubt er nun, mit einem ganz anderen Instrument weiterspielen zu kön­nen? Schon die nächste Stunde kann bie für Deutschland schicksalsvolle Entscheidung bringen.

Britische Prcssestimmen.

London 12. Mai. (WB.) Die Abendpresse v^kundet im Sperrdruck, dah Poincarö ge­schlagen sei, und baS erneute Fallen des Franken wird tn diesem Zusammenhang viel deachlt^ und dahin ausgelegt, dah die Geldmärkte einer kommenden Veränderung Rechnung tragen.

Eine Meyrhett des Blocks der Linken bedeute ente Aenderung der Ruhrpolitik Frank­reichs.Manchester Guardian" schreibt, wie auch immer das Ergebnis tn den französischen /B^len sei, Pvin car 6 werde ein Fattor in der fvaii3ofifd}CTt Politll bleiben. Er werde sicher tiztitgltto der neuen französischen Kammer sein und in A^iAn politischen Fragen bei weitem ihr wich- tigstes Mitglied. Jede Regelung des Duhrpro- blems, Die er empfehle, werde von Frankreichs an» gemmunen tocröen. Keine Regelung, der er sich nachdrücklich widersetze, habe viel Aussicht auf An­nahme.

I Werden, um den neuen französischen Minister- I ^unÖ ruhestörenden Lärms oder Verübung Präsidenten Zeit zu geben, sich zu unterrichten. £??Cn ^"fugs) erfüllt. Die Polizeibeamten * slnd angewiesen, dagegen einzuschreiten.

" Ermäßigungen bei der Son-

Auch dasEchv de Paris" wirft die dersteuer vom bebauten Grund- ÄSb°Nd können Attrentnern. Sozialrentnern >nach Chequers begeben Eoime^ Das Blatt sonstigen auö öffentlichen Mitteln unter» ! weist darauf hm, dah Baldwin anlählich der setzten Personen auf Antrag gewährt wer- P^rlamEwahlen in England unter den den. Der Antrag ist bei dem zuständiqen STÄ,: rcr cne iur52 nicht zu übernehmen. DasEcho de Paris" Darllgung des Sachverhalts und eine Deschei- widerspricht denmi, die erklären, es solle in Che- ni9un9 der Bürgermeisterei enthallen, dah quers keine offiziellen Verhandlungen eingeleilet der Antragsteller Anterstützuna beziebt werden. Dagegen könne man zwei Argumente ** Anlagenkvnzert findet m Erbringen. Einmal smen die intevalliierten Ver- Mittwoch, nachmittags 6 Llhr, in her ©übt bie ^ie Konser«rz am 19. Mai ein- in der Rähe des Gymnasiums durch das r h o Sweiselsvhme von dem Londoner Kabinett | korps des 1. (HessischenI »atninmrÄ überstürzt worden. Mit seinem Brief vom 21. April habe PoinoarS sich zugunsten eines vorherigen Studiums des Eachverstän- digenplanes durch die Reparationskommission aus­gesprochen. Wenn er also nicht nach Chequers gehe, kehre er z-u ferner ersten These zurüch. Dann müsse man ferner hervorheben, dah die Wahlen vom 11. Mai den Hoffnungen entsprächen die man von britischer Seite auf sie gesetzt habe. Es beständen also viele Illusionen über die Auhenpolitik der neuen Kammer. Auch aus diesem Grunde sei eS gut, abzu warten. Dis Entscheidung über diese Frage werde der heutige Ministerrat bringen.

titgimg gewähren kann. Ein gutes -Beiprogramm gibt der Vorführung des Hauptfilms eine sehr vorteilhafte Umrahmung.

rvoriwtizen.

für Dienstag. tabttbeater: 1 älhrDer Mustergatte". - Rundfunkhaus, Loberstrahe: 81/« Ubr Lieder- uud Arien-Abend. - Lichtspielhaus Dahnhof- strasze. Henny-Porten-FilmDas Geheimnis vom Brintenyof . - Palast-Lichtspiele:Im siebenter' Himmel .

Sängerkranz. Mittwoch abend 2Iup führung des OratoriumsDie Schöpfung" (Siebe Anzeige.)

Evangelischer Bund. Donnerstag abend in der Stadtkirche Familienabend mit Vor­trag. (Siehe Anzeige)

Radio-HalleKirchenplatz9 Wb abendlich SV2 -Uhr Konzert. (Siehe Anzeige)

Die kameradschaftliche Ver- fin igungehemaliger 118er wird morgen (Mtttwvch) abend 8Vx Ubr imDarmstädter HausWalltoistr. 6, wieder eine Monatsver­sammlung halten. Rach Erledigung des geschäft­lichen Tests, der sich besonders mit dem für den 26- und 21. Juli geplanten groben Verbaudstag beschäftigen wird, hält Professor K o v b einen gemeinverständlichen Lichtbilder-Vortrag über den Alond. (Siehe gestrige Anzeige.)

/-Die Wahrheit über die Marne­schlacht 1914. Einen Vortrag über dieses in­teressante Thema kann man am Freitag nächster Wvche. abends 8tz'i älhr, in der Aula der Uni- versitat Horen. Oberstleutnant a D. v. Hagen- Darmstadt, den der Deutsche Offiziers'-Bund als ZAner gewonnen hat, gehörte z. Z. der Mame- Sctzlacht dem Groben Hauptquartier als General- stabs-Offizler an, und ist daher mit am besten in der Lage, dasRätsel der Marne-Schlacht" zu losen. In seiner letzten Stellung war Herr v. Hagen Chef des General-Stabes I V. A.-K. Licht­bilder werden das gesprochene lDort ergänzen.

Landkreis Gieren.

** «Störungen der Ruhe und OrdnungdurchMusizieren usw. Das Polizeiamt 'weist darauf hin, dah anhaltendes Musizieren, insbesondere Klavierspielen, Spie-- lenlassen von mechanischen Musikapparaten (Grammophonen u. dergleichen) im Freien oder bei offenen Fenstern meist eine erhebliche De- t w , lästigung der Rachbarschaft bildet und häufig

g r e r u n g ihr Amt autritt, so muh die Zusam- den Tatbestand des § 360, Ziffer 11 des menkunst notwendigerweise anfgeschoben Reichsstrafgesetzbuches (ungebührliche Erre-

* Heuchelheim, 11. Mai. Das Ehren­mal für die Gefallenen des Welt­krieges wurde heute unter starker Beteiligung ber Einwohnerschaft eingeweiht. Ein langer Fest- jug bewegte sich um 2 älhr vom neuen Schulhaus aus durch das Dorf. Die hiesigen Vereine, die Hinterbliebenen der Gefallenen, die Schuljugend, der Gememdevorsland usw. nahmen am Zuge teil, die Kapelle des (Siebener Bataillons spielte Trauermarsche. Rach dem Eintreffen auf dem neuen Friedhöfe sprach eine Schülerin ein Fest- Sedicht. Der Vorsitzende des Denkmalsausschusses Kreiling dankte hierauf allen denen, die zur Errichtung des Denkmals beigetragen hatten, be­sonders auch dem Gemeirrdevorstarch für die Her- gäbe des Platzes und den Vereinen für die starke Beteiligung bei der heutigen Weihe. Darauf fiel die Hülle und das Denkmal zeigte sich als ein schlichter und doch recht geschmackvoller DenMein aus Muschellall, der die Ramen von 129 Toten auS unserem Orte trägt Bürgermeister Krei­ling übernahm das Denkmal in den Schutz der Gemeinde; er betonte, dah durch die Errichtung des Denkmals eine Dankespflicht gegenüber den toten Helden erfüllt worden sei. Die Weiherede hielt Pfarrer Dorr. Das Vorblid und der Geist der Gefallenen, ihre Treue und Entsagung solllen lebendig bleiben in der Gemeinde und im Deut­schen Volke. Lehrer Reidt sprach dann im Ramen der Mitkämpfer, Sekretär Benner für den Reichsbund der Kriegsbeschädigten. Der Kirchenchor und die GesangvereineLiederkranz". Germania", undTeutonia" trugen Trauerchöre vor. Dann erfolgte die Kranzniederlegung durch Sekretär Denner für den Reichsbund der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen, durch Rektor Schmidt für den Kriegerverein, Alt­rechner D v l k m a n n für die Kriegsveteranen von 1870/71, Bürgermeister Kreiling für die Ge­meinde und durch die Vertreter der genannten Gesangvereine. Mit Choralmusik schloh die wär- dige Feier.

* Grvhen-Linden, 12. Mai. Der ©c« sangverein Germania gab heute nach­mittag in der Turnhalle ein Konzert, das gut besucht war. Der Chor, etwa 60 Sänger, verfugt über ein gutes Stimmenmaterial, und Herr Georg Harnisch, der Dirigent des Vereins, hat e5 verstanden, dasselbe so zu schulen, dah es sich hören lassen kann. Die Basse haben einen vollen, schönen Klang und auch die Tenöre Hingen, wenn sie nicht allzusehr forcieren, weich und angenehm Am schönsten tarnen sie zur Geltung in derWald­andacht" von Abt und'inIch hört' ein Vöglein pfeifen" von Schauh. Von den übrigen Choren gefielen besondersRheinglaube" von Sonnet, Abendfeier am Meere" von Werth und Die Abreise" von Schauh. Als Solisten wirkten "mit: Konzertsänger E. Laux-Siegen und Pianist I. Hahn- Gießen. Herr Laux hat eine sym­pathische, schon ausgeglichene Daritonstimme Sehr gut gelang ihm das im zartesten Pianissimv gehalteneWiegenlied" von Schubert. In den Wagnerschen Liedern, sowie inDrei Wanderer" von Herrmann war ihm Gelegenheit gegeben, seine biegsame Stimme auch in den stärkeren Lagen

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