Ausgabe 
12.11.1924
 
Einzelbild herunterladen

Seltsame Flitterwochen.

Roman von Arnilb Fredericks.

44. Fortsetzung (Nachdruck verboten.)

Stapleton ging zum Schreibtisch hinüber u d nahm dos Päckchen Banknoten. .Hier ist eS," brummte er.Ich verlasse mich darauf, datz Sie mir gegen diese Summe baldigst Bescheid sagen, too ich meinen Sohn wiederflnde."

Spätestens in einer halben Stunde, vorauS- t natürlich, dah meine Flucht nicht verh.n- wird."

Cs wird nichts unternommen, ehe ich mei­nen Jungen wieder habe. Nachher re}c ich, tixn.t nötig, weitere hunderttauserrd Dollar auS, um Sie vor den Richter zu bringen."

.DaS [fegt ganz im Rah nen unserer Verein- barung. 3m Augenblick, in dem Sir die Adre se erhallen, sind Sie von jeglicher Ve.pflich u g mr gegenüber frei. Kann ich daS Geld nachsehen?" Er streckte die Hand au$.

Stapleton legte daS Geld hinein. .Zählen Sie eS nach und überzeugen Eie sich, dah Sie den verlangten Betrag erhalten haben," brummte er.

Ter Erpresser setzte sich ganz kalt und be­gann, die Scheine zu zählen. Sie lauteten alle auf hohe Beträge, so erforderte daS Nachzählen nur ganz kurze Zeit. Als er fertig war, steckte der Marrn daS Bündel Noten sorgsam in e.ne Innentasche und stand auf.

Ter Betrag stimmt. Herr Stopltton," sagte er. .Gestatten Sie mir, Ihnen angcrejmen Abend zu wünschen." Gr verbeugte sich, setzte den HuL auf und entfernte sich, ohne Zeit zu verlieren.

an oer yausiurc iap er ratch auf tue Uhr, dann ging er eiligen Schrittes die Strotze hinauf, dem Triumphbogen zu.

Die zwölf breiten Strahan, die vom Plate de l'Gtoile ausgeh.m, erg'.ä z en im Scheine der Lichter unzähl.ger Autcmobile, die kamen und gingen, wie grobe Leuchtkäfer

Der Erpresser Hieb an einem Punkt zu äuherst am Rand deS gepflaster en, runden Fuh» steiges, der den Bogen umgibt, stehm und war.ete. den Blick auhnerfam auf den breiten Strich ter ChampS ElysheS gerichtet.

Kurze Zeit nur stand er so, starr, unbe­wegt. Plötzlich loste sich auS der Reihe der Ge­fährte ein grober schwarzer Reimv-gen uib näherte sich der Rundu rg. Der Mann traf dem Gehweg erhob die Hand und machte eine kurze Bewegung Der Wag?n fuhr an die Strab.m ei.e und hielt erbtbrnd nur den Bruchteil einer Se­kunde still, den der Erpresser brauch e, um h n- einzuspringen. Noch ein Augenblick rutb er war­um den groben Dogen gefahren und flog die Avenue du Bois de Dvulog .e hinaus.

Dicht dahinter tarn ein zwttter IDagon, der wie der- erste auch nur einen Insassen hatte. Mit kaum zwanzig Meter Abstand zwi ch?n den beiden Maschinen rasten sie die breite 6trabe gegen die Kreuzung mit der Avenue Malakoff nunter.

3n einigen Augenblicken hatten beide sie er­reicht. Hier jedoch trennte t sich ihre la: Der vordere Magen schwe.ikte in kurzem, gosäh lichen Bogen in die Avenue Malakoff ein und fuhr wie der Wind südwärts. Der zweite Wagen fuhr gegen die Porte Dauphine weiter. Als er die Kreuzung mit der Avenue Malakoff durch-

MMI IIIHill Hl rnntniL JTnn~ >v>n

fuhr, breit der uxrgcnyuoner, vom ürrapen un- brrn.-rkt, ein längliches 'chwurzeS Ding gegen den südlichen Himmel in die Höhe und h.ett eS so unbeweglich, Hs sein Wagen im Schatten der» Bäume gegen Werten zu urrterge auch! war.

Genau an der Avenue Malakoff stand ein dritter Wagen, vom Gang deS starken Motors in seiner ganzen Länge durchgeschütlelt und durch- gerüttdt. Zwei Männer laben auf dem Rück­sitz Einer war damit beschäftigt, ein entferntes Fenster an der Hinterseite eine- Hauses der Avenue Kl.bnt mit einem Feldstecher au b?obach­ten. Der andere sah scharf auf die Straste vor ihm.

Plötzlich wandte sich der Mann mit dem Feldstecher um und zeigte auf den Wagen, der eben.-. der Avenue du BoiS de Boulogne aus Sicht verschwand. .Ra'ch dem nach," rief er.

Das Qhito jag c vorPäickS w.e ein Re tttpferd unter der Peitsche und raste gleich darauf in Heister Verfolgung die Avenue hinab.

Der vordere Wagen fuhr mit voller Kraft, aber der andere, der ihn verfolgte, war offen­bar noch raschor.

Langsam rahm der Abstand, der sie trennte, ab. Der Mann im ersten Auw sprach ruhig mit seinem Chauffeur, und der grobe Wagen schob mit frischer Kraft davon.

Bernet, der mit der Verfolgung beauftragt war, fluchte innerlich alS er feine Beut; sich von ihm entfernen sah. Jedoch vertraute er der Schnelligkeit seiner Maschine und spornte auch seinen Wag.trlrnker an, noch mehr l-e.uuszubo en.

Die beiden fuhren einige QHeilen so draus los, ter Hintere Wagen kam langsam, trotz größter Anstrengung des vorderen, näher. Sie waren außerhalb ter Ilmwallung und nun im Bois te

'Boulogne uno mit Den weniger oeraönnwn ou*» f)cn vor sich schien die Jagd lang ttxrrtcn zu rooUat

Zu Bernets Dertvun.erung verlang ^eter vordere Wagen n.uh und nach leine Geschwindig­keit 3n einem Augenblick 'uhren die Leute de» Präsekten Daneben der und batten ihre Revolver auf Den einzigen Insassar gerichtet

..Ergeben Sie sich," schrie Bernet, .Sie sind mein Gefangener?"

Der Mann im anderen Wagen sah auf und steckte in aller Gemütsruhe eine Zigaette an. .Sind Sie Räuber, meine Freunde?' fragte oi ruhig.

Der Detekttv war über-ra'cht Die beiden Wagen standen nun auf der Seite der Str-atze still. .Nehmen Sie ihn fest," sagte er rach zv seinem Begleiter.

Dieser kletterte in den Wagen Der Jn'ar. wehrte sich nicht.WaS wollen Sie von mir, meine Herren fragte er mit spötti'chem Lächeln .Meine Uhr mein Geld?'

.Dor allem die Lasch mlarnpe.' etwider'e d.'i Detektiv, .mit der Sie das Zeichrn ga en."

Der (Diann sah iht erstaunt an ..Was tagen Sie, Monsieur?" irag;c er. »Soll da» ein Scher fein?".

Bernet fühite fich nach und nach .in wenig unsicher- Dieser Mann schie-. ke. esu-egs dem Verbrecher zu gleichen, wie er sich t n roigcftcllt hatte. Es mar ein glathxilierlcv junger Mann elegant g kleitet und ganz cssen itz'.li tz et t Eh en- mann. .Leugnen Sie" fragte der Detektiv. ..dar Sie kurz vor Durchqueren iter Avenue Malakof ein blaues Licht gegen die Aoenu. Kleber auf- blitzen lieben?"

(Fortsetzung folgt.)

Garantiert unschädlich

verschieden ist.

Zweites Konzert

Statt Karten!

uch nach ts.

Nach kurzem schweren Krankenlager verschied heute

mittag 1 Uhr mein innigstgeliebter Mann, unser guter 1 n m 1%

r und Schwiegervater ö OIeIiiPIiB

Herr Wilhelm Frey 11 CPP,UIIC

Fabrikant M Vorlagen,Chaiselongue-

nachmittag

Vater

Werke vöd Corelli, Bach, Mozart Reger und 8uk

Alter von 50 Jahren.

im

und Tischdecken

gegen Vorzeigung des Ausweises.

! mifnrofnffo Vortrags-Vereinigung Gießen

Lutl 3 U I V lU I IU (Goethe-Bund, Kaufm.Verein, Ortsgewerbe-Verein)

Karl Gass.

Berta Frey

Lang-Göns, den 11. November 1924.

Donnerstag, den 13. Nov. 1924, abends 8/4 Uhr

in der Universitäts-Aula

8709d

Feld. Kennstiel

PlockstraBe 1416

lief-r« fr. jeder gewünschten Ausstattung stilrein und r______ . 1Cqc

preiswert die Brühl'sche Univ.-Druckerei, R. Lange. rörnSprßCnOr 1DOD

Gegründet 1875

Volkshochschule Metzen

8890c

Q 3

in reicher Auswahl sssoa

Tapetenhaus

__

Tieferschüttert teilen wir Verwandten und Bekannten mit, daß mein lieber, unvergeßlicher Mann, unser treusorgender Vater, unser lieber Sohn, Bruder, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel

Wieseck, den 11. November 1924.

Die Beerdigung findet Donnerstag, den 13. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause Gießener Straße 117 aus statt. sstsd

-i

Buchen« Eichen- und Nadel-Vrknnholz sowie Hau spane liefert 8S«9D Jul. Wellhöfer Marburger Strotze.

In tiefer Trauer:

Frau Anna Frey geb. Dietz Luise Gass geb. Frey

In tiefem Schmerz:

Frau Lina Kling geb. Strack und alle Angehörigen.

Irnnsmifflonsloger töne. M? und Hiemeufdjeiüen zu verkamen [S4S3D Lchulstratzc 7.

Grüne Heringe Schellfische

Kabeljau Seelachs Br ätsche 11 fische liolEungen

Schollenc 1 laafelchen treffen lägt, in nur ntr. C-uaL e n in ter Hamburger Fisclihdlg- A. Koch Nachtlgr.,

Schul|tr.1ll^el.16lL

SüiellML o. 8. Sateiiau o. 8. Seeiaflis o. 8. SkcMl o. 8. SKDloleletts fiilSe Bötlinge ieinftc totoea ul"', cinvncblt zu billigen Preiieu C. G. Kleinbean

Bahnhofstratze 59. Telephon 66. ***0

§i:6ilz-ii.PolmM-SporteeiiGi!88il922 Femspr. 3oi Geschäftsstelle Kreuzplatz 11 fsrnspr.30 Ansserordentl. Generalversammlung am Donnerstac, LV. Not., Im Hotel Lenz. abd*. 8 Uhr Tagesordnung: Berichtigung der Satzungen. L.V.-Prüfungs- bericht. Verschiedenes. (016971] Der Vorstand.

_,Stelnm8tZ!n8ist8r

heute früh 7,3 Uhr im Alter von 58 Jahren infolge eines Schlaganfalles

Emvfcble frische

SAllMe goüeljan 5eeln®5

LoIüüM ÄWi zu sehr billigen Preisen, oissto Georg Waltofels gegenüber der Snaelahotheke.

FintrittskArten- Mk. 5.-, 4.-, 3.- und 2.- bei Ernst E.inirillbKdl teil. rhallipr und abends an der Kasse

Studenten karten Mk. 1.- nur beim Hausverwalter der Universität

Die Beerdigung findet Donnerstag, den 13. November 1924, nachmittags 2 Uhr, statt.

8897D ,____________________

Gießener Konzertverein

Sonntag, 16. November 1924, nachm. 5 Uhr, in der Universitäts-Aula

Riele Queling

(Violine) aus Köln

Am Klavier: Hans Altmann aus Frankfurt a. M.

n Montag, 17.Novbr., Ja ^<'abös. 7 Ufor, eröffnen /m /vyvoXx In der Bezirks- - Westanlage,

g neben d. lauf. Kursen

nn öcr Babelsberger.

schen Kurzschrift einen

Ansängerlehrgang in der Reichskurzschrift fürDamen U.Herren. Unterrichtsgeld I0M. Anmeld, an Herrn Franz Honstein, Wilhelm- stratze 6, Herrn Richard Hasenkrug, Kaiser­allee 22 ob. zu Beginn des Unterrichts erbet (Babelsb. Stenogr.-Verein von 1861 und Damenverein (Babelsberger.

Lichtbildervortrag des Herrn Dr. Alfred Koeppen

Privatdozent an der Humboldt-Hochschule Berlin

Wilhelm Busch

der Meister des deutschen Humors

Eintrittekarten in der Musikalienhandlung C h al Her für Mitglieder zu 0.75 Mk. vro Platz gegen Vorzeigen der Vor­trags-Ausweiskarte und nur im Vorverkauf: für Mchtmit- glieder zu 1-50 Mk. Studentenkarten zu 0./5 Mk. gegen Vorzeigen der Studentenkarte bei Herrn Ha UaverwalterRitter.

Die lacht der llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll^ Finsternis llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll nach dem bekannten Schauspiel von Leo Tolstoi IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIHIII

Der große Film von Sünde, Reue und Erlösung, dargestellt von den ersten Mitgliedern des Mos­kauer Künstlertheaters.

Außerdem:

Fix und Fax als Arbeitslose lllllllllIHllllllllllllllllllllllllllllUmillHIHHIlHmillllllllllHIIIIIlllIHHIIIIII Hess. Bilderbühne

Todes-Anzeige.

Am 11. November verschied nach kurzem, schwerem Kranksein unser verehrter Chef Herr Fabrikant Wilhelm Frey

Wir verlieren in dem Entschlafenen einen treu­sorgenden und stets wohlwollenden Arbeitgeber. Ehre seinem Andenken!

Die Angestellten und Arbeiter der Firma Wilhelm Frey.

Lang-Göns, den 12. November 1924. 016981

mj/ WASCHE MIT

Meine

SM-1IW sind erstklassig und preiswett.

Empfehle gleichzestig mein reichhaltiges Lager in Regula­toren, Tisch-Ahren Wecker- u Kuchen» übten, Metall-, silberne u. goldene Taschen- u. Arm­band - Uhren für Damen und Herren, v. llaminla Marktplatz.

4 Vorträge über 8767c

Kant

von Universitätsprofessor von After.

Beginn: Donnerstag, 13. Nov. 1924, abends 8 Uhr, Ober-Nealfchule, (Eingang Bismarcksttatze).

Einlaßkarten für sämtliche Abende Mk. 1.50 (für Hörer und Mitglieder 1 Mk.) in den Kursen und am 1. Abend