Seltsame Flitterwochen.
Roman von Arnilb Fredericks.
44. Fortsetzung (Nachdruck verboten.)
Stapleton ging zum Schreibtisch hinüber u d nahm dos Päckchen Banknoten. .Hier ist eS," brummte er. „Ich verlasse mich darauf, datz Sie mir gegen diese Summe baldigst Bescheid sagen, too ich meinen Sohn wiederflnde."
„Spätestens in einer halben Stunde, vorauS- t natürlich, dah meine Flucht nicht verh.n- wird."
„Cs wird nichts unternommen, ehe ich meinen Jungen wieder habe. Nachher re}c ich, tixn.t nötig, weitere hunderttauserrd Dollar auS, um Sie vor den Richter zu bringen."
.DaS [fegt ganz im Rah nen unserer Verein- barung. 3m Augenblick, in dem Sir die Adre se erhallen, sind Sie von jeglicher Ve.pflich u g mr gegenüber frei. Kann ich daS Geld nachsehen?" Er streckte die Hand au$.
Stapleton legte daS Geld hinein. .Zählen Sie eS nach und überzeugen Eie sich, dah Sie den verlangten Betrag erhalten haben," brummte er.
Ter Erpresser setzte sich ganz kalt und begann, die Scheine zu zählen. Sie lauteten alle auf hohe Beträge, so erforderte daS Nachzählen nur ganz kurze Zeit. Als er fertig war, steckte der Marrn daS Bündel Noten sorgsam in e.ne Innentasche und stand auf.
„Ter Betrag stimmt. Herr Stopltton," sagte er. .Gestatten Sie mir, Ihnen angcrejmen Abend zu wünschen." Gr verbeugte sich, setzte den HuL auf und entfernte sich, ohne Zeit zu verlieren.
•■an oer yausiurc iap er ratch auf tue Uhr, dann ging er eiligen Schrittes die Strotze hinauf, dem Triumphbogen zu.
Die zwölf breiten Strahan, die vom Plate de l'Gtoile ausgeh.m, erg'.ä z en im Scheine der Lichter unzähl.ger Autcmobile, die kamen und gingen, wie grobe Leuchtkäfer
Der Erpresser Hieb an einem Punkt zu äuherst am Rand deS gepflaster en, runden Fuh» steiges, der den Bogen umgibt, stehm und war.ete. den Blick auhnerfam auf den breiten Strich ter ChampS ElysheS gerichtet.
Kurze Zeit nur stand er so, starr, unbewegt. Plötzlich loste sich auS der Reihe der Gefährte ein grober schwarzer Reimv-gen uib näherte sich der Rundu rg. Der Mann traf dem Gehweg erhob die Hand und machte eine kurze Bewegung Der Wag?n fuhr an die Strab.m ei.e und hielt erbtbrnd nur den Bruchteil einer Sekunde still, den der Erpresser brauch e, um h n- einzuspringen. Noch ein Augenblick rutb er warum den groben Dogen gefahren und flog die Avenue du Bois de Dvulog .e hinaus.
Dicht dahinter tarn ein zwttter IDagon, der wie der- erste auch nur einen Insassen hatte. Mit kaum zwanzig Meter Abstand zwi ch?n den beiden Maschinen rasten sie die breite 6trabe gegen die Kreuzung mit der Avenue Malakoff nunter.
3n einigen Augenblicken hatten beide sie erreicht. Hier jedoch trennte t sich ihre la: Der vordere Magen schwe.ikte in kurzem, gosäh lichen Bogen in die Avenue Malakoff ein und fuhr wie der Wind südwärts. Der zweite Wagen fuhr gegen die Porte Dauphine weiter. Als er die Kreuzung mit der Avenue Malakoff durch-
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fuhr, breit der uxrgcnyuoner, vom ürrapen un- brrn.-rkt, ein längliches 'chwurzeS Ding gegen den südlichen Himmel in die Höhe und h.ett eS so unbeweglich, Hs sein Wagen im Schatten der» Bäume gegen Werten zu urrterge auch! war.
Genau an der Avenue Malakoff stand ein dritter Wagen, vom Gang deS starken Motors in seiner ganzen Länge durchgeschütlelt und durch- gerüttdt. Zwei Männer laben auf dem Rücksitz Einer war damit beschäftigt, ein entferntes Fenster an der Hinterseite eine- Hauses der Avenue Kl.bnt mit einem Feldstecher au b?obachten. Der andere sah scharf auf die Straste vor ihm.
Plötzlich wandte sich der Mann mit dem Feldstecher um und zeigte auf den Wagen, der eben lä.-.gÄ der Avenue du BoiS de Boulogne aus Sicht verschwand. .Ra'ch dem nach," rief er.
Das Qhito jag c vorPäickS w.e ein Re tttpferd unter der Peitsche und raste gleich darauf in Heister Verfolgung die Avenue hinab.
Der vordere Wagen fuhr mit voller Kraft, aber der andere, der ihn verfolgte, war offenbar noch raschor.
Langsam rahm der Abstand, der sie trennte, ab. Der Mann im ersten Auw sprach ruhig mit seinem Chauffeur, und der grobe Wagen schob mit frischer Kraft davon.
Bernet, der mit der Verfolgung beauftragt war, fluchte innerlich alS er feine Beut; sich von ihm entfernen sah. Jedoch vertraute er der Schnelligkeit seiner Maschine und spornte auch seinen Wag.trlrnker an, noch mehr l-e.uuszubo en.
Die beiden fuhren einige QHeilen so draus los, ter Hintere Wagen kam langsam, trotz größter Anstrengung des vorderen, näher. Sie waren außerhalb ter Ilmwallung und nun im Bois te
'Boulogne uno mit Den weniger oeraönnwn ou*» f)cn vor sich schien die Jagd lang ttxrrtcn zu rooUat
Zu Bernets Dertvun.erung verlang ^eter vordere Wagen n.uh und nach leine Geschwindigkeit 3n einem Augenblick 'uhren die Leute de» Präsekten Daneben der und batten ihre Revolver auf Den einzigen Insassar gerichtet
..Ergeben Sie sich," schrie Bernet, .Sie sind mein Gefangener?"
Der Mann im anderen Wagen sah auf und steckte in aller Gemütsruhe eine Zigaette an. .Sind Sie Räuber, meine Freunde?' fragte oi ruhig.
Der Detekttv war über-ra'cht Die beiden Wagen standen nun auf der Seite der Str-atze still. .Nehmen Sie ihn fest," sagte er rach zv seinem Begleiter.
Dieser kletterte in den Wagen Der Jn'ar. wehrte sich nicht. „WaS wollen Sie von mir, meine Herren fragte er mit spötti'chem Lächeln .Meine Uhr — mein Geld?'
.Dor allem die Lasch mlarnpe.' etwider'e d.'i Detektiv, .mit der Sie das Zeichrn ga en."
Der (Diann sah iht erstaunt an ..Was tagen Sie, Monsieur?" irag;c er. »Soll da» ein Scher fein?".
Bernet fühite fich nach und nach .in wenig unsicher- Dieser Mann schie-. ke. esu-egs dem Verbrecher zu gleichen, wie er sich t n roigcftcllt hatte. Es mar ein glathxilierlcv junger Mann elegant g kleitet und ganz cssen itz'.li tz et t Eh en- mann. .Leugnen Sie" fragte der Detektiv. ..dar Sie kurz vor Durchqueren iter Avenue Malakof ein blaues Licht gegen die Aoenu. Kleber auf- blitzen lieben?"
(Fortsetzung folgt.)
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Lang-Göns, den 11. November 1924.
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Wieseck, den 11. November 1924.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 13. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause Gießener Straße 117 aus statt. sstsd
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