Mcht rtur Me mvraMche UnterlHktjung bet 'Bürger- Ichast, inSbeftmöere der Geschäftswelt, sondern tn hohem Maße aud> die materielle Förderung, da die Arbeiten ctitd den Mitgliederbeiträgen allein nich: bestritten werden können. We..n -ich der Verein in der nächsten Zeit mit einer (Bitte um Hilfe an die Bürgrn-schaft wenden sollte, fr möge man dieser Bitte im Hinblick auf d e Gemeinnützigkeit der Arbeit allseitig eine freund- pche, gebefreudige Aufnahme gewahren.
"AufdeckungeinerFalschmün- tzerwerkstatt in Gießen und Fest- vahme des Falschmünzers. Bereits Während der kürzlichen Schaumesse wurden verschiedentlich falsche E i n - D i l l i o nen- scheine verausgabt und später derartige Stücke bei Behörden anqehalten. Gestern gelang es der Polizei, den Falschmünzer bei einer erneuten Verbreitung von Falschstücken abzufassen. Es handelt sich um den arbeitslosen Zeichner Willi Mohr aus Frankfurt a. M., der seit einem halben Jahr hier wohnhaft ist vnd in seinem Zimmer eine förmliche Falschmünzerwerkstatt errichtet hatte. Eine Anzahl Falschscheine wurden noch im Besitz des Täters vorgefunden. Die zur Herstellung gebrauchten Platten, Farben, Papier und sonstigen Gegenstände wurden beschlagnahmt und sichergcstellt. Der Täter wurde dem Gericht zugeführt.
i * Kleber die Politik der Tat sprach am Donnerstag abcnd in einer von der Deutschen 'BoltsPartei einberulenen öffentlichen Wählerver» fanunUng in der Turnhalle der Lartotagsadg. .Dr. Singelbet) von Darmstadt. Aachdem der Versammlungsleiter, Prof. Dr. Eigener, In seiner Eröffnungsansprache eine gedeihlichere Führung der Veichsgeschufte seit der Anwesen- teil der Deutschen Volkspartei in der Reichs- Regierung kurz fest gestellt und fe uer betont harte, daß ein Reichstag, der Ermächtigungsgesetze unnötig macht, besser und wichtiger sei, als ein solcher, der derartige Gesetze gibt, stellte 2lbg. Dingeldeh an der Spitze ferner Ausführungen die Tatsache in den Vordergrund, daß unsere ganze Politik zwangsläufig unter tem k estimmenden Einfluß der Aulie tposttik steht. Diese Tatsache dürfe bei der Beurteilung aller Llegierungsmahnohmen nie übers he.i w'rden. Gegenüber den Behauptungen, Lh Deutsch: Volks- Partei treibe heute b<jf<Ib2 Grfüllungspolitir QLiNhs, die sie früher bekämpft habe, erklärte ter Redner, das sei gänzlich unzutreffend. WirihZ Erfüllungspolitik sei von der Deutschen D)ßs- Partei bekämpft worden, weil sie den Gegnern immer mehr versprochen habe, als unser Volk in Wirklichkeit leisten tonnte, wodurch die Gegner bei dem 3utagetreten der Unerfüllbarreit moralische Rechtstitel gehabt hät en und das Ansehen Deutschlands in der Welt berabge,evt worden sei, die jetzige Erfüllungspvlitik aber sage tuir die Leistungen zu, die hn Bereich des wirtschaftlich Möglichen liegen, mehr aber nicht, tinb diese tragbaren Leistungen müßten wir auf- bringen, um unsere Freiheit und schließlich auch «unsere Weltgeltung wieder zu erlangen. Die unbedingt notwendigen Lebmsbedürfnisse unseres Dostes lasse die Deutsche Dvlkspariei auch durch tle ErsüllungsPolitik nicht beeinträchtigen. Der Redner verteidigte sodann die Ruh-rpolitit des 'J6abinett3 &aiu> und betonte hierbei, daß der Einbruch ter Franzosen in das Ruhrgebiet nicht etwa durch mangelnden Leistungswillen dec Rc- -xierung Cuno, sondern lediglich durch die geringen Fehlmengen von Avhle und H)lz bei ten Reparationslieferungen veranlaßt worden s. t. Bei der Liquidation des Ruhrlampses habe Cttefemann nur die Folgerungen gezogen, de sich aus dem harten Zwang der furchtbaren Tatsachen von selbst ergab.it, andernfalls wäre das Reich an seiner Finanzkatastrophe zugrunde gegangen. Die maßgebenden Entschlüsse zur Stabilisierung unserer Währung feier von der da
maligen RetchSregteru-ng unter dem bestimmenden Einfluß ©tcefemannS gefaßt worden, und das sei doch noch wichtiger alS die Frage, wer das Projekt der Rentenmark zuerst vocgebracht habe. 3n ten Unruheherden im Reiche, in Sachsen und Thüringen, sei unter Stresemanns Regierung Ruhe und Ordnung geschassen worden, und diese Beruhigung des Reiches sei doch sicherlich von großer Bedeutung. Die Mißstände beim Beamtcriabbau verurteile auch die Deutsche Volks- Partei, aber hauptsächlich kämen die Klagen doch aus den Verwaltungen, die unter demokratisch r Leitung (Eisenbahn, bzw. unter Zentrumsleitung (Post) ständen. Die Dolkspa>-tei habe mit der Sozialdemokratie zusammeng.'arbeitet, um diese auch mit vor die Vercurtworturrg zu stellen, dabei sei die Sozialdemokratie aber gesch itert. D»e Politik der D^eutschvölkischon set schäo.lch für das Reich, we.l diese Politiker über wichtige Belangs des Reiches nicht zu schweigen verstanden. Die Deutsche Volkspartei werde auch wei er bin bestrebt sein, nur zum Wohle der Gesamthnt unseres Volkes zu arbeiten und unserem Valeria n de in mühevoller, wenn auch opserreicher Arbeit eine bessere Zukunft zu erkämpfen. 3m Geiste der Volksgemeinschaft mit dem Ziele der Befreiung von dem heutigen Druck möchten alle Volksgenossen mit ihr zu amnren weiter an die Arbeit gehen. Dem Vortrag der mit starkem Beifall ausgenommen wurde, folgte eine kurze Aussprache.
Bornotizen.
— TageSkalender für Samstag. Bauerscher Gesangverein: 8 älhr in der Aula der Universität Wohstättgkettstonzert zum Besten der hiesigen Schwesternhäuser. — M. T. V.: 8älhr im Hotel Köhler Mitgliederversammlung. — Gießener Ruderges. 1877: 8V3 älhc im Bootshaus Generalversammlung. — Kaufm. Ve ein: 8*/5 Mbr im Vereinshaus 2. Steuervortrag. — Lichtspielhaus Bahi hojstraße: .Der Kau mann von Venedig". — Palast-Lichtspele: „Menschen -and Masken".
— DeutschnationaleDolksvartei. Montag abrnd im Gewrrbthaus MitgUederver- fammlung. (Siehe Anzeige.)
Landkreis Gieren.
ch Wies eck, 11. April. Der Schriftsetzer Karl Körber von hier feierte gestern bei der Firma von Münchow'sche ^Inivrrsitäts-Druckerei Otto Kindt in Gießen sein 25jährlges Arbeit s j u b i l ä u m. Seitens der Firma wurde dem Zubilar ein freier Tag gewährt und ein ansehnliches Geldgeschenk überreicht.
* Oppenrod, 11. April. H'er ist die Maul- und Klauenseuche amtlich sestgc- stellt worden. Die Gemarkung Oppenrod ist Sperrgebiet, zum Beobachtungsgebiet geh ren die Gemarkungen Durchar^sfel.en und Gvoßen- Duseck.
df. Langsdorf, 10. April Dieser Tage sand hier eine Vorstandssitzung des im borgen Hahr gegründeten Wettertalsängerbundes statt, dem 6 Vereine angeboren. Auf der Tagesordnung stand daü diesjährige Wertung s s i n g e n. Es soll am 11. Mai in G r ü» n l ng e n stattfinden. Rach Erledigung der Tagesordnung trug der hiesige Verein noch einige Lieder vor.
KreiS Friedberg,
* Friedberg, 11. April. Veranlaßt durch eine plötzliche und einseitige Herabsetzung des Milchpreise« durch die Milch- versorgungS-Altiengesrlischaft zu Frankfurt a M. traten beute auf Einladung des Hessischen Bauernbundes die Milcherzeuger und Milch- lieferanlcn aus der näheren und weiteren Umgebung Frankfurts hier zu einer zahlreich besuchten Versammlung zusammen. Rach den Aas- fübrungen der Hwren Oekvnom.eoat Hensel- Dotzelrch, Geschäftsführer K r a u S - Limburg, Molke>.eldtrektor Schmidt- Dchze.l, Molkerel
besitzer Rack-Dorheim, AWürgermeister Herbert- Obererlenbach und Mottmeibesitzer Berger- Gallshausen wurde etnfthnmig die nachstehende Entschließung angenommen: „Am 7. April spät abends hat die MilchversorgungS-Aktiengesellschaft Frankfurt, ohne irgendwelche Verhandlungen mit den Milchlieferanten der näheren und weiteren Umgebung Frankfurts gepflogen zu haben, durch eine fernschriftliche Mitteilung den Preis der nach Frankfurt zu liefernden Milch um SPsennig mit Wirkung vom anderen Morgen herabgesetzt. Dies Vorgehen verstößt nicht nur gegen öie guten Sitten, sondern stellt durch die Ausschaltung der Milcherzeager und Milchlieferanten bei der Festfetzung der Lieferungsbedingungen eine nicht zu überbietende RückstchtSlofigleit gegen den Bauernstand und eine anmaßende Ucberhebltchkeit der großstädtischen Verbraucherschaft dar. Wtt jedem Arbeitnehmer wird heute verhandelt, aber über Zehntausende von Bauern glaubt man diktatorisch hinweg- schretten zu können. Eine überaus zahlreich besuchte Versammlung von MrlcherzcuZern, die am 10. Aprtt in Sriebberg tagte, legt gegen die Zurücksetzung der Dauern nachdrücklichst Verwahrung em und beschließt, so lange keine Milch nach Frankfurt zu liefern, bis die Milchversorgungs-Mtiengefell- schaft Frankfurt mit den Vertretern der Milcherzeuger und Milchlieseranten in Verhandlung über die Preisfestsetzung der Milch eintritt Es ist gerichtsnotorisch, daß die Frankfurter Milch- versorgungs-Mlicngesells'chast deshalb fo schroff borgeyl, weil sie durch die Möglichkeit der Anlieferung von täglich 50 000 Liter dänischer Milch und überaus starker Milchbelieferung aus der Umgebung Frankfurts fichergestel.k zu fein glaubt. DaS Verhalten der Frankfurter Derbraucher- Dtganifation stellt ein frivoles Spiel mit der Bauernschaft dar und gibt erneut Veranlassung, die vollständige Freigabe der Milch von allen Fesseln der Zwangsbewirtschastung von der Reichs- und Landesregierung mit allem Buchdruck zu fordern. Da in Frankfurt Ueberftartb an Milch besteht, sieht sich die Landwirtschaft veranlaßt, andere Derwertungsmöglichleiten zu suchen. Die Versammlung fordert alle Milchlieferanten und alle Milcherzeuger auf, von nächsten Sonntag, den 13. d. M ab keine Milch mehr nach Frankfurt zu liefern. Die Li: erung kann erst wieder etnie&en, wenn in gemeinsamen D.-r- handlungen zwischen bem Vorstand der Aktiengesellschaft und der Bauernvertverung eine Einigung erzielt Ist."
Starkenburg und Rheinhessen.
• Darmstadt, 11. April. Polizeihaupt- mann Dehmer von der Sicherheitspolizei ist vorläufig feines Amtesenthoben worden. Ihm werden Unregelmäßigkeiten 'bei Lieferungen für öie Polizei zur Last gelegt Dehmer ist eine Smingenschaft der Revolution: er war früher Qlrbriter un) hat keinerlei Vorbildung für seinen jetzigen Beruf, In den er durch die Sozialdemotratie hinein^ebracht worden ist — Der 33jährige Händler Fritz Michel aus Hahn, der unter dem Verdachte verhaftet wurde, den Kaufmann Heinrich Landmann aus Frankfurt vor etwa einem Dierieljehr ermordet zu haben» hat jetzt de« Mord ein* gestanden.
Bücherttsch.
— Der getreue Eckart. ReuzrtMcher Schülerin lender für das Schuljahr 1924—1925. Mit vielen Bildern von Ubbelohde Ludwig Richter u. a. sowie mit zahlreichen teils unterhaltenden, teils belehrenden Beiträgen. Heraus- gegeben von Dr. Afved Odin. Auf weißem, schreibsestem Papier gedruckt. Taschenformat. Zwei Ausgaben: a) für Spüler, b) für Schülerinnen. Preis jeder Ausgabe, fein gebunden und mit gutem Bleistift versehen, 1 Goldin. (Zaegerfche
Verlagsbuchhandlung, Semtfl.) — »Der getreue ©darr1 ist auf gebaut auf den Bestrebungen der neuzeitlichen Schule und trägt den Strömungen, die in letzter Zeit unter den höheren Schülern aufkamen, vollauf Rechnung. Er versucht auch das Znteresse für Körperkultur, Sport, Turnen, Gyck- nastik usw. zu axden. Belehrende Aufsätze sind nebenbei noch in reicher Fülle vorhanden, die sich auf statistisches Material beziehen, aus erste Hilfe bei Unglücksfällen, Berufsberatung ufa>., und so ist denn der Inhalt des ganzen Büchleurs ein ungemein anregender. Besonders dankbar muß die ästhetisch-künstlerische Ausstattung begrüßt werden.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Gießen. Sonntag, 13. April 1924. Palmarum. Landes-Buß- und Bettag. Ltadtkirche. 9'/,: Pst. Mahr. 11: Kinderkirche für öie Matthäusgem. Pfr. Mahr. 6: Pfr. Becker. Johanneskirche. 9'/,: Pfr. Dechtolsheimer. 11: Kinderkirche für öie Lukas- gem., Pfr.Bechtolsheirner. 3: Vorstellung u. Prüfung öer zu konfirmierenden Mädchen aus der Lukasgem. Pfr. Bechtolsheirner. 6: Pfr. Ausfeld. Beichte und heil. Abendmahl für öie Lukas- unö Zohannesgem. 8: Bibelbesprechung. Pfr. Decker. — Kirchberg. 10; 11: Heilig. Abendmahl für Lollar: l*/t: Kollekte. — Wieseck. 9d/t (Chorschule); 11: Kinöerkirche. Abös. 8.
Katholische Gemeinde«.
Gießen. Samstag, 12. April. 4'/, u. 7 Beichte. Sonntag, den 13. April. Palmsonntag. 6l/t Beichte, 7 Messe, Kom. ö. Jungl., 8 Komm., 8'/, Palmweihe, 9 Hochamt, 2 Jünglings-Koagregatt, 5‘/, Christenlehre u. And. — Drünberg. 9*/, Messe. — Dienstag 6 , Fastenanöachtt
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Alles photographiert wieder!


