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Erster Blatt
R. Jahrgang
Samstag, 12. llpril 1924
SietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oderhesfen
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Die Gutachten.
3m Dezember vorigen IahreS war es nach schier endlosen diplomatischen Debatten, die die von England gewünschte unabhängige Sachverständigentonserenz zu Dunsten des französischen Planes hatten scheitern lassen, schließlich der Reparationskommission geglückt, von sich aus zwei Sachverständigen- a u S s ch ü s s e zur Prüfung der deutschen Leistungsfähigkeit und zur Feststellung der deutschen Auslandsguthaben einzuseyen. Rach annähernd dreimonatiger Arbeit hinter mehr oder minder verschlossenen Türen liegt nunmehr das der Reparationskommission erstattete Gutachten des Komitees Dawes im Auszug vor, hinter daS ja der Bericht Mac KennaS an Bedeutung wesentlich zurücktritt. DaS Gutachten besticht aus den ersten Blick durch Vermeiden jeglicher langatmigen theoretischen Erörterung, jeder hohlen Phrase aus dem reichen Wonschatz zünftiger Diplomaten. ES macht statt dessen praktische Vorschläge, die im wesentlichen von rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten diktiert sind. ES stellt einen völlig neuen Reparationsplan auf, den die Sachverständigen einstimmig gefaßt haben und als Ganzes behandelt wissen wollen. Die einstimmige Annahme spricht dafür, daß der Plan ein Kompromiß widerstreitender Ansichten ist. Die Forderung, den RcparationSplan geschlossen anzunehmen oder abzulehnen ist bedenklich. Deutschlands stetiges Verlangen, während aller Repara- lionSverhandlungen, endlich die Gesamtsumme der deutschen ReparativnSschuld zu erfahren, kommt das Gutachten auf Betreiben Frankreichs nicht nach. So kann auch dieser Plan nicht den Anspruch machen, die endgültige Lösung deS ReparationSprobkemS darzustellen. Dieser Mangel ist geeignet, den Wert des Gutachtens auf das stärkste zu beeinträchtigen. Rur wenn das deutsche Volk ein Ziel seiner Anstrengungen sieht, sich von den Reparationslasten zu befreien, wird es psychologisch allein die Einstellung finden können, unter Zusammenfassung aller moralischen und wirtschaftlichen Kräfte eine Arbeit zu vollbringen, die sich nicht von vornherein als Danaidenarbeit präsentiert.
Immerhin ist das Gutachten insofern ein Fortschritt, als es im übrigen gesunde wirtschaftliche Grundsätze erkennen läßt. Einmal setzen die Sachverständigen die volle Einheit der deutschen Wirtschaft, deS deutschen Verkehrs und der deutschen Verwaltung für die Durchführung ihrer Vorschläge voraus. Vermeidet der Bericht auch über die Ruhrbesetzung als politisches Moment sich zu verbreiten, so läßt er doch keinen Zweifel darüber, daß die Politik der Sanktionen, die Frankreich seit mehr denn fünf Jahren an Rhein und Ruhr beliebt, als produktionshindernd den Anschauungen der Sachverständigen zuwiderläuft und ein Ende haben muß, soll der vorliegende Reparationsplan Erfolg verheißen. Zum andern spricht der Bericht aus, daß nur ein l e b e n S f ä h i g e r S cd u.l d- ner zahlen kann, daß an einem totkranken, völlig ruinierten Schuldner die Gläubiger Hopsen und Malz verloren haben, eine wirtschaftliche Binsenwahrheit, der sich nur Frankreich bisher hartnäckig verschlossen hat. weil es eben kein Geld haben will, sondern Fleisch vom Herzen Deutschlands. Die Sachverständigen sehen deshalb auch nur Reparationsleistungen aus dem Ae der schuß der deutschen Wirtschaft vor, bei einer unbedingten Stabilerhaltung der deutschen Währung und Sicherstellung einer Lebenshaltung des deutschen Volkes, die nicht unter das europäische Gesamtniveau herab- gedrückt ist.
Ganz abgesehen davon, daß das Existenzminimum der breitesten Volksschichten in Deutschland seit langem weit unter dem der Nachbarländer liegt, daß Tausende von Volksgenossen der Hungersnot zum Opfer gefallen sind, zeugt daS Gutachten, unter den obigen Voraussetzungen betrachtet, in mancherlei Hinsicht von einem unbegreiflichen Optimismus der Verfasser. DaS gilt vor allem von den finanziellen Leistungen, deren man Deutschland fähig hält. Als Grundstock für die künftigen deutschen Reparationsleistungen denkt man sich in der Hauptsache die Erträgnisse der Reichsbahn, die zu diesem Zweck in eine Aktiengesellschaft übergeführt werden soll. Die deutsche Eisenbahnhoheit erscheint trotz der in weitestem Umfange vorgesehenen ausländischen Kontrolle und Beteiligung gewahrt. Wenn man aber die ihr zu Gunsten der Reparationskassr auferlegte Obligationsschuld von 11 Milliarden Goldmark mit sechs Prozent zu verzinsen und amortifie’^ gedenkt, so ist dem entgegenzuhalten, daß die Reichsbahn wohl mit einem beträchtlichen Ueberschuß arbeiten kann, sobald ihr — wie das Gutachten ja auch voraussetzt — die Ruhr- und Meinbahnen wieder zur vollen
Ein Beschluß der Reparationskommission.
Die Sachverständigengutachten werden den alliierten Regierungen zur Annahme empfohlen. Deutschland zur Stellungnahme ausgefordert.
PariS, 11. April (WB.). DieReparcttionS- kommission hat, nachdem ste eine offiziöse Sitzung abgehalten hatte, sich heute nachmittag zu einer offiziellen Sitzung zusammengefunden. Sie hat einstimmig folgende Entschließung angenommen:
DieReparationS kom Mission hat nachKennt- niSnah.ne der Berichte der Sachverständigen sich auf den Standpunkt gestellt, daß sie eine praktische Grundlage für die rasche Lösung deS Reparationsproblems bilden. Sie ist deshalb geneigt, schon jetzt im Rahmen der ihr zustehenden Befugnisse die Konklusionen zu billigen, und die vorgeschlagenen Methoden anzunehmen. Um die Durchführung der Vorschläge der Sachverständigen zu erleichtern und zu beschleunigen, beabsichtigt die Reparationskommission den interessierten Regierungen die Entschließungen der Berichte, die der Kompetenz der Regierungen unterstehen, zur Annahme zu empfehlen, jedoch sieht sich die Reparationskommission in die Notwendigkeit versetzt, ihre Zustimmung und ihre Initiative zurückzustellen, biS die deutsche Regierung bereit ist, ihre Mitarbeit an dem Plan der Sachverständigen stcherzustellen. Zu diesem Zwecke wird die Reparationskommission die Delegierten der deutschen Regierung am Donnerstag, den 17. 4. anhören, es sei denn, die deutsche Regierung wurde eS vorziehen, eine schriftliche Antwort zu erteilen.
Mitteilung dieses Entschlusses ist bereits der deutschen KriegSlastenkowmisston zugegangen.
Zu dem Beschluß der Reparationskommission schreibt der „Petit Parisien", die Reparationskommission billige das System der Sachverständigen im ganzen, was nicht besagen wolle, daß der Plan, den sie aufstellen werde, sich in allen Einzelheiten demjenigen der Sachverständigen an schließen werde. Das Blatt glaubt zu wissen, daß die belgischen Delegierten ebenso entschlossen wie die französischen seien, die wirtschaftliche Besetzung des Ruhrgebiets und des Rheinlandes nur freizugeben nach Maßgabe der deutschenBarzahlun- g e n. — Das „Echo de Paris" behauptet, der französische Delegierte habe folgende zwei R e- s e r v e n im Laufe der gestrigen Beratung vorgebracht:
Der Bericht der Sachverständigen mü f : ver- vollstän' i t werden durch dir Festlegung eine- KontrollshstemS und gewisser Sanktionen, dir dann in Tätigkeit treten sollen, wenn, tote man zu befürchten berechtigt sei, Deutschland gegen seine neuen De s Brechungen verstoße.
Die Hauptpflicht der Reparationskommission bestehe drr.n, die durchgreifende K o n t r o l le derGoldnotenbank zu organisieren, die den Wihrungsverkehr regulieren, sowie die Kontrolle der verschiedenen Einnahmequellen, die für die Reparationen dienen: Eisenbahnen, industrielle Hypotheken, Zölle, indirekte Steuern und Monopole. Daß in den Augen der Sachverständigen selbst die Reparationskommission tatsächlich berechtigt sei, die Vorschläge des Berichts zu vervollständigen, könne niemand verkennen. — DaS „Petit Journal-
Verfügung stehen, daß sie aber nicht einmal im letzten Friedensjahre den jetzt vorgesehenen Aeberschuß erzielte.
Ferner sollen Industrie, Handel und V e r k e h r mit einer Schuld von fünf Milliarden belastet werden, eine Summe, deren Höhe man erst in ihrer ganzen Tragweite er- messen kann, wenn man sich durch einen Blick in den Kurszettel davon überzeugt, auf welch minimale Goldwerte die Träger der deutschen Wirtschaft zurückgcfunken sind, nachdem die trügerischen Schleier der Inflation auch hier fielen und ein entsetzliches Bild deutscher Verarmung enthüllt haben. Bedenkt man außerdem, daß es die gleichen Schultern sind, die die Rentenmark tragen, denen die Sachverständigen nun diese neue Belastung aufbürden wollen, vergegenwärtigt man sich ferner, daß aus der gleichen Quelle, aus der die Sachverständigen schöpfen wollen, das Reich durch schärfstes Anziehen der Steuerschraube sein Budget finanziert, hält man sich schließlich die I herrschende Kapitalnot vor Augen, der die deutsche Wirtschaft in diesen Wochen schier zu erliegen droht, so wird man sagen müssen, daß
schreibt, im Geiste des denkbar größten Entgegenkommens erklärten die alliierten Regierungen Deutschlands feierlich, daß sie für ihr Teil die von den Sachverständigen vorgeschlagene Regelung der Reparationskommission annehmen werden, eine Regelung, die ihnen nicht alle Genugtuung gewähre, auf die sie ein Anrecht hätten, namentlich Frankreich und Belgien.
Jetzt sei eS Sach« der Deutschen Regierung, sich dieser Regelung anzuschließen und zu erklären, daß sie auch ihrerseits entschlossen sei, endgültig den Frieden in Europa herbei- zuführen.
Der „Figaro" schreibt, eS sei nicht zweifelhaft, daß der Bericht der Sachverständigen der Ausgangspunkt einer Regelung werden könnte. Er unterstreicht die Zahlungsfähigkeit, was offenbar der Kern der ganzen Frage sei. — Das „Echo national" schreibt, wenn Deutschland mit seiner Zustimmung nicht allzu lange warten lasse, könne die angekündigte und immer wieder vertagte Konferenzder Ministerpräsidenten nicht lange auS- bleiben. Man h^be den Eindruck, daß sie noch vor den französischen, vielleicht sogar noch vor den deutschen Wahlen stattfinden werde. Als Ort werde ohne Zweifel Paris gewählt werden.
(Eine Sitzung des Reichskabinetts.
Berlin, 11. April. (WB). DaS Reichs- kabinett trat In Beratungen über die Sachverständigengutachten ein. ES nahm Dorträge über einzelne Teile der Berichte entgegen und beschloß, die Vorarbeiten zur Durchprüfung aller Einzelheiten der Gutachten mit größter Beschleunigung fortzusetzen. Am Montag soll eine gemeinsame Sitzung deS ReichstabinettS mit den Staats- bezw. Ministerpräsidenten der Länder stattfinden. Die Enifchliehung der Reparattons- kommiston ging den Berliner amtlichen Stellen erst nach Beendigung der KabinettS- sitzung zu, sodaß eine Stellungnahme der Reichsregierung hierzu noch nicht erfolgen konnte. Der offizielle Bericht der deutschen Kriegslastenkommission über die ihr von der ReparattonSkommisston mitgeteilte Entschließung wird erst heute vormittag in Berlin erwartet. Entscheidendes über die Haltung der ReichSregierung zu dem Beschluß der ReparattonSkommisston ist von der auf Montag anberaumten gemeinsamen Sitzung mit den Ministerpräsidenten der Länder zu erwarten.
Die Industrie zur Mitarbeit bereit.
London. 11. Aprl. (Wolff.) Dr. Sorge, Vorsitzender d^s Präsidiums des Reichsverbandes der Deutschen Industrie und M.tgl.ed deS Direktoriums der Kruppwerke, erklärte dem Derlinec Vertreter des Reuterschen Bureaus:
Rach Durchsicht des Auszuges des Berichtes der Sachvcrständ gen bin ich der Ansicht, daß d i e Vorschläge der Sachverständigen angenommen werden müssen. Die Lasten, welche den deutschen Industriellen aufgebürdet werden sollen, sind riesig schwer, aber die Vorschläge der Sachverständigen bedeuten einen beträchtlichen Schritt vorwärts ge-
die Sachverständigen sich auch hier von einem erstaunlichen Optimismus haben leiten lassen.
Auf dies schwankende Fundament baut das Gutachten nun einen Zahlungsplan auf, der die deutsche Leistungsfähigkeit nach dem einmütigen Urteil der deutschen Finanzwelt bei weitem überschätzt. Von einem Moratorium bleibt in Wahrheit nicht mehr als der Rame. Während die erste Jahresrate von einer Goldmllliard mit H.lfe einer Ausländsanleihe tragbar erscheint, ist es kaum glaubhaft, wie die unter den oben geschilderten Verhältnissen schwer leidende deutsche Volkswirtschaft sich bereits nach einem Jahre soweit erholt haben sollte, um von sich aus mehr MS 1,2 Milliarden Goldmark zu zahlen.
Das „B. T.", daS gewiß nicht in Verdacht steht, Gegner der Ersüllungspolitik zu sein, weist mit Recht auf die ungeheure Gefahr hm, die uns droht, wenn wir heute einen neuen Vertrag unterschreiben, eine Verpflichtung einqehen, von der wir nicht unbedingt Überzeugt sind, daß wir sie auch wirklich erfüllen können. Wir würden wiederum als böswillige Schuldnerverschrien und m’t
genüber allen Vorschlägen, die bisher gemach! wurden,
vor allem insofern sie losgelöst s'md von mili> tärischen und polit fljen Erwägungen und sich nur auf dir wirtschaftliche Basis stellen.
Und da wir kaum bessere Bedingungen erhalten können, müssen wir sie annehmen. Dr. Sorge betonte, bjt) die volle Wiederherstellung der deutschen wirtschaftlichen Hoheit in den besetzten Gebie- t e n, nämlich die Abschaffung der französisch-belgischen Regie und der Zollschranken zw scheu dem besetzten und dem unbesetzten Gebiet absolute Vorbedingung für die Erfüllung der von den Sachverständigen festgelegten Bedingungen ist. Dr. Sorge erklärte ferner, daß es für die Industrir eine Erleichterung sei, wenig st ens aus einige Jahre im voraus endgültige Zahlungen festgesetzt zu setzen, obgleich es vorzuziehen gewesen wäre,
die Gesamtsumme der Reparationen festgelegt zu sehen, da dadurch die deutsche Industrie in den Stand gesetzt würde, ihre Pläne dementsprechend aufzustellen. Dr. Sorge erklärte mit Rachdruck, bin die Ausführung der Vorschläge der Sachverständigen nur möglich sei, wenn ei le Internationale Anlethe ausg.bracht werden könne, drückte sich aber über diese Angelegenheit etwas skeptisch aus. Er fügte hinzu, er sei sicher, daß, sobald die Vorschläge der Sachverständigen von der deutschen Regierung angenommen worden seien, die deutschen Industriellen ihr Aeu- herstes tun würden, um der Regierung bei ihrer Ausführung zu helfen, obwohl er sich keiner Illusion Hingabe angcs chts der ungeheuren Lasten, die die deutsche Industrie ans viele Jahre zu tragen haben würde.
Britischer Pessimismus.
London, 11. April. (WTB ) Reuter berichtet aus Paris, die Schwierigkeit, Einstirn- migfv'U zwischen den Regierungen über die Anwendung des Sachverständigenplans herzustellen. werde deutlicher. Troy des offiziellen Schweigens der französischen Regierung lüfte die inspirierte französische Presse weiter den Schleier von den Absichten der Regierung. ES scheint danach, daß dasRuhrgebiet die Stumpf Earte Frankreichs bei den interalliierten Verhandlungen bilden solle. Der Sachverständigenplan setze die wirtschaftliche Räumung des Ruhrgebiets voraus. Frankreich werde unter folgenden Bedingungen zu- ftimmen:
1. Versprechen der Alliierten Frankreichs» sich Frankreich bei der Auferlegung von Sank- t i o n e n anzuschließen, falls Deutschland ber* fehlt, den Plan auszufuhren.
2. Teilweise, wenn nicht vollkommene Streichung der interalliierten Schulden, besonders der Schuld Frankreichs an Großbritannien.
Auch in der britischen Presse macht sich bei der Beurteilung der Sachverständigengutachten, namentlich was ihre finanzielle Seite anlangt, ein gewisser Pessimismus be- merkbar. So berichtet die „Time 3“ in ihrem Finanzteil, daß die Londoner City die Aussichten für ein baldiges UebereinEommen keineswegs sehr günstig beurteilte. ES sei darauf hingewiesen worden, dast der Sachverständigenausschuß wahrscheinlich keine Schätzung der Höhe der deutschen Leistungsfähigkeit gegeben habe, well eine Einstimmigkeit in diesem Punkte nicht erzielt werden konnte.
Sie sei jedoch der Ansicht, daß eine Festsetzung der deutschen Reparationsverpsiichtungen für
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gemalt tätlgenSanktlonen bedroht werden. Dem dürfen wir uns nicht erneut aus- setzen ,daS hieße neue Ketten schmieden, die Sklavenbande des Versailler Vertrages verewigen. In den kommenden Verhandlungen muß Deutschland daher mit aller Energie eine Festsetzung unserer Gesamtreparationsschuld zu erreichen suchen, nachdem die von uns bis jetzt geleisteten Reparationen in der vollen Höhe von 41 Milliarden Goldmark gutgeschrieben sind, von denen man uns bisher kaum mehr als acht angerechnet hat. Auch das Schicksal der vertragswidrig besetzten deutschen Lande an Ruhr und Rhein und die Frage der Besatzungsfri st en bedarf in diesem Zusammenhang einer Klärung. Mögen dies Fragen politiscl-er Art sein, denen die wirtschaftlichen Sachverständigen in begreiflichem Respekt vor dem französischen Gastgeber in wei em Bogen aus dem Wege gegangen sind, für eine Regelung der Reparationsfrage, die mehr als ein für Deutschland unerträgliches Provisorium fein soll, sind sie von ausschlaggebender Bedeutung-


