Ur. 61 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch, (2. März 1924
Die Lage
des deutschen Handwerks.
Unter dem Vorsitz des Reichstagsabgeord- fwtm Havcmann sand sih ter Reichshand- tnerf ctau5fi>u5 der De 'tschen D)Us>artei zu einer Tagung zu'ammm. (Einlci cn'e Ansprachen hiel- ten dcr Dor inende der Reich stagsfraftion Minister a. D Dr Scholz und Ministerialdirektor Tr. Hüt ten Hein vom Reichswi.-Ischaftsmmi- ftettum. 3n ihr n Re^en kam deutlich zum Aus- bruef, dah eine durch-r.übende Deferung der wirt- schrst ichen D^rhiltn sse davon ab ;ängt, das) untere Währung stabil bleibt und die außenpolitische Lage c-ine Entspannung erfährt.
Die überaus rege Aussprache sand ihren Niederschlag in einer Entschließung, dec tt>ir sollendes entnehmen:
Das deutsch? Handwerk ist wegen seiner siaatserhaltenden und kulturellen Kräste ein außerordentlich wertvol'ec De tandteil des deutschen Dolkskö'.p?rs. Seine Erhaltwrg und Forderung ist deschalb ein Erfordernis der nationalen Politik.
Der Retchshandwerke.ausschuh stellt unter diesem Gesichtspunkt solgende Einzelsorderungen aus:
1. Wiederbelebung der Wohnungswirt- schäft und damit des Daug-rwrrbes, als eines mahgebendon Schlüsselgewerbes für die gesamte Wirtschaft seitens des Reiches und der Länder. Di? Wohnungszwangswirtschast ist zwar schrittweise, aber mit aller Beschleunigung abzubauen. Kredite sür das Daugewe be müssen zur Stärkung seines Detriebsktpüals flüssig gemacht L-erden.
2. Eine vereinfachte, klare Steuergeseh- a eb u n g an Stelle des herrschenden verworrenen Systems. Die Stcuervecanlagung muh dem wirklichen. inneren Detriebswect der Unternehmungen entsprochen. Del der Vorauszahlung aus die Einkommensteuer für 1924 ist tev Satz von 2 Prozent bro Monat -u hoch, da der Verdi mst im Handwe-rk bei den jetzigen schwierigen Verhältnissen kaum 10 Prozent betragen dürste Der Ausschrh hält 1 Prozent für einen noch tragbaren Sah.
4. Die ^Regiebetriebe von Reich, Ländern und Gemeinden müssen abgebaut werden, so- tweit sie sich nicht als Mvnopolbetriebe bewährt haben, wie Slektrizitäts-, Gas- und Wasserwerke. Diese Ausnahme hat aber nicht für dort einge- richtete handwerkliche Regieb.-triebe zu gellen. Durch Oifenl g ing ihrer Abrechnungen und De- feitigung jeder steuerlichen Begünstigung muh der freie Wettbewerb hergeslellt werden.
5. Besel ig mg der Einrichtungen des Preistreibereistrafrechtes, die das Handwerk auf das schwerste schädigen (Kvnlrollausschüsse).
6. Zuführung billiger elektrischer Energie an die Betriebe des Handwerks und des Gewerbes.
7. Einschreiten des Staats gegen alle Fälle von Zinswucher.
8. Dald'g? Verabschiedung deS Rdchsrahmen- gesetzes über die Derufsvertretung für Handwerk und Gewerbe, Einrichtung eines Staatssekretariats für das Handwerk.
Wirtschaft.
Die Januar-Handelsbilanz passiv.
Die Handelsstatistik für den Monat Januar 1924 weist infolge der unveränderten Vecwal- tungsverhältnisse an Rhein und Ruhr dieselben Fehlerquellen auf, wie in Vormonaten. Seit Beendigung des passiven Widerstandes ist sogar der der deutschen Kontrolle und damit dec Statistik entzogene Teil des Außenhandels so groh geworden, dah wieder von einem „öoch im Weste n" gesprochen werden muh. Wenn man die so entstandenen Fehlerquellen nirl-erücksichligt läßt, ergibt sich etwa folgendes Bild: Dir Einfuhr belief sich im Januar aus 563,2 (Dezember 492,4), die Ausfuhr auf 431,0 (Dezember 561.1) Millionen Goldmark. Demnach ist die Januar- Handelsbilanz passiv. Allerdings sind von der Einfuhr 30 Millionen abzuziehen für die Einfuhr von Reis im Jahre 1923, die na-ch- träglich gebucht worben ist. Die Einfuhr von Lebensmitteln und Getränken ist von 139,6 auf 175,2 Millionen Goldmark gestiegen. Die Einfuhr von Rohsliofsen und Halbfabrikaten von 275,3 auf 291,8. Die Ausfuhr von Frrrigwaren sank von 476,4 auf 367,5. Rach Vergleichen mit früheren Jahren ist der Rückgang dec Ausfuhr Wohl hauptsächlich als eine Sriiso^erscheinung aufzufassen. Dazu kommt als Grund die Derlei e- rung der deutschen Exportwaren und die wachsende französische Konlücrenz infolge teS Franken- fturzes.
*
Die Neichsbank Ende ftebrnnr.
Wie der Ausweis der Relchsban? vom 29. v. M. erkennen läßt, hatte die Kreditbeanspruchung, die nach wie vor überwiegend in Rentenmark befriedigt wurde, etwa das Ausmah der Vorwoche. Die gesamte Kapitalanlage stieg um 88,8 auf 1472,3 Trill. Mark, wobei sich die Bestände an Rentenmankwech e n und -schecks um 69,1 auf 667,2 und die Reatcr.imark-Lombardfor- derungen um 2,4 auf 185.1 Mill. Rtm erhöhten, wahrend im Pap'.ermarkl'reNtgeschä t einer V r> meheung des Wechselkontos um 28,8 ^uf 498,4 eine Abnahme des Lvmbar^o.itos um 11,5 auf 121,5 Trill. Mark gegenüberstand.
Auf der Passivseite war zum Monatsschluh eine neue Steigerung des Danknotenumlaufs, sowie ein erheblicher Abfluh bei den fremden Gel
dern zu verzeichnen. Die Danknotenaus- gäbe wuchs um 51,2 auf 587,9 Trill. Mack. Die Einlagen gingen insgesamt um 133 aus 650,5 Tritt. Black zurück, und zwar belief sich die Verminderung bei den Papiermarkguthaben auf 51,3 Tritt. QRarf, bei den Rentenmarlgut- haben auf 81,7 Mitt. Rtm.
Die Abhebung von Rtm. im Giroverkehr und die erwähnten ReuausleiHungen von Rtm. wurren aus dem Bestände dec Reichsbank an Rentenbankscheinen bestcit en, der dcm- gemäfj von 172,5 auf 15,6 Mill. Rtm. zusammen- schmolz. Das von der Aeichsbank bei der Renien- bank aufgenommene Darlehen erfuhr In dec Berichtswoche keine Veränderung
Bei den Relchs<aclehenskassen wurden 0,3 Trillionen Mack zucückgezahtt, so das) der Darlehensbestand auf 9,5 Trillionen Mark abnahm. Auf den gleichen Betrag sanken die Bestände dec Reichsbank an Daileh-rnskassrnscheinen. da ein den Darlehensructzah'.ungen entsprechender Betrag an Darlchenskassenscheinen von der Reichsbank an die Darlehenskassen zurückgeliefect wurde.
*
*GutSreform. Die a. o Gereralversamm- lung vom 10. März in Fran'.surt a. M. beschloh einstimmig fügende S atutenänderungen: 1. Festsetzung der Höhe der Geschäf San eile auf 100 RM. 2. Festsetzung der Haftsumme aus 500 RM. je Gesches SantciL In den Vorstand Wirde als ordentliches Milglied Dc. Z e r 11 n g - Würzburg berufen.
• Günstigere Wirtschaftslage in Oberbayern. Die Handelskammer- München gibt einen Bericht über die Wirtschaftslage in Oberbayern heraus, dcr leise Anzeichen einer Besserung fest stellt. Die allgemeine Kauffchwäche, vor attem der Landwirtschaft. habe einen meiieren Abbau dec Rohmaterlalienpreise und eine Er- teichtcl-ung der Zahlungsbedingungen bewirkt. In dem Bericht wird noch festgestellt, dah trotz des weitgehenden Lohnabbaues die Entlastung ber Wirtschaft von unproduktiven Ausgaben noch nicht so weit fortgeschritten sei, um überall die Wiedergewinnung verlorener Weltmarktpositivnen zu ermöglichen.
' Keine Außerkurssetzung amerikanischer Banknoten. Entgegen ten in letzter Zeit furfierenben Gerüchten über eine Einziehung nordamerikanischer Banknoten teilt die Verwaltung dec Equitable Trust Eompany of Rcuyork mit: »Was Anlast zu dem Gerücht gegeben haben mag, kann die Tatsache sein, das) Die Zweidottarnoten nicht mehr hergestellt werden, so daß sie also nicht mehr in Umlauf gesetzt werden können. Rlchtsdestvweniger sind die in Umlauf befindlichen Dollarnoten weiter gültig. Unseres Wissens sind bisher noch- nie Dollarbanknoten und auch- keine Dottarmünzen auKurs gesetzt worden, und trotzdem nach- den hiesigen Gesehen ein solches Vorgehen möglich wäre, glauben wir nicht, dast Im Einklang mit der bisherigen Gepflogenheit in absehbarer Zeit eine Austec- kurssetzung von Dvttar-nolen oder -Münzen in Frage kommen würde."
* Dle französische Kohlenförderung im Jahre 1 9 2 3. Die französische Kohlenförderung im Jahre 1923 betrug: Kohlen 38 486 000 T., Koks 1 985 735 T., Briketts 2 7£3 947 Tonnen. Unter Berücksichtigung der elfaft-lothdn- gischen Produktion (4290 T.) stand die Kohlen- sörderung laut „Jndustriekurier" um 6 655 000 T. und die Koksproduktivn um rund 700 000 T. hinter derjenigen von 1913 zurück.
*
Frankfurter Börse.
Frankfurt a M., 11. März. Tendenz: Anfangs schwach, bann etwas erholter. — 3m ©egeirfat) zu der gest.ig-n schwache:r Schlustbörs? eröffnete der heutige Der'bchr belebter, obwohl man verschiedentlich seitens dec De ufssp-.kalation Abgaben i wrg bemerkt^. Die Tendenz war auf k-i.nern Marktgrb'et c-i'hntllch Schrächm: lagen Barckaklim; bei erster Rotie.una bül t n Diskonto, Dresdener, Da-mstädte.' vl.t. Am Montanaksten- märst lauten die wenrqen zu ermittelnden Kurse a-ftnilich schwäch n D utsch-Luremburger minus 2 Ditlionen. Ober^esische We ste nach>ebend, bsond.-rs Oberchedarf gedrückter. Mas-Hvv nlverte lagen'schwächw. Adle wech, Dain'er, Estlvnaer, Karls über, Kraust Lolvmo l.oen gaben nach. Auf dnn Gebiete dec chemischen Aktien m:ir)tcn sich Arilvnwerte mästige Rückgänge gefallen lassen. Dadi ch: Anilin eröfsnebm beisp elsweich zt'. ka 1 Ti'lion niedriger. Rütgerswr.ke gedrückt. Aehnlich ist die Situation bei den Elektristtats- werten, wo A. E. G. ''achzaben: befen?c .s schwach lagen Lahmeyer. 03 on soustl'en Westen sind Ps'ib Holzmann, Sw^ckich Gummi Jul. Sichel sch -ächec, Zement H.-id-über,^ angeboten. Zellstosf ODalddof büfjten 1 Proze.ck, Dtzcke.ho.f 0 600 Prozent du. 3n Rorddeutscher Lloyd und Havag war das Geschäft klein bei schwach.-n Ku.s-en. Am Markt ber amtlich nicht n>Insten Werte trat ver- schi.deutlich eine Senkung bes Kursniveaus ein. Deisec gehalten haben fil> Holsatia, die mit 1.6'0 bis 1 700 etwas lebhafter g.-handelt wurden. Man nannte Api 6 bis 6,125, Becker Stahl 8,775, Decker Kohle 9,225, Growaa 360 bl 3 350. Hansa Lloyd 1.700 bis 1 8?0, Entr:p ise 44 000 bis 45 000, Chemi'ch' Remy 725, Mez Söhne 5003, Krügershall 9,500, Ufa 8)00, Unt-nbrennerei Kehl 850, Ludwigsburger Porzellan 3,225.
Berliner Dorfe.
Deckln, 11. März. (Wolfs.) Die gestern ungütt'ili wr.chnden G aä-hte über d ie Zusammenlegung der Aktien bei der QJe.liner Handelsgesellschaft und über Kreditkündigu.ige i bei dec Seehmdlung haben feine Bestätigung bezw. eine beruh genbe Aufstärung gesunder. 3n,olg des,en
konnte der heutige Effektenverkehr mit einer leichten Erholung beginnen Guten Eind.uck mach.e auch L-ie Zeitungsmel>ung, dast öie Resereuten Lee Samstag-Kundge'bung für Herabsetzung dec Böcseiiumsatziteuec zu einer Besprechung in das Reichs,inanzministerium c,elai>.-n worden seien. Demgemah sanden die Otüdfäufe statt, die namentlich am Mo.staiimarkte die Kursgestaltung günstig bedp.ilu6ten. Hier erzielten die noch im Kurse stehenden Pap.ere wie lLochumer und Essener S.emkohle, Hacpenec und Kattowihec sowie Rheinstahl Au,b.sserungen um 1 '/_>—3 Bill. Proz. Bo i chemischen Pc.pieren zeichneten sich nur Ober- sr l s.sche Kotswerte durch Hch.rb.we. tu. g. nämlich um 4 Bill. Proz. aus. Von Eleftriziläts- Güten waren Siemens & Hals.e 2 Bikl. Prnz. höher. Maschinenfabrilaktie:: waren wenig rer- äiidert, auch Bank- und Schiffahrtsaktien lagen still auf dem gestrigen Kursstand. Ein gleiches kann von den auslonoischen Renten gesagt werden, frage gen schwächten sich deutsche Anleihen weiter ab. Rach dec Erl.-d gung der ersten Kaufaufträge erlahmte das Geschäft aber w.eoec vollkommen und nahm die jetzt bereits gewahrte Lustlosigkeit an. Im allgemeinen bestand aber, vor g legentlichen unbe.eulenden Aibröckelungen al/gcs.hen, Widerslandssähigkeit gegen weitere Rückgänge. Schlesische Mv.rtanpapiere blie'e.r fest und besserten sich zum Teil sogar etwas, namentlich Oberschlesische Eisenindustrie.
On Billionen Prozent
Dotiim:
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Dörsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
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Vlualo Cont.^Muano .... Badische A Ilin........
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Telegraphische Auszahlung.
(Ohne Gewähr.)
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Banknoten.
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Holländische Noten.......
Deutsch Lesierrcich. 1 100 Kronen fimrrifnnlfrfir Noien......
Englische Noten .........
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Belgisch, Noten .........
Nugorllch» Noten
Tsch-cholloivalische NotM illoeioegischk 9/oifn...... •
Numäutsch« Noten
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Märkte.
Derlmer Produktenbörse.
Berlin, 11. März. Bei andauernd sehr stillem Geschäft erfuhren die Prdse heute am Pcvduftenma.kt nur geringfügige Aenderuagen. W.i^-m war seit ms dec Mühlen wegen des schlechten Mehlabsatzes wenig begehrt, Roggen ti>ar wenig an geboten, beaezmste aber auch keiner Kauflust. Gerste war ruhig, Hafer war zu Preb sen, yu bon.n neue Ware zu bestehen i|t, nicht zu verkaufen, Kleie blieb fest, auch Futterartikel waren eher etwas bester. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märf. 161 bis 166 (stetig), Roggen, märf. 129 bis 135 (stetig), Braugerste 170 bis 185 (stetig), Hafer 111 bis 120 (stetig), Raps 295 (stetig), Leinsaat 410 bis 415 (stetig); für je 100 Kilo: W:i;e:Tmehl 24,50 bis 26,50 (behaupt dH Roggenmehl 20 50 his 22,75 (behauptet), W 'ftenklei: 10 bis 10,20 (fest), Roggenkleie 7,60 bis 7,80 (fest), Bittoriaecb.'en 27,50 bis 29, kleine Erbsen 17 bis 19, Futtererbsen 13 bis 14,50, P.luschken 12 bis 13, Ackerbohnen 14 bis 15, Wicken 15 bis 16, Lupinen 14 bis 14 50. Seradella 16 bis 16,50. neue 14 bis 15, Rapskuchen 11,30, Lei ck.ch n 22 bis 23, Trostenschmitzel 8 30 bis 8,50; für je 50 Kilo: Weiten- und Roggenstroh 0,75 bis 0,90, 5mferstroh 0,60 bis 0,70, strohseilgeb. 0,55 bis 0,70, Häcksel 1,05 bis 1,20, Wiesenheu 1 bis 1,25, handelsüblich 1,40 bis 1,60, Kleeheu 2,20 bis 2,50 Mark.
Frankfurter Getreidebörse.
F r a n t f u r t a. M., 11. März. Es notierten für je 100 Kg.: Weizen (Wetterau) 18.75 bis 19.—, Regien 16.50 bis 16.75, Sommergerste für Bauzwecke 21 50 bis 22 25, Hafer (inländisch) 15 50 bis 16.—, Weizenmehl (füdd. Spezial 0) 27.75 bis 28 50, R ggenmrhl 24.25 bis 25 —, Welzen- und R^^enkleie 9.50 bis 10.25, Laplata-Wais 19.50 bis 20.—.
Büchcrtisch<
x Encyclopädie der Rechts- unb Staatswissenschaft. Herausgegeben von Kvhlvausch und Kaskel. — Julius Springer, Berlin 1923. — 1. A11feld, Urheber- und Er- slnderrecht. 2. v. L i l ie n t ha l, St ras prvzest recht. 3. Ehrenberg, Privatversicherungsrecht. Die Kvhlcausch-Kaskelsche Encyclopädie, deren Erscheinen in vollem Flusse ist, hat in den vorliegenden Bändchen sehr gute und übersichtliche Darstellungen über die behandelten Grbiete ber- ausgeboacht, die nicht nur dem Lernenden ein angenehmes Hilfsmittel, sondern auch dem Fertigen durchaus willkommen si.rd. Der Allseldsche und Ehrer.bergsche Grundrih des Urheber- unb Et-finderrechts bzw. des Privatvrrsicherungsrechts geben zwar knappe, aber alles Wesentliche b.lugende Darstelluirgen, die klar und scharf gegliedert, in flüssigem Stile geschrieben, dem Studierenden wertvolle Hil,e bei der Einarbeitung in die interessanten Materien fein werden. Die umfangreiche e Darstellung des Strafprozess^ durch Lilienthal w,rd sehr freudig begrübt werden, um so mehr als ein moderner Gcundrih dieser A t fehlt. Lilientl.'al weis; seinen „spröden" Stoff geistreich zu gestalten und trotz aller Sachlichkeit immer .interessant dem Leser vorzuführen. Die grasten Grundlinien des Strafprozesses, seins Unterschiede gegenüber dem Zivilp.vzest werden trefsead und klar h^causgearbeitet, zugleich aber werden auch i ie Heineren Einzelheiten sehr geschickt eingeflochten.
So gut die Darstettungen auch immer sind, so lassen sie dennoch eines schmerzlich vermissen: den kritischen Apparat. Kaum einmal finden sich Hinweise auf Spezialliteratur, auf Entsch^idun.en dec Gerichte ufto. Drs täuscht leicht den jungen Juristen über die SchwierigLi'.en hincoeg, und vi.'l.ach erschwert es ihm und insbesondere dem Dorgerückte.em in hohem Maste, sich rasch unb a gonehm über irgendein Ein e p o5lern zu orientieren. Ohne die großen Handbücher kommt er nicht aus. Dieser Mangel tritt vor allem bei umfangreicheren Darstellungen in T.scheinang.
Gftichwohl aber können die vorliere rden Hefte dem Studierenden inSbosvndere empf.oh'en werden, und getoif; hat die Verlagsbuchhandlung ihr Ziel erreicht, „in knappster Fnm den an den älniuer- fitäten vocge r'genea x?<b ftoff vor-zuftihren, eine Uebetsicht zu bieten und zum Arbci.ea an^uloiten.“
( ?-n Teil der A"'! ' rr-.' ''-••hnlt )
Morgan unb eine französische Anleihe.
London. 11. März. (WTD.) Reuter meldet aus Reuyork: Dir Firma Morgan lehnt es ab, die Gerüchte, wonach sie im Begriff sei, mit der französischen Regierung über eine Anleihe zu verhandeln, zu bestätigen oder zu dementieren. Auf jeden Fall ist man aber der Meinung, daß in der Sache keine Entscheidung möglich ist, bevor der Bericht des Generals. Dawes bestätigt worden ist.
5)as 9Dreteck> ist in den "kweisctl ansprucchsvoUer ^Rccu.cKeV' f woMbekannrt


