uns, der ferne Zugend zur Zett der Reich-grün^ innig erlebt hat, empfindet nicht den ungeheuren Gegensatz zwischen drift ttnb jetzt? Zehn Zähre sind jetzt Krieg, der 11. Januar erinnert uns daran, dast wir auch im Zahre 1923 «ne Niederlage erlitten Haden. Wir haben schweren Herzens den passiven Widerstand aufgeben müssen. Ss ist nicht fo, dast da ein Verrat am Bat«- lande, ober ein Verrat an VH ein und Ruhr vorlag. 8s gibt für uns keine Rhein- und Ruhr- frage, sondern mir den einen Gedanken haben fr-ir, dast
Rhein urrd Ruhr deutsch sind und deutsch bleiben.
Lad es auf ewige Zeiten keine LvSlösang dieser kostbaren Gebiete von der deutschen Heimat geben kann Es war auch keine nationale Schwache, die den Ruhrkamps abbrach, sondern einfach die un- austr-eichliche finanzielle Rotwendigkeit im 3nter- esse des Reichsganzen. Don vielen Seiten ist ein anderer Wege empfohlen worden, um mit aller Bitterkeit und Schmach und Schande aufzuräumen. Es ging das Wort, Last ein entschlossener Wider- stand, der Appell an die eiserne Faust jetzt kom- men müsse 3d) habe ein auberordentliches Verständnis für diese Stimmung und must doch sagen, dast ich es für Torheit und ein Verbrechen halte, mit diesem Gedanken zu spielen. Es ist für das deutsche Doll eine bare Unmöglichkeit, jetzt diesen Appell an die eiserne Faust zu richten. Wohl mag er mal in der Zukunft kommen, denn letzten Endes ist ja die Macht daS ausschlaggebende. Wie kann denn ein Volk Krieg führen, das über kein Geld verfügt, das nicht die moderne Waffen- technrk benutzen kann das bis jetzt noch kerne Freunde in der Welt hat? Aber in unseren Kreisen und auch bei Stresemann ist der Gedanke eine Selbstverständlichkeit, daß nicht-, aber auch gar nicht- aufgegeben werden darf von den deutschen Rechten und
Ansprüchen.
Wir und Stresemann glauben fest an eine deutsche Zukunft. Für diese Zeit must aber erst die seelische Dereitschaft des Volke- geschaffen werden. Für diese Auffassung deutschen politischen Lebens danken wir unserem Führer Stresemann. Man glaube doch auch nicht, dast unser Schicksal von uns allein entschieden wird. Wir leben mitten in der Welt und unser Wohl und Wehe ist sehr verknüpft mit dem. was um uns ist, von dem Vertrauen oder Misttrauen der Welt. Gs ist aber auch nicht so, wie die kindlichen pazifistischen Träumer meinen, dast ein Kongreh oder die Leitsätze des Völkerbundes die Beruhigung der Völker h«beisühren. Seit Monaten haben wir sehen können, wie die Gegensätze wachsen unter den 26 Hunden (den feindlichen Mächten), die den einen Hasen (Deutschland) totjagen wollten. Eine neue Konstellation der Mächte am uns steigt langsam heraus. Klar und vorsichtig, aber Schritt für Schritt sich wieder zur Geltung zu bringen in der Völkergemeinde, dazu gehört ein grostes staatsmännische- Geschick.
Wenn man unsere wirtschaftliche und politische Lage betrachtet, muh man ehrlich davon sprechen, dast wir tatsächlich ein verarmtes Land sind. Unb doch ist Melancholie kein Losungswort auch in bezug auf unsere beutsche Wirtschaft. Dast jetzt eine gröbere Beruhigung und Sicherheit tm Wirt- schastsl-ben Deutschlands eingetreten ist, ist letzten Endes die Frucht der Arbeit, Ne geleistet wurde, als Stresemann das Regiment in Deutschland gehabt hat. Hetzt rinnt neues Blut durch unsre Adern, es ist wieder Freude an der Arbeit, am Sparen da, kurz alle guten Tugenden des Deutschen werden wieder lebendig. Zeder, der für sein deutsche- Volk zu denken gelernt hat und Liebe für das deutsche Land in sich trägt, muh sich freuen, dah man jetzt endlich mit den
törichten WirtschaftSexperimenten gebroch»»
^hat, dah man auf der alten Disis, die bewährt ist. eine neue Wirtschaft aufbaut 3n dieser Zeit ^müssen natürlich alle Komplikationen mög'ichst hintangehalten werden, denn im eigenen Hause
-darf jetzt kein Zwist sein. Das ist auch der tiefere Grund, warum die deutsche Volkspartei die Grohe Koalition einzing. Dir deutsch» Volk?- partei hat Verständnis für alle Schichten und Berufe in Deutschland, für uns ist es nvcht so, dah der Sozialdemok at kein Bruder ist. sondern für unS sind alle, die im deutschen Lande atmen, Kinder des gleichen Hauses, ilnferer inneren Einstellung nach muhten wir mit der Sozialdemokratie zusammenarbeiten, falls dort der alle Wille dazu vorhandrn war: auch aus politischen Gründen war daS notwendig, denn wenn man vorwärts will, muh man alle Kräfte zusa nmenfassen und jedem ein Stück Verantwortung auferlegen. Deshalb ist man durchaus nicht dem Marxismus erlegen. Wenn das HauS brennt, kann ich mit meinem Bruder nicht zürnen und streiten. Die Grohe Koalition ist bann burch die Schuld der Sozialdemokratie tn die Brüche gegangen, sie hat die Arbeitsgemeinschaft gebroch n Dast die Probe auf das Exempel nicht umsonst war, bewrist Ne grohe Unruhe innerhalb der Sozialdemokoaiie, tn der eine innere Zersetzung statifindet. V el- leicht kommt der Dag. wo grohe Teile der Arbeiter sich dort loslösen und sich zu einer
nationalen Arbeiterpartei
zufammenschltchen. Für uns war die Drohe Koalition nia politischer Grundsatz, sondern nur taktisches Mittel. Wir sind bereit. Ne Torheiten, die bic Revolution gebracht hat, wieder gut zu machen. Unsere Einstellun; zu Bayern und zum Föderalismus ergibt sich auS unserer Einstellung zum gesamtdeutschen Leben. Wir sind der Ueoerzeugnng, dah jedem Bundesstaat seine Eigenart gelassen werden muh.
Zch stehe nicht mit Pessimismus dem deutschen Schicksal gegenüber. Ich sehe leiseS Morgenrot über Deutschland, aber daS kann nur gröber werden. wenn wir alle in Deutschland «wisse innere Bedingungen erfüllen, von denen deS deutschen Volkes 2lufftieg abhängig ist. Dor allem ersehne ich, dah die Flamme deS nationalen BewuhtseinS weiter wachsen möge.
Gs kann für daS deutsckr DoN ein Existenz- recht in der Welt nur dann geben, wenn es sich darauf besinnt, dah es national sein muß bi< in- Lebensmark.
Zeht must in Deutschland endlich Schluh gemacht werden mit allen demokratisch-pazifistischen 3 de en. Zetzt müssen wir wieder unseren größten Stolz darin sehen, deutsch zu fein. (Lebhafter Beifall.) Erst kommt mein Voll, bann die andern, erst meine Heimat, dann die übrige Welt! Manche Wirtschaft-Verbindung zu uns ist abgebrochen worden und viel Qkrtrauen des Auslandes ist unS verloren gegangen, weil das Ausland den deutschen Stolz und das Der-
trauen de- Deutschen auf seine Heimat nicht hat entdecken Genen.
Rur die Völker werden in der Dell geschätzt, die von eigener Art nicht weichen. Die sich de» Geist nicht nehmen lassen, der entstanden ist au- ihrer Kraft.
Das ist eint grohe Aufgabe für die deutsche Gegenwart und für den Lebensaufstieg des deutschen Dolles. Alle Gedanken und alle Kräfte müssen wir eintet*en für deutsches Wesen. Bis in das letzte Haus und den letzten Kopf hinein muh bic Sehnsucht entstehen, deutsche Art zu wahren und deutsches Wesen lieb zu haben, denn nur dann kann eine gute Zukunft für uns erstehen. 3n dem Augenblick, wo wir wieder den nationalen Gedanken in den Vorder- gründ stellen, wird auch der Klassenkampf, der elende, jämmerliche Parteizwist verschwinden. Zum Wiederaufstieg unsere- Dolles brauchen wir auch eine
tiefiuuerliche sittliche Erneuerung.
DaS tausendfache ünglüd unsere- DolkeS liegt letzten Endes in dem wahnwitzigen Materialismus. der unter uns herrscht. Der 'Aufstieg unseres Volles nach 1806 ist glommen aus dem kleinen LebenSkreis reiner, stürmender Idealisten, Deutschlands Aufstieg in der Gegenwart kann auch nur aus dem reinen, stürmenden Idealismus kommen. Wenn wir b.e sittliche Erneuerung unseres Volkes erleben, wird alles andere schließlich von selbst kommen. Bismarck ruht im Sachsenwalde, aber
Di-marcks Geist soll in tm- leben.
Lassen Sie uns dafür sorgen, dab wir alle reihen an unseren Ketten und den Tag vorbereiten, an dem diese Ketten zerbrechen werden. Dor uns liegt bic grohe deutsche Zeit, ilnfere Aufgabe Ist es, mit ganzer Seele daran zu glauben, und untere Pflicht ist es. für fte zu arbeiten. Zeht sind nicht die Tage des Aus- ruhens. Kampf ist die Parole für uns Deutsche. Wie einst bic preußische l Generäle in der schwersten Äriegäbebrängni3, die auf Preuhens groben König lastete, erklärten: „<S'in Hundsfott, wer Se. Majestät in solcher Situation vrrläht", so gilt auch für unS Deutsche das Schicksalswort: „6in Hundsfott, wer fein Vaterland tn solcher Situation tm Stiche labt." (Stürmischer Deifall.)
Hierauf sprach bet Landtagsabg. Prof. Dr. Schi an über „Hessisch» Fragen". Seine Ausführungen fanden gleichfalls stürmische Zustimmung. Wegen Mang.l an Raum in der heutigen Rümmer werden wir über diese Rede erst in der nächsten Ausgabe berichten.
Hessische Nolhilfe.
Zur Linderung der groben Rot, die auch tm Hessenlande sehr viele Familien und alleinstehende alte Leute in schwerster Welse bedrängt, ist jetzt ein allgemeines hessisches Rot - Hilfewerk in die Wege geleitet worden, das frei von allen politisch!en oder kon° fessionellen Gesichtspunkten überall da helfend eingreifen soll, wo die Rot die Betätigung der Rächstenliebe erfordert. Ein Aufruf, der in diesen Tagen durch die Presse and durch Öffentlichen Anschlag zur allgemeinen Kenntnis gebracht wird, fordert alle Mitbürger in Stadt und Land zur llntersiühung des groben sozialen Werkes auf.
Als Fürsprecher deS Hilfswerkes zeichnen folgende Stellen: ®efamtmtniftenum, Landeskirchenamt, Bischöfliches Ordinariat, Hessische Handelskammern, Handwerkskammer, Landwirtschaftskammer, Landeskommission der freien Gewerkschaften, Landeskommission der freien Angestellten-Gewerkschaften, Christliche Gewerkschaften in Hessen, Deutscher Gewerkschaftsband, ©ixingeli- sches Arbeitersekretariat, Hessischer Beamtenbund, Landesverband für Innere Mission, Carltasver- band, Israelitische Wohlfahrt in Hessen, Hessisches Rotes Kreuz (Landesverein und Alice- F rauenverein), Landesausschub für Arbeiterwohlfahrt, Landesverein Hessischer Zeitungsredakteure.
In dem beherzigenswerten Aufruf heißt es:
Rettet die Kinder, euere Zukunft! Erbarmt euch der Rot der Alten!
Gedenkt der Dielen im Elend!
Schützt sie vor Hunger! Dringt ihnen Licht und Warme!
.Rotgemeinschaft" und „DolkSvvfer" sind ein Denkmal deutscher Opferwilligkeit. Sie haben gezeigt, dah Herz und Sinn sich über eigene Sorgen nicht zu verschließen brauchen vor des Rächsten Rot. Erneut haben jetzt die ReichSregiernng und die Regierungen der Länder zur deutschen Rothilfe aufgerufen. Sie sprechen aus, was alle Deutschen im Innersten bewegt. Einzelne Städte und Gemeinden haben bereits eine örtliche HilfS- tättgteit eingeleitet. Ist auch schon viel getan, es muh noch mehr geschehen.
Du hast noch nicht genug gegeben! Gib schnell und reichllch!
Akechliche Nachrichten.
Evangelisch« Gemeinde«.
Diesten. Sonntag, 13. Januar. 1. n. Epiphan. Stadtkirche. Kein Gottesdienst. IvhanneSkich e. S'/,: Pfr. AuSfeld. 11: Äinber!. f. d. ZohanneSgem. Pfr. AuSfeld. 5: Pfr. BechtolSheimer. — Kirchberg. 10. — Mainzlar. I1/,. — Saubringen. —
Wiefeck. S'/.- 11: Kinderkirchs
Katholische Gemeinde«.
Dietzen. Samstag, 12. Januar. 41 ,u. 7 Beichte. Sonntag, 13. Januar. 67, Deichte, 7 Messe, Komm, d. Züngl.. 8 Komm., 9 Hochamt m. Pred., 11 Messe m. Pred., 5*/i And.
Handel.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. W., 11. 3an. Tendenz: Befestigt. — Bei ruhigem Geschäft war die Tendenz an Der heutigen Effektenbörse etwas fester. D>n Einzelheiten deS Verkehrs wäre zu berichten, dab sich am Montanaktienmarkt *u Beginn die Kurse gut behaupteten, die Umsätze bescheiden sind. Als fester zu erwähnen sind Car), Buderus, Westeregeln. Das 3ntercHe für Bankaktien hielt an. Dresdener Dank wurden bevorzugt, auch Deutsche Druck'. Darmstädter gesuchter. Auf den Industriemärkten war die Haltung unregelmäßig. Anillnparinx zunächst behauptet. Th. Goldschmidt fester. Sch.ldeanstall, RütgerSwerke sind mäbig hoher. Am Slektromarkt waren zu Degstm A S. G. zurückgedrängt Degehrter find etwa Bergmann. Schuckert buhten 3 Prozent ein. Klnnere Werte, wie Daimler, f-DtDtc auch Adlerwerke bester.
Maschinenfabrik Karlsruhe uraxränöert Metall- getellschaft Frankfurt abgeschwächt. Devrr^ogter zeigten sich Brockhus, Gebr. Fahr angeoown. Havag und Rorddeutscher Lloyd bei stillem Geschäft preishaltend. Don Auslandsrenden waren Türken eher etwas bester. Wertbeständige Anleihen lagen stiller. Heimische Anleihen unterlagen Schränkungen, Bayern und Kriegsanleihe behauptet. Julius Sichel. Mainkraftwerke Mönus lagen bester. Zuckerattien geigten ein recht lustloses Aussehm. Frankfurter Dank iraven Gegenstand lebhafter Nachfrage. Am Markte der amtlich nicht notierten Werte war die Haltung bc: regerem Geschäft geteilt, jedoch konnten sich die Kurse vorwiegend behaupten. Becker Stahl 11 500. Decker Koich- 12003 bis 12 225, Growag 425. junge 375, Deutsche Petroleum 28 000, Hansa Lloyd 1700, Chemische Andrea 950 biS 1 Dillion, Ufa 7003, Unionbrennerci Kehl 625, Chemische Remy 775 bis 800. Frankfurter Handelsbank 55, Eontibank 300, Api 13 500.
Berliner Börse.
Berlin. 11. Zan (Wolff.) Die Börse bot heute das gleiche Bild ausgesprochener Geschäftsstille und Lustlosigkeit wie an den Dortagen. Es ist aber sestzustetten, dah die Verkäufe erheblich nachgelassen haben und die bereits gestern ber- toigctretene Reigung zu Rückkäufen tn mäßigen Kurserholungen weiteren Ausdruck fand. Im allgemeinen war der Kursstand ter Industrie-, Dank- und SchiffahrtSaklien g:gen gestern nur wenig verändert Wo Erhöhungen eintraten, hielt sie sich tm Rahmen von 1 bis 4 Dill. Rur Anglo-Guano, Obericl-lesische Kols werke und Ackumuli:oren stiegen bis 9 Dill. Ab und zu flackerte für das eine oder andere Papier von der berufsmähigen Spekulation geschürtes Interesse auf, was namentlich für Bankaktien gilt Doch war diesen Dersuchen zur Unterbrechung der gcckchäfllichen Eintönigkeit kein Erfolg beschieden, und bic Märkte fielen wieder in die alte Lethargie zurück. Die gleiche GeschäftS- ftille wie für Aktienpapiere bestand bei zumeist unveränderten Kursen aud> für Rentenwerte. In der Flüssigkeit des Geldmark.es und der Festsetzung der Devisenpreise hat sich gegen gestern nichts toc- sentlich verändert, nur die Zuteilung für London muhte etwas eingeschränkt werden.
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
■Diotbenbenpapfere tu ausL Anleihen In Billionen Proz. tue fest verzins!. deutsch.Unl. In Millla den Prozent.
Datum:
5% Deutlcde NetkyScinleihe . <70 Deutsche Rcicdsanlrthe .
8’/.•/« Deutsche auleifie
S»/n Deutsche NeichSnilcive . Deutsche Sparprcuntcnaulctbe 4e/o preußische «onsol» . . .
Hessen...........
mfr::::::::::
*/. BoHtürten.........
6*/e (Solbmeritaner
Berliner HaudelSaesellschaN Cetrnneri- and Pttvat-Bank.
Darmst. uod Naltonatduok - Deutsche Bank.........
Deuische BecetnSdank .... Di »conto Conunanbit .... Metallbant...........
Mitteldeutsche Treditbank. . Oefteeretchische ltreditaoftalt Westbaak............
Bochumer Saß ... ... Buder S............
Caro
Deutsch Luxembarq Gelsenkirchener Bergwerk». . Sarveiier Bergbau......
aUroede Ascher4leb«u. • . . »aktiverk Westeregeln..... Laurahütte ...........
Cbecbebarf . .
Phönix Bergbau..... .
flneimtabt......
ksii'bect Montan Tellur! Bergbau
Hamburg.«merika Tatet. . . -rorddeutscher Lloyd.....
tenneerf Heidelberg . . .
VV Holzmana......
«ngko Tant.-Suauo ..... Badische Nnilstt........
Goldschmidt..........
Srielbcimer Tlectro» «... Höchster Farbwerke »oltveiloylung ....... Siutger»werte.........
kcheideanstalt ...
«llg- Eleltrizitrlt8.«ese0schast Bergmann...........
Main trostwerte........
Schultert...... .....
Siemen» <t HalSk»......
«dlerwerke Steher ..... Daimler Motore». ..... Leyligenstaedt......... Megutu..........•••
Metallgesellschakt Unmstvn. S nbfabrit Her».......
Hellfteff Waldhof.......
Hurfertabrif Frankenthal . • Huderfabrif Waghäusel • ■ • Pkt. Unton a^a.......
Frankfurt a. M
Berlin
Schlud- Äurs
Schtuk- flurs
SAlufe- flu •
Schluh. fllir»
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11.1.
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—
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3,7
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0,912
0,975
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0,900
0,730
0,775
0,78
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24
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Devisenmarkt Berit«—Frankfurt e. M. lTelegraphifche Auszahlung.) (Ohne Gewähr.)
10. Januar
Datum:
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786106
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211470600000 21250000000 04087000»
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Amtliche Dotierung (Seit» | Brie'
1e»45J5'WUö 191477000000 1624x5000000
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3110440000000
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643355000000
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(Ohne Gewähr.)
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61
Markte.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 11. Zan. L?ustlvsigkett und Ge» ichätts stille sind m den Börsen räumen allgemein geworden. Am Produkt nmarkt war die Reichs- getreidestelle heute nicht Käufer. DaS Angebot von auherhalb ist zwar Heiner geworden, es befindet sich aber im Markte mehr als genügend Material von Wetzen und Roggen, um die geringe Rachfrage zu befriedigen. Für Hafer werden vom Konsum Preise geboten, zu denen aber Inlandswaren nicht zu beziehen ist. Für Weizenmehl ist die Tendenz andauernd still und schwach. Bei Dtzug von Roggenmehk zeigen sich die Mühlen aber weniger nachgiebig. 63 notierten für je 1003 Kilo in Goldmark. Weizen, märt 158 bis 162, Roggen, märt 141 bis 144. Sommer gerfie 165 biS 168 (behauptet), Hafer, märt 112 bis 118. pvmm. 107 bis 111, wrstpreuh. 106 bis 109, Mais. La Plata, trag gen frei Hamburg 171 biS 172 (behauptet), Weizenmehl (103 Kilo) 24,75 bis 28 (still). Roggenmehl (103 Kilo) 23 bü 26 (ruhig). Weizenll.-ie 8 bS 8,10 (fester), Rvggen- kleie 7.50 bis 7,75 (stetig). RapS 280 (still). Rübsen 450 bis 460 (still), Dikwriaerbsen 39 biS 41, Ä2inc Erbssi 20 bis 21, Futtererbsen 16 bis 17, Pcckuschken 14 bis 15, Ackerbohnen 12 bis 14, Wicken 15 bis 16, Lupinen, blau 14 bis 16, gelb 15 bis 17, Seradella. alt 16 bis 18. Rapskuchen 11,30 bis 11,50: für je 50 Kilo: Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb. 0,60 hiÄO.SO. Hafrr- strvh, drahtgepr. 0,50 bis 0,70, Strvy^strohseilg^. 0,40 bis 0,50, Langstrvh, geb. 1L0 bis 1,40 Wiefenheu 1 bis 1,10.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 11. Zan. Ss notierten für je 100 Kilo. Wetterauer Weizen 19,25 biS 19,50, Roggen 17 bis 17,50, Sommergerste für Brauzwecke 19,25 bis 19.50, Hafer, inländ. 14,50 biS 15, Weiten mehl, südd. Spesial 0 29,50 biS 31, Roggenmehl 26 bis 26,50, Weizen- und Roggen- Lleie 8 bis 8,50 Goldmart Tcmdenz: Ruhig.
Deutsche Wirtschastszahlen
Dollar am 11. Januar amtlich:
Berlin Geld 4 189 500 000033 „ Brief. ..... 4210 500 00503)
d.i.eine Soldmark (w Driefk.) = 1 002 500 000 000 Gvlbanleibe: Berlin 4 200 000 000 000 Frankfurt 4 200 003 000 000 Dollarschatzanweisungen: Berlin 4 200 000 000 000 Frankfurt —
Reichsbank-ZinSsätze:
wertbeständiger Diskontkredit . . 10 Prozent wertbeständige Lombarddarlehen 12 .
(für daS Jahr)
Papiermarkdarlehen ohne Gnt- wertungsklaufel 90 e SilberankausSpreiS der ReichSbank
tom 17. Dezember ab . 400 000030000fach GoldurnrechnungSsatz für ReichSsteuem
(Gültig für Goldzollaufgeld, llmrechnungSfatz f.d. Landabg.) bis auf weiteres 1 000 Milllarb. SvldumrechnungSsah für hessische Gemeindesteuern (vgt Amtsblatt des Ministeriums des Innem vom 14. Rovemb« 1923) »üt die Zeit vom 11. bis einschl. 14. Jan. — 80 Millionen LebenShaltungsinber a.7. Jan.: 1130 000 000 000 GrohhanbelSinder am 2. Januar 1197 000 000 030
(In einem Teil der Auflage wiederhoU.1 Reichstag und Personalabbau.
Berlin, 10. Zan. (WTD) Dem Vorschlag« des 15er-Ausschusses deS Reichstags entsprechend erachtete daS Reichskabinett eS für unbÄ>eallich wenn der Reichstag mit der Wahrnehmung der ihm zustehenden Rechte bei der Durchführung der Personalabbauverordnung einen S p a r - a u s s ch u h beauftragt, doch hält daS Äablnett es nicht für angängig, die Mitwirkung des ReichStagSauSschusseS durch Verordnung der Reichsregierung festzulegen, vielmehr sollen dem Reichstag die erforderlichen Schritte überlassen bleiben. — Laut .Lokalanz." wurden bisher rund 54 000 Beamte auf Warlegeld gesetzt. Die Ersparnisse an Personalansardcil werden auf 83 Millionen Goldmark geschätzt.
Frankreich, England und die Pfalz.
Pari», 11. Zan. (WTD.) In engllschen politischen Kreisen in DariS wird dis Aachrichi der HavaSagentur, dah die Frage einer Enquete über die fvnderbündlerifch« Bewegung tn der Pfalz bereits behandelt werde, bestritten. Rach den Einzelheiten über den französisch-belgischcm Konstist, die daS ,Echo de Paris" und der ^Matin" mittet len, darf man annchmen, dast tatsächlich London und Pari» über die Durchführung der von Lord Eurzon verlangten Enquete sich noch nicht verständigt haben. Lord Eurzon habe vorgestern sogar für sich das Recht in Anspruch genommen, den britischen Konsul In Mün chen nach Speyer zu entsenden. Rach einer ,Ma- tin"-Meldung auS London hat gestern der französische Botschafter wiederum eine Unterrtbung mit Lord Curzon über die pfälzische Angelegenheit gehabt. Lord Eurzon habe erneut eine Enquete an Ort und Stelle verlangt, und man behauptet sogar, er habe die Absicht, die Angelegenheit dem Völkerbund in Genf gu übermitteln.
SMubhg Mtrhni


