tOmnren falten. Neuerdings haben ernfte Fachkreise indessen klargestellt, hab daS dem Rhön- braunkohlen Vorkommen gegenüber bisher herrschende absprechende Urteil zum mindesten voreilig ist.
* Die Lage der heutschoberschle-- fischen Kohlenindustrie. Heber die Lage der deutschoberschlesrschsn Kohlenindustrie berichtet das Fachblatt „Industrie-Kurier": Der Kohlen- Industrie Deutschoberschlesiens geht es noch immer besser als der Eisenindustrie. Die groben Sorten werden so lebhaft gefragt, dah die gesamte Förderung hierin ohne Schwierigkeit untergebracht werden kann. Besonders bemerkbar macht sich auch die Eindeckung des Bedarfs von Hausbrandtohlen. 3m Gegensatz zu den groben waren die kleinen und mittleren Sorten nach wie vor nicht unterzubrin-- gen, vornehmlich wegen der anhaltend schlechten Wirtschaftslage der diese Sorten hauptsächlich verbrauchenden Industrien (Kalstverke, „ Zementwerke und Ziegeleien). Die Haldenbestände, die nach der Beilegung des Mai/Iuni-Streiks sich wieder langsam bildeten, wachsen mehr und mehr an. Es ist zu hoffen, dah die am 18. v. Mts. in Kraft getretene IVproz. Kohlenpreisermähigung eine verstärkte Nachfrage zeitigen wird, so dah die Haldenbestände abgetragen werden können. In letzter Zeit sind wieder umfangreiche Kohlenliefe-' rangen nach Oesterreich erfolgt. Die Kokserzeugung ist wegen der schlechten Absahverhältniss» Älmählich auf etwa 50 Proz. der normalen Produktion eingeschränkt worden, aber selbst die Unterbringung dieser verminderten Produktion vollzieht sich nicht glatt, so dah die kleinen Sorten vielfach gestapelt werden müssen. Die Preise stehen so tief, dah die Kokereien mit Verlust arbeiten. 'Die Nebenprodukte (Benzol, Leer und schwefelsaures Ammoniak) können im allgemeinen zufriedenstellend abgefeht werden.
* F. H. Hammersen, Osnabrück. Die Generalversammlung, in der 141 527 000 Mk. Aktienkapital vertreten war, genehmigte den dividendenlosen Abschluh für Ende 1923 sowie die Gvldmarkbilanz und die Kapitalumstellung auf den 1. Januar 1924 nach den Vorschlägen der Verwaltung, wonach u. a. 96 Stück Stammaktien von 1000 Mk. auf 200 Goldmark im Verhältnis von 5:1 umgestellt werden. Eine kleine Opposition legte gegen die Beschlüsse Protest ein. Der Vorsitzende erklärte, dah die in den letzten acht Jahren vor sich gegangene bedeutende Erweiterung der Gesellschaft und der Ausbau zu einem Konzern nicht auf der Ausnutzung der Inflation beruhe, sondern in der Hauptsache mit eigenen Mitteln durchgeführt sei auf Grund einer intensiven Ausnutzung aller Fabrikationsmöglichkeiten, die nach dem Kriege bei der Gesellschaft besonders schnell und durchgreifend eingesetzt habe. Die dberfe seien wieder voll in Betrieb, und es könne voraussichtlich mit einer angemessenen Dividende für das laufende Geschäftsjahr gerechnet werden.
* Konkurs wurde über Las Vermögen der Firma Ernst Schäfer G. m. b. H. Textilwaren- handlung in Mainz, eröffnet. Forderungen sind bis zum 10. November anzumelden.
* VerhaftungeinesWienerDank- birektvrs. Der Generaldirektor der Nordisch- Ungarischen Bank in Wien, W a l d e g g, ist wegen Detrugverdachts in das Landgericht eingeliefert worden.
*
Die Reichs-Teuerungsziffer.
Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Hei- Jmg, Beleuchtung und Bekleidung) beläuft ch nach den Feststellungen des Statistischen tzichsamtes für den 8. Oktober auf das 1,21 fache (in Papiermark auf das 1,21 Bil- Üonensache) der Vorkriegszeit. Gegenüber der Vorwoche (1,19) ist demnach eine Steigerung um 1,7 Prozent zu verzeichnen, die durch weitere Erhöhung der Ernährungskosten hervorgerufen wurde.
' Die AKLienMschANgen.
Berlin, 10 Oft. (Wvlff) Die Ermittlungen zur Aufklärung des groben Akiienschwi n - dets führten zu weiteren Verhaftungen. Auher dem Bruder des Kaufmanns und Direktors Werner Jakobi, dem Kaufmann Günther Jakobi, wurde der Direktor Heinrich Römer vom Kur- fürficnöamm wegen Verdunkelungsgefahr und unser dem Verdacht der Beihilfe in Haft genommen. Der bereits in Hast befindliche Blumenthal legte nach anfänglichem Leugnen ein Geständnis ab, worin er die Fälschungen zugibt, aber behauptet, er und Bö ck hätten die Absicht gehabt, die aus die Aktien erhaltenen Summen zurückzuzahlen. Da Böck den Direktorposten bei der Batavia-Gesellschaft übernehmen sollte und kein Geld hätte, um die erforderlichen Einzahlungen zu machen, seien sie auf den Gedanken gekommen, Aktien zu fälschen und beleihen zu lassen. Die Aktien hinterlegten sie zunächst bei Rechtsanwälten und Notaren und liehen fie dann durch . Vermittlung Werner Iakobis von der Fürsten- walderSparkasseiu Depot nehmen. Da das Geld für ihre Bedürfnisse nicht ausreichte, heben fie Batavia-Aktien zentnerweise drucken. Außerdem wurden Interimsscheine auf die Danziger Handelsbank gefälscht. Andere falsche Aktien wurden in Erfurt gedruckt. Die Fälschungen haben schon, wie Blumenthal zugibt, im März begonnen. Auch W. Jakobi hat nun ein umfangreiches Geständnis abgelegt. I. wurde nach feinet Darstellung in die Obigelegenbeit verwickelt, als er Geschäftsführer der Viktoria-
Gefekkschaft in .Keftchsnvori war, für die er bei der Sanierungscckttvn gröhte Verpflichtungen übernahm, weil er glaubte, sich auf den Aktienbesitz von Böck und Blumenthal stützen zu können. Dah diese Aktten gefälscht waren, erfuhr er erst vor drei Wochen, als der Zusammenbruch kurz bevvrstcmb. Er wollte sich jetzt mit 500 000 Mark, die er sich bei der Brandenburgischen Stadtschast zu beschaffen versuchte, aus der Affäre ziehen, was ihm aber mihlang. Am Sonnabend kam bann die ganze Gesellschaft bei einer Besprechung zu der Heberzeugung, dah ihr nichts anderes übrig bleibe, als das Weite zu suchen, woraus denn auch Böck mit einem anderen Manne, wahrscheinlich W e h r f r i tz , to-ie feftgefteHt wurde, in Richtung SyrnrnoDer abfuhr. Nach Driesen, die inzwischen etngegangen sind, soll er sich in London befinden.
Börsenkurse.
') Vom Rück-catzlungswert.
Frankfurt a. M.
Berlin
5n Simonen Prozent
Schluß Kurs
Schlutzk. Abend- börse
Schlutz. Kurs
Schluhk. Mitlagbörse
Datum:
9. 10.
| u. a
9. 10.
10. 10.
5% Deutsche RetchSanletüe .
4e/o Deutsche RetchSanleihe .
0,49t.
0,52
0,510
0,510
—
—
,80
0.80
6'/?/« Deutsche Reichvanleihe S% Deutsche ReichSanleive . Deutsche Svarprännenanlethe
0,81
0,800
0.7U
0,7
—
_
1,300 0,45
1,3 0,45
<% Preußische Konsuls < . .
4% Hessen . . -........
0,875
—
0,860 1,250
0.86
1,25
3*/.% Hessen........ .
3% Hessen...........
—
—
1,20
1 2
—
—
1,10
1.1
Deutsche Mertb. Dollar-Anl.
—
—
4,2
4.2
dto. Doll.-Schatz-Anwetsug.')
—
—
87,75
87,5
<°/e Zolltürken.........
—
—
10,75
10,25
6% Goldmerikaner......
—
—
—
-
Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Prtvat-Bank
24,25 4,50
4,65
25
4,75
24
4,625
Darmst. und Nationalbank .
—
—
9
9
Deutsche Bank.........
Deutsche BereinSbank ....
10,10
0,230
10,30
10,125
DiSconto Commandtt ....
12,30
—
12,40
12,25
Metall bank...........
13
13.1
—
—
Mitteldeutsche Kreditbank. .
1.60
—
1,625
1,70
Oesterreichjjche Cre ditan stall.
0.305
——
0,3
0,25
Westbank............
0,25
—
0,4
0,4
Bochumer Guß ........
—
—
51
49
Buderus............
—
—
10,70
10
Caro..............
10,90
51.25
—
N
11,35
Deutsch-Luxemburg......
—
52,7
Gelsenkirchener Bergwerke. .
—
—
64,50
Harpener Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben. . . .
78
—
78,25 13
Kaliwerk Westeregeln.....
15,9
—
16,25
15.5
Laurahütte....... . . .
—
—
5,70
5.1«3
Oberbedarf.......* . . .
9,75
—
10,13
9.6
Phönix Bergbau.......
Rheinstahl...........
38,25
—
39,20
31,62
38,10
31,10
Ricbeü Montan........
—
—
35,5
35
Tellus Bergbau........
—-
2,5
—
—
Hamburg-Amerika Paket. . .
Norddeutscher Llohd.....
4,9
—
27,75
4,80
27.5
4,75
Cheramische Werke Albt» . .
—
—
—
—
Zementwerk Heidelberg . .
16.75
—
—■
—
Philipp Holzmann......
4,93
—
5,13
6,10
Anglo-Cont.-Guano .....
—
—
10.13
10,1
Badische Anilin........
18,65
18,75
18,50
18,63
Chemische Mayer Arap tu . .
—
—
—*
—-
Goldschmidt..........
—
—
12,40
12
Gries! etmer Electron ....
18,25
16/0
.6,40
16,4
Höchster Farbwerke......
16,13
15.9
16,25
16
Holzverkohlung . . ......
6
6,10
—•
—
RütgerSwerke .........
15,75
—
16,20
16
Schetdeanstalt.........
14
—
—
—
«llg. Elektrizitäts-Gesellschaft
7,90
—
7,9
7,9
Bergmann...........
Mninkraftwerke........
12
12
11,90
8,5
•—
—
Schuckert............
37,5
—
38,25 45,75
38,1
Siemens A HalSke......
—
—
45,5
Adlerwerte Kleyer ......
—
—
2
2
Daimler Motoren. ......
2,7
—
2,8
2,4
Heyligenstaedt..... • • .
Meguin.............
—
—
9,82
9,1
Frankfurter Armatur«» . . .
Konservenfabrik Braun . . .
—
—
1.25
1,25
Metallgesell'chast Frankfurt. Pet. Union A.-G.......
—
1,78
2.6
M
Schuhfabrik Herz . ...
—
—-
3
Sichel..............
2,80 C
2,95
3,25
3
Zellstoff Waiühof......
—
8,8
8,9
Zuckerfabrik Frankenthal
3,20
3,45
—
—
Zuckerfabrik Waghäusel . . .
2,75
—
—
—
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 10. Oft. An der Börse konnte sich heute lebhafteres Geschäft entwickeln, mit Rücksicht auf den Wochenschluh kam es aber nicht zu gröberen Hmsähen. Im Vordergründe standen deutsche Anleihen, die sich wieder stärkerer Nachfrage erfreuten und die an der Nachbörse erzielten Kursgewinne aufrecht erhalten konnten. 5proz. Kriegsanleihe notierten 520, 3V2° pvoz. Reichsanleihe 800, ^/»Pvoz. Preußische Kon- sols 975 (letztere plus 37V» Milliarden Prozent). Auch für Industriewerte lieh sich eine etwas festere Strömung erkennen, namentlich für chemische Werte. Badische Anilin 19 bis 18,950 bis 18' 4 (letztere plus ca. 0,38). Elberfelder Farben 16,45 plus 0,2. Höchster Farben 162/°. Am Elektro- martt, der sehr still verkehrte, wurden AEG. mit 8 und Lahme her mit 11 Vs notiert. Am Bankenmarkt gingen Reichsbankanteile mit 507/s um, ferner notierten Kommerzbank 45/8, Deutsche Der- einsbank 0,230, Metallbank 13,1. Von Transport- werten wurden Baltimore mit 44V2 gehandelt. Sonst kamen noch zur Notiz Mönus 2,5, Julius Sichel 2,95, Stöchicht Gummi 0,075, Frankenthal Zucker 3,45. Im Schluhverlaufe standen nur noch Chemiewerte im Geschäft, für die bei weiter lebhafter Nachfrage feste Haltung vovhielt.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des .Giehener Anzeiger".)
Berlin, 10. Oft. Die Berichte über die gestrige Beratung des Aufwertungs-Hnteraus- schusses hüben b:r Anleihe-Spekulation einen starken Dämpfer aufgesetzt. Besonders niederdrückend wirkte die Mitteilung, dah der Hnterausfchuh einmütig zu der Ansicht gekommen sei, dah jeder zu Epekulationszwecken erwor
bene '.vefttz an öffentlichen Anleihen und berg'., von einer etwaigen Neuregelung der Aufwertung ausgeschlossen fein solle. Die Spekulation muh unter diesen Hmstäuden viele Hoffnungen zunächst begraben und versuche, möglichst rasch ihre Engagements abzubauen. Cs fetzten daher zu Beginn des offiziellen Verkehrs an der Börse ft arte Abgaben ein, die bereits in der ersten Viertelstunde den Kurs für Kriegsanleihe auf 450 drückten. 23er K.-Schätz2 gingen auf 135 und 24er K.-Schätze auf 225 herunter. Der gröhte Teil der Dörsenbefucher verfolgte die Vorgänge am Anleihemarkt mit lebhaftem Interesse. Selbstverständlich blieb dieser Kurssturz nicht ohne Cinflutz auf die übrigen Märkte der Börse. Am Markt der Industrie Papiere lagen so gut wie keine Orders vor, die Spekulation schritt eher zu Realisationen, da natur» gemäh mit dem Anleihrsturz wieder gewisse Befürchtung^ auftauchen und zur Zeit jede Firma Darauf bedacht sein muh, Iigui.be zu bleiben. Unter diesen Umständen gestaltet sich auch die Tendenz am Markt der Industriepapiere eher schwächer. Das etwas künftiger lautende Gerücht über den besseren Geschäftsgang der Industrie wurde kaum beachtet. Auch der Monatsbericht über die Lage der Maschinen-Industrie machte keinen nennenswerten Eindruck. Es kommt hinzu, dah am Wochenschluh ohnehin die Unternehmungslust der Börse nachzulassen Pflegt, diesmal nahn man sich aber ganz besonders vor, aus den ©ngagementS herauszukommen, da man nicht voraussehen kann, was während der zweitägigen Unterbrechung der Börse eintreten kann. Auch die innerpvlitische Lage spielt hierbei eine gewisse Rolle. Arn Geldmarkt sowie am Devisenmarkt toar die Lage unverändert. Am Montanmarkt hatten viele Papiere gröbere Abschläge zu verzeichnen; so verloren Bochumer Guh minus 2,5, Deutsch-Luxemburg minus 2,5, Gelsenkirchen minus 1, Harpener minus 0,4. Am Kalimarkt war die Lage schwach. Es verloren Deutsche Kali minus 1, Westeregeln minus 0,75. Chemische Werte gröhtenteils gut gehalten. Der Elektromarkt tag fast unverändert. Auch die Mehrzahl der Aktten der Metall- und Maschinenbauanstalten notierten zu den gestrigen Schluhkursen, allerdings muhten bei vielen Papieren die ersten Notierungen wegen vollkommenen Fehlens von Umsätzen ausfallen. Der Petroleummarkt lag etwas schwach; so verloren Deutsche Erdöl minus 1. Banken waren gut gehalten. Schiffahrtsaktten zeigten nur geringe Schwankungen. Einen starken Eindruck gab es bei Kanada-Shares. Es handelt sich dabei um grobe Verkäufe, die im Hinblick auf die Nachricht erfolgen, dah in Neuhoick große Posten Don Kanada- Shares zum Verkauf gebracht worden sind und auf Liquidations-Konto der kanadischen Regierung gutgeschrieben und mit den deutschen Inhabern entsprechend der Vorschriften im Liquidattons- geseh verrechnet werden. Im Freiverkehr wurden Kurse genannt, die ca. um die Hälfte niedriger waren, wie die gestrigen Schluhkurse. Am Anleihemarkt trat nach einer schwachen Eröffnung eine mäßige Befestigung ein. Man rechnet jedoch mit wetteren starken Schwankungen.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(Qn Billionen Mark auegebrikft. Bueno--Ätre-, London. Res* bart, Japan, Rio de Janeiro für eine Ttnheit. Men unv Budapest für 100000 Ett, betten. alle« übrige für 100 Liubetten.)
Telegraphische Auszahlung.
____ (Odne Gewahr.)
*). Oktbr-
10. Dttbr.
Report. %
Nmtlich»
Geld |
liotieruna Brief
Amtliche 'Jlorterum
Geld |
«rief
fl.
10.
Amst.-Rott
163,59
20,00
1C4.41
168,79
164,61
20,00
voll voll
voll voll
Brff.-Antw
20,10
19,20
Thristiania.
59,95
60,25
60,05
60,35
voll
voll
Kopenhagen
72,47
13,83
7-.81
74,19
voll
voll
Stockholm . HclstngforS-
111,37
112,03
111,62
112,18
voll
voll
10,49
10,55
10,61
10,57
voll
voll
Italien. . . London. . .
18,17 18,785
18,27
18,875
18,17
18,805 4,1)
s
voll voll
voll voll
Neuhork . .
4,1 J
4,21
4,21
voll
voll
Paris. . . .
21,61
$1,91
21,52
21,6?
voll
voll
Schweiz . .
8ü,70
80,80
80,70
eo,8i-
voll
voll
Spanien . - Wien in D-»
55,76
16,04
65,96
66,24
voll
voll
Oeft.abgest.
5,915
5,940
'Ä
5,955
voll
voll
Prag . . . .
Budapest. .
12,48
12,64
12,-6
voll
voll
5,45
6,47
5,45
5,49
voll
voll
Buen.-Aires
1,56
1,57
1,o45
1,65-
voll
voll
Buloarien
3,06
3,08
8,07
3.09
voll
voll
Japan . . . Rio de Ian.
1,625
1,635
1,625
1,ß36
voll
voll
0,465
0,476
0.475
voll
voll
Setgrab . .
6,085
6,115
6,09
voll
voll
Lissabon . -
13,72
13,78
13,72
13,78
voll
voll
Report.
Geld
Brief
Fraiuosifche holländische Italienische
'.Notes
Raken
voll voll voll voll voll
voll voll voll voll voll voll
®anrnotea
(Ohne Gewähr.)
Italienische Noten ...... Norwegische Noten......
Deutsch-Oefterr., ä 100 Kronen Rumänische 'Noten......
Schwedische Noten ...... Schweizer Noten.......
19,8 ' 78,77 18,89 21,52
168,; 9 18,17 65,01
5.90 2,285 111,59 80,40 55,96 12,495
6,41
Spanische Noten.....
Tschechoslowakische Noten Ungarische Noren . . . .
Terrfn, 10. Oktbr.
vmcrikantsche Noten . Belgische Noten . . .. Dänische Noten . . . . Englische Noten. . . .
19,92 74,13
18.9C 21,62
164,61 18,27 60,8
6,92 2.305 112,15
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „(Siebener Anzeiger" ) Frankfurt a. M., 10. .Oft Es wurden notiert: Weizen 25,50 bis 26,25, Roggen, inländ. 25 bis 26, Svmmergerst efür Drauzwecke 26 bis 29, Hafer, inländ. 22,50 bis 24, Mais, gelb 20.50 bis 21, Weizenmehl, inländ, Spezial 0, 37,50 bis 39, Rvggenmehl 36,50 bis 38, Weizen- und Roggenkleie 12,40 bis 12,60. Tendenz: Abgeschwächt.
Frankfurter Schlachtvtehmarkt.
Frankfurt a. M., 10. Ott. Auftrieb: 28 Rinder; darunter 12 Färsen und Kühe, 16 Fresser, 979 Kälber, 905 Schafe. Es wurden bezahlt pro Zentner Lebendgewicht: Kälber: feinste Mäst» kälber 70—78, mittlere Mast- und beste Saugkälber 60—69, geringere Mast- und gute Saugkälber 50—59, geringe Saugkälber 40—47. Schafe. Mastlämmer und Masthammel 42 bis 50, geringere Masthämmel und Schafe 32—40. mäßig genährte Hämrnel und Schafe (Merzschafe) 20—30. Marktverlauf: Der Kleinviehmarkt toirb nach anfänglich lebhaftem Handel langsam geräumt. Nächster Schweinemarkt Montag, den 13. Oktober, nächster Rinder- und Kleinviehmarkt Mittwoch, den 15. Oktober.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 10. Oft. Der Produktenmarft war für inländische Ware heute flau. Weizen daher jetzt feit einigen Tagen wieder erstmals über dem Roggenpreis. Die Mühlen halten mit Käufen zurück. Besonders matt lag ausländische Ware in zweiter Hand, ein Beweis für das schon frühen erwähnte Mihverhältnis zwischen Finanzkräften und Engagement in kleinerem Verhältnis. Nur Mais einigermaßen behauptet. Es notierten pro 1000 Kilo Weizen, märt 225 bis 235, Roggen, märt J225 bis 231, Gerste, märt. 230 bis 260, neue 210 bis 225, Hafer, märt 185 bis 191, Raps 395 bis 400; pro 100 Kilo: Weizenmehl 32,50 bis 35,50, Roggenmehl 32,50 bis 35,50, Weizenkleine 14 bis 14,20, Roggenkleie 13, Viktoriaerbsen 34 bis 38, kleine Erbsen 25 bis 27, Futtererbsen 16 bis 20, Peluschken 17 bis 19, Ackerbohnen 20 bis 22, Wicken 18 bis 19, Lupinen, blau 14 bis 15, gelb 16 bis 19, Seradella, alt 15 bis 17, neu 20 bis 24, Rapskuchen 15,50 bis 15,80, Leinkuchen 26 bis 26,50, Trockenschnihel 14,20 bis 14,50, Torfmelasse 9,50 bis 9,60, Kar toff elf locken 20 bis 20.50 Mart
Der Papierkorb.
Bei manchen Leuten steht der Papierckorb nut da, um seinen Platz auszufüllen. Es ist das der Platz zwischen Schreibtisch und Fenster ober zwischen Schreibtisch und Bücherschrank. Etwas anderes tonnte man nicht hinsetzen, und der Pa- pierkorb gehört nun einmal zur Einrichtung, so hat man ihn denn auch!
Solch ein Papierkorb führt ein trauriges Dasein. Er starrt von gähnender Leere, blickt gelangweilt auf den Fussboden ober auf den Teppich und wartet von Tag zu Tag, dah endlich einmal ein Stück Papier, ein wutzerknitterter Brief oder ein mit kühnen Worten beschriebenes Manuskript in ihn hineingleitet; aber er wartet umsonst. Es geschieht nichts dergleichen. Wenn der Schreib- ttsch benutzt wird, bann ist er höchstens ein Lese- ttsch. Wo soll denn da das Papier für den Papierkorb Herkommen?
Sv wird denn dieser Papierkorb beim Reinemachen sorgfältig brausten abgefegt, ausgewischt und wieder säuberlich an seinen Platz gestellt. Dort steht er nach wie vor unentwegt und wartet seines Gebrauchs. Eines Tags hat er diesen dann gefunden. Die Kinder kommen ins Zimmer, fallen über ihn her, rollen ihn durch die Stube, reiten darauf, stecken den Kops hinein und wollen sich ausschütten vor Lachen, well er fc> leer ist und es so merkwürdig Dingt, wenn man hineinruft.
Von nun an ist es mit seiner Ruhe vorbei. Gr wird täglich in irgendeiner Angelegen her t bemüht, die den Kindern Späh macdt, aber tn seiner Eigenschaft als Papierkvro kommt ei nicht zur Geltung. Hnd wenn der Lärm zu grost wird, dann kommt wohl der Familienvater gestürmt, schüttelt die Jungens, wirft sie zur Tür hinaus, dah sie heulen, und verseht dem Papier- torb einen unsanften Tritt, dah er bis in die äuherste Ecke rollt, wo er zerknirscht liegen bleibt.
Wre beneidet er da wohl den Papierkorb der Redaktion, in den so viele Manuskriptehinern- wandern, die in der Hoffnung geschrieben wurden, dah sie sich in Kürze in ein Stück Zettuag verwandelt haben, die den Namen des glücklichen Verfassers in alle Winde trägt. Der schöne Traum endet im Papierkorb. Dort träumt es durcheiw ander von Manuskripten, von Anfragen, von Klagen, von Anerkennungen unb von Bitten; die der Papierkorb alle friedlich miteinander beherbergt und in Ruhe hält. Dieser Papierkvüb ist ein Wohltäter der Menschheit; denn wenn das alles auf die armen Menschengehirne losgelassen würde, was in ihm steckt. Die ötra&en würden bald unsicher sein.
So sei beim dieser Papierkorb gepriesen vor dem Papierkorb neben dem Schreibtisch tm Salon, der so selten zu seinem Rechte kommt und der nichts weih von den großen Aufgaben, die sein Bruder zu erfüllen hat. —bt
Büchertisch.
• Die bekannte Zeitschrift für persönliche künstlerische Kleidung, Körperkultur unb Kunst- rnck „Neue Frauenkleidung und
rauenkultur" des Karlsruher Verlages G. Braun gibt tn ihrem Herbstheft wieder et ne Reihe reizvoller Kostümbiwer, die den Beweis erbringen, dah es auch heute, wo die Mode täglich verdrehtere Purzelbäume schlägt, nicht allzu, schwer ist, sich wirklich geschmackvoll und hygienisch zu kleiden. Ein allerliebstes Kinderporträt giert das auch auf kunstgewerblichem Gebiet gut aus- gestattete Heft.
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Heizt“
Frei von Bauch. depuch und Buß.
/hohe /Jdzknafi. adbuwdhpfr ßaubep, billig adbeßehph^'


