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17. Aortfetzung (Nachdruck verbot«,.)
Siebtes Kapitel.
Stapleton staub mitten m der Bibliothek, als LtzSall emtrat. Erregt Vxmvdte er sich ihm zu.
„Herr Duvall, soeben habe ich erfahren, daft
Mfex. kann, meinen Knaben innerhalb vier- mtbechxrnzig €toni)en wieder zu haben."
„Von der Dame, die das Haas eben verlieft?"
,3a.“
„Wer ist sie?"
„Sine Polizei-Agentin.“
„So? Sind Sie dessen sicher?“
„Sie sagt eS — mehr weih ich nicht."
Duvall sah ihn erstaunt an. „Welche Nachricht brachte sie 3hnen?"
„Eine Botschaft von den Räubern, die mein Kind gestohlen haben. Sie wollen hunderttausend Dollar LösegeD.“
„Und sie brachte Ihnen diese Nachricht?"
„3a.“ Der Bankier sah den Fragesteller un- ruhig an.
„Scheint eS nicht sonderbar, Herr Stapleton, dah ein Mitglied der Pariser Polizei Ihnen Nachricht von den Entführern gibt?“
Stapleton nrnzÄte die Stirn. „Ich hatte die Sache nicht rarr von der Seite betrachtet, Herr Duvall. Ich war irnb bin zu besorgt, meinen Knaben zurückzuerhalten, um mich darum zu kümmern, durch wen mir die Schurken ihre Bedingungen bekanntgegeben."
„Welches ftrüb diese Bringungen, Herr Stahleto-n?"
„Morgen abend tauft ich um acht IHjr von hier fort und die Strafte nach Versailles mit zwölf Meilen in der Stunde hcnausfahven. Irgendwo auf der Strafte wird ein Auto im Dorbei fahren mir durch ein blaues Licht ein Zeichen geben. Dann muft ich langsam fahren und das Päckchen mit den hunderttau-end Dollar in den anderen Wagen werfen. Geschieht dies und wird kein Versuch gemacht, die Räuber zu verfolgen oder anzuhalten, so werde ich das Kind bei meiner Rückkehr hier beim Hause wieder- finden."
Tuvall lauschte mit wachsender Neugierde Stapletons Worten. „Diese schlauen Spitzbuben!" rief er aus. „Sie wollen weiter fahren und prüfen, ob der Inhalt stimmt, dann benachrichtigen sie durch Zeichen ihre Helfer irgendwo auf der Strafte oder in einem anderen Wagen, ob das Kind zurückzugeben ist oder nicht.“
„Aber wie können sie dies ohne Gefahr, gefangen zu werden?"
„Das ist leicht. Sie nehmen den Knaben nach Paris, stellen für einige Franken einen Vorübergehenden, einen Mann ihres Schlags, an, um den Knaben an Ihr Dor zu führen. Auf diese Art können sie nicht gefaht werden. Wenn Sie ihnen das Geld geben, haben sie alle Aussicht, nie entdeckt zu werden."
„Trotz alledem will ich es ihnen geben."
„Das sehe ich ein, Herr Stapleton. Ich verstehe Ihre Gefühle. Es ist ja nicht recht, sich dieses Lösegeld erpressen zu lassen. Aber an Ihrer Stelle würde ich zweifellos ebenso handeln. Cs ist indes schade."
„Warum?"
„Weil wir die beste 26t6fW haben, Mett Burschen zu entlarven."
„Und den Jungen zu hatteren.“
.Ja. Das mag wahr sein. Solche Leute sind imstande, sehr schnell und grausam Vergeltung zu üben. Sie haben kein Mitleid. Ich wollte, ich könnte nach meinem Willen vorgehen."
„Was würden Sie tun?"
„Ich würde Ihnen in einem zweiten Wagen, in sagen wir zweihundert Meter Abstand folgen und hätte einige gut bewaffnete Leute bei mir. Ich würde peinlich auspassen, wenn nötig mit dem Feldstecher, und den Wagen beobachten, von den. Ihnen das Zeichen mit dem blauen Acht gegeben wird. Wenn der Wagen an mir vorbei wäre, würde ich ihm folgen, ohne jÄwch irgendeine die Räuber beunruhgende Bewegung zu machen, bevor sie ihr Zeichen gegeben hätten, duft Ihnen der Knabe zurückgebracht werden soll. Dann würde ich sie überwältigen und verhaften.“
„Ihr Plan. Herr Duvall, täftt schwere Einwände zu. Nehmen Sie an, diese Leute, die sicherlich auf ihrer Hut sein werden, merken, haft man ihnen folgt. Sie geben kein Zeichen und ich verliere nicht nur mein Kind, sondern dazu noch die hunderttausend Dollar. Nein, nein: ich will keine Einmischung in die Sache!"
Duvall verharrte einen Augenblick stillschweigend. „Gut, Herr Stapleton: natürlich handle ich nach Ihrem Wunsch. Aber ich sehe diese Burschen sehr ungern ihrer gerechten Strafe entgehen."
„Ich auch, aber ich kann nicht helfen."
„Wenn ich einen Plan aushecks, um sie gefangen zu nehmen, ohne daft der Knabe darunter zu leiden hat, — wollen Sie mich dann machen lassen?"
„3a, ater ich WtipB TÄHff. BB W W den Plan erst unterbreiten."
„Gut. lind nun etwas anderes TW« Fvau, btt Ihnen die Nachricht brachte, ist, wie Sie sagen, eine Agentin der Polizei: Hat sie Ihnen erklärt, wie sie zu dem Auftrag kam?"
„3a. Sie wurde gestern abend mit Gewrll svrtgeführt, weit aus der Stadt hinauSgefahren und dort wurde ihr der Auftrag gegeben. Heute nacht wurde sie mit oerbunbenen Augen hierher zurückgebracht.“
„Herr Stapleton, was würden Sie dazu sagen, wenn ich Ihnen erzählte, daft ich diese Frau vor einer Stunde in Alphonse Valentins Zimmer sah, eines ManneS, den ich im Verdacht habe, in die Geschichte der Entführung Ihres Sohnes stark verwickelt zu sein."
Staplewn fuhr auf. „Ist eS möglich?" fragte er. „Haben Sie eine Ahnung, was ’te dort tat?“
„Nein. Sie schienen jedoch gut miteinander auszukommen. Natürlich ist es möglich, daft ein Polizeiagent sich als Freund eures Verbrech n s aufspielt, um so Auskunft zu erhalten. Aber e3 ist doch sonderbar"
„Ja, wirklich! Doch, wie getagt, wenn ich nur meinen Jungen wieder habe, bin ich zu° frieden." Er ging im Zimmer auf und ab und Taute erregt an seiner langen, schwarzen Zigarre „Lind nun, Herr Duvall, was planen Sie, um die Schurken zu fassen?"
Duvall saft längere Zeit tief in Nachd.mken versunken. „Es ist nicht leicht. Herr Stapleton: jedoch einen Ausweg gibt es. der Erfolg verspricht und zwar, ohne daft er Ihren Wunsch, den Knaben zurückzuhaben, vereiteln könnte."
„Und das wäre?" (Forts, folgt.)
Bekanntmachung.
Die Reichsverficherungsanstalt für Angestellte hat in Gieften eine RevifionS- und Auskunftsstelle errichtet. Auskünfte über alle die Angestelltenverstcherung betreffenden Fragen (Versicherungspflicht. Deitragszahlung, Renten- und Heilverfahrensanträge) werden in den am 2., 3. und letzten Montag im Monat in der Zeit von 12X bis 2x Uhr im Stadthaus Gieften, Gartenstr. 2, Hauptbau-Zirnrner Ar. 2 (Wanderfürsorge), abgehaltenen Sprechstunden kostenlos erteilt.
(Sieben, den 10. Oktober 1924.
Leviftons- und AuSkunftSstelle Gieften der ReichSverficherungSanstalt für Angestellte.
Busse, Derwaltungsinspektor. 7887b
Arbeitövergebung.
Für die Feldbereinigung Allendorf a d. Lahn sollen Freitag, den 17. Oktober 1924, vormittags 10 Uhr auf dem Rathaus zu Allendorf a. d. Lahn 03er* schleifungsarbeiten, veranschlagt zu2700M. vergeben werden.
Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hesstscher Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote in Prozenten des Voranschlags verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis zum Eröffnungs- lermin einzureichen find.
Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, den 7. Oktober 1924. 7882D- Hessisches Kulturbauamt.
I. D.: Mangold, Reg.-Daurat.
Kartoffellieferung.
Die Lieferung von 600 Zentner gesunden, lagerfähigen, gelbfleischigenSpeise- kartoffeln soll vergeben werden.
Angebote find bis Montag, den 13. d. M., nachmittags 3 Ahr, bei uns einzureichen.
Tieften, den 9. Oktober 1924. 7839c Klinik für psych. u. nervöse Krankheiten. f " s
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