Montag, U. August 192$
Sietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhesten)
Zwettes Blatt
Ar. 181
2Iufflrebcn der gefunden Elemente der deutschen nahmen erngreifen. Die Höhe der fiskalischen Be° Bevölkerung au beobachten, so daß dort trotz der lastung durch diese Notstandsmaßnahmen aller Art
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Aus dem Reiche der Technik
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ungünsligen Lage von Seelsorge und Volksbildung (Pastore«- und Lehrermangel) einige Zukunfts-
Endlich beginnen die Lippen sich zu bewegen, die Augen öffnen sich. Aber er ist schwach, schwach bis zum Aeuhersten. Er braucht Pflege und sorgfältige Ernährung, um sich wieder zu erholen, aber er lebt.
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Farbe als „Liebeszauber".
Farbe beeinflußt den Blutkreislauf und den Blutdruck und wirkt dadurch auch auf uniere Geist csrichtung ein." Bon dieser Tatsache geht dre amerikanische Psychologin Hazel A. Adler aus, ore seit mehr als 10 Jahren sich mit der bereits von Goethe betonten „sinnlich-sittlichen Wirkung der Farbe" beschäftigt und mit ihrer Hilfe geradezu wunderbare Erfolge erzielt hat. Sie erregte kürzlich dadurch großes Aussehen, daß sie der mit einem Tennis-Champion davongelaufencn Tochter ernes Millionärs empfahl, sich mit dem zornigen Papa in einem blahblau ausgeschlagenen Raum und m blaßblcruer Toilette zu treffen. Diese zarte Blaue wirkte so besänftigend auf das Gemüt des Erzeugers, daß er ihr verzieh. Miß Adler, ine in dem psychologischen Institut der Harvard-Anwersität zahlreiche Versuche angestellt hat, macht die von ihr erkannte Zauberwirkung nicht nur der Medizin, sonderm auch der Wirtschaft dienstbar. Sie hat beobachtet, daß Fabrikarbeiter in rotgetunchten Räumen viel schneller arbeiten, aber leichter ermüden, dah sie bei grau getünchten Wanden langsamer arbeiten und länger aushalten, daß die beste Leistung aber in gelblich-grünen Räumen erzielt wird Auch hat sie Farbe für die Reklametechnik ausgenutzt und wird auf dem Anzeigenkongreh der jetzt in London stattfindet, über die für die Propaganda wertvollsten Farbtöne sprechen. Am erstaunlichsten aber ist ihre Verwendung der Farbe als Liebeszauber. „Wir brauchen die richtigen Farben in unserer Entwicklung, _ wie wir Medizin brauchen, wenn wir krank sind," schreibt sie Harunonische Farben sind der Schlüssel für
die Harmonie in Liebe und Ehe. Die rechte Farbe f
Lebendig begraben.
Das berühmteste Kunststück der indischen Fakire ist das Sich-lebendig-begraben-lassen, das von heiligen Männern bei bestimmten Festlichkeiten als Höhepunkt der Feier noch immer aus- geübt wird. Otto Rothfeld, der die seltene Gelegenheit hatte, einem solchen Vorgang berzu- wvhnen, schildert diese Zeremonie in einem Londoner Blatt. „Einmal im Jahr, an einem ~og, den die Astrologen als besonders günstig bezeichnet haben, vollzieht der heilige Asket diese gefährliche und unerklärliche Handlung,zur Ehre der Götter und zur Weihe des üestes , schreit er. „Er läßt sich fünf Tage in dem Heiden Sande des heiligen Flusses lebendig begraben und steht wieder auf! Der Fakir ist ein magerer Mann mu einem schwermütigen ernsten Gesicht. Er sitzt nnt gekreuzten Beinen auf dem Sande, durch einen Stockgriff gestützt, den er sich unter den Arm gestemmt hat. Seine Hände sind mit den Handflächen zusammengelegt, totem Anbetung gegen die Brust gedrückt' seine Augen blicken stumpf und reglos auf die Menge, die ihn umgtbü Reben ihm steht eine Schale mit Milch, und vor chm befindet sich das etwa 5 Fuß tiefe Grab, m ba* er gelegt werden wird. Sein Haar ist etngefette und fest zusammengedrückt: ferne euAge Kleidung besteht in einem anliegenden Kittel, oer Köicher ist mit Asche- bedeckt. Er mmmt einige Schlucke von der Milch und verfallt tn immer tiefere Versenkung. Jetzt beginnt er titff gu atmen und vollzieht die uralte Methode der Körper beherrfchung binxfr das Atmen wie sie bereits in den heiligen Büchern vorgeschneben ist. Auch ganz gewöhnliche Inder, die kernen Anspruch auf Heiligkeit machen, beherrschen diese Atemt^hnik, durch die man den Herzschlag und den Blutkrets lauf in einer für den Europäer ganz unverständlichen Weise beherrschen kann. 3eZ>ert Morgen pforrn sie diese Atemübungen aus, die nut der
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wird im Charakter eines Kindes seine besten Setten entfalten und wird aus einem uitbeachteten „Mauerblümchen" eine gefeierte Dallkönigin machen. Die rechte Farbe veranlaßt einen Mann, ein Mädchen zu heiraten, daß er niemals begehren würde, wenn sie andersfarbig gekleidet wäre. Farbe, richtig ausgewählt und genau beobachtet, ist der Zauberstab, der im Leben den Erfolg sichert. Ich habe die Wissenschaft der Farbenwirkung durch viele Jahre studiert und vielen Männern und Frauen Ratschläge gegeben, die ihr Lebensglück begründeten. Eine Frau kam zu mir und klagte darüber, daß es ihr unmöglich fei, in einem bestimmten Geschäft eine Stellung zu erhalten. All ihre Anstrengungen waren fi-uchtlvs. Ich riet ihr, die Lieblingsfarbe des Direktors auszukundschaften. Sie fand heraus, daß es maulbeerfarben war. Als sie daraufhin sich in einem maulbeerfarbenen Kleid bei ihm vorstellte, wurde sie sofort engagiert. Mütter kleiden ihre Töchter vielfach in neutralen Farben, damit sie nicht zuviel auffallen. Ich kannte ein junges Mädchen, das immer solche neutralen Farben trug und aufGesellschaften überhaupt keine Beachtung fand Eines Abends schlang ich, da sie mir leid tat, einen buntfarbigen Schal um ihre Schultern. Die Wandlung war erstaunlich. Sie zog nunmehr die Aufmerksamkeit der Herren auf sich und wurde die Königin des Festes. Andere Mädchen haben durch die sorgfältige Beachtung der Farbenwahl einen Gatten bestimmen. Sie brachten heraus, auf welche Farben der von ihnen Erkorene am stärksten reagierte, kleideten sich in diese Töne und riefen sofort die größte Der- liebtheit auf seilen des Mannes hervor So wirkt die Farbe geradezu als Liebeszauber. Allerdings müssen die Männer, die man auf diele Weise beeinflussen will, für Farben sehr empfindlich sein, was nicht immer der Fall ist, woraus zu entnehmen ist, dah Amerika — Amerika bleibt!
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Hoffnung berechtigt ist.
Verhältnismäßig am günstigsten von den drei Gruppen deutscher Kolonisten tn Rußland sind die Kaukasusdeut s chen aus den Llnbilden von Krieg und Revolution hervorgegangen. Soziali- sierungsmaßnahmen find dort in geringerem Maße angewandt worden, das Deutschtum steht dort auch wirtschaftlich trotz aller Sorge noch kräftiger da.
Es wird für die Zu k u n f t des R u h l a n d deutschtums von entfcheidender Bedeutung sein, ob es gelangt, die Möglichkeiten, die in der kommunistischen Rativnalitätenpvlitik liegen, für die Stärkung des Deutschtums zu verwerten, zu gleich der deutschen Jugend eine ausgezeichnete Ausbildung angedeihen zu lassen, die sie in den Stand setzt, später die nötigen Führer zu stellen.
Zum Schluß seines Aufsatzes warnt der Ver- faffer dringend vor irrigen Anschauungen über Oie Möglichkeiten in Rußland, Anschauungen, wie sie in letzter Zeit vielfach in Deutschland Boden gewonnen haben. Rur Kenner russischer Verhältnisse und Sprache, von eiserner Gesundheit und an alle Entbehrungen gewöhnt, werden unter den gegenwärtigen Verhältnissen in der Lag« sein, sich in Rußland durchzusehen, und auch diesen Wenigen stehen die größten Schwierigkeiten bei ihrer wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung entgegen.
Die Reparationen für die Ruhraktion.
Linser wirtschaftllcher Mitarbeiter im Ruhrgebiet schreibt uns.
Auch bei den bisherigen Reparationsverhandlungen ist anscheinend völlig übersehen worden, daß auch Deutschland Reparationsansprüche hat. Diese erstrecken sich nicht zuletzt auf die auch nach englischer Auffassung rechtlich ungültige Ruhr- besehung. Lieber deren Schäden sind jetzt einiger* maßen zutreffende Schätzungen möglich.
I. Schädigung der deutschen Volkswirtschaft.
a) Rach vorsichtigen Schätzungen wird her in der Zeit von Januar bis Ende September 1923 (also während der eigentlichen Sauer des passiven Widerstandes) durch die Ruhraktion emgetretene gesamte industrielle Produktionsausfall (einschl. Bergbau) auf rund 1600 Millionen Goldmark beziffert. Hierzu kommt noch der Leistungsaussall der staatlichen Derkehrsanstalten (Eisenbahn. Post und Wasserstraßen). DieserLeistungsausfalldürfte auf mindestens 200 Mill. Goldmark zu beziffern sein. Insgesamt würde sich hiernach vom Beginn der Ruhraktion bis Ende September 1923 für Industrie, Handel und Verkehr ein Leistungsausfall an Gütererzeugung und Güterverteilung von rund 1800 Mill. Gvldmark ergeben.
b) Der Prvduktionsausfall an Rhein undRuhr machte für das übrige Deutschland in sehr erheblichem Umfange eine Ersaheinfuhr aus dem Ausland« notwendig. Dies gilt vor allem für Koyle, die zu Preisen, die weit über dem deutschen Inlandspreise vor der Ruhraktion tagen, beschafft werden mußte. Die sich allein hieraus bis Ende September ergebende gesamte Mehrbelastung der deutschen Wirtschaft berechnet sich auf rund 200 Mill. Gvldmark.
c) Die Folgen der Ruhraktion wirkten nach deren Abschluß (in Gestalt z. D. der Micum- verträge usw.) weiter. Den dadurch weiter em- getretenen Schaden wird man mit 1200—1500 Mill. Goldmark berechnen müßen.
d) Der durch die Ruhraktion verursachte Schaden läßt sich also beziffern auf über 3 Milliarden Gvldmark. Dazu treten noch die Schädigungen durch unmittelbare Eingriffe in die Sustanz der deutschen Wirtschaft, Beschlagnahme vorhandener Vorräte Erhebung von Steuern und Zollen, Einziehung 'von Strafgeldern, Eingriffe in den deutschen Produktions- und Verkehrsapparat usw. in Höhe von etwa 1 Milliarde Gvldmark
e) Der Gesamtschaden würde sich also — rein rechnerisch — auf über 4 Milliarden ©oLbmarf belaufen, wobei aber zu beachten ist, daß wichtige Schadenpositionen in dieser Summierung überhaupt nicht zum Ausdruck kommen, weil sie zahlenmäßig nicht erfaßbar sind.
II. Schädigung der deutschen Finanzwirtschaft.
a) Die Lahmlegung des deutschen Wirtschaftslebens an Rhein und Ruhr zwang 1,3 Millionen Erwerbstätiger zur völligen oder teilweis«i Un- tätigfeit Das Reich mußte mit Notstandsmah-
Vom Deutschtum in der Sowjet-Union.
Lieber das Deutschtum in der Sowjet- Union bringt die Ruhlandbeilage des „Reva- (er Boten" einen sehr interessanten Aufsatz aus der Feder des Chefredakteurs des „Boten , Arel de Dries. De Vries stellt kurz die drei Druppen des vor dem Kriege vorhandenen Rußland-Deutschtums heraus, das deutsche Bauerntum in Südrußland und im Wolgagebiet, in West sibirien, im Kaukasus und in Turkestan das reichsdeutsche Element, das bei den immer zunehmenden russisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen in Handel und Industrie eine be- £Se%ode fhielte, und Miehllch als drittes Grundelement die im Innern Rußlands lebenden Deutsch-Balten.
Während für die beiden ersten Gruppen in den letzten Jahrzehnten vor dem Kriege die Gefahr des Verlustes ihres deutschen Volkstums immer stärker wurde, haben die Deutsch-Balten und unter ihnen besonders wieder die deutsch balttschen Ltteratenkreise mit Zähigkeit an ihrem Deutschtum festgehaltem Alle drei Gruppen erbeuten sich vis zum Kriege einer ausgezeichneten wirtschaftlichen Stellung, der deutsche Dauer hob sich durch Sparsamkeit, Fleiß und Nüchternheit aus der russischen Umgebung deutlich hervor, mährend es die in den Städten lebenden gebildeten deutschen Kreise meistens sowohl finanziell wie sozial weit gebracht hatten. Dagegen hinderte der verschiedene Ursprung der drei Gruppen vor dem Kriege einen starken nationalen Zusammenschluß, für dessen Fehlen auch das Zusammenwirken der verschiedenen deutschen Abgeordneten tn bei Duma feit 1905 feinen Ersah bieten konnte. Erst 191z nach der ersten großen Revolution vereinigte in Moskau ein Kongreß Vertreter aus allen Tellen des Deutschtums in Rußland. Doch vernichtete der bolschewistische Umsturz die Früchte dieser Zusammenkunft und ihrer Beschlüsse.
Der bolschewistische Umsturz traf am schwersten die höchst stehenden Kreise des Deutschtums, besonders alle diejenigen, die im Hof-, Mllitär- und Staatsdienst standen. Mll dem Sturz des Zaren war ein Sammelpunkt besonders des Deu tsch-Daltentums in Rußland vernichtet. Zahlreiche Balten, besonders auch Ofsi- ziere wurden brotlos und wandten sich soweit sie nicht umfamen, in ihre alle Heimat zurück. Auch das baltische Literatentum ist durch Krieg und Revolutton nahezu vernichtet worden, so daß diese ganze Gruppe fast vollständig aus dem Leben des heutigen Deutschtums tn Rußland ausscheidet. Das reichs deutsche Element hatte schon in den ersten Kriegsjahren durch Ausweisungen und Internierungen furchtbar zu leiben, und dieser Dernichtungsprozeß wurde durch die Sozialisierungsmaßnahmen der Svwjetregie- umg vollendet. Aehnlich erging es den deutschen Kolonisten, die von gewaltsamer Enteignung großenteils verschont blieben, dafür aber burch die furchtbare Hungersnot von 1921 besonders im Wolgagebiet tn entsetzlicher Weise heimgesucht
Das heutige Deutschtum Rußlands, das von der Regierung immer noch mit etwa -lvei Millionen Köpfen angegeben wird, leidet vor allem unter dem Mangel einer einflußreichen Führerschicht und unter dem Fehlen einer planmäßigen deutschen Schulbildung, die erst jüngst langsam wieder erstarkt. Sv ist es erfreulich daß es gelungen ist, in Moskau nach langer Pause wieder eine deutsche Schule ins Leben zu rufen die am 30. März allen Schwierigkeiten zum Trotz eröffnet werden konnte. Die Peters - bürg er Kolonie stellt zahlenmäßig gegen früher nur noch einen Bruchteil dar, ist auch durch die fortschreitende Russtsizierung der Jugend schwer bedroht.
Obgleich das Deutschtum von den „Dvlsche- wisten zu den wenigen „unzuverlässigen" Rationalitäten gerechnet wird, ist es wenigstens un Wolgagebiet gelungen, eine autonome deutsche Sowjetrepublik zu begründen, die zwar nach kommunistischen Grundsätzen von Kominunisten- beamten geleitet wird, immerhin aber dem Deutschtum einen starken geistigen und moralischen Rückhalt bietet. Es sind Bestrebungen im Gange, eine ähnliche Autonomie auch für die deutschen Kolonisten in Südruhland durchzuführen Besonders wichttg ist diese Autonomie sirr das Sckml- wesen, das damit in deutsche Hand und deutsche Derwaltung übergeht. In der letzten Zeit ist besonders in der deutschen Wvlgarepublck^ein
c) Die Gesamtsumme der fiskalischen Schäden beläuft sich demnach bis Ende September 1923 auf über zwei Rlilliarden Gvldmark. In dieser Summe fehlen aber noch die unübersehbaren Stäben. welche durch Eingriffe in den Bestand der Reichsbahn, der Post, der Wasserstraßen ufux entstanden sind. Auch ein großer Teil der schaden, der Länder, Gemeinden, Gemeindeverbande, Privatpersonen usw. ist in dieser toummc mch enthalten. Schließlich fehlt vor allem aber auch noch der durch die Geldentwertung angerichtete Schaden.
Wann bekommt Deutschland fiir diese Schäden Repavattonen? __
religiösen Versenkung in engem Zusammenhang stehen: sie glauben dadurch an geistiger Sammlung und körperlicher Gesundheit zu gewinnem Der Derufsheilige hat es nun in dieser Kunst des Atmens zu jener höchsten Vollendung gebr^t^ bte ihm die Ausschaltung der Lebenstattgkett über- haript gestattet. Während dest Atmens wird seine Beherrschung und Beeinflussung des Kobers Ünnner sicherer; die Pausen der einzelnen Herzschläge werden länger; er atmet immer langfamer, immer leiser, immer seltener, und am spaten Rachmittag ist fein Atmen fast unmerkbar ge- worden. Er läßt fich langsam aufden heißen Sand niedergleiten: sein Körper versteift sich, die Muskeln werden starr. Er gleich^ einer Leiche. So bleibt er noch ein oder ^roei ötunöen liegen, bis die Sonne untergegangen ist Qlun treten zwei Priester heran, fühlen ihm Puls und Herz und beobachten feine Lippen. Das i)erj schlagt nicht mehr, das Atmen hat aufgehört. Er wird behüt- sam aufgehoben und in das offene Grab gelegt., S^cd wird darüber geschaufelt und auf dem Körper fest getrampelt: Kopf und Mundb^eibM bis zuletzt Sei. Ein kleines Tuch wird über die Lllwen gelegt und bann auch der Kopf mit Sand zugedeckt. Eine Wache von vier Mannern laßt sich um das Grab nieder, und viele aus der Menge weichen nicht von der Stelle, um das Sber zu beobachten. Auch nicht die leiseste Möglichkeit eines Tricks ist hier vorhanden; der , Heilige würde auch zu keinem Betrug feine Zu- flucht nehmen, dazu ist er zu tief WwohWlliW, dem Ernst und toSjexligfeit seines Tuns. Vier volle -L-age liegt er so begraben, und am Nachmittag WS? D^Kö^ Grab zur festgesetzten Stunde geöffnet Der Kor- rer liegt genau so, wie er hineingelegt war. Aber das Erwecken ist höchst ^fäh^ich unk^mußmit größter Vorsicht vor sich ^ehem Der Körper wird sanft herausgehoben und ganz leicht auf an der Kehle und über dem Herzen d°° SluitiW »urüd.
Kraftgewinnung aus Ebbe und Flut.
Der Gedanke, aus Ebbe und Flut Kraft zu gewinnen, beschäftigt die Wissenschaft feit langem; aber alle bisherigen Versuche auf diesem Gebiet haben noch keine rationelle Verwertung der Meeresenergie ermöglicht. Günstigere Aussichten scheint in dieser Beziehung die Erfindung eines bulgarischen Ingenieurs Vodenitscha- r o f f zu eröffnen, über die vor kurzem in der bulgarischen Presse berichtet wurde. Seit etwa zehn Jahren hat der Genannte nacheinander vier verschiedene Krafterzeuger konstruiert, die indessen noch nicht allen Ansprüchen genügten. Mit einem weiteren vervollkommneten Apparat konnten nunmehr jedoch ausgezeichnete Ergebnisse erzielt werden. Die Maschine, die der Erfinder „Stihia" (d. h. Furie) benannt hat, kann an jeder beliebigen Stelle der Meeresküste installiert werden und soll angeblich ohne Kohle, Oel oder Petroleum aus den Meereswogen eine Energie von Millionen von Pferdekräften erzeugen können.
Das Prinzip, auf dem der Mechanismus des Erzeugers Stihia aufgebaut ist, läßt sich mit wenigen Worten erklären. Unmittelbar an der Küste und bis zu einer bestimmten Tiefe hinab wird auf feiten Boden verankerten Eisenpfählen eine Art schräger Landungsfläche angelegt. Zwischen den Pfeilern wird ein sog. Empfänger oder Sammler im Gewicht von 10—20 oder mehr Tonnen angebracht und an der schiefen Ebene mit Ketten befestigt, die über besondere Rollen laufen und em System von Zahnrädern in Bewegung fefcen. Der Empfänger ist dergestalt mit feiner schrägen Grundlage verbunden, daß er sich mit Leichtigkeit allen Schwingungen der Wellen anpassen kann. Bei jeder Bewegung des Wassers und dementsprechend des Empfängers treiben die erwähnten Ketten einen eigenartigen Mechanismus an, der so konstruiert ist, daß trotz der Dor» und Rückwärts- betoegung der Wellen eine einheitliche Wirkung uach derselben Richtung hin erzeugt wird. Die so gewonnene stetige Energie wird zum Teil auf eine Aeiye von Pumpen übertragen, die ihrerseits an einem höher gelegenen Ort errichtete Reservoire mit Wasser füllen, um es in Zeiten der Ebbe oder Meeresstille zur Erzeugung der erforderlichen Schwingungen des Empfängers zu verwenden.
Der Erfinder hat bereits eine Anzahl sehr erfolgreicher Versuche an der Küste des Schwär- -en Meeres bei Burgas unter Mitwirkung der Handels- und Jndustriekammer dieser Stadt aus- gesührt. Reuerbings hat sich auch die bulgarische Regierung für die Erfindung interessiert und dem Konsttukteur Dodenitscharosf ihre Unterstützung zugesichert, so dah demnächst weitere Experimente in größerem Maßstabe unternommen werden können. Bei völligem Gelingen wurde der Erfindung zweifellos große Bedeutung beizumessen fein, da es sich hier um eine Art Motor handeln würde, bei dem lediglich durch die Montage, niemals aber für die Betriebsstoffe Kosten entstehen könnten.
Tieftauch-Dersuche am Walchensee.
Uns wird geschrieben: Eine von einer Kieler Firma ausgerüstete Expedition unter Leitung des Kontre-Admirals Behnke macht zur Zeit am Walchensee Tieftauch-Versuche mit gepanzerten Taucheranzügen. Diese neuen Apparate waren bisher nur in geschlossenem Wasser erprobt worden Am Walchensee werden nun die ersten Versuche im freien Wasser bei zunehmender Tiefe gemacht. Während Taucher in Gummianzugen nur ganz kurze Zeit höchstens in Tiefen von 40—50 Metern arbeiten konnten, erlaubt der neue Apparat einen mehrstündigen Aufenthalt in einer Tiefe von 100—110 Metern, wie die bisherigen Versuche einwandfrei erwiesen haben. Die Erprobung noch größerer Tiefen wird fortgesetzt. Die Apparate sollen zur Rettung und Hilfeleistung, Bergung von Werten aus gesunkenen Schiffen, Ge
winnung von Schwämmen und Perlen, wissen- schastlichen Forschungen bfenen. Die Versuche im Walchensee haben auch ergeben, daß an sonnigen Tagen in einer Tiefe von 100 Metern noch ohne künstliches Licht gearbeitet werden kann.
Geheimer Rundfunk.
Heber ein neues Funkshstem werden in der in Frankfurt a. M. erscheinenden „Umschau" nähere Mitteilungen gemacht. jS)urdj diese amerikanische Erfindung wird die Funkentwi.llnng so gestaltet, daß der Betrieb geheim und frei von Störungen bleibt. Diese Neuerung würde natürlich das Funken im Kriege sehr viel wertvoller machen, weil dann keine Meldungen mehr vom Gegner aufgefangen werden könnten, und beim Rundfunk würden die „Schwarzhörer" einfach ausgeschaltet werden. Es können bei dem neuen System 70—80 Proz. des üblichen Materials verwendet werden, wozu nur 20—30 Proz. neues kommen. Die Sendestellen können leicht umgearbeitet werden, aber die Empfangsapparate müssen besonders eingerichtet sein. Das neue Funk- system wurde kürzlich in der italienischen Armee und Marine erprobt und soll auf die Behörden großen Eindruck gemacht haben. Der Hauptwert liegt in der Möglichkeit der Geheimhaltung. Diese wird dadurch erreicht, daß man die Trägerwellen durch eine große Anzahl von Ueberlagerungs- toellen verändern kann. Ein Sender, der eine bestimmte Wellenlänge benutzt, kann daher, indem er die Frequenz der Lieberlagerungswelle ändert, mehrere Nachrichten gleichzeitig schicken, ohne dah eine die andere stört. Es ist eine unendliche Kombination von Wellen möglich, und keiner kann mithören, der nicht die Kombination der Wellenlängen kennt, mit der die Sendestelle arbeitet. Dadurch wird die Geheimhaltung verbürgt. Eine andere wichtige Eigenschaft des Systems ist die, daß mit einer größeren Anzahl von Empfangsstellen gearbeitet werden kann. Man soll mit diesem System 3—4 verschiedene Funkverbindungen Herstellen können, die gleichzeitig laufen, ohne fich gegenseitig zu stören. So gab der Sender bei den Versuchen in Rom gleichzeitig ein musikalisches Programm und einen gesprochenen Vortrag Beide Ueberrnittlungen wurden unabhängig Don- einander von derselben Empfangsstelle wenige Meilen entfernt gehört, während zahlreiche andere Empfänger, die die Kombination der Wellenlänge nicht kannten, rings um Rom nichts hören konnten.
Ein elektrisches Planetarium.
Man schreibt uns aus M ü n chen: Unter dem großen Kuppelbau des Deutschen Museums ist ein Riesenplanetarium zur Aufstellung gelangt, das von der Firma Zeih in Jena nach den Plänen Dr. Bauersfelds hergestellt worden ist. Es ist em Riesenprojektionsapparat, in dem 40 kleinere Projektionsapparate ineinander greifen. Der Apparat projiziert den ganzen Sternenhimmel an die Kuppeldecke, dann setzen sich, durch einen Elektromotor betrieben, die einzelnen kleineren Apparate in Bewegung und am Kuppelhimmel gehen Sonne und Mond auf und unter unö die Planeten beschreiben ihre Dahnen. In exaktester Berechnung und genauester mechanischer Ausführung läuit lichtbild- artig der Sternenhimmel über das Kuppelgewölbe. Dieses einzigartige Meisterwerk eines elektrisch bewegten Weltalls im Kleinen dürfte ein Hauptanziehungspunkt des Deutschen Museums werden.
110 000 Volt-Kabel,
die eine Spannweite von 1340 Meter haben, sind über die Straße von Carpinez bei San Franzisko gezogen worden. Früher waren hier zwei Kabel von 60 000 Volt angelegt. Diese beiden alten Kabel wurden nun gegen zwei andere von 110000 Volt vertauscht, und dadurch ist die Energie, die San Franzisko zugeführt wird, fast um das Doppelte erhöht worden.
belief sich auf rund 1150 Millionen Gvldmark. Die durch die Besetzung und ihre Auswirkungen im besetzten Gebiet weiter entstandenen Schädigungen des Arbells markt es sind nicht mitgezählt.
b) Zu diesen Ausgaben treten noch eine Reihe weiterer fiskalischer Belastungen (Einnahmeaus- falle von Post, Eisenbahn und Wassersttahen. Ausfälle von Steuern und Zöllen, Schäden des Bergsiskus, der Forst- und Donämenverwallung, Aufwendungen für Auslands kohle hei den staatlichen Derkehrsanstatten, Ersahtranspotte usw.) in Höhe von über eine Milliarde Goldmart._____
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