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(Dachdruck verboten.)
69. Fortsetzung.
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Büdingen, den 10. April 1924.
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bewegte. In den Augen darüber stand etwas anderes, grau, eiskalt, unbewegt.
Gr wandte sich zu Maria und reichte rhr die Hand.
„So sei es denn heut ein Abschied für Ihre Reise. Eine Gebirgstour zu unseren Schmelz» stellen hölt mich eine Zeitlang von hier fern. Ich werde, bevor Sie Wierny verlassen, nicht zurückkehren können. Leben Sie wohl, Maria Feodorowna. Wir sehen uns bald wieder, bald."
Einen kurzen Moment ruhten ihre Blicke ineinander, ihre Finger umschlossen sich zu festem Druck. Dann war er hinausgeschritten.
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Maria sprach es. Angehdrt war sie aus Dem Haus getreten und stand jetzt fragend vor ihm. Sie war in ein dunkles, hoch hinauf schliehendes Hausgewand gekleidet, das ihre schlanke, eben- mähige Gestalt vortrefflich hervortreten lieh. Eine müde Anmut lag über ihrem bleichen Gesicht, verhaltene Trauer Hang aus ihren Worten.
Ein Ruck ging durch Jsenbrand.s Körper. Als ar sie so vor sich stehen sah, haitte er sie m seine Arme nehmen, sie an sich pressen mögen. Das Blut schoß ihm jach in das Gesicht. Wtt Gewalt beherrschte er sich, zwang sich zu einem Lächeln.
„®er Wanderstab ist nicht vonnöten, Maria Feodorowna. Mein Flugschiff bringt Sle nach Orenburg."
. . . Orenberg . . . Sein geistiges Auge sah in schnellen Bildern noch einmal txe Szenen ihres ersten Zusammentreffens.
„Q3on Orenburg bringt Sie das Postschiff sicher nach Odessa oder Moskau."
Witthisen fiel ihm ms Wort: „Run, dann mag die Reise auch noch ein paar tausend Krlo- meter weiter gehen. Dann fahren wir weiter nach Deutschland, der Heimat unserer Ahnen. Ich habe noch Guthaben dort ausstehen, die uns einen längeren Aufen halt gestatten. Einmal wird ja doch der Tag kommen, wo hier wieder Rahe und Friedm herrschen, w owir ungefährdet zurückkehren werden/
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Bor einem mit Plänen bedeckten Tisch sah General Bülow, neben ihm der russische Oberst Popoff. Wie zwei Schachspieler bewegten sie kleine bunte Radelfähnchrn auf den Kartei: hin und her. Ihr lebhafter Disput bewies, dah sie sich über die endgültige Stellung der Fähnchen keineswegs einig waren.
Seitdem die ßage an der chinesischen Grenze sich zuzuspihen begann, hatte das Hauptquartier
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Was Sie in Karakorum sahrn . . . war nicht mein Werk . . . nicht in erster Linie . . . es war das Resultat der Geistesarbeit vieler weißer Intelligenzen vor mir und mit mir. Andere Derben daran weiterarbeiten, andere werden neue Leistungen von noch viel größerer Tragweite vollbringen. And sie werden in der Han) d^ weihen Mannes bleiben, der sie auswirken läht zum Nutzen der Menschheit, zur Stärkung und Erhaltung der weihen Rasse! Der in die Spur des Dschingis-Khan treten wird, ist noch nicht gekommen!
Doch lassen wir das, kommen wir zum Zweck meines heutigen Besuches zurück. Ich möchte Sie Dieder holt bitten, Wierny zu verlassen und weiter im Westen, jensc.it des Girals, einen Zufluchtsort zu suchen. Die Ereignisse der letzten Tage haben LeZeigt, dah der Aufenthalt in Turkestan mit Gefahren verknüpft ist- konnte sein, dah der Kicgisenaufstand vom Ilidreieck aus neu geschürt und gestärkt wird. Die nahe Lag« Wiernys zur Grenze dürfte bedenklich sein."
„Schon wieder den Wanderstab ergreifen?"
„®r wird kommen . . bald!" ! f Petersburg den Obersten mit einigen anoeren
.Sie sagen daS mit solcher Zuversicht. Herr A izieren dem Generalstabe der G. S. C.-Truppen Isenbrandt?" f achiert. Für den Kriegsfall unterstanden die
.Bald . . . bald kommt der Tag!" litärischen Streitkräfte der E. S. C. dem Der-
Georg Isenbrandt sagte es lächelnd. Aber e8U att igten europäischen Oberkommando.
war ein rätselhaftes Lächeln, das nur den Munds r0 xanae bindurck als Ideo-
-tvgie abgetane Gedanke dec Bereinigten Staaten von Europa war unter dem Druck der Wellge- schehnisse wenigstens zu einem Teil verwirklicht worden. Zwar war kein Staatsgebilde im Sinne der amerikanischen Union zustande gekommen. Aber die SolidariLt der europäischen Völker fand bei voller Wahrung der nationalen Selbständigkeiten und Eigenheiten wenigstens dadurch Ausdruck, dah bei Fragm der grohen Weltpolitik nicht jeder einzelne kleine Staat, sondern Europa als geschlossenes Ganzes auf trat und handelte.
Hinter den Kulissen war freilich ein steter Kampf um die Stellung des Primus Inter Pares. Ruhland glaubte in erfler Linie Anspruch darauf zu haben. Dabei kam ihm zustatten, dah der Schwerpunkt der militärischen Angelegenheiten in Petersburg lag, da Ruhland mit Rücksicht auf sein grobes Gebiet und dessen historisch provi- drntielle Lage gegen Osten die numerisch größte Heeresmachl unterhielt.
(Fortsetzung folgt.)
Arbeitsvergebung.
Die Arbeiten des inneren Ausbaues für das Schulhaus in Gelnhaar und zwar: Schreiner-, Glaser-, Treppenbau-, Schlaffer-, Jnstallations- und Weißbinderarbeiten, sowie die Herstellung der elektrischen Lichts anlage werden zum öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben. Angebotsvordrucke werden zum Selbstkostenpreis auf dem Amt des Unterzeichneten abgegeben. Zeichnungen und Bedingungen liegen daselbst zur Einsichtnahme offen.
Die Angebote sind geschloffen, portofrei vnb mit der Aufschrift „Schulhaus Gelnhaar" versehen, bis zum Eröffnungstermin am Mittwoch, den 23. April 1924 vormittags 11 Uhr bei dem Unterzeichneten einzureichen.
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