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18. Fortsetzung.

(Dachdruck verboten.)

7. -®an

©in Roman mtf dem 21. Jahrhundert tn>n Han« Dominik.

.Ist der Dammbau so eilig. Georg?"

.Aber sehr eiligI . . . Die Gelben besitzen ebenfalls Dhnotherm und schmelzen damit in ihrem Lande. Fällt eS ihnen eines Tages ein, hier im Ilidreieck plötzlich und alUu start zu schmelzen, so vernichtet das Hochwasstrr unsere Siedlungen im Siebenstrvmland . . . Bei der gespannten Lage zwischen Gelb und Weih ist eine Lleberraschung nicht ausgeschlossen. Der Damm muh schnellstens fertig werden."

In steilen Kreisen lieh Isenbrandt die Ma­schine steigen. Kilometer um Kilometer ging sie in die Höhe, und immer weiter dehnte sich die Landschaft. Jetzt dämmerte am Osthorizont Kuld- kcha heraus. Die Hauptstadt des soviel umstritte­nen Gebietes. Jetzt lag das ganze Dreieck wie ein ossener Kessel unter ihnen.

Isenbrondt deutete mit der Rechten dorthin.

.Begreifst du es wohl, dah wir das Ilidreieck haben müssen? . . . Siehst du es ein? . . . Die Siedlungsqesellschast sieht es freilich auch ein, hat es längst begriffen . . . Aber die Furcht, die feige Furcht vor den Gelben ist zu groh . .

Wellington Fox umsahte mit prüfendem Auge die riesenhafte Talmulde. Ein sarkastische- Lächeln glitt über seine Züge.

.Ich Dermute, mein lieber Georg, hier wird es eines Tages gehen wie im Erlkönig . . . ilnö folgst du nicht willig, dann brauch' ich Gewalt."

Georg Isenbrandt antoorbete nicht. Deine Züge blieben unbeweglich mir in fernen Augen flammte ein stählerner Glanz auf. Jetzt stellte er die Maschine ab und lieh das Schiss im ge­streckten ©LitMug wieder in die Tiefe schiehen. Lind dann setzte es leicht und sicher auf einer Dergwiese auf. Sie waren vor einem Dezicks- haus des Abschnitts gelandet. Etwa ern Dutzend Ingenieure war hier versammelt, durch Fernruf benachrichtigt, und erwartete ihren Ehef.

Isenbrandt nxrnbte sich an einen jungen Men­schen, der in der Dähe stand.

.He! Sie da! Franke, führen Sie den Herrn hier zu Ihrem Grohvater. Er soll ihm alles zeigen, was er zu sehen wünscht . . . Lieber Fox! Du hast drei Stunden Zeit, einen unserer intec- e'santesten Schmelzpunkt? zu besuchen. Hm vier Ahr bitte pünktlich w eder hier!"

An der Seite des jungen Mannes machte Wellington Fox sich auf den Weg. Ec war ein tüchtiger, trainierter Bergsteiger, aber er muhte sich anstrengen, um mit dem hier vorgelegten Temp » Schritt zu halten. Auf dem Wege erfuhr er, dah der alte Schmelzmeister aus Deutschland aus dem Mcrseburgischen stammte. Jetzt war er seit langen Zähren im Dienste der Dynotherm- kompagnie tätig. Sein Sohn bewirtschaftete eine der neuen Siedlungen im Siebenstrornland. Der Enkel, der Wellington Fox jetzt den Berg hinauf- führte, war gleichfalls in den Diensten der Gesell­schaft und hegte den Ehrgeiz, ein so tüchtiger Schmclzrneister wie der Alte zu werden.

Jetzt uurde der Weg weniger steil, und dann standen sie auf einer Alm vor einer rohgezim- merten Blockhütte. Mihtrauisch begrühte der alte Schmelzmeister den Ankömm.rng. Auch jetzt, nach

beinahe zwanzigjährigem Aufenthalt m Alien, sprach er noch unverkennbar den sächsischen Dialekt der Halleschen Gegend.

.Was sind Sic kenn? . . . So! Zeitungs­schreiber find S e? . . . Da. gerade für bte haben wir hier sehr wenig Verwendung . . . Dee, nee. da kann ich Ihnen nichts zeigen. .

Der junge Franke muhte sich nochmal- ener­gisch rns Mittel legen und den Auftrag Isen- bcandts wiederholen, bevor der Alte srch endlich bereitnnden lieh. Aber auch dann brummelte er noch allerlei vor sich hin.

.Zeitungsschreiber. . . Profe-ssivnelle Deu- gietige . . . Ich kenne die Brüder noch von da- mals . . . damals, als der Kessel kochte . . . Sind mir damals Tag und M»cht nicht von der Pelle gegangen . . . Lind ich wühle doch nichts . . . Konnte d)ch nur sagen: Ec kicht eben! . . . Er kocht eben . . . kxht, ohne dah ich Feuer darunter habe. .

Wellington F?x horchte auf. .Als der Kessel lochte. . . Hatte nicht Isenbrandt die Wirte erst vor kurzem gebraucht . . . Hatte nicht der alte Professor Müller ihnen schon in der Schule eine Erzählung unter diesem Titel vorgetragen?

Wie ein Jäger aus feine Deute, stürzte er sich aur den Alten, und in zwei M.nuten hatte er ihn fo weil, dah er zu erzählen begann:

.Ja, also damals war's . . Ec zählle an seinen Fingern ab.

.Zweiundvierzig, nein, dreiundvierzig Jahre ist es jetzt her. Im Leunawerk bei Merseburg wac's. Der Detciebsingenieur hatte mir den Auf­trag gegeben, einen grossen Reservekessel rür den nächsten Tag anzuheizcn. Früh um vier kam ich

rn das Kesf^hauS?. Bitterkalt war eS und natür­lich noch stockdunkel. Ter Kessel hatte eine Repa­ratur hinter sich und war leer.

Ich also. . . alS erstes, waS ich tue . . ich drehe natürlich zuallererst den Wasserleitungs­bahn aur, um den Kessel erst mal voll Walser laufen zu lassen. Derweil das '^Baffer läuft, suche ich mir Hol; zum Feueranmachen zusammen, und fo allmählich lDamen auch meine Kollegen... Sie müssen wissen, Herr, ich war damals der jüngste und muhte zuallererst da sein.

Wie ich so mein Holz zufammentiage. wirb mir warm und immer wärmer, und dabei hattest wir doch 15 Grad Kälte im Freien. 3m Kessel- raum war'S fast ebenso kalt . . dem Sie müsser wissen. Herr, besondere Oe len stellt man nicht in die Kesselhäuser Di? Ke?sei beiden selber ganz schön, wenn sie in Betrieb sind.

Wie ich noch so stehe und mir den vchweih von der Stirn wische, da gibt mir mein Kollege einen Stob in die Rippen und zeigt auf das Manometer am Kess<ll Hnö da denke ich doch.. . da denke ich doch, der Deubel soll mich holen . . . da »eigl das Manometer auf zwölf Atmosphären. Dabei, Herr. Lin Stückchen Feuer auf den Rost«-, eben erst kaltes Wasser aus der Leitung In den Kessel gepumpt.

Ich denke zuerst, ich habe mich verschaltet und Dampf auS einem der anderen Kessel auf den leeren Kessel angedrehl. Aber alle Dentile sind au, und ich verbrenne mir bloh eklig die Anger. Ich lasse vor Schreck die Schaufel fallen unt retiriere vor diesem Deubelskessel biS zur Ein­gangs tür.

(Fortsetzung folgt.)

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Die Beleidigung gegen den Lehrer Tollmannnehme ich hiermit zurück.

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Heute bis clnechl. Donneretaer:

Die Tragödie der Liebe

IV. Teil und Schluß

Mia May, Emil Jaonlngs, Erika ClMoe:, Wladimir Gaidarow.

Dazu:

Die Brautfahrt mit Hindernissen Großes Lustspiel mit Put und Patachon. den beiden unverwüstlichen Komikern, be­kannt aus Er, Sie und Hamlet.

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