Nr. 56
»Lgsich, ffilj« Soriu unb 5tiert«0, ■ii d Sawslaqsb^tlaqt: (B-efeener^cr'liM't.tttrt »jicsrrrle
2.60 (Bolbmarh ein« ch IiäqetU^ auch b«i 7hd)t»rld)»tn»* tin}eln«r Hummern in. folg* Wßerrr Qkvait - 3<cnlprf d)'flnld)lü!J<: für bi» SchnfNeUumtz 112; fir lietlaq und ®«M>df1»h»0t 51.
Anschrift für Drohinach. richten Heiell»r*lt|ci. polfchkckfsnt«:
freiffirt a. M. 11668.
Erster Blatt
17|. Zahrgang
Dienstag, 12. Zebruar 1924
GietzenerAWM
General-Anzeiger für Oberhessen
thrd witb Pcrlog: VrLHNsche UnlüerfitätS'Bnd'* nnö Sleinärndcrti R. tanie in Gießen. Sdfriftleitiing unb Akfch.iftrstelle: SAnUfraM L
Iwebet »oe Inielotn fti btr 3aq<*niiwiimfl bi* il* d achmmaq votb<- o(n» t»beV<lb»nblichb»it.
Pieis tir | mm höh« fir 8mjfid»tt von 27 mm Srrttr 6ttlteB,du»iDär1» IC Volbpfeuniq; für Vf» blomr-2in tiqtn p 70 ni Breit» '-b U olbpf»netg, Bl^tzvvrschrtft 2»' .Ruf' ktiaa - 1 »ranimonlich für Tohhb u. 3»uiDcton: br Jrwbt Will) Vong»; fir btn übrigen 3#t| Ernst Vlumsch,,nsiürt»n An,» iqfnuil sianoBech, fdmihd) in Giesten.
Schleswig im Kreuzfeuer.
Don Hans Hoher.
Ss dürfte noch nicht veraesfen sein, daß tm Juni v. 3- dir schleswtgsd>c Grenzfrage 1>*qenftanb einer groben Anfrage Im Preu. M.^en Landtag Dar. Damals handelte es sich um das Vorbringen der dänischen Agitation nach Lübschleswtg und um die Mechodcn, mit denen dieses Vorbringen ermöglicht wurde. Aufgeworfen war diese Frage durch den „Fall Schrader". einen offenbaren dänischen Vc- stechungSversuch. In dem ein dänischer Pastor einer deut'chen Frau mit Namen Schrader Hilfe verhetz, wenn ihre Kinder die dänischen Schulen besuchen würden, oder wenn sie selbst Mltalied eines dänischen Vereins würde. Vei der Debatte, die vor einigen Tagen den Preu- hischen Landtag beschäftigt^ standen größere Dinge zur Verhandlung. Es handelte sich um die erneute Stellungnahme der Staatsregierung unb ber Parteien zur beutfch-bänischen Grenze Überhaupt.
Seitdem am 25. November des Voriah- res in der nördlichen Grenzstadt Flensburg das bekannte Abkommen zwischen der deutschen und der dänischen Sozialdemokratie ab- aeschlosien wurde, hatte sich die Erregung über Die darin enthaltene Anerkennung der deutsch-dänischen Grenze mit jedem Tage gesteigert. Diese kam vor allem zum Ausbruch auf einer großen Volksversammlung in der Stadt Schleswig, wo der Führer der dänischen Sozialdemokratie, Herr ©tau« ning, das Gren-abkommen zu verteidigen suchte. Seelenruhig erklärte er. die deutsch- dänische Grenzfrage sei nach Unterzeichnung des Abkommens gelöst. — Daß dem nicht so ist, das hat die preußische Landtagsdebatte am 1. Februar klar erwiesen. NegierungSveNreter und bürgerliche Parteien (es sprachen bekanntlich Ministerpräsident Braun, Dr. S ch w e • ring- Köln, M i l b e r g - Quarnbek (Holstein), Frau Voigt -Flensburg und H o f f - Kiel) stimmten in ihrer Stellungnahme darin Überein, daß die Grenzziehung tm Norden ebenso wie die territorialen Aenderungen an den anderen Grenzen, die Deutschland durch den Versailler Vertrag aufgezwungen sind, ein Unrecht bedeuten, das wir niemals als V e cb t anerkennen können. Daß auch die Sozialdemokratie (als ihre Vertreter sprachen die Abgeordneten Bartels und Jürgensen aus Schleswig-Holstein) stark diesem Urteil zuneigen, zeigte s.ch in der allgemeinen Ablehnung des Wor:es „vereinbart-, das auf die deutsch-dänische Grenze bezüglich, in der deutschen Fassung des Grenz- abkvmmens zu lesen war. Es solle heißen, so erklärten dir sozialdemokratischen Vertreter, die Grenze sei „fest gelegt". Außerdem wurde von sozialdemokratischer Seite gesagt, daß dle Gre.nzfraLe „vorläufig" erledigt sei.
Sehr interessant war die Feststellung des Onnenminiftc S Severing, daß berfraif- zösische Einfluß in Dänemark Im Wachsen begriffen fei. Damit wurde auf eine Tatsache von größter Tragweite hingewlesen, die in Deutschland die genaueste Beachtung verdient, da sie von größ'cm Einfluß sein wird für die xutünfrlge Gestaltung deS deutsch-dänischen Verhältnisses.
Das Ergebnis dieser Debatte wird in ganz Deutschland mit lebhafter Genugtuung begrüßt werden. Zeigt sie doch, daß der weitaus größte Teil des deutschen Volkes nicht daran denkt, sich mit der augenblicklichen Nordgrenze abzufinden sondern dafür eintritt, daß die ab- Setrenntcn deutschen Brüder und ©d'Uxftern in lordsch eswig e nmal w cder zum alten Vater- lande zurückkehren können. Vor allem wird diese Debatte auch in Nordschleswig, in dem abgetretenen Gebiet selbst, mit Zufriedenheit aufgenommen werden.
DaS d 2 nIsche Echo ttufdie Landtags- Debatte ist sehr verschieden ausgefallen Die meisten Blätter sehen in den hier gehaltenen Neben eine offene Kriegserklärung an Dänemark und betonen, daß die deutschen Aeuße- rungen im dänischen Volk große Erbitterung auSgelöst hätten, r^gar eine liberale Zeitung wie „Politilei" n tüte aus dieser Debatte erkennen wie sehr b.e , Nev-mchelust" im deutschen Volke verbrci et sei. Wenn sie bei einer so kleinen Grenze wie der scl l tSwigschen schon in solcher Stärke zum Ausbruch komme, wie stark müsse sie sich bann erst an den übrigen Grenzen auSwirken. Mäßiger in ihrem Urteil war Die ..BerlingSke-Titende". die erklärte, daß nur die Deutschnationalen an ber Dieder- Herste ^ung der alten KönigSaugrenze festhel- ten unb baß alle übrigen Parteien eine Grenzverlegung dem Wunsche der Dcvclkerung überlassen wollten
Wie recht Minister ©evering tat, als er auf den zunehmenden französ.scheu Einfluß in Dänemark h.nwieS. ergibt s.ch auS ztvei kleinen Beispielen. Am 5. Februar wurde in ganz Dänemark zugunste i her no.leidenden Kinder jn den vom Kriege betroffenen Ländern eine
Die Sachverständigenberatungen.
Die Lage der deutschen Landwirtschast. — Botschafter von Hoesch bei Polncar^.
Paris, 12. Febr. (DDB.) Dem ,Pc« t'.t Par.siea" wird au- Brüssel berichtet, daß ra einem grstrm nadßmitlag unter dem Vorsitz von The unis abg fra tuen ficbircit** rat Vußetmin fier 3 aspar längere Ausführungen über b.e Auß npol.ttk unb eine wich» t ge Mitteilung über die Arbeit der Sachdcr« standigenkom tees gemacht habe. — Der Ter» l'mer Storrefponbcnt deS „Petit Parisien" schreibt, für Dr. Echachtsei jetzt dreierlei geboten:
1. D e Kreditpolitik der Neichsbank gegenüber der Privatwirtschaft zu enbem,
2. lei Zinssatz ter NeichSbank von 10 auf mintestenS 15 «Jrojent heraufzusetzen (WaS übrigens ba*u be tragen würde, die noch im Ansiante kefindl.chen deutschen Kapitalien heranznzieheu),
3. schleunigst e n: Goldkreditbank;n schaffen, um in zuverläfs.ger Weife die Gewährung von Kred.trn zu regulieren, deren Nück aflung in ©cDtrtrtcn zu regulieren unb auf diese W< f: jede Gefährdung der Texüen« mark auszuschl eßen.
Dach Ars cht des ÄorrcfponDcnkn stell ein schwerer Kampf ?w fck> n Dr. Schacht unb den k erusSm ß g n Kr d tne^inern auS Anlaß dieser Neformrn in Aussicht. — Vor tem Ersten veistand g n auS ch-tz wir gestern der 1. Dors tzende deS NeicheauSschus- seS bet deutschen Landwirtschaft, Freiherr von Wangenheim, erschienen. Er legte den Vlottern zufolge ausführlich dir Lage der deutschen Landwirtschaft dar und führte auS, daß die Kred.IfÄH igk-it der Landwirtschaft durch die ungehe^r: €t?uerbclaftung und daS erhöhte Nisiko deS Betriebes außer- ordentlich gesunken sei. Nachdem die De- pcs len ter lanbtrnrt{<fiaf1l d>m G.nvssenschaf« ten infolge der Dcnttocrtunq verfchei-und .n feien, falle die gan*e Krrd.tb fchafsung für die Landwirtschaft auf die N e i ch S b a n k, die dieser Aufgabe nicht ganz gewachsen sei. Am Nachmittag wurde der 2. Vorsitzende deS All« geremen D:u schon Gew r scha'tSdrmdeS, ©taßmann, von tem Scchve ständigen« komitce gehört. Für heute find als Vertretet ber Industrie Herr v. Siemens, unb als Vertreter der Banken ber Bankier von Mendelssohn geladen.
Die deutsch-französische Unterhaltung.
Paris, 11. Febr. (WTB.) Der neuernannte deutsche Botschafter in Paris Herr von Hösch hat heute nachmittag 2 Uhr 15 Minuten dem Ministerpräsidenten P o i n - c ar6 die Abschrift seines Beglaubigungsschreibens Überreicht. Die anschließende Unterredung bauerte brttf.r t:l Stunden, in deren Verlauf der deutsche Botschafter einige Mitteilungen seiner Ncg erung machte, die sch auf die Wiederherstellung deS moduS vivendi in den besetzten Gebieten bezogen. Der Botschafter legte daS Memorandum der franzos schen Negierung vom 11.3a- nuat zugrunde, um die Argumente und die Forderungen der deutsche Neg'emng zu entwickeln. Er überreichte Poincani- ein Memorandum, in dem die Argumente unb Wünsche ter deutschen N?g enmg nie&erge’eJ s nd. 3m weiteren Verlauf der Unterredung wurden
Sammlung veranstaltet. AuS biercm Anlaß rerüf'C tiich e die „National i.ende" ben Br <f eines Kopenhageners, worin er biefer Zeitung 500 Kronen überwies „für belgische und fron- zösische Kinder", und in der , BerlingSkc-Ti- tente" fragte ein Bankbevollmächtigter aus der Provinz kurz vor der Sammlung: ..Habt Ihr jemals ein einziges franzöf scheS Kind als Gast in dänischen Heimen gesehen? Och weiß es. und deshalb sage i$ nein, wenn die Ein- sammler morgen kommen!"
Hessen separallftenfrei!
SarmflaH 11 F-br lPttv-Tct) Hellen tfl mrnn’br ntlilj von den Separatisten betrat, nachdem in den L^tcn Sayn bU awrb;gen Vertreter der neuen .Vcqtcnmg' auf mehr nrer nun- der schlninige Art dir Kerrsa-nter rn «oormÄ, Ving en. OHaiit unb Ocaß-^’tau geräumt haben. Von Main; wird erzählt, da) d^: letzten sechs .2tegicrung8r>.rretCT . tl l ch im KrNSamt zu halten suchten, obwohl ihnen van S:tlen der Sun-jO en weitere Unle.rtu*um versagt trurbe, durch »wei oaderc Schn Lnite aut bu Straß- gef.nt wurden Die b:i>m S cherheitö- beamten begaben sich in daS G>chäude unb Däh-
anch die Fragen zur Sprache gebracht, die sich auf daS Neparationsproblern all solche! beziehen.
renb ber eine Wach' hlekt, betrat ber andere die .Diensträume", um dl? H rren in mch sehr Höf- ü^>er W.t e xum Vrrlaffen deS LokaleS auszu- sordern. Fünf davon gaben schleunigst Fers en- q {> und verschwanden, wähe?nd ber ©echte sich in- tT.i tcr Weise W d?rslanb zu H'ten versuchte. Unter G.-ftt^Swächt.-r machte aber nicht lange d sehr bald war die rein, alierding! sollen bk zurückg bsieb-ren Svuren. wie auch anderwärts, nicht so lech zu b;fettigen sein. Auch bi? Fahtten sind überall befettigt. die Vtarnten sind imnm-.br wieder in ber Lage, ihren DI mH auf zunehm n Vor allem w rd aber die Brvilkcrung wi der ausatmen, baß d e'er schwere Druck von ihr genommen Ist. Dankbar muß die Stanbhasiigle t und Treue deS ganz-n Volkes anerkannt wrrd-n. die daS harte Opfer entschlossen auf sich nahm.
Separatisten und Völkerbund.
Vern," 11 Febr. (Schwei.;. Drre'chmagen- tur.) Zu der von HavaS verbreiteten Meldung, daß ber Liga für bi? rheinisch-westfälische Unab- hänaigkrrt, deren Führer Matthes ist. AechtS» an,al Pau! Ä rauS Senf), mit der Vertretung der b e rh In scheu Fragen berührenden P^o- H mc beim Völk rbundSrat betraut bade, schreibt die Züricher Post:
Der .TempS" wach In feinem Leitartikel dem dwtsch.m Reichskanzler auf dessen Erklärungen an dm Vertreter deS Schwedischen Roten KreuzeS hin den Vorwurf, er bednt.e den Sach- Derftanbiflcnfomitce», waS sie auf die ihm gestellten Fragen ;,r. üntöorten hätten.
Der NeichSkanler st?l'1e den Gläubigern Teutft^laadS fe ne Bedingungen, die darauf hinauSlie'en, die von Frankr ich unb Belgien in den besetzten Gebieten erzielten Einnahmen zum Versiegen zu bringen,
daS beste Zwangsmittel Frankreichs unb Belgiens gegen bie deutschen ®roßInbuftrielLm auf- zuaeben. die Düsieldvrser LieleiungSverträge zu beseitigen unb fchlie.sich Deutschland ein Moratorium ohne Pfänder zu verschallen Ais Gegenleistung für alle diese Zugeständnisse biete ber Reichskanzler, ab^e'ehen von einer Elaschränkung, dasselbe, waS Reichskanzler Cuno am 25. Zuni 1923 vorgeschlagen habe Aufer vielleicht in Deutschland selbst, werde niemand zugeben, baß eine derartige Politik bie Grundlage für eine Verständigung abgebe. Die Haltung der deutschen Regierung, die eS riskiere, ihre Bedingungen zu stellen, gebe wohl ber französischen Regierung bai Recht, ihrerseits ihre Bedingungen au S zu sprechen. ES erscheint dem .TempS" ebensowenig redlich, ohne w i r-reS al'.eS auS der Hand zu geben, als überhaupt (eins Konzessionen machen zu wollen Die Klugheit gebiete, daß man französischerseits versuche, für daS, waS man aufgebe. Gegenleistungen zu erzielen SS fei von interalliierter oder internationaler Kontrolle die Rede Sine Kontrolle kl aber immer nut ein Mittel DaS wesentliche fei das Ziel, daS die französische Pölttik anftrtbe. Ze nach An dieses Ziele- fei der Wert der Mittel zu beurteilen. DaS Ziel der fvanzöfifchrn Politik sollte nach A i icht des .TernvS" darin bestehen, kein Gebiet, kein Pfand, kein Zwang--. Kon'roll- und Vcitreibungsmi’tel au« der Hand zu geben, es fei denn tm Austausch gegen bör’cnfähl^e Schuldverschreibungen, die tatsächlich Zahlungen darstellten Wenn bie Garantien, mit deren Ausarbeitung bie Sach- verstänbigen beschäftigt sei n. unb die die Repa- ration-kommlsiwn sanktionieren werbe, tatsächlich wirksam seien, so dürfe es nicht unmöglich sein, derartige Schuldverschreibungen zu schaffen, die einen bestimmten Teil der wirksam garantierten künftigen Zahlungen Deutschlands dar» stellten. Bedingung sei jedoch, daß sie die Möglichkeit schüfen, die polillsche Schuld In eine
Der divlomasifch? Redakteur der HavaS- agentur glaubt zu willen, daß die Ausführungen des deutschen Botschafter- sehr allgemeinen Charakter hätten. @3 scheine nicht, daß Herr von Hösch ernzechendere und neue Vorschläge zur Re- Slung gemacht habe. Es bestehe Geuid zu der nnabme, baß er seinerseits auf die Srklä.ungen angespielt habe, die der Reichskan zier Marr gestern Idem Delegietten des schwedischen Roten KreuzeS gegeben hat. Zu bemerken ist. daß k-as ostizielle Eomrnunigaä folgende Punkte enthält: Wiebcrherstesiung der wirtschastitchcii unb finanziell.n Souveränität beS Reiches Im Ruhrgebiet, ein zwei- bis dreijähriges Moratorium unb nach besten Gewähr u ig <tnc feste jährliche Zahlung, die du a> die Eisenbahn, den gesamten unbeweglichen Besitz des Reiche-, durch Verträge. Zollabgaben und Monopole garantiert werden soll. Poincarö hat die Möglichkeit der Fortsetzung des Dlskustion dieses Problems zwischen Frankreich und Deutschla. d keineswegs abgelehni unb Herrn von Hösch im Gegenteil gebeten, ihm die Einzelheiten der Vorsch.äge, die er der französischen Regierung zu machen gedenke, schriftlich zu unterbreiten, damit er sie eingehend prüfen könne.
Handelsschuld, die f urnzösische Repan»- ttonfforberung in eine Forderung umzuwanOeln. die sich auf Staatsangehörige aller Länder verteile
Die Micumverträqe.
Berlin, H Febr iWolff) Havas meldete unter dem 9 Februar aus Paris, daß zwischen den Grube ndefttzern unb bei Vlif L»n 3n- tciallice de Eon:rose deS ^stineS et des VTinaS IM icum> in Düsseldorf Ixschlosten wurde, daß die Kodlenlieserungen der deutschen Zechen vom 1 Marz ab nicht mehr prozentual von der Förderung erfolgen, sondern von der vollen, von der ReparationSkommistton borge« schlagenen Tonnenzahl
Okach den uns zugegangenen Mitteilungen trifft bie HavaSmelbung nicht zu Richtig ist nur. daß zwischen der Sechserkommifsion unb der Micum neue Veibanblungen über die Kohlensiefe- rungen unb die Äoblenfteuer nach dem 15 .Seht uar stattfanden Bei diesen Verhandlungen hat die Micum allerdings verlangt, daß in Zrtkrmfl die Kohlrnlieferungen der deul- f<f<n Zechen nicht meßt, wie bisher, in dem bestimmten prozentualen Verb"ltn'.s von der jew« l gen Kok l nfi r^erung erfolg « sollen, sondern in einer festen monat'.ichen Menge. JlCaf’gebcnb für diese Menge sollte nach den Forderungen ber Micum bie von ber Revara- tionSkommission aufe l'gte MonatSmenge sein Aach ber letzten V ifftellung ber RevarationS- kommistion wären dies rund 1,8 Millionen Tonnen monatlich. Richt richtig Ist dagegen, daß die Sechserkommillivn dieser neuen Forderung bei Micum zustimmte Sie hat die verlangte Sihöhung ber Kohlenlieftiungen, ebenso wie auch bie Etböhung ber Kvhlenbagabe vielmehr alS unmöglich bezeichnet unb im Gegenteil einer Herabsetzung ber Forderungen der Micum verlangt Eine Einigung zwischen der Sechser, kommifsion und bet Micum liegt daher nicht vor Die Verhandln"^" voraussichlllck
am 25. Februar tuivu^'SÄSü<uDnunen
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Die Brennstoffmeng-n, welche von Deutschland gelle'e t ober in Deutsch- (anb erfaßt tmiri'en. beliefen sich nach ber .Deut- schen Dergwctksz itung" in Oah e 1**23 insgesamt auf 1963 000 Tonnen Koßle 2 276 530 formen KokS. 156 800 Tomen Vraunfobfenb if-ttJ DS trurben demnach > ufammen 4 123 303 Tonnen nach F ansieich unb Lu emburg per'' acht ob-r, wenn man 4 Tonnen Kohle mit 3 Tonnen KokS gleichste lt, zusammen 4 883 100 Tonnen B ennstoll 3m Zahre 1922 waren eS insgesamt 12 6 32 265 Ton- nen, bie geliefert wurden. Das von der Reva- tativrSkomml firn ausgestellte Programm sah eine jährliche Gesamtliesetung in Höbe von 14 918 830 Tonnen vor Die von Deutschland gelieferte ( o\r dort erfaßten Mengen betrugen Im Zähre 1923 allo nur ungefähr 20 Prozent der KommlsfionSforderung.
Neue kommunistische Pulsch- pläne.
Stuttgart, 11. Febr. (WTB.) Nach einer Vefannhnad'img d S Min strriumS deS Innern gelang eS dir Land-?Spol':^ei durch die Verhaftungelneskommunist'schen Kuriers unb die Bescßlagnaßmr deS von ihm m llgeführlen Materials einwandfrei den Nachweis zu erhaltm, d ß d'.e Kommun'.ften planten, am 13. Februar im gen en Beicht e ine Demonstration M de a^ st alten mit tem ausre'prochenen Zweck, blutige Zu» fammenftbße mit der Polizei ßerbehefü^ ren. Die Erwerbslosen und die au8 den Bett eben geholt n Arbe t'r solllm in gewissenlosester We fr h er-u m ßdraucht werden, während die e g:ntsich7N Anstifter sich tm Hinter-
,Man wird a.nnehmm dürfen, daß die In- stan-m des Völkerbundes nicht zögern werden, auf diese Anmaßung ber rhei lisch n Separat st en die richt gc Antwort zu geben. R emanb kann natürlich bat rhesitllchrn S.parattsten verwehren. daß sie einen Advokaten beantragen, den Völkerbund mit S in gaben, Protesten unb der gl sichen zu bestürmen, aber
Sache deS VölkerbundrS ist eS, zu erkläre«, daß dl« rheinisch«» Separatisten beim Völkerbund nicht- zu fachen haben.
Sine andere Halsimg würde den Völkerbund unheilvoll kompromittieren: ft? tr-äre eln Affront gegenüber Deutschland, wie ein Allrvil gegenüb t England, da- feine Meinung über daS Treiben der rhsirnlchen 6e- pavitisten asi derhcsi zum Ausdruck gebracht Hobe. Schließlich läßt ja auch Poincare erklären, Frankreich habe Lire Absicht, such In die inneren Ana ( ge ch iten Drullchlanbs d z^rn schen, e ne Erll^rung. die zwar mit den gechchtluchm Tatsachen und Vorgängen am Rhdn tm starken Widerfrruch steh', di- aber doch verhindern sollte, baß etwa unter stanzösischem Pcotckwr'rt di- rhei- nilch-n ©ejxirati tea einen Sttz in Genf auhua können.


