mq frtfenbert gdttotrttn FMtt Bd&fiÜQt toe$> Een können. Der 'Berot&mtng ist insofern rütf- Lirkenbe Kraft beigele^t worden, als sie ruch Anwerrdung Habet, soweit für die vor ihrem Inkrafttreten bereits erfolgte Ausfuhr auslän- bifd>e Zahlungsmittel noch nicht abgeführt finb. Zahlreiche Anträge, die in den letzten Wochen wegen Befreiung von der DevisenablieferungS- pflicht gestellt worden sind, dürften sich durch bte neue Verordnung erledigen.
Die Streikbewegung im besetzten Gebiet.
Köln, 9. Jan. (WB.) Die Vereiniming der Kölner Arbeitgeberverbände teilt mit: Bei der Motvrenfabrik Deutz hatte die Arbeiterschaft ohne das Ergebnis der Lohnverhandlungen für die to-famte Metallindustrie beim Schlich tun gs- auSschuy abzuwarten, beio n ber e Lohnsvr» deru ngen gestellt. Telle der Arbeiterschaft ver- oTrstalteten eine Kundgebung vor der Betriebsleitung und stellten die Arbeit ein. Anschläge der Firma, die zur Wiederaufnahme der Arbeit auf- forderten, wurden abgerissen unb mit der Bieder legung der Arbeit überhaupt beantwortet. Infolge des Verhallens der Arbeiterschaft sah sich die Firma gezwungen, da- Werk zu schließen und die ArbÄier zu entlassen. Von der Aussperrung werden 3000 Arbeiter betroffen. — Die Vereinigten Stahlwerke Dan Zhpen und Wissemer Eisenhütten AG. hatten, weil der Betrieb nicht mehr produktiv arbeiten konnte, die Genehmigung zur Stillegung beim Demvbilmachungsrommissar beantragt. Die Wiedereröffnung des Betriebes ist in Aussicht genommen, sobald auf Grund einer anderweitigen Regelung der Arbeitszeit und der Lohnverhäl.nisse eine ProduktionSmogllchkeit wieder gegeben erscheint.
Laut „QberL Lok-Anz." ist für den Bereich deS Arbeitgeberverbandes der rheinisch- weftfälischenZementinduftrie nach langen Verhandlungen der lieberg<mg zum Zehnstundentag vereinbart worden.
Aufräumen in Thüringen.
Weimar, 9. Jan. (WTB) Dem Vernehme» 'nach ist nunmehr gegen Minister Hermann und Regierungsassessor Kunhe die öffentliche Anklage durch Beantragung der Voruntersuchung erhoben worden. Der linier- > suchungSrichter beim Landgericht hat die Haft- befehle, und zwar wegen schwerer Urkundenfälschung, bestätigt (§§ 348 und 349 des Strafgesetzbuches). Als neue Auswirkung der Kontroll» i tätigfeit des Reiches in Thüringen wird bekannt, bah Regierungsrat Worch und Major Etscheit ; von der Landespolizei vom Dien st suspen- I d t e r t worden sind, und daß Ministerialrat Dr. Rockher als Regierungsrat von Weimar weg- versetzt worden ist.
Dach einer Meldung des „Tag" aus Weimar ist eine Einheitsliste der bürgerlichen Parteien (mit Ausnahme der Völkischen) zustande gekommen. Die Vorberellungen für die Einheitsliste deS Bürgerbundes, des sogenannten Ordnungsbundes, sind in den vier Wahllrelsen völlig beendet.
Sozialdemokratie und Thüringen.
Berlin, 10. San. (Priv.^Tel.) Laut „Vorwärts" beschloß der Vorstand der sozialdemokratischen AeichstagSsraktion, der Reichsregierung neuerdings bk schleunige Beseitigung deS militärischen Ausnahmezustandes nahezulegen. Hinsichtlich der Vorgänge in Thüringen wurde emhellig Die Auffassung vertreten, bah der Kampf gegen die thüringische Regierung als ein parteipolitisches Manöver zur Erzielung einer bürgerlichen Mehr- i hell bei den bevorstehenden Landtagswahlen zu ^.betrachten sei. Die gegen den verhafteten Mi- ' ntftec Hermann erhobenen Beschuldigungen , rechtfertigten seine Verhaftung nicht, da weder ' Verdunkelung noch Fluchtverdacht vorliege.
Die Klage des Abg. Kindt.
Darmstadt, 10. Ian (Priv.-Tel.) Bei der ®r6rterung der sog. „Hessischen Frage" Halle der deutschnationale hessische Landtagsabgeordnete Kindt auch in einer Gießener Versammlung In Aussicht gestellt, zur Klärung feiner Anschuldi- digungen gegen den „Hessische, Vvlksfreund" auf Dem Klagewege vorzugehen. Die „Hessische Lan- deSzeitung" veröffentlicht hierzu folgende Dottz: Der Abg. Kindt hat wegen eines Artikels, der die Vorgänge im Sonderausschuß de» Hessische» Landtages am 11. und 12. Dezember behandelte und zur beleidigenden Krillk seines Vor Hillens benutzt wurde, gegen die in Gießen erscheinende „Ober- bess i sche Volkszeitung" das Verfahren der Privatllage einlellen lassen. Wenn möglich wird auch gegen den „Hessischen Volksfreund" und daS .Offenbacher Abend-
-Ein neues Drama KarMeuraths.
Dr. Karl Deurath der den Gießenern durch seine langjährige Tätigkeit am .Gießener Anzeiger" sowohl tote durch fein dichterisches Schaffen der letzten Jahve wohlbekannt ist, hat mit der Uraufführung seines neuen Dramas „Der Darr von Do la" einen starken Erfolg erzielt. Un» tolrb hierüber au» Bremen berichtet:
Die dramatifche Wucht des .'Bundschuh", der vor Jahresfrist hier aufgeführt wurde, besitzt dieses Werk freilich nicht, dafür aber einen groben Reichtum an lyrischer Schönheit. Sine Fülle edler Gedanken ist hier in ein kostbares Gewand gekleidet. und die Schönheit der Sprache gemahnt an Schiller» festliche Dichtung. Im Mittelpuntt diese» dramatischen Gedichtes steht die Gestalt G i v r- oane Brunos, um dessen heroisches Schicksal Karl Deurath eine starkbewegte Handlung geschrieben hat. Der Konflikt de» freien weltumfassenden Geiste» mit der starren Tradition der römischen Kirche ist hier menschlich vertieft und in ein dramatisches Erlebnis von Iranischem Ernst umgewandelt worden. Wenn auch dieser Feuer- kovf Bruno an sich nicht eigentlich eine dramatische Gestalt geworden ist, so wirkt doch die menschliche Gröhe seine» Denkens und Handelns packend und erhaben, und der voll dahmströmende Fluh der Derse ist von hinreißender Kraft. Dramatisch scharf umrissen sind die übrigen Gestalten, vor allem der fanatische Dominikanermönch Bonifacio und die Gräfin Beatrice, die sich an Brunos geistiger Grütze zu ekelstem Menschentum lautert.
Gerade au» den Bestehungen Bruno» zu Beatrice hat Deurath Szenen von wundersamen lyrischen Lei- erschaut. Die Handlung ist für ein
Blatt“ Klage erhoben werden, die beide den gleichen Artikel zum Abdruck gebracht bähen. Leider ist dieser beim „Volksfreund“ im politischen Teil als Leitartikel erschienen und deshalb vermutlich durch die Inununllät des Reichstags- ahgecrbneten Qu essel gedeckt und im .Oft.n- bacher Abendblatt" durch die gleiche angenehme Eigenschaft des Herrn Landtagsabgeordnete x Kaul. Die 11 nmoral eines Gesetzes, das den Abgeordneten gestattet, ungestraft infame Lhrab- schneibecei zu begehen, tritt hier wieder einmal glänzend in Ellch<nnung_ Sollte es durch neuere Bestimmungen über die Behandlung von Privatwagen Herrn Kindt unmöglich gemacht werden, vor Gericht Genugtuung für die ihm angetane Beschimpfung zu erreichen, io wird der Oeffent- lichkell da» ganze Material zur herrschen Frage auf einem anderen Wege unterbreitet toerben. Die Angelegenheit hat jedenfalls mll dem be- schimpfenL-en Artikel der sozialdemokratischen Presse nicht etwa ein gefunden.
Aus dem Hessischen Landtag.
S a rm fl a b t, 9. Ian. (Priv.-Tel.) Der Son- derausschuß de» Landtags erledigte eine Anfrage des Abg. Leiber über den Stand der Verhandlungen über die Hypothekenaufwertung. Der Vertreter des (Justizministeriums teilte mit, daß amtliche Entscheidungen noch nicht getroffen teten. In einer Regierungsvorlage über die Abänderung des Gesetzes über bie öffentlichen Sparkassen wird bestimmt, daß die in dem bisherigen Gesetz für die BezirkSsparkassenrechner vorgesehenen Rechte und Pflichten zum Teil dem Vorstand und Aufsichtsrat übertragen werden. Daran schloß sich eine längere Aussprache über die wirtschaftlichen Verhältnisse im besetzten Gebiet an, die im Laufe der nächsten Woche in Gemeinschaft mit den Abgeordneten des besetzten Gebiete» fortgesetzt werden soll. Der Gesetzentwurf über eine außerordentliche Besteuerung des Gewerbebetriebe» veranlaßt eine längere Aussprache, bei der die ganze Finanzlage des Landes eingeheride Erörterung fand. Eine weitere Vorlage der Regierung enthält die Forderung einer außerordentlichen einmaligen Gebäudesteuer für 1923 rückwirkend. Der Vorschlag der Regierung lautet auf 3 Gold- Pfennig für je 100 Morl Steuerwert für Die Gewerbesteuer und einer Abgabe von 15 Goldpfennig für je 100 Mark Steuertapital als Gebäudesteuerabgabe. Die erstgenannte Steuer soll am 5. Februar, die zweite am 5. März zahlbar fein.
Macdonalds
Negierungsprogramm.
London, 9. Jan. (Wolff.) Der Führer des künftigen britischen Arbeiterkadinetts ‘".tarn ay Macdonald hie t ein2 bcdeutungs.v.le Rcde. aus der wir bereits m einem Teil der gefangen Auflage einen tunen Auszug miteeilen konnten. In seiner Kundgebung heißt es:
Wir wollen nicht das Amt übernehmen, um allgemeine Wahlen vorzubereiten, sondern um xu arbeiten. Falls das Kapital aus dem Lande flüchtet, wenn wir zur Wacht kommen, so werd n die Leute dafür verantwortlich sein, die die Panik erregen, nicht die Arbeiterpartei. Wir wollen alle Funken kräftig austreten, die vielleicht zu künftigen Kriegen führen lärmten. Der Streit zwischen Frankreich und Grohbritinnien. wenn man so die Dad Iftiche, Mihv.rstLndntsse usr gereizte Stimmung zwischen den beiden Landern nennen kann, ist tief bedauerlich Dies alles geht nicht von den besten Geistern in briden Ländern au». Es würde ein großer Erfolg sein, wenn es möglich wäre, ein Einverständnis statt deS Wettbewerbs der militärischen Kräfte mit Frankreich. Italien, Rußland, Deutschland. der Tschechos.owa- kei und allen anderen Rationen herzustellen.
Der dünkelhaften Torheit, sich von der russischen Regierung
fernzuhalten, wird ein Ende gemacht werdm. Wir wollen das Amt übernehmen, um zu versuchen die mannigfachen Schwierigkeiten, die jetzt Großbri- tannicn, Europa und die ganze Welt b drängen, zu beseitigen. Ihtfere Aufgabe ist. alle Männer und Frauen, bie guten Willens sind und ein sicheres Urteil besitzen, zu nwbilisi.'ren. Wir for- bern bie Liberalen und Konservativen heraus, sich gegen uns bei dieser Aufgabe zu» scunmenzuschließen. Unsere erste große Pfticht ist eS, die Verbindungen für den Frieden herzu- stellen. Ss gibt keine europäische Hauptstadt, bie nicht bemüht wäre, die glimmenden Funken deS letzten Krieges nicht erlöschen zu lassen.
Die Arbeiterregierung ist dazu berufen, bie FriedenSkräfte in aßen Teilen Europas zu stärken. Wir werden alles in unseren Kräften Stehende tun, um den
Dau de» Völkerbundes
$u vollenden und ihn rücksichtslos als Haupt- in ftrumen t zu verwenden, um die internationale Gerechtigkeit zu sichern und dadurch die
Weltanschauungsdrama mit erstaunlicher Knapv- beit gemeistert und treibt stark bewegt zum Höhepunkt.
Die Regie (Waldemar Jürgen») schuf eine im wesentlichen wvhlgelungene Szene, ohne jedoch eine allzustarke künstlerische Bezieh-mg zum Werke zu verraten. Dies gilt zum Teil auch von den schauspielerischen Leistungen. Harte Grün In bet Hauptrolle war an sich sympathisch blieb aber im heldischen Pathos mehr an b?n bloßen Wohllaut der Verse hängen und ließ feine tieferen Einblicke in bie innere Datur des Menschen Bruno tun. Stark ersaßt war der Charaktertyp Bonifacio durch Leo Hubermann, ter düster und wortkarg durch die fünf Alle dahinschritt. Hanna Fässer» BeatriceS blieb in Wort und Gebärde zu vpernmäßig. hatte aber doch packende (Dirmente genug, .um lebendig zu toivten. Gut besetzt waren die Rollen: Mxenigo (Philipp Orte mann), Avantio (Hans Ger lach». Prior (Georg Weingärtner). Hortensio (Walter Thomae), Kardinalinguisitor (K. Trond le). Der Gesamteindruck der Aufführung war außer- vrdenllich stark. Die Leitung des Bremer Stadt- tbeater» (Hofrat Otto) darf diese Premiere a£» ein künstlerische» Ereignis buchen Dichter und Schauspieler wurden viel gefeiert S Gilb.
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Trocknet Dorddetttschland au»?
Diese Fratze, die tute auf den ersten Blick sehr überflüssig erscheinen mag. hat doch einen sehr ernsten Hmterarund. Ist doch, das Wasser unter allen Rohstoffen, bie bie Mutter Datur barbtetet, weitaus der wichngste. und ein Versiegen dieser Hilf »quelle wurde den Untergang
Bedingungen für den tittemanonaien frneoen zu schatten. Die dünkelhafte Torheit, sich von her russischen Regierung fernzuhallen, wird beenbet werden, nicht ans dem Grunde, weil wir mll allem cinverstanden wären, was die russische Regierung getan hat. DaS ist nicht unsere Sache. Wir wünschen Handelsverbindungen und bereit Regelung von Japan bis Irland. Wenn wir gegen die Vorgänge in Afghanistan zu protestieren haben, tote können wir bie» tun. wenn wir keine K anale für unseren Protest besitzen.
Macdonald erklärte weiter,
die Arbeitslosigkeit
sei auf bie geringere Kaufkraft der Verbraucher- massen turii^ufübraL Zum ersten Male würde eine Arbeiter^egierung, umgeben von Männern und Frauen, dir Erfahrung in den Arbriierfragen hätten, das Problem der Arbeitslosigkeit v>m menschlichen Standpunkt, nicht vom r.-inen 2»bn- ciüxrbeftanitounh betrachten. Sin wesentlicher Tell im Programm der Arbeiterpartei sei der Wohnungsmangel. Wenn e» sich herauSstelle, daß für dir hauptsächlch'ten Baustoffe Mon )- pole beständen, so würden diese beseitigt werden. Macdonald schloß mll der Erklärung, seine Anspruch.' sei keine Programmrede, sondern nur der Versuch, öarjulcgen, m welchem Geiste bk Arb.iterregierung hre Arbeit verrichten würbe. Clynes, bet nach Macdonald sprach sagte, die Arbeiter würden sich von ferner anderen Rücksicht als von der auf die nationale Wohlfahrt leiten lassen.
Ende der holländischen Regierung-» krise.
Amsterdam, 8. Ian. (WTB.) Dach einer amtlichen Meldung dürfte das Kabinett Huh» de Deerenbrouck, dessen sell Ende Oktober schwebendes Rücktrittsgesuch gestern von der Königin endgültig abgelehnt worden ist, m seiner frubiren Zusammensetzung im Aitlle bleiben. Der »Dieuwe Rotterbamsc^ Couranf findet eS sehr bedenllich, daß die Köniain eine solche Verantwortung übernommen habe. „Allgemen Handclöblad" sagte: Dach 25 Jahren eines rein parlamentarischen Regimes Ist de Macht im Staate infolge be» Zusammenbruch» deS parlamentarischen Mechanismus wieder dom Parlament auf bie Krone übergegangen. Dieser Ruck nach recht» wurde aber der Königin aufgezwirigen, nachdem sich das Parlament während mehr al» zweier Monate unfähig erwiesen hat, ein neue» Kabinett zu bilden.
Kleine politische Nachrichten.
Im frmtzösischen Ministerrat ist unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik der Divisionsgeneral Debeney, der dem Obersten Kriegsrat angehört, auf Vorschlag des Kriegsministers zum Dachfolger des cerftorbenen Generals Buat zam Ehef be» General stab» ernannt worden, e
Die interalliierte Rhemlandkvmnnssion hat durch Rote vorn 5. Januar Dr. 12 959 die Anwendung der Verordnung des Reiche» vom 27. Oktober 1923 über den Abbau der Beamten und Angestellten im besetzten Gebiet grundsätzlich zugelassen. *
Infolge der starten Oppvsllion gegen den Baron Fuhimara hat Baron Statomi daS Amt be» j apanischen Außenminister» übernommen. Ferner sind folgende Veränderungen zu verzeichnen: Algafi wird Kriegsminister, General Hurakami Marineminister.
Aus Stadt und Land.
Dießen, den 10. Januar 1924.
Die Reichs-Teuerungsziffer.
Die Reichsinbexzifser für bie Lebenshaltungskost en (Ernährung, Wohnung, Heizmtg, Beleuchtung und Dekleibung) beläuft sich nach den Feststellungen deS Statistischen Reichsamts für den 7. Januar auf bas 1,130- billionenfache ber Vorkriegszeit. Gegenüber dem 29. Dezember (1,147 Billionen) ist bem- nach eine Abnahme von 1,5 Prozent zu verzeichnen.
•* Die neue ftäbt. Vergnügungssteuer-Ordnung liegt bis einschl. 16. Januar im Stadthause, Bergstraße, zur Ginftcht offen. (Siehe Bekanntmachung.)
"Desitzwechselim GießenerKino« getoerbe. Die Palast-Lichtspiele am ßinben- plap sind in den Besitz be» Lichtspielhauses Bahnhofstraße Übergebungen und werden unter dessen Leitung wellergefühct werden. Die Lellung des Unternehmens kündigt im heutigen Anzeigenteil bie Vorführung zweier großer Filmwerte an.
unserer Landwirtschaft und damit unserer Ernährung bedeuten. An dem Gedeihen ber bentschen Decker und Wälder ist in erster Linie das Grund- toaffer beteiligt, das zwar in der Hauptsache von der Menge ber Diedetschläge abhängt, aber durchaus nicht vollkommen. Daß noch andere Faktoren für die Menge des Grundwasfers wichtig sein müssen, geht schon daraus hervor, daß der Grund- wasserstand seit Beginn der historischen Uebcr- tieferung in ^lorbbeutkyanb erheblich gesunken ist, obwohl die Dieders<5.l^gsmengen selbst kaum merklich rchgenommen haben. Linser Grundwasser- borrat flammt z. T. noch aus der Eiszeit vor etwa 7000 Hahlen, als sich grölte Stromsysteme bildeten, in benea das säünelzende Eis abfloß. AnS den namenllich m Mecklenburg gefundenen Wasfen und Geräten ergibt sich, daß dieses Land zur Bronzezeit, also 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung. noch auS einzelnen Inseln be tanb. Damals führten unsere Flüsse nrindestenS 3—5mat mehr Wasser al» heutzutage. Dieser Wasserreichtum nahm allmählich ab, aber noch vor etwa 1000 Jahren waren viele norbdeutsche Stäbte Wasserburgen, und der Seeräuber Störte- becker konnte mit seinen Gallonen tief in die Flüsse Vorpommers büretnfabren, die heute schon längst nicht mehr schiffbar sind. Mit diesem seit ^xihl tausend aufgv.speicherten Drundwasserschatz ist nun seit etwa ll. 7 Jahrhundert durch Entwässerungen. Umwandlung der Ströme in Kanäle usw. ein Raubbau größten Stil» getrieben worden, ber dazu führen muß, daß ber Vorrat sich in sehr viel kürzerer Zell erschöpft, al» unter natürlichen Verhältnissen nötig wäre. Wir wären dann lebig- lich aus die Wasteczufuhr durch die Diederschläge angewiesen, und bei längerer Trockenheit würde un-
•* Verhaftung etne^ Mdrder». »er von ber Staatsanwaltschaft Essen wegen Morde« steckbrieflich gesuchte Zimmermann Di ko laus Kiefer, geb. am 9. 4. 95 zu Metz, wurde gestern auf dem hiesiaen Bahnhofe durch die Polizei festgenommen und dem Gericht -ugeführt.
< Ausfallende Züge. Dom Svnntaa 13 Januar, an fallen die Perfonenzüge auch zwischen Bad Salzschlirf und Schlitz wegen ungenügender Besetzung an Sonn» und Feiertagen au».
Bornotize«.
— Tageskalender für Sonnet«» tag: Stadttheater. 8 Ubr cntmallg?« Gastspiel der Münchener Tanzgruppe. — Ächtspi IhauS, Dahnhosstraße: „Königin Carvlllw von tfngLinb“. — Astoria-Lichtspiele: ,3m Kampf mll den
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fere Landwirtschaft von einer Katastrophe betroffen I werden. Gewih haben die fett Friedrich dem Grwßcn I eifrig betriebenen Entwässerungen viel frucht- I bare» Land geschaffen, aber nun scheint die Zell I gekommen, wo man mit dieser Entwicklung Hall I machen muß. soll nicht ein großer Tell unserer 1 Felder und Wälder der Derdorrung anheimfallen. I Daher haben die Entwäslerungrarbeiten. die man I jetzt wieder alS „DotstandSmastnabm^n' empftehll, I ihre sehr bedenlliche Kehrseite. Auch die Rego- I ücrung unserer Flüsse hat viel dazu beigetragen, I die nn Boden vorhandene» Vorratsmengen von I Wasser mit immer größerer Beschleunigung dem I Ozean zuzufüh-eu. Dieser Gefahr einer AuStrvck- I nung Dorcdeutschlands wird man dadurch begeg- I nen müssen, daß man mehr und mehr zur k ü n ft • I lichen Grundwasserversorgung über* | geht. Ne sich an vielen Stellen schon gut bewährt I hat Es g ht nicht an, sämtliche Fl fre in K^rnäll I zu verwandeln, tote dies unsere Strombauver* I toaltungen am liebsten mdd}ten. Die Flußvegulle- 1 tung wird häufig auf Geradelegung des FlusseS verzichten müssen, wenn auch bann das Tempo der Flustschi fehlst etwa» verlangsamt wird. Die 2lnlage von Stauweihern und kleinen Tallperren I 3U dem Zweck, in ihren da» Himmel»wasser für 1 künstliche Bewässerung auf zu speichern, stöbt noch j vielfach aus das Vorurteil der Landwirte, aber | gerade für sie wäre es von großem Dützen, well I damit unser Vorrat an Grundwaster vermehrt I werden kann. Jedenfalls könnte man durch solche I Mast nahmen den Ueberfluf} ber Frühjahr»über- 1 schwemmungen für die Kultur be» BvdenS well ’ vollständiger verwerten, al» es heute geschieht, I wo ein grober Tell be» Fluhwasser» nutzlo» mm Meere (äfliefte.
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Bergen" und „ßueifer".
— Aus dem Stabttheaterbureau. In letzter Stunbe sei nochmal» aus daS heutig* Gastspiel der Münchener Tanzgruppe hingewiesen baS ausnahmsweise um 8 11 6 r beginnt.
— Die Deutsche BvlkSpartei bittet un». nochmals auf bie morgen abend statt- findende öffentliche Versammlung hinzuwetfen. in der Reichstagsabg. Dr. Luther und Landtags- abgeorbneter Prob Dr. S ch i a n sprechen werden. 3m Hinblick auf den rapiden Fall be» Frank und die RegierungSblldung in England dürfte die morgige Betrachtung unserer Gesamtpollttscheo Verhältnisse von besonderem ■ 3elereffc fein Dähere» in der gestrigen Anzeige.
•
Landkreis Gtesten.
• Grünberg. 9. Ian. Da» am Sonntag vom hiesigen Skiklub oecanftaltete Skirennen vereinigte etwa 60 Sllläufer und -läaferinnen von hier und auswärts- besonder» stark war auch die Dachbarstadt Dießen vertreten. Die stärkste Beteiligung hatte ber Langlauf (24 Säufer), mit dem ber Militär- unb Volks lauf verbunden war. Heber kürzere Strecken ging ber Iugendlaus, Alle Herrenlauf und Damen lauf. Hervorragendes wurde im Sprung- und Kunstlauf geleistet, ein Grünberger sprang 11,40, ein Gießener 11,50 Meter weit.
Kreis Friedberg.
• Bad-Dauheim, 9 Han. Die Gesamt- frequenz unseres Bade» im Jahre 1923 betrug 27 502 Kurgäste, wovon 17 850 Reichsdeutsche und 9652 Ausländer waren. Don letzteren toaren folgend» Staaten am stärksten vertreten: Dordamerika 591 (1922: 1059). Dänemark 260 (285). Finnland 348 ( 367), England 323 (465), Holland 663 (1334). Oesterreich 1266 (681). Polen 1325 (1354), Rumänien 464 (406), Rußland 19? (199). Schweden 529 (891), Schweiz 414 (1033) Tschechoilow-akei 1003 (822). Ungarn 568 (617). Bäder wurden insgesamt 227194 abgegeben Die höchste Zahl der gleichzeitig anwesenden Kurgäste betrug am 26. Juli 5958 Personen.
Kreis Schotten.
wg Gedern, 8. Han. 1 i- au* dem Jahresbericht der hiesigen Diakonissenstativn hervorgeht, wurden im Jahre 1923 von unserer Gemeindeschwester in 257 verschiedenen Familien 6630 Kranken-- und 8 Intevessenbesuche gemacht: außerdem erlebigte fte noch 8 Tagpflegen und 20 R achtwachen.
KreiS Wetzlar.
Passiva. . <kVocoooo ! M 800 000C fe T6Z905 000 »HiI ct auf N
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nvre (Gebrüder Stumm) hat ihren Betrieb eingeschränkt. Zahl reiche Arbeiter wurde» entlaßen.
Heffen-Nassan.
fpd. Frankfurt a. HL 9. Ian Der lang jährige Pfarrer der PaulSkirche. Julius Wer- i n er, ist heute früh nach längerem Krankenlager \ im Alter von 63 Jahren verstorben. Der Ter» ewigte war alS Kanzelredner eine sehr geschätzte Persönlichkeit. Auch politisch trat er als Führer ( ber früheren konservativen Partei ehedem stark i in der Oefsentlichkeit hervor. — Auf dem B ö r • 1 senplah flog heute vvrmittaa gegen 10 llhr ein mehrere Zen in er schwerer Zementdeckelf eine» Telephonleitungsschachte» mehrere Me - - ter hoch in die Luft unb zertrümmerte beim Ausschlagen auf dem Bürgersteig. Auch ein 15 ; Meter davon liegender Schacht deckel fbg gleichzeitig in die Qu ft Der Unfall ist auf eine Gasefplosion zurückzuführen. die hird) einen infolge des Frostes verurfachten Rohrbruch entstand. Menschenleben kämen glücklicher- । weise nicht in Gefahr, da der Platz um diese Zell < wenig belebt war. — Dor einigen Tagen wurde j in Lllchaffenbucg ein Buckdrucker Ferdinand Kalt in dem Augenblick festgenommen, al» er auf dem Hauptbahnhofe gelöffelte ‘Bet- geldscheine der Frankfurter Han-j oelSkammer verausgaben wollte. Jetzt stellt i es sich heraus, daß sich hinter dem anaebliche« I Fernand Kalt ber berüchtigte Falschmünzer VergSlst verborgen hat. Dieser spielte in den zahlreichen Falschmunzerprozessst ber letzten Jahre
bisher btram wv drS 1


