Berliner Produktenbörse.
De rlin, 8. Oft. Der GetreidsmmL trat enfolge des jüdischen Feiertages ebenfalls seh« ruhig, die Preise infolge der niedrigeren cunerti»- nischen Meldungen abgeschwächt, besonders Roggen, der 2 Mk. tiefer notierte. Auf^rrdem drückten sehr beträchtliche Bestände von Lokv« Ware aus den Markt, für die im Augenblick tetq Abnehmer vorhanden ist. Weizen 'behauptet. GS notierten pro 1000 Kilo: Weizen, märt 240 bis 248, Roggen, mark. 244 bis 250, Gerste, märt 230 bis 260, neue 210 bis 225, Hafer märt 189 bis 197, Raps 380 bis 385, Leinsaat 440 bis 450, pro 100 Kilo: Weizenmehl 34,75 bis 37.50, Rvggenmehl 34,75 bis 37,50 Weizenkleie 14,75, Roggenkleie 13,25, Viktoriaerbsen 34 bis 38, kleine Erbsen 24 bis 27, Futtererbsen 19 bis 20, Ps- luschken 17 bis 19, Ltekerbohnen 20 bis 22, Wicken 17 bis 18, Lupinen, blau 14 bis 15, gelb 16 bis 19, Serradelle, alt 15 bis 17, neu 20 bis 24, Rapskuchen 15,50 bis 15.80 Leinkuchen 26 bis 26,50, Trvckenschmtzel 11,20 bis 1150, Torfmelasse 9,30 bvS 9,50. Kartoffelflocken 19,^5 bis 20 Mk.
Büchertisch.
— Die schöne Literatur. Herausgegeben von Will Vesper. Verlag Eduard AvenariuS. Leipzig. — Das Septemberheft bringt einen Leitartikel über Ottomar Enking, die üblichen biographischen und bibliographischen Zutaten, an &be man sich gern gewöhnt hat, fehlen auch hier nicht. Das wesentlichste in der vorliegenden Rümmer steht aber zweifellos in dem Teile, der der Literaturwissenschaft gewidmet ist. Walter Harich seht sich mit zwei bedeutenden Werken der literarischen Wissenschaft gründlich auseinander, einem älteren, dem Hauptwerke von Georg Brandes, und einem ganz neuen, dem Buche Hans Raum ann s über die deutsche Dichtung der Gegenwart, beides Muster einer sachlichen und lebendigen literarischen Kritik.
— „Der Spessart." Aus der Fülle des den Heimat-, Ratur- und Wanderfreunden in dem Sept.-Heft Gebotenen heben wir hervor die Abhandlungen „Fahrt in den Spessart- von Emil Daader-Bretzingen und „Das alte Dorf" (Hörstein) von August Eichelsbacher-Würzburg. Lieber den früheren Spessartbrauch „®en Bornkrätzer holen" plaudert Valentin Pfeifer; über Wanderfreuden in der Rhön Karl Straub, über Spessarthöh- len Dr. Hans Karl Becker.
— „Weltschau". 50 Pf. Verlag Deutsche Duchwerkstätten, Dresden. — Hier wird dem LInterhaltung suchenden Publikum eine Zeitschrift geboten, die nicht nur durch sorgfältige Auswayl ihres Textes, sondern auch durch die künstlerische Art ihrer reichen Bebilderung sich vor ähnlichen Zeitschriften auszeichnet. Eine besondere Rote erhält die „Weltschau" durch Artikel abenteuerlicher Art, die exotische Verhältnisse aus eigenem Erleben der Verfasser schildern, wie denn der deutsch- koloniale Gedanke in den Heften dauernd gepflegt werden soll. Spannende Erzählungen verschiedenartigsten Charakters wechseln mit köstlichen Humoresken ofcer zartem, fesselnden Rvvelfen und feinsinnigen Gedichten ab, so dah jeder Leser, beson« ders wenn man des humoristischen Teiles und der Rätselecke geöenft, auf seine Rechnung kommt.
favrtkaten ist tn Den ursprünglich reinen Rohstoffländern Programm geworden. Aber statt sich darauf zu besinnen, daß der industrielle Aufschwung auf derwechselseitigenHebungdesGü- teraustausches der europäischen Länder beruht, und daß gerade heute bei der Verselbständigung der anderen Weltteile der europäische Güterverkehr um so stärker gefördert werden muh, hat Europa selbst seine Gesamtwirtschaft dadurch auf das Schwerste geschädigt, dah es die mittete und osteuropäische Kaufkraft zusammenbrechen lieh und dah es im übrigen ein kunstvolles Retz von Hochschuhzöllen, Zolwifferenzierungen, Ein- und Ausfuhrverboten usw. zwischen die Länder gelegt hat. Insbesondere Deutschland ist von fast allen Landern mit Differenzzöllen bedacht, durch Einfuhrverbote ferngehalten, durch Hemmungen der Riederlassung deutscher Einfuhr benachteiligt worden, und kaum zwingt sich jetzt jedem Wirtschaftskundigen die logische Rotwendigkeit auf, dah Deutschland Reparationen nur durch Ausfuhr bewirken kann, so erheben sich schon überall Stimmen über die Bedrohung durch Lleberfluiung mit deutschen Waren.
Steigen der t«roßhandelsindexziffer.
Die auf den Stichtag des 7. Oktober berechnete Großhandels Indexziffer des Statistischen Reichsamtes Hirt gegenüber dem Stand vom 30. September (131,5) weiter um 1,7 v. H. auf 133,7 angezvgen.
*
bl. Aus dem Dillkreis. Die Industrie- (agc unseres Kreises, vornehmlich die Lage :er Hüttenwerke, scheint sich im Durchschnitt allmählich wieder zu beleben. 6rs tonn jedoch von einer allgemeinen Besserung vorerst noch nicht gesprochen werden. Die Werbe der 3n':itfhiegemeinbe Sinn fangen wieder mit erhöhter Belegschaft an zu arbeiten und auch die vielen Werke des Dietz Hölz - und Scheldetales scheinen die Krise überwunden zu Haden unb allmählich auf= zubauen. Am besten gesellt ist die Herd- und Ofenindustrie, die reichlich mit Aufträgen versehen sein soll. Schlechter allerdings ist zur Zeit noch die Bergwerksindustrie gestellt, wo verein'elt noch Entlassungen erfolgten. Doch gibt die Gesamtlage ein Bild, das sich doch günstig gestaltet hat.
*DerAuhenhandelfürweitere G r- mähigung der Gütertarife. Der Auhen- handelsverband hat beschlossen, eine Eingabe an den Verwaltungsrat der Reichsbahngesellschaft zu richten, worin der zahlenmäßige Nachweis geführt wird, dah die Gütertarife der konkurrierenden Rachbarstaaten durchweg ncch nicht halb 'so hoch, zum Teil nur ein Drittel so hoch sind wie dre deutschen. Da diese Benachteiligung die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Waren auf dem Auslandmarkt immer mehr gefährdet und den inneren Absatz aufs stärkste einschränkt, wird vom Auhenhandelsverband die Rückführung der Gütertarife auf das Vorkriegsnivettu gefordert. 3n der Eingabe wird weiter zahlerrmähig nachgewiesen, dah die jetzigen hohen Güters rächten den Verkehr derart einschränken, dah die Einnahmen aus dem Güterverkehr ständig herabgechen, so dah die Herabsetzung der Frachten im eigensten, wohlverstandenen Interesse der -Leichsbahngesellschaft liegt. Die jetzt vorgenommene 10prvz. Herabsetzung erweist sich als völlig ungenugenb, um die Wirtschaft zu bellen.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gürhener Anzeiger".) Berlin, 8. Oft. Tendenz: Fest. — Die Börse war heute im Zusammenhangs mit dem Hchen jüdischen Feiertag nur sehr schwach be-ücht. Dp» heute morgen veröffentlichte Antrag Glaser bedeutet nach Auffassung der Bövsenkreise keine Lösung der Aufwertungsfrage. Er wird allgemein verworfen, da ihm jede sichere Basis fehlt und die Aufwertung sich letzten Endes auf» baut auf eine problematische Kurssteigerung der Anleihen. Es ist anzunehmen, dah die in Betracht tommenben Sachvcrst änc i gen dieser Mei- nung der Banken- und Börsen-Kveise getegent» lich Lkrsdruck geben werden. Dive Börse beachtet öen Antrag nur insofern, als er die Gewißheit gibt, dah die Au f we r tung s f rage noch nicht ad acta gelegt ist. Sltan nimmt an, dah die Angelegenheit nicht eher zur Ruhe kommt, als bis die Regierung zu dieser ^svage prinzipiell
IM—11 I l_llir.~— ■ - _ - -Ul.-r»n53BfcCTae37B eDaf2ÄSS?SB3eME.T«3i
Seltsame UMenvochen.
Roman von Arnold Fredericks.
15. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
.Herr Valentin — ich habe ■ einen Plan — einen sehr gewagten Plan, um Hevtrn Stapletons Knaben zu entdecken. Ich Dann Il-nea denselben — jetzt — nicht sagen. Morgen bann, morgen! nachmittag. Ich werde Sie bitten, rnir zu helfet."
.Wie soll ich das?"
„Können Sie ein Auto führen?"
Der Mann lächelte. „Selbstvei.-stündlich. Es Ist ja mein Beruf."
„Glänzend! Sie warten hier auf mich, bis ich komme und Ihnen sage, was Stz> tun müssen. Ich werde nicht später als um sechs Ahr da sein." Sie stand auf. „Jetzt muh ich g a. Aber sagen Sie mir vorher noch eins. Was ist das für ein Geheimnis mit den Zigaretten mit Goldrand?"
Ihre grege schien alles Gutmütige, das sein Gesicht gezeigt hatte, w.ggewischt zu haben. „Das kann ich Ihnen nicht sagen,' brummte er. „Das dürfen Sie mich nicht fragen. Ich rate Ihnen, die Geschich mit den Zigaretten ruhen zu lassen und Ihrs Bo!schaft an Herrn Stapleton sofort zu überbringen!"
Einen Augenblick b.rcute Grace ihre Offenheit. Angenommen, er sei in Verbindung mit Mary Lanohan, der Wärterin, MlLtwisser bei dem Raub gewesen, um den Knabenentführen und pur. bauftvagt, in der Rolle etroeS Spions, der sich an den Wagen angeklammert hatte, ausfindig zu machen, wie sie es auf teilen wollte, die Räuber zu fangen! Unentschlossen blieb sie stehen. Da wurde an die Tür des Zimmers gaklopft.
©telnmg genommen hat. Im '^ergteny Mr gestrigen Rachbörse ergaben sich bei den meisten inländischen Anleihen erhebliche Kurssteigerungen. Im allgemeinen war dcrs Gechäst nicht besonders lebhaft. Man handelte gegen Mitrag Kriegsanleihe mit 705, 31 -pvozentige Preuh. Kons-ols mit 1185, Schutzgebietsanleihe mit 7,40, 23er K.-Schätze mit 245, 24er K-Schätze mit 600 605. Am Industrie-Aktienmärkte herrschte völlige Geschäftsstillc. Man konstatierte zwar mit gewisser Genugtuung, datz der Geschäftsgang in der Industrie nach den neuesten Berichten bereits eine kleine Besserung erfahren hat, die Börse hält es jedoch im Augenblick noch nicht für angebracht, sich stark zu en -agieren, da die inner politische Lage noch ernste Be orgnis einflöht. Man hofft auch nicht, dah di« h ut gm Besprechungen eine Klärung bringen werden. Gröhes Aufsehen erregte die Mitteilung über die Aufdeckung von Aktien-Fälschun en. Der Geldmarkt kann als relativ leicht bezeichnet werden. Tägliches Geld 1/2 pro Mille und darunter. Es herrschte aber keine Reigung für langfristige Abschlüsse, da man nicht weih, wie die Zinssätze in der nächsten Zeit sich entwickeln werden. Im Devisenverkehr ist das Gechäst sehr ruhig. Die Kursschwanku"gen der Industriepapie e Helten sich in außerordentlich geringen Grenzen. Am Rlontamnarkt ergaben sich im Vergleich zur gestrigen Börse wesentliche Beränduun en. E5 verloren Gelsenkirchen 0,25, Harpener 0.50. Am Kali- markt verloren Deutsche Kali 0.90, Steh'urler Salz 0,50. Chemische Werte eher etwas gefestigt. Anilin plus 1,25. Die Elcktroaktten lagen zum Teil etwas nachgebe d Mkumulatoren nr : ns 0,75. Am Markt der Metall- und Maschin nbau- Anstalten erwiesen sich die Kurte als r. iderstrn' s- fäh'g. Deutz plus 1,5. Banken unverändert. Schifffahrtswerte eher ctw?s gehestert. Deutsch Australien plus 0,5. Hochbahnnktten stark b gehrt, Berliner Hochbahn Plus 1,40. Am inlärch.schen Anleihemarkt tourben nach den ersten Kursfestsetzungen Kriegsanleihe mit 685 gehandelt.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(stn Billionen Mark auSeedrückt. ®ueno8'#tre?, Sonbo», 9ha« v?rk, Iap»m, 9tio be Äo.ieirv für efne Ttnhett, Wien an6 Bndaveit für 100000 (mh betten, alle« tzbriac für 100 CiubtÜtn.)
Letegrayhlfche Auszahlung.
(Ohne Gewähr.)
7. Oktbr.
8 Okt
>r.
Repart.
vmtlich, Notierung
Geld 1 Briet
9lmtli h: Geld
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Llr-ri
7. ! 8.
Nm». Rot«. Brn- '".ntw Christ:nnia. Jtoixr.bagin Stockholm . ■6cifi)infor3. Italien . . . London. . . Uteuhort .. Varis.... Schweiz . . Sdanicu. . Wieni» D-- Cefi. ovgest Prag . . . Budapest. . Bnen.Aires Bulgarien llapa» - . . >rtio d? Ian Belgrad . . Lissabon - -
lü-,93
20,10
59,85
73,32 <11,37
10,19
15.27
K.G85
4,13 n.99
8 ,1 5
15,61
5,915
12,49
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1,56
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0,475 5,985
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1,685 0,48 6,015
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163, 9 20,01 66,03 73,42 111,37
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80. 0 05,61
5,915 12,47 5,42 1,66 3,06
-3,725 c,475 6,085 13,72
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währ.)
164,01 20,10 60.35 73,73 111,2
10.55 18,275
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21,99 80,6h 85,89
1,933 12, 3
V,44 1,67 3,08 1,63'3 M85 6,115 13.78
voll! doll vollwoll vol! Voll von j voll voll DoU voU[doI( vouivoll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll
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iPfrlfr, 8. Oktbr.
(Selb
1 Frtt!
Revarr.
AmcrUantsche N»te» ..... Belgische 'Jtotai ........ Dänische Norer« ....... Cnglische Noten........ Französtsche Note» volländische Noten...... Italienische Noten......
Norwegische Noten......
D:utschLesterr, äioo Kronen !)inman,sche Noten ......
Schwedische Noten......
Schweizer Noten.......
Spanische Noten ....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten......
18,93 73^7 18,83 21,99 163,11 18,173
60,00 N 111,27 80,10 53,485 12,42 6r36
4,21 28,05 73,63 18.73 21,99 1'3,93 18,27 i
60,03 5,93
2.>7 111,83 80,40
65,765 .2,48
5.38
voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll
Frankfurter Abendbörse.
Frankfurt a. M., 8. Oft. (Täl.) Die Börse verlief infolge des schwachen Besuchs äußerst ruhig und mangels jeglicher Anregung fast umsatzlos. Die Grundstinnnung war wieder ziemlich fest, besonders für Anilinwerte, die ihre nad)=
Valentin ging hin unb öffnete vorsichtig. Die Wirtin stand brausten. „Unten an der Tür ist ein Herr, der Sie zu sprechen wünscht, Monsieur," sagte sie leise
„Wer ist eS?"
„Ich weih es nicht. Er heistt Victor Girard." „Gut! Schicken Sie ihn herauf!"
Grace hörte den Ramen — Victor Girard. Eine plötzliche Schwäche überkam sie. Das war Richard. Er hatte den Romen früher häufig angenommen. Sie hörte ihn die paar Stufen hevcmf- kommen. Instinktiv blickte sie nach dem Allvven, dessen Vorhänge sie schon einmal vor unberufenen Blicken geschützt hatten. Aber o weh! Sie Vorhänge waren teecgcnn>mmen, und ein anderes Versteck war nirgends zu erblicken. Es blieb kein Ausweg. Unb Loch hatte Lefevce ganz besonders darauf bestanden, sie solle sich nicht zu erkennen geben. Hastig zog sie ihren Schleier herab. „Schicken Sie ihn so bald als möglich fort!" flüsterte Sie Valentin zu und trat tn Len Schatten zurück.
Du dall trat ein und sah sich scharf um. Seit früh abends wartete er, um Valentin zu sehen und Halle zweimal nach ihm gefragt; jebedmal war der RLrnn ausgegangen.
„Was wünschen Sie, Monsieur?" fragte Valentin.
Der Detektiv zog den Brief aus der Tasche, den Mary Lanahan an Valentin gesandt und den er abgefangen hatte. „Ist das für Sie, Monsieur?" fragte er unb brach erstaunt ab. Im Zwielicht hatte er Grace erblickt, die auf der anderen Seite des Zimmers stand und ihn beobachtete. „Ich — ich — dachte — Monsieur — ich dachte, Sie seien allein," stotterte er, die Augen
börslich eingebauten .Verluste zum Teil wieder auf boten konnten. Zu nennenswerten Umsätzen kam es auf keinem Gebiet. Am Montanmarkt notieretn Phönix 401/1 mimls 0,25. Von chemischen Werten tarnen zur Rotiz: Badische Anilin 19V4, Chemische Griesheim 171/1, Höchster 17. Unter den Elektrowerten behaupteten AGG. mit 8Vs ihren Mittagsstand. Arn Dmikenmarkte gingen zu unveränderten Kursen um: Kommerzbank 43/4, Dresdener 6,9, Deutsche Bank 103/s, Diskonto 123/s, Metallbank 13\minus 0,1. Sonst wurden noch notiert: Dyckerhvss und Widdmann 3,65, Heddern- heimer Kupfer 6,6 minus 0L, Spinnerei Hammer- sen 17 minus 0,4, Gummipeter 1,35. Zucker Frankenthal 3,25, Zucker Heilbronn 2,7, Offsteinzucker 3,1. Deutsche Kriegsanleihe waren gegen Mittag leicht besesllgt 680 plus 4 Milliarden.
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
9n $fnionen Prozent
Datnm:
5% Devttche NetchSanlktLe .
<% Deutsche NcichLan leihe . 8Vs% Dcnticde Neich. anleihe
Deutsche Reich s.mlcihe . Deutsche Sparprämienanleihe 4°/o Preuyische Konsols - . . i°.o Heffei' ..........
S'/aVr. ©eilen..........
3®/v penou...........
Deutsche Wertb. Dollar-Anl. dto. Doll.-Schatz-Anlretsng.st
<% Zolltnrken.........
y*/o ÄojdmeMme»......
Berliner Handelsgesellschaft Commerz- und 'Vrivat-Bank Darms', und Naiionalbank . Deutsche Bank.........
Deutsche BereinSöcmk .... Disronto Lonunandit .... Melallbank...........
Mitteldeutsche Kreditbank. . Oesierreichtsche Lreditanftalt
West dank.......
Bochuuier Gutz .......
BuderuS «...
Caro .........
Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener -^irgtoede . . Parpeurr Bergbau.....
Kalnuerke Aschersleben. . . . KaltNvrk Westeregeln. .... Laurahülte........
Lbcrdedarf
Riedes Montan Tellus Bergbau
Hamburg-Amerika Paket. . . viorddcutslher Llohd.....
Chccamische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Pdtlivp Hotzmanu......
Anglo-Con» -Gucmo .....
Badische Ainlin ...... Chemische Mayer Alajcki . . Voldschmidt
Wries eintet Electron .... Höchster Farbwerke...... Holjverkohlmtg.....
Nutgerswerke ........ Schetdeanftalt.........
Mfin Elektrizit«»«efellfchaf, Bergmann...........
Maiukrastwertr ........ Schuckert.....
Siemens & Halske .....
«dlerwerke «leyer ......
Daimler Motoren. ..... Henligeustaedt.........
Megmn..........
Frankfurter Armaturen . . . Konseioenfadrik Brann . . .
Schoblabrtk Herz . „ .... Sichet ' .
Zellstoff Amdhof Zuckerfabrik ^aghchi^. *
Frankfurt a. 9K. | Berlin
Äura bürse
Schluh- tiur»
Schlubk. Mittag» bönse
7. 10.
| 8. 10.
7. 10.
8.10.
0,665
6,63-
0,665
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0.92
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C,5B
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—
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—
1,36
1,375
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—
1.215
1,29
4,2
—
42
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—
—
86,25
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—
10,75
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—
—
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—
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—
24.6
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—
—
——
12.50
12,13
12,50
12,40
13,30
13.50
—
—
1,12
—
1,7
1,70
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0.3
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0,26
—
0,4
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—
—
49
50
10,26
—
10,90
10,70
11,40
—
11,6
11,25
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—
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—
55,25
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—
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—
18,75
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5.20
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—
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—
—
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—
33,5
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—
—
27,75
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—
4,90
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—
—
—
15,25
—
—
—
4,93
—
5,1
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—
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-•
—
37
—
39,25
33,5
—
—
46
45.75
1,95
—
2
2
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—
2.8
3
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— —
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—
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——
9,4
9,50
0,6
—
——
1,23
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1,8
1,25
11,75
—
—
1.3
1,35
1,8
1^5
3
—
2,5
2.5
3,4
—
3,40
8,26
9
—
8,9
9
3,45
3,25
——
—
2,85
—
—
—
■) Dom Rückzahlungswert.
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „(Siebener Anzeiger" ) Frankfurt a. M, 8. Oft. Es wurden no
tiert: Weizen 26,25 bis 27, Roggen, inländ. 26 bis 27, Sommergerste für Brauzwecte 26,50 bis 30, Hafer, inländ. 22,50 bis 24, Mais, gelb 20,50 bis 21, Weizenmehl, inländ., Spezial 0, 38 bis 39, Roggenmehl 37 bis 38, Weizenkteie 12,75 biS 12,90, Roggenkleie 12,50 bis 12,70. Tendenz: iln- beränbert
auf Grace gerichte, als ob er ebnen Geist vor sich hätte. „Ich — ich bitte um Entschuldigung, aber —Er war unfähig, weiter zu sprechen.
Valentin sah ihn erstaunt an. „Was ist denn los, mein Freund?" fragte er scharf. „Bitte, sagen Sie mir, was Sie herführt und gehen Sie 'bann! Ich habe Besuch."
„Ja. LNvnsieur, — wie — tote ich sehe!" Seine mächtige Willensstärte brachte Duvall wieder ins Gleichgewicht und er sah Valentin an. Er hatte eine starke Erregung erlebt. Eineu Augenblick hätte er geschworen, das) Grace, wie sie leibte und lebte, da vor ihm stand — und doch war es verrückt — Grace, mit ihrem goldbraunen Hnar unb ihrer weihen Haut, tveilte dreitausend Meilen weit in der Ferne.
Dieses dunkle Weib — die typische Französin — war doch selbstverständlich eine ganz andere Person, wenn auch die Aehrvlichkeit täuschend war. Er fühlte sich wie vom Fieber gefchüttM.
„Gut, Monficur, geben Sie mir den Brief, wenn er doch, wie Sie sagen, für mich ist," hörte er Valentin sagen.
Irn Augenblick hatte er seine Fassung wieder. „Hier," sagte er und gab dem vor ihm stehen den Mann den Brief: „er ist von Mary Lanahan. Ich habe ihn gelesen."
„Sie haben ihn gelesen, Monsieur?" wiederholte Valentin zornig. „Mit welchem Recht erlauben Sie sich denn, meine Briefe zu lesen?" Rasch zog er das Dillet aus dem Umschlag unb las es. „Lieber Himmel, was soll ba3 heisten?"
„Das soll heisten. das) ich diese Schachtel Zigaretten mit Goldrand h»ben will!"
Grace horchte auf. Also war Richard auch mit der Entdeckung dieser geheimnisvollen Ziga- ~c. iT- irr niniiiMiiwiin 1 * —hihiimh ! »II
Stoffe
Vorbildlich mitt und SHx
retten beschädigt. Was auf der Welt, wunderte sie sich, konnte das bedeuten?
„Erstens, Monsieur," erklärte Valentin, „will ich Ihnen fagen, dah ich feine Zigaretten habe, weder solche mit Goldrand, noch andere. Zweitens frage ich Sie, mit welchem Recht Sie solche Fragen stellen?"
„Verlangt nicht der Brief von Mary Lanahan. das) Sie die Zigaretten vernichten?"
Valentin erbleichte, „ilnb ich sage Ihnen, das; ich feine Zigaretten habe," schrie er.
„Ist cs nicht die Sorte, die Sie gewöhnlich rauchen„"
„Ich rauche überhaupt nicht, Monsieur."
Duvall lachte. „So erzählen Sie, tote es scheint, beide dasselbe Märchen. Guter Freund, ich verhandle solche Sachen nicht gerne vor Fremden." Er warf einen bezeichnenden Blick auf Grace.
Sie getraute sich nicht, zu gehen. Ihre Stimme — wenn sie nur Valentin Guten Abend wünschte — hätte sie, dcfsen war sie sicher, verraten. Co schwieg sie.
„Dann empfehlen Sir sich! Ich habe wahrlich feine Lust, Sie weiter anzuhören. Ich sage Ihnen, ich rauche nicht — ich habe feine Zigaretten — das genügt.“
„Was will der Brief dann besagen?" fragte Duvall ernst.
„Das ist Mist Lanahans — und mexw Angelegenheit."
Duvall nahm feine Brieftasche heraus artb entnahm ihr vorsichtig das Zigarettenstümpchen mit Goldrand, das er am Bfergen im Bois ite Doulogne gefunden hatte.
(Fortsetzung folgt)
” NurCChf, * wenn in Originalpackung
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