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Berliner Produktenbörse.

Berlin, 8. Sept. Am Produktenmarkt die Rachsrage nach ausländischem Weizen Roggen wieder recht stark hervor. Das im

land geerntete Getreide ist im Verhältnis zu seiner geringen Qualität zu teuer. Die Mühlen haben den Preis für Weizenmehl auf 35 bis 351/2 Mk., für Roggenmehl auf 29' bis 291// Mk.

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Frankfurter Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener

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Euphvrivn. Zeits^ist für ^rteixttit* gcschichte. Henil^gegeben von 3ofef Radier and 2lugast Sauer. 25. Band, 2. Heft. Leipzig teribi Wien. Verlagsbuchhandlung Carl Fromme, G. m. b. Sy 1924. Dieses Heft bekommt dadurch etaen eigenen Charakter, daß in dem Spitzenauffatz von Georg Stefansky in PragDie Macht des historischen Subjektivismus" drese gegenwärtig die deutsche Literaturgeschichte beherrschende Rrchtung charatlerisiert und von demselben Vachafter tn einer Rezension des epochemachende« Brief­wechsels zwischen Wilhelm Dilchel)" und dem Grafen Bvrck die echte Methode der Geistes- Wissenschaften Largelegt wird. Einen alücLichea Fund zu Heinrich von KleLfts BeurterL^ hat Hanna Hellman in Franyurt tn der Selbst)' bi-vgraphie des Philosophen Krug gemacht, wo­durch derAmphittyvn" in ganz neue BeLeach- tung rückt.

Das Reichsanrt für Landesaufnahme hat soeben eine Karte herausgegeben, die den imge» teilten Beifall aller Motorradfahrer finiten wird. Die D.M.- (Deutsche Motorradf ahrer-)' Karte ist auf Grund der rühmlichst befinmtert älebersichtskarte von Mitteleuropa 1: 300 000 ent­standen. Sie wird für das ganze Reichsgebiet

bearbeitet. Zunächst sind die Blätter Berlin, Magdeburg Halle, Erfurt, Dresden. Äaffel, Rürnberg^, Hannover, Chemnitz und Frank- jH. erschienen. Weitere Blätter werden

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Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGiehener Anzeiger".) Berlin, 8. Sept. Die Berliner Börste er­öffnete bei Wochenbeginn in vorwiegend schwäche­rer Haltung. Besonders stark rüdQängig waren die Kurse am Anleihemarkt, wo offenbar durch die heftigen Schwankungen am Schlaft der vergangenen Woche ganz erhebliche Verluste ent­standen sind. Man Handelle gegen Mittag Kriegs­anleihe mit 1040 bis 1050, Zwangsan lei he nnt 27 bis 28 Schuhgebietsanleihe, die am Samstag im Verkehr von Bureau zu Bureau bis auf 12 gestiegen war. heute mit 9,5 bis 9,75. Da besonder^ Anregungen für den Aktienmarkt weder in wirtschaftlicher noch in politischer Hinsicht Vor­lagen, wirkte naturgemäft das Abflauen des Ge­schäfts am Anleihemarkt auch hier zurück. Es kamen aus schwachen Händen erhebliche Posten von Industriepapieren an den Markt, die jedoch bei etwas weichenden. Kursen glatt Aufnahme fanden. Die Börse hält die politische Lage un Hinblick auf die verschiedenen von französischer Seite ausgesprochenen Drohungen gegen die Kundgebung Deutschlands in der Kriegsschuld­frage nicht mehr für so günstig. Im Devisen - v.erkehr machte sich eine starke Rachfrage nach ausländischen Zahlungsmitteln gellend, d^ offen­bar im Zusammenhang mit den zunehmenden- Importen in Industrierohstoffen und Getreide steht. Am Geldmarkt zeigte sich keine wesent­liche Acnderung.

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGiehener Anzeiger".) Frankfurt a. M, 8. Sept. Es wurden notiert: Roggen, inländ. 21,25 bis 21,75, Brau­gerste 23,50 bis 25, Hafer, inländ. 21 bis 22, Mais, gelb 19,50 bis 20, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 35,25 bis 35,75, Roggenmehl 29,25 bis 29,75, WeiLenkleie 12.25 bis 12,40, Rvggenkleie 12 bis 12,25, Erbsen 30 bis 40, Linsen 56 bis 60, Heu, süddeutsches, gut, trocken 8 bis 8,50, Weizen- und Rügens!roh 5,50 bis 6. Tendenz: Fest.

Frankfurter Schlachtviehinarkt.

Frankfurt a. M, 8. Sept. Austrieb: 1355 Rinder; darunter 335 Ochsen, 52 Dullen, 968 Färsen und Kühe, 329 Kälber, 144 Schafe, 2590 Schweine. Es kosteten pro Zentner Lebendgewicht: Rinder. Ochsen: vollsl. ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 5056, junge, fleischige, nicht aus­gemästete und ältere ausgemästete 4449; Bullen: vollst, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwer­tes 4148, vollst, jüngere 3640; Färsen und Kühe: Vvllfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 4654, vollst, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 4350, wenig gut entwickelte Färsen 3845, ältere aus­gemästete Kühr und wrnig gut entwickeltr jüngere Kühe 3542, mäßig genährte Kühr und Fär'en 2532, gering genährte Kühe und Färsen 1020. Kälber: feinste Mästkälbrr 65 -70, mittlere Mast- imb beste Saugkälber 5864, geringere Mast- und gute Saugkälber 5057. Schafe: Mastlämmer und Masthämmet 40 -46, geringere Masthämmel und Schafe 3539, mäftig genährte Hümmel und- Schafe (Merzschafe) 2530. Schweine: vollsteischige von 80 bis 100 Kilo 7882, unter 80 Kilo 6577, von 100 bis 120 Kilo 8083, von 120 bis 150 Kilo 8083, Fett­schweine über 150 Kilo 8083, unreine Sauen und geschnittene Eber 6575. Marktverkauf: Rin­der und Schweine ruhig. Kleinvieh flott gehan-

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gvoyen Sbufaug an. Das Geschäft verlief daher auf allen Gebieten sehr ruhig. Die Zinssätze des Geldmarktes beginnen wieder etwas anzu­ziehen. Tagesgeld Vi pro Mille, Monats^ld p/8 bis l3/s Proz. Am Devisenmarkt sind das Pfund' und der Pariser Frank weiter rück­gängig. Das englische Psund sank auf einen Ge­genwert von 4,44 Dollar, der Pariser Frank auf eine Pfundparität von 84,15 und eine Dollar­parität von 18,95. Die Mark behauptete ihren Stand mit 4,166 Billionen für den Dollar. An den Aktienmärkten fiel der Chemische Markt mit starken Kursabschwächungen auf. Die Abga­ben traten hier stark hervor auf Gerüchte Kn, die wissen wollten, dah die vom Anilinkonzern beabsichtigten Zusammenlegungen des Aktienkapi­tals im Verhältnis von 5:1 zu einer groben Spanne führen mühten. Am QKontanmarft be­wegten sich die Rückgänge bis zu 1 Dill. Proz. Der Elektromarkt, verkehrte ruhig und etwas nied­riger. Der Bankakttenma-rkt war nicht einheit­lich. Schiffahrtsaktien schwächer. Der Ma ch i nen- marft lag nahezu umsatzlos. Autvaktien kaum verändert. Von Zellstoffaktien waren Waldhof um 1,25 höher, Aschaffenburger 0,5 schwäck^r. Am Einheitsmarkt der Industrieaktien war die Haltung geteilt, im allgemeinen aber die Kurse behauptet. Zuckeraktien weiter nachgebend. Am Anleihemarkt kam die Ernüchterung weiter in einem starken Rachgeben der Kurse zum Ausdruck. Das Geschäft für dieses Gebet gestaltete sich etwas lebhafter, erreichte aber Lange nicht mehr das Tempo der Vortage, bprozentige Kriegsanleihe stand wieder im Mittelpunkt des Interesses bei einer neuen Kursbesserung von ca. 23 Milliarden. Der freie Verkehr hatte kaum nennenswerte Umsätze aufzuweisen. Die Stimmung war lustlos und schwächer. Rur -Ufa stark gefragt und höher, bis 12V2 infolge der günstigen Zusammenlegungsverhättnisse von 5:1. Ferner hörte man Benz 5, Krügershall 11,25, Becker Stahl l7/8, Rastatter Waggon 4 , Growag 0,210, Rheinische Handelsbank 0,085.

Devisenmarkt BerlinFrauLfvrL <t M.

(Sn Billionen Mark auSgedrückt. Buenor-AtreS, London, Neu» & Japan, Rio bc Janeiro für eine Einheit, Wien und Mft für 100000 Einheiten, alle« Lbrtae für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.

Frankfurt a. M.» 8. Sept. Tendenz: Qistlvs und schwächer. Bei D^inn der neuen -lLvche bot die Börse ein Bild grober Än - sicherheit, die ihren Ausdruck fand tn einer schwankenden Kursgestaltung. Die Spekulativ.! be­obachtete Reserve uni) war eher zu Abgaben ge­neigt. Die Zurückhaltung, trte heute stark aus­geprägt war, nahm ihren Ausgangspunkt von Politischen Erwägungen über AachriHten, daft die Veröffentlichung der Rv le über die Kriegs- s'chuIbf rag e durch die Regierung bevvrstchen soll. Infolgedessen war eine weitgehende Be» slinmmng zu beobachten, die dem "Geschäft das Gepräge großer ttnlufl gab. Die Abgaben, d.e vor sich gingen, erstreckten sich auf nahezu bett gewißen Markt, bewirkten aber nur ein mistiges Abbröckeln der Kurse. Rur am Montan u d cnÄ Chemie-Markt nahmen die Rückschläge

(In einem Teil der Auslage wiedeichokL) Aushebung der Binnenzollinie. Berlin 8. Sept. (WSB.) Dom 9. Sept, ab wird, wie der leitende Zollausschuft der Rhedv- landkvnnnisfivn mttteilt, an der DinnLu- Zollgrenze kein Zoll mehr erhvbten für die aus dem unbesetzten Deutschland nach dem besetzten Gebiet und umgekehrt versandt«, Pakete. In der Zollbehandlung der A u d - landspakete tritt im besetzten Gebiet «ne Aenderung nicht ein.

Kommunistische Ruhestörungen.

Greiz, 8. Sept. (WB.) Gestern ist eS hier zu schweren Zusamrnen st ö ften Awi- scheu Kommunisten mrd der Polizei ge­kommen. Aus ganz Thüringen und der Provinz Sachsen waren gegen 600 Kommunisten in Greiz Msarnmengekomm-en. Als sie, die Internat ionate singend, mit roten Fahnen durch die Straften zogen, trat ihnen die Pvüzei entgegen und es kam zu heftigen Zusammenstöften, doch behtell die Polizei die Oberhand. Atzt Gummiknüppeln wurde die Menge ausettiandergetrieben. Als ste sich i rain«r todeixt neu zusa m men rot - t eie, wurde die Land-espvkizei in Gera und Weimar zu Hilfe gerufen. Die Kvmmrrnjsten hat­ten eine Anzahl Verletzte, darunter drei, die von (Samaritern abtranÄporfctert werden muhten. Eine Anzahl Verhaftungen sind norgenom- men worden. Rachdem die Polizeiversto rkungen eingetroffen waren, zerstreuten sich die Demon­stranten. Heute herrscht Ruhe.

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