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g. Dem Leiter des M für Quellenfor- Dede, Privatdozem rrsität Gießen, ist von 'dieAmtsbezeichnunS Mb,n. M** unh f>at fort am W ,-4915) begonnen^ aide ist getonnem ^
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tet .zuletzt Pridärassistent d«S damaligen Direktors. Prof. Dr. Dunbar, war. 2lls im Mai 1922 die Hessische Regierung das Institut für Quellenforschung in Bad--Rauheim errichtete, tvurde Professor Dede, der damals Assistent ton Chemischen Institut der Anidersität Mün- Äet i. W. war, als Leiter berufen.
** Erfolgreich in der Stenvgra-- pyie. Unserem gestrigen Bericht über den ,Verbandstag Gabelsbergerscher Stenographen iin Offenbach ist nachzutragen, daß in der Gruppe 240 Silben August Hirsch von der iStenographen-Desellschaft Gabelsberger in Kietzen den ersten Preis errang.
•• Französische Briefkontrolle in Mainz. Zur Vermeidung von Anzuträglich- feiten für die Empfänger im befehlen Gebiet wird darauf hingewiesen, daß bei dem Bahnhofspostamt in Mainz seit kurzem eine äleberwachung der Driefseiidungen durch die französischen Behörden stattfindet.
** Von der Ange ste lltenver-- s i ch e r u n g. Die Reichsdersicherungsanstalt für Angestellte hat beschlossen, nunmehr auch das Zahnheilverfahren in dem früheren Umfang aufzunehmen. Den Versicherten werden wieder Zuschüsse zu den Kosten des Zahnersatzes gewährt. Diese Zuschüsse müssen bei den Krankenkassen beantragt werden, denen Der Versicherte angehört. Gehört der Versicherte keiner Krankenkasse an, oder wird der Antrag von der Krankenkasse abgelehnt, dann mutz der Antrag direkt bei der Angestelltenversicherung gestellt werden. Voraussetzung für die Gewährung des Heilverfahrens ist jedoch, datz der Versicherte, wie bei den ständigen Heilverfahren, mindestens 12 Deitrags- monate entrichtet hat, wobei Beiträge der Invalidenversicherung angerechnet werden Wunen.
** Drucksache und Teil-Drucksache. Die neuen Bestimmungen über die postalische Behandlung der Drucksachen werden vielfach.noch nicht genügend beachtet, so datz daraus mancherlei Anzuträglichkeiten entstehen. Folgendes mutz bei der Absendung von Drucksachen jetzt beachtet werden: Drucksachen zu 3 Pfennigen dürfen handschriftliche oder mit Stempelabdruck hergestellte Angaben nicht enthalten. CS ist aber gestattet, eine innere, mit der äutzeren übereinstimmende Aufschrift handschriftlich oder mechanisch anzugeben, sowie in gleicher Weise Firma, Namen, Stand und Wohnung des Absenders, seine Fernsprechnummer, die Telegrammaufschrift und den Telegrammschlüssel, sowie sein Postscheck- oder Bankkonto nachzutragen oder zu ändern. Alle anderen schriftlichen oder mechanischen Vermerke, wie z. B. Buchungsnummern innerhalb des gedruckten Teils, Absendungstag, Zahlen, Namen von Reisenden, An-- terstreichungen, Anstreichungen,Durchstreichungen usw. machen die Vollürucksache zu einer Teildrucksache oder zu einem Brief und unterwerfen sie dadurch der höheren Gebühr für eine Teildrucksache (mindestens 5 Pfennige) oder der Briefgebühr.
** Sein 25jährrges Dienstjubiläum als Maschinenmeister bei der elektrischen Licht- und Kraftanlage des Bahnhofs Gießen feiert morgen der Maschinenmeister Friedrich Wirtz e l a u e r von W i e s e ck.
** Ein astronomisches Ereignis erstenRanges isteht in diesem Sommer bevor. Im Monat August wird der Nachbarplanet Mars unserer Erde so nahe kommen, wie dies in den nächsten 80 Jahren (bis zum Jahre 2003) nicht wieder der Fall sein wird. Alle bedeutenden,Sternwarten der Welt rüsten sich, um während der Augustwochen die gün
stige Stellung des Mars zu einer genauen Erforschung seiner Oberfläche zu benutzen.
Landkreis Gietzen.
* Lollar, 8. Juli. Wegen Vornahme von Wasserleitungsarbeiten in Lollar wird die Kreis st ratze Lollar — Daubringen von Mittwoch, 9. Juli, ab bis auf weiteres fürben Durchgangsverkehr gesperrt. Der Verkehr wird über Staufenberg geleitet.
e Trohe, 7. Juli. Am Sonntag drang ein Dieb während der Abwesenheit der Bewohner in die Wohnung des Schul Hauses und raubte am Hellen Tag einen ansehnlichen Geldbetrag und eine Menge Wertgegenstände. Die Staatsanwaltschaft Gietzen hat sich der Sache angenommen.
ri. Lich, 8. Juli. Mit militärischen Ehren wurde gestern hier Philipp Wilhelm Bel - l o f, einer aus der immer kleiner werdenden Zahl der Kämpfer des Jahres 1870, zu Grabe getragen. Bellof, der zuerst im Dienste der alten „ober- hessischen" Eisenbahn stand, war nach seiner Versetzung in den Ruhestand lange Zeit als Schuldiener an der hiesigen Präparandenanstalt, dem späteren Vorseminar tätig und war dadurch in Veiten Kreisen unseres Landes, besonders in den Kreisen der Lehrer bekannt. — Sehr wüst ging es hier auf einer Hochzeitsfeier zu. Durchs Bier war die Gesellschaft so „lustig" geworden, daß ein junger Bursche das Messer zog und einem Kameraden mehrere Stiche in den Kopf beibvachte, so datz dieser alsbald ärztliche Hilfe aufsuchen muhte. Die Gesellschaft lieft sich durch den Vorfall aber in keiner Weise in ihrer Lustigkeit stören, sondern zechte und sang in lauten Tönen weiter bis in den Morgen hinein. Armes Deutschland, wo es so unter der Jugend zugeht!
Kreis Alsfeld.
* Alsfeld, 8. Juli. In unserer Stadt macht sich das Fehlen eines genügend großen Raumes für größere Versammlungen und sonstige bedeutende Veranstaltungen schon seit längerer Zeit sehr unangenehm fühlbar. Am diesem Mangel abzuhelfen, wird jetzt ein großes Saalbauprojekt in Erwägung gezogen. Der Plan ist in seinen Hauptzügen folgender: Eine Stadthalle wird tn unmittelbarem Anschluß an die Ostsette der Turnhalle erbaut, so daß sie gleichsam eine Verlängerung der Turnhalle darstellt. Die Stadthalle wird natürlich erheblich länger und breitrr (so datz sie allein über 1500 Personen zu fassen vermag) und auf beiden Seiten mit den notwendigen Nebenräumen versahen. Der Raum der Stadthalle wird in den weitaus meisten Fällen den Bedürfnissen genügen. Bei außergewöhnlich großen Veranstaltungen können bsidr Hallen, die Stadt halle und die Turnhalle, zur Aufnahme des Publikums in einen Raum verwandelt werden, indem die sie trennende Scheidewand entfernt wird. Die Turühalle dient also fast ausschließlich Turnzwecken und wird nur in seltenen Fällen zu Deranstaltungszwecken Herangezogen. Der Boden der Stadkhalle kommt etwa 80 Zentimeteo tiefer zu liegen als der der Turnhalle, so daß>die in der Turähalle sitzenden Personen über die Köpfe der in der Stadthalle sitzenden nach der am Ostende der Stadthälle liegenden Bühne hin- wegse'hen können. Eine derartige Verbindung beider Hallen würde dem weitgehendsten Raumbe- dürsnis genügen. Man betrachtet dieses Projett als die glücklichste Lösung des Mißstandes, die unter den gegebenen Verhältnissen überhaupt erreicht toeröen kann. t.
Kreis Schotten.
0 Laubach, 7. Juli. Heute nachmittag ertrank der 15jährige Antersekundaner Wilhelm Pitz, einziger Sohn eines hiesigen Briefträgers, im Tiergärtner Weiher. Der junge Mensch badete mit zwei Kameraden, was hier ausdrücklich von feiner Schule und der gräflichen Forstverwaltung verboten war wegen der großen Gefähr durch die Schlinggewächse. Plötzlich schrie Pitz um Hilfe, da er festsaß: er war jauch ein noch nicht genügend geübter Schwimmer. Die beiden Schulkameraden eilten herbei, brachten ihn fort und schafften ihn auch eine Strecke, weiter. Er klammerte sich aber fortgesetzt pn sie und ritz sie wiederholt mit in die Tiefe. Die Kräfte der jungen Leute waren bald erschöpft, sie strebten nach dem Ufer, während Pitz immer falsche Richtung nach der Mitte des Weihers nahm. Plötzlich sank er unter, während seine erschöpften Kameraden mit schwerer Mühe das Äser noch erreichten.
Starkenburg und Rheinhessen.
* Darmstadt, 8. Juli. Oberstaatsanwalt W ü n z e r, Landtagsabgeordneter der Deutschen Dolkspartei, dem vor einigen Monaten der eine Fuß amputiert wurde, mutzte gestern den andern Fuß einem operativen Eingriff hingeben. Wie verlautet, soll aber das Allgemeinbefinden gut sein. — Landtagsabgeordneter Kindt ist, wie verlautet, nicht unbedenttich unter Vergi f- tungserscheinungen erkrankt. Vermutlich handelt es sich um Fischkonservenvergif- tung. Herr Kindt steht unter ärztlicher Behandlung und muh einige Tage das Bett hüten.
Hessen-Nassau.
* Frankfurt a. M., 7. Juli. Dem.Beschluß der Stadtverordnete n-Bersammlung entsprechend hat der Magistrat die F r e m - den st euer mit Wirkung ab 1. Zuli außer Hebung gesetzt.
Frankfurt a. M.» 8. Juli. (Wolff.) Gestern abend erschoß der Poli zeiwachtmeister W i e l u n in der Wohnung seiner Schwiegereltern seinen Schwiegervater, den Maschinenschlosser Nikolaus K ö l l s ch und verletzte sich dann durch einen Kopfschutz so schwer, daß er in hoffnungslosem Zustand ins Krankenhaus verbracht wurde. Die Tat ist aus Familienzwist tg- teiten zurückzuführen.
Sitzung der Stadtverordneten.
Gießen, 8. Juli 1924.
Das Stadtparlament hatte sich heute nur mit kleineren Vorlagen zu beschäftigen, die bis auf eine Ausnahme glatt verabschiedet wurden. Anlaß zu besonderen Bemerkungen liegt nicht vor. Zu Beginn der Sitzung widmete der stellv. Vorsitzende, Beigeordneter Dr. S e i fr, dem Heimgegangenen Provinzialdirektor Matthias euren herzlichen Nachruf, der sicherlich in allen Dürgerttelsen volle Zustimmung finden wird.
•
Sitzungsbericht.
Anwesend die Beigeordneten Dr. Seid, Dr. Frey, Iustizrat Dr. Rosenberg und 29 Stadtverordnete. Als stellv. Vorsitzender fungiert Beigeordneter Dr. © e i fr.
Vor Eintritt in die Tagesordnung widmet der Vorsitzende dem
verewigten Provinzialdirektor Matthias
folgenden Nachruf, während die Mitglieder des Hauses sich von den Sitzen erheben:
Am 4. Juli ist unerwartet nach kurzem Krankenlager Herr Provinzialdirektor Matthias verschieden: nur wenig über zwei Jahre war es ihm vergönnt, an der Spitze der Provinz Oberhessen zu stehen. Das Ableben dieses außergewöhnlich begabten, Weitblickenden und tatkräftigen Verwaltungsbeamten bedeutet einen schmerzlichen Verlust für unsere Stadt. Stets brachte er den städtischen Angelegenheiten das größte Interesse entgegen. Wünsche der Stadt fanden bei ihm immer bereitwilliges Gehör. Wohlwollendes Verständnis gestaltete jede Zusammenarbeit zu einer erfreulichen und nutzbringenden. Besonders verdienen hervorgehoben zu werden die Rücksicht und die Achtung, die der Entschlafene in vorbildlicher Weise der städtischen Selbstverwaltung entgegenbrachte, deren geschichtlich begründete Bedeutung und Wichtigkeit für das Wohl des Volkes und des Staates seinem weitschauenden Blick nicht verborgen bleiben konnten. Wir haben in Herrn Prv- vinzialdirektor Matthias einen Mitbürger verloren, dessen lickenswürdiges und gewinnendes Wesen, dessen warmes Verständnis für die Freuden und Leiden aller Schichten der Bevölkerung ihm hohe Wertschätzung und zahlreiche Freunde in allen Kreisen der Einwohnerschaft erworben haben. Ehre seinem Andenken!
Auf der Tagesordnung stehen rtur kleinere Vorlagen.
Der Steuerausschlag von den lanö- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken nckst Zubehör und vom Dergwerlseigentum wird auf 20 Pf. für je 100 Mk. Steuerwert festgesetzt.
Zur Beschaffung eines Telephonanschlusses für daS Stadtschulamt werden 350 Mk. bewilligt.
Die an die evang. Gemeinde zu zahlende Ent- chadigung von 150 Mk. für die Abnutzung des ür Schulzwecke in Anspruch genommenen Kon- irmandensaales im Gemeindehaus Kirch» kraße wird genehmigt.
Der freihändigen Vergebung der Lieferung von Hausanschlußkabeln wird nachträglich zugestimmt und ein Kredit von 9300 Mark bewilligt.
Die Rechnungsabs chlüsse für 1921 des Elektrizitätswerkes und der Straßenbahn, sowie die Rechnungsabschlüsse für 1922 des städt. Lebensmittelamtes und des städtischen Brennstoffamtes werden nicht beanstandet. Einige Wünsche hinsichtlich der Quäkerspeisung werden vorgebracht und deren Prüfung seitens des Dezernenten zugesagt.
Zum Anschluß der städt. Neubauten am Riegelpfad an das elektrische Kabelneh wird ein Kredit von 2500 Mk. bewilligt.
Für die ab 1. Juni eingetretene Lohnerhöhung der städtischen Arbeite^ wird bis zum Ende des Rechnungsjahres 1924 ein Kredit von 15 900 Mk. bewilligt.
Ein Baugesuch von Sonn & Hertz, Walltorstr. 44, über Errichtung einer Lagerhalle, welches die Baudeputation nur unter der Bedingung befürwortet, daß in der Halle nur leere Fässer, Kisten und bergt gelagert werden, wird an die Deputation zurückgegeben mit dem Ersuchen, zunächst erst noch eine gutachtliche Äußerung der Feuersicherhlltspolizei einzuholen. Man befürchtet nämlich, daß die Halle für die Umgebung feuergefährlich werden könnte.
Der Vergebung der inneren Bauarbeiten für die Fachwerksbauten an der Kaiserallee wird zugestimmt. Der Wortführer der Deutschen Dolkspartei erklärt hierbei, früher habe er schon immer gefordert, daß die Arbeiten nicht stets an den Mindestfordernden vergeben werden sollten, und freute fordere er das erneut In dieser schweren Zeit solle die Stadt überhaupt möglichst viele Arbeiten vergeben, damit das Handwerk und Gewerbe rege Beschäftigungsmöglichkeit bekomme.
Für die Installation der Gasleitung zu Kochzwecken in den alten Fachwerksbauten an der Kaiserallee werden 750 Mark bewilligt
Der Voranschlag der Plockschen Stiftung für das Rj. 1924 wird mit 1772 Mark genehmigt.
Für die Wiedereröffnung der Beratungsstelle für Geschlechtskranke in Gießen wird ein Jahresbeitrag von 400 Mk. gutgeheihen.
Der Mitgliedsbeitrag für den Verband Deutscher Gewerbe- undKaufmanns- g e r i ch t e wird auf 25 Mk. für den Rest des Jahres 1923 und auf 50 Mk. für das Jahr 1924 festgesetzt
Der Aebernahme der Kosten der Mütterberatungsstunden in der Aniversitäts- Kinderllinik in Höhe von H00 Mk. jährlich ab 1. Januar 1924 auf die Stadt wird zugestimmt
Schluß der öffentlichen Sitzung. Es folgt eine nichtöffentliche Beratung.
Gerichtssaas.
M c»i n z, 8. Juli. Vor dem hiesigen Schöffengericht fand freute ein Prozeß wegen Unter* schlagungen beim hiesigen Reichsvermögensamt statt. Angellagt waren der Ver- troltungsobersekretär Büttner, Kaufmann Pe- trfr, Maler Günther, Witwe Hämmerlein, Schreiner Hir schfr i egel und Dolmetscher Buch erer. Das Urteil lautete für Büttner auf 1 Jahr 1 Monat Zuchthaus und 150 G.-M. Geldstrafe, Petry und ®ün.tfr er je li/2 Jahre Gefängnis und 150 G.-M. Geldstrafe, Kämmerlein 800 G.-M. Geldstrafe und Hirschspiegel 200 G.-M. Geldstrafe. Ducherer wurde freigesprochen. Sämtlichen Angellagten wurde wegen ihrer bisherigen Anbestrastheit mildernde Am- stände zugckilligt Aus die Freiheitsstrafen werden je 18 Wochen Antersuchungsfraft angerechnet.
Aus dem Amlsverknudigungsblalt?
• Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 46 vom 8. Juli enthält: Provinzialdirettor Matthias f. — Reinhaltung der Ortsdurchfahrten. — Sttaßensperre in Lollar. — Teilnahme der Lehrer und Schulleiter an den Feuerwehr- Übungen. — Aushändigung der Reichs Verfassung an die zur Entlassung kommenden Schüler.
Verantwortlich für Politik und Feuilleton: I. D.: Heinz Gvrrenz.
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