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«rftei Linie ist es natürlich unsere augenblick.

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unseres Dolles weit unter den Frfc

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«nd di« Furcht vor der Zukunft sind es, die den Auswcmderungsgedanken in immer mehr Stopfe hineinhämmern Dazu kommt die Gewaltpolitik Frankreichs, die trotz aller Opfer des deutschen Volkes immer neue Quä­lereien ersinnt, und bei vielen ein Gefühl der £ Mutlosigkeit aufkommen laht, weil ein Ende der Bedrückunq nicht abzusehen ist. Infolge

[en« iftl. eitz-

Dir stehen also ohne Zweifel am Anfang einer AuSwanderungszeit, die diejenige vor vierzig Jahren an Bedeutung vielleicht noch Lbertreffen wirb. Die AuSwanberungs^iffern der Gegenwart müssen sehr viel höher betDcr- tet werden als die der Vorkriegszeit, weil die 2luSführung des Auswanderungsvvrhabens

unter 012142 an ba !

Oiic1,. Än-, crbtin

Die überseeische Aus­wanderung.

Bon Dr D e i d n « r.

^Ugtetuefltra* im Rrichswanderungsam!

gegenwärtig viel schwieriger ist. Bor dem Kriege bestanden weder auf deutscher noch auf fremdländischer Seite besondere Schranken für deutsche Auswanderung. Ge» genwärtig stellen sich ihr aber schwer zu über- windende Hinderniss.: entgegen, Die die bei dem schlechten DahrungSverhältniS der Mark auherordentlich hohen Beisekosten, die vielen Sinrei'ehindernisse und die ungünstige Wirtschaftliche Lage in manchen Einwande- nmgsstaaten Denn trotz dieser Lchwierigkei- ten soviele Deutsche auSwandern, so müssen weile Kreise des deutschen Volkes von einem Drang nach dem Ausland erfaßt fein, wie er früher nicht vorhanden gewesen ist.

Das treibt unsere Landsleute fort? 3n

Miet iKv

27 en.

müflUftit m. böbert* Lchuibildnng.

i Selbitfltltbrltbm 91ngeboieunitrlkb an ben Sick I» Aeiflcr krbnen. _

Sir futben u Eitern f. das fionir. unterer 3u<NN» fabrif Intelhgentn

'S' da rein«

mit Htrtreto1 dildnnq.

gcbrifiLan-ieboi,

)[kU!A MW für me(t>nn.ptm^ fofort fltiudit. *» ' -ilelbunn

Löberstrahr i»

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, erster Wie i|t es natürlich unsere äugen

öl! Mkll Vch so ungünstige wirtschaftliche Lage, M möglichil |» Entwertung der Mark, durch die die fiel

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einen ontarortta venSstwrd heruntergedrückt wird, und der uob arbeiiemtDun ärancr bedrohlicheren Umfang annehmende I 1 i, Arbeirsmangei Die Aot derGegenwart

Halbjahres 1923 schon auf etwa 41 OOO Per- Ionen. Die Auswanderung über die Land­grenze nach europäischen Ländern wird zah- »oonäßtg nicht erfaßt. Sie beläuft sich schäl- -ungSweise auf einige Zehntausende in der

Zwei Freunde.

Roman von Wilhelm Hegeler.

44. Fortsetzung (Hod)brud o.-rboten.)

3tubi tot. Klaus tot Und A nie tat? verheiratet? Sa wu.de eS schon kommen. Di-s Var ja nur die erste Äugel gewesen Sin Streif- tzhuß Der tr-übre £ an , würde er ft beginnen

Aber dann richte re er den Äopt emvar. und lieber trat dreier erschütternde 3irtbru<f eurer Löblichen ®lüds<rnxirtung aut sein hageres ^Otetn! de tomttc so nicht gemeint sein! Seine Mutter war kränklich geDefcn. Nab a.r die fc^ifl. 6« hatte ihr Leben gelebt, trenn auch das Ende Utto gticefen Bar . 2b-r Ja««* Genua -Hnb gerade-u *etn Eftfühl ^cr drl^rch- teruna. fast etwas wir Freude erfüllte ibn bei dem Sebantri, bafj er damit seinen Zoll an da» Schicksal bezahlt batte.

3m Dewerthschen Hauke öffnete ihm nicht August, sondern dn neuer Diemu. dte Dur. ein »en aus dem Soldat enstwid .enUassener junger Mensch mit einem harmlosen runden Bauerngeficht

Smb die Herrschaften zu Haus?" fragte Hans, indes seine Rechte tn der Ntanteüafcbe Ke Äarte mit seinem Aan«nszug umpretzle

,Zawohl. Den darf ich melden'?" »2llso . fit leben alle noch?" »Zawvhl."

Da sah der Diener, wie über die ge be* ekf>t gant etnroarrbtreien Fremden. angehd)« Hessen er sich eben überlegt Hane, ob er em Herr *r nur ein Mann s«. ein sonderbares Zucken

SräS 5_ ^ri», '___u*

öS , Sriebll»lanb.

Do is*** Manila ottittT 790 n I il,.n ®t6tn« 8,,' Wcknita. |

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W': MU ; der auch Li,arm | machen kann, für W ainnrrenlabrif u . Makler i. W. , gesucht.

der Besetzung des AuhrgrbieteS hat sich nicht nur unter der Ruhrbevölkerung, sondern auch unter den Bewohnern des übrigen Reiches die 2uSwanderungs!ust erheblich verstärkt.

Diese Stimmung hat schon geradezu zu Luswanderungspaniken geführt. 3n der ersten Zeit nach Kriegsende schossen die Auswande­rungsunternehmungen und -vereine wie Pilze aus bet Erde. Taufende sammelten sich unter den Fahnen dieser Vereine. Ohre Hoffnung bat in den allermeisten Fällen getrogen, weil he sich auf ganz falschen BorauSseyungen «ünoctc. Man unterschätzt: vor allem die Schwierigkeiten bei der Beschaffung der Mit­tel. Einzelne Pioniere, Vic auf Kosten eines grvhcn Kreises die Reise antraten, muhten in Ziellande vielfach feststellen, dah die Ver- hältnifse ganz anders waren, a' man in der Heimat geglaubt hatte. Leider find auch vtele Auswanderer Opfer von Schwindelunterneh- mm gen geworden.

Etwa gegen Ende 1921 begann diese Bc-^ Degung abzuflauen. Die AuSwandererveieine

Die deutsche Auswanderung hat, nach­dem sie während des Krieges so gut wie ganz geruht hatte, seit 1919 wieder m steigendem Matze Bedeutung erlangt. Dic hohen Ziffern der achtziger Fahre des vergangenen Zaht- huuderts, als jährlich bis zu aber 200 000 Deutsche ihre Heimat verliehen, sind alierbing; »och bei weitem nicht wieder erreicht, diejeni- gen der letzten BorkriegSjahrc aber schon b c - irächtlich überschritten worden. Zwi­schen 1900 und dem Kriegsausbruch sind nur tn vier Zähren je mehr als 30 000 Deutsche in | Aberseeische Länder auegewanden, eine Zahl, die schon im Zahre 1922 und in der ersten Hälfte deS Jahres 1923 überschritten worden ist Die überseeische Auswanderung hat nach KriegSfchluh stetig zugenommen. 6te oe- lief sich 1919 auf etwas über 3000, 1920 auf über 10000, 1921 auf rund 24 000. 1922 auf annähernd 37 000, und während des ersten

Gießener Anzeiger sSrnerai-Anzeiger fflt Gbethessenj

Mittwoch, M. Januar 1924

nahmen stark ab, viele sind schon wieder ver­schwunden. Das Auf tauchen einer Zeitungs­nachricht über die tatsächliche oder nur be­hauptete Möglichkeit einer Auswanderung oder über ein Stellenangebot vom 21 uSland hat aber heute dieselbe Wirkung wie vordem die Ankündigungen von Auswandereroereinen oder -Unternehmungen. Der ganze AuSwan- derungSdrang richtete sich dann auf diese an­gebliche Auswanderungsgelegenheit, natür­lich ohne zum Ziel zu gelangen, denn die Hin­dernisse zur Auswanderung sind nach wie vor zu stark. 3n den allermeisten Fallen handelt eS sich zudem nur um eine Gelegenheit für sehr wenige Personen, wenn nicht gar um ein Hirngespinst. Za, es kam sogar soweit, das, diese nervöse AuswanderungSstimmung selbst Gerüchte erzeugte. So wird z. B. immer wie­der behauptet, diese oder jene Drotzfirma werbe Arbeitskräfte für das Ausland an. ohne datz es bisher gelang, den Udbrung dieser Falschmeldungen zu entdecken.

Diese Erscheinung eine Erkrankung des EesellschaftSlebens - erkennen, heisti sie mei­stern. Der AuSwanderungSdrang besteht! die Hindernisse zur Auswanderung sind aber so groh. dah sie von den meisten Deutschen ge­genwärtig nicht überwunden werden können. Man gebe sich deshalb feinen trüge» rischen Hoffnungen hin, sondern prüfe nüchtern die Aussichten, die sich bieten. Das Reichswanderungsamt" in Berlin (Luisenstrahe 31a und leine Zweigstelletüu. a. auch in Franksttrt a. M.> erteilen gegen eine mäßige Eebühr Auskunft über die Berhait- ntffe in dem Zielland und die Aussichten für den erwählten Beruf. Der eine für seine Ab­sichten ungünstige Mitteilung bekommt, ver­schiebe sein Borhaben vorläufig denn dje Verhältnisse können auch wieder zu leinen Gunsten umschlagen und packe zunächst In der Heimat zu.

Wie kommt eS denn aber, so wird gefragt, dah trotz der entgegenstehenden Schwierigkei­ten so verhältniSmähig viele Deutsck)« doch auSwandern? Dazu ist zu sagen, dah es sich gegenwänig noch vorwiegend um die soge­nannte VerwandtenauSwanderuna handelt. ES kann angenommen werden, day die meisten Auswanderer nach den Ver­einigten Staaten das Reisegeld von drüben lebenden Verwandten zugeschickt erhal­ten. Wielange dieses Lockmittel noch wirken wird, ist nicht zu übersehen. Läht man es un­berücksichtigt, so kann man wohl sagen, dah Südamerika ein beliebteres Reiseziel als Rordamerika ist. Uebrigend ist dem Strom nach den Vereinigten Staaten ein Damm ge­setzt Für jeden AuSwanderungSstaat ist dort die Zahl der Einwanderer nach einer Schlüsselzahl begrenzt Wenn die deutsche Auswanderung nach den Vereinigten Staa­ten tn demselben Verhältnis steigt wie bisher, ist zu befürchten, dah der deutsche Anteil noch vor Ablauf des gegenwärtigen Einwande- rungsjahres (1. 7. 23 bis 30. 6. 24) erschöpft sein wird, so dah wahrscheinlich wahrend meh­rerer Monate am Ende des Geschäftsjahres keine deutschen Einwanderer mehr zugelassen werden. Die europäischen Rachbarstaaten sind kein Ziel für Auswanderer in gröberem Um­fang, weit sie meist selbst an einem Mihver- dältnis zwischen Arbeitsmöglichkeiten und Ar­beitskräften leiden. R u h l a n d erschwert die Einwanderung grundsätzlich durch die harte Bedingung der gleichzeitigen Einfuhr von Produktionsmitteln.

VerhältniSmähig die besten Aussichten haben in vielen Ländern tüchtige, sachkundige Handwerker, denn deutscher HandwerkS- sleih und deutsche handwerkliche Leistungs­fähigkeit haben im Ausland guten Ruf be­balten.

Das rote B. G. B.

Em .büraerliches Gesetzbuch" ist feit kurzem m Ruhland etngcführt werden, das nicht nur für Mo Untertanen teS Sowietsi-.ateS, sondern auch für alle Handeltreibenden mit Ruhland von giöbtcr Richtigkeit sein wirb l>ie Bezeichnung br.seS .Stober des Zivil verfahrens' als .bürger- liäes Gefetbuch" ift freilich irtefuhrenb, denn feine Teftimnnjn^n find so .anbürgerlich" wie möglich während der Zeit deS .reinen Kommunismus bestand überhaupt kein Schuy des Eigen­

tums sowie bet Rechte der OknAdnai unb <3*ek*.l- schäften 3n den Tcrrtbraingcn oen 1918 b * 1920 ttnrb den Lowjerrrchtern Mimetü D'rgc,a>n.*ixnt. nach idre» .sozialistischen »i s f e n Rech: zu Sprecher. iNe .neue ölvnneufche 'P?luir. die dem KapimltSmus wieder eine Be

beutung einräumtc. erffebette ein.* gesetzliche Re- gtlung t>cn Hantel und Wunde! und eine Jin- rrchmng non GertchtSdö'en unb' rtfunb im Oabrr 1923 daS neue Z,vüg.-fetztey. bo- kl! dem 1. öer lernter tn Kraft tfL ^!uch eir.cm B- iw! ter .Ihne*" sind drei HauptgerichtSdoie - r !- p e«.cf1e m Rutzland Dorpe eben 7'ach Anil.'. 21 i«i E-ekyducheS frircrtm alte Fälle bet bm.-n es sich um weniger als 500 ®olirabe. bsn'eti nit Ausna drne ro.i Klagen der Behr-den. r-at das Dolksgerich! tert sich aus einem R'ch.ei unb zwei .Volks-Beist Hern zusammen'etzt. Tte Richter 2401eS Bolks<Zrrichts treiben >. dem Sowjet jeder Proom^ für ein Zadr gewählt, ad r .Bourgrts" sind ba<ur nicht wähl bar Di

tichter nrüffen minderten- ntnei Zadre vvrbcr i., e.ner bsfenttichen Stellung g w.s.-- fein b ai chen aber ferne allgemeine obr iur^steche Alb m i besitzen Rach den neuesten oiatifUfcn te* ko-n-ntsiarS baden nur 3 di« 7 Tro<m: der Bolks- richter eine junttechc Boidildung. Di* beiden .Volks-Beisitzer' haben nicht ,*twa nur /in be- tatcnl«, fpairro eine rntscheidonde Tauch' d.c treiben auf Grund des Rriikel« 20 nach strengen Äla fePD:in*tPl-.n cu##-ttMl)lL un zwar 5? pro- *cr: unter den Ardettern. 25 Prozent aus der Xotcn Armee und 25 Prezml un/; ben Bauern ?er 2 Eerichrsbof. dicPlovin^iitge richt, sind auf ähnlicher Grlnrdlage aufoebaut Für bit Richter und Beisitzer find juriftedx- .AenntnlUe nicht nötig. Di se Berichte urteikm t-e X'ri*s bf* Irnen es sich um mehr al« 5ö0 Goldr u.xi txtnbelt. über Prozesse mit aber zwifche-' VcHör­den und über Anklagen gegen Beamte wegen B.ki' brauche der Amt >g will Au6i Ak ienge'cst- schäften muffen hie: ihre Klagen rcrinu. en. cb nso werden hier ^Irbeberocchte, Rechic au? Pa­tenten usw. itertxxnbclt. Der Oberste Ec -

r i <b t « b »< ist ein bei*>*rrv* XNleamm. da« die Klagen gege:; I. <olt*tr*mn t<\u <. Bedöeds« bet Zentnaigell^ll und der #ie<uu; s.-- unitee« ber Piooinzen «mtscherdel SHe j^4Mbeifi»er meriee für liefen Zweck unter den bbbexen Neunten bei Aegterung aasgewädlt

Zntercsianl ist es nun « rkibten. ua4> wei M ifiltnicn . , literutK^.c^ ihre Urteile

fallen fallen Der 3ittld 1 erben dass b<# ®v-

-u* I5atts der 6 n u» \ 11 gefetze entscheide?- muffen ab:r der 2litiM 7 fügt burgu da st bei IWrfnigen. die mit frenchen Staaten oter den Ang<bongen anderer Landet *..bflJd<effcn werten, in« 2\"kiw d, cfet Snaaiw ter.icv chttgi werle« sollen '.'Ukii sich dies uqi .'em L< wirt rech: vereinbaren läht Ar nkel 4 be- ' cvir ben Bettchien, in Rillen, wo die Sowie»- gr'evgedung unzureichend ist, sich tx>r. ben all« q n eine« P> -nztvien und der at^iemeinei i chen Anschauung der Bauern- unb Ar .. . regieruog leiten -u taffen Jn einem Bor»

- ror er« branden-

i ulgsky tiefe Mtinrnunq tabm. dass die Xe g e u"g l.rmi: dem Xechnang traflen will. tna< nun früher unter Berücksichtigung des .eevoluti»

är<n Gewiftens 'crftanb Das politische 4 Jemen! wir: nlf* in der Rechtsprechung bet SowitlgeZchte <- v nvrrngendk Rolle spielen 'Jtteaflenbe Ae, .ich bem .Vrohiratm* de» (?>ti:ctal'taarsoi'L alt, emgerüumr er kann in das X«trtT>erfdbren aller Berichte in jedem ötabuim t^-r ^-il"<fte cingreikn tiNnn er einen fvtchen Schritt im Jntexvfk des Staates und ber Ar beitel sür iwttvendig hält. ®r kann die Urteile eines Gerichts für ungültig erklären, selbst wenn r<r Spruch bereit* oollzvgen ist, und für bwfe Ungültigketteeiklarung beliebt keine ,ietthegren- tung Das Urteil eines Bertchtsdoies kann t*?i Ivnx Prornnzialgertcht oder vor dem Obersten Ge­tickt revidier: werden incim es der allg-metaen Prlitik der Regierung nicht entspricht. 3ft btt Ae- Vision eusgesprochen, 'umt muh die Sache ost demselben Gericht wie früher, aber durch andere

Richter verhandelt werden

Landwirtschaft und Kleingartenbau.

Die Schädigungen durch die Fritfliege.

< Rachdruck nei boten. >

Die Friifliege ist ein arger Schübling unIrrer Saaten, gegen den wir fortt-auernb aus .inlcrci Hut fein müssen, um Jemen Schäden tn>njubeugen Wenn ei erst da ist Io ist feine Bekämpsung schwer ober iogar ausstchtsloS

Die Fritflteg? tritt in ihrer Dlntergeneratirm als erster nennenswerte: Schädling d.-.- Zadr.-S auf, nack-dem fie im Herbst ihre Eier an oie jun­gen Dinlerpfl-an,en abgelegt bat. an der die Larve oft die grbf tcn Verheerungen anriduet. Die Frit- fliege durchläuft in jeder ihrer drei Zadres.zene- rottonen kste Berwandiung von bei <5liege zur Larve (Made), dem eigenUichen Schädiger und zur Puppe Die erste, die 5rabiabrtgencmtton, erfcheink Anfang April unb Mai Sechs diS ach: Wvck^en fpater folgt bann die Sommergeneration von August tn< Anfang September, die bann ben Grundstock für die eingangs angeführte Wistter- flcncratitm hergibt.

Die Schädigungen ber Fritftiege sind meist recht charakteristischer Art. Die jungen Winter­saaten keS Reagens unb Weizens ertranken viel­fach schon im Oktober unb Avvember und verder­ben oft gänzlich. Die Saaten sind bann mehr ober weniger start gelichtet oder streckenweise väUia verschwunben Von den Sommersaaten wirb hauptsächlich ixr Hafer befallen s Frühlings,ten?- ratlon'. Die Rispen treten nicht auS ben Matt­scheiben betau«, die Pflanzen bleiben im Wachs­tum zurück unb bestocken sich auffallend start. Durch b-S 3 jrvcfbteiben ber RiSpen werden iKinn wieder die Bfasenfühe angerogrn, so bah vielfach mehrere Schäblinae gleichzeitig an dem Verderb der Pflanze beteiligt stob 3m Sommer, wo die Fritfliege keine jungen 'Blättertetle mehr vor- fmbct, bleiben ihr nur die weichen Kön«r in ber HaferriSpe unb in der Gerstenäbre übrig. A is den in die Biütc gelegten Eiern schlüpfen Mabcn aus. welche das junge Kom mehr ober weniger vollständig zerttören Letztere Schädigung, n hat ihr denn auch den Hamen gegeben. . Frif heiht im Schwedischen leicht, unb leicht ist diS äuher- lid) oft ganz gefunb erscheinende, innertich aber ^emaflic Korn

Die Bekämpfuna ber Fritfliege kann njt durch gemeinsames Vorgehen gescbehrn. da sonst die benachbarten Felder immer wieder die Trä­ger ber Schädlinge bleiben.

Da die Eiablage ber Sommergeneration (sur gefürchtetsten Winiergcmeralirm) w Mitte Sep­tember erfolgt, so ist in Gegenden, wo sich be- Schädling unheilsam bemerkbar machte, bte r.3e

'n^llung der Winter mg mbglichlt weit htoaussu- schieden. Die Fliegen ftnd alsdann gezwungen, andere Pflanzen, dauptsächlich wiidv>ichfende Gräser *u ben jnen in denen sie bann <u vernichten find 3iflt sich die Fritfliege in ben Wintersaaten so ist der 2Litau von Hafer mb Gerste tunlichst einzufchränken Wachs tu msforbe rang durch Dün­gung ufw. ist ein weiteres Hilfsmittel, ba natür- lich eine kräftige Pflanze ben Angriffen des Schöllings besser roibetfL'b? als eine schwächliche Dos AaLikalmtUel aber bleibt die späte Herbst beftellung, wöbet die Bemichttmg ber Drasnarde nicht überleben werden darf Dr. PI. App.

Kalkstickstoft zu IBintergetreibe.

Die Wirkung des ÄalfTtufftpfM M Winter- gekveibe ist sehr von ber richtige' Zeit ber An­wendung abhängig 3m graften Durchschnitt tonn man hXH)l sagen, ball er seine gröfM<* Dirtsamtetl vngt. wenn er *u Wintergetoeide hn Sebrwn ober Anfang März auf die IBbTterfoaten aus- gestreut wirk-, wenn sonst bk Witterung gftnftia ist Einige Wachen vor bem Erwachen ber Bege- tatton soll eben der Kalkst Ickstoft bei trockene« Detter unb bei trockener, nicht taü- ober reger*- nasser Pflanz mrtgeftneut werkten, wenn be 'Itoden gefroren unb frhe Gefahr vorhanden Hl hast ber Dünger btuch etwaige Atedertchläae tx*i Felde fsrtgckvütt werden wird Bei ber Anwen­dung des Kalkstickstoftes zu ©ommening soll mal auf schwerem Boden ihn erst bann auf bas Feld bringen, wenn der Boden bearbeitet werden tanzt bami: er gfrid) mit der Bestellungsarbeit tn bas Land kommt Auf schweren Böden loO ber mh de. Bestellung in da» Land gebrachte ÄaifTtld» skofi ebenso gut, manchmal auch belfer wirten. al» b*r einige Zett vor der Saat nirtgeflraute

Don der Ziegenzucht.

Hartei eure Ziegen ad*

Bon 2. Ctabclmann.

«Nachdruck verboten.)

Die Ziege, ursprünglich ein Ti« der freien Wilbbahn. zählte als fotchrt mit äu bzn bi bejug auf Witterung-- unb Futter.inflüsse härteste» Tieren Zn Gegenden, to denen lic heute noch wild an*utreffen ist, hat sie biesc Eigenschaften des Wilbrieoe» bis auf den heutigen Zag behalten. Dor: bingegen. wo sie ,um Hau-tter wurde, sank durch Ttänbige Haltung in meist zu enacn und daher übermäfjtl warmen, dumpfen fitfllten ihre ursprüngliche Aftberstandskrafl fo herab, hast ihre 2nwfmb!id)tci: gegen nasses und falle# Wetter, sowie gegen nasses und bereistes Oral

unb Grimassirren ging, hold wie törichtes Lachen, hall» wie Weinen. Unb während Hans dir Hand auf bei Aermrt des jungen Menschen legte. Tagte er überhastet, freundlich fast flehenllich

,Zch will die Tochter sprechen. Wo ist sie. Sagest Sie mit schnell Wo ist sie?"

_3m grünen Zimmer. 2tber wen bars ich melden _

, 2lch nicht doch.' Ich bin ja ern alter Freund 3m grünen 3immer!"'

Aaich gin^ er. von dem Wiener gefolgt, auf das ihm tL'Dhlbelanntc Zimnter »u. öftrete bte Sür und blieb, ben Hui in der Hand am Ein­gang fteben.

Auf bem mit schwerer grüner Seide dL^ogene.i Smpiresc-fa sah im Lichtschein eines Lampen- sckürms Annie, der. Blick au» das geg-n dr. Karrte des Mabagonittsch« gdebate Buch g-rrich« 3^- erhob sie ihr in da- zarte. rotogeLbltch: tidü getauchtes Gesich: unb blickte mH verion5»stem Ausdruck die Srag.--denen an unb wollte eben fragen, was diese Störung zu Erbeuten hätte, art ber Frerrrde in dem reg-Äesprübte-r Manie! aus bart HaLdvnöck näbertam unb gleichqetttg w» betrunken zu schwanken begann.

Sein bageros Besicht mtt den falten, dem verwilderten rotbraunen Bart, den wirr an die Stirn geflehten ^KiTren- bte doch die tiefe, von ber Schädeidecke bis über bte lutke Augenbraue reichenbe Rarbe riebt verdecken tonn­ten. zog sich auf .ucherlrche Weise touncr ntti^r m bic 'Brette, unb während der unheimliche Memch jetzt leine geballten Hände gegen die fchltoart^ tviT^nen Augen protzte, begann er zu schluchzt. erü stumm unb unterdrückt, bann aber immer heftiger, begann laut zu »cwn wie eet Kind, fe

baf) die Tränen to breiten Fäden to feinen Bart r armen.

.Der Herr sagt, er wäre ein guter Freund." erklärtr ber Diener schüchtern

Da lief) Hans einer. Augenblick die Äänbe sinken, bl ulte aus tränenblinbcn Augen Annie an und nannte tonlos flüsternd ihren Ramen.

Dec Lgut kam ihr entgegen, sank, kaum ge­hört. ror ihr nieder, erhob sich noch einmal mit fern bekanntem Ton unb drang, furchtbar ver­wandelt. tn sie em. Wahrend ihr Kops zurück- tank unb ihr 'chwerer blonder Haart.tt<cn sich gegen das «chwarze Seidenkiffen vretz'.e, fo bah ihr Haar sich auf der Kopf höbt emporwölbte, blickte sie von unten her den jetzt nicht mehr Fremden, sondern mir allzu Bekanntem das i^oderumwitterte Gespenst, an. und be halb offene Munddöhte gab ihrem entfärbten Gesicht ben Ausdruck eines Menschen, dellen gante Kratt sich in einen Schrei ^ufammenbrä tg; anb ber sich doch von dretem Schrei nicht betreten kann. Sic hatte nur bic Kraft, die Hand zu erheben unb bem Diener zu ttonfcn, datz er sich entfernen tollte.

.Annie du lebst unb ich glaubte bu wärt: tot:

Sr kämpfte gegen feto IBctoer. an. suchte es vor sich atonftchütteln. stampfte mtt dem Futz auf. warf sich auf einen Seffd am Tftch anb wiederholte, während er zu lachen versuchte:

.-Ich glaubte, bu wärst auch tot?"

31>cr trm neuem brach in ber Ertchütteruna feto Widerstand zusammen Er rist ein Ta'ckLvteD hervor, ein frisch geplättetes mürbes Tuch das er xu Aresengröstr auseinanderichüttc£jc unb gegen feine Augen prehte, tobe* er die Recht? 2bn:e emgrgeKTv.dye.

Einige Augenblicke vergingen, und seine Hand lag roch immer vor ih- ausgrttreckt wie die etoes Bettlers Aber währenb ihr Entsetzen sich ldfte. überkam sie evra- vi?l Schllmmeres. ein Befühl namenkfer Petolichk.it Sie schämte sich für ihn. empfand grenzenloses Mitleid mtt ihm, nicht wegen des furchtbaren. t>o» er «»gleich erfahren würde, ftmbtm weil ex wie ein Kind vor Freude weinte und well dies Wetoen so gar nicht angebracht war

Während sie rervos ub-r ihre Schläfe wischte, sagte sie

.Du bist - ba?

3r nickte. lächSte. sah fie zum erttemnal wirt­lich an. urxb fein erster Blick fiel auf ihre Hand auf diese überr, ich mit Ringen ge'chmückten Finger

unb Don a jour gefallen Perien und Brip» laniTn <in wenig verdeckt, aber doch unDertm* bar schimmerte ihm ber Xrauri ig entgegen. 3* einerngeburren Aufmerksam ei: und EefpaZ«tt- btt! »atzte >'ch sein Innere» zusammen Allo wirt­lich bodti' Wa» er so toi gedacht hatte . aber cigenftich nie g-glaubt

.Du bist ui torgetommro endlich nach to langer Zeit ft wirberholte sie

Er nickte nur. 0i ig: öefunben lang hielten sic mit ihren Augen Zw rtprache Sie fragte ihn Alto begriffen? und er antwortete: Zaw^hl, be* griffen! . Dann sagte er

. 3d> wollte euch doch guten Tag fageeL**

^Inwillkstrsich hatte er vor bem euch dm wenig gezögert unb es rin Heb* wenig stärker betont Ssi erhob sich, wie in plötzlicher Flucht

.Ich will meinen Mann holen

Fvriftduug folgt)