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tenben irmfangrerdben Lache» ®trf> noch et» -weiter Amtsrichter zugezogen Segen sämtliche Urteile tes Amtsgerichts gibt es eine Be­rufung ob die mit Derufsrichtern und Schöf­fen besetzte Strafkammer. Für die schwersten verbrechen verbleibt es bei der Zuständigkeit des Schwurgerichts, das mit 3 Richtern unb 6 Ge­schworenen besetzt ist. Die Richter und Geschwo­renen entscheiden künftig über die Schuld- und Straffrage gemeinschaftlich.

Die Borbereitung dieser umfangreichen Reu- Tti/nung, bei der namentlich aach die (Zasti^er- waltungen der Lander gehört werden muhten, nahm naturgemäß geraume Zeit in Anspruch. 3n- ztoischen gestaltete sich die Geschäftslage beim Reichsgericht so, dah alsbald Abhilfemah­nahmen notwendig wurden. Die Zahl der zur Zuständigkeit des Reichsgerichts in erster Instan­gehörenden Sachen (Landesverrat, 03errat mili­tärischer Geheimnisse usw.) war derart ange­schwollen, dah eine

Völlige Lahmlegung der Tätigkeit des Reichs- gerichlS in erster Instanz

drohte. Aus diesem Grunde erlieh der Reichs­präsident auf Grund des Art. 48 der Reichst)er- faslung am 12 Dezember 1923 eine Verordnung, welche die Abgabe der Landesverrats­und Spionagesachen an die Oberlan­desgerichte ermöglicht. Die Borfchriften dieser Derordnung wurden in die Verordnung vom 4. Januar übernommen, so dah bie 03er> ordnung vom 12. Dezember 1923 in den nächsten Lagen aufgehoben wird.

Auf Grund der CBerorbnung des Reich e-rräck dent<m vom 26. September und 10. Ottoo-ir '923 würben einige auherordentliche Gerichte errichtet Um deren Aufhebung zu ermöglichen. v< durch eine Verordnenq d?s Reichsprü'idrntsn vom 17 Dezember 1923- einen Teil der zur Zuständigkeit d?r auherord ntlichen Gericht.) gcho- renten Sachen allgemein ein beschleunig­tes Verfahren vor den ordentlichen Gerichten eingefübrt worden Ein Reib etrnftat-n soll, toenu bh ösfrntlich Sicherheit und Ordnung in erheb'ich.'in Miß: ae'tör' ober gefährdet und eine bcschl unigte Aburteilung möglich ist, in einem vereinfach ton, beschleunigten Der- fahren vor den Strafkammern ehgeurteiit wrrd.-n Di? Str^fkumm.rn b vxa als? für bteic Delikte ordentlich, Gericht:, es wchd nur ihre Zuständigkeit. rmeikit. Di.^.is er gibt fU.. Laf- die auf den allgemeinen gesetzüch n Dorschriftrn beruf) m - Zusiändigllit b-i Jugendgericht: u.-b des Saat-gerichtshof:s /um Schu c der Republik durch b Dercroimng vom 17. De- -cinb.n 1923 nicht ter u irrt wird Andererseits bl ist. bi Vorschriften "Cer Vcr.'idiun^ vom 17. De-emb- r auch neben den Bestimmungen der Verordnung, vom 4.3jnair b?' h n A > 15. Ca nuir gelten bah r nach wie *>c>r-' die i.i b:; V'r CLinunq vom 17. D reml" eich' t n Straf­taten in er : R ist' :'ie Dorschristen b:.fer 'Ver­ordnung. O&crbrn d fe Str iss rchrn in orteni.ich: Oki fahren überg ( itet, so wird das V.rfahre-i, und zwar in Schwurgerichtssachen nun» mehr auf Grund der 05ccortmang vom 4. Ianuar (§44) vor der S t raf kam m er und nach den allgemeinen Vorschriften der Strafprozeß- ordnung durchgeführt. Sobald die Verhältnisse es gefuTtti*r., wird die Verordnung vom 17. De­zember 1923 aufgehoben.

Der Kampf um die Arbeitszeit.

Köln, 8. Ian. (WTB.i Aach der ..Köln. Ztg." dauert der Konflikt über die Arbeitszeit im Di'isseldorfer Bezirk an.'Das Kartell der freien Gewerkschast.n. die Afa und b:r All­gemeine Deutsche Beamtenbund erließen einen Aufruf zu einer Kundgebung auf dem Hinden- hurgtoatl und zu Straßenumzügen. In dem Auf­ruf werden die in Arbeit Stehenden aufaefordert, fi-d- mit den Ausgesperrten und den Arbeitslosen solidarisch zu erllären und für sie e i n V i e r t e l nb r e e Arbeitsverdienstes zu opfern Auch die Vereinigung der A-deitgeber hat einen Aufruf herauSgegeben. der im wesentlichen eine Darlegung der Rechtslage enthält. Im übrigen hat sich entgegen den sozialistischer Ver­bünden

der Thrstiiche MetaNarbeiierterbanb für die - Durchführung des Berliner Abkommens . über dir zehnstündige Arbeitszeit erklärt

und die Beteiligung an der Streikleitung ab­gelehnt - Auch im oberschlesischen In­dustriegebiet geht ein heftiger Kampf um die Arbeitszeit. So verweigerte im Oberschlesischen Elektrizitätswerk in Za borze (Kreis Hinden­burg) die Belegschaft die neunftübige Ar­beitszeit und trat gestern mittag in den Streit. Da hie Streikenden auch die Verrich­tung von RotftandSarbeiten ve'weigerten, wurde am Rachm-tlag die Technische 'Rothilfe eingesetzt. Dadurch ist die Lichtftromversvrgung für die

Kreise Hindenburg und Gleiwiy gesichert. Rach einer Meldung aus Deuthen haben die Metall­arbeiterverbände der christlichen und freigewerk- fchaftlichen Richturg ihre Unter Triften unter das Ueberarbeilszeitabkommen zurück- aezogen, und zwar mit der Begründung, dah das Abkommen von einigen CBerfleitungen rigo­ros und einseitig ausgelegt würde. Man be­fürchtet demnach eine allgemeine Aussperrung auf sämtlichen oberschlesischenBerten. Dagegen ha: die Schlrchtungskammer des Reichsarveits- ministeriumS mit Zustimmung der Arbeitgeber» und Arbeitnehmervertreter die Vorkriegs- ar beit sz eit für die gesamte Kaliindustrie wieder hergestellt.

(Eröffnung befe französischen Parlaments.

Pari-, 8. Ian. (DTB.) Die Kammer hat heute nach.ncktag ihre ordentliche Session eröffnet. Alterrpräsiten: Andrieur eröffnet die Sitzung mit einer Ansprach:, in d.r er ein;n dauerhaften Frieden fordert, jedoch erklär', daß nach feiner Ansicht bet Völkerbund nicht in der Lag: sei, ihn praktisch zu sichern. Er verfüg, nicht über ti: geni'g?r.bm 5 ;~ft on. nnrte.. Frankreich miffo deshalb di: unerläßlich:n Opfer für eine national: Verteidigung brin­gen, für fern: Sicherheit müßten ab:r vor all m die tintemicben Familien sorg n D:r Alters­präsident erklärte, die Rvtwend^teit einer Er­höhung der landwirtschaftlichen Produktion ergäbe sich aus den aagenblid üchen Verhältnissen Die Kammer wühlt: dann Raoul P e r e t wiederum zu ihren Präsid . n - ten Von 355 Ak> stimme nd.n haben 325. i*?n gestimmt Sämtlich. Dzeprasidmten, bi: i; b r letzten Session fungierten, sind u> i c b c r g e wählt worden. Di: Kammer vertagte sih auf Donncr-> tag. Sie wird an bi fern Tage die R?d: bzu neu gewählten Kammerpräsidenten an hören und ihre Tagesordnung regeln.

Der Senat eröffnet: ebenfalls, hmte nachmittag fein' auh:r- vrdeutliche Session. Er vertagt: sich auf kommen­den Donnerstag. An diesem Tage toi.b di: Bureau Wahl norgenommm werden. Au') hier hielt ter Asterspräsident Gustav: Deni. de ülsticl.: Ansprach:, in brr er unter anderem falle, rach 2ußen hin s.i bi? politisch Atmosphär: . i te Von Wolken frei. Poincar 6 h.ib: d id i rch, daß er mit Entschiedenheit sich aai b:e Bestim­mungen des Vertrages vd i Versaill"s stützte uni die Pfänd, r mit Besch tg belegte die Frank­reichs Sicherheit und Rechte verbürgten, dem Lande bicienige Haltung gegeben, bi' seinen Siegen entspreche, und das zum zweiten Mal: besiegte Deutschland fei gezwungen, bi: Karlen aus den Tisch zu legen und die g:wun° denen *23?g' zu verlassen auf bmm es feit fünf 5ahr - windl:. - Im Geginfatz zum 5t-.nr.ier- Präsidenten glaubt da Alterspräsident L'te Sc- nats, daß durch dm Völkerbund eines Tages der allgemein: Fried: herrschen werde W.' weiß, ob es ihm nich sogar gelingt, das unglückliche und doch so wichtig: Rußland aus dem Ate gründe zu retten!

Arnold Rechberg.

Berlin, 8. Ian. iWolff.) Zu des Plänen ! Arnold Rechte rgs toLb in unterrichteten Kreisen darauf hingewiesen, bah Rechberg, der in der Presse vielfach mit seinem Bruder, dem bekannten Kaliinbustriellen. verwechselt wird, vor dem Kriege bas Projekt einer Beteiligung eng­lischer Wirtschafiskreisc an deutschen Unternehmen und Deutscher an englischen Unter­nehmungen als ein Mittel zur Besserung der Be­ziehungen vertreten hat. Rach dem Kriege ver­trat er den Siandpunkr. daß nunmehr eine gegen­seitige Beteiligung nicht mehr in Frage kommt, laß c5 jetzt darauf aakomme, daß Frank reich sich an ter Entwicklung bet deutschen Wirtschaft interessiere.

Dieses Interesse glaubt Rechberg dadurch ;\a erlr^ckes, daß i>as Kapital der deutschen Ak- tirnLesellfchaftrn um 30 Prozent erhöht und dieser Anteil Zrankreich jar Verfügung ge­stellt wird.

Demgegenüber wird barauf hingcwiesen, bah, wie die Dinge liegen, man von einer Wirkung auf eine Lösung des Reparations- Problems nicht reden könne. Es wird eine große Gefahr darin erblickt, daß, wenn es zu Verhandlungen mit Frankreich kommt, das von Rechberg vertretene freiwillige Angebot lediglich die Rolle eines Zusatzangebvtö spielen würde, für das Frankreich (eine Gegen­leistung gewahren würde. Es wird ferner als undenkbar erachtet, daß man einer fremden Macht eine Kontrolle über unsere Verhältnisse, wie sie RechbergS Plan in sich schließt, zugestehe. Der Vorschlag Rechbergs

Giesiener 5tat)ttl)eater.

Henrik Ibsen: Die Fra.", vorn Meere.

Ballcsteb. der Alleskönner, malt an einem fÖetrttxib, bas sich vorn Moei: ins Brackwasser- hinein verirrt bat und bori umkommt, weil ^s nicht mehr in i\e Flut gelangen kann Auch Ellida Wauqel ist rom fielen M^r ihrer Heimat an den stillen Fiorb oerpslanzt und Viiru mit dem Alpin uck b.' B: brr Ena: drS (feinen Hafenstädtchens w ii bintcn am Fjord, mit der unstillbaren Sehnsucht in bi: Fe' n:. Sie ftebt in einem ganz besonderen Vc.hättnis .-umMeere. Din finnische'. Steuermann, ih. fast unbekannt, vertraut nui durch die gleich unbezähmbar: Siebe zur weiten S:c. geht mit ihr und bem M-rer: einen geheimnisvollen Bund ein. beide vermahlen in romantisch-phantastischer Weise sich einanber unb dem M:eie als dem großem Mittler. Der Finne muß einer Mordtat wegm fliehen. CMIiba bri/cht daS Verlöbnis ihm unb dem Meere. Si: gebt mit bem verwitweten Di. Wan- acl ein: liebel«re She ein und zieht vorn Meer hinweg an den Karauschenteich ihrer neuen Hei­mat. Die Trennung vom QKv-ere und bem qo lieimnisvollen Manne übe, windet sic nicht. Di: Sehns-.cht nach bem ilngSeihen: heraus aus bem Karauschenteich ins freie Qlleci unb aus den engen, bescheidenen Derhältnisien des Arztheims in das prickelnd abenteuerlich: Ccbcn an der Seite des wilden SeefadrerS, das alles lastet wie ein dumpfer Druck auf ihrem Gemüt, steigert ihre reizbare Einbildungskraft zu immer phantasti­scheren Vorstellungen unb isoliert sie mehr unb mehr von dem Leben ihres Gatten und seiner Lbchttr, taten sie zweite Mutier hätte sein sollen,

Ihre iKWbfe, bis ins krankhafte sich steigernde inner: Spannung, bi: fast v Hypnose anmutendr unheimlich: G.walt, bie fern: Iugendr:rlodte auf vrlliba auSübt, erreiche ihren'oepuakl V.ä. jener geahnt unb doch ei sch eckend pl ötzlich. i or ihr steht, sie an ihren schwur niai-nt unb

Rückkehr zu ihm txrlaaqt. Ihr: feinfühlig:, bis zum Wannsinit überreif,!: Seele p^idclt zwischen den, Grauen vor bem fremden Man.re mit den furchtbaien Augen, in dem fie ei­gentlich nur ein Phantom liebte unb den Lockungm, in die Sein-:, in das llngcbmbcaf, m bekannte Gtwr'c, 2Lbci die grl,:imnis^lleMacht, die der fremde Secm vin übet Sllida besitz:, wirkt nur solange, als sie sich gebunden fühlt, nur so­lange. als bem Zwang: L: c Pslichten an ber Seite des Gatten der Fremde die vcll: Freiheit gegen- üf irftcUt, ihm in Liebe zu folgen. Der für btc Eigenart ihrer Ratui feinstes unb seelisches Ver­ständnis auch ringend: Gatte unb Arzt, bei dem sie. voll Vertrauen zu seiner Lieb:, Rat und Zu- fludrt such',, euä int, daß t;e Krisis ihrer Seele fich in tem Augenblick zum Outen werdet, als da- Hirngespinst ihrer Ircfe:ibcn bohreiden Gedanken, krasse. har>: Wirklichkeit wird, als ber ihr uier- reichbar Dürfende leibhaftig vor ihr steht unb eine Gnttausch lng bedeute! Der hypnotische Dann des Firmen wird gebrochen. Sllidas kranke Seele findet Genes vag, He Frau rom Meer findet zu­rück zum Gat!«, und zu einem neuen Pj lichten­kreis, als CSkuigd sie fragt bi. ihr L-ie freie Wahl läßt zwischen ihm und jenem Fremden, ihr die freie Entscheidung, aber auch bie eigene D:rant- Wartung für ihr Tun zuschiebt. Da ftebt d:r Fremde, .hier ist etwas, das stärker ist als fein Wille'", bad Weib wird ein überstandener Schiff­bruch in feinem Leben.

toirD als nicht diskusstonsfähiy be­trachtet. Es wird betont, dah die Reichs- regierung nicht das geringste damit zu tun ha t noch haben will.

Die amerikanischen Sachverständigen.

Paris. 8. Ian. (WB.) Die in Pans an» gekommenen beiden amerikanischen Sachverstän­digen Dawes unb Owen Vvung erlassen durch die Havasagcntur folgende Erklärung: Die ame-ikanisch-.n Sachverständigen haben bis jetzt der Presse keinerlei Erklärung abgegeben. Alle Cr- närungen. die sie jetzt oder in ber Folge zu gc- ::n haben, werden einen offiziellen Cha­rakter tragm Sie sind von der Reparativnskom» Mission aufgrsorderr worden, an einem Sachder- standigen-Ausfchuß teilzunehmen, von bem man vcrlargc. daß <r Tatsachen studiert. Folgen hieraus zieht und gewisse Vorschläge unter­breitet. Die amerikanischen Sachaerstänbigen kom­men als Privatpersonen, sie hebeu keine üsrgefa^tcn Plane und hoffen nut den bie von anber?n Persvnlich-

(eiten unterbreitet tnetben, zu Hilfe zu kommen. Eie haben aber augmblicklich eine Erklärung ab» zugeb von ber sie voraus selten, dah sie von allen Wi.glicbc^n bzi SackverstänbigenauSschusfes fr wie ton der öffentlichen Meinung der Welt ge­bt Uigt werde: Die Zeit sei ein wesentliches El:» matt ber Lag<e. Das Komitee das cingefetjt sei, fei ein geschäftliches Komitee, bas sich mit Tat­sachen beschäftige unb konstruktive Folgerungen dar-aus zu ziehen habe. Seine Arbeiten muffen mit umgehender Beschleunigung gc- führt werden unb cs müssen ununterbrochen täg­liche Sitzungm abgehalten werden.

Die Tepc-rntistcn in Arhcikgcn.

3 r a n t f u r t a. M, 8 Oan. sWolsf.) DaS auf h-.r <5itud. Fianlfurt Larmstadt g.-.I:g-e<« Ar Helgen war s:i- [üng-trer 3cit vi),a de.i Separa­tist beseht. D-:r Gemeinde rat nahm in feiner r?tg:ftiiq n Sitzang ci?-e Gntschliaßunn an, i i b..r er er abl ' h n t, .'2?a!_: anzumicrnen oder mit ihnen (u amm:iuuarbeitxm, bi\ u ibciümm-rt um bie gts. tzlich^n Tcfttmmu -.gen, udr Berböh- mirg vvn Recht unb Ordnung, AmtSb:fug^ifse sich anmaßen, brrert ii ,r?ber fähig 'i ch würdig seien. Weiter wird in der Entschlleßmug betont, daß her G:mrind.rat nach '.n4: vor fest 3 um hessischen Staat und 3um D:irischen Reich stehe Rach Erl .'iquiq ber Tagesordnung axirben tv. im L .a! a.är: .nbei Separatistea aus- gcfvrkta, das Ratluus sofort zu v?rl assen, 6a übzr das Grm:i'rboeigentum nicht sie. sondern mzc i-:?r Gemrinderat Der fügen hab^ Die 6c- paratiste:i mußten schließlich der Au'sorderung Folge geben.

Der BeamLenabbau in Hessen.

Zur Ausführung 6er notwendigen Maßnah­men über b:n Lea ntenabbau w-rrde auf Besch! beö Gesämtminifte' iums ein: aus je einem Mit- gliedc aller Ministriien, sowie des Landesbil- bungsamtes beilchende Kommission gebildet, bet en Vorsitz der Staatspräsident Ellrich, selbst übernommen hat. Sein Stellvertreter ist bei Präsident der Oben-echnungskammer Geheim­rat S ü s f e r t.

Zu Lieser anu.lich-m Aachricht nimmt sich die Tatfach« recht cigcntünüich aus, daß gerate in der letzten Zeit. u. a. auch sogar im Staatsmini.- ftertum selbst, sowie tm Avbeits- und Wivtschafts- crmt Damen neu, angeblich nur vor­übergehend, eingestellt wurden, während überall fogai Schweririegsteschädigte auf die Straße geworfen werden. 54c vieloi aus ein» geweihten K> eisen kommenden Klagen wenden fick besonders dagegen, daß die meist nach ter Revvlution ohne jede Vorbildung in ihre Stellen eingeiückten Parteimänner fest im Saite! sitzen, während alte verdiente Beamte hinouLfliegen.

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Aus Stabt und Land.

Gießen, den 9. Icuuiar 1924.

Vrwerbö!ofcr.fürsor^c ßcgcit Arbeit.

Von tem Vorstand- des öffentlichen Arbcits- nach weise- für das nördliche Oberhessen wird uns g:schrstckb:n:

..Wie unlängst hier berichtet, hatte sich ein Teil te;- hiesig:n Erwerbslosen gewei­gert, die ihm von Reichs toegrn ruf:rlegten Ar­beite zu verrichten. Aus An>:gung l-es hiasi- g-.r Gewe: ksck 2 stS la rtolls fdnb dar iw hin am Donnerstag, den 3. Ianuar. beim Vorsitzenden des öffenllichen A^eitLilachweises, Beig. wc-ne» ten Dr. Frey, eine Befp>-^chung statt. SS n-nh- men 'arm- tcif aul :r dem Geschistsführer des Alb:itsn-. weises. Verw2ltungs'Insp. a.?r M ü l- [ c ', und einem Beamten des Wohlfahrtsamtes als Prolokv'lführec. Gewerrschastsangestclller

Aber in diesem, bei Ibsen so s 'Denen versöh- lichcn AuSgang des Stückes mckchl sich ein banger Zw ifel: .Deine Seele ist Die daS Meer. Sie ^at Sb. . rnt Flui", sag' W ing-l zu einen LUiucs- gcwomirn Weibe Wild btc Wandlung von Dau40 sein »der wann kommt dir Flut, die die eben er- nch.eten Damme eigener Verantwortung und frei» williger P.lick : aufs neue zerre Y ? Uno ein wei­terer Zug des Pessimismus liegt in dem Schick­sal, c W' -g. ts Aelkeste. bie fll ihige. bei aller Aüchtcr.i :it dich strcbfam: Bolelte sich aufläbt, als iic aus Sehrsuch' i'i die Ferne, iber auch der gute,, Versorgung wegen eine lieblose Ver° nunuch: mit ihrem alten, glanförfigcn Lehrer Arnholm etng.chl. Die Tragöc-ie ber Eltern er- Idi in ten Kindern eine nur zu trübe Wicder- r*iung. Lnttüuschu.ig trüb auch DoletteS Zu­kunft fein, wie cS StlidaS Los war.

Die sorgfältig: Eiastub'.erung Aböls Tele- ths brachte gestern im Sbadttheater ein: Auf- fühiung zustande, an ter man wenig auszuseoen batte, wenn man sich auch dir Besetzung ter Rollen in vielfacher Hinsicht and rS b"at: tenlcn konnm. Im Interesse des Publllum^ tote ter Künstler kann c5 doch nur von Vorteil fein, im Bereich ter ja durch Jieuengjgemcnt» beträcht­lich ertoätciten Möglicklecken durch größere Be­weglichkeit in ter Rvllentesenunq alle Äräfie gleichmäßig beranzuziehen. \i-ä würde damit auch eine gewisse Monotonie v rmicd.m die gerade Vei kleinen Bühnen eine Gefahr für ihre knnst» leiische Gntwicksunn beteutet. Aber wi' g fag. man wird auch dieser Besetzung Dank wi.sen müssen für die ausgeglichene, fein nuancierte Leistung, die sie bot. Rose RubnerS Frau vom Mec-: war wohl dies verführerisch schöne Meerweib, in feiner nervösen Spgnnung viellcichl

SchartowSky, Stabhxrorbr.eici bteta« unb die Erwerbslosen Schäfer unb Schmidt.

Es wurde vor gebracht, die Erwerbslosen seien ter Ansicht, btc ihacn aufcrlcgtcn Arbeiten wür­den auch sonst von der Stadt vorgenommen Worten sein und könnten ihnen daher nicht nur gracn d:e Unterftü5ur,g zugemutet werten Auch bedeute es eine große Härte, gegen Jn: so geringe Ver­gütung bei tem schärfen Frost arbeiten zu müssen.

Amllicherfeits tourte auf folgendes hinge- wiesen: Die Erwerbslos enfursorgc sei ein: Reichsangelegenheit unb müsse ge­nau nach deren Bestimmungen durchgeführl wei­ten. Diese setzten die Beschäftigung Er­werbsloser zwingend fest, unt ebenfo zwingend setzten sie fest, daß bei Arbellöoerwcig:* rung di: Untcrftü:31mg zu entziehet fei. Se:.n Erwerbslose ter Meinung, die von iben ver­langte Arteit dürfe ihnen au6 iv? .^welchen Grünten nicht zugemutet werten, ctiri Weil sie r icht gemeinnützig fei (§9 Abf 2 ter Verordnung vnm 15. Oktader 1923). so stehe ihnen ter vorge- fckriebene Beschwertee-.rg offen. Die Beschwerte habe jedoch keine aufschietente Di '"ng Ls fei cb r nx-ikreS klar, daß fein Erwerbsloser sich selbst zum Richtet über diese Frag? machm und tic Atteck zunächst einmal verweig-rn t?ntc,.bt8 die Beschvxrteinstanz g.sprachen habe. Das wui de iic Dulchsührung ter Reichs:stimniung.-n völlig unmöglich machen. Der AiteitsnachweiS muu-. dah.: ten Antritt zur Arbeick 'nte.-n unb stelle anheim. Beschwerte (rg?n ein . "Deinrind' zu cchLben. die etwa unzulässige Arbeiten diesem Wege verrichten krf'c. Man verkente nicht, daß viel: Erwerbslose unterernährt und schiech g'Beitet seien Wenn man daher auch ter Ord­nung halber Grs che inen zur Arbeit un­bedingt verlangen müsse, k> feien doch btc (5-uneinten ersucht Worten, bei der Ausfüh­rung der Arbeiten größte R'icksicht zu nehmen. Lic soziale Fürs.-rg: habe ein Interesse Daran, daß bei Gesundhells- und Kleiderzustand nicht nod* weiter h:r' 7g.m>iitschaftet werte und bang womöglich ein Hinternis für die Auit»ahme eine- eillgültigen Arteitsstclle bitte Man sei daher and bereit' las Elsuchen an die Gemeinden dar­aus audwtebnen, daß bei n>-nigcv als 5G ad (SettiuS Anteil im Freien nicht verlangt werten solle, wie dies schon fehl Für Rcgenwetter vorgo- scherci. Dock müßten die Arreiter erscheinen und iic Entscheidung Der zuständigen Stelle überlassen. Rack längeren Ver­handlungen erklärte sich ter Dvrsi"e 2>e des Ar- te'ckonachw:ises bereit, mit Rücksicht aus de Frauen und Kinder der Betroffenen von cin*:r Gntzichung ter Erwerbslos'tickecm-,;>ung sch.n am i.ächsten Tage, obwohl sie eigentlich erwirkt teoi. al ruschen. Gs solle angenommen, werten, bvr- iic Atteusverweigerung auf Llnkcn.ilnis ter g^jcr.liaxMi Bestimmungen ix hi habe Die Gr- w.rl-slosen sollten jedoch am Sarnstag, ten 5 3a- nuar, 7,uv Arbeit erscheinen. Säten '1: lAcfc nicht, so müs.te bie Gnt?i:dang am nächsten Zahltage, tem 11. Ianuar, eins xn.

Tiesc Lösung tourte von allen Anwesenden als billig anerkannt.

In einer bereits für Len nächsten Tag (Frei­tag) anberaumten Erwerbslos«,versammln-^ sollte davon allgemein KcnnMiS gegeben teerten. Lei­ter hat es sich gej.ngt. daß bie Ii-rsicht eitreS großen Teils ter Beteiligten überschätzt Worten tikir. In ten folg.mde.: Tagen istnurein T«il zur Arbeit erschienen. Auch von diesen hat ein Teil erklärt, nur gegen Tariflohn arbeiten zu wollen.

Die zuständige Behörde ist in ihren Zuge­ständnissen bis an die äußerste Grenze der gesetzlichen Möglichkeiten gegan­gen. Die Entziehung der Unter ft üi)ung ist nichtmehrzu vermeiden. Die Betellig- lea h.'.len lhc Ft»gen ihres g rad- u f:lbstmörd> lifd cn Vcrh.rlters scll ' ?u rc nttoerten B:mer- £cr.dnxrt ist, i 1 f? in an? :r:a Städten Öübtocft- luUtf: ari3 sich tic Beschickt.gang ter Gr?>:rbs° (oftn reibungslos vollzieht."

Bornolizcn.

Tage Skalen der für Mittwoch Stadttteater: 1 älhi Gowan". R.-E. Ger­mania: QRDnatSDcrfammlung D. H. V.: 129 älhr Ka'h Ver^-nshauS Mo.tatSveila.nmlung. äafe Ameid: 31. Ssntertonzert Ltchtspiel» I;au-, Dahnhofstraß': »Königin C ar: line von Eng­land" toib6r" und nit Sllntotypistra".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns g schrieben: RochmalS fei auf das ein­malige interessante Gastspiel ter M nchener Tanzgruppe unter Leitung von Fräulein Jutta von E 0 l l a n d e hingewiesen. Diese Vorstellung beginnt aus Wunsch ter Gäste ausnahmsweise um 8 ilb v.

♦♦ Fälschungen des preu büchen to e r t b c ft ä n b i g cn Rotgelbes. D Amt­liche Preußische Pressedien schreibt 1 feft- gestelll ist, bcfinb.n sich ' an ten R t '.ddschemen tes Freistaates Preußen zu 4.20 Goidmar.> 111»- i-rM»iiiMm~TTr~r~~~~~~~*~~*~~~~~ > www- -i»

manchmal zu unvermittelt, zu sprnngoa'p den Zwang zu seh: betonend, aber grofvügig in ber Auffass.'ng und dramatischen Darst-ll Nt AuS- gezeichn:t warJknii Schuberts Do or W>a.'- gel, eine ter best n Leistungen tes Kür. [er . Auch ber Arnhvlin OSkar Fetgel » war w': t iend in feiner ehrlichen unkomplizierten Schlichtheit Start Iu hnke gab temremten Mann tes Mystische. Undurctzorin-stiche tes nordis nMee es ein Seegespenst in f.rlnem episodenhaften ÖDter, überragend in Gest: und Sprache Äir Volck war mit fdn abgewogenem Humor ter 2P.Itr.i7c* 1 kerl. ter sich üticicii .aktlimatifierf and der Weis­heit letzt.' Schlüsse funbet, Lyngstrnttd. ber arme Schwindsüchtige, will mit seiner Kunst Gllidas unb des fremden Mannes Schicksal erfassen unb ahnt .-^vch nicht, daß fein eigenes G> 5d tem geplanten Maimoibild aus ein Haar g c n wirb, trenn ihm Italiens Sonne Heilung unb Rückkehr bringen sollte. Ihn brockt: P. P. Schmitz, recht gut unb vor öfter e> uch in ixte Sprache sympathisch zur Darst«llu' >. w.mn auch manchmal bk Mari'wr-n teS typischen ,schüchternen $?rete haters" ,-twas Dämpfung vertrügen. Slst: Sa­ge l wußte sich mit ter Rolle ter Bolette hn allgemeinen gut ab^uHnten Ater auch tk wird sich noch mehr bemüpen müssen, aus tem typischen, schablo 'Cnhasten, ten Weg zu einer streng durch- acarteitetcL eigenen Leistung zu flaben. Der freche, oft bitter graufam? Backfisch Hilde Wan- gcl lag bei Earla Aarnegg in gut.m Händen. DaS entant terribk, undc echenbar in feinen Sm>- tinj-ungen, rücklicht^lvs in leinen Amherungen. herb unb verschlosseo, aber bann plötzlich voll überströmender Zuneigung in feinem Gefühls- leten. das altes tarn bei Frl. 2tar;xgq tempenv mentvoll zur Destalllm^«,