DOS (Sdenoerpaitntö trxrr 2:2. Wieset hatte seinen S:2-Sieg redlich verdient.
D. f. D.-Gießea.
* Olm Sonntag schlug die Ligamann- fchaft des D. f. B. den Gauligavertreter Kurhessen Marburg im Rückspiel mit 4:2, dessen Vorspiel von V. f. D. sogar mit 5:1 gewonnen worden war In der ersten Halbzeit führte Gießen ein taktisch und technisch hochstehendes Spiel vor und war dem Gegner in allen Phasen des Kampfes überkegen. Das Resultat von 3:0 brachte dies beutlid) zum Ausdruck. Besonders die Läuferreihe demonstrierte selten schönen Fußball. Rach der Pause kam Kurhefsen etwas auf, vermochte aber nur zeitweise das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Das Endresultat lautete benn 4:2 für V. f. D.
Die 2. Mannschaft spielte gegen die gleiche der Kurhessen und konnte ein 4:4 erzwingen.
Sn dem neuen von der Stadt erbauten Stadion in Elberfeld fcnrd das traditionelle Spiel West- gegen Rorddeutschland vor etwa 20 000 Zuschauern statt. 3n der westdeutschen Elf spielte der V. f. D.-Mittelläufer Schnürte, der schon früher mehrfach in deutschen Länder- sowie Repräsentativmannschaften mitgewirkt hatte, zeigte von neuem sein großes Talent. Wenn maßgebende große Spott- Leitungen für sein Spiel Worte finden, wie: „Schnürte unser Sieger", „Schnürte schlägt Rord-- deutschland", „Schwirle, der beste Mann auf dem Platz, „.. . ein Meister am Ball" u. a. in., so kann der Verein für Bewegungsspiele stolz sein, einen solchen Spieler in seiner Mannschaft zu haben, und er darf sich der Hoffnung hingeben, daß mit ihm die Mannschaft noch weitere bemerkenswerte Siege an die schwarzweißgrüne V. f. B-Fahne heftet.
Derbandsoffene Schwimmwettkämpfe in Darmstadt.
Darmstadt, 6. Oft. Auch der gestrige zweite Tag des Darmstädter Schwimmfestes bot guten Spott, und auch da wurde wieder ein neuer deutscher Rekord von Berges-Darmstadt aufgestellt. Um das Ergebnis gleich vorweg zu nehmen, sei bemettt, daß er für die 200 Meter 2 Min. 264/10 Sek. gebrauchte. Die Ergebnisse sind wie folgt: 2. Beliebig-Staffel 3mal 100 Meter: 1. 3ungde utschland Darmstadt in 3: 37,9 vor Möhnus-Offenbach. 1. Dcrmen-Rückenschwimmen über 100 Meter: 1. Frl. Arndt- Gießen in 1:36,9 vor Frl. Heinrich, Rheingold-Köln. 2. Brnst- staffel 3mal 50 Meter: 1. Rickar - Heidelberg in 1:56,2 vor Schwaben-Stuttgart. Seniorenspttngen. 1. Pfordte-Möve-Darmstadt 52 Punkte vor Schust er-Schwaben°Stuttgatt. 1. Deliebig-Schwim- men über 200 Meter: 1. Berges- 3ungdeutsch- land-Darmstadt in 2:264/10. Er drückte damit den alten deutschen Rekord von 2:263/io um 4/to Sek. 2. Gropper-Augsburg in 2:36,4. 1. Senioren- Rückenschwimmen über 100 Meter: 1. Hülser- Krefeld 96 1:24. 2. Deliebig-Schwinnnen über 50 Meter: Günther-Gelsenkirchen 04 und Jansen- Düsseldorf 09 schwammen in 28,8 totes Rennen. 1. Senioren-Brustschwimmen über 100 Meter: 1. Faust- Schwimmverein Göppingen 1:20,2 vor Dorfmüller-Rheydt. 3. Beli^ig-Schwinnnen über 100 Meter: 1. 3 ünge r --Mönus-Offenbach 1:14 vor Orleman-3ungdeutschland-Darmstadt. 2. Rückenschwimmen über 100 Meter: 1. Frank- Rickar-Heidelberg 1:22,8 vor Günthev-Gelsen- kirchen 04. Große Staftel lömal 50 Meter 1. Darmstädter Schwimmklub ,3ung- deutschlandb: 18,3 vor Mönus-Offenbach.
Die Mitgliederzahl des Süddeutschen Fußball- 1 Verbandes
6<8uft sich nach der vom Verband vorgenommenen letzten Zählung auf 252 762 Mitglieder, die in 1921 Vereinen zusammengeschlossen sind. Süddeutschland ist nach wie vor der stärkste deutsche Landesverband des DFB.
Wirtschaft.
Born Weltgetreidenmrkt.
3n der letzten Woche war an den Getreidemärkten die merkwürdige Erscheinung zu beobachten, daß sich allgemein an den Produkten-, börsen die Preise für Roggen ganz bedeutend über die für Weizen hoben. Hiettn liegt schon der deutliche Ausdruck dev R o g g e n ha u s s e, die sich in der letzten Zeit infolge der bekannten allgemeinen imgünstigen Situation der diesjährigen Ernte abspielte. Es ist an Lieser Stelle bereits mehrfach darauf hinge- wiesen worden, daß in allen europäischen Gebieten die Ernte infolge der außerordentlich ungünfügen Witterung der letzten Wochen starke Mißergebnisse gezeitigt hatte und nicht nur vereinzelt den Landwitten ihr Getreide, das gerade geschnitten war, infolge anhaltender Regenfälle vor den Augen verfaulte. Das einzige Land, in dem nennenswette Ueberschüsse zur Ausfuhr erzielt wurden, war Amerika, das diese Stellung a ich reichlich ausgenuht hat. Die Getreideha ffse, besonders für Roggen, nahm von Reuyort ihren Ausgang, da hier außerordentlich statte Ansprüche, vor allem auch aus Deutschland, zusammenliefen. Wenn man dazu an der Rea- horker Börse noch mit spekulativen Gerüchten arbeitete und so u. a. von einem bedrohlichen Auftreten von Heuschrecken in den La-Plata-Ländern sprach, Tb war die Ankurbelung decRoggen- hausse von jener Seite erklärlich. Die Vorräte sind inzwischen allerdings auch drüben nahezu erschöpft, und die Auftnerkfamküt ttchtet sich nrn- mehr in der Hauptsache auf die voraussichtlichen Ernleetträgnisse in den südlicheren Ländern der Welt, insbesondere wohl in Südamerika. Wie bekannt, sind hier die Haupterntemonate der- Ro- venrber und Dezember. Es bleibt daher abzuwarten, welche Verschiebung dir Welternte durch die von dort zu erwartenden Ergebnisse erfähtt. ■■■■■■rTMnBiiWimwMMMMHaufcit wwnraKagnwt m iiimiiii sEjaem
Dte eigentliche rnrrsche Zett steht hrer jedocy noch bevor, so daß Schätzungen zur Zeit nir ganz mangelhaften Chauatter haben können Die Aussichten Australiens werden weiterhin als günstig angesehen, hat dieses Land doch die als Vorbedingung für die guten Schätzungen notwendigen Regens ille gehabt, so daß die Schätzungen von 19,5 Millionen Quarters gegen 17,1 Mill. Quarters im Vorjahre bei bor vielen Raffe durchaus im Rahmen der Möglichkeit liegen. Selbstverständlich wiro sich das Schwergewicht, das heute für die Versorgung der europäischen Bediirsniffe an Welzen und anderem 'Getreide in Rorö- amettka liegt, nach Realisierung 'der 'Ernten in den südlichen Ländern gartj bedeutend verschieben, so daß der Reuyotter Börse ihre reichlich ausgenutzte Standard-Herrschaft aus der Hand genommen wird.
Was die Folgen der Mißernte in Deutschland anbetrifft, so ist natürlich eine größere Anzahl von Landwirten insofern in schwie- rige Verhältnisse geraten, als die im Frühjahr von der Reichsbank zur Verfügung gestellten Erntekredite nunmehr abgedeckt werden s l en und Mittel hierfür vielfach nicht zur Verfügung stehen. Es ist daher zu begrüßen, daß für nachweislich durch Ernteverluste geschädigte Landwirte eine Prolongation dec Erntekredite ausgesprochen ist, die sich je nach dem einzelnen Fall ttchten ^wird. Es ist allerdings in diesem Zusammenhang nicht zu vergessen, daß die Feldarbeiten gegenwärtig noch nicht beendet sind und für die endgültige Deutteilung der Ernte erst spätere Wochen geeignet sein werden.
*
★ Starke 3nanspruchnahme d er Reichsbankbeim Quartalswechsel. Die letzte Septemberwoche brachte im Zusammenhang mit den Ansprüchen zum Vierteljahreswechsel und den Erleichterungen im Diskontvettehr für die Reichsbank eine Vermehrung ihrer gesamten Anlage von 2 061,9 Tttll. Mk. auf 2 302,4 Drill. Mk., Mo um 240,5 Tttll. Mk., während andererseits sich gleichzeitig die Summe der aus dem Portefeuille der Bank weiter diskontietten Wechsel um 45 Tttll. Mk. auf 171,7 Tttll. Mk. verminderte. 3m einzelnen erhöhten sich die Ausleihungen im Papiermarkgeschäft im Wechsel- und Lombard- vettehr zusammengenommen um 87,9 Tttll. Mk. auf 950,5 Tritt. Mk. und im Rentenmarkgeschäft um 151,9 Mill. Rentenmatt auf 1 273,6 Mill. Rentenmark. An papiernen Zahlungsmitteln flössen insgesamt rund 443 Tritt. Mk. neu in den Verkehr, und zwar vermehrte sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 268,5 Tttll. Mk. auf 1,520,5 Tttll. Mk. An Rentenbankscheinen sind 174,2 Mill. Rentenmatt aus dem Bestand der Reichsbank in den Vettehr geflossen. Der Bestand der Reichsbank an fremden Geldern verminderte sich um 225,3 Tttll. Mk. auf 670.1 Tttll. Mk. Der Goldbestand stieg weiter um 17,8 Mill. Mk. auf 577,9 Mitt. Mk. Der Bestand an Scheidemünzen sank um 6,3 Tritt. Mk. auf 21,7 Tttll. Mk.
* Rückgang der Bet r ie bsst i l legu n- gen in Sachsen. Die Zahl der beim sächsischen Arbeit sministettum ringe'au fenen Anzei en über Betriebsstillegungen ist in der zweiten Hälfte des September wüier zurückgegangen. Sie beträgt für die Zeit vom 16. bis 30. September 40, vom 1. bis 15. September 53, vom 16. bis 31. August 89 Von dm neuen Anzttgen entfallen auf Ziegeleien 2, auf Glashütten 4 auf Betriebe der Metallverarbeitung 7. Die Industrie ter Maschinen, Snftrumente und Apparate weist auch diesmal mit 18 die höchste Zahl der Anzeigen auf. Die chemische 3ndustrie ist mit einer An-eige, die Textil- mit 2, die Papierindustrie und die der Holz- und Schnitzstoffe mit je 3 Anzeigen vertreten. 3e eine Anzeige entfallen noch auf den Betrieb der Rahrungs- und Eenaßm'ttel und des Betteidungsgewerbes und der Buchdruckereien.
* Die Zusammenlegung im Miag - Konzern. Die Aufsichtsräte der in dem Miag- Konzern vereinigten deutschen Mühlenbauanstailten haben beschlossen, den nächsten Generalversammlungen durchweg eine S.usammenleiung der Aktienkapitalien im Verhältnis von 23:1 vor,lisch lagen Durch die gleichmäßige Zusammenlegung bleibt das bisherig? Verhältnis der Aktienkapitalien unter den Geselffchasten des Konzerns auch nach der Goldumstellung gewahrt. Di? darüber hinaus geschaffenen Reservefonds erreichen bei einigen Gesellschaften sonar de gesetzliche 10pro- zentige Höh?. Rach endgültiger Regelung der wahrscheinlich bevorstehenden Schaffung von 50 Gvldmark Aktien werden die Generalvettamm- lungen endgültig einberufen. 3m einzelnen betragen die Goldmarkkrpitalien nach der Llmstel- lung bei Amino, Giesecke und Konegen A.-G., Braunschweig, 6 Millionen Goldmatt, Mühlenbauanstalt und Maschinenfabrik vorm Gebr. Seck in Dresden 4 750 000 Gvldmatt, G. Luth?r A.-G. 3 Mill. Gm., Hugo Grefsenius 1200 000 Gm., Kappler Maschinenfabrik 600 000 Gm
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".)
B e rl i n, 7. Oft. Die Börse verhielt sich heute auf allen Märkten abwartend. Die Wiederaufnahme der Beratungen des Unterausschusses für Aufwertung legte der Spekulation größere Zurückhaltung nahe. Es herrscht am Anleihemarkt Abneigung. Man handelte Kttegsanleihe 650, 2v»prvz. Preuh. Konfols 1160, 24 K.-Schähe 600. Für den Vettehr am Aktienmarkt bildet die völlig unklare innerpolitische Sage ein gewisses Hemmnis. Die Umsätze sind ganz minimal, die Kurse eher nachgebend. Der weiteren Entwicklung der Reparations-Anleihefrage steht man mit einer gewissen Zuversicht gegenüber. Man befürchtet jedoch, daß eine Reichstagsauflösung und eine akute Kabinettskrise ungünstig auf die privaten Anleihen einwitten. könnte. Am Geldmarkt zeigt sich eine gewisse Flüssigkeit. Tägliches Geld mit i/2 pro Mille leicht angeboten. Für Abschlüsse auf längere Sicht
(L M.
Banknoten.
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
besteht keine Reigung, da nicht übersehen werden Farm, wie sich in den nächsten Wochen lne Zinsver- handlungen gestalten werden. 3m Devisen - verkehr ist das Geschäft sehr ruhig. Am Aktien- marft trat im Verlauf der Börse eine gewisse Belebung des Geschäftes ein, die auch in den Karsen zum Ausdruck tarn. Am Markt der chemischen Aktien ergaben sich kaum Kursschwankungen. Auch Elektrowette waren gut gehalten. Die Aktien der Waggon- und Maschinenbauanstalten waren bei kleinen Umsätzen größtenteils unverändett. Petroleum etwas nachgebend, Banken im allgemeinen unverändert. Schiffahrtsaktien nicht ganz einheitlich. Ausländische Renten größtenteils unverändert.
•) Dom Rückzahlungswett.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt
(In Billionen Mart auSgedrückt BuenoS-SlireS. London, Nrn« hort. Javan. Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest fiir ICO000 Einheiten. aCeß übrfae für 10O Einheiten.!
Telegraphische Auszahlung.
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".)
Frankfurt a. M., 7. Oft. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 26 25 bis 27, Roggen, inländ. 26 bis 27, Sommergerste für Brauzwecke 26,50 bis 30, Hafer, inländ. 22,50 bis 24, Mais
tFrrHn, 7. Oktbr.
Plmcrttanifdre Note» ..... Belgische Noten ....... Dänische Stolen ....... Englische Noten ....... Französische Note» ..... Holländische Noten Lttalicnische Noten ..... Norwegische Noten Deutsch Oesterr , stigy Krone» Rumänische Noten Schwedische Noten .
Schweizer Noten Spanische Noten Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten
Frankfurt«. TR.
Berlin
Ün Billionen Prozent
Schluh. fiurs
iSdilufeh. Abcnd- börse
Schlich- Kur»
Schlugst. Mittäglich se
Datnnn
6. 10.
1?. -0-
6.10.
7.10
6°/o Deukschc RelchSanleih« 4% Deutsche NcichSanleihe .
0,665
0,66 U,9 0
0,680 (I 96
0,665 ' ,94
8'/eSr Deutsche Neich anlethe
—
0,9
0,93
0.92
s6/-. Deutsche Retchsnnlethe .
1,450
1.44
1,425
1,45
Deutsche Svarpräimeuanleihe
—
0,525
0.49
0,49
4% Preußische Konsots - . .
—
1,08
1.05
1,0 0
4O/o beffeu .........
—
1/25
1.6 5
1,65
3'/a°/o Hessen..........
_
1,25
1.35
1,36
3% Hesse»...........
—
1,25
1 325
1 215
Deutsche Wertb. Dollar-Anl.
_
4,2
4.2
42
dto. Doll -Schatz-Anlretsng.')
—
—
86
8625
4% Zolltürken.........
5°/o Golduierikaner ......
11,25
11,13
11,125
10,75
Berliner HandclSqesellschaft
Commerz- und Privat-Bank
4,75
25
4.7
24,375
4,75
24.6
4,90
Dnrmst. und Nationalbank .
—
9
9,25
9,13
Deuks.che Dank.........
10,55
10,62
10,625
10,60
Dculsche Bcrcinsbank ....
—
0,21
—
—
Disconto Commandil ....
12,50
12,50
12,50
12,50
Met all bank...........
—
13,30
—
—
Mitteldeutsche Creditbank. .
—•
1,52
1.70
1,7
Oesterrcichische Credttanstalt
0,3
0,315
0,3
0,3
Westbauk............
0,275
0,26
—
0,4
Bochumer Gutz . .......
—
—
49,5
49
Buder-S............
—
10,26
10,10
10,90
Caro ............
—
11,40
11,9
11.6
Deutsch-Luremburg......
Gelsenkirchener Bergwerke. .
—
52,6?
55
50,10
57,13
52 25
55,25
Harpener Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben....
—
81,5
84
82,1
13,50
13,5
13.5
13, 5
Kaliwerk Westeregeln.....
—
16,5
16,9)
16,71
Laurabütte .......
Obcrbedarf...........
—
5,25
5,40
5,20
10,50
0
10.’
10,30
Phönix Bergbau.......
—
39,50
39,13
40
Nheinstahl...........
Riebeck Montan........
_
36
33
36,75
33,65
35,5
Telluü Bergbau........
2,6
2,6
—
—
Hamburg-Amerika 9atet. . . Norddeutscher Llohd.....
28,15 4,95
27,75
4,95
28,76
5,10
?8 4,90
Chernmische Werke Albi» . .
—
—
—
—
Zementwerk Heidelberg . .
—
15,25
—
—
Philipv Holjmann......
5
4,93
5,13
5,1
LlngloCont.-Guano.....
—
—
10,50
10,20
Badische Anilin........
Chemische Mayer Alapin . .
—
18,5 12
17,40
18,25
Goldschmidt..........
—
12,75
12,2
12,65
Griesheimer Electron .... Höchster Farbwerke...... .volwcrkohlung . . ......
15,25
16,1
’5
16,25
14,75
15,75
14,65
15,75
6
6.1
—
NütgerSwerke .........
—
■ 6
16,50
16,70
Scheideanstalt.........
—
14,75
—
—
All«. Elektrizitäts-Gesellschaft
Bergmann...........
Mainkraftwerke .......
—
8,05
12,75
8,10
12,75
8
12.60
——
8,50
—
—
Schuckcrt............
—
37
38,70
39,25
Siemens & Halske......
—
—
44,76
46
Adlerwerke Äleyer ......
2
1,95
2,1
2
Daimler Motoren. ......
—
2,55
2,75
2,8
Hehliaenstaedt .........
Megum.............
—
2,35
9,5
9,25
9,4
frankfurter Armatnre« . > . Konservenfabrik Braun . . .
—
0.6
1,25
1,5
1,3
—
11,75 1,3
1,3
1,3
Schuhfabrik Her; .....
3
3
2.6
Sichel.............
3,50
3,4
3,5
3,40
Zellstoff Waivhof.......
—
9
9
3,9
Zuckerfabrik Frankenthal . .
Zuckerfabrik Wagbäusel . . .
—
3,45
2,85
—
—
6. Oktbr.
7. Dtthr.
Report.
6. 1 7.
klmtlich, Geld I
Dotierung Brief
?lmtlich: Notieruu,
Geld
Brief
Nmst.-Rokt
182,59
163,41
162,99
163.81
voll
voll
Drss. i'lnlw.
20,175
20,275
20,10
20>0
voll
voll
Christiania.
69,65
59.95
19,8’.
60,15
voll
voll
Kopcubngrn
73,52
73,83
> ,32
13,68
voll
voll
Stockholm .
111,37
-,11,9 j
111,37
111,93
voll
voll
HelsingsorS. iktaliei!. . . London. . .
10,49
18,35
10,55
18,45
10,49
1LL7
10,55
18,37
18,475
voll voll
voll voll
18,635
18.475
13,685
voll
voll
Vkeuvork . .
4,1)
4,21
4,13
4,21
voll
voll
Poris. . . .
£1,99
22,11
11,99
J2.11
voll
voll
Schweij . .
80,40
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8 ,1-5
30,525
voll
voll
Svanten. . Wien in D.«
65,61
b5»89
65,61
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voll
voll
Oest. abgest
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voll
voll
Prag . . . .
Dndaprst. .
12,60
12,56
12,49
12,C5
voll
voll
9,44
5,46
5,44
5,46
voll
voll
Bueu^Lirej
1,525
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1,56
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voll
voll
Buloarirn
3,06
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3,065
3,085
voll
voll
Japan . . . Wo de I-an
1.676
1,685
1,675
1,685
voll
voll
0,47
t.48
0,475
0,48l
voll
voll
Belzrad . .
5,94
5.96
5,985
6,015
voll
voll
Lissabon . .
13,72
13,78
13,72
13.78
voll
voll
Geld
| Brief
Nepart. B/o
4,11
4,21
voll
20,10
20,20
■ voll
73,11
73,53
voll
18,65
18.77.
voll
21,93
2» 03
voll
162,84
U3.65
voll
18,2-
18,3-.
voll
59,85
60,15
voll
5,87
9,89
voll
—
—
voll
111,27
111,83
voll
80,30
f0,70
voll
55,485
55,765
voll
12,45
12,51
voll
5,39
5,40
voll
(gelb) 20,50 bls 21. Weizenmehl, inländ., Spezial 0 38 bls 39, Roggenmehl 37 bis 38, Weizeicktete 12,75 bis 12,90, Roggeickleie 12,50 bis 12,70 Mk. Tendenz unverändett.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 7. Okk. Der Gelreidemarkt war heute abgeschwächt. Die äleberfu.lle an vorgekauf- tem Material stehe in Ko-ntraist zu der Finanzkraft. Für Roggenmehl hält die Festigkeit weiter an. Vereinzelt hört man aus Rußland Offerten; ob schon Abschlüsse erfolgt find, bleibt abzuwarten. Mais tendierte im allgemeinen fester. Es wurden notiert für je 1003 Kilo: Weizen, märt. 241 bis 249. Roggen, märt. 246 bis 252, Gerste, märt. 230 bis 260, neue 210 bis 225, Hafer, märt. 189 bis 197, pomm. 178 bis 184, Raps 380 bis 385, Leinsaat 440 bis 450; für je 100 Kilo: Weizenmehl 35 bis 37,75, Roggenmehl 35 bis 37,75, Weizenkleie 14,75, Roggenkleie 13,25, Viktvriaerbsen 34 bis 38, kleine Erbsen 24 bis 27, Futtererbsen 19 bis 20, Peluschken 17 bis 19, Ackerbohnen 20 bis 22, Wicken 17 bis 18, Lupinen, blau 14 bis 15, gelb 16 bis 19, Serradttte. alt 15 bis 17, neu 20 bis 24, Rapskuchen 15,50 bis ISrSO, Leinkuchen 26 bis 26,50, Trockenschnitzel 11,20 bis 11,50, Tvrfmelasse 9,30 bis 9,50 Kartvffelflocken 19,50 bis 19,75.
Büchertisch.
* Auch Aerzte können Helden sein, Kämpfer für hohe Ziele, denen sie ihr eigenes 3ch, lhr Behagen, ihr persönliches Glück opfern, um eine wissenschaftliche Wahrheit zu finden, um die Menschen von einer furchtbaren Krankheit zu befreien. Ein solcher Held war 3gnaz Sernmelweis, der sich als Entdecker und Bekämpf er des furchtbaren Kindbetffiebers den Ehrennamen der Retter der Mütter errang. Sein Leben schildert Th. M a - lade, der Arzt und Dichter, in einem schönen Buche mit dem Titel Sernmelweis, Der R e 11 e r b e r Mütter (3. F. Lehmanns Verlag in München, geh. 2,40 Mk., geb. 3,60 Mk.). Sein Verfasser nennt das Buch den Roman eines ärztlichen Lebens, und er behandelt auch in der dem Roman eigenen künstlerischen Form den Lebensgang und die seelische Entwicklung fernes Helden. Das Buch behandelt einen wissenschaftlichen Stoff, eine der merkwürdigsten und für das Menschengeschlecht fruchtbarsten ärztlichen Entdeckungen. Er führt dabei, in der Dichtung vielleicht das erstemal, in öi: geheimsten, dem Laien sonst nerfcf)[offenen ©eianfengänge des ärztlichen Forschers, ohne deshalb unverständlich oder un- künstlettsch zu werden.
* Am 20. Oft. wird im Auftrage des Auswärtigen Amtes von Friedrich Stieve int Verlag der Deutschen Derlagsgesellschaft für Politil und Geschichte in Berlin eine neue vierbänüige A k t em publikativn zu r Vo rg e s ch i ch t e d es Wel t kriege s erscheinen. Die Publilatio t faßt unter deut Artikel „Der diplomatische Schriftwechsel 3 s w o l s 1 i s" das gesamte bisher rrrstchixs.e geheime Dttum:nt nmaterial der russischen Staatsarchive über di? Beziehungen zwi chen dem zaristischen Rußland und der fra-tzösischAt Republik von 1911 bis zum 30. 3uni 1914, d. h von Beginn der Botschaftettätigkeit 3swvlskis in Paris bis zum Morde von Serajewa zusammen. Sine besondere Bedeutung erhält das Werk dadurch daß über dieses Material hiitaus nicht weniger als 556 neue Dokumente darin erstmalig veröffentlicht werden, die das bisher bekannte Bild der f^nzösisch-russischeit Vvrtriegspotttik in eindrttcksvoller Weise abrunden. Zn diesen vier Aktenbänden schtteb der Herausgeber, Friedttch Stieve, unter dem Titel „3swol s ki und der Weltkrieg" <inen Ergänzungsband, der den Leser des Werkes an Hand der historischen Darstellung der fvcmtzvsisch-rulsischrn Beztehun?en durch das nthuftsreiche 'Aktenmoterialführc und die wiffenschaftlichen Ergebnisse, die sich daraus für die Entstehung des Weltkrieges herteiten lassen, veranschaulicht.
I--
(3n einem Teil der Qluflage wiederholt.) Endg'Mge Anerkennung Lswjet-Rntzlnnds durch Frankreichs
Paris, 7. Oft. Die beratende Korn» rnission für russische Angelegenheiten setzt ihren Mei,niitgsaustau’ch morgen fort. Soviel steht bereits fest, daß die Kommission dem „Matin" zufolge der Regierung die Anerkennung Sowjet-Rußlands Vorschlägen wird. Die Regierung und die Kommission beabsichtigen iiicht, an die Anerkennung Sowiet-2iuß-- lands fiitanzielle Bedingungen oder solch wirtschaftlicher Ratur zu knüpfen. Die frattzösische Regierung wird barum bitten, den Emigranten . von vereinzelten Ausnahnten abgesehen, die Rückkehr nach Rußland zu geftatten. Wahrscheinlich werden die Mächte der kleinen Entente sich dieser Bitte .Frankreichs an» schließen.
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