ür. 257 Zweiter Blatt
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Mittwoch. 8. Gttober 1924
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)
Lemberg
Lwow
Lwiw
II.
gerettet.
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nannte dieses Antrages ist den Frauen Gelegen» den Fragen, die die Entwicklung
daß die Luftschifsahrt bei solchem Wetter auch schwere Anforterungen an die Besatzung stellt und daß es nicht immer ein reines Vergnügen ist, Luftschiff zu sahren. Aber trotz des Sturmes zieht das Schiff, langsam rollend wie ein starles Seeschiff seine Bahn. Um 5.15 ist Friedrichshafen erreicht. Wer noch ist das Wetter zu schlecht zur Landung, deshalb geht es erst noch einmal auf den See und nach Konstanz. Erst um 6 30 nachm., und bei abflauendem Wind wird gelandet, und um 7 Uhr liegt das Schiff nach 33: ..stündiger glatt verlaufener Fahrt wohlgeborgen in seiner Halle. 3600 Kilometer, die Hälft« des Weges nach Amerika, hat es mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 106,5 Kilo- meter durchfahren, und bei der Besatzung und den 43 Fahr gasten Eindrücke hinterlassen, die wohl keiner vergibt. '
Das Schiff hat aus den fünf Probefahrten eine Gesamtfahrzeit von 2 Tagen 9 Stunden 3 Minuten zurückgelegt. Die bisher zurückgelegte Lust strecke beträgt 5094 Krlometer. Die Führten haben gezeigt, daß es allen Anforderungen gerecht wird und die Ueberführungssahrt nach Amerika wird zeigen, dab der Luftschiffbau mit ihm ein Verkehrsmittel geschaffen hat. das im Weltverkehr eine grobe Rolle zu spielen berufen ist.
als diesen Zahlen entspräche. Alle Behörden, alle repräsentativen Bautex sind in polnii chen Händen. Ukrainische Firmen Hilder sind seien. Ihre Theater, Caf^s, Gasth.iu er, Be eine hegen in Reben straften. Rur ihre Kirchen, im Stadtb.l.'e hervortrelend, bekunden, das) sie jedenfalls da sind und man gewinnt den Eindruck, in den Jahrhunderten völkischen Dttäubungs chlafeZ habe, was an Rationalbewuhtsein noch übrig irar, im Kirchlichen seine Sprache gefunden, und durch diesen Rückhalt gestärkt, sich in die Gegenwaitt
Wie immer aus einem Hause, wo das Schicksal feindliche Brüder zusammen $u wohnen zwingi, so scheidet man auch aus Lemberg, trotz dec Reize seiner Landschaft und trotz des höchst feselneen Kulburmosaiks seiner Geschichte und seiner Bauten dennoch beunruhigt und unter der RaHwirkung eines quälenden Mihllangs. Es ist klar, daß weder die — oft angefochtene — Lieberliefe- rung vergangener Jahrhunderte noch die zeitweilige Entscheidung der Waffen Polen einen sicheren Besihtitel in Lemberg haben ichaffen können. Andererseits führen die Proteste, de Demonstrationen, die Eingaben an alle internationalen Instanzen, ja auch die Attentate auf polnische Regierungsvertreter — tote soeben eins auf den Präsidenten Woj oio ch o ws ki, der zur Eröffnung der Lemberger Messe gekommen toar - führen Dauemuirruhen und Güterbrände, führt der ganze Auflchmrngs- und Verschwörungsappc»' tat die Ukrainer nicht zum Ziel. Bedeutet das nun etwa, das) sie verzichten, das) die Stürme auf die Festung ermatten fönnten? Das nie und nimmer. Dazu sitzen Hab und Begehren zu tief. Vielmehr bedeutet es, das) aus dem häuslichen Hader in diesem Wetterwinkel die Brandfackel aufflammen kann, dir det östlichen Rachbarn zum Eingriff hrrteiriefe, wobei die 2000 Kriegergräber auf dem Lh^zakow- Hügel freilich längst nicht d.e letzten wären
Wenn man, vom Ianowfelde aufstetgend im Flugzeug noch einmal auf die Stadt zurückschaut, scheinen sich rötliche Rebel zu dichten über Lwiw oder Lwow, über Lemberg.
heit gegeben, in ____ ,,
des Frauenturnens anaehen, selbständig Stellung zu nehmen. Es folgte ine Wahl des Vorstände« sowie die der stehenden technischen Beamten. Durch Zuruf wurden die alten Vorsitzenden, so als 1. Vorsitzender Professor Dr. B e r g e r - Berlin, wiedergewählt. Rach der Erledigung verschiedener anderer Anträge lud der Stadtv. Götte die Deutsche Turnerschaft ein, die Abhaltung des nächsten Deutschen Turnfestes nach Köln auszuschreiben. Sollten die Verhältnisse es nicht gestatten, das Fest in Köln durchzuführen, wird Dresden an seine Stelle treten. Für die
©traten, Dächer und Denkmäler bzw. Türme bracht hat, übertrifft alles, was wir bisher . sehen haben. Dafür ist das Wtttei jetzt aber auch strahlend geworden, und die geduldig harrenden Menschen werden durch mehrere Schleifen über allen Stadtteilen entschädigt. Ueber Wannsee. Potsdam, Luckenwalde geht es nach Dresden (11 45 norm.) und von dort aus zum Leidwesen ter Leipziger, direkt über Chemnitz, Plauen, H o f, am Fichtelgebirge entlang, in großer Höhe, ca 1400 Meter über dem Boden, nach Kulmbach und weiter über Bamberg, Erlangen, Fürth nach Augsburg, das um 3.50 Uhr überfahren wird. Mttlaufender Wind beschleunigt die Fahrt, so das; wir schon um 4.15 Uhr über Ulm sind und die Ulmer für die Enttäuschung entschädigen, daß wir auf der Südteutschlandsahn nicht über die Münsterstadt kamen, die damals alles zum festlichen Empfang vorbereitet hatte. Wetternachrichten von Friedrichshafen lauten nicht günstig, harter Westwind mit heftigen Regenböen cinpfängt das Schiff bei Annäherung in Friedrachshafen, und die Fahrgäste sehen nun,
Der ostgalizische Wetterwinkel. — Deutscher Kuliurdünger am San.
Von unserem Warschauer Sonderberichterstatter. Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.
Kaisersaal des De'r.c- schlösse?. Direktor R ö- mer vom Bayer,\V.i üurncrbunb hielt die zu Herzen gehende Festansprache, in der er aus die Aufgaben der D. T. in den Zeiten der Rot des deutschen Vaterlandes hinwies, und zur selbstlosen Hingabe in der Arbeit für die D. T. aufforderte. Der Antrag des Staatsministers a. D. D o m i - nicus sand in nachfolgender Fassung allgemeine Zustimmung: „Der Deutsche Turntag erhebt zum Zweck der dringend nötigen iörperlichen Ertüchtigung des Deutschen Voltes folgende Forderung an die Regierungen des Reiches und der Länder, sowie an die Verwaltung der einzelnen Gemeinden: 1. ®iunb’.age für die körperliche Ausbildung des Volkes ist der Turnunterricyt in den Schulen aller Art. 2. 3n die Schulpflicht ist eine allgemeine Verpflichtung zur Pflege der Leibesübungen bis zur Volljährigkeit einzufügen. Die Ausführung kann durch die Verbände erfolgen. 3. Born Reich ist in Verbindung mit den Ländern ein Spielplatzgeseh zu erlassen, wodurch die Schaffung genügender Uebungsflächen in allen Gemeinden sichergestellt ist. 4. Die Errichtung dieser Uebungsstätten (Turn- hallen, Spielplätze, Schwimmgelegenheiten) ist dadurch zu fördern, dast die Vereine von jeder einmaligen und laufenden Steuer für diese Uebungsstätten grundsätzlich befreit werden.
5. Als Träger der Turn- und Sportbewegung sind von den Ländern, sowie von jedem Stadt- und Landkreis Turnaufsichtsbeamte, und zwar möglichst in hauptamtlicher Eigenschaft einzustellen. In den Ländern sind alle diese Verwaltungsausgaben nach Möglichkeit in einem besonderen Landesamt für Leibesübungen zusammenzusassen.
Der Schlusttag des Deutschen Turntages stand im Zeichen wichtiger und für die Gestaltung des turnerischen Lebens für die nächsten Jahre bedeutungsvoller Entschließungen und Erörterungen. Ein Vortrag von Dr. Reuenberg (Mühlheim a. d. Ruhr) behandelte den neuen Geist in der Deutschen Turnerschaft. Besonders wertvoll erscheint ein Antrag, dast versuchsweise für den nächsten deutschen Turntag aus jedem Turnkreis auch eine Turnerin als vollberechtigte Vertreterin entsandt werden soll. Durch die An-
Wie Mir über Deutschland flogen Bon Kapitänleutnant H. C. Flemming. Führer des „Z. R. III" nach Amerika. (Rachdruck, auch auszugsweise, verbot-m.)
Turnen, Sport und Spiel.
18. Deutscher Tnrnertag.
3n Würzburg fand der 18. Deutsche Turnertag mit einer Teilnahme von 374 Abgeordneten aus 18 Turnkreisen statt.
Im Vordergrund des ersten Tages stand die Erledigung verschiedener technischer Anträge des Turnausschusses der D. T. über die Abhaltung der MeisterschaftskäinpfeimTurnenund Spielen. Die endgültige Erledigung, u. a. auch die Frage einer Fußballmeisterschaft der D. T., wurde dem Turnausschust übertragen. An- schließend an verschiedene andere Genehmigungen wurde auch der Schaffung eines L e i st u n g s ° buch es der D. T. stattgegeben. Der Bedeutung des Pressedienstes wurde durch Eingliederung eines Pressewartes der D.T. in den Hauptausschust Rechnung getragen. Gewählt wurde F. Wiedemann -Berlin. Rach der Erstattung des Geschäftsberichtes wurde auf Grund der Bestandserhebung vom 1. Januar 1924 eine Mitgliederzahl von fast 1,7 Millionen Turnern und Turnerinnen festgestellt. Der Vorstand der D. T. stellte den Antrag, vom Turntag die Ermächtigung zur selbständigen Entscheidung des Verhältnisses der D. T. zum Deutschen Reichsausschuh zu erhalten. Rach lebhafter Aussprache wurden in der Frage der reinlichen Scheidung vom Sport- dreiverband folgende Beschlüsse gefaßt.
1 Die Aufhebung der aahervrdent- l i ch e n M i t g l i e d s ch a s t von Mitgliedern des Sportdreiverbandes in der D. T. wurde beschlossen. Die Durchführung dieses Beschlusses soll unter Wahrung aller Rechte in den einzelnen Vereinen zum nächstmöglichen Termin erfolgen.
2 Bezüglich der Doppelmitglied- schäft wurde beschlossen, dast sie Einzelnen, aber nicht ganzen Abteilungen gestattet ist
3 Sie aktiv? D tttligu ig an Wettkämpfer und ähnlich n Veranstaltungen sowie die De.at .an n den Verwaltungsärn era des £rette? ban es ist een Verwaltungsämtern des Dreiverbandes i,t den Mitgliedern der D.T. verboten Allerdings kann in besonderen Fällen der Reichsausschuh die Erlaubnis dazu erteilen. Betreffs der Sperrfrist beim ilebertritt eines Mitgliedes des Sportdreiverbandes in die D. T. wurde beschlossen, keine Sperrfrist eintreten zu lassen. Bei wiederholtem ilebertritt wurde allerdings eine solche bis zu einem Jahr vorgesehen.
Qlm Vormittag des zwecken Tages versammelten sich die Abgeordneten zu einer Feierstunde im
D<rs drängte dann die ilf.niner Ostgaliziens ihrerseits in eine Stellung, die derjenigen der Polen in Rußland und Preußen glich. Opposition. Opposition war ihre Lvung: sie griff selbst zum politischen Mord, w?nn z B. der ukrainische Student Siczynski 1908 den polnischen Statthalter Andreas Pvtocki crlchoß Im Weft- kiieae wurde weiter gerungen. Al- man die ilhxrine in Rußland .entdeckte" belebten sich auch in Galizien die Hoffnungen. 2iach dem ^u'am- menbruch der Mittelmächte kam es zum Bur g e r- krieg Ukrainische Heeresteile der eherna'igen österreichischen Armee besetzte Lernte g, aber auch polnische Truppen sammelten sich her. Man hat damals tagelang in der Stadt, Wochen-. ja mit Llnierbrechungni, monakelarm u gekämpft: die Post, der Tötetet der beutle Messepark, lauter Schlachtfeider ile cral och Kugelsputen und auf dem Lemberger Srie.hvf auf Lhczakow allein für die polnischen Kampfer — 2070 Graber. Erst als die svgrnann.e Ha II e .- Armee von der französischen Front nach Polen transportiert wurde (Ostern 1919), trat da7 - ee - actoidjt der Zahl auf die p o l n i s che Seite und ganz Ostgalizien wurde unterworfen.
Die Ukrainer — das spürt man in Gern- bera - sind in der Tat ein unterworfenes Volk. Ein Doll, das ausbogehrt und aas seine I Stunde wartet. Sie sind, was ore Lage für fte verschlechtert, in ter Stadt Lemberg E t Im Lande ja, iN ter Stadt S ^Di?SMd^ ist eine polnische Außenbastion ini ukrainischen Lande; sie ist über dve Raffte volnifch. In die andere — die unoollstanteg^. SSälfte (46 Prozent» teilen sich
Sonstige". Für den fläch igen Betuche ater ^stt tes Harnische Element noch mehr zuruck.
Abhaltung des nächsten Deutschen Turne r t a g e s bewarben sich nicht weniger als sechs Städte, Chemnitz, Goslar, Bremen, Stettin, Wittenberg und Lüneburg. Die Wahl wird der Hauptausschuh der D.T. treffen. Rach der Aushändigung der Ehrenurkunden für die verdienten Mitglieder der D.T. sprach der Vertreter der Ausländsdeutschen herzliche Worte des Gemeinsam- keitsgesühls. Mit den Schluhworten des 1. Vorsitzenden Professor Dr. Derger, in denen er seiner Freude über den vorzüglichen Verlauf des 18. Deutschen Turnertages, der von dem einmütigen Wunsche getreuen Zusammenarbeitens im Sinne des alten Iahns getragen war, Ausdruck gab, fand die Tagung ihren Abschluß.
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Gießen und Wieseck in Leun und Marburg siegreich.
£ Am Sonntag wurden die letzten Spiele ter Vorrunde um die B e z i r k s m e i st e r s ch a f t des 3. Bezirks (9. Kreis) des Arbeiter- Turn° und Sportbundes ausgetragen. Da im letzten Iahve die Spieltätigkeit eine so starke wurde, mußte der Bezirk in zwei Gruppen, in Ost und West, geteilt werden. Beide Gruppen tragen unter sich den Gruppenmeister aus, welche dann zu einem Entscheidungsspiel um die Be- zirksmeisterschaft antreten. Jetzt nach Abschluß ter Vorrunde ist es möglich, den voraussichtlichen Verlauf vorauszusehen, und zwar werden aller Voraussicht nach Gießen und Wieseck den letzten Kampf cruszufechten haben. Veite Mannschaften führen in ihrer Gruppe und holten sich die notwendigen Punkte von außerhalb.
Gießen war mit zwei Mannschaften in Leun, wo die erste Mannschaft erwartungsgemäß mit einem äußerst spielstarken Gegner zu- sammentraf. Die anerkannte Durchschlagskraft des Gießener Srurmes zwang zwar den Leunern ein Ecken Verhältnis von 15:3 auf, im zählterren Ergebnis aber, in der Torzahl, teilten sich beide Vereine in die Punkte. Gießen spielte mit Ersah, bei Halbzeit stand baß äußerst interessante Treffen 1:1, bis 20 Minuten vor Schluß führte Leun 2:1 Hier konnte G ehen ausgleichen, das Spiel auf diesem Stande Hilten und sich somit den wertvollen einen Punkt retten. Die zweiten Mannschaften sahen die Gießener in überlegenem Spiel mit 5:0 und einem Ecken Verhältnis 6:2 als Sieger. Die 3. Mannschaft weilte in Großen- Linden, trat mit 2 Mann Ersatz an und mußte bei dem Ecken Verhältnis 8:5 für Gießen und einer Torzahl 3:2 für Gros)en-Lrnten diesen den Sieg über las s-en.
Wieseck traf sich mit ter 1. Mannschaft des Männerturnvereins Marburg auf dem Germaniaplah in Marburg. Dieser war in nicht einwandfreier Verfassung, ter am Vormittag nietergegangene starke Regen hatte den ohnehin lockeren Boten stark aufgeweicht, unter diesem Umstand litt das Spiel. Für beite Vereine ging es bei diesem Spiel um die Führung in ihrer Gruppe, so daß ohne weiteres eine scharfe Rote hin eingetragen tourte. Der Schiedsrichter, Steinbach- Wetzlar, gab sich alle Mähe, das Spiel in ter Hand zu halten. Beide Mannschaften Lieferten sich ein gleichwertiges Spiel Wieseck hätte eigentlich überlegen gewinnen müssen, d e Mannschaft axir aber sehr nervös. 3n ter 8 Minute ging Wieseck durch den Rechtsaußen in Führung, bei diesem Stande wurden die Seiten gewechselt. Kurz nach Wieter- anstoß glich Marburg aus. 10 Minuten später erhielt Wieseck einen Elfmeter zugesprochen, ter unhaltbar verwandelt tourte. 3n ter 26 2Iu- nute war Wieseck zum drittenmal erfolgreich Unmittelbar vor dem Abpfiff, gelang es Mar- bürg, sein zweites Tor zu erzielen: der' Rechtsaußen ftankte, ter Ball kam unmittelbar vor bag Tor ter nachsetzente Mittelstürmer druckte em.
sicht c» aus. a(S tOTtte taä TMter mit liefÄn»™ holten
des Schiffes verwehren. Der Luftsch fi Hafen Cta Ten ficht schwarz von Menschm aus^nd Atto- hupen und Hurra-Rufe öe^en die <^ute über das endliche Eintreffen des Schif.es- Div. glug zeuge in Paradestellung finb durch <r flr"" zur Untätigkeit verdammt. Em großer Postboik mit Fahrt berichten der mitfahrenden Presse Herren mit Bildern und Filmen wird mittels öalt- schirms abgeworfen, und dann gehc es auf ® r Derlin^u. Was Berlin an Menschen auf die
Für Mittwoch, 21. September, war die große Probefahrt, die G e n e r a l p r o b e f ür die lieber« führungssahrt an gesetzt ric Entwicklung ter Wetterlage war aber so ungünstig, daß die Fahrt noch um einen Tag verschob.n iveroen mußte Die im Lause des 24. eingehe.tden Wetterberichte ließen erwarten, daß am D o n n erstag, 25., mit einer entscheidenden Besserung zu rechnen sei Das lokale Wetier in Friedrichshafen war jedoch so schlecht, daß die meisten Beteiligten wohl nicht damit rechneten, daß di: Fahrt wirklich durchgeführt werden könnte. Am Morgen des 25. fegte em stürmischer Westwind über den Bodensee, und die Gedlild der für diese Fahrt vorgesehenen Fahrgäste wurde zunächst noch etwas auf die Probe gestellt. Rach zweistündig-sm Warten, das der Luftschiffer im Lauf? ter Jahre zieml'ch gelernt hat, Karte das Welter auf. ter Wind flaute stark ab, und so konnte das Schiff um 9 Ühr aufsteigen. Berge von Telegrammen und Driesen waren eingegangen, die alle die Bitte enthielten, daß das Schiff auf seiner Reise befummle Städte überfliegen solle. Zunächst tourte noch zu sanken telegraphischen Versuchen über dem See gekreuzt and um 10 Llhr die große Reise angetreten. 3n schneller Fahrt ging es über Sigmaringen, an ter Burg Hohenzollern vorbei über Tübingen, Pforzheim, Heidelberg nach Frankfurt a. M., das bereits um 3/J älhr erreicht wurde, lleberall die gleiche stürmische Begeisterung beim Erscheinen des Schiffes. Die Funkbeamten haben all? Hände voll zu tin, am all die Degrüßungstelegrainrne aufzanehmen, die I aßCT ^aren in all ten Menschenaltern die
dankenden Antworten abzugeben und tee vielen y f r ü x n c r geblieben? In der politischen Litera- Antworten nach dem'Standort des Schiffes zu fir fast völlig, und ci; neu er-
beantworten. Man merkt aus diesen, wie der machte ukrainische hat Müh?, die verschüttete Spur Weg des Schiffes dauernd verfolgt Altvorderen durch die Iah, Hunter.e natio-
wird, mid die Unruhe ter Städte, über die die Passivität toiedei: freizulegen Die Geschich e Reise geht, wächst mit ter Annäherung, jete Stadt Teimt ;a Ehr solche Rationen, denen es
will sich noch einmal vergewissern, ob das Schiss nid)t gG[ingcn wollte, eine politische Sontergestalk,
nun auch wirllich kommt e,n€ geschichtliche Persönlichkeit, mit einem Wort:
Heber Frankfurt werden die ersten Schlei- Cincn nationalen Staat hervorzubringe.i sen gefahren, die 2lbtourfpost wird abgewoilen bewahren. Diese Völker werten politischer
und inan sieht, wie die Menschen darauf za- Edvff, Untertanen, Provinzstämme, Schemel jur
stürzen, jeder will ter glückliche Finder fein. Von Herrscherthrone, auf denen fremde Po.entaten sich Franlfuit geht es in schneller Fahrt, die während niederlassen ... _.
ter ganzen Fahrt im Durchschnitt 110 Kilometer Sv ist es den llkrainern ergangen. Di? von pro Stunde beträgt, über Gießen- Kass e l Byzanz befruchtete Frühblüte ter Kiewer Run- Hildesheim nach Hannover, wieder wer- x^witsche währte nicht lang? Feudale Zersplitte- ten zwei große Schleifen gefahren und nun soll rung schwächte sie, ter Sartarenfturm fegt: sie es eigentlich nach Hamburg gehen, da ter tyameg. Im späteren Mittelalter wird danip man Besuch von Bremen wegen der verspäteten ^nn es nicht anders nennen: der Anschluß Abfahrt bereits abgesagt ist Wegen Besserung verpaßt. Als Polen, uniert mit Litauen, als ter Wetterlage und der günstigen Fahrt wird Mvskau und das Türkische Reich emporkoinmen, dieser Beschluß ater doch noch geändert und am wird die Rus, werten das fruchtbare Schwarz- 4 Mr Bremen passiert mit Kurs auf Hamb arg, erteland wie die weite Steppe, die Kirsten atze das kurz vor 5 Uhr nachmittags erreicht wird, tvie die Bvjarenherrschasten dieser neuen Mach.e Ganz Hamburg ist auf ten Deinen, and mehrere tvechselnte Beute. Sie werten eine un.-abige, un- Flugzeuge sind zar Begrüßung aufgesttegen gezügelte, witerspensttge Grenzmark, ater tech Letztere sind, wenn sie in angemessenem Abstand Mark, bald dieses, b.ild jenes Herrn. Em bleiben angenehme Mitreisende, nur wenn sie eigenesStaatsto:sen taucht nurw,?sataMorgana sich dem Schiff zu sehr nähern oder unter dem- <ntf, wie ein flüchtiges Zeltlager gebauter mn^ selben hmdurchfahren, werden sie unangenehm, mauerten Städten, wenn die ukrainischen ^vsrcken um so mehr, wenn fte nicht wissen, daß die unterhalb ter Stromschnellen des DnjÄ>r ihre 120 Meter langen Drähte der Funkenantenln „Z^poroger Sitsch" anlegen oder wenn ihre Het- ausgebracht sind. Aber es scheinen erfahrene mane Chmielnizkij, Dovoschenka und jenei" bckann Piloten zu sein, die uns begleiten, denn bei Dem tes^, des unglücklichen schwedischen Karl imgla<i= Hinweis auf die Antenne zeigen fte durch Aas- licher Duntesgenosse Mazeppa flüchtig und ohne heben ter S>anb, daß sie verstanden haben. Weiter Heuernten Gewinn für die eigene natimm-.e Sache geht ter Weg über die Rordmark nach Flens- bie osteuropäische Geschichte eingretfen bürg, ter Vaterstadt des Führers des Schiffes, Das neunzehnte Iahrhuntert sah das ufrai* Dr. Eckener, das bei eintretertter Dämmung „. Boll geteilt unter Rußland. Oester- erreicht wird. Ueberall flammen bengalische T^vä) unö Ungarn Heute haben noch mehr Feuer auf, die Sirenen ter tm Hafnr liegenden €.taat€n baran teil. Die Sowjetunion, die Danipfer heulen und vereinigen sich mit tem to.niflften3 eine formelle Sonderstellung ihres Pfeifen der Fabriksirenen. Rach einer großen ^^^imschen Duntesstaa-tts kennt; ferner Polen. Schleife geht es wieder südwärts nach Kiel. Rumänien und die Tschechoslowakei. In ter Kieler Bucht fragen Scheintoerseilignaie ratit)nafe5 Zentrum betrachten unö för
ter Kriegsschiffe nach eventuellen Wun- .ern Bteftukrainer (d. h die nicht zu Ruh- schen, und alte Kriegskameradei, senden Gruße gehören) vor allem eine Stadt, die Haupt- und Wünsche für weitere gute Fahrt. Um 7 -Uhr . Ostgaliziens: Lemberg. Wieterhttl ist Kiel erreicht. Die langen Licht^reihm ter ' [<ulhten fie cs in der Hand zu baten. Unter gewaltigen Holtenauer Kaiser-Wilhelm-Kanal- Oesterreich wurde revoluttonär (in den Vier-igern) Schleusen erinnern an manche Durchfahrt des parlamentarisch (bis zuletzt) um die Zwei- Kanals in Kriegs- und Friedenszeiten und wecken t . [u Galiziens cenn-gen. was admini- viele schöne (Si-innerungen. Bei völliger DuE- teteutet hätte: „Za San wa^ze, po San
teil geht es nun über Lübeck auf die Ost- , .. Bergetens Vergütens te'onters ie;t dor fee hinaus, bei klarer sichtiger Rach, sind die dolenklub im Reichsrat meist Regieiungsparle, Leuchtfeuer der teatschen und dänischen Küste gut -habsburgisch wurde, was ihm -eit ter so e auszumachen, and das Leuchtfeuer von Arkona galizischen Resolution" von 1868 die
(Rügen) ist lange ein guter Wegweiser. Um ^-v^zielle Lantesherrschaft, inne-e Derwal ung. 11 llhr wird B o r n h o l m pasßett mu Äurö Llnterricht. Polizei in West- to’. : _i-
auf Königsberg, aber leiter muß die^s Ziel in die Hand spielte, dazu den Posten
aufgegeben werden, die Entwicklung der Butter- Ministers für Galizien" und m-t .re-ug
läge in der östlichen Ostsee ist für die Fahrt ^lusnahmen denjenigen des in Lemberg reslliernn- nicht günstig, und so wird Königsberg von der kaiserlichen Statthalters dazu.
2lcnbmmg der Fahrt tenachrichtigt. Am guten ' - ■ — -
Willen bat es nicht gefolgt, und baß -r^gramm ter Stadt läßt erkennen, daß fte den guttiH Willen für die Fahrt genommen hat.
Im weiteren V-erlauf geht die Reift an ter ^ywedischen Küste bis H ei s in gb o rg Wn-auf.
ein kurzer Abstecher über dänisches Geoiet erfolgt. Die Fahrgäste, ermüdet von ten ^elen Eindrücken der Tagfahrt, haben lang.
lager gefunten, und so entgeht ihnen '^n groMen Lil te7 schönste Absck-nitt ter ganzen F.ch^ Am nachtdunllen Himmel die Sterne, da^. kalte Mond licht, das sich in ter öee toiterfpieg-lt und an Land die Tausende von Lichtenein Bild, d vielleicht noch reizvoller sttals die^a^ahrt ^es zu bieten vermag Mit ^^oO^Meter %ie dämmerung steigen toir auf 1630 .
Temperattir wird empfindlich falt, und als wir beim Ried ergehen durch d
Wolken stoßen, liegt die Küste ^m fahl.n Mvig licht. Um 6 Ute morgei^ stehen wir uver Swine münde und machen te«r diel^ten Beräucke über ter Ostsee. Dann geht es über S t c t t i n und Reust relitz nach Ber lt n, wo die Erwartung inzwischen auf den Hohepa


