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<rfrtben gemeinsam, betten haben dieselben Dünsche für die Gestaltung deS Sofien#: Es ist der ilrtrteb zum Wachsen undVorwärtSkom- m e n. Diese Erkenntnis sollte beiden zum Nutzen sein, den Unternehmern Veranlassung, den Ar- 'beitem Gerechtigkeit und Freiheit widerfahren zu lassen: Las allein entwickelt Arbeitsfreude, die der Wirtschaft zugute kommt, das macht wahre Familienkultur möglich und schafft steatsaufbauenbe und staatserhaltende Kräfte. Sv berühren sich Familie, Staat und Wirtschaft aufs innigste wechselseitig. Sie sind die ftdrfe Dreiheit des Daseins imb in dieser Dreiheit liegt eines Volkes Kraft.
Turnen, Sport und Spiel.
Frankfurter Fliegertage.
Frankfurt a. TR., 7. Sept. (WB.) Der heutige Frankfurter Fliegersvnntag, Ler erste nach dem Kriege, war vom herrlichsten Wetter begünstigt. Eime nach Laufenden zählende Menschenmenge wohnte den Schauflügen auf dem Flugplätze „Rebstock" bei Frankfurt bei. Alle Flieger haben Tüchtiges geleistet. Mele glückliche Gewinner von Freikarten haben cm Bord eines JunkerS - Verkehrsflugzeugs eine Heine Rundfahrt über Frankfurt mitgemacht. Besonderes Interesse erregten die Flüge des bekannten deutschen Jagdslie^rs Oberlt. a. D. übet, der auch besonders in der Verfolgung von kleinen ßuftSaHonS seine Geschicklichkeit zeigte, indem er mehrer^ von ihnen zur Strecke brachte. Zwei Dietrich - Gobiet - Doppeldecker, 1 Halberstädter Doppeldecker und 1 AlbatroS-Sporiemdecker zeigten ebenfalls erstaunliche Leistungen. Glänzeick» war auch die Leistung von B o t f ch - Darmstadt auf seinem Segelflugzeug mit Hilfsmotor, und, last not leaft, sei noch des verwegenen Fallschirm- abspringerS Bäumlers -München gedacht, der aus einer Höhe von mehreren hundert Metern absprang und immer wieder glücklich mit seinem Fallschirm landete. Soweit beftmnt, sind die beiden Flugtage ohne jeden ünftrll verlaufen.
Die deutsch« Doxmeisterschast im Schwergewicht.
DüiSburg, 7. Sept. (WTB.) 3n der Zwischenrunde um die deutsche Box - meisterschaft im Schwergewicht siegte auf der Rennbahn Mühlheim-Rafsels-- berg Hans Dreitensträter über Rudi Wagner in der ersten Runde.
Die Europa-Meisterschaft auf dem Motorrad.
Mailand, 7. Sept. (WSB.) Dem heutigen Rennen der Motorräder um die Europameisterschaft wohnte ein zahlreiches Publikum bei. 3n der Kategorie A (bis 250 ccm) beteiligten sich 20 Maschinen, in der Kategorie B (bis 350 ccm) 26. In der Kat^orie A wurde Elfter der Belgier Vangeer, der 200 km in 1 Stunde 58 Minuten 45 Sekunden zurücklegte, Zweiter Hoebel, Dritter Karner. In der Kategorie B wurde Erster Simpson, der 300 km in 2 Stunden 38 Minuten 21 Sekunden zurücklegte, Zweiter Mariani, Dritter Saetti. In der Kategorie C (bis 500 ccm), an der sich 23 Maschinen beteiligten, wurde Erster Mvn- tasti auf Guzzi, der 400 km in 3 Stunden 3 Minuten 3 Sekunden zurücklegte. Zweiter wurde Visivli auf Guzzi, Dritter Siinister aus Norton, Vierter Pean auf Pougeot.
Der Hessische Automobilklub veranstaltet, wie jedes Jahr, auch diesmal wieder bn Odenwald sein Krähbergrennen für Automobile und Motorräder. Zum ersten Male ist damit eine sogenarmte „Strahlenfahrt" (eine ganz neue, sehr interessante Art automobilsportlichen Wett- betßerbs) verbunden, für welche Ihre Erlaucht Frau Gräfin zu Erbach-Erbach einen Ehrenpreis gegeben hat. Die Ausschreibungen für das Nennen und die Etrahlenfahrt folgen demnächst. Die Veranstaltung findet anfangsOktober statt.
Städtische Anterstuhung der Turnvereine von Freiburg in Baden.
Auf Anregung des Stadtverordneten Gang«- 9»fer, 1. Vorsitzenden des Turnvereins „Jahn"- Freiburg, bewilligte der Bürgerausschuh anläßlich der Etatbeoatung den Betrag von 500—1000 Gold- nmrt an sämtliche Freiburger Turnvereine, auch der Freien Turnerschaft, zugunsten der Anschaf- fung und Ergänzung von Turngeräten. Sämtliche P^^eien hatten sich der Anregung angeschlossen. Der Redner hatte hervorgehoben, welche tatkräf- ttge Arbeit die Turnvereine der D. T für die Erziehung und Ertüchtigung der Jugend leisten. Beachtenswert sind auch die Erziehungsabende deS genannten Vereins. Sämtliche Schüler, Schülerinnen und Zöglinge erhalten außerhalb der Vereilte-Lehr- und -Bildungsabende gelegentliche wrze Vorträge über Hygiene des Körpers. Es ist erfreulich zu beobachten, wie die strengen Mah- rmngen auf fruchtbaren Boden fallen.
Oer Alte auf Topper.
Roman von HannS fron Zvbeltitz.
63. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Hart aneinander sind sie manchmal geraten, Dat^ und Sohn. Denn dem Stabskapttän galt der König immer noch als sein gnädiger KrieaS- terr, ben er nicht schelten liest. Auch nicht vom Herrn Vater. Er begehrte auf und verbat fich's und ein herbes Wort gab das andere, ünd Frau D«rte muhte dabei stehen und zusehen und hatte nichts als Tränen. Wieviel Tränen hotte sie doch weinen müssen, feit sie ihren Kaspar znm letzten Mal m den Armen gehalten, den lieben, lieben, ben jungen Helden ihres betrübten Mutterherzens I Ehedem war sie immer aufrecht und tapfer gewesen, auch in Trauer, Kummer und Ttot. Nun flössen ihr die Tränen auf das nette Herzensglück, das sie sich errungen, und verkümmerten es dah ihre Seele schrie und dast sie schier zerbrechen wollte.
In den letzten ApriltaMn war's, da kam einer vorgefahren, den man seit langer Zeit nicht in Topper gesehen Der Lasow war's, auf feinem Wurstwagen, und hinten drauf hockte die Botenfrau, die Majunte, mit ihrer Kiepe und griente vor Vergnügen, dast der Leichholzer sie unterwegs auf gelesen.
„Ja, Bruderherz, da bin ich. Comment cela va-t-il, mon cher? Muht doch mal selber zusehen."
Der Alte machte grohe Augen. „Ja, — wie schaust du denn aus?" Mnb halte nicht unrecht. Denn der Leichholzer war geschniegelt und gebügelt, im Leibnock nach der neuesten Mode, mit
Wirtschaft.
*ReichsbankauSweis vvm30. Aug. Wie der Ausweis der Rerchsbank vom 30. Aug. ergibt führten diesmal die Ultimo-Bedürfnisse zu einer stärkeren Kreditinanspruchnahme bei der Reichs bank. Die gesamte Kapitalanlage stieg tn der Berichtswoche um 148,4 auf 1 997,2 Trillionen Mark, und zwar vermehrten sich die Papiermarkkredite im Wechsel- und Lombardverkehr um 28,4 auf 823,6 Trillionen Mark, die Rentenmarkkredite um 120 auf 1097,2 Millionen Rentenmark. Die Summe Der rediskontierten Wechsel ging zum Mvnatsschluh etwas zurück, nämlich um 21,9 auf 206,7 Trillionen Mark. An Banknoten und Rentenbankscheinen zusanrmen wurden in der letzten Augustwoche 415,5 Trift. Mk. von der Reichsbant Min den Verkehr gegeben. Der Banknotenumlauf wuchs um 262,7 auf 1391,9 Trillionen Mark, der Rentenmarkumlauf um 152,8 auf 1865 Millionen Rentenmark. Den Abhebungen von Rentenmark entsprechend verminderten sich die ausgewiesenen Bestände der Bant an solchen Scheinen von 390,3 auf 237,5 Millionen Renten- mark. Den fremden Geldern wurden im ganzen 262,3 Trillionen Mark entzogen, so dast die Guthabenbestände auf 561,9 Trillionen Mark zurückgegangen sind. Der Goldbestand der Reichsbunk erhöhte sich weiter um 9,5 auf 516,5 Millionen Mirk. Die Scheide münzen bestände nahmen um 6,5 auf 19,5 Trillionen Ttarf ab.
' Die Aussichten auf Privatkre- Öite für Dentschland in Amerika. Aus Neuyvrk wird dem „Deutschen Handelsdienst" gemeldet: Die Wallstreet verhält sich den massenweise einkaufenden deutschen Kreditgesuchen gegenüber noch immer äußerst zurückhaltend. Die Bankiers warten die Erledigung der internationalen Anleihe ab, betonen aber, daß sie nach endgültiger Stabilisierung in Deutschkind gesunden Firmen gern Kredite gewähren wollen. Die bisher eingelaufenen Kreditgesuche aus Deutschland werden auf 1 Milliarde Dollar geschätzt.
* Metall werke Knvd t A.-G., Frankfurt a. M. Die G.-V. der zum Telbus-Konzern gehörenden Metaftwerke Knodt A.--G. trug den Saldo der Papiermarkbilanz auf daS AusgleichS- konto für die älmstellung vor. Die Gvldbilanz wurde genehmigt. Es verbleibt ein Ileberschuß des Vermögens über die Verbindlichkeiten von 526 639 Gm. unter Bildung eines gesetzlichen Reservefonds von 26 638 Gm. Das Grundkapital wurde auf 500 000 Gm. festgesetzt (die Ges. wurde 1920 mit 3 000 000 Mk. gegründet und hatte zuletzt 25 000 000 Pm Kapital). Jede Aktie von nvm. 1000 Mk. wird auf nvm. 20 Gm herabgesetzt. Die Kapitalerhöhung vom 16. April 1923 in Höhe von 10 000 000 wurde durchgeführt. Wie mitgeteilt wurde, sichere ein vorliegender reichlicher Auftragsbestand im laufenden Geschäftsjahr eine volle Beschäftigung des Betriebes.
Kunst und Wissenschaft.
Die größten Bibliotheken der Welt.
Eine Zusammenstellung der „Bibliotheken von 50 000 und mehr Bänden und ihre geographische Verteilung auf der Erde" hat der argentinische Gelehrte Dr. Enrique Sparn veröffentlicht und damit einen überaus interessanten -Ue6erMid über die Zentren des wissenschaftlichen Lebens geboten. Wie im „Börsenblatt für den deutschen Buchhandel" hervorgehoben wird, steht Deutschland in dieser ZusammMstellung unter den Völkern der Welt an zweiter Stelle. Die meisten Bibliotheken über 50 000 Bände besitzt Nordamerika. Aber Deutschland weist ein Viertel aller großen Bibliotheken Europas unb ein Viertel der gesamten Bücherschätze dieses Erdteils auf. Es besitzt mit 10,3 Millionen Bänden in seinen Iftriversrtätsbibliotheken fast ebensoviel Bände, wie die älrriversttätsbibliothe- ken von Englaick), Frankreich und Italien mit ihren 12 Millionen Bänden zusammen. Dabei fällt noch der Verlust der früher deutschen Bibliothek Straßburg, die mit ihren 1,2 Millionen Dänden die größte Universitätsbibliothek ber Welt ist, zugunsten Frankreichs in die Wagschale 3m ganzen besitzen die 160 größten deutschen Bibliotheken 2 9,5 Millionen Bände.
Buntes Allerlei.
denen ein schmaler Raum fteMejpt, üveretncmder-- liegen und so eine Mauer bilden. Verschiebbar, d. h. zu öffnen, find diese Wände allerdings nicht. Für Denttlattonszwecke befinden sich tn den oberen Gesimsen kleine Fenster. Das vofteinstromende Licht ist zugleich der beste Luftreiniger. Derarttge Glasbauten stellen sich etwa etn Drittel billiger als Ziegelbauten, soweit der Rohbau in Betracht kommt, auch soften sie viel feuersicherer als andere Gebäude fein. Nur verlangt das Glas eine häufigere Reinigung als die Fassade anderer Häuser.
Gegerbte Menschenhaut.
Nicht etwa ein Landes Produkt der Wilden Australiens — nein, europäischen Ursprungs ist dieses Leder, das weist und etwas fräf tiger ist als Handschuhleder. Die französische Revolution begünsttgte bekanntlich allerlei Handwerke. Der Nationalkonvent unterstützte einen Gerbermeifter in Meudon mit einer großen Summe, damit er die Haut der Guillotinierten kunstgerecht verarbeitete. Das geschah, und einzelne Führer der Revolution trugen Hosen aus diesem kostbaren Stoss. Kleinere „Stucke" wurden zu Bucheinbänden verwendet. Roch heute wird ein in Menschen ha ul gebundener Abdruck der Konstitution! von 1793 in der Pariser Bibliothek gezeigt.
England wird nüchtern.
Das soft nicht etwa voraussetzen, daß England eine mit Jdealisnrus belastete Nation war und dah sie nun durch schlechte Erfahrungen nüchtern geworden ist. Nicht in psychologischer Beziehung ist das Wort geraucht, eine solche Metamorphose braucht der glückliche Engländer nicht durchzumachen; aber seine Aerzte haben es verkündet, dah der Aftöhvlderbrauch von Jahr zu Jähr abnimmt, der Konsum pro Kopf der Bevölkerung ist während der letzten drei Dezennien auf fast ein Drittel zurückgegangen.
Schüsse in den Mond.
Mondfinsternisse, wie wir kürzlich eure erlebten haben primitiven Menschen stets großen Schrecken eingejagt. In der Türkei ist noch heute die Ansicht verbreitet, dast eine Mondfinsternis älnglück bedeutet, und man sucht sich gegen di- bösen Dämonen, die dann Macht getomnen, dadurch zu schützen, dast man in den Mond schießt. Wie aus Konstantinopel berichtet wird, sind bei der letzten Mondfinsternis verschiedene Personen in den Straßen durch Revolverschüsse getötet; worden, die von abergläubischen Türcken und Griechen abgefeuert wurden.
200 000 Dollar für Jackies Haare und Augen.
Jackie Coogan, der berühmteste Wunderknabe der Fvlmschauspielkunst, tritt mit fernen Eltern eine Reise nach Palästina an. Sein Vater, der ein vvrsichttger Mann ist und weih, dah Jackies Erfolg zum großen Teil in seinen Augen und Haaren liegt, hat ihn deswegen mit einer großen Summe versichert. Die Augen und Haare seines Jungen bewertete er mit 200 000 Dollar, und da feine Neuhorker Versicherungsgesellschaft auf ferne Pläne eingehen wollte, nahm er eine Pv- Ike bei Lloyds in London,' die Prämie kostet für die fünf Wochen, die die Reise dauert, gegen 4000 Dollar.
Das entfernteste Weltall.
Gine getoaltige Erweiterung unserer Vorstellungen vom Kosmos ist durch Beobachtungen des Harvard-Observatoriums geglückt. Die Astronomen entdeckten nämlich von dort aus ein neues Weltall, den entferntesten Gegenstand, der je von einem Menschenauge gesehen wurde. Das Licht braucht von dort eine Million Jahre, um Aur Erde zu gelangen. Das neue Weltall ist, wie in der „Umschau" berichtet wird, 6 Quintillionen Meilen weit. Es wurde zunächst vor einigen Jahren durch Photographien beobachtet, die einen ganz blassen Fleck am Firmament zeigten. Aber durch Ausnahmen mit dem 100-Zoll-Teleskop von Mount Wilson, dem größten der Welt, konnte fest- gestellt werden, daß es sich bei dieser Sternwolke wirklich um ein Weltall handelt. Es entspricht den Magelhaens-Wolken, schwachen Lichtflecken am südlichen Himmel, die zuerst von Magelhaens gesehen wurden und jetzt als ein großes Stern- system erkannt sind. Der Durchmesser des Kosmos, zu dem unser Weltall gehört, wurde bisher auf 350 000 Lichtjahre geschäht. Der weiteste Ausläufer der Llnendlichkeit, den der Menschengeist jetzt erfaßt hat, ist aber noch dreimal so weit.
lächelnd: „Toujours le meine, ce vieux. Em Klotz bleibst du, Bruderherz. Hütt' doch gedacht du würdest dich mit mir freuen, dah Lvlvtte mit ihrem märkischen Dickköpfchen der difsicult4 solch eine aimable Fournure gegeben.“
.., -Hab' dir ja gratuliert, Lasow. Nimm's, wie ich s sagte, und lah mich tn Ruh. Dein Lottchen »ber dve Qolotte oder die Frau Marqusse geht mich nichts an."
. Leichholser klappt sein DoSchen zu, steckt's em, zupft an den Spitzenjabots. „Bist nun mal em Wunderlicher, Zabeltitz. Da kommt man — ~ man kommt aus alter Freundschaft, macht fragen: wie geht's, wie st^cht's in Topper?" „Wozu fragen? Die Spatzen pfeisen's wohl von allen Kirchtürmen, wie's um uns steht."
Weit zurück lehnt sich der Lasow schlägt die Beme übereinander, streicht mit der'Hand über bte seidenen Strümpfe. „Wird jetzo alles besser, Bruder Seit unser erhabener großer Monarch siegreichen Frieden geschloffen."
Lacht der Alte: „Hallo! Linser erhabener gvoßer Monarch! Hast früher ganz andere Töne gehabt!
,r .»Mon Dieu, man saht andere Raison. Sollst bloß hören, wie sie im Reich von Friöervcus utucrgnus sprechen und gar 'm Paris. Da ist eine Mnnration für ihn, kaum zu glauben. An den Ringern formt ’ ich's dir aufääblen, und sie wür- £>e!} Pcht langen: für den großen Kriegskünstler und für den gewaltigen Taktiker und für sein ©ente uni für den Philosophen und für den Sreunö der Künste und Wissenschaften, für den Staatsmann und für den Financier, der noch
Bnchertisch.
— Die schöne Literatur. Kritische Monatsschrift, herausgegeben von Will Vesper, Verlag von Eduard Avenarius, Qripzig. Erne wesentliche und sehr begrüßens werte Eigenschaft dieser literarischen Zeitschrift ist die, dah sie es wagt, allgemein bestaunte Modeerscheirmngen auf ihren wahren Wert zurüctzuführen unb auf der andern Seite für Dichter einzutreten. deren Wort im Lärm des literarischen Alttags zwar nicht sehr laut klingt, aber doch verdiente, mehr gehört zu werden. Die vorliegende Nummer (8) besaht sich mtt einem Dichter der letzteren Art, Wols- gangGoetz. Man muh der „SchönenLiteratur" für
Häuser aus Glas.
Gebäude aus GlaS waren schon fett langem in einzelnen Städten Amerikas keine Seltenheit. Sie sind meistens in der Art des ersten und ältesten Baues dieser Art, des Londoner Krystallpalastes, aus vielen Tausenden kleiner Scheiben zusammengesetzt. Mit der Zeit ist man weiter gegangen und die Nationalbank in Des Moines, Iowa, errichtete als erstes -Unternehmen etn Gebäude, dessen Wände aus dicken Glasplatten bestehen, die be- sonbers für Bauzwecke geschmolzen und gewalzt werden. Das Gerippe des Gebäudes ist ausStaA- und Etsenschienen und Trägern aufgerichtet und derart konstruiert, daß je zwei Platten, zwischen
gestutztem Bart und pechrabenschwarzem Toupet.
„Man muh mitgehen mit der Zett, Bruder. Ich komm' direkttssime aus Paris."
_ PM der Gestrenge durch die Zahnlücken. „Hast wohl dein Lottchen besucht?"
„C'est ca —"
..Hoff', du hast der Sauberen die weihe Pelle ordentlich mit ungebrannter Asche gebeizt."
Der Leichholzer 'batte ein paar blitzende Sv- fttaires an den Fingern, die schob er hin und ber. „ Oho, mon Vieux . . . muh sehr hüten . . . ®u sprichst von der Marquise de Frahne, nee de Lasow . . . meiner lieben Tochter!"
3n der Herrenstube sahen sie, um den run= öen Tisch, sich schräg gegenüber. Der Leichholzer hatte ein goldenes Döschen herausgezogen, schob eS dem Alten zu, und als der den Kopf schüttette, sing er selber an zu naschen, Fondants und Pralines. Kaute und sah auch nicht auf, während er ba« sagte: „Marqusse de Frahne, n6e de Lasow."
„So — so!" gibt der Zabeltitz zurück mit einem Spottlachen. „Also da muh ich gratulieren. §at der welsche Schuft sie doch ehrlich gemacht. Was man so nennt."
"Hör', du, hüt' dich, so desPÄtterlich zu sprechen. Lvlvtte hat sich nichts vergeben, und mein
' G-ndn- der Marquis, ist ein Kavalier, Iletzt hoch m Gnaden zu Versailles."
"_V)eiht, ßafoto, wär' mir schon lieber, du nennst ihren Namen hier nicht, hier im Hause. Mann ft mir mit Vendve und sv überhaupt zehn Schritt vom Leibe bleiben."
©tetft der Leichholzer mtt spitzen Fingern, sehr oSJ™ -ft" Stückchen Kandier les zwischen die Zühne, ist gar nicht sonderlich aufgebracht, sagt
foftye P^osfruverarvert sehr ZxndBar feto, $mnäk dies Streben nach Erfassung und Verbreitung des Wesentlichen durch arte Teile der Zeitschrift geht, die sich bamit zu einem literarischen Wegweiser erster Ordnung macht.
— Johannes Hofsner O du Heimat f l u r! Engelhorns RomanbibliOthel. Brosch 075 G.-M., in Ganzleinen 1,25 G.-M. — Dieser Roman ist ein Heimatbuch im besten Sinne des Wortes. Die urgewaltige gesunde Kraft der heimatlichen Erde ihr würziger, erfrischender, belebender Duft weht durch di'ffes 'Buch. Es er^htt von dem Leben auf einem pommerschen Gutshof, von dem Ringen eines jungen Weibes um die Erhaltung des väterlichen Erbes. Dve Gestalten sind klar erfaßt und mtt überaus sicheren Strichen gezeichnet.
— Der Sonn' entgegen! (Ein Leitfaden für Wanderungen) betitelt sich ein Keines Werkchen, das Erich Daberowstt) im Verlag von Wilh. Stolls u ß, Bonn (Rhein) soeben heoauS- bringt (1,50 ML) Sieben einer allgemeinen Liebersicht übet das Wandern und die Entwicklung der Wanderbewegung in Deutschland und das Jugendwandern geht der Verfasser besonders auf alle Fragen ein, vor die der mtt dem Wandern nicht genügend Vertraute geftedt wird. Frisch und flott geschrieben, versteht es der Verfasser, die Wege aufzuzeigen, die einzuschlsgey. ftob.
— Der Adlerflug über den Rhein und den Aequatvr. Von Karl Larsen. Autorisierte ftlebersehung aus dem Dämschen. Verlag von Weimar Hvbbing, Bersin Sw, 61. 3,60 Mk. Larsen schildert in glänzender Form, wie Frankreich seit 1870 in ununterbrochener Arbeit den Krieg gegen uns gerüstet hat, nicht um Eksaß-Lothringen, sondern um den Rhein zu gewinnen und von der wirtschaftllchen und mtth tärischen Operationsbasis des Rheins and ein zerstörtes Deutschland zu beherrschen. Larsen belegt seine Schilderung in geschlossener Reihensvtge mit unanfechtbaren dvkurnentarischen Aeusierungen, die in ihrem Zusammenklang von überwältigender Wirkung sind. Die Gefahr für die Zivilssatton, die Frankreich skrupellos durch die Milftarisierung seiner schwarzen und braunen Horden herauf- beschworen hat, wird besonders gewürdigt.
(In einem Teil der Auflage wiederholt.)
Wi!d-Weft am Rhein.
Ludwigshafen, 6. Sept. (WTB.) In der letzten Nacht gegen 11 Llhr sind z wei betru nfene Zivilisten in der DiSmarck- ftra&c mit marokkanischen Soldaten tn einen Wortwechsel geraten, in dessen Verlaus einer der Soldaten durch einen Schuß in den Rücken sofort getötet und der andere schwer verletz t wurde. Nach dieser Tat begaben sich die Betrunkenen in eine in der Kaiser-Wilhelm-Str. gelegene Wirtschaft und fingen dort mit den anwesenden Gästen neuerdings Strett an. Während der Auseinandersetzung erhielt der 42jäh- rige Heizer Karl Fels, Vater von sechs Kindern, einen Druft stich, an dessen Folgen er tot zusammenbrach. Die durch die Polizei sofort vorgenommenen Nachforschungen führten zur Festnahme der Täter. Es handelt sich um drei schwer mit Zuchthaus vorbestrafte Elemente.
Eine ganze Familie das Opfer eines Ranbüberf^lles.
Rom, 6. Sept. (WTB.) In Amando- f a r a bei Cacanacaro wurde eine ganze sechs Personen bestehende Familie tot auf» ?esunden. Der Tod kann bereite vor 8 bis 0 Tagen erfolgt fern. Man glaubt an einen Raubüberfa ll.
Geschäftliches.
— Als mittlere Düngung für Kar» toffeln kann man 400 kg Kalisalz (40 Proz.), 200 kg Superphvsphat, Thomasmehl oder Rye- naniaphosphat und 300 kg schwefelsaures Ammoniak ansehen. Eine solche Düngung kostet jetzt genau wie vor dem Kriege ungefähr soviel wie 30 bis 35 dz Kartoffeln. — Prof. Wagner- Darmstadt hat fest gestellt, daß man unter durchschnittlichen Verhältnissen durch eine solche Düngung mit einem Mehrertrag von 67 dz Kartoffeln pro ha rechnen kann. Der Anteil der Kalssalze an dem durch Volldüngung bewirkten Mehrertrag beträgt nach Prof. Wagner 28 dz Kartoffeln. Die Kunstdüngeranwendung zu Kartoffeln ist auch noch heute als sehr gewinnbringend zu bezeichnen.
8
die beste JCilteArr
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111! IMI1 hilft best. Narlrsprridel Virttrche« 1$.
Geld im Deutel gehabt, als sie alle ruiniert, und für . .
»Hör' auf, Lasow! Will nichts hören, was die windigen Welschen reden. Will nichts hören von ihm — verstehst du! Der Gram frißt mir sv schon das Herz ab!"
War auf gestanden, der Alte, ging mit seinen schweren, wuchtenden Schritten im Zimmer auf und ab, daß die Dielen knarrten. Blieb dann doch wieder vor dem Leichholzer stehen, hochrot im Gesicht, sprach weiter: „Ja, unter des hvch-- feligen Herrn Vaters Regiment, da konnte man leben. Regierte mit dem Krückstock, war saugrob, hielt aber auf Ruh' und sorgte. War ein guter Landes Vater, hörte den geringsten seiner lllnter- tanen. Der hat wohl gewußt, warum er den Herrn Filius so hart anfahte, damals in Küftrm, als wir alle voll schwachmütigen Mitleids gewesen. Aber der Sohn, dein glorreicher Sieger, der Dataifteur, im Dreck läßt er uns verkommen!"
Steht der Leichholzer auf, wirft sich in die Brust: „Sollst dich was schämen. Zabeltitz! So spricht man nicht von des Königs Majestät."
. „Ich red', wie mir der Schnabel gewachsen. Din ein Edelmann, so gut wie er. Sollt' mich genieren, etwa vor dir? Häng's doch an die große Glocke. Er kann mich ja nach Spandau in ie Karre schicken. Ist mir aftens eilteI“
Sagt der Lasow: „Eigentlich svfti' ich mm gehen. Hätt's wohl schon früher tun sollen. Denn mit dir altem QTarren ist nicht vernünftig zu parlieren. Das braust immer gleich auf wie der Din de Champagne..." M 7 1
(Fortsetzung folgt.)
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Aars, der oc ichulda^erl Arisd^ck fims deutscher SA Amisterpraslde sandten angew sprach mit dem i a b«i A^ierung eme Opposition Berlin über er Aotenübevgabe t Angelegechcil tt Dege in Gute e seine Mge W tro er M 2l Marneschlacht ' Schärfe auf das himlbergezogen. in Gens angefid und es sollte m nicht auch dort ter Welt ennä Deutschlend anc gerade gege' russplan g< pruttion des C gerie scheint , schlechte Sind: riot, sondern Oeffentlichkeit
Damit ist. großen 6taa leien und Dost Vas irenige 6tat sich hätten ausntc Die Bombe pW in Urlaub gega- 15. Ottoter ter (fmterafimg ist Mksvertreter 1 Mitglieder des mengetzommelt das Äumpfiab^ tagte, kam vhm den Entschluß f. irigen getniffet w Gens, als d und Frankreichs Gerüchte twn c deutschen Schuld wen. um die All Dedisionspläne wieder wurden, daß Dr. Darr i und Macdvnald Hobe. Letzteres, deutscher amtlich 'st M. dah der w' Dacdouald i briete. Ech er S'?”9’ Pu we Wit die C ™e- lag und li y Wüsche L Frankreichs g»- Sä’ ®n$tt ^reinerE
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