Ausgabe 
8.7.1924
 
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t Tage) die zu vier­teljährlichen Anmeldungen Verpflich­teten zahlen hiervon nur ein Drittel.

^Vorläufige Kreisgewerbesteuer.

Am 10. Juli: 10 Prozent der Einkommen­steuer- bzw. KörperschaftSsteuervorauS-

! Zahlung (Schvnfrist 7 Tage).

Vorläufige Provinzialgewerbesteuer.

Dm 10. Juli: 5 Prozent der Einkom­mensteuer- bzw. KörperschastSsteuervor- äuSzahlung (Schvnfrist 7 Tage).

Sämtliche Zahlungen Haden bei den zu- ,ständigen.Staatssteuerhebestellen zu erfolgen. , ,,

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag. ReichSw^rwollwoche 6 Hhr Anlagenk)nzert am Theaterplatz. Radierkunstcrusstellung im Kunst- wissenschastlichen Institut: 57 Hf>r. Ruder- Gesellschaft Gießen, 8.30 Htyr, Bootshaus: Gene­ralversammlung. Gewerkschastsdund dec Ange­stellten. 8.30 Ähr, Hotel Hopfeld: MonatSver- sammlung. Rundfunkhaus, Löberstraße 12: Musikabend. Lichtspielhaus:Der Rummel­platz deS Lebens." Astoria-Lichtspiele: »Da­vas Dulba". Palastltchtspiele: »Sonnabend nacht". | j

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Falsche Regiefranken auf dem Frankfurter Haupt bahn hvf. Der Fvan'- furter Polizeipräsident macht darauf aufmerksam, bah seit einiger Zeit bisher noch unbekannte junge Leute im Frankfurter Hauptbahnhof ihr Hnwesen itveiben, indem sie den nach dem besetzten Gebiet Reisenden Regiefranken anbieten, die gefälscht sind. Es wird vor solchen Ankäufen gewarnt und darauf hingewiesen, daß es tunlich erscheint, die Hmwechslung deutschen Geldes in ausländische Währung Mr an dem dafür be­stimmten Wechselschalter im Frankfurter Haupt- vahnhvf vvrzunehmen.

Das dritte Anlagenkvnzert un­serer Reichswehrkapelle unter der Lei­tung des Obermusikmeisters L ö b e r findet mor­gen. Mittwoch, nachmittag 6 Hfjr in der Nord- an läge statt. Musikfolge: 1. Armee­marsch II, 207 Bombardonmarsch aus der Oper »Das goldene Kreuz", 3. Brühl. 2. Ouvertüre ftur OperDie schöne Galathea", F. v. Suppe. 0. Eriksgang und Krönungsmarsch aus der Oper Die Folkunger", E. Kretschmar. 4. Ein Immor­tellenkranz auf das Grab Lorhings Fantasie, A. Rosenkranz. 5. Armeemarsch II, 199 Lumby- Marsch. C. Walther.

eu. Das HoherodSkopffest des B. H. C. am Sonntag war gut besucht. Das jgute Wetter erlaubte ein Lagern im Freien, und so war überall ein buntbewegtes Treiben von solchen, die mit Abkochen beschäftigt waren, von anderen, die sich nach. dem mehr oder 4,-niger Langen Anmarsch ausrühten, von weiteren, die zur Zupfgeige "herrliche Volks- und Wander­lieder ''angen. Die Geltung des Festes hattL der Zweigverein Lauterbach übernommen und rt durÄ^ührt. V.H.C.-Druder Finger, der Vorsitzende des Zweigvereins Lauterbach, hielt die Festrede, wies mit überzeugenden Worten auf den Wert des Wanderns hin und forderte, jederzeit die Ideale des V. H. C. hoch zu halten und zu verwirklichen. An Stelle des erkrantteni 1. Vorsitzenden des V. H. C. begrüßte V.-H. C- Druder Link die zahlreich Erschienenen, darunter auch den Vorsitzenden der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine, Professor Kissinger- Darmstadt. Als nachahmenswertes Beispiel wurde der Zweigverein Schlüchtern hinge­stellt, der mit 112 Mitgliedern, trotz sehr schlechter Bahnverbindung erschienen war. Besonders bei­fällig wurden die Degrützungsverse vomHan­nes", dem Verfasser vonMei Owephesse", aus­genommen. der mit treffenden Worten Einfach- Die Darbietung eines Reigens' durch den Zweigverein Schlüchtern und der Vortrag heit, Schlichtheit, Natürlichkeit und Ernrgkert pries, zweier Lieder des Gemischten Ehors desselben Zweigvereins, sowie Reigen- und Volks­tanzaufführungen des Zweigvereins Lauterbach gaben einen Einblick in den Geist, der in den Zweigvereinen ^herrscht. Bedauerlich war, daß der größte Teil der Zweigvereine schon am frühen Rachmittag infolge der sehr ungünstigen Zugverbindungen den Heimweg an- treten mußte. Wenn so oft darauf hingewiesen wird, dah zur Förderung der Jugendbewegung alles getan werben muß, so wäre es aber auch auch unbedingt nötig, daß die Abendzüge an die DvgelSbergzüge bessere Verbindungen erhielten

und nicht unterwegs Aufenthalte von 23 Qttn» den voäämen.

Der 44. Stenographentag deS Hess. -Nassauisch DerbandesGabels- bergerscher Stenographen am SamS- tag und Sonntag in Offenbach gestaltete sich zu einer machtvollen Kunk«ebung für die Kurz­schrift. Tausende von Anhängern der Gabels- bergerschen Stenographie waren nach, Offenbach geeilt. Die Zähl der Mitglieder des Verbandes ist seit dem letzten Verbandstaa von 15 000 auf 20 000 gestiegen. Im Gmetkahaus fand der eigentliche Festakt statt, denn mit der Tagung feierte auch der Offenbacher Stenographenverein Gabelsberger fein 50. Stiftungsfest. Der Festred­ner, Regierungsrat Dr. Müller aus Braun­schweig, ein geborener Oberhesse, der auch Ehren­mitglied des Offenbacher Vereins ist, sprach über Stenographie und Kultur" und gab bekannt, daß nun auch die Braunschweiger Regierung am Freitag verfügt habe, daß die Gabelsbergersche Stenographie in den höheren Schulen als wahl­freies Fach einzuführen sei, nachdem sie bereits in den Volksschulen als Pflichtfach vorgeschrie­ben wäre. An dem mit der Tagung verbun­denen Wettschreiben beteiligten sich 1336 Per­sonen in den Abtellungen 100320 Silben. Es konnten 1233 Wettschreiber ausgezeichnet wer­den. Don den Preisen fielen folgende nach Gie­ßen und Hmgegend: 220 Silben: Karl Röhm, G. G., 1. Preis: 200 Silben: Georg Wähl, (8111 Dingel, G. G., 1. Preise: 180 Silben: Lina Wahl, G. D., 1. und Ehrenpreis: 160 Silben: Heinrich Ganß, G. G. 1. und Ehrenpreis. Therese Schmall, G. D., 1. Preis: 140 Silben: Ottilie Tresen, Anni Storto. Heinz Schneider. G. G., Heinrich Konrad, G. V., 1. Preise, Wilhelm Dauer, Schot­ten, 3. Preis, Adolf Diehl, Schotten, lobende Erwähnung: 120 Silben: Anni Sommer, G. G., 1. und Ehrenpreis, Heinrich Gras, Heinrich Ioedt, Johanna Flamme, Karl Pfeil. G. G., Karl List, G. V., Emilie Voß. Else Ebert, G. D., Wilhelm Jung, Großen-Linden, 1. Preise, Erna Eckart, G. D., 2. Preis: 100 Silben: Lucie Melcher, G. D. 1. und Ehrenpreis, Erna Fuchs, Toni Schlehenbecker, Frieda Karnbach, Marie Ritz, Dora Nickel, Adolf Schmitz, Minna Gün­ther, Heinrich Mircke, Otto Wahl, G. G., Willi Gofselmeher, G. V., Hilde Volkmann, G. D., 1. Preise, Klara Müller, Erna Wolf, Bruno Schneider, Marie Breuer, G. ©., Hilde Noll, G. D., 2. Preise. Martha Müller. G. D. 3. Preis. (Es bedeuten: G. G. = Gießen, Gesellschaft. G. D. = Gießen. Damenverein, G. V. ----- Gießen, Verein.)

Landkreis Gießen.

Dg. Großen-Buseck, 6. Juli Der hiesige RadfahrervereinEdelweiß" ver­anstaltete heute ein Rennen, an dem sich ein­schließlich der auswärtigen Vereine 23 Renn­fahrer beteiligten. Die ^.-Klasse fuhr über ©rün» berg. Lich, Butzbach, Gießen, die 6-Klasse über Grünberg, die Rabenau, Gießen mit dem Ziel Großen-Buseck. Der hiesige, mehrfach mit dem ersten Preis ausgezeichnete Fahrer Max Jakob errang in der ^.-Klasse den 3. Preis.

Kreis Friedberg.

sf. Friedberg. 6. Juli. Das von dem Wetterauer Retterverein veranstaltet« Reit-und Fahrturnier gestaltete sich auch in diesem Jahre zu einem sportlichen Ereignisse ersten Ranges. Mne tausendköpfige Menge aus Stadt und Land hatte sich auf dem Sportplätze, der städtischen Seewiese, zusammengefunden: die Sitzplätze waren schon im Vorverkäufe ausver- kauft, hunderte von Fuhrwerken, vom eleganten Landauer bis zum einfachen Landwägelchen und natürlich auch eine Anzahl Autos waren auf dem Wagenplatze aufgefahren. Besonderes In­teresse erregten vor allem die nicht nur sportlichen, sondern auch praktischen Zwecken dienenden Num­mern, wie ja auch das Ziel und die Arbeit des Vereins hauptsächlich der Hebung der Pferdezucht dienen soll. Mit Befriedigung kann man fest­stellen, welch herrliches Pferdematerial, trotz aller Schwere der Zeit, doch noch in unserer Gegend vorhanden ist. Bei der Eignungsprüfung für Reit­pferde erhielten Gebr. Schwan-Gießen den 2. und Wilh. Löber-Giehen den 3. Ehren­preis, bei Nr. 2, Arbeitsgespanne im Oekonomie- wagen, E. Dieler-Gteßen den 1. und 2. Preis, bei Nr. 3, Leichtes Jagdspringen, Ma- schinen-Gewehr-Komp. 4/15 Gießen (Reiter Lt. Gebb) den 2. Preis: bei Eignungs­prüfung für Wagenpferde Gebr. Schwan- Gießen öen 2. Preis: bei Gruppenspringen Maschinen-Gewehr-Kvmp. 4/15 Gie­ßen (Reiter Ob.-Lt. Hofmann und ® eng- nagel) den 3. Preis, bei Nr. 10, Großes Jagd­springen, Maschinen-Ge Wehr-Komp. 4/15 Gießen (R. Gengnagel) den 2. Preis. Wenn auch einige Stürze vorkamen, so verlief das ganze Rennen doch ohne jeden ernsten Unfall.

Starkenburg und Rheinhessen.

fpd. Neu -Isenburg, 7. Juli. Bei der am Sonntag vvrgenommenen Wahl eines Bürgermeisters erhielt der svzialisti- sche Kandidat 2120, der demokratische, von den Bürgerlichen gemeinsam aufgestellte Kandidat Arnould 2820, und der kommu­nistische Kandidat 1072 Stimmen. Es muß zwischen dem sozialistischen und dem bürger­lichen Kandidaten Stichwahl stattfinden.

Kessen-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M., 7. Juli. Wah­rend in den oberenNäumen eines Hauses der Hhlandstrahe eine Hochzeit gefeiert wurde, drangen Diebe in die im Erd­geschoß liegenden Räume ein und stah- l e n aus diesen bedeutende Mengen sehr wert­voller Silbersachen und eine goldene Handtasche. Einige Stunden später wurden aber die Einbrecher, als sie die Beute im Ost­park verteilten, von einer Polizeistteife überrascht. Einer der Diebe wurde mit einem Teil der Silbersachen festgengenvmmen, der andere entkam. Doch auch diesen ereilte bald das Schicksal. In H a n a u wurde er von der dortigen Polizei verhaftet. Seinen Antell an der Diebesbeute will er jedoch fortgewvrfen haben.

Diez, (Lahn), 7. Juli. (Priv.-Tel.) In dem Kaliwerk von Schneider u. Schiffer bei Diez a. d. Lahn stürzte eine aus Marmorstei­nen lose aufgebaute Mauer zusammen und begrub vier Arbeiter unter sich. Ein Ar­beiter wurde getötet, die anderen wurden in hoffnungslosem Zustande ins Kran­kenhaus übergeführt.

Hessischer Landesfeuerwehrtag.

Vilbel, 7. Juli 1924.

'Unter starker Beteiligung aus ganz Hessen fand am Samstag und gestern der Hessische Landesfeuerwehrtag für 1924 hier statt. Die Tagung war ursprünglich für Mainz vorgesehen, konnte aber wegen der Einreise­schwierigkeiten dort nicht zustande kommen und wurde nun hierher verlegt, um damit zugleich das 50jährige Bestehen der Vilbeler Freiwilligen Feuerwehr zu feiern.

Am Samstag nachmittag fand die Sitzung des Landesausschusses mit den Ver­tretern der Freiwill. Feuerwehren Hessens statt. Der geschäftsführende Vor­sitzende, Branddirektor Müller- Offenbach, hieß in seiner Begrüßungsansprache besonders die Ver- treter der Provinzialdirektion, des Kreisamtes, den Vorsitzenden der Hest. Drandversicherungsanstalt, Geh. Regierungsrat v. Hahn, und den Vertteter von Vilbel, Bürgermeister Rechthien, will­kommen, ferner übermittelte er der Vilbeler Wehr zu ihrem 50jährigen Bestehen die Glückwünsche des Landesausschusses. Dem viel zu früh verstorbenen Provinzialdirektor Matthias widmete derRed- ner einen herzlichen Nachruf, die Versammlung ehrte den Entschlafenen in der üblichen Weise durch Erheben von den Sitzen. Begrüßungsansprachen hielten sodann Bürgermeister Rechthien und Geh. Regierungsrat v. Hahn. Aus den Ver­handlungen ist folgendes hervorzuheben: An Stelle des schon lange erkrankten ersten Vorsitzenden des Hess. Landesverbandes, Keller-Mainz, wurde Müller- Offenbach zum ersten Vorsitzenden ge­wählt und Keller- Mainz im Hinblick auf feine jahrzehntelange hervorragende Tätigkeit für die Feuerwehrsache zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Im Kreise Erbach hat sich ein Kreisverband fnetto. Feuerwehren gebildet, Freiw. Feuerwehren sind in Neckarhausen, Grvhzimmern, Alsheim, Nieder­flörsheim, Deisenheim gegründet worden. In Rheinhessen bestehen 40, in Oberhessen 37, in Starkenburg 53 freiwillige Feuerwehren. Damm- Friedberg erstattete Bericht über die Aachen- Münchener Hnterstühungskasse und über denDeut- schen Feuerwehrtag in München, worauf eine ein­gehende Besprechung über technische Fragen er­folgte. Zur Sicherstellung des Weiterbeflehens der »Hessischen Feuerwehrzeitung" werden die Kreise und ©emelnben verpflichtet, die Zeitung obltga- torisch zu halten. Heber die Aenderung der Satzungen des Verbandes entspann sich eine län­gere Aussprache: u. a. sollen nunmehr die Vor­sitzenden der Kreisverbände und der Provinzial­

verbände für die Folge für ihre Provsty 4 Mit­glieder in den Landesausschuß wählen. Für den nächsten Landesseuerwehrtag haben sich Dingen und Worms gemeldet. Da erst 1927 der Feuer­wehrtag wieder stattfindet, soll die Entscheidung gelegentlich eines Abgeordnetentages getroffen werden. Nach Erledigung einiger Personal- und technischen Angelegenheiten fand die Sitzung ihr Ende.

Am Abend bewegte sich ein großer Fackelzug durch die prächtig geschmückten Straßen der Stadt zum Feslplah, wo der Vorsitzende Müller- Ofsenbach der Vilbeler Wehr nochmals die Glück­wünsche des Landesverbandes zum 50jährige« Jubiläum aussprach und ihr als Iubiläumsge- schenk ein Bild überreichte. Bürgermeister Rech­thien überbrachte der Wehr mit den Glück­wünschen der Stadt einen goldenen Lorbeerkran-, die Feuerwehr Fechenheim stiftete einen Fahnen­nagel. Gesang, turnerische und sportliche Auf­führungen verschonten den Abend.

Sonntag vormittag fand vor dem Rathaus eine Aufstellung der Vilbeler Feuerwehr statt, rovran sich eine Geräte- und Fuß-Hebung anschloh. Nach dem Vorbeimarsch fand ein "Sranbangriff statt, wobei auch die Samariter-Kolonne Vilbel mit- wirkte. Alle Vorführungen verliefen nach der Kritik der Landesausschuhmitglieder fast durchweg befriedigend. Der Vertreter des Kreisamts ver­lieh sodann das Hessische Ehrenzeichen für 40- und 25jährige Dienstzeit an eine Anzahl Mit­glieder der Vilbeler Wehr. Es tourben dann noch von verschiedenen Firmen Loschversuche mit ver­schiedenen Feuecloschapparaten gezeigt und meh­rere Leitern, Spritzen und Motorspritzen in,Arbeit vorgeführt. \

Nachmittags bewegte sich ein Festzug, an dem 72 Vereine mit 22 Musikkapellen teil­nahmen, durch die Straßen der Stadt. Außer allen Gesang-, Krieger-, Sport- und Turnvereinen der Stadt beteiligten sich der Vogelsberger Hohen- club, Arbeiter-Samariter-Kolonne, Rauch-Klub Cuba", Bauernverein und der Polizei- und Schuhhundeverein, der seine Hunde mitführte, an dem Zuge. Die Fenster und Straßen waren mit Zuschauern dicht gedrängt gefüllt. Auf dem Fest- Platz begrüßte Bürgermeister R echt hien die Festteilnehmer und sprach den Feuerwehrleuten den Willkommengrrß der Stadt aus. Sodann überbrachten die Wehren Darmstadt, Friedberg, Gießen, Offenbach, Worms und zahll^iche an­dere durch ihre Vertreter der Dilbelet Wehr 'herzliche Glückwünsche. Auf dem Festplah ent­wickelte sich bald nun reger geselliger Betrieb, der noch gar lange anhielt.

Vermischtes.

Ein Auto vorn Zuge erfaßt und mitten durch­schnitten.

Kapellen (Kreis Grevenbroich), 7. Juli. (WTD.) Das Automobil des Fürsten Salm- Reifferscheidt-Dyck zu Schloß Dyck, in dem sich der Fürst, drei Damen und der Chauf­feur befanden, wurde, als es das Dahngleis der Strecke Neuß-Düren bei der Ortschaft Harff kreuzte, vom Zuge erfaßt und mitten durchschnitten. Die Schranken waren nicht geschlossen. Der Fürst und der Chauffeur warm auf der Stelle tot, die drei Damen wurden schwerverletzt ins Krankenhaus zu Düren ein* geliefert. Das Automobil wurde vollständig Zer­trümmert. Der Hnfall wurde dadurch herbeige­führt, daß an der Schranke, welche nicht an Ort und Stelle, sondern von einer anderen Stelle auS be­dient wird, derDrahtzerrissen war, so daß die Schranke nicht rechtzeitig geschlossen werden tonnte.

Schwere Anfälle bei einer Zuverlässigkeit--

I

Hamburg, 7. Juli. (WB.) Bei der ZU* verlässigkeitsfahrt, die der Lübecker Motorradklub am Sonntag von Lübeck über Dege- borgNeumünsterKiel veranstaltete, ereigneten sich mehrere schwereHnfälle. Der Motor­radhändler Steinbach aus Lübeck fuhr bei einer scharfen Kurve bet Fegetasche gegen einen Pfahl und war sofort t v t. Zwischen Travemünde und Lübeck erlitt ein Motorrad einen Gabelbruch Während der Führer leicht verletzt wurde, erlitt der Mitfahrer, der Sohn eines Dankdirettors au8 Schwartau, sehr schwere Verletzungen. In Neumünster fuhr eine Maschine, deren Führer die Gewalt über sein Rad verlor, i n e i n e M e n- schenmenge und verletzte sechs Per­sonen, davon vier so schwer, dah sie ins Kran­kenhaus gebracht werden mußten.

Zwei Familien auf offener Straße ermordet.

Kattvwih, 7. Juli. (WTD.) Wie die Kattowiher Zeitung" meldet, wurden auf der Chaussee SadowZielinien- wer jü­dische Familien ermordet urib beraubt

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Bekanntmachung.

3m Stadtbauamt liegen Verdingungs­unterlagen für Asphaltarbeiten offen. An­gebote auf Vordruck sind bis zum 14. Juli 1924, norm. 10 Uhr, abzugeben. 55058

Iuschlagsfrist 3 Wochen.

Gießen, den 5. Juli 1924.

Stadtbauamt. 3. V.: Grobe.______

Schafweideverpachtmig.

Freitag, den 11. Juli, form. 9 Ahr, sollen in der Wirtschaft des Gg. Sommer VI. zu Watzenborn die in der Gemarkung Schiffenberg gelegenen Wüstungen zur Schafweide öffentlich meistbietend ver­pachtet werden. Nähere Auskunft durch Herrn Forster Menges, Forsthaus Baum­garten und die unterzeichnete Stelle.

Gießen, 7. Juli 1924. 5514V

Oberförsterei Schiffenberg. Schneider. Achtung! Achtung!

kroße Sendung EiniuMWcn, ZohnnniSbeeren, Heidelbeeren, Soner- kirslhen und StaEelbeeren eingeiroffen Berkaus Mittwoch von 8 Ubr an an, Ielieukeller. 021611

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Wettkämpfe der Universität Gießen Mittwoch, 9. Juli, 4.30 nachm., auf dem Univerfitätr-Turn- und Spielplatz am Schützenhaus. M05d Eintritt 50 Pf., Schüler die Hälfte. Der alaö. Ausschuß s. Leibesübungen.

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15. Juli Beginn neuer Kurse.

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