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nach langem, schweren Leiden im 47. Lebens­jahr zu sich zu rufen.

In tiefer Trauer:

Frau Meta Keßler Wwe.

nebst Kinder.

Wetzlar, Gießen, Elberfeld, Weißenfels, Wies­baden, Lüdenscheid, Karlshafen, 5. März 1924.

Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. März vorn isrl. Friedhof in Wetzlar aus statt om37

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Herrn Georg Brück

Hessischer Gendarmerie-Oberwachtmeister

gestern nachmittag 23/< Uhr nach vier Monate langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, plötzlich durch einen Schlaganfall, 10 Tage vor seinem 60. Geburtstage, zu sich in die Ewigkeit abzurufen.

In tiefem Schmerz:

Margarete Brück geb. Walter

Willi Pfaff und Frau Maria geb. Brück Karl Brück und Frau Luise geb. Schadeck Heinrich Brück und Braut Rösi Erdmann Helmut Pfaff.

Lollar, Marburg a. d. Lahn, den 7. März 1924.

Die Beerdigung findet Sonntag den 9. März, nachmittags 31/* Uhr, vom Trauerhause aus statt 017935

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... Ulfa bei Nidda am 8. März nahm etnm überaus eindrucksvollen Verlaus. Die Zahl der auswärtigen Teilnehmer erreichte diesmal eine Hohe wie noch nie. Das ist ein Zeichen, dast diese Feiern in unseren Dörfern sich sehr rasch ein- ?ebürgert haben und als kirchliche Volks­este gewürdigt werden. Die reizend wiederher- gestellte illfaer Dorfkirche vermochte die grobe Zahl der Gottesdienstbesucher bei weitem nicht zu fassen, darum fand in einem benachbarten Saale ein Pavallelgottesdtenst statt. 3n diesem sprach Pfarrer K ö h l e r-Nidda, in jenem Pfar.er Georgi- Ermenrod. Zur besonderen Ehre ge­reichte es dec Tagung und dec Gemeinde Ulfa, dab der Hochwücdige Herr Prälat D. Dr. Diehl durch Anwesenheit und markiges Wort des Fest verschonte, sowohl im Gottesdienst, als in dea Festversammlung. Diese wurde nachmittags bet Gastwirt Döll abgrhalten. Pfarrer S e i m-Grafen sprach in au5g -.zeichneten, straff au gebauten, stellenweise poe.tsch schwungvollen Qhivfüi)rangen über die Bedeutung der kirchlich-reli­giösen Sitte. 2In der Besprechung beteilig en sich in gleicher Zahl Laien und Geistliche. Auss Ganze gelegen war die Tagung eine mächtige Kundgebung länd.ichen Kirchen ums, ein Bekennt­nis zu den Gütern des Evangeliums. Die von den Bewohnern dec Gemeinde Ulfa geübte Gast­freundschaft ging weit übec gewohnte May

Starkenburg und Rheiuheffen.

M a t n z. 6. März. (WTD.) 3n einer hie­sigen Fabrik wurde ein mit Lötarbeiten an einem leeren Benzinfah beschäftigter 22jäh- riger Arbeiter durch eine C x p l 0 s 10 n der in dem zur Vorsicht mit Wasser gefüllten Fasse noch vorhandenen Gase g e t ö te t. Bei Hochbauarbetten am städtischen Gas­werk wurde ein Arbeiter durch ein herab- fallendes Gerüst st ück erschlagen.

Heffcn-Naffau.

fpd. F r a n k f u r t a. M., 6. März. Wenn auch der König der Falschmünzer, D e r g ö l st, schon seit einigen Wochen festgenommen ist, so arbeiten seine Ge.reuen doch wacker weiter und fabrizieren vor allem die in groben Mengen umlaufenden gefälschten 10-Billionenscheine. Am Mittwoch g.-lang es bei Kriminalpolizei, drei der Falschmünzerbande in ihrer Werkstätte zu über­raschen und f e st z u n e h m e n. Cs handelt sich um einen Schuhmacher Fritz, dessen Schwieger­sohn Hermann P r a de und den als Falschmünzer schon schwer vor bestraf en Herrlin g. Das Trio kommt auch als Berbrntec dec Falschschnae In den Städten dem Umgebung in Frage.

J| Ma cburg. 5. März. 3n der gestrigen Stadtverordnetenfitzung legte Ot-ei- bürgermeister Tc 0 je den Haushaltungs- Voranschlag für 1924 vor. Dieser schließt ab in Ausgaben und Einnahmen mit 1,6 Mill. Gvld- mark. Das ist ungefähr der gleiche Betrag wie rwc 10 Zähren. Die Dedürfniszuschüsse füv die fradtischen Lehranstalten sind mit 290 000 Gold­mark, für die Fürsorge mit 90 000 Goldmark und für die Armenpflege mit 40 000 Goldmark be­rechnet. Für die letzteren rechnete man früher auf den Kopf der Bevölkerung 1 Mk., jetzt sind es 2 Mk. Dec Fehlbetrag, dec durch Steuern aufgebracht werden muh, beträgt rund 780 000 Goldmark. Bezüglich der neu zu wählenden Stadtverordneten wurde die Zahl auf 30 fest­gesetzt. ____________________

Schöffengericht.

Gießen, 4. März. Gin Lehrling von hier hatte seiner Schwester eine silberne Damenuhr ent­wendet, die er einem Zeichner auf dessen wieder­holtes Diänam verkaufte. Letzterer, der die Her­kunft der Uhr genau kannte, stiftete den Lehrling auch an, seiner Schwester einen goldenen Trau­ring zu stehlen. Mit Rücksicht auf seine Zugend und seine seitherige Unbestraftheit wurde dec Zeichner wegen Hehlerei und wegen 3In- stiftung zum Diebstahl an Stelle zweier an sich verwirkten Gefängnisstrafen von je zehn Tagen zu zwei Geldstrafen von je 2 5 Goldmark verurteilt. Eine Bestrafung des Lehrlings konnte nicht erfolgen, da es sich um Diebstähle gegen eine Angehörige handelt und diese keinen Strafantrag gestellt hat.

Wegen Körperverletzung wurde ein Schrift­setzer von Watzenborn zu einet Geldstrafe von 150 Goldmark verurteilt. Ec machte auf dem Baumstück feinest Schwagers Zwetschen ab und nahm, um die vielen Gänse zu verscheuchen, einen Hund mit. Kurze Zeit darauf kam ein alter Mann, um auf seinem Acker Kartoffeln auszu­machen. Der Hund bellte ihn an und drang auf ihn ein, während der auf dem Daum sitzende An­geklagte, dec wegen der dichten Zweige die Vor­gänge nicht bedachten konnte, 'm de. Meinu g, ter Hund belle Gänse an, ihn durch Zurufe n^ tretet anspocnte. Dec alte Mann schlug nun nach dem Hund und traf ihn, als er ihm ins Bein bist, derart mit seinem Karst, dast er hinfirl und das Blut auä dem Maule lief. Der Angeklagte eilte daraufhin von dem Baum herunter und versetzte dem alten Mann mit einer Bohnenstange derar­tige Schläge auf Schulter, Arm und Kopf, dah er zu Boden fiel und ohnmächtig wurde. Seine Behauptung, er habe in Notwehr ge­handelt, wurde durch die Beweisaufnahme wider­legt.

Ein Maurer von A l l e n b 0 r f a. Lda er­hielt wegen Sachbeschädigung zum Nachteil seiner

teufe zu Hosgllkl seinen ZO. ®eburt6tag. Dem Jubilar gingen aus diesem Anlah von Nah imb Fern zahlreiche Glückwünsche zu.

Kreis Schotten.

ch Gedern, 6. Marz. 3n der vergangenen Dacht wurde hier bei dem Uhrmacher M. H 0 m- burger ein Einbruchsdieb stahl verübt. Soweit bis jetzt festgestellt werden konnte, fielen den Einbrechern a.a. 2 8 Uhren in die Hande. Die Diebe gingen mit grober Sachkemttnis vor, wie aus den hinterlassenen Spuren $u ersehen ist. Es dürste sich somit um gewerbsmäßige Ein­brecher franbdn. o

* Ruppertsburg, 6. Marz. Am kom­menden Sonntag findet hier Bürgermet st et­wa hl statt. Als Kandidaten sind Frtedrich Fritz, Christian H ö g Y N. und Wilhelm Diehl auf gestellt.

Kreis Büdingen.

)( Hirzenhain, 6. März. Der Streik der Metallarbeiter des hiesigen Eisen­werkes ist beendet. Eine am Mittwoch pin- berufene Versammlung sprach sich mit Stimmen­mehrheit für Beendigung des Streiks und An­nahme der Bedingungen des Schiedsspruches bzw. des Werkes aus. Ein erheblicher Teil dec Arbeiter hatte schon vorher die Arbeit wieder angenommen, die übrigen werden je nach Bedarf wieder ein­gestellt. Die Arbeitszeit wurde auf 9 >/r Stunden und der Spitzenlohn auf 40 Pfennig pro Stunde festgesetzt. Die angenommenen Ar­beiter werden die ganze Woche beschäftigt. Erne, Sichecheitsableilung der Schutzpolizei und der Gendarmerie blieb vorläufig noch juvücf. Wie wir hören, wurde unserem Örtsgeistlichen, Pfarrer Schrimpf, bk Psarrstelle zu Dieburg über­tragen. Mit Bedauern sieht ihn seine Gemeinde scheiden, der er gerade 23 Jahre in vorbildlicher Treue vorgestanden hat und deren Interessen er Überall nnl größter Energie und Hingabe zu wahren wustte. Um die Wiederherstellung unserer alten Klosteckrrche mit ihren wertvollen Baudenk­mälern hat er sich besondere Verdienste erworben.

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