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zu werden.

er will darüber erst noch eingehende Forschungen

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

worden ist. Die

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I OttSeti C&ummetftu&enten. Mmw-ch, 8.:

mütterlichen wollen nun auf diese Millionären

hängig. Die Derchandlungen würden mit größter Beschleunigung zu Ende geführt werden, und er nehme mit Bestimmtheit an, daß Mitte näch­ster Woche die formal eAnterzeichnung de r An lei he voll-ogen würde. Dieiinter­zeichnung würde von allen Seiten mit gleicher Emsigkeit und mit größtem Interesse vorbereitet und auf allen Seiten sei man bestrebt, im Geiste loyaler Mithilfe zu dem erstrebten Ziele zu kom­men. ES ergeben sich vielleicht noch Schwierig- leiten rein formaler Art, da naturgemäß der Wunsch vorhanden ist, alle zentraleuropäischen Qänber an der Anleihe zu beteiligen.

Aach den AuSsührungen des Reichsbankpräsi- denten wurde die Aenderting der Reichsbank-

Schuldbekenntnis des Versailler Vertrages lst für die Feststellung der geschichtlichen Wahr­heit ohne jede Bedeutung. Hiermit schloß der engere Teil des Historikertag es.

faßungen und des Reichsbanlgesehes, sowie die Kapitalszusammenlegung en bloc angenom­men. Ebenso erklärte sich die Generalversamm­lung damit einverstanden, daß der Zentralausschuh in der derzeitigen Zusammensetzung vorläufig bis zum Inkrafttreten des neuen Reichsbankgesehes bestehen bleiben solle.

In seinen Schluhausführungen machte der Reichsbankpräsident noch die Mitteilung, dah der derzeitige Goldbestand der Reichsbank auf 578 Millionen G o l d m a r k gestiegen sei.

Buntes Allerlei.

Aus der Geschichte der Lotterien.

Die nächste Ziehung in der Preußischen Lan­deslotterie, im Ottober, ist eine Jubiläums- ziehung, nämlich die 250. Aus diesem Grunde w-ird eine kurze Geschichte über die Lotterien nicht ebne Interesse sein. Die Heimat unserer Lotte­rien weist auf Italien hin. Die erste Lotterie wurde im Jahre 1530 in Flores eingerichtet. Andere italienische Städte scheinen mit der Ein­richtung von Lotterien bald nachgefolgt zu sein. Außerdem wurde im Laufe deS 16. Jahrhunderts das Lotteriespiel noch in Holland eingeführt. In Deutschland entstand die erste derartige Einrich­tung im Jahre 1610 in Hamburg. Man hatte dabei einen ganz eigenartigen Beweggrund aus ben Heberschüsscn der Hamburger Lotterie sollte nämlich ein Zuchthaus erbaut werden. Weiter wurden Lotterien eingesührt im Jahre 1694 in England und 1699 in Nürnberg. Die Einrichtung der preußischen Lotterie entfällt auf das Jahr 1703, im 18. Jahrhundert folgten dann mit der Errichtung von Lotterien weiter Hannover, Hes­sen, Mecklenburg-Schwerin und Frankfurt a. M. Die Preußische Lotterie wurde zunächst und bis zum Jahre 1767 als ein privates Unternehmen mit behördlicher Konzession betrieben. Im Jahre 1767 trat an Stelle der privaten Lotterie das Lot- teriemonvpol des Staates. Dieses Monopol war aber wiederum bis zum Jahre 1793 verpachtet. Erst im Jahre 1794 übernahm der preußische Staat selbst den Betrieb. In den folgenden Iahr- I zehnten wurden dann mit der Lotterie in Preu- ßcn mancherlei Versuche vorgenommen bis im Jahre 1832 die Klassenlotterie geschaffen wurde, wie sie jetzt noch besteht.

^^Di^AMführung des Dawesplanes^sei^ab- hängig von der A n l e i h e, und tn c _

Krenx-Erog Angnxl Noll, P. J. Köhx, Drog. öeorfl Wallenfels, Prag. 0. WtntorhoH. 4146c

Rachkommen Webbers bisher nicht berauSfinv« kvrrrien. Der Schuhputzer, der eifrig zuhörte, er- innerte sich daran, daß feine Mutter ib<n öftere erzählt hatte, sie stamme aus der Familie Webber und habe Ansprüche aus die Erbschaft. Brayley hat sich daraus hin mit anderen Mitgliedern seiner Familie zasammengetan, und sie ihre Ansprüche geltend machen, um ungewöhnliche Weise zu Dollar-

anstellen.

Wirkungen der Musik auf Tiere.

Man schreibt uns: Ein eigenartige^ musika­lisches Experiment ist kürzlich in Frankreich aus­geführt worden. Wan wollte die Wirkung der Musik aus Tiere beobachten und veranstaltete zu diesem Zweck Konzerte vor einem Tier- Publikum. Die Ergebnisie dieser Beobacht an- gen zeigten, daß unzusammenhängendr Töne von Saiteninstrumenten keinen anderen Eindruck auf Pferde machten, als daß sie ungeduldig wurden, jedoch wandten sie sich, sobald man ihnen Melo­dien vorspielte, nach den Spielenden um, spitzten die Ohren und gaben Zeichen des Wohlgefallens. Dor den Elephanten des Iardin des Plantes wurde ein Orchesterkonzert veranstaltet. Die Tiere wurden unruhig und aufgeregt bei leidenschaft- I ließen Stellen, doch beruhigten sie sich, als ge­haltene, sanft melodiös dahinfließende Musik ge­spielt wurde. Hunde waren je nach Rasse ver­schiedenen Instrumenten zugetan, doch fand sich noch keiner, der die Töne der Sackpfeife gemocht hätte: denn bei Hunden kann man ausgesprochene musikalische Aeigungen und Abneigungen beob­achten. Manche hören gern, andere sehr ungern Klavier, Violine und Flöte, aber alle werden wütend, wenn in sehr schnellem Tempo gespielt | wird. Auch zeigte sich, daß Hunde ihre Lieblings­komponisten haben und manche Handel, Beethoven, Mozart, Mendelssohn, Brahms, Schumann vor- zogen, doch keiner fand sich, der Wagner schätzte!

Der Schuhputzer als Millionenerbe.

Ern kanadischer Schuhputzer, namens William Mcntague Perrin Prayley, erhebt Anspruch da­rauf, der Erbe eines riesigen Vermögens zu sein, dessen Wert sich auf 60MillivnenDvllar beziffert. Er übte seine Tätigkeit in einem Hotel zu Windsor in Ontario aus, und als er eines Tages einem Reifenden die Stiefel putzte, hörte er wie dieser erzählte, er wolle nach England reifen, um dort Erbberechtigte für ein Millionen- vermögen aufzufpüren. Er hörte dann weiter, daß es sich bei diesem herrenlosen Rresenvermogen um die Hinterlassenschaft eines getoiT'en William Webber handelte. Webber war zu Anfang des 19 Jahr tm nderts von Germensweek in Aorth Devon nach Aeuyvrk gekommen, hatte hier sein Glück gemacht und gewaltige Grundstück? erwor- bsa die einen großen Teil von Manhattan Is­land darunter den Aeuhorker Broadway, am- fassen. Bei seinem Tode hatte er ein Testament hinterlassen, nach dem feine Besitztümer erst u n- ter die siebente Generation fetner Erben verteilt werden sollten. Aunmehn ist die Zeit herangekommen, da diese f leben te Gene­ration, der das gültige Drögen zufallen soll, erwachsen sein muß. Aber, so erzählte

| der sich die Schuhe putzen ließ.^man^^be^dte

hältniS W die Umgestaltung der Reichsbank von I Liebestrank. Donnersra^st: DerG« Willenswurm, der Voraussetzung einer gewährten Anleihe ab- Freitag, ICt. Dame Kobold öamgtog, ------- - * "- ' Hermannsschlacht. Sonntag, 12.. Aachm. 3 llpr.

Aalhan der Weise. Abends 71> Uhr: Sechs Per­sonen suchen einen Autor.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Dienstag, 7. Okt.: Tiefland. Mittwoch 8.: Tosca. Donnerstag, 9.: Figaros Hochzeit. Freitag, 10.: Madame Butterfly. Sams­tag 11.: Lvhengrin. Sonntag, 12.: Der Rosen­kavalier. Schauspielhaus. Dienstag, 7.

Büchertisch.

Reue Musik -Zeitung (Verlag von Earl Grüninger Rachs. Ernst Klett, Stuttgart). Aus der Sülle des Materiales der uns vorliegen­den Hefte 912 des 45. Jahrgangs dieser alt­bewährten und geistig so jungen Zeitschrift sei her­vorgehoben ein Aussatz HernriedsBayreuth 'inb wir", in dem vor einer zu engen Begrenzung Bay­reuths gewarnt wird: ein Aussay mit beachtlichen Gedanken überMusikalisch: Volkserzic-hung". In

Surnenrtnen voraus Dte Bu dem S-Röchling- Kapelle (Wetzlar), mit ningenbem Spiel nach bem nahegelegenen Sportplatz, wo der Gerätewett- 'kamps der attiven Turner, Zöglinge und Schüler, sowie ein volkstümlicher Dreikampf der letzteren stattfand. Die Masienfreiübungen, ausgeführt van insgesamt ca. 60 Turnern und Turnerinnen, sowie das Keulenschwingen der Damen fielen zur vollsten Zufriedenheit des Publik ams aus. Das gesamte Turnen, insbesondere das Schau- tumen der aktiven Riege an Pferd, Darren und Reck, zeigten das hohe Interesse an der edlen Tumsache. Der 1. Vorsitzeiche, Bürgermeister Schmidt, verstand es, mit einigen kerntgen Worten den Zweck der Turnsache hnvvrzuheben, und richtete ermunternde Worte an Turner inb Turnerinnen. Zum Schluß dankte er der Sänge r= Vereinigung Lollar für die gesanglichen Darbietungen zur Verschönerung des Rachmiktags. Aus dem volkstümlichen Wettkampfe gingen nachstehende Turner und Schüler als die drei ersten Sieger hervor: Aktiv: 1. Preis Richard Wisse mann mit 95 Punkten, 2 Karl 2Igel, 93 P., 3. Otto Dietz, 88 P. Zöglinge (Oberstufe): 1. Ernst Jung, 81 P, 2. Wilh. Frank 80 P., 3 Wilh Frank II., 74 P. Zög­linge (H n t erst uf e): 1. Otto Wolf, 71 P., 2. Rudolf Groß, 66 P., 3. Otto Müller und H. Römer, 55 P Schüler: 1. Hemrich Klein, 71 P., 2. Artur Löhr, 68 P 3. Karl Schwarz und Waldemar Groth«, 60 P. Aus den Ge­rätewettkämpfen gingen nachstehende Turner und Schüler als die 3 ersten Sieger hervor: Aktiv: 1. Albert Drescher, 161 P..

2. Argust Deußing, 157 P., 3 Adolf Hasselbach, 150 P Zöglinge (Oberstufe): 1. Wilh. Frank, 155 P., 2. Heinrich Hasselbach, 148 P., 3. Karl Schäfer, 141 P. Zöglinge (Unter, stufe): 1. W. Dierau, 176 P., 2. O. Mutter, 170 P., 3. H Hofmann, 164 P. Schüler: 1 Erich Seipp, 179 P., 2. Artur Löhr, 176 P., 3. Heinrich Klein, 172 P. Ferner wurden folgende Höchstleistungen trotz der ichlech- ten BvdenverhäItniffe infolge der längeren Regen- veriode erzielt: In Stabhoch: Wilhelm E>off- mann 3, Karl Agel 2,90, Otto Dietz 2,70 Meter: in Freihoch ohne Brett: Richard Wissemann 1,65, Hans Hase 1,50, Otto Dietz und Otto Schmidt 145 Meter, in Freiweit ohne Brett: Richard Wissemann 6,30 Karl Rohrbach 6,10, Otto Dreh und Wilh Hofmann 6 Meter: in Kugelstoßen <7l/2 Kg.): Karl Agel 10,85, Otto Dietz 1015, Otto Schmidt 9,90 Meter: Speerwurf: Otto Dreh 36 30 Wilh. Hoffmann 32,30, Karl 2lgel 30 (Bieter; Schleuderballwurf: Otto Dietz 44, Karl Agel 43,40, Rich. Wisiemann 37,70 Meter.

Gine Jugendherberge im Sennelager.

Dem Verband« Deutscher Jugendherbergen ist es gelungen, für die erholungsbedürftige Jugend eine Hnterkunftsstätte von größerem Ausmaß zu schaffen. Es handelt sich um ein in sich geschlos­senes DarackenlagerdesSenneübungs- Platzes. Es können sofort Lehrer mit ganzen Klasien und andere Führer mit ihren Wander­gruppen dort für längere Zeit Aufnahme finden. Meldungen sind an die Geschäftsstelle Münster, Warendorfer Straße 105, zu richten. Bettwäsche wird auf Wunsch geliefert. Die Unterkunft kann auf Selbstverpflegung gestellt werden, da Koch­gelegenheit und Holz vorhanden ist, kann aber auch zu billigsten Preisen tn der dortigen Kantine mit vollständiger Beköstigung verbunden werden.

Wirtschaft.

Generalversammlung der Reichsbant.

Berlin. 4. Okt.

Heute mittag fand eine a o. G.-V. b«r 2Ln~ fetldeigncr der Reichsbank statt. Reichsbank- Präsident Dr. Schacht führte aus, daß alle Beschlüsse, die heute gefaßt wurden, erst in Kraft treten, sobald die Anleihe unter­zeichnet werden würde. Die heutige a. v. G.-D. sei einberufen worden, um über die Reuord- nung der Statuten der Reichsbank und bie Annahme des Reichsbankgesetze s zu beschließen. Diese Beschlüsie bedeuteten seit Be­stehen der Reichsbank, also seit etwa fünfzig Jah­ren das wichtigste Ereignis. Die grundlegende 2lenderung des Reichsbaickgesetzes wäre auf rein außenpolitische Umstände zurückzuführen, an der Wiege dieses Gesetzes hätten nicht, wie sonst, Dein volkswirtschaftliche Gesichtspunkte den Aus­schlag gegeben. Bei den ersten Beratungen im Experten-Komitee waren alle Plane und Dor- (aaen weit entfernt von den jetzigen Grundlagen, auf denen sich das Reichsbankgefel auffaue. 3m Experten-Komitee habe man zunächst ausländischen Einflüssen einen großen Raum gewähren wollen, aber nunmehr sei man von diesem Gedanken ab­gekommen und an ausländischem Einfluß sei nur Jo viel übrig geblieben, daß die Interessen des Auslandes an Zahlungen nicht willkürlich ver­letzt werden tonnen.

«ach wie vor liege der ganze außerordentlich wich- tiae Kreis der Währungspolitik in den Händen des alten Direktoriums.

®er wirtschc-ftLpoliA-h-schalt des "«mR-ichs. bankgesetzes schließe sich dem alten Ae'Asba"'' S a Die Grundsätze für eine Golddeckung Shrncn sogar über die bisherigen Grenzen HAaus, durchziehe das gesamte neue Reichsbank- gesetz eine solide Politik. , ,

Die Umstellung des Reichsbank- Kapitals erfolgt von 180 Millionen W^r- mark auf 90 Millionen Goldmark, und zwar so, M) Tür zwei alte QIntcifc ein neuer Sintert auä- gegeben wird. Das nunmehr vorhandene Grur^° Wtal von 90 Millionen Mark wird um 210 Mil­lionen Goldmark auf insgesamt 300 M11 l^onen Gvldmark erhöht. Die neuen Wtt^t werden den bisherigen Inhabern der Anteile der Gold- diskontbanl im Umtausche zu part angÄboten. ^er Luch den alten Anteilseignern der Reichsbank wer­den B^ugsrechte eingeräumt zu einem noch sen

* Die Handels- und Gewerbebank eG mbH. Gießen hielt am Freitag abend im Saale des Hotels Schütz bei reger Beteiligung ihre 65 ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Kommerzienrat Roll, wies in feinen einleitenden Worten kurz auf die Bedeutung der von der Verwaltung ge­machten Vorschläge für die Weiterentwicklung des Instituts hin. Direktor Arnold erstattete als- | dann den Geschäftsbericht für 1923, schilderte kurz die Folgeerscheinungen des Währungsverfalls, ohne jedrnh auf Einzelheiten der Papiermarkbilanz näher einzugehen, da eine Würdigung der Ziffern heute kaum mxch möglich ist. Es genügt, festzu­halten, daß sich der Hmsah des Jahres 1923 auf über li/zi Trillionen belief. Das Hauptinteresse galt der Goldina rkeröffnungsbilanz per 1. Januar 1924, die. wie bei allen Instituten, deren Ver­mögen in den Inflationsjahren in der Hauptsache aus Geldforderungen bestand, einen starken Sub­stanzverlust aufweist. Von der Verteilung einer Dividende wird daher Abstand genommen. Das verbliebene Vermögen der Bank beläuft sich auf ca. 104 000 Goldmark. In der Frage der Aus­wertung wurde beschlossen, aus Erttägnissen der kommenden Jahre einen Aufwertungs­fonds zu bilden. Die Verwaltung hofft, auf diesem Weg ihren Mitgliedern bis zum Jahre 1932 mindestens die Aufwertungsquote zufuhren zu können, die den Einlegern der öffentlichen Sparkassen durchschnittttch zuteil werden wird. Zum gleichen Zweck wurde ferner die Erhebung einer geringfügigen monatlichen Aufwer­tungsumlage von den jetocillgen Schuldnern der Dank beschlossen. Die im Frühjahr durch­geführte Umstellung der Geschäftsanteile und Haftsummen auf Gvldmark hat sich als nicht aus­reichend erwiesen. Von der Verwaltung wird die Erhöhung des Geschäftsanteils auf 500 Gvldmark und die Zulassung von vier Geschäftsanteilen für ......, .....

jedes Mitglied, sowie die Festsetzung der Hast- allerdings der große Forscher noch nicht nehmen, summe auf 1000 Gvldmark vorgeschlagen. Bei " -««-* --®r*«- 1700 Mitgliedern würden sich alsdann allein Die Haftsummen auf 1,7 Millionen Gvldmark er­höhen Es sicht von dieser Maßnahme eine wesentliche Kräftigung der Kreditbasis der Bank zu erwarten. Der Vorschlag auf Umstellung wurde einstimmig gutgeheißen, die definitive Befchlutz- faffung bleibt jedoch nach den Statut«! einer wei­teren Generalversammlung Vorbehalten. Sämt­liche übrigen Vorschläge der Verwaltung wurden einstimmig genehmigt, ebenso wurden die statuten­gemäß ausscheidenden Mitglieder des Aufsichts­rats wiedergewählt. Die Entwicklung der Bank im Geschäftsjahr 1924 war bisher eine erfreuliche, die ilmfäße zeigen von Mvnat zu Monat eine er­hebliche Zunahme. Direktor Mattern referierte zum Schluß kurz über feine wesentlichsten Ein­drücke auf dem kürzlich stattgefundenen deutschen Genossenschaftstag in Hannover speziell über einige Einzelheiten der Kapitalbeschaffung und der Aufwertungsfrage.

* Konkurse. Heber das Vermögen des Buchhändlers K r e i s ch e r in Mainz wurde das Konkursverfahren eröffnet. Forderungen sind bis zum 31 Oktober beim Amtsgericht Mainz anzu­melden. Heber das Vermögen der Firma Adolf Lächler, Dureaubedarf. G. m. b. H. zu Darmstadt, ist ebenfalls das Konkursverfahren eröffnet worden. Forderungen sind bis zum 5 Rovernber beim Amtsgericht I in Darmstadt

Versammlung der deutschen Historiker.

Frankfurt a. M., 4. Okt. (TH.) Der dritte Tag wurde gestern mit einem Dorttag Professor Steinackers- Innsbruck über ,3en- tralismus und Partikalarismus" cmgeteüet. Es folgte alsdann ein Vortrag Professor Has- hagensZur Geschichte der Menschenrechte. Als letzter Redner sprach Professor Dr. K autzsch- Franffurt a. M.Heber die mittelrheinischen Dorne von Speyei-, Rlainz und Worms im Spiegel der deutschen Geschichte". Am Rachmittag hielt Professor Dr. Bittner einen Dort vag überDas Schicksal der österreichischen Archive nach dem Zusammenbruch Oesterreich-HngarnS. Professor K ü n tz e l dankte dem Redner für sewe erfolreichen Bemühungen um die Erhaltung der österreichischen Archive bei den F.iedensverHand­lungen. Der Redner wandte sich ferner gegen die Bestrebungen, das Archiv des ^ichS- kammergerichts in Wetzlar nach Pots­dam zu überführen, und trat dafür em, daß es in Frankfurt aufbewahrt wird Eine entsprechende Gnffchließung nahm der Historiver- tag an. Geheimrat Professor E. Branden­burg-Leipzig sprach fobann Wer Die Hr» sechen des Weltkrieges". Im Anschluß daran wurde von der Versammlung folgende Reso^- tion einstimmig angenommen: Der deutsche Histvrikertag erklärt, die Frage nach der schuld­hasten Verantwortlichkeit einzelner Volker Lan­der Parteien oder Personen für den Weltkrieg Tann die Wissenschaft nur nach Oeffmrng bet Archive der am Krieg beteiligten Machte durch gründliche und methodische Quellenforsch ing ent- scheiden Die Beantwortung dieser Frage durch ein Aktenstück voy Diplomaten eines Siegeltaates i ist eine H n ge Heuerl ichke i t, die vordem In aller Weltgeschichte noch niemals gewagt " > erzwungene Hnterschrist unter das is des Versailler Vertrages (8231)

Heft 12 weist Ion Leifs die Rotwendigkeit einer engeren Verbindung von Künstler imd Kritiker in sehr einleuchtender Weise nach Heft 11 ist als Bruckner-Sonderheft (mit reichem Bilderfchmuck) erschienen : es vereinigt die Rainen der bedeutend­sten Bruckner-Forscher und besten Bruckner-Ken­ner in iic.)

Das Buch der American Drinks. Don Rich Andeck. (Hugo Steinitz, Derlag, Berlin W. 35 Preis 1 Mk.) Rund 325 vor­zügliche, vielfach noch ganz unbekannte Rezepte zur Bereitung der beliebtesten Mixed-DrinkS. Bei einigermaßen aufmerksamer Behandlung bet Ingredienzien wird man sich und seinen Freunden manch' köstliche Stunde bereiten. Das Buch ist sowohl für den Mixer wie auch für den Privat« gebrauch gleich wertvoll.

Hans Ruider, Bismarck und die öffentliche Meinung in Bayern 1862 bis 1866. Mit einem Titelbild: Lenbach, Bis­marck. (Deutsche Geschichtsbilcherei. herausgegeben von M. Doeberl und Gg. ßeibinger, Band I) München 1924, Hugo Schmidt Derlag. Geheftet 4 Mk. in Halbleinen 5 Mk. Mit dieserDeut- I fchen 'Gcschichtsbücherei" soll ein Rahmen ge- fchasfen werden, in welchem wertvolle Unter- suchungen wichtiger Fragen der Staats- and Kulturgefchichte Aisnahme finden. Gründlichkeit der Forschung soll sich mit ansprechender Dar­stellung vereinigen. Die Ramen der Heraus­geber Geheimrat Prof. Dr. Michael Doeberl und Pros.' Dr. Georg Leidinger, Direktor der Sdaats- biblioißef in München, bürgen an sich für die wissenschaftlichen Leistungen, die in dieser wert­vollen Bücherei Aufnahme finden. Als erster Band liegt vor: Bismarck und die öffentliche Meinung tn Bayern 1862 bis 1866. Das Buch führt uns hinein in eine Zeit der tiefsten Erregung des deutschen Volles, in die Jahre unmittelbar I vor dem Deutschen Kriege, als die deutsche Frage das ganze politische Leben erfüllte,die deutsche Seele nach ihrem Körper rang". Die politischen Parteien Bayerns jener Jahre, ihre Führer, ihre Presse werden in ihrem Wollen und Wir­ken dargestellt, die politischen Ereignisse mit Bis­marck als ihrem Mittelpunkt nach den neuesten Forschungen beleuchtet mb dann die Stimmen der Vollsmeinung hierzu gehört. Die Wege der öffentlichen Meinung in Bayern erweisen sich als Irrwege unter dem Schuhe eines starken König­tums hat die politische Größe Bismarcks auch dort sich auSwttken können.

anzumelden. . e

O f f en b acher Gummiwerke K. Stveckicht A.-G., Offenbach. Die außer- ordentliche Generalversammlung beschloß die Li­quidation. , _

* Aus dem Konzern der Ludwig- Ganz- A. G. in Mainz. Die der Ludwig- Ganz-A. G. nahestehende Kontinentale Dank- und Handels-A. G. in Mainz hat eine Generalver­sammlung einberufen, der der Antrag der Ver­waltung auf Auflösung der Gesellschaft vorgelegt wird. Es ist kein Geheimnis, daß die Geschäfte der Bank nach der Entwicklung, die ziemlich bald nach ihrer Gründung im Jahre 1920 eintrat, un­günstig liegen und wenig Aussicht für die Aktto- näre bieten.

* Durchführung der Kündigungen b e i D e u t s ch - L u x. Die Deutsch-Luxemburgische Dergwerks-A.-G. hat die in Aussicht genommenen Kündigungen von 4200 Mann ausgesprochen. Die Gekündigten sollen zum 15. Oktober entlassen werden.

Mussolini ein Habsburger? 1

Da gann m'r eener sagen, wasr will, Drinz II. hört s'ch doch ganz anners an, wie Ebert oder wie se sonst Heeßen", horte ich vorf einiger Zeit einmal eine Dame aus . Sachsen fagen, und zu diesem Gedankengang mag jetzt auch Mussolini gekommen fein. Schon vor vielen« Ma- naten hat dieser nämlich einenberühmten" ita­lienischen Heraldiker damit beauftragt, einen Stammbaum der Mussolinis airfzustellen. Der Heraldiker hat sich sofort mit allem Eifer ins Geschirr gelegt, um diesem hohen Auftrag nach- zukommen. Rach den genauen Feststellungen, die der berühmte Heraldiker gemacht hat, brauchen wir uns nicht mehr zu wundern, daß Mussolini zu einer so hoh en Stellung gekonimen ist, im Gegen­teil, das Anrecht darauf wurde ihm gewisser­maßen schon in die Wiege gelegt. Der findige Forscher hat nämlich ermittelt, daß die Mussolinis ein ganz uraltes italienisches Ge­schlecht sind und daß schon vor mehr als 900 Jahren ein Mussolini DogevonDene dig war.Hebrigens", so sagt der berühmteHerakdikch? weiter,sprechen auch noch andere Gründe dafür, daß die Mussolinis mit den Habsburgern verwandt sind." Auf fernen Eid kanndies

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