ün H«Honen Prozent
Sntum:
bis 40,
*
Anzeiger".)
Ir
SPünkQDin9Noin! Geg.Leber-u.Magenleid.,selbst langj.
Rlull&Ould । llulll! hilft best.Uarlssvrube! Sirkirchen 14
Banknoten.
(Ohne Gewähr.)
Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener
. * Neue Girobest immungen der Rtzichsbank. Gestern sind folgende Aende- rungen in den Bestimmungen über den Giro- "rerkehr der Reichsbank in Kraft getreten: Alle
4JZ5, Becker-Vtotzl 2,23, Becker-Kkchfe 6^/z. '-Venz 4,75, Alfa 9, Krügershall 11,5, Brown Boveri 1.3, Hansabamk 0,3, Handelsbank 0,095. 3m weiteren Verlauf setzte sich das lebhafte Geschäft am Anleihemarkt fort. Auch für Dividctzdenpa- piere wurde die Stimmung etwas freundlicher, ohne daß sie ttirsrnäßig zum Ausdruck kam.
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 4. Sept. Am Getveidemarkt hat sich das Geschäft von neuem beträchtlich ausgedehnt. Der Brtxirf für Futtermittel und Kar- toffelfabritation ist groß. Das Mehlgeschäft blieb lebhaft. Für die Steigerung des Bedarfs war offenbar der Eindruck maßgebend, den die gegenwärtige unbeständige Witterung in der Provinz gemacht hat. Es wurden notiert für je 1000 Kilö: Weizen, märt. 210 bis 215, Roggen, märt. 174 bis 179, Gerste, märt. 209 bis 235, neue 188 bis 197, Hafer, märt. 163 bis 172, Raps 325 big 340, Leinsaat 415 bis 425; für je 100 Kilo: Dtö- toriaerbsen 31 bis 33, kleine Erbsen 21 bis 25, Futtererbsen 17 bis 18, Peluschken 15 bis 16, Ackerbohnen 16 bis 17, Wicken 15 bis 18, Lupinen. blau 11,50 bis 12, gelb 18 bis 20, Sera- della, alt 12 bis 13, Rapskuchen 14 bis 14,20 Leinkuchen 23 bis 24, Trockenschnihel 12,40 bis 12,50, Tvrfrnelasse 8,50, Karwffelflbcken 19 50 bis 20.
Berlin, 4. Sept. Das 3ntevesse der Börse am Aktiengeschäft hat auffallend rasch nachgelassen. Die Hoffnungen, die man hinsichtlich der Belebung der Eesamtkonjurcktur an die Annahme des Dawesberichts geknüpft hatte, verwirklichen sich nur schrittweise. Auch die Meldungen aus dem Auslände über die Kveditaussichlen der deutschen Wirtschaft lauten nicht besonders optimistisch. Mair muß offenbar damit rechnen, daß der Crholungsprozeh eine geraume Zeit dauern wird. Die Börse wendet sich deshalb erneut dem inländischen Anleihemarkt zu, da dort anscheinend doch leichtere Gewinne winken. Das Anleihegeschäft stand heute im Zeichen einer außerordentlich stürmischen Hausse. Der Markt bot ein Bild, wie man es seit den Zeiten der 3nflationshausse nicht mehr beobachtet hatte. Die hauptsächlich von der Spekulation bevorzugten Papiere erreichten Reokrdkurse. Schon in der ersten halben Stunde wurden beispielsweise gehandelt Kriegsanleihe 1295, Schutzgebiet 10, 23er Kriegsschätze 1000 Billionen Prozent. 3m Geldverksshr zeigte sich dagegen feine Aenderung. Das Devisengeschäft hat sich anscheinend mit großen Waren'Importen etwas belebt. Am Aktienmarkt standen Petroleum- werte im Vordergrund des 3nfecesses Die u n - notierten Werte lagen völlig still. Das
Kirchliche Nachrichten.
3fr. Religionsgemeinde. Gottesd.i. d. Synagoge (Süd-Anl.). Samstag, den 6. Septbr. Borabd. 6.45^ morg. 8.30, abds. 7.05 u. 7.45.
3sr. ReligionSgesevschaft. Sabbatfeier, 6. Sept Freitag abd. 6.30, Samstag Dorrn. 8.00, nachm. 4.30. Sabbatausgang 7.45. — Wochengottesdienst: Morg- 6.15, abds. 6.00.
KurSrttveau dürfte im allgemeinen eher sine leicht» Abschwächung erfahren. Die Kursschwanttmgsn waren auf den meisten Märkten nur gering.
Märkte.
Frankfurter Getreidebörse^
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".)
Frankfurt a. M., 4. Sept. Es wurden notiert: Weizen 23 bis 24, Ro^en, inl. 19„50 bis 20,50,\ Braugerste 23,25 bis 24,25, Hafer, inl. 21 bis 22, Mais, gelb 19,25 bis 19,75, Weizenmehl, inl., Spezial 0 34,75 bis 35,25/ Roggenmehl 28,50 bis 29, Weizenkleie 12 bis 12,25, Roggenkleie 11,75 bis 12. Tendenz: fest.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger.")
Frankfurt a. M., 4. Sept. Auftrieb: 92 Rinder, darunter 50 Ochsen, 1 Dulle, 32 Färsen und Kühe, 9 Fresser, 938 Kälber, 589 Schafe, 881 Schweine. Kälber: 'Feinste Maskkälber
65 bis 70, mittlere Mast- und beste Saugkälber 58 bis 64, geringere Mast- und gute Saugkälber 48 bis 57: Schafe: Masttammer und Masthimmel 41 bis 46, geringere 'Masthännnel und Schafe 34 bis 40, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Märzschafe) 20 bis 28; Schweine: Dollfleischige von 80 bis 100 Kilo 72 bis -75<..unter 80 Kilo 60 bis 70, von 100 bis 120 Kilo 72 chis 75, von 120 bis 150 Kilo 72 bis 75, Fettschweine über 150 Kilo 72 bis 75. Marttverlauf: Gedrückter Handel. Bei Schweinen gesuchte Ware auch höher bezahlt.
| Giroauftrage -/Dar- und Verrechnungsschecks, ileberwersungen) müssen auf mindestens 1 Mk. lauten, äleberweisungsanträge — im Platz- und auswärtigen Veriehr — bis zu 1000 Mk. müssen ausnahmslos bis 12 Ahr vormittags eingeliefert sein, wenn sie noch am gfeutRm Tage ausgeführt werden sollen. Werden nach 12 Ahr Sammel- überweisungen eingeliefert, bei welchen die durch einen Scheck gedeckten Sammelbogen Beträge unter 1000 Mk. enthalten, so werden sie sämtlich erst am nächsten Tage ausgeführt. Es empfiehlt sich also, die kleineren und größeren Posten stets zu trennen. Beträge über 1000 Mark werden bis 1 Ahr angenommen. Dorausüberweisungen (durch Eilbrief) müssen bis 12V* Ahr vormittags eingeliefert sein. Gebühr 1 Mk., außerdem Porto für den Eilbrief. Samstags und an Tagen vor Feiertagen werden Eilüberweisungen in der Regel nicht angenommen. Der Betrag der Einzelüber- weisung, bis zu welchem die roten Sammelbogen (bzw. für die Rentemnarkabteilung grüne) verwendet werden dürfen, beträgt 40 000 Mk. Für Beträge über 40 000 Mk. müssen gelbe Sammelbogen mit Durchschlag (bzw. für die Reitten- markabteilung grüne) oder rote Einzelbonds benutzt werden. Anträge auf Destättgung von Weißen Schecks werden nur bis 121/» Ahr angenommen und gegen Gebühr von 1 Mk. je Stück ausgeführt. Gebühr für den Widerruf einer Aeberweisung 1 Mk., außerdem werden die etwa entstehenden Porto- unt> Depeschen kosten erhoben. Samstags erfolgt der Schluß der Annahmezetten eine Stunde früher.
* Sinnlose Stimmungsmache für Kriegsanleihe. An der Berliner Börse kursierte neuerdings das Gerücht, daß bei der Zeichnung auf die Reparationsanleihe Kriegsanleihe in Zahlung genommen werde. Daß derartige Versionen überhaupt kolportiert werden können, zeigt, zu welcher Verstiegenheit es die Hausse-Ss^kulation in heimischen Anleihen gebracht hat. Ansirm wird eben immer mehr Trumpf.
* Konkursein Hessen. Hebet das Vermögen des Kaufmanns Hans Werner in Auerbach wurde das Konkursverfahren eröffnet. Forderungen sind bis zum 27. September beim Amtsgericht in Zwingenberg anzumelden. — Aeber das Vermögen der Bergwerks- und Baubedarfs-Gesellschaft m. b. H. in Gießen wurde das Konkursverfahren eröffnet. Forderkln- gen sind bis zum 19. September beim Amtsgericht in Gießen anzumelden.
* Erweiterung der Stinnes- Gruppe. Wie die „Metallbörse" mitteilt, wird die Stinnes-Gruppe die Majorität der Aktien der unter Geschäftsaufsicht stehenden Weil u. Reinhardt Akt.-Ges. in Mannheim erwerben. Die Firma Weil u. Reinhardt Akt.-Ges. nimmt eine führende Stellung auf dem Gebiete des süddeutschen Eisen- und Metallhandels ein.
* Die Kündigungen be i den Röchlingwerken. Die Röchlingschen Eisen- und Stahlwerke und das Edelstahlwerk Röchling in Völklingen begründen die Kündigung ihrer Belegschaft zum 15. September damit, daß sie in den vergangenen Monaten mit Verlusten gearbeitet haben, die bis jetzt auf 25 Millionen Franken angewachsen seien. An eine Wiederkehr geregelter Verhältnisse sei erft zu denken, wenn vor allem die Kohlenpreise abgebaut werden und die Leistungen der Arbeiter weiter steigen. Von der Kündigung werden 12 000 Arbeiter betroffen.
• Kana da als Konkurrent Deutsch- lands für Maschinenlieferungen. Deutsche Fabriken erhielten kürzlich aus Jugoslawien Aufträge zur Lieferung landwirtschaftlicher Maschinen sowie für Maschinen der Holz- und Papierindustrie. Wie jetzt aus Belgrad gemeldet wird, erhielt 3ugosläwien von kanadischen Fabrikanten Angebote, die angeblich um 30 Prozent niedriger sind als die deutschen. Obgleich durch die Frachtsätze der Anterschied in den Angeboten stark vermindert wird, ist es doch zweifelhaft, ob Deutschland die Aufträge behält.
* Polnisches Holz für England. 3m Lause des Monats September beginnen, wie aus Wilna gemeldet wird, die englischen Sägen in dem polnischen Arwald Bialowesch zu arbeiten. Die „Century Trust Cie." beabsichtigt, gemäß des mit der potnischen Regierung geschlossenen Vertrages jährlich eine Million Kubikmeter Holz auszuführen. Die Gesellschaft baut bereits eine Waldbahn und die Dureaugebäude. Anfang Ro- Dember soll der erste HolzttanSport nach England abgehen.
Buchcrtisch.
- Die Olhmpis chen Spiele 1924 in Wort Bild und Statisttk von Dr. Willy Meisl. Verlag Gerhard Stalling, Abt. Sportverlag. Oldenburg i. O. Preis 2.40 Mk. Das Buch bringt Ziffer. Schilderung und Bild oder, wenn man es anders fassen will, Statisttk, Epik, Lyrik. Das Ergebnis ist das allerfesselndste Sportdokument. Die subjettive Begeisterung des Berichterstatters über die phänomenalen Erlebnisse der „Olympiade" wird objektrv stets wieder aus- balanciert durch die sorgfältige Zahlenstatistik der Leistungen und durch das Bild der photographischen Kamera, so daß in dresem Buche nicht nur ein anregendes Feuilleton, sondern etne ernste Angelegenheit für jeden Sportfreund, ein wahres Sportdokunrent, vorliegt.
— Die drei Kuckucks-Ahren. Roman von G. Mühl en-Schulte. Verlag Allste i n - Berlin. 3n Halbleinen geb. 4,50 Gm. Drei Ähren zeigen den mysteriösen Weg zu einer Sammlung wundervoller goldener Kunstschähe. Die erste nennt durch die Zahl ihrer Schläge eine Straße in Reuhork, in der das Haus ftept mit dem Aufbewahrungsort der zweiten. Diese aber weist nach einer dritten hin, und die hmwider rechnet die Schritte vor, die in' einem unterirdischen Gang zu schreiten sind, bis die verborgene Kammer sich öffnet. Die Suche nach dem Schah, dem Erbe eines Sonderlings, ist der Gegenstand von Mühlen-Schultes abenteuerreichem, in England und Amerika spielenden Blufftoman, in dem es eine dämonische Frau gibt, die Tochter eines Bäckermeisters aus Whitechapel, lauernde Giftschlangen und alle Ingredienzien der Kriminalgeschichte, und der doch dabei ein Genuß für den verwöhntesten Kenner ist. Denn diese fabelhaften Dinge trägt Mühlen-Schutte mit einem Geist vor, der an Oscar Wilde erinnert (nicht umsonst beginnt der Roman auf dem Landsitz eines Lords) und an die Komödien von Shaw, und mit einem Witz, der in allen Farben der Regenbogen- skala schillert.
Frankfurter Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".)
Frankfurt a. M, 4. Sept. Tendenz: Anleihen sehr fest, 3ndustriepapiere lustlos und schwächer. — Die Abwanderung aus den Aktienmärkten in den Anleihemarkt, die sich heute fortsehte, bewirkte erneut ein starkes Abbröckeln der Kurse für 3ndustriewerte. Dagegen wendet sich die Börsenspekulation mtt voller Kraft wieder dem Anleihemarkt zu, wo das lebhafte Kurstreiben eine Verstärkung erfahr. Durch den Zulauf, den dieses Gebiet von allen Seiten erhält — fast die Hälfte der gesamten Börsen- besucher beteiligt sich an dem Anleihegeschäft —, nehmen die Amsätze allmählich ungewöhnliche Formen an und die spekulative Bewegung steigert sich Don Tag zu Tag. Einen geringen Kursgewinn erzielten ferner Schutzgebiels- äNleihen, die auf 10.25 Bill. Proz. sprangen. Groß war das Geschäft ferner in hessischen und Württemberg;schen Anleihen, von denen letztere mit 35 Milliarden umgingen. Auch ausländische Renten lagen fest wirb lebhaft. Der Geldmarkt zeigte feine große Aendcrung auf. Monatsgeld hörte man vormittags mit l1/« Pvoz., Tagesgeld mit V* pro Mille. Am Devisenmarkt^ waren auch heute die drei europäischen Valuten wieder gedrückt. An den Aktienmärkten war die Haltung bei lustlosem Geschäft geteilt. Die Abgänge, die auch weiter vorhielten, nahmen heute nicht so starte Formen an, vereinzelt waren auch Kurserholungen za verzeichnen. Der Montamnarkt vertehrte nicht einheitlich; gebessert waren Deutsch-Luremburg plus 3, niedriger waren Buderus minus 0,6, Har- pener min. 3,75, Rhein. Braunkohle min. 1. Kaliwerte setzten die Aufwärtsbewegung fort; Aschersleben min 0,5, Westerregeln min. 1.25. Chemische Werte litten weiter unter Abgabeneigung und tendierten nach unten. Elektrowert: ziemlich gehalten. Bankwerte lagen ruhig: die Kursver- änderungen waren gering. SchissährtseEierr behielten ihre schwache Haltung bei. Die Tendenz der Maschinenaktten war weiter zum Rachgeben geneigt. Qlutoaftien nur gering verändert. Zucker- aCtien nachgebend. Der Kassamarkt der 3ndustriepapiere lag nicht einheitlich, die Rückgänge waren überwiegend. 3m freien Verkehr hielt die schwache Strömung an. Api
*) Dom Rückzahlungswert.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(In 93ta<onen Mark auSgedrückt. BnenoMttre», London. Neu« York, Japan, Rio be Janeiro für eine Einheit, Wien tntb Budapest für 100000 Ein betten, alles übrige für 100 Einhetttn-t Telegraphische Auszahlung.
(Ohne Gewähr.)
Wirtschaft.
Die Aussichten des deutschen Kapitalmarktes.
3n der Vorkriegszeit stand der deutschen ll^irtschaft ein Kapttal von insgesamt rund 125 Goldmilliarden zur Verfügung, das in Gestalt von Hypotheken, Obligationen, Anleihen, kurzfristigen Schulden, Wechseln, Depositengeldern, Sparkasseneinlagen usw. in der Wirtschaft arbeiten konnte. Gerade dieses Kapital ist durch dieMark- enttoertung zum größten Teil aufgezehrt worden; es beläuft sich heute auf günstigenfalls 25 Goldmilliarden. Auch wenn man die Abtrennung großer deutscher Gebiete und den Leerlauf ber deutschen Wirtschaft mtt berücksichtigt, ergibt sich bei einem Bedarf von rund 60 bis 70 Milliarden ein Fehlbetrag von mindestens 30 Milliarden.
Aus Deutschland ist dieser Betrag nicht hevaus^uholen. Die Reichsbank wirst zwar Aeber- schüsse ab, sie sind jedoch verhältnismäßig geringfügig. Post und Eisenbahn hatten zwar in den letzten Monaten ebenfalls gute Aeberschüsse; diese müssen jedoch zum größten Teil der Stärkung der Betriebs re ferven dienen. Das allgemeine Mißtrauen hat eine weitgehende Zurückhaliung der deutschen Geldgeber verursacht; sie wird vermutlich in der nächsten Zeit schwinden; qber auch dadurch können erhebliche Beträge nicht freigemacht werden. Es bleibt das Ausland. Die vom Ausland zu bewilligende 800-Mittionen-Anleihe wird der knutschen Wirt- schaft nur zum geringsten Teil zugute kommen. Vie ist deshalb auf den Weg der Aufnahme von ^ausländischen Privatkrediten angewiesen Bisher sind die Auslandsgeldgeber in bejugvauf Hergabe größerer Kredite an Deutschland sehr skeptisch gewesen. Ob diese grundsätzliche Einstellung sich ändern wird, ist fraglich, da den meisten Auslandsgeldgebern die Bonität der deutschen Geldnehmer nicht über alle Zweifel erhaben sein wird. Hohe Zinsangebote wirten, wie die Erfahrungen der letzten Monate gezeigt haben, im Ausland eher abschreckend, da von der Höhe der angebotenen Zinssätze auf die Höhe des RisttoS geschlossen wird. Außerdem sagt sich das Ausland, daß größere Kapitalmengen letzten Endes nur in Form von Waren von uns zurückgezahlt werden können, daß aber unser Export wegen der Höhe der deutschen Produktionskosten, wegen der Absperrung des Auslandes gegen deutsche Waren, wegen der allgemeinen lieber- sättigung des Weltmarktes usw. größeren Schwie- rigfeilen begegnen wird. Eine große Rolle spielt hier auch die Frage der Sicherheit der ausgeliehenen Kapitalien gegen politische Vorgänge. Ob die Auslandsgeldgeber alle restlos mit den von der Londoner Konferenz, als genügend erachteten Sicherungen zufrieden sein werden, ist außerordentlich zweifelhaft. Dom privatwirtschaftlichen Standpunkt aus wird das Auslandskapital viel eher geneigt fein in Frankreich, das auf dem Höhepunkt seiner Macht steht, sich mit Geld zu beteiligen, als in Deutschland, dem Lande, das politisch und militärisch ziemlich ohnmächtig, und dessev 3ndustrie schon jetzt vor den eigentlichen Reparationszahlungen mit Steuern tn kaum aufbringbarer Höhe belastet ist. Auch der Umstand wird bei vielen Auslandskapitalist en eine Rolle spielen, daß Deutschland in den letzten 3ahren durchaus kapitalfeindlich regiert worden ist während Frankreich als ausgesprochener Hort des Kapitals angesehen wird. Schließlich ist noch wichtig, daß die gefühlsmäßige Abneigung gegen Deutschland in weiten ausländischen Kreisen immer noch recht groß ist.
Die Aussichten für eine grundsätzliche Besserung des deutschen Kapitalmarktes sind nicht sehr günstig. Es wird Deutschland nichts anderes übrig bleiben, als eine (Sanierung seines Kapitalmarktes aus sich selbst heraus im Laufe der Zeit allmählich vorzunehmen. Dazu gehört , ein: sehr entsagungsvolle, rücksichtslose Sparpolitik. verbunden mit der Rotwendigkeit, alle Produktionsmöglichkeiten unter intensivster Ausnutzung der technischen und menschlichen Hilfskräfte aufs höchste za entwickeln. Ebenfalls muß in Zukunft das noch vorhandene Kapital an dec richtigen Stelle aus- genuht und es müssen die überflüssigen immobilen Anlagen zugunsten des flüssigen Kapitals abgebaut werden.
uitzön zuzuiassen, abwegig war und daß bic-'-r Versuch nicht wiederholt werden wird. Ganz abgesehen von dem für Motorflugzeuge öenlbar ungünstigen Gelände. An sich ist der Gedanke, der den Segelflugzeugen mit Hilfsmotor zugrunde liegt, durchaus nicht von der Hand zu weisen. Rur ist seine Ausführung vorläufig noch nicht technisch einwandfrei möglich.
Es erscheint mir auch durchaus zweifelhaft, ob sich die Rhön-Segelflug-Wettbewerbe in der jetzigen Form in Zukunft werden durchführen lassen. Mir schwebt ein Gedanke vor, der auch von anderen als durchaus diskutabel anerkannt wurde. Die wichtigste Ausgabe der Segelfliegerei ist doch zweifellos die, den Gedanken des Fliegens, der Beherrschung der Luft, in die weitesten Kreise unseres Volkes zu tragen und einen möglichst zahlreichen Rachwuchs an jungen Fliegern heranzuziehen. Dieses Ziel würde vor allem durch eine weitgehende Förderung derVer- etnigungen zu erreichen sein, die den Segelflugsport betreiben. Das wären die akademischen Fliegeraruppen an den technischen Hochschulen, ferner die F l u g - sportvereine usw. Die Förderung könnte dann in der Form geschehen, daß im Lause des 3ahres jeder Gruppe oder jedem Verein einige Wochen hindurch Gelegenheit geboten würde, die nun einmal auf der Wasserkuppe geschaffenen Anlagen zu benutzen, um selbstgebaute Maschinen einzufliegen, Reuerungen auszuprobieren und den Fliegernachwuchs zu schulen. Wettbewerbe in der Art und Weise des diesjährigen bedeuten einen ungeheuren Aufwand von Geld und Zeit gegenüber recht bescheidenen Ergebnissen. 3n der von mir angedeuteten Form ließe sich mit geringerem Einsätze mehr erzielen, besonders da die Leitung es stets in der Hand hätte, durch Entziehung von Vergünstigungen einen Druck auf die Teilnehmer in der Hinsicht auszuüben, daß die verfügbare Zeit auch wirtllch reMps zu Flügen ausgenutzt würde. Auf die angedeutete Weise könnte die Rhön in Wahrheit zu einem 3ung- brunnen der deutschen Fliegerei werden.
Dr. H. M.
6% Deutsche NeichSanleihe . <% Deutsche RetchScm leihe . B’/.’/o Deutsche Reichsanleihe 8% Deutsche Retchsanleihe . Deutsche Svarprämienanlethe <°/o Preußische KonsolS . . . 4% Hessen...........
3‘/.% Hessen..........
3% Hessen...........
Deuttche Wertb. Dollar-Ank. dto. Doll-Schatz-Anwetlng.') 4°/o Zolltürken 6% Äoldmeftkaner Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Prtvat-Bauk. Darmst. und Naftonalbauk . Deutsche Bank.........
Deutsche Vereinsbank .... Disconto Commandit .... Mctallbank...........
Mitteldeutsche Ereditbank: . Ocsterreichische Creditanstalt. Westbank...... .....
Bochumer Goß ...... BuderuS.........
Taro .........
»Luxemburg irchcncr Bergwerke. . Harpener Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln..... Laurahütte..........
Oberbedarf Phönix Bergbau.......
Rheiustahl Wiehert Montan........
TelluS Bergbau ....... Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd.....
Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......
Anglo-Cont.-Guano .... Badische Anilin........
Chemische Mayer Alanin . . Goldschmidt Griesheimer Electron . . .. Höchster Ä-arbwerke......
Holzverkohlung........
Rülgerswerke ........ Scheideanstalt.........
Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann...........
Mamkraftwerke ....... Schurtert........
Siemens & Halske......
Adlerwrrke Kleyer ..... Daimler Motoren. ...... Heyligenftaedt ........ Megutn........
Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . .
Schuhfabrik Herz . . . . . . Sichel ........
Zellstoff Waldhof.......
Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)
Die Aufwertung
der Lebensversicherungen.
Berlin, 4. S-epi Wie die „Vossische Zei» lang' berichtet, beschäftigte sich die Reichsregierung. nachdem sie durch die Verordnung vorn 15. August die Aufwertung der Pfandbriefe geregelt hat, in einer neuen Durch führu ngsver- Ordnung vom 28. August mit der Aufwertung der Ansprüche aus den Lebensversicherungsverträgen. Die dritte Steuer- notverordnung besagte nur, die'e Ansprüche tnftra den in der Weise aufgewertet, daß das aufgewertete Vermögen der Versicherungsunterneh- mungen nach den näheren Bestimmungen der Reichsregierung einem Treuhänder übcrwie- fen werde. Diese näheren Bestimmungen liegen nunmehr in der Verordnung vor.
Das neue Kabe! Neuyork—Nom.
London, 4. Sept. (WB.) Die „Times" meldet aus Reuyort, daß in der Rockaway-Ducht (Long 3sland) das amerikanische Ende des neuen älnterseekabels än Land gebracht worden ist. llNan erwartet, daß hie Strecke bis zu den Azoren im Oktober, die Strecke Llzorei'. Rom gev.en Ende des Jahres fertig sein tvird. Durch den Gebrauch einer besonderen Legierung ist es, dem Blatte zufolge, gelungen, ein Kaitel hei zustellen, das gestatte, 1500 Buchstaben statt, wie bisher, 300 in der Minute zu telegraphieren.
Frankfurt a. M.^ Berlin
Berlin, -t. Sept.
Amerikanische Noten . . . . . Belgische Noten ....... Dänische Stoten........
Englische Noten ....... Französische Noten Holländische Noten ..... Atalienische Noten ...... Norwegische Noten......
Deutsch-Ocsterr-, L100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten ..... Schweizer Noten.......
Spanische Noten .
Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . . . . .
Schluß.
fSchluh.
Schluß.
Schluß
flure
| Nur»
Kur«
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3. 9.
4. 9.
3.9.
4.9.
1,165
1,200
1,145
1,250
1,8
2
1,675
1,775
1,75
1,675
1,726
1,7
1,980
2,3 1
2
2,190
0,760
0 ,8
1,85
1,7
1,85
1,640
2,25
2
—
—
1,9
2
—
—
1,9
2
2,2
1,8
4,2
4,2
4,2
4,2
86,75
—
83,75
89,8
1 18,75
13,90
13,75
14
I -
—
46
48
28
27,5
27,15
28,75
6,50
6,25
6
5,75
10,12
9,75
.0
10
11,75
10,75
11,4
11,20
0,350
0.350
—
—
13,12
12,75
13,25
12,80
13,80
13,25 2,4
—
—
2,30
2.40
2,4
0,4375
0,426
0,4
0,4
0,36
0,340
0,5
—
_
51,75
52,5
13,50
13
13,62
14
15,25
14,75
15,12
15
49
64
60,60
52,8
55,50
67,26
55,80
57
76,75
76
74
72,25
19,5
19,25
19,75
19,9
23,75
22,60
23,50
23,4
8,62
8,12
7,90
8
14,26
14,25
14,90
14L
38
41,25
37,30
41,5
34,60
41
35
41,5
40,60
40
40
38,75
2,35
2,1
—
—
30,25
29,90
28,6
28,5
7,60
7,35
7,25
7,40
14,875
14,6
—
6,13
5,8
6,25
6
13,60
12,9
21,12
20,90
21,12
20,65
1,35
1,25
—-
14,5
13,5
14,40
13,60
17,25
16,76
17,90
17
16,76
16,40
16,60
16,13
7,9
7,8
—
—
18,4
18,76
18,40
19
15,75
15,90
—
—
10,50
10,1
10,90
10,6
18,75
18
16,25
15,5
8
7,5
—
—
38,5
98
38,90
39,6
47,1
48,60
46,76
46
2,50
2,30
2,6
2,6
3,40
3,13
3,30
3,3
3
2,95
—
—
13,75
13
12,9
13,25
0,65
0,6
—
1,25
1,275
—
1,2
13,25
13,10
—
2,1
2
1,9
1,9
3,35
2,9
3.6
3,8
6,25
8,25
5,75
5,40
11,75
11,75
11,75
11,60
4,40
4,40
—
*•
3,62
3,85
—
—
3. Septbr.
4. Septbr.
Repart.
Amtlich, Nofterung
Amtliche Notieruni
Geld
Brief
Geld
Brief
3.
4.
Amst.-Rott.
162,14
162,8b
181,59
162,41
Noll
voll
Brss.-Antw
21,45
21,55
20,95
21,05
voll
voll
Christiania.
57,71
57,99
67,66
67,94
voll
voll
Kopenhagen
69,83
69,17
69,43
69,77
voll
voll
Stockholm .
111,37
111,93
111,22
111,78
voll
voll
HelsjngforS. iltalieu. . . London. . . Neuhork . .
10,47
18,59
10,54
18,69
18,90
10,47
18,45
10,54
18,55
voll voll
voll voll
18,81
18,72
18,62
voll
voll
. 4,19
4,21
4,19
4,21
voll
soll
Paris. . . .
22,69
12,81
79,30
22,26
22,37
voll
ooll
Schweiz . .
<8,90
78,96
65,11
79,36
voll
voll
Spanien . . Wien in D.«
dS,36
65,64
65,39
voll
voll
Oest. abgest.
5,915
6,935
5,fi»
6,93
voll
voll
Prag Budapest. . Buen.-AireS
12^575
12,635
1k,67
12,73
voll
voll
5,45
5,47
5,44
8,45
voll
ooll
1.446
1,455
1,445
1,4.5
voll
voll
Bulgarien
8,06
3,08
SM 1,705
3,11
voll
Noll
Japan . . .
1,705
1,715
1,715
voll
voll
Wo de Jan
0,395
0,405
0,405
0,415
voll
voll
Belgrad . .
6,47
6,49
5,64
6,65
voll
voll
Lissabon . -
11,97
12,03
11,97
12.03
voll
voll
Geld
| Brief
Neparl. °/o
4,11
4,21
voll
20,80
20,90
voll
69,38
69,72
voll
18,69
18.79
voll
22,25
22,37
voll
161,30
162,10
voll
18,50
18,60
voll
87,41
57,69
voll
5,91
5,9'1
voll
2,17
2,1 S
voll
111,05
111,61
voll
78,85
79,25
voll
54,gl
55,19
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12,53
12,59
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5,40
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* L!!/ nd) bin
sie wie«' jetfln _■ > ■ bös jein- Halt
beide Hat T* HÄ Tasche al mit dem in dieses ©naten/ mein Lebe haben ein Arne Hai


