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(Nachdruck verboten.)

61. Fortsetzung.

Der Alle auf Topper

Vornan von HannS von Zobeltih.

Und er beugte stich, druckte dem lieben Toren die Augen zu und kühle ihn auf die Stirn.

Heber das junge Mut, über Kaspar von Zabeltitz, der da lag an der Felswand im stillen Frieden, während auf der Höhe der Schlachten- lärm mählich verhallte, leuchtete klar und strah­lend die Morgensvnne. Die Mvrgensonne des 21. Juli, an dem sein König zum letzten Male Dataille schlug und seine Pveuhen zum Siege führte.

Mwnen treffen patt na» Der MflkMQ «T vier Jahren: würdest du wieder den russisch» Stier an den Hörnern packen? Stand fo, ftrauerte und bemerkte den GveiS erst, atS der dicht txxr ihm war, mit dem gebeugten Nackten, bei Hui in der Hand, aus der Stirn den perlenden Schweiß und in dem viel faltigen (Gesichte den schmerzlichem Trotz. War keiner von den Dauern dvrt unten, sah der König gleich Trug sich tote ein Edel­mann, wennschon der lange blaue Nock arg zer­schlissen und die Kniestiesel voller Riester.

Ungnädig waren Majestät, baß sie gestört wurden. Fragten barsch: .Wer ist 'St7*

Macht der Greis feine schuldige Reverenz, nicht zu Diel, nicht zu wenig, steift den Racken, antwortet frank und frei: .Euer Mayestät unter­tänigster Diener, Hans Ehrenreich von Zabel tts auf 'Topper."

Greift der König an seinen Hut: .Hab' Eure« Namens einen Pagen gehabt. Der fiel bei Dur- kerSdorf."

Euer Majestät zli, dienen. 3ft mein Enkel­sohn Lewesen, der Kaspar."

.Ein braver Bursch. Hatte alle Qimltfilatior zu einem honetten Offizier. Hab' ihn ungern ver> loten. Hebt wieder die Hand leicht an den Hut. Wendet den Kopf ein wenig nach rechts, denkt wohl: .Parbleu wenn damals der Finck früher angepackt hätte, wär' am End' manches anders geworden.'

Unbeweglich steht der Greis. Nur der Schweiß perlt noch stärker in der Mittagssonne.

Fragt der König nach einer Weile: .WaS will Er noch?"

(Fortsetzung folgt)

wo er schier verzweifelnd auf Den vergeblichen Ansturm feiner Grenadiere in der unglückseligen Dataille, am 12. August Anno 1759. geschaut, von wo aus er die blutigen Attacken seiner Reiter observiert hatte.

3n tiefem Sinnen stand er. Gantz allein. Abseits hielt die Reisekutsche, zuruckgetvvten war die kleine Suite. Unten am Hang drängte sich in ehrfurchtsvollem Schweigen das von weit unb breit her zusammengeströmte Landvolk. Ihren großen König wollten sie sehen und sahen nun einen kleinen alten Mann, in schlichtem Feldrock, der da oben stand, auf den Krückstock gestützt der hinübersah zu den Sandbergen, die noch heut nach vier Jahren, die Linien zeigten, so die Russen ihnen mit Schanzen und Gräben auf ge­zwungen, der hinuntersah auf das Dorf, das noch heut, nach vier Jahren, in Schutt und Trüm­mern lag.

Schritt aus den Reihen der Dauern und Knechte ein Greis heraus, hvchgewachsen und breitschulterig, aber den Nacken gebeugt von der Last des Alters und der Sorgen. Hatte Den Hut in der Hand, da st die Märzsvmre grell auf das weihe Haupt schien und den kleinen kargen grauen Zopfanscch. Klomm langsam und schwer durch den mabtenben märkischen Sand empor. Achtete nicht darauf, daß sie aus der Suite her ihm winkten und winkten. Grad' auf den König schritt er zu. Den Nacken gebeugt den Hut in der Hand, auf der hohen Stirn perlender Schweist. Im vielfältigen Gesicht aber stummen, schmerz­lichen Trotz.

Majestät hoben den Kommersen gar nicht gesehen, waren zu vertieft in die Erinnerungen, dachten wohl: wie würdest du heut die Dispv-

ft

Nun klangen endlich endlich, die Friedens- glvcken In dem aus tausendfachen Wurden blu­tenden Lande. Gegen eine Welt in Waffen hatte Friedrich gerungen, einer Welt rn Waffen hatte er widerstanden, er, der einzige, sieben schwere Jahre hindurch, bis die Feinde aus Ost, Süd, West und Nord müde wurden und Den vergeb­lichen Kampf aufgaben. Wieder und wieder hatten sie gejubelt und Viktoria geschossen, geglaubt und gemeint, den kleinen König von Preusten zum Marquis de Dvandenbvurg herak^edemütigt zu haben: immer wieder hatte er sich wie Phönix aus der Asche erhoben, war nun der Gröhe König. Frtdericus Magtrus, der über sie alle triumphierte.

In fangen Zügen kehrten die Regimenter, festlich begrüßt m ihre Garnison zurück. Der König hatte erst Schlesien, den endlich gesicherten kostbaren Sieges preis, bereift, war nun auf der Fahrt nach seiner Hauptstadt, die sich sehnsuchts­voll zum Empfange schmückte.

lieber Frankfurt fuhr er. Machte auf dem Schlachtfelde von KuncrSdorf Halt, stand ?ben auf Der Höhe des MüUbergs, an selbiger Stelle.

Dann kommt der Grolich. schreckensbleich auf seinem Rößlern. Hat's oben erfahren, so beiläufig: des Königs Page! Kniet nieder, schaut in das friedvolle Gesicht, blickt fragend zum Feldscher aus. Der zuckt die Achseln. Herzschuh

Ta regt sich der 3unter noch einmal, ganz leise, leise. Echägt die Augen auf. Ein Lächeln geht über das Angesicht. In die Sonne sieht er. Spricht leise, ganz leife. .Der König . . . nec soll cedit . .

Fastt der Cajetan seine Hand, beide Hände: Ich bin bei dir, mein Freund."

Unb toieDer lächelt der Junker. Spricht leise, tzanz leise:Ist gar nicht schwer. Grüh' mir Sie Lieben all. . ." schließt die Augen, öffnet sie wieder, nur ein wenig noch. . .lieber Ca­jetan . . . daheim . . Mutter . . . Grvhvater ... ja . . . und Ruth . . . soll mir nit mehr böS sein . .

Hält der Cajetan Grolich, RegimentKPoediger, beide Hände, fest, fest, in Den seinen.Lah uns beten"

Lieber Gott im Himmel,» nimm Du dieses junge Dlut gnädig auf in Dein himmlisches Reich. Wafche ab, Du teurer Gott, alle seine Sünden mit Dem Dlute Jesu Thrifti, und gib Du ihm in dieser Stunde zu wissen, daß er aus lauter Gnaden Dein liebe» Knü> sei. . . Christus ist mein Leben, und Sterben mein Gewinn . . . Wir haben einen Gott, Der da Hilst. . . Vater in Deine Hänü^ befehle ich seinen Geist . . . Amen"

MA« rte ljlMl-MikslMWuiIm

gemäß stattgefundenen Vorbesprechungen der unterzeichneten Wirtschaftsverbände

Sonntag, den 7. September 1924, nachmittags 2 Uhr, in der Turnhalle am Oswaldsgarten zu Giehen.

Redner: Stadtverordneter Haury aus Darmstadt und andere

ßur Deckung der Unkosten werden 50 Pfennig erhoben.

Kaufleute, Handwerker, Gewerbetreibende und Hausbesitzer, erscheint vollzählig!

3m Auftrag für:

Handel Handwerk und Gewerbe Haus- und Grundbesitz

Horn, Stadtv. l)r. Krausmüller. Launspach. 6819D

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Samstag, 6. Sept., abends 8 Uhr, im Iohannessaa^

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mit Kindern.

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Sonntag, 7.Sept,abends8Uhr,in derIohanneskirche

Vortrag

des Bundesdirektors Winkler

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ßu beiden Veranstaltungen sind alle evangelische Glaubens« genossen herzlich eingeladen.mm*

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Zusammenkunft der Steigerer am Bahnübergang Großen-Linden - Leib- gestern. Versteigerung bestimmt. Herrnbrodt, Gerichtsvollzieher in Bntzbach.

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Frau Frosch Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde eingetragen:

Am 16. August 1924 bei der Firma ß. W. Plank, Giehen: Die Prokura des Leonhard Oppenheimer in Gießen ist er­loschen.

Am 28. August 1924 bei der Firma Georg Unverzagt, Giehen: Die Firma ist erloschen. 6841B

Gießen, den 2. September 1924.

___________Hessisches Amtsgericht.___________

Bekanntmachung.

3n unser Handelsregister Abt. B wurde heute bei der Firma Karl Kling & do., Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Gießen folgendes eingetragen: Der Geschäfts­führer Hans Iampedri ist ausgeschieden und an seiner Stelle der Schreinermeister Karl Kling in Gießen zum Geschäftsführer bestellt worden. Desien Prokura ist erloschen.

Gießen, den 28. August 1924.

Hessisches Amtsgericht. 6840B

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