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waltung im GtLor. ©aalbau statt. Sie war von allen Schichten der Bevölkerung sehr stark besucht. Die Männergesangvereine der Stadt hatten sich zusammengeschlvssen und boten Chorvorträge. Die Gedenkrede hielt Pfarrer Laut eschläger. Die Feier ist würdig und eindrucksvoll verlaufen. >
Sitzung des Kreistages.
Her Kreistag des Kreises (Sieben beschäftigte sich <nn Samstag vormittag erneut mit dem Haushaltsvoranschlag der Kreisvertoaltung für das Zahr 1924, den er bereits Ende Mai verabschiedet hatte Ter Anlab zu der erneuten Beratung war folgender: Tas Ministerium des Onnern hatte die vom Kreistag am 31. Mai beschlossenen Ausschlagssätze mit einem Gesamtertrag von rund 2Z6 020 Mark beanstandet, weil sie einen geringeren Aennertrag einbringen würden, als der ilmlagcbebarf in Höhe von 326 000 Mk. es erforderte. Zur Deckung des hierdurch entstehenden Fehlbetrages hatte das Ministerium gewisse Vorschläge zur Beschlub- fassung empfohlen, und der Kreisausschub hatte diese Vorschläge dem Hause empfehlend weilergegeben. Der Kreistag konnte sich nach langer Debatte, in der alle Seiten der Angelegenheit eingehend ducchgesprochen wurden, nicht ent- schlieben, von seinem früheren Beschlub abzugehen. Er beschlob daher erneut, den Voranschlag in der am 31. Mai in den einzelnen Ausschlagssätzen sowohl wie auch in den Endziffern beschlossenen Weise aufrechtzuerhalten.
Sl^ann wurden, dem Vorschläge des Kreisausschusses entsprechend, die Korkommissio- nen für den Kreis Dieben gewählt. Damit war der Beratungsstoff erschöpft.
Gerichtssaal.
Darmstadt, 4. August. Durch seine Schuhe eines Diebstahls überführt wurde ein hiesiger Fuhrmann. Dor einiger Zeit war bei einem Wurstfabrikanten eingebrochen worden; dem Dieb sind etwa 140 Pfd. Würste und Schinken als Deute zugefallen. Dach dem Diebstahl fand man Fußspuren, die in die feuchte Gartenerde eingedrückt waren. Diese wurden mit Gips ausgegossen und sie ergaben Stiefelsohlen, die an bestimmten Stellen stark abgelaufen waren. Als des Diebstahlsverdächtig wurde sechs Wochen später der Fuhrmann festgenommen: feine Stiefelsohlen stimmten genau mit den Gipsfuß- spuren überein. Er wurde jetzt vorn Dezirksschöf- fengericht zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt.
Vermischtes.
Mit dem Automobil in den Fluß gefahren.
Königsberg, 4. Aug. (Wolff.) Gestern nacht fuhr ein aus ©erbauen kommendes Automobil beim Korinthendamm in die Pre- gel. Der Führer des Kraftwagens schien mit der Oertlichkeit nicht genau vertraut zu sein, denn er hatte in der Dunkelheit bei starkem Degen den Weg verfMt. Während sich die in dem Kraftwagen befindlichen älteren Personen zu retten vermochten, konnten zwei Kinder, ein Knabe imb ein Mädchen, nur als Leichen geborgen werden
Große Aeberschwemmungen In Polen.
Warschau, 4. Aug. (Wolff.) Mittel- Polen ist von einer ar aßenLIeberfchwem- rnung heimgesucht: Weichsel, Dunajec, Rawa und Sola sind über die Ufer getreten. Den Blättern zufolge sind diele Ortschaften und Einzelgehöfte zerstört worden, die Felder sind über weite Strecken überflutet. Der vom Hochwasser angr- riditete Schaden sei bereits sehr beträchtlich
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Turnen, Sport und Spiel.
Rhonturnfest.
Karl Reuter vom Turnverein von 1846 1. Sieger.
500 Turner und Turnerinnen aus verschiedenen deutschen Turnkreisen traten am Sonntag auf dem Plateau derWasserkuppe zum achtzehnten Male im friedlichen Wettkampf um die Eiegespalme an. Die Teilnehmer kamen aus Frankfurt a. M., Eisenach, Weimar, Leipzig, Kassel, Fulda, Gießen usw. 3m Dierkampf — Oberstufe — traten 240 Turner an. 1. Sieger wurde Karl Reuter-Gießen, T. D. 1846, mit 76 P. 3m Sonderwettkampf — Stabhoch — wurde Reu - t e r 2. Sieger, den 18. Sieg in der Oberstufe errang Willy Gartenschläger. 3m Dreikampf — Unterstufe — erhielt Heinrich (Bettet den 12. Sieg.
D. f. B.--Gießen (Liga) — Kurheffen- Marburg (Liga) 5:1.
Ein für Gießen im wahren Sinne des Wortes selten schönes Spiel. Vorweg sei gesagt und besonders betont, daß beide Mannschaften sich in punkto Fairneb geradezu überboten. Schon t»n diesem Gesichtspunkte aus betrachtet war es eine Freude, einem solchen Kampfe zuzusehen.
Aach Schluß des Spiels der Zweiten Mann
schaften, das D. s. D. mit 2:0 für sich entscheiden tonnte, betraten die beiden Ligamannschaften, D. s. B. mit Grimm, Muchtar, Fischer, Hausrvth, Schnürle, Dickhardt, Kleinke, Mandler, Moller, öteger und Schäfer das Spielfeld. Gleich nach Beginn zeigte V. f. B., daß er mehr als eine Klasse besser ist als fein Gegner. 4 Minuten nach Beginn fiel schon, das Resultat eines Flankenlaufs von Kleinke, durch Möller das erste Tor, dem 3 Minuten später Kleinke ein zweites folgen ließ. Angriff auf Angriff, vom Mittelläufer Schnürle glänzend eingeleitet, rollte in der Folgezeit gegen das Tor l-er Kurhessen, die trotz zäher Abwehr nicht verhindern konnten, daß Steger den Ball zum dritten- mal einsandte. Ein Strafstoß, von Schnürle rasant geschossen, wurde zum 4. Tor verwandelt. Einige energische Gegenangriffe der Kurhessen scheiterten
der Verteidigung. Kurz vor und nach Halbzeit toar das Spiel ausgeglichsr. Kurhessen konnte sogar nach schönem Durchbruch sein Ehrentor buchen. 3unn nahm V. f. D. im Eichspurt das Heft wieder in die Hand: wieder war es eine Freude, die durch- iachten Angriffe des Mittelläufers sich programm- ruäßig in wunderbar flachem Kombinationsstil a6= Wickeln zu sehen, denen zufolge ein 5. Tor durch Sieger fiel. Das Ende des Spiels stand weiter unter dem Zeichen der lieberlegen beit des Gast» SberS, litt aber kurz vor Schluß unter dem ein
en ben Gewitterregen.
D. f. B. zeigte, daß er nicht mir in feinem Stil, sondern auch fair zu siegen versteht. Dem schiedsrichter Kraushaar von Sp.D. 04 miröe sein Amt von beiden Seiten sehr leicht ge=
Berliner Börse.
Telegraphische Auszahlung.
Banknoten.
Getreidebörse.
•) Dom Rückzahlungswer^
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
0,365 0,810 0,780 1,3 0 0,876 0,790
0,800 0,700
4,200 81,70
10
maan, er befrtcDtgte beide Parteien. Solche vptele werden dem Sport und dem Derein weitere Anhänger verschaffen.
finanziellen Kräfte gestatteten, große Käufe ■ ür. Auch diejenigen Danken, die gewöhnlich ausländische Aufträge zur Ausführung bringen, tp.ircn mit großen Orders am Markt. T^lgesgeld ’/. pro Mille pro Tag. Arn Devisenmarkt zeig sich :lne feste Haltung des englischen Pfunds, wir auch des französischen Franken. Znländi che Anl ihen aller Art lagen außerordentlich fest. Ausländische Anleihen gesucht.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
24,28 6
7,87 9,25 0,30 10,30
14 2,12
0,30 46,25
9,75 12,25 49,75
50 60
9,87 15
6,40 9,25 28,50
38,25
2
24,25 5,15
1.5 10,75
3,5
9,25 16,50
1,15 12
14,50 13,25
6,90 13,9 14,65
8,90 14
8,5 35
44
1,60 2,61 2.30 10,6
0,575 0,9
12,7 1,5 2,8
4,75 9,70 8,35
8
Wirtschaft.
• Stand der Geschäftsaufsichten. Die Zahl der unter Geschäftsaafstcht stehenden deutschen Firmen ist nach den Feststellungen des Zentralverbandes des Deutschen Großhandels in den letzten 16 Tagen um weitere 479 Geschäfts- aufsichten gestiegen. Die Gesamtzahl der nunmehr unter Geschäftsaufsicht Stehenden wird vom Zen- tralverband auf 2615 angegeben. Ausgehoben sind von diesen Geschäftsaufsichten bisher insgesamt 414, davon in den letzten 16 Tagen 262. Die tägliche Zunahme an Geschäftsaufsichten war in derselben Zeit durchschnittlich etwa 30, während die Zahl der täglichen Aufhebungen durchschnittlich etwa 17 betrug. i
D i e G e sch ä f t s a u f s i ch t zur Sanierung beim Stahlwerk Decker. Die Geschäftsaufsicht bestätigt nunmehr die Dachricht, daß beim Stahlwerk Becker A.-G. ein außergerichtlicher Vergleich in Höhe von 40 Proz. der Forderungen angestrebt wird. Seit einigen Tagen kursiert ein Gerücht, wonach die Rombacher Hüttenwerke A.-G. sich für die Angelegenheit interessieren sollen. Eine Bestätigung dieser Meldung war noch nicht zu erhalten.
Zweites Jugendtreffen der Deutschen Turnerschaft
2. und 3. August in Marburg.
Die Deutsche Turnerschaft veranstaltete am 2. und 3. August in Marburg ihr zweites Jugendtreffen. Es sollte den Prüfstein dafür abgeben, ob das neue 3ugen5tumeitum in ihren Reihm, das vor zwei Zähren auf dem Jugendtreffen in Weimar die erste Probe glücklich bestand, in der Zwischenzeit Fortschritte gemacht hat.
Das 3ugendtreffen begann am Samstagvormittag mit Spielen und Staffeln, llefreratl wurden tüchtige Leistungen gezeigt. Am Abend versammelte sich die Turnerjugend mit ihren Wimpeln auf dem Kämpfrasen zu einer
Begrüßungsfeier.
Tas gemeinsame Lied „Ein Ruf ist erklungen" leitete sie ein. Dec Oberbürgermeistervvn Marburg begrüßte die Turnerjugend im Damen der Stadt Marburg. Der Vorsitzende der Deutschen Turnerschaft, Dr. Berger, legte in einer Ansprache bar, daß in der Deutschen Turner schuft trotz der neuen Zugendturnbewegung Zugendliche und Alte die glei.hen Ziele hatten. Ein Gedichtvortrag „Feuer" wurde mit begeistertem Ausdruck in die Ordnung der Feier eingeflochten. Das von Deuendvrff gedichtete Lied »Wer uns schlägt", unter Begleitung der Marburger Rcichswehrknpelle gesungen, wurde stimmungsvoller Abschluß der Veranstaltung Anschließend ging es in die Pfarrkirche und die E 1 i- sabethkirche zu je einer
Abendmusik.
Beide Kirchen waren bis auf den letzten Platz besetzt. 3n der Elisabethkivche sprach Dr.D eu e n- d v r f f-Mülheim (Ruhr) von deut ch r Dol und deutscher Hoffnung. 3n seiner eindringlichen, tief SU Herzen gehenden Art wies er der Turner- lugend die Wege zur Erneuerung, zur Arbeit für Volk und Vaterland durch das eigene Beispiel einer musterhaften Lebensführung und durch ernsten Dienst an der Volksgemeinschaft. Lau:lose Stille herrschte im Raum, den, nachdem Dr. Reuen- dvrff geschloffen, feierliche Orgelklänge durchfluteten. Ergreifend wirkten auch die zarten Musik- und Gesangvortrage von Zugendturnergruppen.
Am Sonntagmorgen stand Marburg v^l- ständig im Zeichen des Zugendtreffens. Alle (Strafen. die Ausnahme auf das Reichste beflaggt waren, wurden von den Scharen der Zugend- turner und -turnerinnen durchzogen. 3hr Ziel waren Aufstellplätze, auf denen sie sich zu lang n Zügen ordneten. Don hier ging es zu ein.v am Fuße des Dismarckturmes liegenden Wiese zu einer
Morgenfeier,
die gleichzeitig zu einer Gedächtnisfeier für die im Weltkriege' Gefallenen gestaltet wurde. An ihr nahmen außer der Turnerjugend Dertreter der Stadt, der Studentenschaft, das ’ Marburger Reichswehr-Bataillon usw. teil. Zur Eröffnung donnerten drei Böllerschüsse durch das Lahntal, dann stieg das allgemeine Lied „Brüder, reicht die Hand zum Bunde" zum leuchtenden Himmel auf. Der Turner S ch l i n k (Ruhrort) trug Stegu- toeits „Rufe der Zugend" vor. Die Ansprache hielt Dr. Äeuendorff. 3n lange Augenblicke tiefsten und ergriffenen Schweigens und inneren Rückschauens in die tragischen Gesch hnisse Les letzten Zahrzehnts schickte die Reichswehrkapelle das Lied „3ch hott' einen Kameraden".
Rund 20 000 Menschen waren versammelt, und doch herrschte eine Ruhe auf dem Platze, wie sie bei Begebenheiten wie hier ganz fei en sein dürfte. 3n das gemeinsame Lied „Zch hab' mich ergeben" klang der feierliche Akt aus.
3n drei geschlossenen Abteilungen Marschierten die mehr als 15 000 Turner und Turnerinnen jetzt zur
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Frtrfn, «. Aug.
(9n Billionen Wart auÄoebrfltft. vueno«.«ire-, London. Weit* borf, Savart Wobt Janeiro für eint Cinbtlt. T3ien and Budavekl für 100000 Ein beiten, alle« übrige für 100 Qrfnbtlten.)
Festwiese, dem früheren Exerzierplatz der Marburger Zäger. Der etwa IVsstünd'ge Marsch durch Wälder und Felder, über Berge und durch Täler, mitten durch ein von Matur aus reich gesegnetes Stückchen Erde war wunderpvll. Die Züge sahen prächtig aus. Die farbenfrohen Wandertrachten der Zungen und Mädel und die bunten Wimpel klangen in einen reinen Akkord der Augenfreude zusammen, und die munteren Wander- und Tum lieber, die immer wieder angestimmt wurden, erhöhten die Würze des Genusses dieser herrlichen Sonntagswanderung. Aus der Festwiese entfaltete sich schnell ein buntes Treiben. Zuerst wurde abge- kvcht. Dann trat die Fröhlichkeit in ihr Recht. Spiele aller Art verkürzten die Zeit. Daneben wurden gehaltvolle Proben der Dielsei igkeit des turnerischen Zugendlebens in Form eines Wim- p e l st r e i t s gegeben. 3n mehreren großen „Ringen", d. h. runden Plätzen, die durch die im Kreise lagernden Zuschauer gebildet wurden, lieferten zahlreiche Gruppen sich einen interessanten Wettstreit. Zede Gruppe mußte ein Lied fingen, einen Tanz und eine Frei- oder ein? Handgerätübung vorführen. Alles wurde nach festen Maß- täben gewertet. Hierbei zeigten sich die gegen Weimar gewonnenen Fortschri t» besonders deutlich. Man konnte fest stellen, daß auf das mehr- limmige Singen zu Geigen- t>ter Klampfenbeg lei- tung jetzt grober Wert gelegt wird. Einige dieser Dorträge wirkten in ihrer Schlichtheit und Ton- chönheit fast künstlerisch. Auch de Tänze fielen überwiegend zufriedenstellend aus, nicht weniger die turnerischen ülebungen. Dab sich einiges der Kritik gegenüber weniger h'.eb- und stichfest erwies, ist bei der großen Zahl der Dorführungen nicht verwunderlich. Einen unvergleichlich sch' nm Anblick boten schließllch noch die allgemeinen Freiübungen, die Zungen und 'Madel vereinigten und denen ein großer Aufmarsch der Wimpel den eindrucksvollen Auftakt gab. Auch dieser Tell der Veranstaltung bewies, daß dem praktischen Turnen durch die Zugendturnbewegung nicht das Geringste genommen werden soll
Am Llbend marschierten die Teilnehmer nach Marburg zurück.
Das Schloß erstrahlte in festlicher Beleuchtung und auf allen Höhen um Marburg herum flammten Feuer auf. Eindrucksvoll wie der Tag begonnen hatte, llang er ernst und rein in den zum dunklen Abendhimmel filll auflodernden Feuerzauber aus.
Am Montag begann der größte Teil der Teilnehmer, unter denen auch die Turnvereine unserer Stadt vertreten waren Wanderungen durch das hessische Land
Berlin, 4. Aug. (Drahtbericht des »Gieß. Anz.".) Die Berliner Börse stand bei Beginn der neuen Woche im Zeichen einer regelrechten Hausse aus dem Anleihemarkt. Besonders stürmisch war die Aufwärtsbewegung auf dem Anleihemarkt bei Kriegsanleihen, die mit 425 einsetzten und spä.er mit 410 gehandelt wurden. Daneben standen Zrixingsanleihen sowie eine größere Anzah' L n?- wirtschaftlicher Pfandbriefe und S.adtanleihen Im Vordergründe des Znteresses. Die Tatsache daß eine Reihe deutscher Stadtgemeinden dazu üb.r- gegangen ist, Aufwertungen ihrer Anleihen im ungefähren Umfange von 5 Prozent des R n i- wertes vorzunehmen, gibt natürlich der Spekulation einen besonderen Anreiz. Es ist zu bcmerlcn, dab der Anleihemarkt sich allgemein durch eine gewisse Materialknappheit auszeichnete, da die Besitzer dieser Papiere wenig Derkaufsneigung zeigten. Don dem Anleihemarkt ging natürl ch ohnehin schon eine starke Anregung für den übrigen Effektenmarkt aus. Es kam dazu, daß dir Einladung Deutschlands zur Londoner Ken cnz und die bereits erfolgte Lkbreise der deutsche i Delegierten nach London weile Kreise in der Auffassung bestärkt, dab ein Fehlschlag der Ko. f .r.n, nunmehr so gut wie ausgeschlossen sei Lluch die Börse handelte dementsprechend, wenn sie schon jetzt ein posiüves Ergebnis der Konferenz vorweg annimmt. Die Spekulation nahm, soweck es die
5% Deutsche ReichSanlribe .
<% Deutsche Nelchsanlctye . 3V,'/y Deutsche Retchsanleihe 3®A Deutsche Reichsunleibe . Deutsche Sparprämienanlethe 4% Preußische KonsolS . . . 4% Hessen ..........
»3'A% Hesse»..........
3% Hessen..... .....
Deutsche Wertb. Dollar-Anl. dio. Doll.-Schatz-Anwetsng/) 4% Zolltürken ......I
5% Goldmexikaner I Berliner Handelsacsellschaft. Commerz- und Privat-Bank Tarmst. und Nationalbank .. Deutsche Bank........
Deutsche BereinSbank .... Disconto Commandit .... Metallbank...........
Mitteldeutsche Credttbank. . Lcsterreichische Creditanstalt. Westbank............
Bochumer Guß ......
Buderus
Caro Deutsch-Luxemburg......
Gelsenkirchener Bergwerke. . l iarpener Bergbau......
ttaltwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln.....
Laurahütte.......
Oberbedarf......
Phönix Bergbau.......
kiyetnstahl...........
Riebeck Montan........
Tellus Bergbau ........
iamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd.....
Cheramksche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg .. . Pbilipv Holzmanu......
Anglo-Cont -Guano Badische Anilin Cbemische Mayer Sladüt . . Goldschmidt..........
Gries trimer Electron .... höchster Farbwerke......
iolzverkohlung ....... lütgerswerke.........
Scheideanstalt ........
Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann...........
Mainkrastwecke ........ Schlickert........
Siemens A Halske .....
Adlerwerke Kleyer .....
Daimler Motoren» ..... Heyligenstaedt......... Megutn...........
Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesell'chafk Frankfurt. Pet. Union A.-G........
Schuhfabrik Herz ..... Sichel Zellstoff Waldhof.......
Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
Frankfurt a. M, 4. Aug. (Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Es wurden notiert: Wetterauer Weizen 20,50 bis 21, Roggen, inländ 17,50 bis 18, Braugerste 18,50 bis 19, Hafer, tnL 18 bis 18,50, Mais, gelb 17,30 bis 17,50, Wei.^in- mehl, inländ., Spezial 0 31,75 bis 33, Roggenmehl 26 bis 26,50, Weizen- und Roggenkleie 10,50 bis 11, Erbsen 20 bis 26, Heu 0,50, Weizen- und Roggenstroh 4 bis 4,50, Treber, getrocknet 12,50 bis 12,75. Tendenz: Fest.
Frankfurter Schlachtvrehmarkt.
Franksurt a. M., 4. Aug. (Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Llustrieb: 1712 Rinder, darunter 476 Ochsen, 73 Dullen, 1163 Färsen and Kühe, 318 Kälber, 99 Schafe, 3382 Schweine. Es wurden notiert für je 50 Kilo Lebendgewicht: ! Ochsen, vollsleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 45 bis 50, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 38 bis 44, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 30 bis 37; Dullen, vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 34 bis 38, vollfleischige jüngere 28 bis 33: Färsen und Kühe, vvll- fleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 44 bis 48, vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Zähren 36 bis 42, wenig gut entwickelte Färsen 36 bis 42, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 30 bis 35, mäßig genährte Kühe und Fä-ffen 20 bis 30, gering genährte Kühe und Färseri 10 bis 15; Kälber, feinste Mastkälber 45 bis 50, mittlere Mast- und gute Saugkälber 38 bis 44. geringere Mast- und gute Saugkälber 30 bis 36; Schafe, Mastlämmer und Masthämmel 30 bis 35, geringere Masthämmel und Schafe 28 bis 30; Schweine, vollfleischige von 80 bis 100 Kilo 68 bis 70. unter 80 Kiw 58 bis '66, von 100 bis 120 Kilo 68 bis 70, von 120 bis 150 Kil) 68 bis 70 Fettschweine über 150 Kilo 68 bis 70, unreine Sauen und geschnittene Eber 58 bis 65. Markt- Verlauf: Zn allen Diehgattungen ruhiger Handel, bei Rindern und Schwänen größerer äleberstand.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 4. Aug. Die amerikanische Getreidesteigerung reflektierte auf den deutschen Markt. Die Preise zogen abermals an. Wintergerste wird aus Hamburg gefragt. Hafer war knapp. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen märt. 187 bis 192, Roggen, märk. 140 bis 147, Braugerste, märt. 168 bis 176, Futtergerste, neue 162 bis 170, Hafer, mätck. 159 bis 161, RapS 285 bis 290, Leinsaat 390 bis 395; für je 50 Kilo: Weizenmehl 25,25 bis 28,25, Rvggenmrhl 21 bis 23,25, Wäzenkleie 10,50, Reggenkleie 10 20 bis 10,40, Diktvriaerbsen 22 bis 24, kleine Erbten 15,50 bis 17, Futtererb'en 14 bis 15, Peluschken 14, Ackerbohnen 13 bis 15, Wicken 14 bis 16, Lupinen, blau 9,50 bis 10, gelb 17 bis 18, Rapskuchen 11,50, Leinkuchen 20 bis 21, Trocken- schnihel 9,50.
Verantwortlich für Politik und Feuilleton: 3. D.: Heinz Gorrenz.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M, 4. Aug. (EigenerTraht- hericht des Gießener Anzeigers.) Tendenz: Sehr ftst. — Die Börse war auch bei Wochenbegrni, ^herrscht von der Londoner Konferenz, deren Verlauf allgemein befriedigte, zumal die Einladung Deutschlands im günstigsten Sinne gedeutet wurde. Angesichts dieses Vorganges eröffnete die Börse in außerordentlich fester Haltung. Die llntemebmungdlaft, die in einem feit langem nicht mehr gesehenen Ausmaße zur Verwirklichung kam, umfaßte den ganzen Marft. Die Kauflust fand eine erfeblidje Fwderrng durch Auslands order. Das Marktgffchäft bot ein außerordentlich lebhaft bewegtes Bild. Die Geldmarktfähe sind eher etwas leichter. Tagesgeld ist unverändert bei 6/16 pro Mille angeboten. Ter Zinssatz für Monatsgeld ist mit l3/s Prozent etwas niedriger als in der Vorwoche. Zm internationalen Devisenverkehr herrschtHaussestimmang für die europäischen Valuten. Zm Hinblick aif die Einigung der Alliierten auf derLondonerKonferenz sowie der Teilnahme Deutschlands an bei Unter« Handlungen. Alle europäischen Devisen sind gegenüber Reu York bedeutend fester. Besonders scharf ist die Steigerung des englischen Pfunds, das im ülsancenderkehr mit 4,413/i bis 4,441/i (Samstag 4,41i/i) eröffnete. Auch der Pariser Frank strebt nach oben. Die Pfurdparftät ging auf 83,70 bis 83,80, die Dvllarparität auf 18,85 zurück. Die | Mark behauptet ihren Kurs von 4,166 für den Dollar. Am Effektenmarkt vollzog sich das Geschäft in sehr lebhafter Form bei recht bedeutenden älmsätzen. Die Aufwärtsbewegung war hausfe- arüg, besonders für die Werte des Anilinmarkts, für den man neuerdings wieder bedeutende Kaufaufträge beobachten konnte. Die Kursgewinne gingen vereinzelt über eine Billion Proz. h n us. Die Danken lagen ruhiger, doch waren auch hier flute Gewinne zu verzeichnen. Zm Vordergründe
des Znteresses stand erneut der Markt der hff- Amerikanische Roten .... mischen Anleihen, wo ganz beträchlliche Kurs- ®<LWfd)e Noten......* *
gewinne zu verzeichnen waren. Die ausländischen ^°‘e"
Renten schlossen sich der Aufwärtsbewegung an, Fran;össschc Noten ’ ‘ * * * * doch waren die ülmsähe hier etwas geringer. 3m holländische Noten Freiverkehr strebten die Kurse gleichfalls in die Sörimatf»#
Höhe. Das Geschäft war lebhafter als an den utfetifterr ““oö Jhonm Vortagen. Zm allgemeinen waren hier Kurs- Rumänische Noten......
gewinne bis zu einer Billion festzustellen. Api färoriAÄSnn 4,12, Decker-Stahl 1,65, Decker-Kohle 51/,, Hansa Spanische Noten
Lloyd 1, Krügers hall 4,5, Petroleum 14, ilfa 53A, Tschechoslowakische Noten ’ ‘ Growag 0,2. Zm weiteren Verlauf hielt die feste Ungartsche Noten Stimmung an. Tas Geschäft blieb lebhaft. Frankfurter
1. Aug.
4 Aug.
Rrirart.
1. 1 4
Amtliche Geld
Notteruni Briet
Amtlich: "Jtodern i,
Geld
•Hrief
Amft.-Notl.
160,0^
160,8
160,80
161,60
Bnt-Nntw
19,20
19,30
19,80
19,90
Chrilliania. Kopenyagen
50,bl 67,43
66,89
67,72
57,16
67,93
5734
68,17
voll voll
nnfl nntr
Stockholm .
111,49
111,98
111,19
111,93
voll
voll
HclsingforS- Italien. . . London. . .
10,47
18,10
10,53
18,20
10,52 18,275
10,58
18,375
voll voll
voll
18,455
18,54,
18,595
18,6'!5
voll
voll
Neuyork . .
Paris....
4,1) 21,176
4,21
21,276
4,13
22,12
4,21
22,24
voll voll
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Schweiz . .
77,61
77,c 9
<8,25
78,65
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Svanicn . . Wien in D--
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65,69
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Prag . . . . Budapest. . Buen.-Aires Bulgarien Japan . . . Wo de Fan Belzrad . Lissabon . .
12,38 5,35
V-6
3,03 1,715 l,385
4,99 11,27
12,44 6,38
1,37 3,05 1,725 6,395
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22, 1
voll
160,35
161,15
voll
18,29
18, 9
voll
57,36
57,34
voll
5,95
5,97
voll
1,775
1.79
voll
111,12
111,6
voll
78,25
78,66
voll
65,61
55,83
voll
12,43
12,49
voll
5,24
5,28
voll
An Billionen Prozent
Frankfurt a M.
Berlin
Schluß, fiurs
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Datmn:
31. 7.
1. 8.
31. 7.
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B
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M—
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