cttoon: Amu vommer, Ges. Greven, Start Hennings, Verein Laubach: 100 Silben: Gertrud Puppe, Ges. Gießen, Lucie Melcher, Käthe Ziegler, beide Damenverein 1861 Gießen, Käthe Altvater, Dora Nickel, beide Ges. Gießen: 80 Silben: Emilie Schweitzer Gertrud Reich, Minna ®ün» jkher, alle Ges. Gießen, Gretel Wabnih Damenverein 1861 Gießen, Hennann Krombach, Verein 1861 Gießen, Heinrich Wihner, Verein Großen- Linden, Minna Frutig, Ges. Gießen: 60 Silben: Emmy Moser Verein Schotten, Emilie Schäler, Erna Weigel' Else Fuchs, Mathilde Hamel, alle Ges. Gießen, Otto Avemamr, Karl Gatsert, beide Verein Lang-Göns.
** Z u Sommer - Abonnements- Konzerten lädt die Kapelle unseres Ba- taillons im heutigen Anzeigenteil ein. Die Konzerte sollen auf der Liebigshöhe stattfinden. Näheres in der Anzeige.
»* 3. Brandenburger. Die Jubiläumsfeier in Frankfurt betrifft eine Anzeige in unserem heutigen Blatte.
** Eine Reisebekanntschaft mit üblen Folgen machte am Dienstag abend der 18 Jahre alte Arbeiter Wilh. Scharf aus Erfurt, der von Koblenz nach Erfurt reisen wollte. Er lernte im Zuge zwischen Limburg und Gießen den etwa 28 Jahre alten Schausteller Matthias D i cE kennen, der sich angeblich auf der Reise nach Kassel befand. Gegen 8l 2 Ähr hier angr- kommen, veranlaßte D. den Sch, seine Palete am Gepäckschalter aufzugeben, und darauf traten beide eine Alkoholtour an, bei der Bier und Wein genossen wurden. Gegen Mitternacht wurde der junge Sch. in bezechtem Zustande von einer Polizeipatrouille in der Rähe der Deterinärklinik nur noch mit Weste, Hemd und Stiefel bekleidet angetroffen. Er gab an, der D. habe ihm unerlaubte Zumutungen gestellt, Seien Erfüllung er abgelehnt habe, dann fei D. mit seinen Kleidern ausgerüctt. D. hatte sich inzwischen, wie die sofortigen polizeilichen Feststellungen ergaben, mit den Kleidern des Sch. zum Dah.chof begeben, dort die Pakete des Sch abgeholl und dann versucht, in einen leerstehenden Personenwagen am Bahnsteig zu klettern. Hierbei überraschte ihn ein Polizeibeamter, worauf D. in der Richtung nach Lollar flüchtete. Gegen Morgen fand er fich am dortigen Dahnhofsschalter ein und löste eine Karte nach Eschhofen,' da die Lollarer Eisenbahnbeamten mittlerweile aber von Gießen aus bengchrichtigt worden waren, nahmen sie den D. fest. Än einem günstigen Augenblick riß er jedoch auch hier wieder aus und flüchtete querfeldein, verfolgt von einem Wächter des Lollarer Bahnhofs. Auf der Flucht sprang D. mit Sack und Sack in die Lahn, die er durchschwamm: als er aber am jenseitigen Äser auftauchte, wurde er durch einen Warnungsschuh seines Verfolgers gestellt, dann erneut festgenommen, nach Lollar zurückgebracht und von dort nach Gießen der Polizei zugeführt. Hier hatte man den Sch einstweilen notdürftig mit Kleidern ausgestattet. Beide wurden der Staatsanwaltschaft vorgeführt, wo D. wegen seiner Gaunereien und der leichtsinnige Sch. wegen ber noch unaufgeklärten Vorgänge bei der Deterinärklinik — D. sagt irn belastenden Sinne gegen Sch aus — bis jetzt in Haft verblieben.
Bornotizen.
— TageskalenderfürDonnerstag. Kriegerverein: 8Ve Ähr im Postkeller Monatsversammlung. — Verein Rudersport 1913: 9 Ähr im Bootshaus Generalversammlung. — Haus und Schule: 8 Ähr Famittenabend im Johannes- saal. — Republikanischer Reichsbund: 8V2 Ähr im Gewerkschaftshaus Versammlung mit Vorträgen. — Rundfunkhaus Löberstraße: Nachmittags Änterhaltungsinusik, abends Romantischer Abend. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Grell Giittly und Alfons Fix ferner „Gobseck". — Astoriu-Lichtspiele: „Sie Welt rn Flammen".
— Die Deutsche Volkspartei veranstaltet ntorgen (Freitag) abend, SVi Ähr, im Gewerbehaus ehre Mitgliederversammlung, in der Pros. Schian einen Vortrag über die politische Lage halten wird. (Siehe Anzeige.)
Landkreis Glotzen.
* Grünberg, 3. Juni. 3m Rathaus versammelten sich Vertreter der Stadt, des Schulvorstandes und des Kreisschulamts zu einer Abschiedsfeier für Herrn Georg Sauber, Lehrer an der Volksschule und Vorsitzender des Schulvorstandes, und Frl. Johannette Balser, Hairdarbeits- lehrerin an der Volks- und Realschule. Beide traten am 1. April in den Ruhestand. Sie haben einen großen Teil ihres Lebens in treuer Pflichterfüllung der Erziehung der Grünberger Jugend gewidmet, Frl. Balser 41 Jahre, Herr Sauber fast 30 Jahre, seit Dezember 1894. Für das Kreisschulamt sprach Kreisschulcat Fischer- Gießen Worte der Anerkennung und des Dankes, für die Stadt Beigeordneter F u l d a t, für den Schulvorstand Pfarrer Schmidt und für das Sehrer- kollegium der Volksschule Sehrer Dender. Die Direktion der Realschule, deren Setter durch Krankheit am Erscheinen verhindert war, gedachte des guten Einvernehmens der beiden Schulen, die lange Zeit unter einem Dache in freundlichstem Einverständnis zusammen wirkten.
5 Göbelnrod, 4. Juni. Am 1. Juni trat Sehrer Born mann hier nach mehr als 43jäh- riger Wirksamkeit in den Ruhestand, fast 21 Zähre hat er in unserer Gemeinde als Sehrer und Erzieher der Jugend gewirkt. Am 2. Juni versammelte sich Gemeinöevorstand und Schulvorstand zu einer Abschiedsfeier im Schulhause. Kreisschulrat Fischer-Gießen sprach im Auftrag des Kreisschulamtes dem in Ruhestand tretenden Lehrer Dank und Anerkennung aus. Bürgermeister Weber brachte den Dank der Gemeinde zum Ausdruck und übergab als Ehrengeschenk der' Gemeinde einen Ruhesesfel Pfarrer Döll-Wirberg sprach für den Kirchenvorstand und als Religionslehrer zu dem scheidenden Lehrer Worte des Dankes. Herr D. dankte für die ihm erwiesene Anerkennung und Wünsche. Hierauf stellte der Kreisfchulrat noch den neuen Lehrer Herrn Schulverwalter Weicker vor und erbat von der Gemeinde freundlichste Auftmhme für ihn.
ri. Obrrbessrngen 4. Juni. Endlich ist auch in unserem Ort das Ehrendenkmal für öie Gefallenen ferttggestellt. Die Eincorr- hung soll am Nachmittag des ersten Pfingsttages stattslnden.
y. Hungen, 4. Juni. Der Oberhessische Missionsverein für Basel wird am 16. d. M. seine diesjährige Jahresversammlung dahier abhalten. Im Mittelpunkt wird ein Vortrag des bekannten Missions- inspektvrS v. W ü r z-Basel stehen: „Änser Platz in der Weltmission." Am Tage vorher feiert der Verein sein Missionsfest in Münze n b e r g (Burg), wobei eine Anzahl Missionare sprechen werden. Die Posaunenchöre der Ämgegend werden dabei mitwirken.
Kreis Scholten.
* Schotten, 4. Juni. 3m Rathaus fand gestern in der Angelegenheit der Krieger- ehrunginderKirche eine Besprechung statt, zu der die Mitglieder des Gemeinderats, des Kirchenvorstandes und der Vereine erschienen waren. 3n die Gedenktafel werden die Namen der 74 Gefallenen aus der Stadt und der 26 aus dem Kirchspiel, also insgesamt 100 Namen, eingemeißelt werden. Zur Deckung der Kosten soll am 10. August eine größere musikalische Veranstaltung abgehallen werden. Die Enthüllung des Denkmals am 17. August ist als kirchliche Veranstaltung geplant.
Turnen, Sport und Spiet Leichtathletikerfolge deS Gießener Sportclubs von 1900.
Zu den Nationalen Wettkämpfen des Sp. V. N i e d e r - L a h n st e i n hatte die Leichtathletik- Abteilung des G. S. C. v. 1900 als Vertreter den Mehrkämpfer Becker (früher S. C. Charlotten-
bürg) entfanbt. Decker, der zum ersten Mal für die Farben des G. S. C. v. 1900 startete, behauptete sich bei der starken Konkurrenz aus Dingen, Mainz, Koblenz, Bonn usw. überraschend gut und konnte 5 Plätze belegen Er gewann den Diskuswurf mit der guten Leistung von 36,10 Meter und wurde auch mit 5,95 Meter im Wett- sprung Erster. 3m Hochsprung mußte er sich mit 1,70 Meter durch Losentscheid mit dem zweiten Platz begnügen. Das Kugelstoßen sah ihn mit 10,17 Meter ebenfalls an zweiter Stelle. Auch im Dreikampf konnte er sich einen 3. Platz sichern.
Die Borussia Fulda hatte aus Anlaß ihrer Fahnenweihe die 4xl0v»Meter-Staffel des G. S. C. v. 1900 eingeladen. Die Aussichten für die Gießener' waren nicht gerade rosig. Sie muhten mit Ersah für ihren besten Sprinter und Schlußmann R. Fischer antreten, der infolge Muskelzerrung noch einige Wochen aussehen muß. Trotz alledem lieferte die Mannschaft: Sang lot), Wallen fels, Kreuter, Dachmann ihren Gegnern in der blendenden Zeit von 45,4 Sek. einen harten Kamps. Erster wurde der Gastgeber, 2 Meter zurück Hessen-Preußen-Cassel, 1 weiteren Meter zurück die 1900er.
Die 2. und ein Teil der 3. Rennmannschaft weilte in Frvhnhau f en (Dillkreis), wo sie auf unerwartet starke Konkurrenz — besonders aus dem Siegerland — stteß. Seipp gewann den Hochsprung mit 1,53 Meter und wurde mit 5,90 Meter im Weitsprung Dritter. Für die im Mittelpunkt der Veranstaltung stehende große Staffel „Quer durch Frohnhausen" hatte der G. S. C. v. 1900 eine Mannschaft gestellt, die sich durchweg aus jungen Leuten zusammensetzte und nach scharfem Kampfe auf der ganzen Strecke (800 Meter, 400, 300, 200 und 100 Meter) nur 5 Meter hinter dem Sieger D. f. D. Weidenau zurückblieb. Den 3. und 4. Platz belegte S T Leun und der D.s.R. Butzbach.
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Vermischtes.
Wie wird der Sommer?
Nach dem anhaltend kalten Winter und dem kühlen veränderlichen Frühjahr ist unsere Sehnsucht nach warmem, gleichmäßig schönem Wetter in diesem Sommer besonders groß. Haben wir doch auch bereits an den beiden vorhergehenden Sommern keine rechte Freude gehabt. Aber die Aussichten für gutes Sommerwetter sind nicht sehr groß, wie ein Meteorologe in „Reclams Äniversum" ausführt. Der alte Glauben, daß einem Jtrengen Winter ein heißer Sommer folgt, ist von der Wissenschaft als irrig nachgewiesen worden. Zudem haben wir dies Jahr eigentlich keinen sehr strengen Winter gehabt, wenn auch 3 Monate hindurch Frostwetter herrschte. Auf mäßig kalte Winter folgt jedoch mit hoher Wahr- scheinlichkett ein kühler Sommer, wie dies aus einem mehr als 100jährigen Deobachtungsmaterial für Berlin und Wien nachgewiesen worden ist. Dürfen wir uns so von der Wärme nicht sehr viel versprechen, so ist auch für gleichbleibendes llares Wetter wenig Hoffnung vorhanden. Die Menge der Niederschläge ist während des Winters und Frühlings in diesem Jahr in weiten Teilen Mitteleuropas erheblich hinter dem normalen Maß zurückgeblieben. Solchen ungewöhnlichen Trockenheitszetten folgt aber fast immer ein Ausgleich, und wir haben daher nach dieser langen Periode zu geringer Niederschläge mit einem regenreichen Sommer zu rechnen. Nun sind regenreiche Sommer meist kühl, weil sie Westwetter mit bedecktem Himmel und ozeanischen, d. h. im Sommer kühlen Winden zur Voraussetzung haben. Allerdings gibt es auch regenreiche Sommer, die warm sind, wie z. D. der Sommer 1920. Solche ©ornmcrtoitterung hat aber die Eigentümlichkeit, sehr zeitig einzusehen, so daß schon im Frühjahr hohe Temperaturen und zahlreiche Gewitter mit Regengüssen auftreten. Die sehr spät auftretende Wärme in diesem Sommer läßt erkennen, daß unser Sommer nicht zu der Klasse der regenreichen und warmen gehören
wird. Die Lewitterreichen Sonnner gehören fast stets der Zeit um daS Sonnenfleckenmaxb m u m an, während wir uns gegenwärtig einem Minimum nähern. Die etwa lljährrigen Sonnen- fleckenperioden scheinen überhaupt eine große Bedeutung für die Witterung der gemäßigten Zonen zu haben, indem sich das Witterungsbild eines Jahres innerhalb ungefähr 10—lljähiäger Perioden in großen Zügen wiederholt. Man kann nachweisen, daß nach 10 ober 11 Jahren fast immer ein gleichartiger Sommer auf tritt. So folgte auf den kühlen Sommer 1899 nach 11 Jahren der kühle Sommer 1909, auf diesen 10 Jahre später der gleichartige Sommer 1919. Auf den warmen Sommer 1901 folgte nach einem Jahrzehnt der heiße Sommer 1911 und nach weiteren 10 Jahren der noch heißere 1921. Auf den sehr kühlen Sommer 1902 folgte nach 11 Jahren der gleichfalls sehr kühle Sommer 1913, und wenn sich diese Erscheinung nach abermals 11 Jahren wiederholt, so steht uns ein kalter, sehr regnerischer Sommer bevor. Freilich schwankt die Periodizität zwischen 10 und 11 Jahren, und so könnte sich immerhin auch der warme Sommer 1914 wiederholen. 3n dieser Möglichkeit liegt eine gewisse Hoffnung dafür, daß der Sommer 1924 doch noch besser wird, als man befürchten muß. Auch ist dem lallen Winter 1916/17 ein warmer und sehr schöner Sommer gefolgt. So ist noch nicht jede Aussicht auf gutes Wetter verloren, wenn wir auch freilich mit großer Wahrscheinlichkeit mit einem kühlen Sommer rechnen müssen. 3n diesem Falle bleibt uns nur der eine Trost, daß der Sommer 1925 mit großer Wahrscheinlichkeit warm und heiter sein wird.
Büchertisch.
— Clara Ratzka: D i e VenuS vor? Syrakus (Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart). Äm die Statue der Venus Anadyvmene hat die bekannte Erzählerin eine reizend anmutige Handlung geschrieben, voll sonnigen Humors und stiller Heiterkeit, die sich eng hineinschmiegt in die herrliche sizilianische Landschaft. Ein junger slzillscher Bildhauer, entzückt von dem Torso der Venus, sucht ein Modell, das göttliche Bild zu vollenden und findet es in der schönen Principessa di San Cataldo. Eine romantische Entführung läßt den begeisterten Künstler zu feinem Modell kommen; es gelingt ihm, die Venus zu vollenden, die gute Freunde in seiner Abwesenheit an einen römischen Schieber verkaufen. 3m Garten des reichen Protzen erkennt die elegante Welt bald das Vorbild für den Denuskopß ein Skandalprozeß bringt den Sizilianer hinter Schloß und Riegel, aber hohe Gönner schaffen ihm in einem Kloster ein Gefängnis, das bald das Ziel der eblen Römerinnen wird.
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Heute vormittag wurde unsere gute Mutter, Großmutter und Urgroßmutter
Frau LuiseGerthWwe.
geb. Ulm
im fast vollendeten 83. Lebensjahr abgerufen.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Gießen, Betzdorf a.d.S., Oberhausen, Wetzlar, 4. Juni 1924.
Die Beerdigung findet Freitag, den 6. Juni er., nachmittags IVa Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.
Bekanntmachung.
Beim Stadtbauamt liegen die Der- bingungsunterlagen zur Vergebung von Glaser-, Schreiner-, Schlosser- und Anschläge-, sowie Verputz- und Anstreicherarbeilen für die Fachwerks- wohngebäude an der Kaiserallee offen.
Derdingungstermin: Freitag, den 13. Juni 1924, vormittags 10 Uhr.
Näheres siehe Aushängekasten.
Gießen, den 4. Juni 1924. [4672B
______Stadtbauamt. Braubach.
Bekanntmachung
Der Voranschlag der Gemeinde Nödgen für 1924 Nj. liegt vom Freitag, dem 6. bis einschl. Donnerstag, dem 12. ds. Mts. auf unserem Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Innerhalb dieser Frist können bei uns Einwendungen hiergegen schriftlich oder mündlich zu Protokoll vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden.
Rödgen, den 4. Juni 1924.
Bürgermeisterei Rödgen.
Kraushaar. 4680V
Arbeitsvergebung.
Die bei Erweiterung der Hautklinik vorkommenden Arbeiten des inneren Ausbaues, nämlich:
Weißbinderarbeit 4 Lose
Glaserarbeit 3 „
Schlosserarbeit 2 „
Schreinerarbeit 3 „
sollen unter Hinweis auf den Ministerial- erlaß vom 16. Juni 1893 und dessen Er- gänzungsbestimmungen zur Ausführung vergeben werden.
Pläne und Beschreibungen liegen auf dem Amtszimmer der unterzeichneten Behörde während der Dienststunden offen. Angebotsvordrucke können, soweit der Vorrat reicht, gegen Erstattung der Unkosten von dort bezogen werden.
Angebote sind verschloßen, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 16. ds. Mts., vormittags 10 Uhr, dem Eröffnungstermin, bei dem Unterzeichneten einzureichen. Die Zuschlagsfrist beträgt 3Wochen,
Gießen, den 4. Juni 1924.
Hessisches Hochbauamt Gießen.
Zweigbureau Hautklinik.
I. A.: G e i b e l. 46596
Todes-Anzeige.
Am 3. Juni entschlief an den Folgen eines Schlaganfalles mein guter Mann, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel
Hermann Becker
im 56. Lebensjahre.
Im Namen der Angehörigen: Johannette Becker geb. Loo«.
Gießen, den 5. Juni 1924.
Die Beerdigung findet Freitag, den ß. Juni, nachm.
2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.
Beileidsbezeugungen dankend verbeten.
. __________ . ____________ m,D
Bekanntmachung.
Mit Rücksicht auf die bei trockener Witterung bestehende Gefahr der Entstehung von Waldbränden mache ich darauf aufmerksam, daß jegliches Feueranzünden im Walde und in dessen Nähe, sowie das Wegwerfen von glimmenden Stteichhölzern, Zigarren-, Zigarettenresten usw. sehr gefährlich und ftreng verboten ist.
Gießen, den 2. Juni 1924. [4673B
Der Oberbürgermeister. J.D.: vr.Rosenberg.
Bekanntmachung.
Beim Stadtbauamt liegen Unterlagen zur Vergebung der Anfuhr von Rundholz aus dem Stadtwald nach dem städtischen Lager offen.
Derdingungstermin: Mittwoch, den 11. Juni 1924, vormittags 10 Uhr.
Näheres siehe Aushäugekasten.
Gießen, den 4. Juni 1924. [4675B
Stadtbauamt. Braubach.
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Ausschneiden und auf bewahren I Ea folgt ein Preisausschreiben!
7.
Fran Schnatterich ist In Du Vaterland Neustadt surückgekehrt und bewundert nach so langer Abwesenheit von neuem ihren von einer ersten Dekorationsfirma eingerichteten Musiksalon. Auch die Noten und den Flügel, auf dem schon Paganini seine berühmte Kreuzersonate gespielt haben soll, hat die Dekoratlonsfirma mitgeliefert Selbstverständlich hat sie eigentlich zwei Flügel, aber, so sagt sie zu ihrer Gesellschafterin, den aus echtem Palisadenholz behalten wir hier im Musiksalon, der ebenhölzerne paßt besser in meinen altdeutschen Jagdsalon unter den ausgestopften Aurorahahn, für den ich dem Dekorateur 200 Mark extra erlegt habe, der ist ebenfalls so schwarz. Ob wir nun den Pedanten zu dem Flügel danebenstehen haben oder in einem anderen Salon, das ist doch einerlei. Auch eine zweite Uhr Im Resonanzstile müssen wir noch besorgen, und bei dieser Gelegenheit will ich auch gleich wieder einige Packungen Sanitätsrat Dr. med Carape’s Kuklrol-Fuöbad mitbringen, denn immer so mit schweißigen Füßen herumlaufen, das ist mir nicht gegeben. Das Kuklrol-Fußbad verhütet Brennen, Anschwellen, Wundhufen und Schwitzen der Füße, reinigt sie besser als ein Seifenbad, verhütet auch, daß teure Strümpfe und Schuhe durch den Schweiß zerfres.en werden, kräftigt Nerven und Sehnen und ist besonders in der wannen Jahreszeit eine Wohltat für die Füße.
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