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Berliner Dorfe.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener
Berlin, 3. Rov. Da zu Beginn der neuen Woche feine besonderen Anregungen Vorlagen und auch die Frage der Börsen-Umsatzsteuer noch keinen Schritt vorwärts gekommen ist, zeigte sich auch heute im allgemeinen grobe Zurückhaltung. Es fehlt nach wie vor im größeren Umfange die Beteiligung der Provinz und des Auslandes, während die Spekulation selbst durch das margelnde Entgegenkommen des Reichsfinanz- ministers verärgert ist. Am Renten markt zeigte sich zwar einige Kauflust, doch war das Geschäft nicht sehr umfangreich. Immerhin hörte mau gegen Mittag etwas höhere Kurse, als am Freitag. Am Montan markt liegt das Geschäft völlig darnieder. Die drohenden Arbeiterbewegungen infolge der hohen Lohnforderungen, die kaum befriedigt werden können, tragen viel zur Zurückhaltung bei. Dagegen ist am Kali- m a r t t das Geschäft wieder etwas lebhafte.r Hier gehen Gerüchte über eine weitere Konzen- lrationsbewegung um. Am Markt der un- notierten Werte hörte man etwas höhere Kurse. Die Nachricht von der Zusammenlegung der Hapag-Aktien im Verhältnis von 3: 1 blieb auf die Kursgestaltung dieser Papiere ohne Be-
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
In der Rächt von Sonntag auf Montag, etwa um 2 Ahr, wurde in der Rähe der Hni- versitätsbibliothef der Beginn des Semesters „gefeiert" durch das Absingen, nein: Ab—brüllen von Liedern. Das Wort „Academia", das mehrfach heraustönte, deutete darauf hin, in welchen Kreisen die Ruhestörer zu suchen seien.
Man ist heute in weiten Schichten der Bür- ■ gerschaft nicht mehr gewillt, derartige Vorgänge als Auswirkung ^.jugendlichen Heberschwangs" milde zu entschuldigen. Rein, angesichts der Rotlage unseres Volkes, angesichts der Notlage vieler Studierender wirken sie geradezu skandalös und geben Anlaß zu berechtigtem Aergemis. Solche Menschen machen sich durch ihr Zechen bis tief in die Rächt hinein augenscheinlich unfähig zu jeder geistigen Arbeit am folgenden Tag, sie rauben aber noch einer groben Anzahl schwer Arbeitender, die ihre Nachtruhe wirklich brauchen, in ihrer brutalen Rücksichtslosigkeit den Schlaf.
Möchte sich doch in studentischen Kreisen immer mehr die Aeberze-lgung durchsetzen, daß ein derartiges Benehmen unvereinbar ist mit recht verstandener studentischer Ehre. Möchten solche, die es sich zuschulden kommen lassen, ohne Gnade aus Korporationen entfernt werden! — Jedenfalls wird hiermit an die akademische Behörde wie an die Polizeibehörde die dringende Ditte gerichtet, gegen solchen Anfug energisch einzuschreiten. Ein Bürger.
Sie husten nun schon wochenlaua. Wi^nien Ihnen, in der Apoibeke 50 r erbten Iagosot-Er^kt zu kaufen und durch Auskochen mit */4 Psd. 3u\v und '/« 1 Wasser eine preiswerte prompt rohtcnV Hustenmedizin selbst herrustellen.
* Genehmigungspflicht für landkredite. Bei einer in Berlin kürzlich ab-
Oeucung. dagegen waren xnopo eyer aicgaroi*^ auf das Gerücht, daß die Gesellschaft die Aktien! im Verhältnis von 25:1 zusammen legen wolle. Dieses Gerücht hat aber bisher von feiten der Verwaltung noch keinerlei Bestätigung erfahren. Im Mittelpunkt des Interesses stand auch an der heutigen Börse der Markt der Kolonial- werte. Hier waren Südsee vorbörslich mit 43, also wesentlich höher als am Freitag, notiert. Wie bereits erwähnt, handelt es sich hierbei in der Hailptsache um Baisse-Käufe der Spekulation. Im weiteren Verlaufe gaben Südsee etwas nach. Auch Otavi-Antelle waren sehr gefragt. Deo Geldmarkt blieb unverändert. Tägliches GÄd war zu 1/2 pro Mille angeboten, Monntsgeld zu 1 bis V/2 Proz. gesucht. Am Devisenmarkt waren die Anforderungen, wie üblich, am Montag! etwas höher. Das Pfund steht international weites sehr fest.
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „(Siebener Anzeiger".)
Frankfurt a. M., 3. Rov. Cs wurden notiert: Weizen, Wetterauer 21,75 vis 22,50, Roggen, inländischer 21.25 bis 22,25, Sommergerste für Drauzwecke 24 bis 26, Hafer, inländ. 18,50 bis 21,50, Mais (gelb) 20 bis 20.50, Weizenmehl, inländ., Sp^ial 0 33 bis 36,50, Roggenmehl 28,50 bis 32, Weizenkleie 11,50, Rrggenkleie 11,25, Erbsen 30 bis 38, Linsen: 45 bis 50, Heu, süddeutsches, gut, trocken 11, Weizen- und Roggenstroh 7 bis 7,50, Treber, getrocknet 20 bis 21 Mk. Tendenz matt.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 3. Rov. Auftrieb: 1269 Rinder; darunter 296 Ochsen, 37 Bullen, 936 Färsen und Kühe, 253 Kälber, 304 Schafe, 2665, Schweine eirrschl. 91 holländische Es wuroen bezahlt pro Zentner Lebendgewicht: Rinder: Ochsen: vollfl. ausgewachsene höchsten SchLacht- werts 52—58, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausg mästete 45—51, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 35—44; Bullen: vollfl. ausgemästete Färsen höchsten Schiachtwer.s 44—50, vollfleischige jüngere 38—43; Für e i und Kühe: vollfleischig ausgemästete Färsen Ochsten Schlachlwerts 50—56, vollfleischig- ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren: 42—48, wenig gut entwickelte Färsen 40—48, ältere ausgemästete Kühe und Weng gut entwickelte jüngere Kühe 34—40, mäßig genährte Kühr und Färsen 25—33, gering genährte Kühe und Färsen 14—24. Kälber: f.tnste Mastkälber 74—78, mittlere Mast- und beste Saugkälber 64 bis 70, geringere Mast- und gute Saugkälber 54—63, geringe Saugkälber 40—50. Schafe: Mastlämmer u nd. Ma sthä mmel 44, geringere Mast- hämmel und Schafe 32—38, mäßig genährte Häm-< mel und Schafe (Merzschafe) 25—30. Schweine: vollfleischige von 80 bis 100 Kilo 74—80, unter 80 Kilo 65—74, von 100 bis 120 Kilo 78—81, von 120 bis 150 Kilo 78—80, Fettschweine über 150 Kilo 78—80. Marktverkauf: Ruhiger Handel in allen Viehgatlungen, bei Schweinen geringes Aeberstand.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 3. Rov. Der Getreidemarkt war weiter abgeschwächt bei lustlosem Verkehr. Qlo- mentlich in Mehl stockt der Absatz noch völlig, was auch ein Hauptgrund für die mangelnde Kaufneigung sein dürfte. Der Futtermittelmarkt ist wenig verändert. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märk. 191 bis 194, Roggen, märk. 191 bis 196, Gerste, märk. 225 bis 234, neue 198 bis 210, Hafer, mörf. 166 bis 173, pomm. 157 bis 166, Raps 390 bis 400, Leinsaat 390 bis 400; für je 100 Kilo: Weizenmehl 27 bis 29,75, Rvggenmehk 26,50 bis 29,50, Weizenkleie 11,80 bis 12, Rozgenkleie 11,80 bis 12, Viktoria- erbsen 32 bis 35, kleine Erbsen 22 bis 25, Futtererbsen 18 bis 21, Peluschken 16 bis 17, 'Ackerbohnen 20 bis 22, Wicken 17 bis 20, Lupinen, blau 14 bis 14,50, gelb 15 bis 18, Serradelle,' alt 14 bis 15, neu 20 bis 23, Rapskuchen 15,50 bis 16, Leinkuchen 24 bis 24,25, Trockenschnitzel 9,80, Torfmelasfe 8,60 bis 8,80, Kartoffelflocken 18,75 bis 19.
Turnen, Sport unö Spiel.
Turngau Hessen (D. T.)
-o- Gießen, 3. Rov. Am Sonntag leitete der Gau Hessen durch eine Tagung seines G a u- und Turnaus)chusses sowie der Bezirk s t u r n w a r t e, in die Arbeit des neuen Turnjahres ein. Gauoberturnwart Will). Will (Gießen) erläuterte an Hand des Kampsrichterbuches der D. T. eingehend die technischen und persönlichen Voraussetzungen, die an Kampfrichter gestellt werden müssen, wenn sie den berechtigten Anforderungen der Wetturner genügen sollen. Die Ausbildung der Kampfrichter wird in allen Verbänden der D T. organisatorisch weiter ausgebaut und besonders beim Geräteturnen, dessen Wertung auf freiester Arteilsbildung beruht, gepflegt werden. Roch im Lause dieses Monats wird in Gießen eine entsprechende Aebungsstunde stattfinden Auch das große Kreisfest des Mittelrheinkreises, zu dem sich Stadt uni) Turn erschuft Gießen für Anfang August, nächsten Jahres rüsten, wirst schon seine Schatten voraus. Der Gau Hessen wird bei dieser Gelegenheit r öondervorführungen hervortreten, die aus den eiübungen mrt Zwischenübungen vom Gaufest 1924 (Biedenkopf), sowie einem Stufenturnen an 15—20 Pferden bestehen. Diese Hebungen wurden durchgeturnt und sollen bei dem Gauturnfest am 28. Juni in Friedberg ihre Hauptprobe bestehen. Die wertvollen Anregungen und Hebungen werden nun von den Dezirksturnwarien in ihren Arbeitsgebieten weikergegeben, wo sie den Gegenstand der Bezrrlsvorturnerstunden bilden toeeben, so daß die Vereine für ihre Winle.arbeit einen wohlgeordneten HebungSplan vorfinden.
Vom Arbeiter-Turn- und Sportbund.
£. Wie alljährlich, hielt auch am Sonntag die Freie Turnerschaft Gießen ihr Abturnen ab, das bei äußerst starker Teilnahme durchgeführt wurde. Die Turnhalle der Stadrknabenschule war fast zu llein, um alle Teilnehmer zu fassen; es herrschte in den Vormittagsstunden ein frohes Turnertreiben. Die ganze Veranstaltung war von ernsthaftem Geist ge- tragen und bewies, daß alle Teilnehmer von den hohen idealen Zielen einer planmäßigen Körpererziehung durchdrungen sind. Die Leistungen selbst standen in allen Abteilungen auf einer anerkennenswerten Höhe, die anwesenden Zuschauer waren voll des Lobes über die im Laufe des Jahres geleistete Arbeit, worüber diese Veranstaltung Rechenschaft ablegen sollte. Die Tagesarbeit wurde am Abend durch ein geselliges Zusammensein der aktiven und passiven Mitglieder im Saale des Gewerkschaftshauses beschlossen, um die Siegerverkündung und Oie Verteilung der Ehren-Hrkunden vorzunehmen. Bei dieser Gelegenheit traten die Besten nochmals an, um chr Können in Gipfelleistungen zu zeigen. Die Ergebnisse des Vormittags waren: Oberstufe (Gerätezehnkampf): 1. Wilhelm Will 358 P., 2. Christian Viehl 344 P., 3. Georg Pfaff 3.39 P., 4. Otto Reuter 335 P.
Hnter stufe (Gerätesiebenkairipf): 1. Karl Will 243 P., 2. Ernst Moos 240 P., 3. Heinr. Wlodareck 221 P., 4. Wikh. Brück 216 P.
Sportler (Oberstufe, Vierftnnpf): 1. Pauk Kahl 288 P., 2. Ludw. Schäfer 214 P., 3. Wikh. Höbe! 207 P.
Sportler (Hnterstufe, Vierkampf): 1. Otto Reuter 327 P., 2. Heinrich Wlodareck 278 P.
Turnerinnen (Gerätefiebenkampf): 1. A. Bakser 248 P., 2. Anna Höß 246 P., 3. Helene Degenhardt 240 P., 4. Lina Fehler 230 P., 5L. Louise Roll 222 P., 6. Marie Binz 217 P. „ Schülerinnen (Gerätesiebenkampf): 1. L. LÄhrmund 231 P., 2. Hildegard Momberger 230 P., 3. Gretel Will 228 P., 4. Elisabeth Hönig 227 P., 5. Dina Poppenheier 225 P., 6. Gretel Haardt 223 P.
Schüler (Oberstufe): 1. Willy Schmahl 240 P., 2. Walter Schmidt 223 P., 3. Hermann Lanio 198 P., 4. Aug. Rettwig 195 P., 5. Friedr. Pfeifer 171 P.
Schüler (Hnterstufe): 1. Hermann Dorsche!'235 P., 2. Karl Rüspeler 233 P., 3. Ernst Mais 221 P , 4. Friedr. Götz 219 P„ 5. Karl Haardt 218 P., 6. Karl Schmidt 217 P., 7. Wilh. Rinker 215 P.» 8. Franz Krämer 214 P., 9. Wilh. Jung 212 P.
3000-Meter-Lauf: 1. Christian Diehl 11 Minuten.
400-Meter-Lauf: 1. Christian Viehl 1,25 Minuten.
Der Rachmittag rief die Fußballer nach Heuchelheim, um dort die Verbandsspiele auszuttagen. Es herrschte ja gerade kein Fußballwetter, aber einen richtigen Sportsmann darf auch dieses Wetter nicht abhalten, seinen Pflichten nachzukommen. Der Hauptkampf spielte sich zwischen der 1. Mannschaft der Fr. T. Heuchelheims und der 2. Mannschaft der Fr. T. Gießens ab. Heuchelheim versuchte das Rennen mit 10 Mann zu machen, während sich Gießen dem Schiedsrichter komplett stellte. Das sofort einsetzende flotte Spiel brachte erst nach 20 Minuten einen Erfolg: Der Mittelstürmer Gießens krönte seinen Sologang mit einem Torschuß. Heuchelheim blieb die Antwort nicht schuldig und glich 1 Minute vor Halbzeit aus. In der Hälfte der zweiten Halbzeit, die im gleichen Tempo begonnen wurde, kam Heuchelheim aus einem Gedränge vor dem Gießener Tor zum zweitenmal zum Erfolg. Gießens Gefährlichkeit vor dem Heuchelheimer Tor fehlte die notwendige Auswertung. Sogar einen Elfmeter schoß Gießen daneben. Heuchelheim quittierte dankend und — schoß unmittelbar vor Schluß Rr. 3! Das ganze war ein Spiel, an dem man seine Freude haben konnte. Der 3:1-Sieg der Heuchelheimer entsprach dem Eckenverhältnis, das 7:4 für Heuchelheim betrug.
Die 3. Mannschaft Gießens, die gegen die 2. Heuchelheims antrat, konnte nach überlegenem Spiel 2:0 gewinnen.
*
Strömender Regen und die Voraussicht, auf einem für solches Wetter ungünstigen Platz ein Punktspiel austtagen zu müssen, sind schlechte
gehaltenen Besprechung der Länderrett re: ungen bestand Hebereinstimmung, daß der erfreullcher- we!se nunmehr in größerem Hmsang eröffnen ausländische Anleih.markt unmittelbar produktiven Zweckm zugänglich gemacht werden miß. Da zahlte che Kreditverhandlungen von öffentlichen Verbänden, insbesondere Gemeinden, bereits im Gange sind und unzweckmäßige Abchlüsse nach Auffassung der Reichsregierung und der Reichs- bank außer einer schädlichen Beeinflussung des ausländischen Anleih.miark es eine ernste Gefahr für Währung und Wirtschaft im Gefolge haben könnten, hat der Reichspräsident im Hinblick auf die Vorbereitung bindender Richtlinien eine Verordnung erlassen, in der es u. a. heißt: Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände bedürfen zur rechtsgültigen Aufnahme von Krediten -im Aaslande oder zur rechtsgülftgen Begebung von Anleihen im Auslande der Zustimmung des Reichsnrinisters der Finanzen. Das gleiche gilt, wenn Länoer, Gemeinden oder Ge- meindeverbänöe für einen im Auslande aufzunehmenden Kredit Bürgschaft übernehmen oder Sicherheit stellen, für die Rechtsgültigkeit der Bürgschaftsübernahme und Cicherheitsftellang. Der Reichsminister der Finanzen kann seine Zustimmung nar versagen, wenn der Reichsrat der Ablehnung zustimmt. Die'e Verordn-vng tritt mit dem Tage ihrer Verkündung in Kraft und am 31. Januar 1925 außer Kraft.
*• Für die Herabsetzung des Wechsel stempels. Der Hairsa-Dirick für Gewerbe, Handel und Industrie ist beim Reichsminister der Finanzen vorstellig geworden und hat nack^rück- lichst die Ermäßigung des Wechselstempels geordert. Der Hansa-Dund ha! vor allem zum Ausdruck gebracht, daß der Wechsel nicht, wie der Scheck, dem bargeldlosen Zahlungsverkcchr, sondern der Befriedigung des Kredttbedürfnisses dient und ganz besonders für die kleineren gewerblichen! und Handelsbetriebe als Mittel zur ^Beschaffung von Krediten in Betracht kommt. .Unter diesem Gesichtspunkt erachtet es der Hanso-Bund als wirtschaftspolitisch unerläUich, den gegentoär» tig überaus hohen Satz des Wechselstemrels baldmöglichst auf mindestens 1/2 vom Tausend zu ermäßigen.
* Gold Verschiffung nach Deutschland. Rach dem „Wallstreet Journal" werden in allerkürzester Zeit be nächtliche Geldverschifsun- gen von Reuyork nach Deutschland statts.nden. Sie werden voraussichtlich je 3—5 Millionen Dollar in Gold umfassen. Die Deutsche Reichsbank hat bisher noch nicht entschieden, welch? Verwendung der Erlös der deutschen Anleihe finden fett.
Frankfurter Abendbörse.
Frankfurt a. M., 3. Rov. (TH.) Die Börse verkehrte in etwas freundlicherer Stimmung, namentlich für deutsche Anleihen, die in größeren Beträgen umgeseht wurden. Der amtliche Kurs für Kriegsanleihen ist 517,5 plus 10 Milliarden. Im späteren Verlaufe aber wurden Kriegsanleihen bei äußerst lebhaftem Geschäft bis zu 0,535 gesteigert. Auch Preußische 3,5prozentige Konsuls waren zu 1275 gesucht. 3prozentige Reichsanleihe notierten unverändert 1390, Preußische Schätze von 1914 800, Zwangs- «rnleihe 11,25 plus 0,38. Von ausländischen Renten gingen Zo-lltürken zu 9,75 plus 0,25 um. Die Aktienmärkte dagegen hatten wieder kleinstes Geschäft, doch war die Grundsttmmung ziemlich fest. Unverändert ist hier starke Zurückhaltung zu beobachten, wodurch das Geschäft den stillen Anstrich behält. Am Montanmarkt notierten Mansfelder 3,63, Phönix 38,8 plus ca 0,9 Rheinische Braunköhlen 26,5, Tellus 2,25, Laura- huckte 5,4 minus 0,1. Von Kaliwerten blieben Westeregeln unverändert 15,75 Billionen Prozent. Auch für Chemische Papiere bestand einiges Interesse. Badische Anilin 18,6 bis 18,5 plus 0,3, Sche dsanstalt 13,25 minus 0,15, Th. Goldschmidt 13,75, Höchster Farbwerke 16,5 bez. G. plus 0,2. Elettrowerke unverändert. AEG. 8 B. plus 0,1, Licht und Kraft 6,75 minus 0,15. Am Daumarkt kamen zur Rvtiz: Kommerzbank 4,5, Darmstädter 8 plus 0,8, Deutsche Dank 10,15 plus 0,1, Dresdner Dank 7, Mitteldeutsche Kreditbank 1,62', Rheinische Kreditbank 2,2, Oesterreich sche Kreditaktien leicht gebessert 0,340. Don Schiffahrts- aftien wurden Rvrdd. Lloyd mit 4 gehandelt plus 0,1. Sonst notierten noch Daimler 2,8, Cßlinger 6,4 plus 0,1, Gebe. Jung Hans 9, Lechwerke 14,5 plus 0,1, Chemische Mainz 8,75 plus 0,1. 3m freien Te kehr wu d n Rhe n Maia-Donau-Obli- gati-onen in größeren Posten zu 0,550 umgeseht. Die Abendbörse schloß in ziemlich fester Haltung^
Reisebegleiter für eme Sportgememve. Wohlgemut trat aber die Wiesecker 1. Elf die Reise nach dem hessischen Rothenburg, nach Alsfeld an, zwar mit 2 Mann Ersatz, aber unverzagt. Alsselb trat komplett an. Auf dem Platz war viel Schmutz und viel Wasser, trotz des denkbar ungünstigsten Wetters eine zahlreiche Sport- anhängerschast, aber dafür auch ein mustergültiger Sport. Deide Mannschaften zeigten ein in jeder Beziehung einwandfreies Spiel, während Der ganzen Dauer brauchte der Schiedsrichter nur zwei Handstrafstöße zu geben. Wieseck spielte sein bekanntes schnelles Tempo, Dem Alsfeld bis zum Schluß standhielt. Der, toenr. auch knappe 2:1-Sieg Wiesecks war verdient und wäre unter günstigeren Bodenverhältnissen unstreitig höher gewesen. Das 8:3-Eckenverhältnis für Wieseck gab ein anschaulicheres Bild des Spieles. Der Schiedsrichter war ohne jeden Tadel.
Gießener Trrrner-Lchwimmerfiest
An Dem am Sonntag in Darmstadt abgehaltenen Hallenwettschwimmen der Darmstädter Turn gemeinde nahmen Schwimmer aus allen Teilen Deutschl.mds teil. Der Iugendschwimmer Hans Felsing vom M. T. D. Gießen errang dabei im Rückenschwimmen unter 30 Teilnehmern Den 5. Sieg.
TtrWw, 3. Novbr.
Amerikanische Noten . , . , , Belgische Noten ....... Dänische Noten ....... Englische Noten........ französische Noten ...... Holländische Noten ..... Italienische Noten Norwegische Noten Demsch-Ocsterr., ä too Kronen Rumänische Noten Schwedische Noten......
Schweizer Noten Spanische Noten Tschechoslowakische Note» . . Ungarische Noten . ...
Dom Rück-mhlungswert.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(In BUltoiien Mark ausgedrückt. Bneno».«ire», London, Neu« für eine Einheit, Wien and Budapest für 100000 Einheiten, alle« übrige für 100 Einheiten.»
5% Deutsche RerchSanlethe . <% Deutsche ReichSanleihe 6'/,°/» Deutsche Reichsnuleihr 3% Deutsche Reichsanleihe . Deutsche ^varpräunenanletbe j’/o preußische ÄonsolS 3l/«% tieften .......1 , ,
3% Hessen...........
Deutsche Wertb. Dollar-Anl. d»o. Doll.-Schatz-Amreilng.') 4®/a Honntrren......... 5% Aoldmertkana ....
Berliner Handelsgesellschaft Eommerj- und Brivat-Bank Dnrmsi. und Nationalbank . Deutsche Bank........
Deuische DereinSbank .... Disconto Commandit ... Melallbank...........
Miitcldeulsche Tredilbank. Nestelreichische Lreditanstalt Weslbank............
t'ochumer lSutz ....... BuderiiS............
Caro ........... .
Deutsch Lun-mburg......
l^elseuiirchencr Bergwerke. Harpener Bergbau......
Slolnocrre ?Ischersleben. . . , Jlnlllufrf Westeregeln .... Lanrahutle.......
L L’crbcharf «... Phonir Bergbau ....... riiheiuuahl Riebeck Montan ...... TelluS Bergbau. ....... Hnmburg Amcrika Paket. . . Norddenticher Llohd Eheramtsche Werke Albin - . Rententtverr Heidelberg . . . Philipp Holjmann ...... Anglo Cont -Guano . , . . , Badische Anilin , , Chemische Mayer Alapin . . Goldschmidt GricS einicr Electron . . . ^ Höchste, Farbwerte......
Holzverkohlung ..... Rütgerswerke ......... Scheideanstalt.........
Mg. ClektriLttät-^esellschaft Bergmann......
Mainkraftwerke ..... , Sch ucke rt ...... , .
Siemens A Halske ...... Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren- ...... Hehligenstaedr......... yi.coufn.............
frankfurter Annaturen . . . Konservenfabrik Braun . . Merallgesell chaf, Frankfurt. ^et. Union A.-G -Lchuh'abrik Herz . . .... Sichel
Hellston Waidhof......
Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
Schluß Kur»
Schlutzk. Abendbörse
Schluß. Kur»
Sdiluffft gjiitiag« börse
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3 1.
1.10.
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3. Nov^r.
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