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Der Spielplan

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Bornotizcn.

Tageskalender für Samstag. Dallspielklnb 1920: Stiftungsfest in der Turn­halle. Steinstrohe. Reichs Vereinigung ehern. Kriegsgefangener: Stiftun^fest, 8 Tlhr im Katho­lischen VereinshquS. Artillerie-Verein: Mo­nats Versammlung im Vereinslokal. Amicitta:

ter8 für die erste Woche wird im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes veröffentlicht. Die erste Vorstellung findet am Dienstagabend statt. Man beachte ferner die heutige Anzeige betr. das Stadttheater-Abvnne-

meistens im Dunkeln gelesen oder gearbeitet Ratürlich rächt sich solche Unvernunft, viele Kurz­sichtige verdanken ihr geschwächtes Augenlicht diesen falsch ausgenutztsn Dämmerst raben Wem also sein niemals zu ersehendes Augenlicht lieb ist, der vermeide in Dännnerzeiten jede Beschäf­tigung, die besonders die Sehkraft in Anspruch nimmt. Auch mit dem Anbrennen der Lampen ist in der Zeit der Dämmerung durchaus nichts gebessert, im Gegenteil, das Zwielicht schadet noch mehr. Das Vernünftigste ist eben, die Zeit der Dämmerung als eine Ruhestunde zu betrachten. Wer den Tag über die Zeit in zweckmäßiger Weise angewendet Hal, der sollte sich, hauptsäch­lich an Sonn- und Ruhetagen, am Abend ein das seinem Körper

Zuchtvereinigunaen, die wertvolle Faseltiere an- zuschaffen beabsichtigen, günstige Aussichten. Wei­tere Auskunft wird von dem Landon rischa ft kammer-Ausschutz für Oberhessen in Giest

ment

* Der Oberhess. Kun st verein er­öffnet nach einer längeren Pause am morgigen Sonntag, 5. Oktober, wieder seine Ausstellungs­räume, und zwar haben zunächst wieder die oberhessischen Künstler ihre Werke (Ge­mälde, Graphik und Plastiken) ausgestellt. Die Ausstellung ist zu den üblichen Zeiten geöffnet.

< Reuer Arbeiterzug nach Hun­gen. Ab 5. Oktober verkehrt ein neuer Arbeiter­zug auf der Strecke GiehenHungen, Gichen ab 5,30 Uftr nachm., Hungen an 6,19 nodym.

Bulle nauktion. Man teilt uns mit: Am Mittwoch. 8. Oktober, vormittags 11 älhr, findet gelegentlich des Lauterbaches Mark- t e s die letzte Bullenauktion des Landwirtschafts- kammer-Ausschufses in diesem Jahre statt. Zum Verkauf kommen etwa 30 Dullen. Sämtliche zur Versteigerung kommenden Tiere sind in das Zuchtregister des Landwirtschastskannner-Aus- schusses eingetragen und stammen aus den besten Zuchten der Kreise Lauterbach und Alsfeld. Die Auktion bietet somit für Gemeinden und

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und Blähhals wird durch Sagitta Eichheimer Balsam entfernt. Tausende von Anerkennungen bezeugen die überraschend gute Wirkung. Vollkommen unschädlich. Kann unauffällig angewandt werden, da er nicht fettet und nicht färbt. 3n allen Apotheken. Stets vorrätig. Univ.«Apotheke zum goldenen (Engel, Gießen, usw Sagittawerk, G.M.H.H., München 5W. 2.

Die Reichs-Teuerungsziffer.

Die Reichsrnd^xziffer für die Lebenshaltungs­kosten (Ernährung. Wohnung, Heizung Beleuch­tung und Bekleidung) beläuft sich nach den Fest­stellungen des Statistischen Reichsamts für den 1. Oktober auf das l,19billionenfach2 der Vor­kriegszeit. Die Steigerung von 1,7 v. H. gegenüber der Vorwoche (1,17 Billionen! ist auf die Erhöhung der Wohnungsmieten und teäwe.se auch der Rah n i ngsm ittelp reise zurückzuführen. Für den Durchschnitt des Sep tem bers berechnet sich die Reichsindexzifser auf das 1.16- billivnenfnche. Gegenüber dem 1.14bill'wnenfach n im Durchschnitt des Allonats August ergibt sich eine Steigerung von 1.8 v. H D.e Ernährungs- kosten allein betragen im Durchschnitt des Aior.ats September das l,25billionenfache der Vorkriegs- &eit.

Gictzener Wochenmarktpreise

am 4. Oktober 1924 (Händlerpreise).

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter Pfd. 2.30 Mk., Matte Pfd. 30 Pf, Käse Pfd 70 Pf. Eier Stück 16 bis 17 Pf., Wirsing Pfd 10 Pf.' Weißkraut Pfd. 6 bis 8 Pf., Rot­kraut Pfd 10 bis 12 Pf., gelbe Rüben Pfd. 10 Pf., rote Rüben Pfd. 10 Pf.. Spinat Psd. 30 Pf.. Rö­misch ko hl Pfd 10 Pf.. Bohnen Pfd. 30 Ps., Blu- menkohl Stück 20 bis 150 Pf., Salat Stück 20 Pf., Salatgurken Stück 6 bis 10 Ps.. Einmachgurken Stück 2 Pf.. Endivien Stück 10 bis 20 Pf.. Ober- Kohlrabi Stück 8 bis 10 Pf., Llnter-Kohlrabi Pfd. 5 Pf., Grünkohl Pfd. 20 Pf., Feldsalat Pfd 50 Pf Tomaten Pfd. 25 bis 30 Pf., Zwiebeln Pfd 12 biß 15 Ps, Lauch Stück 5 bis 10 Pf., Rettich Stuck 10 Pf., Meerrettich Pfd. 50 Pf . Sellerie Stuck 15 bis 30 Pf, Kürbis Pfd. 8 Pf., Kartoffeln Psd 5 Ps Aepsel Pfd. 10 bis 15 Pf., Dirnen Pfd. 8 bis 15 Pf, Preiselbeeren Pfd. 80 Pf., Zwischen

AnS einer bekannten Stadt.

Ich kenne etne Stadt, die ihren Einwohnern alles bieten tarnt, was zur Annehmlichkeit des Lebens gehört. Diese Stadt zählt zwar nicht zu den großen unseres lieben Vaterlandes, ale sie rft auch weit entfernt von den kleinen, in denen, ja oft eine gewisse Engigkeit der Verhältnisse und Einrichtungen heftest. Die Stadt, von der ich hier erzähle, liegt an einem Flusse, dessen Rame und Lauf den Kindern schon in der Schule gelehrt wird, sie hat eine schöne Umgebung und ist auch boau&en in der weiten Welt nicht unbekannt, da fte eine leuchtende Stätte der Wissenschaft in ihren Mauern beherbergt. Datz diese Stadl mit allen neuzeitlichen öffentlichen Einrichtungen ver­sehen ist, die zu dem Städteleben von heute ge­hören wie das Kleid zum Menschen, ist natürlich selbstverständlich.

3n dieser Stadt könnte also jedermann zu­frieden leben. Ganz richtig, es könnte da jeder befriedigt sein, wenn sie nur nicht so viele klagende Frauen hätte. Diese muh man also von dem ,ZufriÄ>enleben" schon ausscheiden, und gar häufig auch noch die Männer und Söhne dieser Frauen dazu, in deren Tages- und Wochen­verlauf gar manchmal das Stimmungs-Barometer auf .Veränderlich" oder gar auf .Sturm" steht. Die klagenden Frauen und die schimp­fenden Männer in dieser Stadt sind aber mir daS Produkt einer Einrichtung efkm dieser Stadt selbst. Schon am frühen Morgen zwingt diese städtische Einrichtung die Frauen $um Klag n und die Männer zum Schimpfen, je mehr es dem aentgegengeht, desto stärker wird die De- der Frauen, und abends, wenn die Männer wieder daheim sind, geht das Zwie­gespräch über den Rotstand in der Regel bald wieder los Die Quelle dieses llebelS, durch das den Frauen das Dasein verbittert und den Män­nern die gemächliche Ausspannung von der Hetze deS Tagwerks beeinträchtigt wird, ist das Gas - werk dieser Stadt. Dieses Gaswerk erhebt natürlich prompt seine Gebühren, wie sich bas gehört, es liefert aber seinen Ab­nehmern einen so geringen Druck an die Kochstelle bzw. die Beleuchtungskörper, dah sehr viele sagen, daß gehöre sich gar nicht. Die Stauen und Männer dieser Stadt haben ihren Verdruß nicht etwa still für sich behalten, sondern sie haben davon ihrer Presse Kenntnis gegeben, und diese hat in der Form eines höf­lichen Wunsches .der Katz' die Schelle ange­hängt", wie man auch in dieser Stadt zu sagen pflegt. Der Erfolg war, dah das liebel zwei Tage lang nicht mehr bemerkt wurde und die gequälten Frauen schon aufatmetet en. Aber dann tarn wieder die alte üble Leier zur Geltung, und der Aerger der Frauen und Männer dieser Stadt zählt wieder mit zur Tagesordnung. Allzugif­tige dieserGeladenen" meinen nun, das Stadtparlament müsse das Gaswerk erst mal gehörig unter Druck setzen und dann werde auch der Gasdruck auf die Dauer befriedigend sein, andere wieder vermuten, das ganze Malhn r sei vielleicht nur auf technische Bet» triebsschwierigkeiten innerhalb des Werkes zu- rückzuführen, sie sagen ferner, der Direktor dieses Betriebes habe sich doch sonst immer als ein hilfs­bereiter und umgänglicher Herr erwiesen, der für die Rote seiner Mitbürger Verständnis habe und sicherlich den Frauen und Männern dieser Stadt das Leben nicht unnütz schwer machest wolle Ich will hier weder für die eine, noch für Üie andere Sette Partei ergreifen. Meine Meinungsäutzeruna geht in aller Kürze nur dahin, dah diese Quelle des Verdrusses schleunigst und auf die Dauer ver­stopft werden sollte, so oder so. Dann wird diese Stadt, die mit mir auch noch viele anders kennen, ferne gaswerkfeindliche Hausfrauenpartei mehr haben und auch für die Männer wird ein Stein des Anstoßes aus dem Wege geräumt

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Ermäßigung der Post an Wei­sung s-, Postscheck- und Postkredit- briefgebühren Die Post hat mit Wirkung vom 1. Rovember an die Gebühren des Geld­verkehrs ermäßigt. Für Postanweisungen ist wie­der ein Meistbetrag festgesetzt worden, und zwar 1000 Mk. Die neuen Pvstanweisungsgebührea be­tragen bis 25 Mk. 20 Pf., bis 100 Mk. 40 Pf , bis 250 Mi. 60 Pf., bis 500 Mk. 80 Pf., bis 750 Mk. 120 Pf., bis 1000 Mk. 160 Pf. Im Post- scheckverkehr betragen die neuen Gebühren für Ein­zahlungen mit Zählkarte bis 25 Mk. 10 Pf., bis 100 Mk. 20 Pf., bis 250 Mk. 30 Pf., bis 500 Mt. 40 Pf., bis 750 Mk. 60 Pf., bis 1000 Mk. 80 Pf. und bei Beträgen von mehr als 1000 Mk. (unbe­schränkt) 1 Mk. Die feste Gebühr für Baraus­zahlungen im Postscheckverkehr ist von 20 auf 15 Pf. ermäßigt worden. Damit wird die im jeftigen Ta­rif bestehende Einstimmigkeit beseitigt, dah im Post- scheckverkehr Barauszahlungen über Beträge bis 25 Mk. um einige Pfennige teurer sind als bei Versendung mit Postanweisung. Die Auszahlungs- gebühr für Postkreditbriefe ist auf die Hälfte er­mäßigt. Die neue Gebühr beträgt 10 Pf. für je 100 Mk. des Kreditbriefbetrages, mindestens aber 1 Mk. für jeden Kreditbrief.

' Wichtig für Ausgewiesene. Rach Mitteilungen, die der deutschen Abordnung in Koblenz zugehen, scheinen in gewissen Fällen Zweifel zu bestehen, ob jemand noch ausge- vriesen oder ob die Ausweisung zurück genommen ist. Rachdem von der Rheinlandkommissim er­klärt wurde, dah nur noch 39 Ausweisungen aus der Zeit des passiven Widerstandes in der fran­zösischen Zone des altbesetzten Gebietes, über die zur Zett noch verhandelt wird, nicht zurück- genommen sind, ist es nötig, endgültig Klar­heit über die Zweifelsfälle zu schaffen. Daher er­sucht die deutsche Abordnung alle diejenigen, die annehmen, dah sie noch ausgewiesen sind, ihren Ramen und nähere Umftänbe, auf die sie ihre Annahme stützen, an die Anschrift der deutschen Abordnung Kvblenz-Castor, Pfafsenstrahe 26, mitzuteilen.

* Hütet daS Augenlicht! Jetzt, wo die Abende immer kürzer werden, die Dämmerung Immer früher hereinbricht, liegt für viele die Gefahr nahe, sich das Augenlicht leichtsinnig zu verderben. Die Abende sind zum Aufenthalt im Freien bereits zu kühl, und so bleibt man im Zimmer und verkürzt sich die Zeit durch Hand­arbeit oder Lektüre. Um das Licht anzubrennen, ist es in den Dämmerstunden noch zu hell auherdem will man in Anbetracht be£ kommenden Winters immer noch sparen, und so wird denn

einem rtamgen OHtttrigeffen auf Dee herrQH gelegenen .Brunftplatz" fuhr der gxf>bte Teil der Teilnehmer auf Letterwagen gut Station Ridda.

«reiS Büdingen.

)( Selters, 3. Oft Der Dabebelrieb in unserem Bad batte naiurgemäf) auch unter der unfreundlichen Witterung oct letzten Wochen zu leiden Trotzdem wird der w« itere Aus­bau unseres BadeS tatkräftig gefördert. Die Pläne zu dem von der GewerkenversannNlung beschlossenen Da dehv tel liegen bereits vor, sie ftnb von Architekt Hambach in Hirzenhain enttrorfcn. Das Hotel wird in unmittelbarer Rahe deS DadehauseS erbaut, die Fundament- arbeiten sind bereits in Angriff genommen, bei Rohbau soll noch vor Winter unter Dach ge­bracht werden. Rach Fertigstellung wird die Un­terbringung der Gäste im nächsten Jahr be­deutend erleichtert werden.

)( Orten berg, 3. Ott Zur Zett beherrschen hier zwei Fragen die Gemüter. Me eine ist die Feldbereinigung, die gegen den Willen eines groben Teils der Bevölkerung dadurch mög­lich wurde, dah die Vollmacht des grössten Grund­besitzers in der Gemarkung als nicht gesetzlich aus­reichend erkannt wurde, und der Beschluß des zweitgrössten Grundbesitzers, der ebensalls gegen eine Bereinigung in der jetzigen Zeit war, proto­kollarisch bei der Abstimmung nicht vorlag. A.is- schlaggebend für eine ablehnende Haltung ist die derzeitige schlechte finanzielle Lage der Gemeinden Die andere Frage ist die Erweiterung des hiesigen Bahnhofs Für diese Erweitei-ung fordert die Verwaltung einen Teil besten und der Stadt am nächsten gelegenen Gartengeländes zum Kauf an. Eine Proteslversammlung der Beteilig­ten beschäftigte sich mit dieser Angelegenheit, eine Ortsbesichtigung ist für die nächste Woche zusam­men mit Vertretern der Eisenbahnverwaltung vor­gesehen. Die geplante Erweiterung beweist am besten die Zunahme des Verkehrs auf hiesiger Strecke bzw. unserem Bahnhof. In der Regel wird aber bei der Aufstellung der Fahrpläne immer daS Gegenteil behauptet: so scheint nach dem neuen Winterfahrplan wieder eine wesentliche Verschlechterung des Zugverkehrs besonders an Sonntagabenden bevorzustehen. Das Land mit seinen Rebenstrecken scheint immer stiefmütterlicher behandelt zu werden. Die Rentabilität bürftc, da sie nun einmal infolge der erschwerten wirtschaft­lichen Lage im Vordergrund aller Verwaltungs- m atz regeln stehen must, nicht nach einer einzelnen Strecke berechnet werden, sondern nach den Ein­nahmen eines ganzen Bezirkes. Bei Entgegenkom­men der Gemeinden in Geländefragen mub auch ein Entgegenkommen der Verwaltung bei Fahr- plauwüuschen erwartet werden. Vor allen Dingen dürfen die Verkehrsverhältnisse des Landes nicht einseitig benachteiligt werden.

)( Hirzen Hain, 3. Ott. Die Besser ung der wirtschaftlichen Lage macht sich auch in unserm Eisenwerk bemerkbar. Die in mehreren Ve trieben eingeführte Kurzarbeit wurde auf- gehoben, ein grober Teil von Arbeitern wurde wieder eingestellt.

Starkenburg und Rheinhessen.

Darmstadt, 3.0ti. (Eigener Bericht.) Wie schon berichtet wurde, ist zwischen dem Oberbürgermeister und der Wvh- nungs - Zuweifungskvmmissivn ein Kon slikt ausgebrochen, weil der Oberbürger­meister den Eltern eines städtischen Beamten eine Wohnung zugewiesen hatte, obwohl sie nicht vor- gemerkt waren und die Kommission sich gegen das Gesuch ausgesprochen hatte. Die Zuweisungskom­mission, die von der Stadtverordnetenversamm­lung gewählt ist, hat ihr Amt niedergelegt. Der M i e te rverein nahm zu dieser Angelegenheit gestern in einer Versammlung Stellung und bil­ligte den Standpunkt der Wvhnungs-Zu- weisungskvmmissivn Es wurde die Aus­fassung vertreten, das) es eine Bevorzugung von WohnungAuchenden angesichts der Tatsache, dah zahlreiche Familien seit Jahren schon dringlich und zum Teil vordringlich vorgemerkt sind, nicht geben darf. -- Wie das städtisch: Amt für Leibes­übungen mitteilt, wurden in seinem Auftrag 250 Schüler im Schwimmen auögebiltet.

Heffen-Naffau.

fpd. Frankfurt a. M., 3. Sept. Trotz der reichen Apfelernte macht sich auf dem hiesigen Markt ein ausg^ehnter Wucher mit Kel­te r o b st bemerkbar. Auf Anzeige einzelner Per­sonen schritt die Polizei bereits verschiedentlich ein. Heute wurde ein Händler, der Wucher­preise gefordert hatte, festgenornmen und sofort dem Wuchergerichl Angeführt, das ihn im beschleunigten Verfahren zu drei Tagen Ge­fängnis und 30 Mk. Geldstrafe verurteilte. Schließlich wurde der ganze Erlös aus dem Wuchergeschäft in Höhe von 300 Mk. vom Ge­richt beschlagnahmt. In der verflossenen Rächt wurde ein Bankbeamter von zwei Unbe­kannten an der Obermainbrücke überfallen, beraubt und dann in den Main gewor­fen. Der Beamte konnte sich durch Schwimmen an das Ufer retten, muhte sich aber infolge der erlittenen Aufregungen in das Krankenhaus begeben. Die Täter entkamen unerkannt.

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TageSkalender für Sonntag. Ovcheslerkonzert deS Gernhardtschen Zither- und Mandolinen-Ehors nachm 4 llhr in der Uni- versitätS-Aula. MSnnergesangvevein Lieder­tafel: Familienfeier nachm. 5 llhr im Katholischen VereinshauS. Lichtspielhäuser wie Samstag.

Eine öffentliche Vers ammlu ng der Kaufmannsgehilfen beruft der D. H. D. in unserem heutigen Anzeigenteil auf Montagabend ein. Siehe Anzeige.

Der Ballspielklub 1920 veranstal­tet aus Anlab seines Stiftungsfestes he ute nach­mittag 6 Uhr einen Werbelauf durch verschiedene ©traben der Stadt.

Landkreis Gießen.

Wieseck, 2. Ott Arn Sonntag hielt der Radfahrer-Verein 1900 sein diesjähri­ges Schlubfa hren ab. Gemeinsam fuhren die Mitglieder gegen 2 übt mit einer neu auf­genommenen Damenabteilung, sowie Iungmann- schäft vom Dereinslokal nach der Weltersburg, von wo auS die sportlichen Veranstaltungen aad- getragen wurden. DaS schöne Wetter hatte nicht nur Radler, sondern auch eine grobe Menge Sportsfreunde nach dem Start gelockt. Zunächst wurde ein Rennen über 16 Kilometer mit folgendem Resultat gefahren: 1. Hch De ch fen., Fahrzeit 28 Min., 2. Gust. Hammel, 29, 3. Rob. Romer, 29,30, 4. Ludw Michel, 29,35, 5. Hch. Dech, Juniorsahrer, 30,5, 6. K. Hammel, 31, 7. O. Bocher, Iuniorfohrer, 31,7, 8. Ludw. Jung, 32. Zwei der besten Fahrer mutzten wegen Radschadens nutzer Wett­bewerb treten. Bei dem weiter ausgefahrenen Meisterschaftsfahren über 1 Kilo­meter siegte mit s icherem Vorsprung Willi Rau. Auch den erwachsenen Schülern toirbe Rechnung getragen, indem man diese eine Strecke von 2 Kilometern fahren lieb. Im allgemeinen konnte man sehr gute Leistungen feststellen. Den Rest des Tages füllte eine gemütliche Feier, ver­bunden mit Preisverteilung, Preisschiehen, Tanz usw. aus. Bei der Preis Verteilung dankte der 2. Vorsitzende Ludwig Reuter den Fahrern für ifrre vorzüglichen Leistungen und ermahnte sie m begeisterten Worten, sich auch fernerhin dein Verein und damit dem Radsport zu widmen. Der Verein steht augenblicklich wieder in der Blüte seines Wirkens: /er besuchte in diesem Jahre fast alle gröberen sportlichen Veranstaltun­gen, sowie Werbetage des Gaues, darunter auch das grobe Bundes fest in Frantfurt a. M, und konnte immer preisgekrönt zurückkehren. Alm den Sport auch im Winter zu pflegen, sind von Seiten des Vereins Saa lrnasch inen ange­schafft worden. Man hofft, mit diesen weiteres sportliches Leben innerhalb des Vereins ^u wecken.

' Annerod, 3. Ott. Von einem schweren Verlust wurde der Schafeveibesitzec Wilh. Hahn II. von hier betroffen. Seine Schafherde war auf ein frisch abgeerntetes Weizenfeld ge­trieben worden, wo die Tiere einen ganzer i Rach- mittag weideten und dabei die umherliegenden Weizenähren zu sich nahmen. Bald daraus waren die Tiere aufgebläht und über dreibig Stück gingen ein, während 15 durch schnelle Sch la cht ung noch nutzbar gemacht werden konnten. Die ein gegangenen Tiere wurden der Abdeckerei übergeben. Die überlebenden Tiere hatten noch einige Tage unter den Folgen dieser Weide zu leiden. Der Schaden ist natürlich bedeutend. Für den Vorfall macht der Eigentümer der Herde den an gestellten Schäfer verantwortlich.

* Bellersheim, 3. Ott. Hier ist in zwei weiteren Gehöften die Maul- und Klauen- seuche aintiich festgestellt worden. Der Sperr­bezirk besteht aus der Gemarkung Bellersheim, das Deobachtungsgebiet aus der Gemarkung Obbornhofen.

Kreis Friedberg.

* Bad-Rauheim, 3. Oft. Mehr Licht haben unsere Einwohner in den letzten Wochen mit stetig wachsender Energie gefordert, da unsere Straßenbeleuchtung wirklich allzu hinter­wäldlerisch war. Jetzt hat sich die Stadtverwaltung, derBad-Rauheirner Zeitung" zufolge, entschlos­sen, mit sofortiger Wirkung eine große Anzahl neuer Laternen aufzustellen, bzw. solche, die abgebaut waren, wieder in Betrieb zu nehmen und dadurch die Straßenbeleuchtung wesentlich zu verbessern. Run sind unsere Einwohner wieder zufriedengestellt.

* Friedberg, 3. Oft. Wie das Kreisamt bekanntgibt, ist, da im Kreise Friedberg Bisse von tollwutverdächtigen Hunden vor­gekommen sind, auf Verfügung des Innenmini­steriums für den gesamten Kreis Fried­berg die Hundesperre angeordnet worden. Alle Hunde sind entweder festzulegen oder so ein­zusperren, dah sie nicht entweichen können, oder mit undurchbeihbaren Maulkörben an der Leine zu führen. Außerdem müssen die Hunde mit einem auf dem Halsband zu befestigenden Schild mit Angabe des Ramens und Wohnorts des Besitzers ver- sehen sein.

Kreis Schotten.

eb. Eichelsdvrf, 3. Oft Dis vor kurznn wurden die Basalt st einbrüche unserer Ge­gend nur für örtlichen Bedarf auSgenuht: sie lieferten Mauersteine unbr Stvatzenschotter. Seit Frühjahr dieses Jahres hat nun die Firma Albert aus Ziegenhain schon vorhandene Brüche in Gichelsdorf, Schotten und Wingershausen in Betrieb genommen und gewinnt da vorzügliche Pflastersteine. In einer Zett mangelnder Arbeitsmöglichkeiten finden viele Arbeiter und Fuhrleute lohnenden Verdienst. Der Abschluß der in Schotten tagenden Fv r st ve r sam m- lung brachte eine Führung durch die För­sterei Eichelsdvrf durch Forstmeister Bech­tel. Wohlgepflegte Waldbestände und ein in vorzüglichem Zustande gehaltenes Wegenetz er­freuten das Herz eines jeden Forstbeamten. Rach

gung 18701920: Hauptversammlung 8*/» ilfyr im Aquarium. Lichtspielhaus, Bahnhofstr.: Scheine des Todes". Hessische Dildrrbühne: MädchenloS". Astoria-Lichtspiele:Verrat".

Der Hausfrauen Stolz jT