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Börsenkurse.

Berlin

5n DiMonen Prozent

Datum: | ? 7.

19,70

4,40

1,55

8,60

2,20

ungünstig aus. Bei der allgemein vorherrschenden Zurückhaltung ist das KurSniveau wiederum mehr oder weniger nach unten gegangen, zumal Kauf­aufträge aus dem Publikum ausblieben. Die leb­haften Umsätze der heimischen Renten sind voll­ständig MM Stillstand gekommen, bprozentige Kriegsanleihe, die gestern noch nachbörslich auf 285 anzogen, muhten heute bei Beginn wertere 55 Milliarden herabgehen. Auch die anderen hei­mischen Renten verkehrten in schwächerer Hal­tung. Die Aktienmärkte lagen schwächer. Für die chemischen Aktien kamen gleichzeitig Realisie­rungen und eine CJL' " ' ~

'nen kamen al

schwächere Altung in Betracht. Elektrowcrte lagen ruhig. Där Bankaktienmarkt eröffnete mit niedrigeren Kursen. 2Naschinen° aktien nach geb end. Die auswärtigen Renten lagen etwas niedriger. 3m freien Verkehr war das Geschäft still. Becker-Stahl 1V4, Becker-Kohle 3V», Denz 2V2, Krügcrshall 3. Petroleum 101/.., Ra­statter Waggon 2V3, Ufa 3%, Growag 0,140. 3m weiteren Verlauf änderte sich die Tendenz wenig.

0,270 0,500 0,420

1 0,224 0,400 0,750

0,650 4,2

79,75 5,30

22,5 3,55

7,25

8,12

0,550 8,50 12,26

2

0,330

0,3

7,90

9,25

45, 5 47,25

53 7,25 10,5

4,8

9,75

25 22,5 34,75

Berliner Börse.

Derlin, 3. Juli. (Drahtbericht desGtth, Anz.") Die Tendenz der heutigen Börse kann als lustlos bei abbröckelnöen Kursen bezeichnet werden. Das Geschäft liegt wieder völlig dar­nieder. Die heute eingegangene Rachricht, Last Gehemrrat Klöckner- im Auftrage der Sechser- Kommission die Micurnverträge zunr Ultimo Zuli

12,5 1

9,5 11,25

9,62 6,60 10,25

13

6,62 11,76

6.2 30 41

1,45

2,05

2,1 8

0,5 0,56 11,5

1,3 2,1

3,40 8 3

2,45

*) Dom Ruckzablungswert.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 3. Juli. (Drahtbericht des®iefi. Anz.") Tendenz: Schwächer. An der Börse sind die Ansätze zu einer Geschäfts- belebung verschwunden, und der Marti bietet wie­der ein Bild der Geschäftsunlust. Dir pessimisti­schen Berichte, die gestern schon die Kursenlwick- lung beeinträchtigten, wirkten sich hrute wieder

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(3n Billionen Mark auSgedrückt. BuenoEreS, London, Neu« York. Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einderren, alle« übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.

5% Deutsche Reichsanleihe . «% Deutsche Rcichsanlcihe . 3V/n Deutsche Reichsanleihe

Deutsche ReichSanleihe . Deutsche Sporprämicnanlcihe

Preußische KoasolS .. . 4% Hessen...........

3l/s% Hessen........

3% Hessen...........

Deutsche Wertb. Dollar-Anl. dto. Doll.-Schatz-Anwerjug/) 4% -solltssrken.........I

6% Äoldmexikan« | Berliner Handelsgesellschaft. Comuierz- und Prioat-Bank. Darmst. und Naiionalbank . Deutsche Bank.........

Deussche Bcreinsbank .... DiSconto Commandtt .... Metallbank...........

Mitteldeutsche Creditbank. . Ocsterreichische Creditanstalt. Westbanl............

Bochumer Guß . . BudcruS............

Caro............ .

»-Luxemburg

irchcncr Bergwerke. . Harpener Bergbau......

Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln Laurahütte Oberbedarf . . Phönix Bergbau ...... Rheinstabl......

Ricbeck Montan, Tellus Bergbau Hamburg-Slmerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann ..... Ang lo-Cont-Guano Badische Anilin Chemische, Mayer Alapin . . Goldschmidt.....

Griesheimer Electron .... Höchster Farbwerke Holzverkohlung........

Rütgerswcrke Lcheideanstalt.........

Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann...........

Mainkraftwerke Schuckert.......... .

Siemens L Halske Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motorm. ..... Heyligenstaedt......

Megutn. .........

Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . Metallgesellichaft Frankfurt. Vet. Union Ä--G Schuhfabrik Her; . . . .

Sichel Zellstoff Waldhof......'

Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . ,

Frankfurt a. M.

Sd)luü' fhirs

1 Schluß

. Schluh fiur»

Schluß kur-,

1 3-7-

2. 7.

3. 7.

0,250

0.270

C.28O

0,500

0,520

0,510

0,330

0,365

0,330

0,900

0,9.0

0,925

0,199

0,165

0,375

0,390

0,375

0,600

0,450

0,600

0,550

0,503

4,2

4,2

4,2

79,75

79,71

79,75

5,12

1 5,25

1 E,9

-

1 -

1 34,6

20

22,40

21,5

3,37

3,65

3,65

6

7

7

7,60

8

8

0,460

8,12

8,40

8,2

11,70

1,87

1,9

1.8

0,330

0,950

0,3

0,400

0,450

- -

45,6

45,50

7,80

8.790

7.8

8 375

41

45,6

44,70

45

Ki

45

51

59,6

50,50

6,75

7,25

6,90

10,10

10,5

10,1

4,25

4,5

4.75

-*

9,5

8,9

24,25

24,75

24

21

21,5

20,10

-

34,76

33

1,30

19

18,40

18,5

4,05

4,25

4,10

1,6

3

_

8,125

2,30

2,3

2,65

7,6

7,50

12

12,25

11,87

1,1

9,25

8.8

9

10,6

11,12

10,7

9,20

9,5

9,25

6,30

9,62

10,37

9,625

12,1

6,37

6,6

6,50

10,75

11,1

10,50

6,3

»

29

29

23,-0

39,5

33

1,26

1,12

1,10

2

1,9

1,90

2,15

8,25

8,5

7,75

0,460

0,625

0,6

0,6

11,25

1,3

1,3

1,25

2,1

1,9

2,1

3,20

3,5

7,75

8,10

7,23

3

3,1

2,5

2,75

2,6

2. Juli

3 Juli

Rcpart. %

2. ! 3.

Amtliche Notieruni

Amtlich- Notier 111

Geld

Brier

Geld

'trief

Amss.-Rotk. Brss.-Antw etjriftinnia. Kovrrchagen Stockholm . Hclssngfors. Italien. . . London. . . Ncuyork . . Boris. . . . Schweiz . . Spanien . . Wien in D-- Oest. oßaeft Mag . . . . Budapest. . Bucn.-Aires Dulaarien Japan . . . wio de Jan Belzrad . . Lissabon . .

157,70 13,95

56,03

66,83

111,12

10,47

18,03

18,125

4,13

21,69

74,41

65,36

5,91

12,29

5,09 1,345

3,04 1,765 0,445

4,91

11,47

Q

0*1

157,70 19,OS 55,16 66,58 111,12

10,47 18.05

18,133 4,19

21,65 74,41

64,76

Ä3 e 4.935 11,17

)ten.

158,30 19,15 56,44 56,92

111,68

10,54 18,15

18,225

4,21

21,75 74,79 65,04

5,93 12,33

6,11

1,355 3,05

1,775 0,45

4,935 11,53

Voll vol voll vol voll l'Oll voll voll voll voll voll voll

voll voll voll voll voll voll voll ÜDU voll

voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll

voll voll voll voll voll voll voll voll voll

Bertin. 3. Juli

Geld

I Brief

Repart.

Amerikanische Noten . Belgische Noten . . . .

. . . .

4,11 18,90 66,43 18,10 21,61

167,11 18,05 65,3)

5,97 1,59 110,92 74,41 64,61 12,27

4,92

4,21 19,60 60,77 18, 0 21,75 157,89

18,15 56,24

5,99

1.61 111,68

74,79 54,89 12,33

4,94

voll

Dänische Noten . . . .

Enalischc Noten....

voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll

Französische Holländische Italienische Norwegische Dcutsch-Ocsi Rumänische Schwedische Schweizer N

Noten . .

Noten . .

Noten ......

Noten......

err. 100 Kronen Noten......

Noten......

oten.......

spanische Noten.......

»;tt)cc6j?L(0^?,lfd,e Noten . . Ungarische Noten......

gekündigt hat mit der Begründung, dast die deutsche Regierung nicht in der Lags f»i, dis Lieferungen an die Micum im August zu finan­zieren und dah auch der Ruhrbergbar anmög­lich die Lasten weiter tragen könne, erregte an de>- Börse einiges Aufsehen, obwohl man seit vcrrger Woche mit dieser Kündigung rechnen muhte. Die Tatsache, dah die Kündigung noch weit vor dem letzt zulässigen Termin erfolgt, wird als Bestätigung dafür angesehen, dah das System der Mieumverträge heim besten Willen der deutschen Zechen nicht durchführbar ist. Man betrachtet die Lage im Rühcbergbau als auhec- vrdentlich ernst. Auch sonst lagen auf wirtschaft­lichem Gebiet nur Rach richten vor, die die Si­tuation als katastrophal erscheinen lassen. Unter diesen LImständen konnte sich naturgsmäh -an der Börse keine Unternehmungslust entwickeln. Selbst der Kriegsanleihemarlt weist einen starken Rück­gang der Umsätze auf. Bei Beginn der Börse wurde Kriegsanleihe mit 255 bis 260 g'handelt. Einiges 3nteresse brachte man den Aktien der deutsch-asfiatischen Dank und den chinesischen An­leihen entgegen. Für diese Papiere war das Zustandekommen der deutsch-chineji.chrn Abma­chung günstig Am Geldmarkt ist die Lage un­verändert. Auch im Devisenverlehr zeigte sich, abgesehen von der schwächeren Haltung d^s fran­zösisch n 5 ran len, keine besonders auffallende Er­scheinung. Die Kurse lagen auf allen Märkten schwächer, doch waren dir Senkungen zum größten Teil unerheblich. 3m weiteren Verlauf flaute das Geschäft weiter ab.

Märkte.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 3. Hali. (Drahtbericht desGieh. Anz.) Man notiert.' heute: Weizen, Wetterauer 16,5017; Roggen, inländischer 15,25 bis 15,75; Sommergerste 16,5017; Hafer in­ländischer ,15,50-16; Weizenmehl 27,75 bis 28,75; Rcggenmehl 22,7523 50; Weizen- und Roggen- kleie 8,25 bis 8,75; Tendenz: stetig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 3. Juli. (Getreide und Oelsaaten in 1000 Kilo, sonst in 100 Kilo.) Amtliche Votie­rungen der Mittagsbörse ab Station in Gold­mark: Weizen, märt., 139 bis 144, Roggen, märt, 128 bis 135, Gerste, märt, 138 bis 147, Gerste, neue 127 bis 135, Hafer, märt, 124 bis 134, Weizenmehl, 70 Proz., 21,25 bis 23,75, Roggen­mehl 18,75 bis 21,75, Weizenkleie 8,40, Roggen- kleie 8,50, Raps 220, Biktoriaerbsen 19 bis 20 kleine Speiseerbsen 13 bis 15, Futtererbsen 12 bis 13, Peluschken 11 bis 14, Ackerbohnen 14 bis 15, Wicken 12 bis 13, Lupinen blau 9 bis 10 gelb 13,50 bis 14,50, Rapskuchen 9, Leinkuchen 18 bis 19, Trockenschnihel 7 bis 7,20, Kartoffel­slocken 17,50 bis 18.

Frankfurter Schlachtbiehinarkt.

Frankfurt a. M., 3, Hall. (Drahtbrricht des Gietzener Anz.) Auftrieb: 15 Rinder, darant?- 5 Bullen, 9 Färsen und Kühe, 1 Fresser, 993 Kälber, 247 Schafe, 782 Schweine. Marktver­lauf: Schweine bei kleinem, Kleinvieh bei regem Handel ausverkauft. Preise: Rinder, feinste Mast- kälber, 5058, mittlere Mast- und beste Saug­kälber 4450, geringere Mast- und gute Saug- kälbcr 3842. Weidemastschafe (Mastlämmer uni

Masthämmel) 3037, geringere Masthämmel utt| Schafe 2530. Schweine, vollfleifchige: viv 8 bis 100 Kilogr. Lebendgewicht 5052, unter 8 Kg. 4550, von 100120 Kg. und darüber hin aus bei allen Sorten 5052 Mk.

(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)

Der Separatiftenprozeß in Hanau, j

Hänau, 3. Zull. Dor dem Staatsgericht-« Hof zum Schutze der Republik in Hanau begaiÄr heute die Verhandlung gegen den separatistische, Ortskommissar Darkhold aus Eltville. Prozeß ist von besonderer Dedeutung, da sich der Voruntersuchung heraüsgestellt hat, dah dar französische Kreisdelegierte Armand in Rüdeg- heim die treibende Kraft der Putschisten wat. Tie Anklage vertritt Oberreichsanwalt Dr. Ebe^- meher. Rach dem Aufruf der Zeugen, v v n denender. gröhteTeilnichterschienen ist, erklärt Senatspräsident Riedner, dah das Richterscheinen der Zeugen darauf zu- rückzuführen sei, dah von dem französischen Kreisdelegierten die meist en Zeu­gen heute zu einem Verhör nach- desheim geladen worden seien. Ein Antrag des Oberreichsanwalts Dr. Eber» meher auf Ausschließung d e-r Q.e ffent» lichke i t wegen Gefährdung der Staatssicher­heit, wird von dem Gericht abgelehnt.

Senatspräsident Riedner verliest darauf die Anklageschrift, nach der D a r k h o l d beschul­digt wird, im Jahre 1923 gemeinschaftlich mit anderen Personen an hochverräterischen Unter­nehmungen, um Teile des deutschen Reiches vom Ganzen loszulösen, durch die Tat wissentlich Bei- Hilfe geleistet zu haben.

Angeklagter Darkhold verweigert jede Aus­sage, solange nicht alle Zeugen anwesend sind. Der Verteidiger Rechtsanwalt älngeheuer- Frankfurt a. M. beantragt Vertagung auf Freitag vormittag 9 Tlhr, da die Gefahr bestehe, dah die jetzt anwesenden, dem Angeklagten zumeist feindlichen Zeugen vernommen werden und der Gerichtshof sagen könne, auf Grund dieses De» Weismaterials habe er sich schon ein Dild machen können. Darauf könne sich der Angeklagte nicht einlassen. Das Fernbleiben der Zeugen führt der Verteidiger auf einen Artikel desHanauer An­zeigers" zurück, in dem die französische Besahungs- behörde wahrscheinlich einen Angriff auf den fran­zösischen Kreisdelegierten Armand erblickt habe.

Der Oberreichsanwalt widerspricht dem 2ln- trag. Schließlich wird dem Antrag des Vertei­digers stattgegeben und die Verhandlung auf Freitag vormittag 9 Uhr vertagt, da man an­nimmt, dah dann ein Teil der Zeugen, die heute abwesend sind, zugegen sein wird.

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