Nr. 81 Zweites Matt
Wirtschaft.
Die Goiddiskontbarrk.
Her Reichsbankpräsident Dr. Schacht empfing einen. Mitarbeiter des „Deutschen Handrls- Lienft^ uno gab Auskunft über einige Fragen, bie den Arbeitsbeginn der Golddts- kontbank betreffen. Hteimach wird das Institut feine Tätigkeit bereits im Laufe der nächsten Woche aufnehmen. Es ist nicht beabsichtigt, für die Gvlddistentbank einen besonders groben Apparat aufoustefjen. Sie wird auch räumlich im Gebäude der Reichsbant m Berlin untergebracht sein und organisatorisch als eine Goldabteilung der Reichsbank funktionieren. Für das Bele i hu ngsge s chäf t stehen die in Aussicht genommenen Beträge, vor allem das Eigeii- tapital der Dank, sofort zur Derfügung. Bei der Auswahl der Kreditnehmer wird vor allem darauf zu achten sein, daß das Institut in erster Linie gegründet wurde, um die Produktion der deutschen Wirtschaft za fördern. Konsumtivkredite kommen kaum in Betracht. Die bisher in der Oeffentlichkeit angestellten Mutmastungen über den Voraissicht- lieben Zinssatz sind grösttenteils unzutrefseich., Dcraussichtlich werden die Kredite bei der 'Bank selbst mit 10 Prozent zu verzinsen sein, so dast der letzte Kreditnehmer nicht mehr als 12 Prozent zu zahlen hätte. In erster Linie werden jedenfalls diejenigen Industrien Berücksichtigung finden, die ausländische Roh- Materialien usw. für den Export weiter- verorbeiten, da in diesem Falle das Herein- holen neuer Devisen und damit auch die Rückzahlung der Kredite am meisten gesichert erscheint. Es ist jn hoffen, dast der sofortige Arbeitsbeginn der Bank günstig auf den inländischen Devisen verkehr zurückwirken und einen grosten Teil der Wirtschaft die beruhigende Gewißheit geben wird, dah er die benötigten Einfuhrdevisen jederzeit bekommen kann. Hierdurch dürfte die jetzt infolge der scharfen Repartierungen eingetretene ängstliche Rervosität bald beseitigt werden.
Steuer Rückgang des Kraue.
Dach einer Meldung des „Berl. Lokalanz." ist gestern an der Pariser Börse ein neuer Frankenrückgang eingetreten. Der Kurs für ein Pfund Sterling, der am Dormittag auf 71,90 stand, ist bis 3 älhr nachmittags auf 74,70 gestiegen. Zurückgeführt wird diese neue Frankenbaisse auf den Wochenbericht der Dank von Frankreich, der eine Dermehrung des Danknotenumlaufs in der vergangenen Woche um rund 264 Millionen Franks auf weist. Auch an der Deutz orker Börse ist gestern der FraaLen zurückgsgangen. Er notierte 5,8 Gents.
4 HerabsetzungvonDörsenumsatz- st euer und Effektenprovision. Wie bereits berichtet, hatte der Reichsminister der Finanzen die Herabfetzung der Börsenumsatzsteuer für Dividendenwerte und Daludaanleihen für Kundengeschäfte auf 1.5 vH und für Händler- gefdjäftc auf 4 v. Tausend davon abhängig gemacht dast die Effektenprovifron der Danken auf die Hälfte des bisher geltenden Satzes herabgesetzt wird. Ter Zentcalverband des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes hat dem Rsichssinanzmim- flerium nunmehr mitgeteilt, dast die m Betracht kommenden Berliner und auswärtigen Bankenvereinigungen sich, wenn auch unter Derwahrang gegen die Unzulänglichkeit der Steuerherabsetzung und gegen die Unangemeffenbeit des hieraus sich ergebenden Verhältnisses zwischen Steuer und Provision, mit der gebadeten Herabsetzung der Provisioii einverstanden erklärt haben. Die Pvoviswnsherabsetzung soll gleichzeitig mit der Herabsetzung der Börsenumsatzsteuer, also voraussichtlich mit dem Beginn der nächsten Woche, in Kraft treten, sofern die entsprechende Derord- nung des Reichsministers der Finanzen bis dahin ergangen ist.
* Zahlungsschwierigkeiten einer Berliner Privatbankfirma. Die Berliner Privatbankfirma Hans F. Liebhardt befindet sich in Zahlungsschwierigkeiten, doch hofft man, ein Abkommen mit den Gläubigern zu treffen.
* Info lvenz eines Düsseldorfer Wankgeschäfts. DasBanltzefchäftMetzerLCo. /Düsseldorf, befindet sich m Zahlungsschwterig- Ifeiten. Der gesamten Zahlungslast von rund »00 000 Goldmark stehen 225 000 Goldmark Der- tbnögenswerte gegenüber.
( • Deutschlands Kohlen Produktion um Februar. Dom statistischen Reichsamt toerben jetzt die Förderergebnisse des gesamten deutschen Bergbaus für Februar bekannt gegeben. Danach betrug die Steinkohlenförderung ohne / Eaargebiet 9,73 Mill. Tonnen, gegen 8,16 Mill.
Tonnen im Dorjahre und 11,35 Mill. Tonnen 1913, ebenfalls auf Grundlage des jetzigen Gebietsumfanges ohne Saargebiet gerechnet. Draun- kchlen wurden 8,33 Mill. Tonnen gegen 11,53 bzw. 6,84 Mill. Tonnen gefördert. Äe Koks- erzeugung stellte sich auf 1,74 Mill. Tonnen gegen 2,02 bzw. 2,31 Mill. Tonnen.
; Don der Stahlindustrie. Aus Düsseldcrf wird berichtet: Die früher in dem Deutschen Stahlbund vereinigten Werke kamen am 1. April zu einer zwanglosen Aussprache zusammen, in welcher die gegenwärtige Marktlage erörtert wurde. Die Besprechung ergab, dast die Werte im allgemeinen zur Zeit gut beschäftigt sind, coenn auch in einzelnen Zweigen der Auftragseingang noch zu wünschen übrig lästt. Einheitliche Richtpreise, wie sie früher üblich waren, sind nicht festgesetzt worden, ebensowenig wurden sonstige Beschlüsse von allgemeiner Bedeutung gefaßt. Die Derhältnisse bei den Siegerländerwenen sind nach wie vor schwierig. Die Wiederinbetriebsetzung der flittgsiegten Abteilungen erfolgt nur ganz allmählich, trotz der inzwischen eingetretenen Preisbesserung.
* Deues Abkommen der Badischen Anilinwerke mit der Rheinlandkommission. Die Badische Anilin- und Soda- fabrik, deren Betriebe zur Zeit stilliegen, hat mit der Rheinlandkommission wegen Lieferung von Düngemitteln nach Belgien und Frankreich ein neues Abkommen auf drei Monate getroffen.
* Die Preisbildung in der Land- wirtschaft. Die Mestzahlen der „Landwirt- schaftlichen Wochenschau" zeigen bei den landwirtschaftlichen Betriebsmitteln in der zweiten März- Hälfte kaum nennenswerte Aenderungen gegenüber der ersten Märzhälste. Der Durchschnitt Oer land-
Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
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wirtschaftlichen Betrieb sm ittelp reife liegt immer nrch um 50 Prozent über dem FriÄ>ensnroäau. Dagegen sind die Preise der landwirtschaftlichen Erzeugnisse zum Teil erneut $arücf gegangen und liegen gerade bei den wichtigsten Erzeugnissen bis zu 26 Prozent unter dem Friedenspreis. Trotz eines gewissen Rückgangs der Lebensmittel- Neinhandelspreise bleibt deren Diveau doch noch bis zu 53 Prozent über dem Friedensdurchschnltt. Insgesamt liegen also auch jetzt die wesentlichsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse stark unter den Preisen von 1913, während sowohl die landwirtschaftlichen Betriebsmittel als auch die Kleinhandelspreise das Diveau von 1913 zum Teil bedeutend überschreiten.
* Zusammenschlust des bayerischen Mehlgr Osthandels. Unter der Firma: „Derein Bayerischer Meblgrosthändler Dürnberg" haben sich die großen* Firmen des Mehlgr Osthandels Mittelfrantens zusammengeschlossen zur Wahrnehmung und Förderung gemeinsamer 3ntereffen des Grosthandels in Mehl und Mehlprodukten. Insbesondere ist beabsichtigt, die Solidität und Seriosität des Mehl- Handels wiederherzustellen.
• Amerikanisch e Anleihe für die Schweiz. Die Schweiz hat mit dem Deuyorker Dankhause I. P. Morgan eine Anleihe von 30 Millionen Dollar auf 20 Jahre zum Zinsf ist von 5,5 Prozent und einem Emissionskurs von 97,5 Prozent abgeschlossen, die hauptsächlich für Tilgung der schwebenden Schuld, speziell für Rückzahlung von Reskriptionen und für Getreideltefe- rungen von Amerika bestimmt ist.- Die neu? Dollaranleihe hat einen günstigen Einflust auf bm Schweizer Dollarkurs ausgeübt, der seit gestern von 5,74 aus 5,68 zurückgegangen ist. Die Eidgenossenschaft hat bereits feit 1919 drei Dollaranleihen zum Gesamtbeträge von 75 Millionen Dollar abgeschlossen. Auch die Städte Zürich und Bern haben im Jahre 1920 zwei achtproz-entigei Anleihen von 16 Millionen Dollar in Deuhork ausgenommen.
* Eine Fordsche Automobilfabrik in Schweden. Fords Automobilabsatz in Finnland soll durch eine soeben in Stockholm in Dau genommene Automobil-Montierungsfabrik gefördert werden. Dieses neue Unternehmen soll, nachdem sich die Kopenhagener Fabrik als zu Nein erwiesen hat, Schweden, Finnland und die übrigen Ostseestaaten mit Automobilen und Ersatzteilen versorgen.
Frankfurter Börse,
Frankfurt a. M., 3. April. Tendenz: Unregelmäßig. — Auf den meisten Marktgebieten war das Geschäft auch heute nicht sonderlich groh. Deben den Geldverhältnissen macht die Kurs- enttoidhmg des französischen Franken sich an den Effektenmärften unangenehm bemerkbar. Das Bestreben der Spekulation, Deckungen vorzunehmen, trat heute vereinzelt auf. Es waren, wenn auch nur mäßige, Erholungen in verschiedenen Aktien zu beobachten. Am Montanaktienmarkt blieb das Geschäft anfänglich rfthig. Etwas Interesse stellte sich für Westeregeln ein, während Aschersleben na ergaben. Oberschleftsche Werte unterlagen leichten Schwankungen. B<vrkaktien tendierten etwas fester. Diskonto-Gesellschaft, Dresdener, Mitteldeutsche Creditbank wurden lebhafter umgesetzt. Dorddeutscher Lloyd und Hapag bewegten sich etwas nach unten. Don chemischen Papieren tagen die des Anilinkonzerns behauptet. Badische Anilin waren mit 16,25 bezahlt und später etwas höher. Für Sch^deanstalt wurden behauptete Kurse angeboten. Gebessert gingen A. G. G. hervor: sonst sind von Elektrizitätspapieren noch zu erwähnen Lnhmeyer, Licht u. Kraft bei einiger Nachfrage. Metall- und Maschinenfabriken lagen im allgemeinen behauptet. Adlerwerke leicht ab- geschwächt. Daimler blieben gefragter. Zellstoff Waldhof leicht nachgebenid. Etwas freundlichere Stimmung herrschte für Schantungbahn. welche auf Rückrufe etwas autogen. Pokorny u. Wittekind fester. Mainkraft vernachlässigt. Schwach lagen Zement Heidelberg. Zuckeraktien zeigten uneinheitliche Tendenz: Frantenthaler schwächer. Heimische Anleihen lagen ruhig. 5proz. Reichsanleihe 98,50 Milliarden. Auslandsrenten, wie Zolltürken, Bagdad II, behauptet. Der freie Aktienverkehr lag sehr still. Es gingen um Api 53 $ bis 55/8, Decker Stahl 85/s bis 83/4, Decker Kohle 9Vs, Benz 5, Ufa 7 bis 6:y4, Growag 0,225, Drown Doveri 3,1, Unterfranken 0,650, Hansa Lloyd 1,6, Rastatter Waggon 75/8, Krügershall 7,50 bis 7,75, Ehern. Andrae 0,825, Deutsche Wald und Holz 0,250.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(ftn Billionen Mark auSgedriickt. BuenoS-AireS, London, Neu- horf Japan Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Ein beiten, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.
(Ohne Gewahr.)
2. April
3 April
Repart.
Amtliche Notierun >
'Initii-b? 'ioti.-r 11 •
Geld
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2.
3.
?imst.-Rott.
Brss.-Antw. Cbristiania. Kopenbagen Stockholm. HelsingforS. Italien . London . Renyork . . Paris ...
Schweiz -
Spanien . • Wien in D> Oest.abgrit. &« Buen^Aire-Z Bulgarien Japan Vito de J.iu Belgrad rtijadon
1j5,61
21,15
17,35 19,82
111,22 10,57
18,85
18,055
4’9
24,94 <3,57
58,üö
6,08 12,71
6,38
1,385
C-,29 1,795 1,485
5,58
12,96
(
156,39 21,25 !7,64
70,14
111,78
10,63
18,95
18,145
4,21 25,06 73,93 b6,94
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12,79
6,42 139=
3,31
1,805
0,49-
6,62 13.04
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155,61 21,55 '7,36 (9,43
110,72
10,57
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25,14 73,57
54,86
r,08 12,71
6,38 1,375
3,29 1,795
1,185
5,63 '3,21
»ten.
währ.)
156,39 2',65 .7,64 69,77
111,2i 10,53 18,93
18,145 4,21
25,25 73,93
55,14
6,12 12,79
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1,80 1.49,
5,67 13^9
1
1
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1 voll
1 voll
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10
trrrn«-.
3. April
Geld
Brief
Revart. %
Schwerer Hott» ........ GranzSstiche Not« ........
Dänische Noten ......... Schwedische Noten ........ Holländische Roten........
Deutsch-Oesterreich, 1 100 Ätenen Amerikanische Not«.......
Liglische Noten..........
italienische Note«......... vekaische Noten..........
73,57 2-,94 69,43 110,72 155,61
6,08 4,19
18,05 20,85 21,55
4,79 12,71 67,36
2,31 54,86
73,93
26,06
69,77
111,28
15 ,39
6,12
4,21
18,1
20,95
21,65
4,81
12,79
67,64
2,33
55,14
2
1
2
2
1
2
1
1
25
10 voll
2
20 voll
2
richechoslowakische Not«. . . . .
Rumänisch« Noten- Cewatit* Rot«. .
Berlin
Frankfurt a M.
3n Billionen Prozent
Datum:
•) Dom Rückzahlungswert.
Märkte.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 3. April. Die Geschäftsstille im Getreideveitehr hat heute einen Grad erreicht, der die Ruhe der letzten Tage noch übertraf. Das Inlandsangebvt war geringer als bisher. Die Preisforderungen hielten sich auf der bis- beuigen Höhe. Bei der geringen, durch die Geldknappheit veranlaßten Unte nehmungslust kam es daher nur zu ganz belanglosen Umsätzen. Diese Feststellungen gelten für alle Artikel, so daß sich ein Eingehen auf belanglose Einzelheiten erübrigt. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märf. 171 bis 176, Roggen, märf. 124 bis 140 (ruhig), pomm. 130 bis 134 (ruhig), Braugerste 170 bis 190 (ruhig), Futtergerste 155 bis 165 (ruhig), Hafer, märf. 124 bis 131 (ruhig), po-mm. 120 bis 128 (ruhig), Raps 310 bis 315 (still), Leinsaat 410 bis 415 lstill): für je 100 Kilo: Weizenmehl 25 bis 27 (still), Roggenmehl 21 bis 23,25 (matter), Weizenkleie 10,50 bis 10,60 (stetig), Roggenkleie 8,60 bis 8,80 (etwas fester), Diktoriaerbsen 27 bis 28, kleine Erbsen 16 bis 17, Futtererbsen 13,50 bis 14, Peluschken 12 bis 13, Ackerbohnen 16 bis 17, Wicken 14 bis 14,50, Lupinen, blau 13 bis 14, Sera della, alt 16 bis 17, neu 13,50 bis 15, Rapskuchen 11,50 bis 11,60, Leinkuchen 22,50 bis 23.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 3. April. Es wurden gezahlt je 100 Kg.: Weizen (Wetterau) 17.75 bis 18.25, Roggen 15.75 bis 16.25, Sommergerste für Drauzwecke 20 bis 21, Hafer (inland.) 15 bis 15.50, WeizenmeU (südd. Spezial 0) 27 bis 27.75, Roggenmehl 23 bis 23.75, Weizen- und Roggenkleie 9.75 bis 10.50, Mais (gelb) 19.25 bis 20. Ten- denz: ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
fpd. Frankfurt«. M., 3. April. Austrieb: 821 Kälber, 184 Schafe, 352 Schweine. Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Kälber, feinster Qual. 65 bis 70, mtttL Qual. 58 bis 64, gering. Qual. 50 bis 57; Schweine unter 80 Kilo 60 bis 66, von 80 bis 100 Kilo 68 bis 70, über 100 Kilo 68 bis 70 Mark. Der Markt hatte lebhaftes Geschäft und wurde aus- verfauft
Diehmarkt in GrLnberg.
• Grünberg, 3. April. Der Auftrieb zum gestrigen Diehmarkt betrug 321 Schweine, meist 7- und 8wöchige, die, soweit ein Absatz ftatt» fand, mit 35 bis 40 Mk. gehandelt wurden. Junge Tiere hatte man wegen des kalten Wetters nickt
67o Deutsch, RetchSanleid, ••/<, Deutsche Reichsanleihe !*/••/o Deutsche Reich^aiileib» A. Deutsche Reich-Anleihe Deutsche Sparprämienauleih« <e/o Preußische Konsole . . 4% vestrn..........
Deutsche Wertl'. Dollar-Aul. dto.Doll.-Jchatz-Anwctsung.') «•/« Zolltürken ......
6*/* Noldmerikan« ....
Berliner HandelSaesellschast »ommerz- und Prtvat-Dank Daemst. und Nastonalbauk Deutsche Bank........
Deutsche Vereinsbank . . . DiLcomo Commandit . . . Metallbau?..........
Mitteldeutsche Creditbank Okste, reichliche Creditaustal» Westdank ........
Bochumer ®a6 ... . . . Buder S ......... Caro ............
»Luxemburg ....
irchener Bergwerke • Harpe er Bergbau.....
Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln .... Laurahütte......
Oberbedarf . .
KbÄkh Bergvaa ......
Rhetnnabl...........
Ricbcck Montan ....... trllus Bergbau. .......
8amdurg-Amerika Pollch. .
orddeukscher Llovd ....
E keramische Werke Albin .. Kemeunverl Hetdelb«« . . Philipp Holiöuum .....
Anglo-Cont.-Guano Badische Aniltu........
Chemische Matur Slaptu. . . Goldschmidt..........
Griesheimer Electron .... Höchster Farbwerke......
Holzverkohlung........
Rütgerswcrke Scheideanstalt Brtg- eromann
Momkraftwerk» ....... Schuckert...........
Siemens * Halske
Ndlerwerke Kley« * • • . ■ . Daimler Motor«. .... Hehligcnstaedt. ........ Meguin
Frankfurter Armaturen . .. Konservenfabrik Braun . . . Melallgesestschaft Frankfurt. Pct. Union Üb-Ö.......
S^uhfabrik Herz Sichel.............
Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
Berliner Börse.
Berlin, 3. April. (Wvlft.) Wenn auch in der auf alten Gevieten unverändert vorherrschenden Geschäftsstille noch feine Veränderung eingetreten ist, sv scheint es doch, daß, in den bislang täglich flattfmDcn^en Kursrückgängen ein Stillstand ein getreten ist und sich mehr stimmungs- mähig ein Widerstand dagegen bemerkbar machte. Die Geldentspannung ist aber noch n.cht behoben. Für kurzfristiges Gelb mußten l1 , pro Mille per Tag und für Mv.iatsgeld auf wert- LeflänMger Grundlage 3 Proz. uno darüber bezahlt werden, ohne daß> die Geldgeber besonders Reigung zur Hergabe von letzterem bekundet hätten. Bei der Kursbildung überwogen in der Hauptsache zwar noch Abschwächungen, doch hielten diese sich in engen Grenzen und überschritten nur ganz vereinzelt ein oder gelegentlich zwei Billionen Proz. Ihnen standen eine ganze Anzahl von Kurserholungen gegenüber, zu denen anscheinend Deckungen der Börsenspekulation beigetragen haben. Am Devifenmartt sind in den Zuteilungen und Kurs fest se gingen sowie in den Anforderungen Der^n^erutigeu von Bedeutung nicht eingetreten.
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
Schluß
Kur» |
Schlich. Kur,
Schlich» rtu.s
Lchlutz- fiurs
2.4. |
I. ».
2.4.
8. 4
0,099
0,099r.
0,103
0,098
0,5.5
0,525
0,-25
0,525
0,120
0,2.70
0,294
0,292
0,0 5
0,97
0,990
0,990
0,151
0,150
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0,330
0,250
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36
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37
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4,75
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10
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9,75
9,8
8,75
1,05
1,05
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12
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17
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15,75
15
27,2
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41
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41,5
42,25
49
49
49,1 i
49
64
63
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15
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21
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20,75
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12
13
12
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21
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29
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30,5
31
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47
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27,6
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4
4
—»
Freitag, 4. April 1924
angefahren. Der Handel ging sehr schleppend, es verblieb großer stleberstand, woran außer der Geldknappheit ebenfalls die Witterung schuld fein mochte.
Kirchlich-; Nachrichten.
3fr. Religionsgemeinde. Gottesd.i. b. Synagoge (Süd-Anl.). Samstag, den 5. April. Dorabd. 6.45, morg. 9.00, abds. 7.10 u. 7.50. — NB. Der Gottesdienst findet jetzt wieder regelmäßig in der Hauptsynagoge statt.
Bncherlisch.
X Kaum eine Gestalt des deutschen Mittelalters hat int Laufe der Jahrhunderte weniger von ihrer Problematik verloren, kaum eine ist in der gelehrten Forschung von der Parteien Leidenschaft unterschiedlicher beurteilt worden, kaum eine steht der interessierten Laienwelt immer noch so rätselhaft gegenüber als die Gestalt des Hohenstaufenkaisers Friedrich II. Da ist es dankenswert, daß Wolfram von den Steinen den Versuch macht, durch eine Auswahl aus den „Staatsbriefen Kaiser Friedrichs des Zweiten" (bei Ferdinand Hirt in Breslau) uns die sizilianische Sphinx näherzubringen. Kluge einleitende Worte führen unmittelbar zu den Kaiserlichen Dokumenten selbst hin, aus denen das Wesen des letzten großen mittelalterlichen Menschen sich flar herausschält als das Leben hohenstausischer und normannischer Geistigkeit, des fetzten Trägers „heiliger Einheit Den Reich und Ich, von Wort und Schwert, von Glaube und Werk, von Gott und Mensch". Die Briese geben einmal in ihrer geschickten Auswahl ein geschlossenes Bild der großen Ziele kaiserlichen Machtstrebens, aber auch einen tiefen Einblick in die Arbeit des großen Diplomatw durch den Briefwechsel mit den Päpsten Innozenz III. und Gregor IX., den Königen von Frankreich und England, die vorbereitenden Dokumente zu seinem Kreuzzug. Den Menschen Fried' rich, den Vater und Freund, zugleich den glänzenden Stilisten lernen wir kennen in den Briefen an feine Sohne Konrad und Heinrich, seine Schwiegersöhne, an den ihm besondÄs nahest chew den Emir Iahr-Ed-Dir. Eine Reihe Gesetzentwürfe und Erlass: geben Kunde von der unmittelbaren HerrschTrkätigkeit des Kaiser-. Eine wertvolle Ergänzung Zu dieser Arbeit von den Steinens ist die glänzende Monographie bii einer der besten Kenner des deutschen Mittel- alters. Karl Hampe, vor nun schon fünfanb- zwanzig Jahren dem Kaiser gewidmet hat (Sonderdruck der Histor. Ztschr. bei R. Olden- bourg, München). Aus dem Milieu seiner Jugend sucht Hampe die Entwicklung seines Charakters, die Ausbildung des absoluten Monarchen, der in seiner religiofen Toleranz, ein Erbe seiner sizi- lischen Ahnen, dem Vorschieben des persönlichen Moments, das freilich das einzige Bindeglied zwischen seinen auseinanderstrebenden Reichen war, durchaus ein moderner Mensch war, za erklären.
— Mereschkvwski: Leo nardv da Vinci (übersetzt von Alex. Sllasberg mtt 19 ganzseitigen Billckeigaben bet R. Piper & Co., München). Aus der großen Romantrilogie Me- reschkowskis .Der Antichrist" ist fein hier erst kürzlich besprochener Julian Apostata" in Deutschland am bekanntesten. Mit Unrecht. Der „Leonardo" teilt mit dem so bevorzugten Partner die glänzende Schilderung des Milieus auf Grund sorgfältiger Studien, die starke Gegenständlichkeit der Darstellung, die sorgfattig durchgearbeitete. sauber ausgeteilte Ausführung der Charaktere. Man mag manches dagegen einzuwenden haben, die Geschichte eines großen Menschen aus einem Roman kennen zu lernen, es mag vom Dichter manches schief, unhistorischi gesehen, manches umgebogen sein, plastisch, lebendig, fesselnd, begeisternd ersieht öle Geschichte mir in den Werken unserer ganz Großen, die mit dem Forschec- tum des Gelehrten das Künstlertum des Dichters verbinden. Don diesem Ideal ist Mereschkotvskt zvxir weit entfernt, aber wie e r die Welt Leonardos, den Menschen Leonardo und das Werk des universalen Schöpfers sah, das vermtttell ec in packender, schwungvoller Darstellung, die seinen Rcman. unterstützt von den ausgezeichneten Reproduktionen der Werke des Meisters, weit über eine bloße Anter Haltungslektüre hinausheben.
(In einem Teil der Auflage wrederholt.) Die Kohlenlieserungen auf Repc rationskonto.
Köln, 3. April. (Priv.-Tel.) Die Erneue- rung der am 15. 2lpcil ab lauf enden Micum- Oerträge wird von den Zechen wie von den Becg- arbeiteroerbänten abgelehnt. Die Schwierigkeiten für das Industriegebiet werden bettn Atcht- zustandekommen einer Einigung aif irgendeiner Grundlage sehr groß werden und die Folgen sind unabsehbar. Die Lieferungen a if Reparation Skonto, mit denen die Zechen wegen ungenügender Wagengestellung im Rückstand geblieben waren, erfolgen neuerdings lebhaft, ba- mit beim Ablauf der Micumverträge am 15. April die gemäß diesen Verträgen zu liefernden Mengen möglichst restlos abgesührt sind, Eine größere Anzahl von Zechen wird aber in den nächsten Tagen Feierschichten einlegen müssen, da die Wagengestellung in den fetzten verflossenen Tagen sehr zu wünschen übrig lieh. Infolge Einsetzens der vermehrten Reparationslieferungen fehlt es in Ruhrort an K a h n- raum, so daß die Kohlenzüge nicht rechtzeittg entladen werden können. Dadurch wird naturgemäß Derstrpfung der Bahnhöfe und damit noch stärkerer Wagenmangel hervorgerufen. Obwohl die Dernoaltung der Regiebahn unter Fühl rng- nähme mit den Intereisenverbänden lebhafte Anstrengungen macht, um die Schwierigkeiten z» überwinden, glaubt man doch in Kreisen der Zechenbesiher nicht daran, daß sie so schnell beheben werden können, wie es notaoendig und im Interesse der Allgemeinheit zu wünschen wäre.
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als eine unreine Haut! Pickel, Mitesser, Pusteln und alle sonstige Hautunreinheiten beseitigt die Aok - Seesand - Mandelkleie, die einen wunderbaren Teint mit einem mattschimraernden, pfirsichartigen Hauch hervorzaubert. Ächten Sie auf den Namen „ A o k Ueberall zu haben.


