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bereits derart schwer, dah er allein als Täter in Frage kommt. Michel befand sich mit Landmann gemeinsam in Preungesheim in Haft und nahm nach feiner Entlassung mit Laadmann einen ®e« Visenhandel auf, und zwar sollte letzterer dem Michel eine gröhere Summe Dollar besorgen. Das tat er auch durch Beschaffung von 360 Dollar, die aber nutzer Kurs gesetzt waren. Mit diesen Dollars ist Landmann, wie jetzt sestgeftellt werden tomite, zu dem im städtischen Krankenhause liegenden Michel gegangen, um sie ihm dort zu übergeben. Seit diesem Augenblick fehlte jede Spur von Landmann. 3m Besitz Michels fand man noch mehrere Dollarnoten vor. Michel ist ein alter, ge° werbsmähiger Schwindler, der noch acht Jahre Zuchthaus und Gefängnis zu verdutzen hat. — 3m Februar wurde die Kriminalpolizei 2316 mal, also narb täglich 80 mal, in Anspruch genommen. Es handelte sich dabei u. a um 1 Mord, 2 Rande, 18 Hehlereifälle, 152 einfache Diebstähle, 180 Einbrüche, 303 kleinere Eigentumsvergehen, 133 Betrügereien, 66 Unterschlagungen, 106 Münzverbrechen, 86 Sittlichleitsvergehen, 312 Sittlichkeitsübertretungen, 201 Wucherfälle und 242 Schleichhandelsfälle. Festgenommen wurden 587 Personen.
fpd. Da dHomburgv. d H, 3 April. Unsere Stadt wird seit einiger Zeit von einer ab» gefeinten Einbrecherbande heim gesucht, bte außerordentlich großen Schaden anrrchtet. So fielen der Band: dieser Tage sehr wertvolle Wäschebestände in die Hände. 3n der Rächt zum Donnerstag drang sie, nachdem sie die Tele - phvnleitung durchschnitten und den Haushund vergiftet hatte, in eine Billa ein und raubte aus ihr die Silbersachen von sehr bedeutendem Wert. Das Diebsgut ist vermutlich nach Frankfurt gewandert.
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* Süddeutsche Meisterschaften tm 6er Kunstreigen und 3er Radball. Der Rvrdbezirk im Gau Hessen des B. D. R. hat die Austragung der süddeutschen Meisterschaften tm 6er Kunstreigen und 3er Radball übernommen. Die Mettbewerbe finden am kommenden Sonntag in Marburg, verbunden mit einem Saal- sportfest, statt. Die besten süddeutschen Mann- schäften kommen nach Markmrg, um in diesen beiden Konkurrettzen um den Titel .Süddeatschrr Meister" in Wettbewerb zu treten. Der Gau Hessenist durch den GietzenerRadsahr- Berein 1 8 8 5 mit seinen Gaumeisterschafts- Mannschaften hft 6er Kunstreigen und 3er Radball vertreten. Die 6er Kunstreigenmannschaft der 1885er zählte im vergangenen Hahre zu dm besten deutschen Mannschaften und wird in Marburg $1 zeigen haben, dah sie and) in diesem Hahrs hinter den Besten nicht zurücksteht.
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X Mieseck. 2. Aprll. Unser Frauen- verein, der unter der Rot der Zett hn letzten Winter seine regelmässigen wöchentlichen Bev- sanrmbungsaberrde abwechselnd in den Wohnungm ferner Mitglieder abhielt, wöbet gute ErzählungS- literatur, Belehrendes und Erbauliches geboten, auch der Anfang mit monatlichen Bibel st un- den gemacht wurde, hielt gestern im gvotzen Saal von Schneider seinen wohlgekungenen Schluhabend. 3nseiner Ansprache beleuchtete der Ortsgeistliche das letzte Derernsjahr und die Aufgaben, die die allgemeine Rot unseres Dolles und die besondere unserer Gemeinde stellt. Die zunehmende Fugendnot erfordere die Kleinkinder schule, am besten mit dem Jugendheim unter dem Dach eines Ge m e i n d e Hauses: die Zusammenfassung aller, die es gut mit der Jugend meinen, im Ausschuh für Bvlksdi ldung und Jugendpflege: erwartet toerfce die entschlossene Reuinangrischahme einer würdigen Kriegerehrung. Ern neu* gewahrter Vorstand soll auch in der mit Der- sammlungen stilleren Zeit Anregungen geben. Den Hauptverdienst um das Gelingen des Abends hat der Wartburgverein, dessen Spielabteilung deklamterte und zwei flott gespielte heitere Theaterstückchen zum Besten gab: seine Lautenabteilung zeigte gute Fortschritte. Bon den schön aeschmückten Tischen wanderten Grütze zu den fernen und Kranken.
* Grün berg, 3. April. 3n der gestrigen Sitzung des Gemeinderats erläuterte Architekt 'Jäger-Queckborn rrvchmals feinen Plan des Wohn Häuserbau es an der neuen Der- binduingsstrahe zwischen Dezrrkssparkasse und Gie- tzener Straße. Er beabsichtigt, eine ganze Reihe moderner Wohnhäuser nach neu- zettlichen Vmstlerischen und städtebaullchen Grundsätzen zu errichten und ist bereit, da sich die Stadt hierzu gegenwärttg autzerstcmde erklärte, u. 11. die Kosten für Kanalisattvn und Wasserleitung selbst zu übernehmen. Hierzu wurde eine Eingabe des BürgerVereins zur Kenntnis gebracht, dessen Hmiptoersammlung die Förderung des Hägerschen Planes dringend beftirwortete. 3n der Aussprache wurde auf die in anderen Orten angeblich vollzogene Qlbgabc von Bauplätzen in Erbpacht hingewiesen, wobei nach 99 Hcchrem die Häuser zum halben Baukosten- Preis an die Stadt zurücksallcn könnten. Arber die Erbpachtverträge sollen Erkundigungen ein- gezogen werden, damit bei den Berhandlungen mit dem Gesuchfteller, mit denen der Bauausschntz beauftragt wurde, gegebenenfalls Vorschläge m dieser Richtung gemacht werden fomten. Angesichts der Knappheit an städttschem Baugelände ist der Gemeinderat der Ansicht, datz die entstehenden Häuser möglichst der Stadt gesichert oder mindestens zur Bekämpfung der Oribnberger Wohnungsnot verwandt werden sollten, datz hingegen ein Verkauf an Auswärtige zur Zett weniger erwünscht fei.
Kreis Schotte».
• Schotten, 3. April. Die hiesige gemeinnützige Baugenossenschaft ist gestern in einer Mil gl iccker-Versammlung infolge der widrigen Zettverhältnisse aufgelöst worden. Man beschloh aber einstimmig, die Reugründung einer Brngenollenschaft ins Auge zu fassen. sobald die Möglichkeit besteht, die Frage der
•• Die Deutsche BvlkSpartei Y«tt ttm Mittwoch abend tm Gewerbehaus eine gutbesuchte Mttgliederversanrmlung ab. Professor D Schian berichtete über die Verhandlungen des iZentualvDrs(andes in Hannover, während Stadtv. Kirchner über die des eigenttichen Parteitags referierte. An die Ausführungen der beiden Referenten fchlvtz sich eine interessante Aussprache.
" Ranuk, der Eskimo. Dieser Film, der seit gestern in den Pabast- Lichtsptelen gezeigt wird, ist eine ganz einzigartige und wunderbare Latsachenschllderung, die sich erfreulicherweise gänzlich fernhält von jeglicher Mache einer be» triebfamen Filmregte. Man wird da in prächtig gelungenen Bildern mit dem ergreifend harten Daseinskampf der Eskimos, ihren primittven und dcch so ungemein fessÄnden Lebensformen, der erhabenen Schönheit der Pvlarnatur und dem ewigen Ringen der bemitleidenswerten Menschen UNd Tiere mtt dieser Ratur bekannt gemacht. Grötzte Bewundernirg verdienen die Mäirner, die TTttiurtefong das harte Los der Eingeborenen auf sich genommen haben, um dort ihre Beobachtungen und Aufnahmen im Shrtereffe der Dollerkunde und Dollsbelehrung zu machen. Sie haben der Welt einen Kulturfilm tm besten Sinne des Wortes mttgebrachlt, dem mit Recht in der alten und der neuen Wett die grotzte Beachvang geschenkt toorben ist. Auch hier war gestern das 3nteresfe an dieser Filmvorführung sehr groh, wie der starte Besuch der Palast-Lichtspiele bewies. Der Film fällte aber nicht nur die Auf- merffanrfeit der Erwachsenen finden, man sollte ihn auch der Schuljugend zeigen, da er dieser als gute Ergänzung des Unterrichts viel zu geben hat.
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— Ta geskalen der für Freitag. Vtadtthsater: 7 Uhr .HunggessltenLänrmsru^. — Palast-Lichtspiele: „Ranur. der Eskimo". — Lichtspielhaus, Bahnhof strotze: ,.Zrvei Menschen". — Astoruv-Achtspiele: „Die gehettnntsvÄten Bier".
— D. f. B. Morgen abend autzerordentliche ®eneratoerfanun(ang. Räheres in der heutigen Anzeige.
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— Marcvwini und Lamari, zwei sehr gut empfohlene Zattberkünstler, kündigen in unserem heutigen Anzeigenteil für kommenden Sonntag ein Gastspiel in Gietzen an. Rachmittags soll eine Vorstellung für Kinder, abends eine für Erwachsene stattfinden. Die Künstler haben uns dokumentarische nachgewiesen, dah sie bereits in bieten Großstädten gewirkt und dort die beste, von namhaften Stellen auch schriftlich bestätigte Anerkennung gefunden haben, ferner hasten sie uns persönlich/ einige recht unterhaltsame Proben ihrer fabelhaften Geschickllchteit gegeben. Wan darf frier- nach auf eine wirklich amüsante Unterhaltung rechnen. Qläfrere8 ist aus der heutigen Anzeige er- sichMch. _____________________________
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§ U l ri dfr fl e i n, 3. April. Die letzte Rächt hat dem frvhenDogelsberg neuen Schneefall beschert. An dielen Stellen, vor allem aus Aeckern und Wiesen, liegt der Schnee 30 Ztm. hoch zusammengeweht. Immerhin ist der Schneefall noch ein relatives Glück, well sonst die Kalle von 2 bis 3 Grad bei dem starken Sturm an den Saaten Schaden angerichtet Hütte.
Starken-urg uiti> Rheinhessen.
rm. Darmstadt, 2. April. Umfang- reiche Warendiebstähle in hiesigen und auswärtigen Geschäften wurden feit langer Zelt durch das eigene P-erftnal der Firmen ausge- führt. Jetzt ist es der Krimitralpolizei gelungen, den weitverzweigten Massendiebstählen, die auch «zu einem regelrechten Tauschhandel geführt haben, auf die Sprrr zu kommen. Ganze Wagenladungen vrn Textilwaren, Schuhen, Kristall- und P)r° ^ellanwaren aller Art, bis zu den feinsten geschliffenen Gläser« und wertvollsten Schalen, Herrenartikel, Dürsten und Lederwaren, Kurz- und Modewaren von ungeheurem Gesamtwerte waren von den Dieben, unter denen das weibliche (Sterneilt vorherrschte, in fortgesetzter Dreistigkeit beseitigt und meist an versteckten Plätzen auf- gestapelt oder gegen anderes Dirbsgut aus Frankfurt usw. vertauscht worden. Zahlreiche der Langfinger und Hehler wurden verhaftet.
* Worms, 3. April. Bei Ausschachtungen in Worms wurde ein fränkisches Gräberfeld aufgedeckt. Bis jetzt wurden 6 Steinsärge gefunden. — Die P r e i sp r üf un g s - und Wucherabwehr st eile der Stadt wird erheblich abgebaut, well sie vom Publikum nur noch in geringem Matze in Anspruch genommen wird. Die Konkurrenz hat der Preistreiberei ein Ende bereitet.
Hessen-Nassau.
fpd. 5 r a n l f u r t a. M, 3. April. Wie wir bereits mirteitten, wurde der angebliche Guts- und Ziegelei bescher Michel aus Hahn bei Pfungstadt unter dem dringenden Berärcht, den seit Ro- veinber 1923 vermih.en Kaufmann HeinrichL a n fr- man n ermordet und im Main versenkt zu haben, verhaftet. Durch den bekannten ^Zufall" wurde auch diesmal der Mord entdeckt. Der Täter hatte die Leiche mit Stricken verschnürt und in den Main versenkt. Hier wurde sie nach vier Monaten in völlig verwestem Zustande vor zehn Tagen am Riederrader Wehr gelandet. Die Leiche war absolut unkennllich, so dah niemand mehr ihre Persönlichtett festzustellen in der Lage gewesen wäre, wenn sich nicht in der einen Tasche die vergilbten und verwaschenen, aber immerhin noch lesbaren Ausweispapiere des Landmann vorgefun-
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