Ausgabe 
4.1.1924
 
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K4- Jahrgang

Sreltag, 4. Januar 1924

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General-Anzeiger für Oberhessen

t>md »Rd Verlag: vrühl'sche Uulverftülr-Vich- mt* Steiabrvdtrei R. tawae in Ziehen. SAriftlettnng u«d Geschüstrftele: 5ch«Rkratze 7.

hi nut |ti t*rbu Ijge»nw**ec «U* la4)*:tu; vortz« v-nejede JerbiäblU^Miil prell 4r I m» flr .InjHwn oen 27 nt Srrite >r hd>8,au*tHtU 10 Goldpfennig; für X» Klame-Anzeigen o. 70 nn ticeiit 3s> um>ibPfennig, Dia o»r|4)n|l 2J ,*<< schlag. - orranisarU.^ tue pjlmiiu. Jeaileien: Dr.^nebc.lBdb.Ü4*ie. fnr o«i t»na<e -ted: (£re|l Jlam d><in; ui bei flnjeiaenicü.>«» de» |Aaih 4 »' J»4.

Der Kampf um Schleswig.

Der Hattamaßtä tmfamft in her Tlorbmarf hat durch zwei wichtige ®reigntflc der letzten 3elt eine beträchtliche Belebung erfahren, eine Belebung, die in der getarnten deutschen Preise Schle«wtg-Holftein« au deutlichem 2hisbrud kommt D-i handelt sich einmal um ein Verbot dreier in deutlicher Sprache geschriebener däni­scher Blätter in Mittel- und SüdschleSwig, daS von dem Wehrkreiskommando auf Grund des Ausnahmezustände- am 21. Rvvember dS $5. ausgesprochen wurde und daS ba^u bestimmt ist. die Wühlarbeit dieser antideutschen Blätter in Schranken au halten und für eine Zeit zu unter- vinden 06 die deutsche Matznahrne z-weckmätztg tpar. kann hier unerörtert bleiben (Jedenfalls wird die AuSeinanders<tzung über die Verbote sich noch einige Zeit Hinz leben. Bin anders Mo­ment der ®rpcgamfl ist daS am 25. November in HlenSburg zwisct-en der deutschen und dänischen Sozialdemokratie abgeschlols-ne Grenzabkom­me n, m welchem die nationalistische Agitation auf beiden Seiten verurteilt tmb die Gewa l t - grenze von 1 920 auch v on der deut­schen Sozialdemokratie anerkannt wird alS gesetzlich geltende Grenze Dieses Ab­kommen ist stark umstritten. Soweit die deutsche Sozialdemokratie die Rechte der nationalen Min­derheiten damit hat schütz'n wollen, wird man ihr Recht geben müssen. Die grundsätzliche Stel­lungnahme dagegen wird leicht verschiedener Aus­lassung begegnen Aber erst die praktischen Aus­wirkungen deS Abkommens werden ein abschlie­ßendes Urteil gestatten. Bon dielen beiden Gesichtspunkten aus müssen die snlgenden aktuellen Darlegungen zum gegenwärtigen Stand deS RationalitätenkampseS im Herzogtum Schleswig betrachtet werden-

Der Kamps der Rationalitäten in Schleswig, der durch die Grenzziehung im Iahte 1920 auf der Grundlage des Versailler Friedens nach dem Wunsche der Mächte, die das europäische Gleich­gewicht Herstellen und garantieren wollten, be­endet sein sollte, bat eher an Schärfe zu - genommen Während früher RordschleSwig allein Zankapfel und Kampffeld war. sind durch die Teilung Schleswig- zwei Fronten ent­standen : eine nördlich der Grenze, wo die deutsche Minderheit um die Erhaltung nationaler und fulturefler s'ebenSnrtwendigkeiten ringt gegen einen Gegner, der mit einer dem RordschleSwiger l rem den Auffassung von Recht und VerwaltungS- vrariS die deutsche Minderheit verschwinden lassen möchte- eine südlich der Grenze, die auf dänische Initiative hin neu entstanden ist und da- fetzt einverleibte nordschleSwigsche Gebiet als Svrungbre't für einen Vorstoh nach Süden mit dem Ziel der Grenze bis zum Danevlrke be­nutzen möchte. Wie man sieht, ist die Grenzsrage nicht nur nicht gelöst, sondern komplizierter geworden

Bedauerlicherweise ist der Schwerpunkt des Kampfes von der dänischen Agitation in daS Ge­biet südlich der Grenze verlegt. AlS die Gren.ze nämlich 1920 gezogen war. und Dänemark, oeftea Bevölkerung nur zum Teil mit dem erreichten po­litischen Ziel zufrieden war. in eine politische Krise gestürzt wurde, sammelte sich der Teil deS däni­schen Volkes, der sich die Wiedergewinnung deS ganzen ehemaligen Herzogtums Schleswig als Aufgabe gesetzt hatte, zu einem entschlossenen Of- sensiv-Vorftvtz nach Süden, um mit reichlich zur Verfügung stehmdm Mi tcln nutert Her tn> kul­tureller Art die Beevllerung deS deutsch gebliebe­nen Teiles in Scflcswig , zu rückzugewinnen'. In Viesern Stadium befinden wir uns noch heute. Dre Vänisctz . Regierung gib! von Zeit zu Zeit Erklärun­gen ab, dah die jetzige Greinte feststes und eS ihr nur darauf ankomme, das na iorale Dänen tum süd­lich der Grenze zu erbaPen und zu stützen Der nationalistisch ge ich etc Teil deS .i chen VolleS vagegen ertlärt in Wort und Schrift, dast drS Ziel her Dünsche die Danevirke- oder Eidergrenze sei Diefes Ziel wird mit reicher Unterstützung auS Säncmarf südlich der Grenze de rieben Vier däni­sche Zei gm. davon d ei deutschfefch i bene,- nische Sch rlm und Leh kurfe. Kirche. Vib'iorhekS-. Vortrags- und Vereins tätig eit sorgen neden einer reichen Well ä ig eitkarbeit für k ie P o. agierung bce Ziele- In Literatur und P teste bedient die dänischeBewcgung sich der deutschen Sprächet auf deutscher Seile wird es al« Unehrlich'eit empsun- Ven. dast diese Propagrnda die dänische Tendenz ncrieug-xt und an Stelle des WorfeS »dänisch" baS Wort .Scweswtg" setz'. So wird von dänischer Seite au« dem gZstig nationalen Wettstreit ein Seelenfang un er 2 tsnuyung der traurigen Lage des deutschen Volles gemacht

Das Deutschtum nördlich und südlich der Gren'.e befindet sich daher in einem Abwehr- kamps. dessen Ziel darin bestehst dre Stellung ju halten. Erst in neuerer Zeit beginn', sich der wäh end deS Abstimmung-lamp'eS klar erkannte Grundsatz, dast dem dänischen Gegner im ld>[e»- wig-holsteinischenDedankendestärks7e GegerWaffe erstanden ist, durchzusetzeti. Don hier aud muh man den Zusammenschiust der Wirschaft - Qchen Verbände im Schl^Swig-Holsteincr-Bunde. ber bisher Träger des Kamp eS war. 00^^601. e-abt und Land stellen sich hinter dre daHabe. die der Schleswig-Holsteiner-Bund dem Rord«, gegenüber bildet. Erft langsam konnte dteBe- oöllcrung SchleswiaHolsteinS. de btsh.r cxsvN- h.lfe weder nötig hatte m>ch gewohnt war. zum Kampf aufgeruicn und aufgerütttit werden Der immer Härter vom Qtorien aus geübte "Drnck be- kflcunig: d-as Wachwerden Schiesw g-H0lsterns m dem neues nationales Leben zu pulsieren be­sinnt. SS zeigt sich neuerdings eine nationale DlllenSbilduna. die vom Staat und Reich Nug

Der Kongostaat am Rhein.

Die separatistische Schreckensherrschaft in der Pfalz. Das Düsseldorfer Schandurteil in neutraler Beleuchtung.

Au - der Pfalz. 3 Ian. (DTB) In der Pfalz scheint stch be^uglch bei Au - weil a n g-s rage eine Aenderung in Der Tak .t ber Franz.'en be­merkbar zu machen. Offenbar mit Rücksicht auf die sogar in französischen Blättern erhobenen Beanstandungen ber rlgorofan Ausweisungen durch bie Separati­sten ist augenblicklich ein gewisser Stillstand ein­getreten. Dagegen versuchen die Separatisten jetzt auf anderem Dege durch Errichtung von S t a nd- geeichten und Verhängung von Geldstra­fen die Bevölkerung mürbe zu machen Den Geldmangel suchen die Separatisten Home auf alle mögliche und unmögliche Wei e abzustellen

So erheben die Separatisten jetzt an der Horb» grenze der Pfalz Ausfuhrzölle auf Lebens­mittel.

insbesondere für Kartoffeln einen Fianten für den Zentner Du- Treiben ber Separatisten n^td von ben Franzofen immer noch ganz offen be- Srüfa. So hat z. B ein De.ziikSde!egierter den 'emeinden seine- Bezirk- mitflcteilt. dast die .Regieiung der autonomen Viahc sich an dic Interalliierte Rheinlandkommiss'wn um Geneh­migung eine# Gesetze- über die Reuregelung d-.r LrwervSlofensüi forgc der ganzen Pfal> geioanbi habe. BiS zum dntrafttreten des Gesetze- soll unter Mitwirkung bei Besatzungsbehörde ton den Gemeinden, der Industrie und ber Wirtschaft ein Zuschlag-beitrag in der ganzen Pfalz erhoben werden. Unter diese Vereinbarung fallen.

1. blc jetzt arbeitenden Unternehmungen und Betriebe mit einem Betrag bis zu 20 Proz. ber bi- jetzt an die Krankenkassen bezahlten Beiträge, deren eine Hälft' durch den Arbeitgeber, die andere Mine durch den Arbeitnehmer zahlbar abzusühren Ifl;

2. die Gemeinden, die 5 Droz, der bi- jetzt an die Krankenkassen bezahlten Beiträge ao- zuführen haben.

Der betr. DezirkSdelegierfe greift also der noch ausstehenden Entscheidung der Int era liiert en Lheinlandkommisschn vor

Durch ben Druck auf die Gemeinden und die Industrie soll eine vollendete Tatsache geschaf­fen und dadurch eine den Wünschen der Sepa­ratisten entsprechende Entscheidung der Rhein- landkommission herbeigeführl werden.

Unter welch unerhörten seelischen Detgewal- tlgungc.i die Pfälzer D.völterung zu leiden hat und welch gelehrige Schüler die Frwrzosen bei diesen Richt und Moral gleich Hoh^r sprechenden Methoden in den Separatisten gefunden haben, zeigt folgender besonder- krasse Fall, der au- PirmasenS gemeldet wird. An Stelle eine- flüchtig gegangenen Pirmasenset Bürger- namenS Mauder wurde dort zunächst dessen aller, gebrech­licher Vater und dann zwei Verwandte von ihm al- Geiseln fest genommen. Sie sollen solange im Gefängnis fest gehalten werden, bis Mauder sich den Separatisten gestellt habe.

Angesichts di.'er und ähnllch^r Taten des fran-öüsch-seraratisti'chen Du -de-gi o'sen nimmt e8 nicht Wunder, wenn auch im Ausland sich endlich Stimmen erh.-brn, die der Wahrheit bie Ghre g?bei. Sv führt bn: Sonderkor espvndent deS Amsterdamer _Algnnen Hanke'Lb'.ad". der dem Düsstl orser Schupoprvzeh beiwohnte und zahlreich: atuNenrcikn durch daS besetzt« Gebiet gemacht hat, in seinem Matt au-, wenn man von der

Balkanisierung Europa- sprechen dürfe, so sei btc Frag- erlaubt, ob die- nicht eine unrrrrhiente Kränkung für d c Be- wohiwr deS Balkan- sei. Wer eS erlebt habe, trtc di: b lgischm Gendarmen in Aachen bie beut- ,ch: Bwöl.eni 'g mit Gewehrkolben und Gummiknüppeln b arK-ii-.ten, tret dte Der- brüberung ber S ldaten d"S General- d? Metz mit ben separatistls chen ©trau»ritt: r n

erlebte und Krnntni- habe von den Ichmutziaen Fi nanzvpera t i onen ber Familie Dorten, blc von ber fran'.ölischcn Behörb.n unterstützt wur­den, uer enMtd) in Düsstldsrf Zeuge gewesen fei. wie die braver Schupooffiziere unb Mannschaften weniger G r chti zkZt fandc.l. alS sie einem ac- wöhnlichen Kongoneger g-währt würden, der trürbc erkennen, bah btc fLnhige. sauberc Bevölkerung des kulturell am hoch wn entwickelten Teilen Lurvpa. nämlich des RheinlandeS und deS RubrgebieteS, nicht wic ein Balkan- vvlk, lonbcrn wie ein Stamm vsnDil- b«n behandelt werbe

Noch keine Antwort.

Paris, 3. Jan. (DTB.) MmisterprSsi» bent P 0 incar < hat dem Tert de- fran­zösischen AntwortentvurfS auf die deutsche Tenkschrift vom 21. Dezember endgültig za­gest i m m t. Der Entwurf wird Im Laufe br- heutigen Tage« dem französischen Botschafter in Brüssel zugehen, damit er bet brlgischen Regierung zur Stellungnahme unterbreitet wird. Der diplomatische HavaSredalleut bestä­tigt nochmal« die von ihm bereit« veröffent­lichten Angaben über ben Inhalt be« fron« zösischrn Äntwortentwurfe« und fügt hinzu, bah außer den bereit« erwähnten Erleich­terungen im Verkehr der bes?tzten Er­biete weiter« Massnahmen, soweit sie durch die Lage gerechtfertigt erscheinen, in Au«sicht f<nomm»n seien. Die Aufhebung ber AuS^ und Einfuhriizenzen werbe nicht d'wittigi werben.

Zur voraussichtlichen Haltung der b e l - gischen (Regierung Weitz der Brüsseler Berichterstatter de« Echo de Paris zu melden, datz die Konklusionen, zu denen der belgische Oberkommissar in Koblenz und der Chef der belgischen Mission in Düsseldorf hinsichtlich de« deutschen Memorandum« vom 24. Dezember gekommen seien, al« sehr streng betrachtet wür­den. Rach seiner Ansicht wolle man jedoch diese Konklusionen inentgegenlommen* dem Sinne abändern. The uni« und Zaspar seien ziemlich geneigt, ein Regime zu- znlajsen, da« die Wiederaufnahme der wirt­schaftlichen Beziehungen zwischen dem besetz- tcn und dem unbesetzten Gebiet erleich­tere. Sie würden jedoch zwei Hanptbedin- cungen stellen: zuerst, datz die Abänderungen ber Sicherheit der Truppen keinen Schaden zufügen und datz sie in keiner Weise ben Ertrag der Pfander, Über die man die Herrschaft behalten wolle, vermindere. E« sei unrichtig, dast schon Derhandlungen mit Poincar^ ancieknüpfl seien. Man werde Poin- eure da« Ergebnis der Beratungen mitteilen. Zu einer bestimmten Stellungnahme gelange jedenfalls ber Kabinett«rat, ber für kommrn- ben Montag zusannnrnberufen worben sei.

DasdeulscheKapitalinAmerrka.

Reuyork, 3. Jan. (WTD.) T-arch Funkspruch. Ter Washingtoner Korrespondent derReuyork World" meldet, datz zwischen dem Präsidenten Toolidge, dem Staats­sekretär Hnqhe « und dem amerikanischen Derkreter in d-m zwei km Komitee der Repa- rcfon«!orrm: s on.Roti. son, ein-Besprechung über die Fra-,e der Untersuchung bei amerika­nischen Danken übet die Höhe der deutschen Depositen statt efunden habe. Die amtliche Ausfelsmrg soll dahin gehen, datz eint solche Untersuchung praktisch und rechtlich undurchführbar sei.

äu«flenu6l werden kann Ganz Mcnücr» handelt nettsbilduni bereit zn cinrrn pEven 3rg-b'l«

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Ministerliste

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cS sich hierbei um daS Wachrütteln d«S sudllchen Telles der Provinz, Holstein«.

Aus dem Fünfzehnerausschuh. Berlin. 3 3xn (Priv-Tei.) 3m Fünf- zebneruusfchu'i deS Reichstag > la n bie wi^tige gtunDfdhltdx Frage zum A -trag wie Hb de, AuSschuh. der ,ur Begutachtung ix-r verordnun- gen her Reichsrcglerang auf Grund des «3r- mächkigu ng-gefetze- emgetent ist u b n Verordnungen zu verhllten habe welch. Äc Reichsregterung auf Grund be« «ul* nabmezustanbe« rach Art 48 bet Reichs- nerfuffung erlä.i Auf Grund diese» 3rtitr « ba: das Ll^i1'Sjuf«lznnnli«rium mtcr bew 12. Dezember 1921 eine Verordnung über di, Qlburfciiung der Land-«verrat», und Spio«g.-- fälle durch die Ober and.-Sg nichts rilaflen. und unter dem 17 Dezember 1923 bat der KetchS- pi-älihcnt ehre Verordnung über di- bef4)einigte Aburfetlunq von Straftaten erlaff n v-r andern Sette bat sich der Ausschuh vor kucz.-m mit ben Verordnung n über die Vereinfachung der Rechtepfstge b.-fchästigt. welch? auf Grund de« Grmäch'igung»gel tzes erlassen worden Itnb Au- de-. Milte dr« A i-schusse- wurd d c Frage aufgeworfen, wie sich ber Inhal! b r be d n erft ren Verordnungen zu ben 3nflt)t?i b*r Mtt giieder verhalte, bie bet brr Au^s rache be* AuSfchusteS über dir D reinfachuni der Rech»»- pfleg- zum Ausdruck gebracht worden sind, und ob nl<f>t durch den Sr'.a'i d r erftg m innte« Ver­ordnungen vom 12 und 17 Dezembrr die Tätigkeit be« Fünfzehnerau«schnstes beein­trächtigt

'-erde. Der Vorsitz ende d.S Au-schusse- stellte die k iecht-lage dahin flar, datz brr Au »schütz nicht d c f u g t sei. sich materiell zu V rorbaunge.1. t>ic auf Grund be- Art 43 erteilen fetin zu «utzem. dast aber die Frage der B e:nträcht>gu:g einer wirksamen Tätlqk 4t de- Au f h iste- d«irch Erlatz solcher Verordnungen wohl biitultert wer­den könne. Dieser Auffassung sch ost Nch b.r ?Iu-schuh an. ohn- jedoch in Besch ufifurm et ne ausdrückliche Stellung za der Frag, zu nehmen.

Der Au-schuh beschloh dann, blc ReichSregie- rung zu ersuchen von dem Gr Iah b.-r Dervib iu g über eine Grhöhung ber Umfa|[leuet für die besetzten Gebiete abzusehen da bie darin enthaltene Au-nihm stell in 1 der k fehlen Gebiete politisch un-rwünscht sei. D r Aus­satz befähle sich weiter mit dem Der ordn u na» enttourf zur Abänderung de« Gesetze- Q »er b * durch innere Unruhen verursachte» Schäden durch b.m der Sntschäd g »ng Za"s -euch eingeschränk' wird Der Antrag di ^corb.uing nicht in Kraft zu setzen, wurde abgZehnt.

Ferner beschäftigte sich der Au-fcchttz mtl einer

Derordnung über den Verkehr mit Zahlungs­mitteln unter 50 Milliarden

wonach die öffentlichen Kaffen nicht mehr tvr- pflichtet fein sollen blc auf Beträge unten 50 Milliarden Reichsmark lautenden Geldscheine in Zahlung zu nehmen. Die Verordnung fand tm Auelchutz keinen Widerspruch, nachdem feiten« der Regierung erklärt worden war. datz die Ausgabe von geprägten Renten­pfennig st ücken jetzt in vollem Gange ,eL

AlSdann beschäftigte sich ber Au-'chuh mtl einer Anordnung de- RelchZarbeitSmtei terlum« über dl« Art, £)öbc und Dauer der Unter- stützung für blc DrwerbSlofen and K u rzarbei ter vom 24. Oktober. Angenommen wurde em Antrag, dic ReUllregteraiw zu er- ftuten, im Sinne be« seinerzeit Im Reichstag gestellten entfprechenden Antrag« zu verfahren, ir-vnach Zugenblich c bl« 16 Zahreu. b 2 d ien Famillenz.i'chlag zur S.we b-l f n ü fer e e.hol. tcn zur itebentabme von Arbeit und »um Be- such der Berufsschule ufw. verpflichtet find unb wonach dieser Famllienzuschlag nicht in bar an die Zugenblichen selbst, sondern an den Baas- haltungSvvrstand oder in Form von BeGstigung ben Iugendlichen selbst zu gewähren ift Zu n Schlutz wurde erneut an die Stegic-una die A- frage gerichtet wie fie stch zu ben Be'll^ü'ten b-* Fünt?ehre.au-schuseS u Personalabbau- Verordnung vom 21. ' Tto'^ Mi e b1! ei gedenke, insbesondere, ob st.' b n birtfl bean­tragten Lieberwachung«auSschuh zuzul.immua be­reit sei.

Die Ausgabe die Schleswig-HollLin in dieter AuSeinandelst unz -wisch.-a zwei Hatumahiuxa übernommen L'Jt ten rzetchnete Schmidi-Wower. der Führer ter bcutfvl^n Mtn>.'r.«t tm ibp trctcr.ca Getimt, einst fcllgend.rrnatzen: _5nc Ge- sch,jchte wird cs immer kl.tr er zeige t: von Kopen­hagen stammt der Wille. LchlTSwtg-Holstetn an sich »u ret'cn. von Schlcswtg-Holstem, feine Siacr.arf zu bedaupten und lich zulanmtenzusch.te- s^n Rach sind iie D.nge tm Fluh. Man Wtll rf von Kcperh .gen au«, dah die Ding: tm Fluh bleiben W i r wollen eS auch" Damtt ift bic Verantwortung, die Schleswig-Holftem auf- crlcgt ist, umristen.

Die sächsische Regierungskrise.

Berlin. 4. Han. (Prfv.-Tel.) Wie dem DorwäriS' genrlt-ct w:rd b sch ost bt£ foztal- demokratllche Landteg frattum ohn b: ctellurg- nähme deS für den c. Januar cinbcrjfcnen L^.- deSrxirfe.tJgrS abzuwan.n. ber V> d nj Der grosten Koalition in Lach' n chr: Zu rrmmurg ui geben D r Mmiftrrprasdnt ft>J fvzialdrmrkr .t.fch.'n Frakt r gc ;I t w^Len Rach der .Dost 3tg fo'.Im Dic D.r anda^t^e-t zwi­schen den Qanbtag«fraltioncn über bie Äitn-

gcmrnni:

Ministerpräs d nt Helbt <Soz.>.

Innere- Müller- Shemnitz 'Scz.).

2rb.it Sl-ner (Loz.),

Wirrfchast Zellifch <Sv<z.),

FinoTrzen Dr. Dehne tD:m.),

Zustiz Dünzer (Dt.Dot.).

Dob.bildung Dr. Kai f e r (Dt. Dpi.>.

Der RechlLauSf stutz bei Landtag? h t gegen fünf foziald m.krat fch: Stimmen b schloffen d m kommunistischen Antrag: entspreche td ten Pl:num die Auflösung de - Landtage- zu emr- fcblcn M.hr?rr Iozia2>7mokrat sche Ab teordne e stimmten gleichfalls di Auslös nn l>sch Ge­bleiten fich bk Fraktionen ihre en>zülligr S ei- lungnahme für die Plenarfitzung vor.

Ter tbfirinqifdir Minifterskandal.

Berlin. 4. Ian (Prfv.-Tel.) Wir bic .Dost. Zig au- Weimar meldet ist der tbüritgifche Mi­nister deS Innern Hermann af An rag bti Oberlaa - anwalt« in da- Weimarer Un- ters chu g^gefängni- überführ t wor» Die -in erf «db- ng g -get ihn <oll nd: gröhter Brfchleurtigung geführt werden.

Deutschland und die russische Ausfuhr. Moskau. 3. Ian lRuff ZeL-2^) Der hier eingctrofrcnc Lyef bet ruffifeben HanbelS- bertretung in Berlin, Stomonjakoff. er­klärte Vertretern der Prefle, datz ber rufflfch. devtfche Handelsverkehr, der im Oktober 1923 feinen Höhcpu"ki erreichte, gegenwärtig im Zu- fammenbang mit der WirtschafiSllife in Deutsch­land etwae zurüdgeganaenfei Die rufftfche Einfuhr ha be eingeschränkt werden müstcn Auch bie Rachsrage nach rusfischen Roh- ftoffen fei geringer geworden

Trotzdem bleibe Deutschland der arötzte Käu­fer für russische« Getreide.

1923 habe die Handelsvertretung nach Deutsch­land über eine Million Tonnen Getreide verlauft Der Gesamtumsatz der Handelsvertretung habe 192-3 163 Millionen Goldrubel betragen, wovon zwei Drittel auf Ausfuhr unb ein Drittel auf die Umfuhr entfielen Die Zukunft bet rustifch-deut- fchen H^nbel-beziehungen fei sclbstverständlich auf- engste mit ber Klärung bet innen» und autzcnpolitifcheu Lage Deutfch- lanb- verknüpft. Aber auch davon abgesehen