Ausgabe 
3.11.1924
 
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tortWÄHsssasssi

Der Dorstand.

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getragen., ,

Schotten, 1.Rov. Während in früheren Iahren für den Bauersmann der H e r b st die Zeit war, in der er mit sicheren Einnah­men rechnen durfte, sieht er sich in diesemIahr in seinen Hoffnungenbetrogen. Die Obst- ernte Hal ihm wenig oder nichts eingebrad)!. Die Kartoffeln haben durch Fäulnis so stark ge­litten, daß der Ertrag kaum ausreicht, den eigenen Bedarf zu decken. Auch diese Einnahmequelle ist verstopft. Der Absah in Weizen, auf den die Landwirte unserer Gegend besonders angewie­sen sind, stockt vollständig, weil die Be- fchafsenheit der Körner den Händler mißtrauisch macht. Der Preis von 16 Mk. pro Malter, wie er vereinzelt geboten wird, wäre katastrophal für den Landwirt. Unter der Geldknappheit des Bauernstandes leidet natürlich auch die Geschäfts­welt, die sonst in der Herbstzeit mit großen Ein­nahmen aus bäuerlichen Kreisen rechnen durfte.

Streik Lauterbach.

:; Lauterbach, 31. Okt. Gestern abend ließ Krcisfeuerwrchr-InspÄttor Bechtold di: hiesige Freiwillige Feuerwehr durch Signal zu einer Nachtübung alarmieren. Zehn Minuten nach dem Signal konnte die Wehr zu einem Brandangriff auf bos bekanntgegebene Objekt, die Landwirtschaftliche Schule am Steinweg, über­gehen. Um 8 i Mr wurde die Wehr unter dank- ! barer Anerkennung ihrer vorzüglichen Leistung von dem Inspektor wieder entlassen.

z Sch litz . 2. Rov. Das Erntedankfest wurde nach altem Brauche in der hie igen Kirche und den Kirchspielen des Schlitzerlandes nicht nur in Wort und Lied recht feierlich begangen, es folgte auch ein Erntedank der Tat. Trotz der nicht gerade glänzenden wirtschaftlichen Lag: der Landbevölkerung in diesem Herbste wurden Ernteopfergaben in Gestalt von Lebens­mitteln so reichlich gespendet, daß zwei Gi en- bahnwagen, der eine mit Kartoffeln bis oben gefüllt, der andere mit vielen anlte.cn R.'tural'.en und sonstigen Lebensrnitteln bis zum Honigglas, von den Bahnhöfen Schlitz und Qu eck ab­gingen. Ein fchönes Zeugnis für den wirklich kirchlich - sozialen Sinn der Devölk.ruag des Schlitzerlandes. Glücklicher Empfänge de reichen Gabensendung war das E l i s a b e t he n st i f l in Darmstadt, das seinen Dank in folgendem Schreiben lunbtut:Die Gemeinden von Schlitz und Schlitzerland sandten uns als erste zwei Ei en- bahnwagen voll Liebesgaben, die trotz der teil­weise geringen Ernte in so reichem Maße gegeben wurden. Sie Wilsen, welch eine SjTe das für uns bedeutet, aber auch eine große Freude Mus­sen wir es doch srrudig begrüßen, daß die alten Freunde uns nicht vergessen und neue Freunde sich gefunden haben, die gemeinem mit uns un- serem Werke nützen und Nenn wollen. Ihnen und allen Gebern warmen herzlichen Dank."

Starkenburg und Rheinheften.

* Darmstadt, 2. Rov. (Eigener Bericht.) Für den Wiederaufbau der Starken­burg bei Heppenheim, deren Turm kürzlich gesprengt worden ist, haben Zter hessische Staat,

Herbst-

Preisaufgabe

MotaMeh

Wir bitten unsere Mitglieder oder deren Sohne und Töchter, die sich an den diesjährigen Weihnachts­ausführungen beteiligen wollen, bei unserem2.Dorschenden, Kameraden Beil, Dückingstr. 1, bis Mittwoch, den 5. November zu melden.

Bei Neignua 4« frrttamnh sollten glc eine Hebrkur vornehmen. Wir raten Ihnen, in Ihrer Motheke 30 n Toluba-Nerne zu kainen, die roirt- same, völl-a unschädliche Stoße enthalten.

Sfioimotlt

Am Mittwoch, dem 12. November 1924, findet von 8 Uhr vormittags an in Marburg a. d. L. auf dem Iux- plah ein Schafmarkt statt. Anfragen sind an den Vorsitzenden des Vereins Herrn Hch. Schäfer in Schröck, Kreis Marburg, zu richten. s624D

SMmereiil kreis mmg.

C2d Haarausfall rönnen erfahrung-gemäß äußere Mittel, wie Haarwässer und Salb^,mcht viel betten. Deshalb hat der berühmte Gelehrte Gehe,mrat Prof. Dr. 7l.Zunh mit feinem HaarnährmittelHumagsolan" einen neuen Weg zur Forderung des Haarwuchses beschritten. Humagsolan wird innerlich genommen und führt dem Haar diejenigen besonderen Baustoffe zu, deren eS zu semer L5r- Haltung und Entwicklung bedarf. Seme Ersmdung wurde von der Ärzte, wett eingehend nachgeprüst mit dem Erfolge, daß bis heute bereits rnehr a's 7700 Ärzte, darunter bedeutende medizinische Forscher und UmversttalS. Professoren, schriftlich befiättgten, daß sie mit d,efem Präparat die besten Erfabrungen gemacht haben. Sogar eme viele Jahre lang bestehende Kahl. Herl de- Kopfes wurde in mehreren Fällen behoben. Oie Firma

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Starkes Hochwasser abS natürliche i «faAqo der tagelangen erheblichen Regenfälle lüh- | i ren jetzt die Lahn und die Wieseck. Die Wasser- I massen der Lahn haben den Bleichplatz über­schwemmt, die dortigen Grundstücke zu Inseln a?= macht und stehen in der hinteren Schutzenstraß- bereits bis vor den Haustüren, unterhalb des Elektrizitätswerkes lind die Felder weithin itber- Kutet. Ebenso stark haben sich die Wasfermalsen tm Wiefecktal über Feld und Wiesen ergossen. Manchem ßani>marm und Kleingärtner erwächst da wieder empfindlicher Schaden Hoffentlich macht bet Gießkannenbetrieb da oben nun endlich mal Schtuß

Die Vortrags-Bereinigung ver­schaffte am Samstagabend ihren Mitgliedern und vielen anderen Mitbürgern einen erlesenen Ge­nuß. Die hatte den früheren Gouverneur von Deutsch-Ätafrika. Dr. Schnee, als Redner ge­wonnen, der in der vollbesetzten Reuen 2ütla der ilntöerfität über feine Erlebnisse in den uns ent­rissenen Kolonien sprach. Wie selten ein Dor- tragender wußte dieser seine überaus große Zu­hörerschaft über zwei Stunden in aufmerksamster Spannung zu halten. In schlichter Weise erzähl.e ter Redner zunächst von seinem Aufenthalt in den früheren deutschen Kolonien im Stillen Ozean, von Reu-Guinea, dem Bismarck-Archipel, Samoa. Bei seiner Schilderung von Land und Leuten und dem kolonialen Leben dort draußen zeigte er, unter welch schwierigen Verhältnissen dort von den we­nigen deutschen Kulturpionieren gearbeitet wurde, wie gefahrvoll, aber auch segensreich und dank­bar diese Tätigkeit war und wie sie für den Ko­lonialdeutschen selbst zur inneren Bereicherung wurde. Zahlreiche gute Lichtbilder ergänzten die Erzählung aus jenem fernen Weltwintel in bester Weise. Bon hier ging es nach Deulsch-Ostafrtta, wo der Redner nur wenige Friedeirsjahre cm der Spitze der deutschen Verwaltung stand, um dann auch in dem großen Kriege der Kolonie em sorg­samer Führer zu sein. Aus der Schilderung des Redners erkannte man die große Bedeutung Die- scs Besitztums für unsere Wirtschaft, zugleich aber auch die ungeheure Schwere des Verlustes, den der Raub durch die Engländer uns zugefugt hat. Außerordentlich eindrucksvoll war der Be­richt über die großen Kriegszüge, die das kleine Häuflein unserer deutschen Brüder mit treuer Unterstützung der eingeborenen Bevölkerung zu be­stehen hatte. Mit berechtigtem Stolz wies der Redner auf die glänzenden friedlichen und kiiege- rischen Taten unserer Larü>sleute dort unten hin, die an Gröhe ihresgleichen in der Weltgeschichte nicht viel zur Seite haben. Die Treue der Ein­geborenen, die denn auch in dem jahrelangen Ae.d- zug imenttocgt standhielt und die von unserer Seite mit gleicher Treue und steter Fürsorge vergolten wurde ist der beste Beweis dafür, daß die schwarze Bevölkerung mit der deutschen Verwaltung zu­frieden war, und damit wird auch am besten die feindliche Lüge widerlegt, das deutsche Bolk sei zur kolonialen Arbeit nicht befähigt. Gegen diese Lüge wie auch gegen die Lüge von der deutschem Schuld am Kolonialkriege, den in Wirklichkeit die Engländer begonnen haben, müsse mit aller Enl- fchiedenheit Front gemacht werden. Dazu sei die unbedingte Einigkeit unseres BolkesBoraussehung, und wenn diese Einigkeit wieder da sei, könne auch gehofft werden, daß wir der Wahrheit zum Siege verhelfen und unsere Flagge wieder hinaustragen können in die Kolomalgebiete, zum Besten unseres Bolles und auch zum Segen der Welt. Vortreff­liche Lichtbilder wurden auch von diesem Erdteil gezeigt. Außerordentlich starker Beifall 'dankte dem Redner für die erhebenden Stunden, die er seiner Zuhöverschaft bereitet hatte.

£ Die Vertreter-Versammlung des Konsumvereins Gießen und Um- g eg en d. die gestern vormittag im Gew Schafts- Haus stattfand, nahm zunächst den Geschäfts- und Kassenbericht entgegen, die der Geschäftsführer Diener resp. Kassierer Gündervth erstatte­ten. DeL>> konnten auf den gedruckt vorliegenden

Rechenschaftsbericht verweisen, sie erläuterten und ergänzten an Hand desselben das darin Gesagte und konnten feststellen, daß fich die Genossenschaft in guter Aufwärtsentwicklung befindet. Der Be­richt umfaßt die Zeit vom 1. Iuli 1923 bis 30. Iuni 1924, also noch ein halbes Iahr schwerster In­flationszeit. Es gelang der Leitung, das Unter­nehmen über diese kritische Zeit glücklich hinüber­zubringen. Der Mitgliederstand war im Oktober 1923 so groß, daß die Aufnahme zeitweise gesperrt werden mußte. Die Mitgliederzahl betrug bei Ab­schluß des Berichts 13 318. Zur Zeit unterhält der Verein 33 Verkaufsstellen. Der Umsatz betrug in der Derichtsperiode 1 507 625 Goldmark, wobei die Papiermarkbeträge vom Vorjahre nach einer monatlich errechneten Durchschnittspf er in Gold- mark umgerechnet wurden. DteDäcker i hat e einen Verbrauch von 15 275 Zentnern Mehl, die Ge­samtproduktion an Backwaren betrug 2 064 315 Pfund. Die Zahl der gegenwärtig bei der Ge­nossenschaft beschäftigten Personen beträgt 117. Die Geschäftsanteile wurden mit 20, die Spar- lassenguthaben mit 25 Prozent aufgewertet. Durch den Erwerb des Bärschen Anwesens ist der Zen­trale auf Iahrzehnte die notwendige Ausdeh­nungsmöglichkeit gegeben. In einer ausgedehnten

gegen über steht.

spd. Frankfurt a M., 2. Rov. Die Be­fürchtung, daß eines Tages dir schon seit Iahr:n baufällige An naschule in der Rechneiäraße zusammen stürzen würde, Hai sich am Sams­tag vormittag teilweise erfüllt. Glücklicherweise kamen keine Menschenleben dabei zu Schaden. Während des Unterrichtes hiK.c eine Lehrerin in einem Zimmer des ersten Stockaxrlrs in der Decke ein verdächtiges Knistern. Als Kalkstücke herab- fielen und auch größere Mauerbrocken herab- lamen, führte die Lehrerin die Kinder schleunigst ins Freie. Kann, hatten die letzten Kinder den Klasfenraum verlassen, als auch schon die Decke mit gewaltigem Gepolter zusammenbrach. Ein­zelne Deckenstücke waren so schwer, daß sie d,e Bür.ke zertrümmerten. Eine 21jährige gut ge­kleidete Dame, die sich Hilde Köhler, Ilse Diehl, Hilt^ Brauer, auch Thea Ibenthal nennt, ver­stand es in ganz raffinierter Weise, durch ge­fälschte Schecks der Firma B Sander- Amsterdam in Frankfurt Betrügereien großen Umfangs auszuführen. In der Be­gleitung der Schwindlerin befinden sich drei junge Leute, angeblich Kaufleute Die anaebliche Kohler spricht hochdeutsch, hat schlechte Zähne, frische« Aussehen und tritt sehr gewandt auf. Von dem i Gelbe, bad sich die Gesuchte am letzten Donners- I tag hier erschwindelte, hat fich das Quartett bereits am nächsten Tage in München zwei. Mo­torräder'. MarkeViktoria" undR. S. 11.", ge­kauft. Die evangelische Peter skrrche, ein schöner, in Sandstein ausgeführter gotischer Bau, droht zu verwittern. Schon vor dem Kriege lösten sich öfter schwere Bauteile des wei­chen Sandsteines los und stürzten in die Tiefe. Damals wurden entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen, die aber jetzt nicht mehr zu wirken scheinen. Denn dieser Tage stürzten abermals vom Hauptportal größere Zierstücke ob. Aus dem im Oktober in Frankfurt abgehaltenen Deutschen H i st o r i ke r t ag e wurde au« mancherlei Gründen die baldige Ueberführung des Reichskarnmergerichts-Archivs von Wetzlar nach Frankfurt a TU ge­fordert Der Frankfurter Magistrat hat sich dieser Forderung jetzt angeschlossen und eine ent­sprechende Eingabe an das Reichsministerium des Innern gerichtet. Die Bestände sollen, wenn sie von Wetzlar nach Franksurt verbracht werden, vorläufig in der Magistratsregistratur ilnterfunft finden.

Dh? Provinz ötarrenburg. der Kreis Heppenheim sowie andere Kresse teil« bereit« Geld bewilligt, teil« in Aussicht gestellt. Der Gemeinde?al von Heppenheim bat jetzt in seiner jüngsten Sitzung die Mittel für die Aufräumungsarbeiten mit allen gegen eine Stimme bewilligt Mit diesen Arbeiten sollen Arbeitslose beschattigt werden.

spd. Mainz. 2. Rov. Zwei Beamte der Regiebahn im nahen Bischof-beim srnd nach Unterschlagung von 120 000 btto. 22ODO Franken in« unbesetzte Deli t jI ü cht ifl gegangen De. eine der Defraudanten, der 22 000 Franken unterschlug, tourte Im Frankfurter Hrup'.- bahnhvf festgenommen.

Hcften-Nnftnu.

H. Herborn, 1 Rov Si'-ijft: S ur.j ber Stadlverordnetenrersnuimlung belästigte sich u a. mit ter Fe : ? in de« WaIsorge Ides für G i oßver vrauchrr D'e Terlanunlung rahn Je» A.rtr i '. ier tabin ging, vis tu 500 Kul Lne er Wa brnuck pro Äut .Imete«. 20 Pf und für a l toi tcren Mcngen 25 Pf. pU i c '. R i' en Haushaltsplan für 1 924 m.ir . i Feh betrag von 65 100 Mar! u keck n. üb trs en Aufbringung sich die Ta'mtmlung sch'.üss.g zr ! machen tatte Der Mogistratsantr g c er ia'.i - ging, zu der Grund- und Be.,n g. .«iteje 12) Pro-., zur Gewerbesteurr 400 Proz., ru t er 5i(ialflcuer 80 Pro-, zu ub'Len un) daZ W la- gelb auf 35 Pf. pro Kubikmeter zn ehe Den. wurde zum Teil nid)', ar g.ncmme.t. so 'dern mn i irurte fick sch.rissig die chr ind- a b D_.m g.n»- steuer mit 150 Proz. ti ?exe bet'ea-. nu 3:0 I Prozent und die Füial! ner mit 60 P.oze.r! zu belasten. Das Wa s rgelv erhöhte nr.rn euispre- chrnd dem Magistratsoitr.rg. Die« Bvr.aa' l rächte zu den Einnuhmen noch 8X) Mk in hr beraus, die zur V.rb? er an,3 ei el, er Positiv-ei I im Etat verwendet wer e 1 sollen De Haus- baltsplan der Swdt ergib! nun ein. 2.u8gü< von 350 600 ter eine Gini itme von 351 400 Mk

Coiunvuung von tvmb retn vo.geoeuge I Badezeiten itnb in de ersten ttn er.ich!«ßu..den gelegt, so daß die durch das Baden erbebte Kör­pertemperatur im g heizten Schu zimmer wieder auf ihr normaler Maß zurückgeführt wird. Erst dann wird den Kindern d.-r Aufenthalt »m Freien gestaltet. Die Worte angstricher Leute ind ir chts als müßiges Gerede, dem jede Grundlage seh t, denn wäre dem io. so wären alle die. d e im Winter baden, frivole Menlchen bi? leicht innig mit ihrem Leben spielen W.e v e'.es andere, wird sich aber auch bie c nur zu begrüte b; Ein- rich-ung durchsetzen. Möge der- Wu sch der .Gro­ßenbie Gemeinde tolle .ine Einrich u g trc.fcn, bie auch ihnen das Boden am S.rmstngabend ermöglicht, bald in Erfüllung g ben!

Kreis Friedberg.

Münzen berg, 1. Rov. Der schöne an­regende Aussatz in Rr. 3 der ^Heimat im Bild" (Beilage des ^Gießener Awzeigers" > über Wetterfahnen gibt Anlaß, cuf eine in neuerer Zeit gefchasfere Wetterfahne hinzulveisen, Lio der von dem Verfasser. Daurol Rodnatzel (Schotten), geäußerten Forderung Rechnung tragt. Die schmiedeeiserne Wetterfahne steht auf dem biciigen Bahnhofsgebäude b:r Kleinbahn und stellt eine Lokomotive dar. nimmt als-» "Se- (-ug auf kcn neuzeitlichen Verkehr und somit auf den Zweck, dem das Gebäude bient.

Butzbach. 1. Rov. (WTD.) Der Richt­meister Portugal von den Meguin-Werken ist auf einer Baustelle tödlich verunglückt.

Kreis Schotten.

b. Schotten, 1. Rov Die Dezirks- spar lasse Schotten hielt gestern im Rat- xruß ihre dicsjährigr Iahresrersammlung ob. Aus der GesLa,'.«Übersicht ist mit Freuden ein zunehmender Sparsinn der Beoöllerung fest/uslellen. Die Spareinlagen stiegen von 169 Marr in 1923 auf jetzt 45 030 Mark. Der Rein­gewinn der Kasse wurde auf neue Rechnung vvr-

'eruSfprache wurden Wünsche uno Anregungen in toeitem Maße zur Sprache gebracht, die der ®c- fchäflSleitung manchen wertvollen Frngerzeig ge­ben werden. Die Iahresbilanz wurde cmftimmig genehmigt, als Rückvergütung an die Mitglie­der kommen 35 400 Mark in Betracht. Bei den Reuwahlen wurde da« ausfcheibende Dorstands- Mitglied D e cf m a n n wiedergewählt. Vorn Auf­sichtsrat schieden aus: Laudenbach, Reuter, Haupt, gewählt wurden: Frau Weyer. Lauden­bach, Horst, als Ersatzleute Mann-Gießen, Dutenhöfer -Heuchelheim, Benner -Wieseck. Die ilebernaljme des Konsumvereins Oberto«- bad) mit sämtlichen Aktiven und Passiven wurde einstimmig gutgeheihen.

Zum Verschwinden des Regie­bahnbetriebs. Am 16. Rvvemlee g:hl der Eisenbahnbetrieb der französisch-belgischen Regie­bahnen des b.setzten Gebietes auf die Deutsche Rc'chsbahngescllschaff über. Personen Re.e- gepäck und Erprengut wn:den von diesem Zeit­punkt ab toeber nach den deutschen Tarifen und Dienstvorschriften abgefertigt. Die süe den Ver­kehr inn.rhalb des Re-r bnhneng bete', gelösten Einzelfah.kurten (asso sog B nnenre teh ) gel c 1 noch bis 16. Rovimber 1921 mitt rnacht. Die von Stationen dec R.giebahnea nach Stationen des Auslandes und vom Ausland nach Stationen bei Regie bahnen gelösten Fahrkarten (z B. MainzParis, Brüssel -Worms. LonbvtLud w gshafen) b halten die ihnen aufgediuekte tartf- mäfv.ge Gülligieitsdauer (in der Re e 4 Tage für e.nfache und 8 Tage für Rückfahrkartei) D e für Rechnung der Regie van ihren Ageittureii ausgegebenen Fahrscheinhefte ge *en roch bis 30. Rovember 1921. Die Woche'kart :n ver­lieren mit dem 15. Rovember ihre Güttigkei'. Sie müssen am 16. Rov.mber nach Maßgabe der deutschen Tarife neu gelöst werden Die Monatskarten, die von der Regie vor dem 16. Ra- vember ausgegeben worden s nb. b hasten ih e normale Gültigkeitsdauer, keinesfalls aber über den 30. Rovember 1924 h.naus. Wegen des Güterverkehrs ergeht noch weitere Mit edung

Entschädigung f ür an Gehirn- Rückenrnarkentzünbung gefallenen Pferde. Das Hess. Ministerium des 3nnem gibt bekannt: Rach dem hessischen Gesetz vom 28. Ok­tober 1924 die Entschädigung für an ansteckend.r Gehii-n-Rückenmarkentzündung gefallene Pferde betreffend, kann für bi? Pferde, die in der Zeit vom 1. Dezember 1923 bis zum 30. Rovember 1924 an dieser Krankheit gefallen sind oder aus Anlaß derselben getötet werden mußten, nachträglich Ent­schädigung gewährt werden. Etwaige Cntschädi- gungsanspiüch? finb durch die betroffenen Pferde- besitzer bis spätestens 31. Dezember 1924 bei der zuständigen Bürgermeisterei unterBeifügung der für die Beurteilung des Falles geeigneten Be­lege und Bescheinigungen anzumelden. Rach dem 31. Dezember 1924 cingehende Anmeldungen wer­den nicht mehr berücksichtigt.

** Personalien. Der Präsident der Ober- rcchnungslammer Ernst Karl S ü f f e r t n Darmstadt ist unter Belassung in dem von ihm zur Zeit belleidete.r Amt zum Präsidenten des Verwaltungsgerichtshofes mit Wirkung v m 1 Rovember ernannt worden. Ernannt wurde der Iustizinspettor bei dem Amtsgericht Walb- michelbach Iohannes Schäfer zum Oberjustiz- inspektor bei dem Amtsgericht Hungen.

Ewr steruz otmkm Itham ruzste

Jeder ist Gewinner der uns obiges Sprichwort in richtisrer.Lösung ein- sendet.und jeder Löser nimmt teil an de^ ^rteiluna der nachstehenden Preise: aoiiss

1 Automobil

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1 Pianino oder 1 Wohnzimmer 4.-203. Preis = 200 la Taschenuhren und eine große Anzahl kleine Preise Die Verteilung erfolgt unter Aufsicht eines Notars. Die ger. Versandkosten muß dt r Einsender tragen. Die Einsendung muß sofort erfolgen, verpflichtet zu nichts und ist ohne Risiko. Schreiben Sie sofort an Globus-VersandHeinr.Stamm,Braunschweig2343

Bornotizen.

Tag eska lender für Montag. Volkshochschule: Heute Vorlesungen. G. D. A. (Reichsbunb der Zivilidienstbevechtigten): 9 älhr MonatsversanrmlungZur S adt Lich '. Ber­einigung für Feuerbestattung! 81 2^9 imReb­stock" Mitgliederversammlung Friseur- und Pcriickenmacher-Innung: Vortrag Lichtspiel­haus Bahnhofstraße:Die Märtyrerin". Hes­sische' Bilder bühne:Plastigramm". Astoria» Lichtspiele:Das Feuerschiff".

Landkreis Giesien.

L Wieseck 2. Rov. Am Samstag wurde einem schon lange gehegten Wunsche Erfüllung: An diesem Tage wurde die in der Schule am Lichtenauer Wez vorhandene D r a u s e b a b a n - läge ihrer Bestimmung übergeben. Be ondere Umstände veranlaßten die Sllllegunz der A.i- lage vor dem Kriege. Der Koh^emnangel nach

Kriege verschob die Benu'ung bis heute, wo nach durchgreifenden Instand ehungra b.r e.i. besonders der Heizanlagen, die Iun-ea den Reigen eröffneten. In stetem Wech el sollen mn an einem Samst-g dir Buben, am andern d.e Mädels llafsentocise baden, ci;:e Ernnch.u g de sich hoffentlich einer stcigenden Telieb.het- frÄtt zumal in den jetzigen Zetten der vielfach ehr beschränkten Wohnverhältnisse auch bei in« arff dem Lande wohl oft der nötige Raum f-h-t, der Heranwachtenden Schuliug nd im Wmtei h l. - iabr bi; Vorteile eines Ea.izbades zu e.l werden -U lassen, blnbegrciflicherw^se ^bt es echte An­zahl Ettern, die ubevingstttch srnd und ihre $frn- per an der Teilnahme hindern indem Ke be­fürchten, die Kinder Kirnten sich schwere Erkal- tunascrkrankungen zuztehen. Dem ist von cer