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beziehen soll. Er spricht alsdann von dorn Laien-

Durchführung des Gesetzes über die Kongregatio­nen umfaßt. Ich habe aber nicht nötig, Ihnen zu ertlären, daß diese Maßnahmen, die bestimmt sind, nach dem Buchstaben und dem Geiste des Trennungsgesetzes durchgeführt zu werden, nichts enthalten, was die Gewissensfreiheit oder die freie Ausübung des Kultus stören kann." Herriot spricht alsdann von der

des Ermächtigungsgesetzes, der Wieder­herstellung des Zündholzmonopols und der Durchführung einer allgemeinen Amnest ie, die sich aber nicht auf die Verräter und Deserteure

poiationskommission, hen Franzosen Alfred Des- camps und den Italiener Dianchini. Die deutsche Regierung wird vertreten durch den Staatssekretär im Reichstoirtschoftsrnlnisleri in Dr. Trendelenburg, die deutsche Industrie durch den Geheimrat Bücher. In der h.utigen Sitzung ist beschlossen worden, den wie bÄm Eisenbahnvrganisationsausschuß mit vorgesehenen fünften Delegierten, der ein Engländer sein soll, vorerst nicht zu ernennen. Man ist sofort in die Erörterung technischer Fragen ein­getreten und hat sich dahin geeinigt, daß im Laufe dieser Woche täglich Sitzungen abgehalten wer­den sollen. Ein (Kommunique soll vorläufig nicht veröffentlicht werden.

Programm und sagt:Ich weiß, daß es die Aufhebung der Botschaft beim Vatikan und die

Schärfe

gegen die völlig unzureichende und ungenü­gende Erhöhung der Gehälter für die unteren und mittleren Beamten

durch die neueste Veröffentlichung des Reichs­finanzministeriums zu protestieren und mit erhöh­tem Rachdruck für eine Reuregelung einzu­treten, durch die die Bezüge der unteren und mitt­leren Gruppen den tatsächlichen Verhält­nissen und dein Forderungen der Gerechtigkeit in ganz anderer Weife angeglichen werden. Weiter lag ein Antrag der sozialdemokratischen Partei vor, in dem u. a. die Regierung ersucht wird, dem Landtag eine neue Vorlage zu unter­breiten, die für alle Beamten einen glei­chen Kopfzuschlag vorsieht.

Rach Mitternacht wurde der von dem Täter erwähnte Brief auch aufgefunden. Er war an die Frau des Arbeiters gerichtet und enthielt das Geständnis, daß er in seiner Fabrik eine Ver­untreuung begangen hätte. Infolgedessen habe er sich entschlossen, aus dem Leben zu scheiden. Wenn er aber aus dem Leben gehe, wolle er n o ch einezweitePerson, und zwar den, dem die Arbeiter ihr Elend verdanken, mitnehrnen. Alles nähere werde in den Morgenblättern zu lesen sein.

Die Organisationsausschüsse t der Sachverständigen.

Herriot und die Sozialisten.

Paris, 2. Juni. (WTD.) Der f o - zialistische Parteitag hat in seiner heutigen Abendsitzung die Beteiligung ander Regierung abgelehnt. Die Resolution läßt aber für außerordentliche Amstände eine neu­erliche Beschlußfassung durch einen Landeskongreß offen. Der Kongreß geht alsdann zur Debatte über die A n t e r st ü t - zungspolitik über auf Grund des von Herriot in seinem Brief an Leon Blum ent­wickelten Programms, dessen Inhalt wir hier­mit folgendermaßen wiedergeben:

Herriot spricht von einigen unverzüglich durch­zuführenden Maßnahmen, so der Aufhebung

W.ischberg bei Wien. Auch hier waren d e Haupt«. Vertreter der deutschen Segelfliegerei erschienen, und trotz der ungünstigen Witterung gelangen schöne Flüge, unter denen wieder die von Mar­tens und Dotsch hervorragten. Martens über­höhte, die Startstelle um 269 Meter und macht« anschließend einen Lleberlandflug ton 613 Km. während Dotsch einen Dauerslug von 4 8 Min ausführte.

Die Früchte der gewonnenen Erfahrungen be­ginnen sich jetzt zu zeigen. Der vor kurzem bei Rvsltten an der ku rischen Reh.ung stattgefun^ene Küstensegelflug -Wettbewerb meldete einen Dauerflug von Schulz von fast 9 Stan- gleichzeitig gelang es Espenlaub

im Riesengebirge einen Lleberlandflug v?n 16 Km. auszusichren, Erfolge, die nur der richtig einzuwerten versteht, der weiß, wieviel Beharr­lichkeit dazu gehört, um zu solchen Ergebnissen zu gelangen.

Dem Rhönwettbewerb in diesem Jahre kann man gespannt entgegensehen. Zum ersten Male Und hier zeigt sich der Entwicklungsweg werden auch schwachmotorige Flugzeuge daran teilnehmen.

Wir in Hessen haben allen Grund, stolz zu sein auf die Leistungen der Segelflieger. War es doch die Akademische Flieger gruppe an der Technischen Hochschule zu Darmstadt die im vergangenen Jahre die besten Erfolge auf- zuweifen hatte. Bei alldem ist zu bedenken daß diese Arbeiten freiwillig neben dem Studium auf Kosten der Freizeit durchg.führt wurden. Indu­strie und Staat haben, soweit es in ihren Kräften stand, in richtiger Erkenntnis der Wichtigkeit des neuen Problems helfend und fördernd einoeariffen Aber das genügt nicht. Die Idee, auserseheir wie keine andere, neue Zulunftsmögiichkri en zu eröffnen, muß von jedem unterstützt werden zum Wohle unseres engeren und weiteren Vater­landes. Viel wurde getan, aber noch m hr bleibt 3u tun. Rur Beharrlichkeit führt zum Ziel. Dies erreichen zu helfen, dazu kann jedernacbse'-. ner Kraft beitragen.

Einspruch gegen eine Herabsetzung der bor­geschlagenen Sätze der Desoldungsordnung erhoben wird. Der Antrag Osann und Dingeldeh wurde angenommen. Vom Antrag Reiber wurde d.e zweite Forderung (Darlehen) zurück­gezogen. Ferner wurde der zweite Teil des soz Antrages (gleicher Kopfzuschlag) mit Mehrheit adgelehnt. Die Regierungsvorlage wurde hierauf angenommen. Der erste Teil des Antrages Reiber wurde einstimmig angenommen. Ferner fand ein Antrag, der der Regierung die Ermächtigung erteilt, die bewil­ligten Sätze der Vorlage auszuzahlen, ein« stimmig Annahme. Der Zentrumsantrag über das Sperigesetz und ein gleichlautender Antrag ber Sozialdemokraten wurde bei 2 Stimmenent­haltung angenommen.

Hieraus wurde das Kap, Gesundheitspflege beraten, zu dem ein Antrag Reumann vorlag für die Errich ung eines Der uchsstaltes in der Lupus-Heil st ätte in Gießen 5000 Mark zu bewilligen.

Der Antrag wurde angenommen, auch die Regierung stimmte ihm im wesentlichen zu. Das Kap 38 (Kirchen) wurde ebenfalls angenommen. Der Antrag Dr Osann und Drauer, der in der letzten Ausschußsitzung vorgelegt worden war ist zurückgezogen worden. Der Antrag Hofmann aus der letzten Sitzung wurde abgelebt: er soll aber als Minderheitsanttag dem Plenum unterbreitet , werden.

1^; 2 Jans (WB.) Der Organisations- cmSschuß der im Sachoerständigen bericht vorge- s? enbahngesellschaft hak den ersten ^ell seiner Arbei.en beendet nach- Ä^^^^mfung der deutscherseits vor­gelegten Entwürfe und des Statuts der Reichs- Ä^Ä^oHllschaft vorgenommen hatte. Der bekanntlich aus dem Vertreter der

Die Segelfliegerei im Jahre 1923.

Segelfliegerü ist nicht so l La.er erschünen mag. Bereits

vor dem Kriege wurden mit eigens dazu kon­struierten Apparate.! Versuche ange'tellt die ab>c n^*pnhm<lf l-9en öer F ugtechnik ent-

Kia4 ktne s^tbaren und nachhaltigen Er- folge aufzutrei en hatten. Erst die Erg ch.risse der letzten Segelflugwrttbewe.be rückten die es Pro- blem mehr m re i Vordergrund des allgemeinen kalten ^^n für unmöglich ge=

twt ton ten großen Kreis derer die nach der rapiden Entwickelung der Motor- \ adfrfbaß Fundament einer zuttinstt- entiüicffung an^ahm, war zur Tatsacke geworden. Te.zicht leistend auf oie starke 5y;fe sich der Mensch durch Aus- nuhung der ©nerge des Windes in die Luft Aus Anfängen nach mancherlei Mißerfol- gen, aber trotzdem beharrlich weitergeführten Dm- nen'und^V^^!^ Erfolge der überall Stau- 6toe^nf[üge9llterUn9 ^slbs-n^n Dauer- und toer^oH^- hi» £er Segelfliegerei nahestehen, ^'die Frage qeitellt. Wn'' es übe--

I n b=it^^fff<eKinbar (0 StaWOen uni 8. selten Hoffnungen berechtige,r^en ,r-

wicklung der Motorfliegerei nun aus einmal foAu= von v^e anzufangen? Und was soll uns d e Segelfliegerei überhaupt? Sie ist an b ? ßht r des Windes gebunden, eine praktL ^lun8. 8- D. für lange Streckenflüge ^s^n

ampfer^rben den Weg dec rationellen^Entmick- llmg eines Künftigen Luftver-kchrs klar ers^ut- Weg von den schweren Motoren! Auch Laien leuchtet ein, daß eine Autobuscerbindunn SnJrfillrt ventaöel sein kann, wenn Betriebs- und bi? ff^nn^fD,ten gedeckt werden können durch die Einnahmen aus der Passagierbeförderuna

Beispiel: Hätten unsere Auto­mobile statt der durchschnittlich etaxi 20 P. S. star­

ken Mvtore solche von 200 P. S., so ergibt sich ohne w ite es, daß sie ihre Rolle als allgemeines- B sorde ungsmi e: ausgspir t h.tt n D h>r üe immer met>: wach ende Tendenz zum Kleinauto ö J) zum schwachmotorckgm Auto. Am eine: tech­nischen Reue ung Bestand und al.gemeine Ver- breitung zu sichern, muß Anschaf sang und Te- tri b «ich bezüglich dec Kosten in mög.ichst engen Grenzen halten.

Dies kurz Skizzierte auf die Fliegerei über­tragen, ergibt dieselben Konsequenzen Das dürfte ohne weiteres klar sein. Run war aber die ^age im Flugzeugbau so: Die ruhige Entwicklung oer Flugteämik wurde durch d-cn Weltkrieg an.er» 600^. ®ie 210116, die die junge Waffe darin spielte, ist allgemein bekannt. Wer die Annalen der Entwicklung der Flugtechnik verfolgt, wird staunen ub r die fab.sthrft rasch g'stege. en Lei­stungen. Kern Mensch w.rd ixrs ableu mn. Wir ourfen aber andererseits nicht ve.ge ;e i, daß im Maßstäbe gelten als im Fr eden. Ss i|t klar, daß dort oie Frage der Rentabilität nur erne untergeordnete Rolle au spielen brauchte. Anders un friedlichem Verkehr, bei der Post- ^^^ss^lerbeförderung Hier ist die Frace

-tteniabilität entscheidend über Sein und Rrcht- sein, über Möglichkeit oder ^Unmöglichkeit eines allgemeinen Luftverkehrs.

Diese AeberlTguagen haben zur Segelfl>ege"ei geführt. Wissenschaft und Technik arbeiteten eng zusammen. Wenn es uns gelingt, die Erfolge der letzten Jahre lieferten ja den besten 'Beweis FluNeug ärodhnamisch so günstig ohne Motor stundenlang Lüften zu halten vermag, so ist llar, daß Flugzeug mit einem Motor von verschwin- kleiner Starke dasselbe zu leisten vermag wie ein anderes arvdynarnisch ungünstig gebau'es

L l^ken Motor. Mit einein Wort- ,fl rcntaW Serben. And bie bipHp^t ^fans^uftanö einer Entwicklung, sten^hiie^ "wetzen wird, als die Mei- diepnpmi^n?to-fle ^3fer Entwicklung ist aber Erkenntnisse die Erfahrungen und

lennmisse, die sie gebracht hat, wäre ein Weg

gierung zur Folge Haven kann, ganz einsehe uno ihnen vollstes Verständnis entgegenbringe.

Der Bahnhofsinfpektor des Südbahnhofs, Stöckl, gab einem Berichterstatter eine Dar­stellung über den

Verlauf des Attentats

auf den Bundeskanzler. Auf dem Bahnsteig war vorher nichts von dem geplanten Attentat be­merkbar. Die Sicherhcitsbcamten befanden sich auf ihrem Posten. Seipel, dem im letzten Waggon em Abteil erster Klasse reserviert war, ftieg in guter Laune und gewohnter Freundlichkeit aus dem Kupee und begrüßte die Anwesenden, von denen Hofrat Seemann und Prälat La Vati Seipel nach dem mittleren Bahnsteig begleiteten, während Stöckl ungefähr zwei Schritte voranging. Ich bemerkte plötzlich, daß ein Mann in Zivil Über die Gleise kam, dachte jedoch, daß dies, wie es an Sonntagen meist der Fall ist, ein Postbeamter war, der zum Zuge wollte, um Post­sachen abzuholen. Der Mann blieb jedoch ungefähr drei Schritte von Seipel entfernt stehen, hob blitzschnell einen Revolver unb gab drei Schüsse auf den Bundeskanzler ab, ehe j dies jemand verhindern konnte. Ich sprang sofort auf den Attentäter- zu, packte ihn am rechten 2Itm, um ihm den Revolver zu entwinden, konnte jedoch nicht verhindern, daß er zwei Schüsse gegen sich abgab. Der Vorfall hat auf dem Bahnhof große Erregung b erborg eruf en. Die Menge drang auf den Attentäter ein, jedoch gelang es den anwesenden Sicherheitsbeamten, die Menge zurückzudrängen. Seitacl, der augenschein­lich sehr litt und leichenblaß war, begab sich, ge­stützt auf Seemann und Lavati, zum Pvlizei- buteau, wo er auf das hergerichtete Lager ttiebergelegt wurde.

Der Täter Karl Jaworek konnte gestern vormittag vernommen werden. Er war der Tat im wesentlichen geständig. Rach seiner Angabe befand er sich als Kurz- I arbeitet in Rot, da er noch für seine Frau und seine beiden Kinder zu sorgen habe. Er habe wiederholt vernommen, daß der Dundeskarizler an dem Elend der breiten Massen die Schuld trage. Deshalb habe er schon vor längerer Zeit den Be­schluß gefaßt, ihn zu beseitigen. Er habe in der Dezirkskrankenkasse in Baden (Oesterreich) für seine Frau und seine Verwandten Krankengeld im Be­trage von 700 000 Kronen abgehoben. Dieses Geld habe er für sich selbst verbrau cht. Dann habe er einen Abschiedsbrief an seine Frau geschrieben, worin er seine Absicht ankün­digte den Bundeskanzler zu toten und dann Selbstmord zu begehen.

Der Täter behauptet jedoch, nicht die Absicht gehabt zu haben, das Attentat noch am gleichen Sage auszuführen. Erst auf dem Bahnhof von Wiener-Reustadt habe er angeblich zufällig von einem Eisenbahnbediensteten erfahren, daß der Kanzler nach Wien fahre, worauf er beschlossen habe, die Tat zu verüben und in den Zug des Bundeskanzlers einzudringen. Jaworek stellt in Abrede, zur Tat beauftragt gewesen zu sein oder Mitschuldige zu haben. Er sei sozialistisch organisiert, habe sich aber seit längerer Zeit nicht mehr am politischen Leben beteiligt, sondern sich ausschließlich gewerkschaft­lich betätigt. Die Sicherheitsbehörde prüft nun-

mehr die Richtigkeit der Angaben und sucht einige Herabsetzung der Militärdicnstzeit durch die Widerspruche in den Aussagen Jaworeks aufzu- Organisierung der bewaffneten Ratton

beschritten worden, öer niemals zum Ziele ge­führt hätte. Ihre Voraussetzung war und ist eine wissenschaf.liche Grundlage. Damit ist die ö.harung g g b n, warum die A k a d e m i s che n Fliegergrupven die Hau^tträger des Seg^ l- fluggedankens sind. Wer die Berichte der ver^ gangenen Rhönwettbewerbe v r clgt wi d mos bestätig! finden. Im Jahre 1922 waren es Martens und H e n tz e n v. n d.r 2.kad. SE g r- gru^e Hannover und Hackmak von der Akad. Fliegergruppe Darmstadt, die d:r Welt den Beweis der Möglichkeit eines mehrstündigen, motorlosen Fluges erbrachten. Deg i erung, ge= Ascht mit Staunen, war das allgemeine Echo. Diese Erfolge spornten zu neuen Anstrengungen

Ä?.ct Wettbewerb 1923, zu dem nahezu 100 Maschinen- gemeldet waren, bewies, toi' der ©ebanfe des Segelflugs um sich gegriffen hatte. Mit Spannung fomte man das Ergebnis erwar- ten. Wenn das Publftüm dasselbe nicht mit der Begeisterung aufgriff, sv war das zum Mindesten unbrechtigt. In der Bauausfüh ung sämtlicher gemeldeten Maschinen ließ sich berci s ein wesentlicher Fortschntt erkennen. Sie leiste en durchweg Gutes. Aber den Ausgang des Wett­bewerbes damit messen zu wollen, daß Lin neuer Dauerrekord ausgestellt wurde, ist durchweg nicht am Platze. Der Beweis, daß bei günstigem Winde eia Flug von Stunden möglich ist, war ja im Vorjahre geliefert worden. Jetzt galt es mehr- Weitere Verbessei-ung der Maschinen und vor allem einen stleberlandflug. Der dafür ausg-setzte Pr-eis wurde schwer umstritten. Seine Hauptbc- toerber waren Martens auf seinemStrolch" und Bo t s ch von der Akad. Fllegergruppe Darm-

Dotsch gelang es am 29. September 1923, eine Strecke von 19 Kilo- meter euftlinie zurüchzulegen. Martens konnte nur 14 Kilometer erreichen. Diese Erfolge, die mit urnrecht weniger gewürdigt wurden, über- treffen die Stundenflüge in ihrer Leistuna. Sie stellen deii Beteiligten das beste Zeugnis aus und waren ein neuer Auftakt in der Geschichte des Segelflugs. y

Dem Rhön Wettbewerb folgte die Oester- reichlsche Segelkluawoche auf dem

Der Vergütung für Brandhilfen, die bendch barte Orte einander leisten, wurde zugestimnrt.

Auf eine Anfrage an den Vorsitzenden, ob bald bzw. wann mit der Aushebung der Hunde- sperre zu rechnen sei, wurde der Bescheid, daß das hessische Ministerium von der weiteren Durch­führung der Sperre einstweilen nicht absehen wlll.

Aus Stabt und Land.

Gießen, den 3. Juni 1924.

Die Gewerkschaft hessischer Gcmeindcbeamten

hielt am 31. Mai und 1. Juni ihren vierten Vertretertag in Bensheim a. d. Berg­straße ab. Die Tagung war von rund 150 Vertretern aus allen Teilen Hessens, insbeson­dere aus dem besetzten Gebiet, besucht. Außer geschäftlichen Beratungen wurden belehrende Vor­träge gehalten, und zwar von dem Vorsitzenden des Reichsbundes der Kommunalbeamten, M e u- rer-Berlin über:Ziele und Aufgaben der Beamten-Organisationen" und von Geheimrat Greß-Berlin über:Die Grundrechte der Be­amten und der Personalabbau". Am Abend des ersten Derhandlungstages besuchten Staatsprä­sident ckl l r i ch, Finanzminister Henrich und verschiedene Mitglieder der Regierung den Ver­tretertag. Bei den Hauptverhandlungen des zwei­ten Tages war die Regierung durch Oberregie- I rungsrat Weber- Darmstadt vertreten. Ganz besonders kam auf dem Vertretertag die große cklnzufriedenheit der gesamten Beamtenschaft über

I die neueste Regelung der Beamtenbesoldung zum

Ferner lag ein Antrag Knoll und Hof­mann-Darmstadt vor mit dem Ersuchen, die Aufhebung des Reichsbesoldungs­sperrgesetzes bei der Reichsregierung zu be­antragen. Dieser Antrag deckt sich mit dem ersten Wsah des vorgenannten sozialdemokratischen An­trags. Außerdem lag ein Antrag Reiber vor unter Kap. 15 Ziffer 1 des Voranschlags einzu­stellen für Unter ft ü£ung der Beamten 300 000 Mark (statt 100 000), sowie 2. das Dar­lehen an öie Beamtenbank auf 200000 Mark zu erhöhen (statt 100 000). Ferner lag eine Vorstellung von Professo ren sowie vom Reichsbund höherer Beamten, Landes­verband Hessen, vor, in dem

Sachverständigen Leverve und den oeuffchen Vertretern Staatssekretär a. D. Bergmann und dem Staatssekretär Vogt besteht, hat sich ver­tagt, um die Ausarbeitung neuer Texte zu ermög­lichen unter Berücksichtigung der Feststellungen der ersten Beratung. Der Ausschuß wird am , --------------

16. Juni in Berlin zu einer neuen Tagung lands sichergestellt werden muß, uno zusammentteten. oü.s________st____o~ ~r' 2'" .

Der Organisationsausschuß für die im Sach- vierten und so bald wie möglich duich> die^Attion vcrständigenprvgramm vorgesehene Ausgabe von des Völkerbundes Wir werden das Programm I ndustiieobligationen hat heute vormü- Sicherheit durch G ar an trepa fte c.u losen tag seine Tätigkeit ausgenommen. Der Ausschuß '^en die wir unter die Autorität des Volker­setzt sich zusammen aus den Vertretern der Re- I bundes stellen wollen.

I wayren, Halles unsere Partei nichi für mog- , firetStaq ÖCS MCClfes (ÖtehCTL lich,, das Ruhr gebiet zu räumen, bevor 3 1 __ . °

I die in dem Bericht der Sachverständigen vorge- Wietzen, 31. Mai 1924.

| sehenen Pfänder konstituiert worden sind. Im Unter dem Vorsitz des Oberregierungsrales Interesse des Friedens glauben wir auch, daß die Welcker trat der Kreistag des Ki^.ses Gießen I Kontrolle derEntwaffnung Deutsch- heute im hiesigen ReFierungsgebäild.' zu seiner la nds sichergestellt werden muß, unD zwar durch diesjährigen ordentlichen Tagung zusammen Zu- I eine gemeinsame Anstrengung aller zivisierten Al- gegen waren 22 Kreistagsabgeordnete.

...... ........ Die Rechnung und der Rechenschaftsbericht der Kreiskasse für 1921 Warden glatt genehmigt ebenso, daß von der Aufstellung des Kreiskus^-i- voranschlags für 1923 abgeschm wird. Die 'er­hobene vorläufige Kreisumlage Waide genehmigt.

In eingehender Beratung beschäftigte sich n- . n__, das Haus sodann mit dem Dvranschlag der

Aus dem Hessischen Landtag. Kreis lasse für 1 924, der nach Vornahme 9 -i?,namiausschutz kleinerer Absti-iche in Einnahnei und Aus-

tour®b beginn2 b^ ei^mgbäfi

Oberbürgetmrifter Köhl-r-M-rm« in der vergangenen Rächt gestorben ist. Er war längere Ll Iieslbetraae? d->r r-^^3

Zeit Präsident des Landtags, Cßor- sitzender des 1. Ausschusses und gehörte auch einer < ; 1

Reihe anderer Ausschüsse an. Der Vorsitzende «w?Pon 2 2 ^f- auf des Finanzausschusses widmete ihm einen sehr 44 ono nnf 2 mtt ^nem Ertrag von

warmen Rachruf. Die Abgeordneten und die Ver- fnrf<und tretet der Regierung erhoben sich zu Ehren des O t»on 4 Pf. auf

Verstorbenen von ihren Sitzen. Der Ausschuß trat i dadurch sollen 62 000 Mk. eingehen:

dann in die Beratung der B e f 0 l d u n g s v 0 r- Xu* eanöergebaul>eftcu5r von 8 Pf. auf 100 läge ein. Es stand zunächst der Antrag der wird hier unter Berücksich-

2lbgg. Dr. Osann und Dingeldeh zur Be° .^wisset Ausfallbeträge auf 103 000 Mk.

ratung: Die Regierung zu ersuchen, mit aller ^escyatzp eine Svnderg>'udestcu?r und allge- ~ meine Steuer von Gemeinden und selbständigen

Gemarkungen, gemarmngs elbständig n Grundbe- und der gemeinbefteuerfreien GrnnMücke pro ^00. Mk. 20 Pf. 1000 Mk.,- 5. Steuern vvm landwirtschaftlich genützten Grundbesitz, wie vor­stehend, pro 100 Mark 30 Pf. = 18 600 Mark' 6- Steuer vom Wald, wie vorsteheiid, pro 100 M^?F b0 Pf. 15 000 Mk.: 7. Hundesteuer in selbständigen Gemarkungen, die keiner Gemeinde angehören (es kommen etwa 4547 Steuerpflich­tige in Betracht) je 12 2Mk. wie beim Staat: 8. Gewerbesteuer, deren Ertrag auf 50 000 Mk. geschützt wird. Hiernach ergibt sich eine Gesamt­summe von 290 600 Wk. Der nun noch v'rblei- bende Rest von 21 400 Mk. soll zunächst in der Schwebe gelassen werden, da der Haushalt mir für die ersten 4 Monate des Rechüungsjah es gefordert und bewilligt wurde und man hofft, oatz aus, den neuen Kreissteuern noch Mehr- e.rtiäge sich ergeben werden, die die viiermonai- liche Haushaltsrechnung zum Ausgleich bringen.

Schließlich wurde noch der Erhebung von Zuschlägen zur Grunderwerbssteuer durch den Kreis zugestimmt, jedoch sind aus diesem Beschluß finanzielle Ergebnisse für dm Kreis nur in sehr bedingtem Maße zu erwarten, da man in erster Linie mit diesem Beschluß eine Angleichung der örtlichen Steuersätze drr Kreisc-emeinden anein­ander herbeiführen will. Mit diesem, in langer Beoatungsarbmt erzielten Ergebnis hatte die Kieissteuerreform ihren Abschluß gefunden.

und geht alsdann zu einer Bettachtung der Steueigesetze und dem Ausgleich des Bud­gets über. .Er verspricht auch die Durchfüh ung einer- sozialen Gesetzgebung und erklärt schließlich in bezug auf die Außenpolitik: Wir sind entschlossen, in vollem Ausmaß unserer Mittel den F.ieden durch die Fr'iheit der Völker durch- zusühien. Die,er Friede, für den wir arbei en toerben. wird nach unserer Ansicht erst wirkungs­voll sein an dem Ta^e, an dem Frankreich, ge­treu seiner demokratischen Mission und seinen Verpflichtungen, de es währ-end des Kremes übernommen hat, i«n Völkerbund und to i em internationale Institutionen, wie dm Ge ichts- hof vom Haag und das internationale Arbeitsamt gelchofsen Haber wird. Wir nehmen ohne je en -Sintecgeßamen den Bericht de r Sach ver­ständigen an. ülnfe.e? Partei hat die Politik der I , 0 l i e r u n g und der Gewalt bekämpft ^e zu eurec Besetzung und territorialen' Pfandnahme geführt hat. Aker angesichts des augenblickliche 1 Zustandes in D ulschland und Reparatiön'skömmifs'ion"^us"^>em"enM^ch^^SacbI af7e k9 nur Frankreich, sondern verständigen Ac toor tb und a^e ^olfer vor einem offen roen ^ie£rauffom

kranzolischen I men des nationalistische.i Alldeutschtums zu be-