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Der spanische Rückzug

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Petit Journal" soll aus den Schlachtfeldern bei Reims ebenfalls viel Metall entwendet worden sein.

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Kleine politische Nachrichten.

Der 2lmtl.che Preußische Pressedienst teilt mit:Der preußische Minister des Innern hat die ZeitschriftDer I u n g de u t s che", die in Kassel als offizielles Organ des Iungdeutschen Ordens ersche.nt, für die Zeit vorn 2. bis 15. De- zenrber einschl.eÄich verboten. Die Zeitschrift hatte in ihrer Ausgabe vorn 25. Rovember d. Is. einen Wahlaufruf des 3. ngdeatichen Ordens, unter-zeichnet vorn Hochmeister M a r a u n, ge­bracht, der besonders verletzende Besch mpf ungen und Derächtl-chmachungen der Repubäk enthielt."

Der Arbeiter Iaworek, der am 1. Juli das Attentat auf den damaligen Bun­deskanzler Dr. Seipel verübt hat, wurde zu 37® Jahren schweren Kerkers verurteilt. Als Dr S.ipel den Gerich ssaal v r= lassen to.IIte, wollte sich Iaworek, der forlge.etzt bitterlich weinte, ihm zu Füßen werfen. Dr. Seipel verlieb darauf sehr rasch den GerichtSsaal.

in Marokko.

Wechsel im Direktorium.

Paris, 2. Dez. (.) Mehrere Stellungen Derttche von Mexaca, Larache-Zone sind von

den spanischen Truppen geräumt worden. Die Verluste betrugen über 40 Tote und Verwundete, größtenteils Eingeborene. Der Rückzug der Trup­pen aus Schochauen stteh schon am zweiten Tage auf große Schwierigkeiten. Bei den Ceutokämpfen verloren die Spanier über 40 Offiziere. Ein Ba­taillon der Fremdenlegion wurde vollständig aufgerieben. Das Gros der Rückzugarmee tmirbe Bei Solle in El Arba von Beni Hassan aufgehalten. Die Verbindungen zwischen Tanger und Tetuan sind noch immer sehr er» schwert. Für den Kurierdienst erhalten die Ein- geborenenstämyre tägl ch 10 000 P setas. Die Rachr chten von Lavage tauten wenig besser. Ge­neral Riquelmo ist Bemüht, die Verbindung mit den abgeschnittenen Truppen aufzunehmen und verhandelt mit den Eing-borenen.

General Primo de Rivera wird morgen nach Madrid zurückkehren. Der General wird nach Regelung seiner Finanzang legenheiten als Oberkommissar nach Marokko zurück­kehren. Die Leitung des Direktoriums wird von einer anderen Persönlichkeit übernommen.

Wettervoraussage.

Meist wolkig, Temperaturen wenig verändert, Winde aus südlicher Richtung, vereinzelt auf­tretende Riederschläge.

Aus aller Welt.

Furchtbare Bluttat in Haiger.

Halger, 1. Dez. Heute abend gegen 6 Uhr wurde auf die Villa deS Direktors A g e r st e i n von den hiesigen Kalksteingruben vanderZui- pen ein Ueb erfüll verübt. Eine Bande von 20 bis 25 Mann drang in die Villa ein. Die krank zu Bett liegende Frau des Direktors, seine S ch w i e g e r m u 1 te r, die zu Besuch wei­lende Schwägerin, ein Dienstmädchen, zwei Dureauangestellte, ein Gärtner und ein A r b e i t e r wurden von der Bande ge­tötet. Der Direktor wurde bei seiner Heim­kehr an der Pforte deS Hauses mit Stichen durch ein Seitengewehr empfangen und so schwer ver­letzt, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Rach der Tat steckten die Räuber die Villa in Brand, die in ihrem oberen Teil ausbrannte. Die Leichen wurden teilweise verkohlt aufgefun­den. Man nimmt an, daß die Banditen es auf! eine große Summe Lvhngelder abgesehen hatte, die in der Villa aufgehoben wurde. In Sechshelden wurden zwei verdäch­tige Personen verhaftet, von denen die eine einen verbundenen Kopf, die andere ber<* sengte Haare hat. Die Nachforschungen werden mit der größten Tatkraft fortgesetzt.

Raubmord.

Auf der Landstraße von Breslau nach Kar- lvwih wurde die Leiche eines BreSlauer Bau­arbeiters gefunden. Es liegt Mord vor. Die Kri­minalpolizei hat festgestellt, dah der Grmor-

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 2. Dezember 1924.

Provinzialausschußsitzung am 29. November.

Arn 8. August ds. 3s. erließ das Kreisamt Gießen gxgen sieben Wohnwagen Besitzer au f dem städtischen Gelände hinter dem Diebertalbahnhof aus Grund des Art. 66 der Kreis- und Provinzialordr.ung vom 8. Juli 1911 einen Polizeibe'ehl, dieses stadt - tische Gelände bis spätestens 20. August 1924 zu räumen. DaO Kreisamt Gießen be­gründete den Erlaß des Polizeibefehls damit, daß die ordnungswidrigen Zustände auf dem

50 Jahre Mittelrheinischer Architekten- u. Ingenieurverein

Der Mittelrheinische Architekten- und 3n=* genieumerein beging in diesen Tagen in Da r m- st ad t das Jubiläum seines 5vjährigen Be­stehens. Er gehört mit zu den ältesten tech­nischen Vereinen und ist dem Verbände Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine angeschlosfen. Ursprünglich umfaßte er das ganze mittelryei- nische Land, jetzt das Gebiet des Staates Hessen. Zur Feier des 3ubiläums fanden meh­rere Veranstaltungen statt. Die erste war am Freitag ein Vortrag von Prof. Dr.-3ng. Klein- logel in btr Technischen Hochschule überReise­eindrücke aus Amerika". Der Redner schildert« Amerika als das Land der unbegrenzten Mrackch- teilen; seine Betrachtungen galten dem t glichen Leben, wie den neuesten Crrungenjcyasten der Technik. Am Samstag vormittag fand e.ne a f a- demische Feier statt, bei her Vertreter der St atsr-^g erung. der Bauab eitunq les Fr cmz- ministeriums, des Landesbildu g amtes, der Stadt Da m,ta t, der ^»eichsbahn i. k.ion Qllai z. der . Technischen Hochschule sowie Vertreter bef.eunde- ter Vereine Ansprachen hieben. Die Festrede hielt der langjährige Vor) inende des Vereins, Ministerialrat Wagner. Er gab einen Abriß der Gründungsgeschichte u-.d einen üleberblid über das halbe Iah hundert bet bis;eeigen Deieins- tätigfeit. Eh.enmitglied des Vereins war u. a. der aus Oppenh.im stammende Er'auer d.s Reichstagsgebäudes Geh. Daurat W a l l o t. Roch drei Begründer des Vereins leben; es sind dies Geh. Daurat Ludwig Frey, Ministerialrat Reiw- hcwd Klingelhöffer und Geh Daurat Ernst Zimmermann, die zu Ehrenmitgliedern er­nannt wurden. Die gleiche Ehrung ist auch dem Vorsitzenden, Ministerialnat Wagner, zutt il geworden. Rach dem Festakt wurde im Gewerbe- mu'eum eine Ausstellung von Inge­nieurbauten er f r.et A en"-s fand ei e ge­sellige ZustMtmenkunft statt, deren künßlerischer Teil von Mitgliedern des Landestheaiers und des Vereins bestritten wurde. Sonn ag voim ttags hielt Dr. 3ng Lindner- Devlin in der Au'a der Landesbütgewerbeschule einen Vo trag über Ingenieurbauten, Heimat und Kultur".

der Auswertung wohl zwischen 2V und 25 Prozent als möglich noch angesehen wird. Dieser Aufwer- tungsausschuh sollte nun schnell arbeiten, damit unter allen Umständen vor Annahme der Dawes- gutachten diese wichtige Frage unserer Innen­politik geklärt sei. Leider hat aber in diesen Ar­beiten sich so ein Widerstreit der Interessen gezeigt, daß der verstorbene Vorkämpfer der Auf­wertung, Dr. Düringer, mir noch wenige Tage vor seinem Tode seine tiefe Mißstimmung darüber aussprach, daßdie Wirtschaftskreise kein Verständnis für unsere gute Sache aufbrächten". Er hatte damit wohl Recht, denn es wirkte auf jeden Zuhörer in dem Aufwertungsausschuh ge­radezu komisch, wenn dort als Sachverständige- die Vertreter großer Organisationen und Indu­strien aus Stadt und Land auftraten und im Drustton der Ueberzeugung erklärten: Jede Auf­wertung über das in der Rotverordnung Gebotene hinaus wäre unmöglich und vernichte die Wirtschaft. So ist auch der letzte Reichstag ausein­ander gegangen, ohne ein Ergebnis in der Auf-, Wertungsfrage gebracht zu haben, und es scheint, als ob die Regierung von sich selbst aus Hand anlegen wolle, um die Unzulänglichkeit der Dritten Steuernotverordnung auf diesem Gebiete zu be­seitigen.

Ich würde das, waS sich jetzt auf diesem Gebiete durch eine Verordnung erzielen läßt, nicht für genügend halten, selbst wenn die Ver­ordnung im ganzen wirtschaftlich den richtigen Maßstab sinden sollte. Hier muß nun durch reine und klare Gesetzesarbeit des neuen Reichs­tags der Boden geschaffen werden, auf dem in gutem Vertrauen alle von der' Sache Betrof­fenen sich wieder zusammenfinden können, die Wirtschaft, die die Opfer bringen muh, so­weit sie noch Besitzer von Sachwerten ist, und der bisher verarmte M i t t e l st ä n d l e r, der sich wenigstens in den Resten seines früheren Besitzes gesichert sehen will. Im gegenwärtigen Wahlkampfe nehmen ja auch die Parteien wieder in der Aufwertungsfrage Stellung, soweit das noch nötig ist, und es würde jede Regierungsver­ordnung, wie sie auch aussehen dürfte, nur ein Gegenstand starker Kritik sein, ohne daß damit ein endgültiger Friede gesichert wäre.

Eine Kammergerichts- entscheidung zur Auswertungs- srage.

Berlin, 2. Dez. (Priv.-Tel. des Wolfs- ßureait) Das Berliner Kammergericht hat einen D-schluh gefaßt, wonach der § 7 der ersten Durchs ihrung 5v.ro rdnung zur dritten Steuemotverordnung, der die Aufwertung der persönlichen Forderungen, von einigen Ausnahmen abgcfezen, auf 15 Pro^ b>- schränkt, für ungültig erklärt wird In der Begründung wird g figt, daß der § 7 der Durch­führungsverordnung das Gegenteil von den bestimmt, was § 3 der dritten Steuernotverord- raing festgelegt, nämlich, daß hier die allgemeine r Vorschriften, d. h. die Vorschriften des allgemeinen bürgerlichen Rechtes Platz greifen sollten, aus denen sich die Auf­wertung rechtfertigt. Damit ftll!e nach - der Abs cht der dritten Steuemotverordnung, anders als bei den dinglichen F rderungen, deren Aufwertung auf 15 Proz. b schränkt w.rd. der Behandlung der persönlichen For­derungen freie Dahn gelassen werden.

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aarethenhütte zu Gießen zur Verfügung gestellt. Die Kläger halten diesen Platz für sie für völlig ungeeignet, da er von Gießen weit abgelegen sei, so dah sie beim Transport ihrer Wagen zur Dahn erhebliche Unkosten hätten, und außerdem in nächster Rähe das Benzintank der Fa. S. Cohen fei, was für die Wohmoagenbesiher stets feuer-, gefährlich und gefahrdrohrnd sei. Außerdem be­fänden sich in der Rahe die städtischen Klärbecken, die für die Wohnwegenbetrnhrcr dann eine stete gesunoheittiche Gefahr bilde en. Der von dem Vertreter der Kläger benannte Zeuge sprach sich über die Verhältnisse an dem Wohnwagenplatz aus und hielt den Zustand für nicht so gesund­heitlich gefahrdrohend, wie dies angenommen werde. Es sei immer auf Reinlichkeit gesehen

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Eine Rundfunkrede, die Großadmi­ral von Tirpih morgen in Leipzi; halten wollte, ist den Blättern zufolge vom Rt.iHs.ni.ri- ster des Innern verboten worden, da die Benutzung des Rundfunks für Wahlreden unter­sagt ist. *

DasBevl. Tagebl." meldet aus Dresden, daß gegen den sozialdemokratischen Polizeiober st en Schützinger, der vor einem Jahr vom Reichsw h.-kommando seines Postens enthoben worden war, aus noch unb « kannten Gründen ein Disziplinarverfah­ren eingeleitet worden ist.

oetc einer Verwechslung zum Opfer gefallen ist. Die Tat galt eigentlich einem Gemeindevorsteher, der vom Breslauer Steueramt 18 000 Mk. abgeholt hatte und der überfallen und beraubt werden sollte. Don den Tätern fehlt jede Spur.

Eisenbahnunglück bei Augsburg.

Berlin, 2. Dez. Der Schnellzug D 59 stieß in der Station Haspelmoor mit einem Güterzug zusammen, der er in die Flanke fu h r. Das Unglück geschah durch Versagen der elektrischen Signalbeleuchtung. Mehrere Wagen des Güterzuges gerieten in Brand, wobei der Z u g f ü hr er des Güter­zuges verbrannte. Einige Reisende des Schnellzuges wurden verletzt. Der Material­schaden ist sehr groß.

Metalldiebe auf den Schlachtfeldern in Frankreich.

Eine Botschaft Mussolinis

Ein Reinigungsprogramm des faszismus.

Rom, 1. Dez. (2lg. Otefoni.) Sämtliche Bezirksleitungen der Faszisten hielten gestern Versammlungen in den Provinzstädten ab. Der Ministerpräsident hatte als Ehef des Faszismus eine Botschas' erg hen lassen, in der es heißt, daß die politische Erfahrung der Faszisten im Laufe von 25 Monaten unbedingt eine Re­vis i on der moralischen und politi-

Zwischenfälle vom 4. Rovember auSzulöfchen, ore pen falschen Eindruck eines Zusammenstoßes zwi­schen den Faszisten und den früheren Front­kämpfern hervorgerufen hatten. Es muß daran erinnert werden, daß jegliche ungesetz­liche Handlung und Gewalttat der Re­gierung und der Partei schade. Aeußere Kund­gebungen der Pattei, wie Umjüge und Festlich­keiten sollen nur bei außrrgewöhnlichen Gelegen­heiten stattfinden. Die Partei muß e i n e e r n ft e und strenge Haltung einnehmen.

Am Schluß der Botschaft versichert der Mi­nisterpräsident, daß es zur Riederringung der verschiedenen Gegner des Faszismus nicht nötig sei, zu außerordentlichen Maßnahmen zu greifen. Es genüge vielmehr, sich an folgende drei Punkte grundsätzlich zu halten: Arbeit im Stillen, vollkommene Disziplin und Unter» lassung jeder Geste der Gewalt gegen­über Personen und Verbänden. Der Faszismus müsse sich selbst prüfen und aufs neue stärken. Dann werde auch diese Stunde vorüber­gehen und der Faszismus aus ihr siegreich und stark hervorgehen. Es handelt sich darum, unsere Kräfte richtig zu verwerten und die Sympathien des italienischen Volkes für den Faszismus zu befestigen. Ich bin gewiß, so schließt die Botschaft, daß alle Faszisten mit unwandelbarer Zuversicht und Treue diesen harten Maßregeln folgen wer­den. Die Botschaft des Ministerpräsidenten wurde von allen Bezirksleitungen zustimmend aufgenommen.

Wohnwagenplatz unhaltbar geworden seien und deshalb ihre Beseitigung im ös.enttichen Inter­esse geboten erscheine. Richt nur, daß die Ruhe und Sicherheit an jenem Platz durch das Ver­halten der Bewohner der Wagen gefährdet und gestört würde, seien es insbesondere Gründe hygienischer Art die eine Räumung dieses Platzes rechtfertig len. Es werde die Umgebung des Platzes durch die Wagenbewohner außerordent­lich verunreinigt, und dicht unterhalb be­fänden sich die Badeanstalten, deren Be­trieb gleichfalls auf .das schwerste geschä­digt würde. Das Wasser der Lahn werde durch die Fäkalien und sonstigen Unrat verun­reinigt, was dazu führen fönne, daß die in der Lahn Badenden der Gefahr von Ansteckungen durch Krankheiten ausgesetzt wären. Rachdem einige Bewohner den Platz verlassen hatten, er­hoben die Wohnwagenbesiher Lorenz Kräh- ner, Anton Mäurer und Ernst Walldorf in Gießen beim P r o vi n z i a la u s schu fs Ober he ssen gegen den P liz.ibef hl des Kreisamts Klage. Heber diese Klage wurde am Samstag, 29. Rovember, vor dem P r o v i n - zialau sschuh verhandelt und B<Nveis er­hoben. Die Stadt Gießen hatte den Wohnwaaen- besitzern einen anderen Platz hinter der Mar-

muntften gewählt.-Bet ven letzten 'nxn>ien hatten die Bürgerlichen 15 401, die Sozialdemo­kraten 3454 und die Kommunisten 27 Mandate erhalten. Obgleich die Zahl der Mandate um 126 vermehrt worden ist, haben die Sozial­demokraten weniger Stimmen erhalten, als das letzte Mal.

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Das Luftverkehrsnetz

über dem Pazifik.

Sidney London in zehn Tagen.

London, 1. Dez. (WB.) Wie »Reuter" aus Sidney meldet, befinbm sich gegenwärtig Pläiie für die Einrichtung einer Reihe D*on £u'. fahttlinien über den Stillen O^ean in Doiberov hing. Die ersten Flüge tberben wahrscheinlich von den Luftstreitkräften des Hee'.es und oer Marine der Vereinigten S taa t e n un nächsten Jahre gleichzeitig mit dem Bei uch r« amerikanischen Kriegsf lotte im Sitten Ozean stattfinden. Man erwar.et, daß mehre e andere Länder zusammen mit den De.er ig en Staaten herbei miitoirien Werl en. Dsztignehmeno auf den Flag des Z. R. 3 von Deutschland nach Amerika erllätte Sir Kei h Smit h, in a.age.i Jahren werde cs m.glich sein, Reisende mit ihremGepäck von Sidney nach 2 o n o o n oder Reuhork in zehn Tagen für 160 Pfund Sterling zu befördern, und zwar mit oer gleichen Pünktlichkeit, mit dec die Cyenbahnen und Dampfer verkehren.

Eröffnung des internat'onalen Lustfahrtkongreffes.

Kopenhagen, 1. Dez. (2ok.-Anz.) 2luf dem internationalen Luftfnh.tkangreß, d r heute vormittag hier eröffnet wurde, und oer bis zum 3. Dezember dauern wird, stehen die^aktu­ellen Fragen der internationalen Luftfahrt zur Erörterung. Pläne zur Erweiterung des europäischen Rulennetzes und em b?j- ser-s 34 'mmenaib.it n zwisch n den Lustfahrt- ges.llschaften der versch ebenen Lander. Von deutscher Seite nahmen 5 Delegierte teil, darunter ein Vertreter des deutschen Reichs­verkehrsministeriums und die administrativen Direktoren der beiden G^settschasten Junckers und Aero-Lloyd.

Die Lage in Kairo.

Rücktritt äayptischer Minister. - Die vcrhafteteuParl anientarier vor Gericht

Paris, 2. Dez. (SU) DerPetit Parisien" erfährt aus Kairo, daß der Minister für öffent­liche Arbeiten Ka cha ba und der Minister Moharam zurückgetreten sind. Der Rücktritt erfolgte als Protest gegen die Annah m e der britischen Forderungen. Der bri­tische Oberkommissar hat Ziwar Pascha mit­geteilt, daß die briiischen Behörden für den Fall einer Haftentlassung der ägyptischen Deputierten ihrerseits zur Festnahme schreiten würden. Die genannten zwei Minister forderten darauf Ziwar Pascha auf, gegen diesen Ein­schüchterungsversuch zu protestieren und traten, als Ziwar Pascha diese Forderung ablehnte, von ihren Posten zurück. Der Ministerpräsident hat die in seinem Kabinett entstandene Lücke sofort wieder ausgefüllt und T owf i k Pascha, der zu­letzt dem Kabinett Vehia 1923 angehörte, zum Kultusminister und T e l e h Enen Dey zum Mi­nister für öffentliche 21.beiten ernannt

Die verhafteten drei Parlamentsmitglieder tourben gestern vor ein ägypti sche s Ge­richt gestellt. Eine QEborbnung protestierte gegen die Verhaftung unter der Begründung, daß die Vertagung des Parlaments nicht die Immunität seiner Mitglieder auf hebe. Dem stellte die 2lntlage gigenübrr, daß d e fortgesetzte verbrecherische Tätigkeit der Ängeklag en ihre Immunität unmöglich gemacht habe. Das Gericht gelangte zu der Entscheidung, daß die Verhaftungen gesetzlich seien und daß die Haftzeit bis zur Fassung des endgültigen Be­schlusses dauern werde.

Die Poliz- i Hit besondere Dorsichts- maßnahmen zum Schuhe des P vem erministers getroffen. 20 Pol z ibeamtr haben 21 ^ft ag er­halten, die von dem Premierminister benutzen Straßen zu b Wachen. D.e Wachtposten des britischen Reliden-igebäudes h bei in der letzten Rächt zwe mal Feuerg egeben als sie verdächtige Geräusch? hörten. Es touraen F- spuren f<ftgcf1e[lt. Im üb eigen hat sich nichts weiter e.eignet. Die Annahme be: übrigen briti­schen Farderungen durch die ägyptisch: 2tegierung umfaßt die Anerkennung des britischen Schutzes der fremden Inter.ssen und die Beibehattunz der juristischen und finanzi tten Ratgeber Großbri­tanniens sowie die Deib.haltung des Postens eines britischen Direktors einer europäischen Ab­teilung für die öffentliche Sicherheit.

Englands Absichten.

London 2. Dez. (WB. Funk'pruch.) In einem Leitartikel stellt dieTimes" die Besse­rung der Lage in 2legypten fest. Es würde jedoch verfrüht fein, wenn man "an iclymcn wollte, dah bereits alles in Ordnung fei. Die Deklaration aas dem Jahre 1922 müsse a u f» rechter ha lten werden. Die Zeit s i jedoch gekommen, wo vor der ge'amtm Welt aller Rach­druck auf diejenigen Bestimmungen der Dekla­ration gelegt werden müßte, die England besondere Rechte und Vorrechte ein» räumen. Mit diesem klaren Vorbehalt wür^e die Veoantwortung für die Regieru g Aegyp end i i den Händen der 21egypt:r bleiben. Unter Bezug­nahme auf die Schwierigkeiten der Fraazasen in Tunis und Marokko schließt dieTimes", die Aufgabe der Führung der erwachenden Volker Roro-Afr kas, gebiete ein enges Zusammenwiiken der in Betracht kommenden 2Nächte.

Das französischeSchulden- problem.

Amerika zu einem Moratorium bereit.

Reuhork, 1. Dez. (TU.) In Washington trat heute die Schuldenkominission nach halb­jähriger Paus? wieder zusammeTi. In maßgeben­den Kreisen ist man Ben An rcht, daß die Ver­handlungen zw schm Mellon und den fran» ÄÖUfcben Dotschoft^TT Iusserand nur erien Me nungsaustausch dar stellen und daß die fran» zöf.sche Schuldeafrage e.ner besondoren Prüfung unterzogen werden w rd. DerReuhork Herald" meint, daß der neue französische Gesandte in Washington die 2Iufgab? Baben werde, die fran« zös.sche Schuld auf der Grundlage eines längeren Moratoriums m U niedrigem Zins - f u ß zu konsol.dieren, wozu Iusserand and die 'Beamten der amer kanischon Schatzkammer brre Vorbereitungen getraffen hätten. Die ame ifa- nischen Bankiers sollen sich auf der Londoner Konferenz zu einem Moratorium von 10 Jahren, einer Ermäßigung von 30 Proz. und einem Zins­fuß von 2 Proz. bereit erklärt haben. Gegen diese günstigen Bedingungen werde vielleicht England protestieren, aber Washington wird seine Haltung damit b'.grünben, daß Frank­reich eine solche Stellung einneh.ne, da es durch den Krieg große materielle Verluste erlitten habe.

Reichsbahn und Desatzungs- trupprn,

Berlin, 2. Dez. Wie die TU. erfährt, werden heute tn Mainz zwischen der Reichsbahn» 21.-G. und den D srtzungstri ppen Besprechungen über die Verrechnung der Reichsbahn­transporte für die Desatzungsbe- Hörden und die Truppenteile stattfinden. Rach dem Londoner Abkommen hat die Reichsbahn bekanntlich das Recht, für Leistungen, die den De- satzungstruppen für Personen- oder Gütertrans­porte zugute kommen, eine angemessene Ent­schädigung zu verlangen. In den Mainzer Besprechungen soll die Hohe dieser Entschädi­gung festgesetzt werden.

Rückkehr Bürgermeister Adelungs nach Mainz.

Mainz, 2. Dez. (TU.) Die Rheinlandkonv- Mission hat beschlossen, den ersten Beigeordneten der Stadt Main; und Präsidenten des Hessischen Landtages. Bürgermeister Adelung, die Rück­kehr und Wiederaufnahme seines A n- tes zu gestatten.

Sozialdemokratische Wahlniederlage in Nieder- österrekch.

Wien, 2. Dez. (TU.) Rachdem die De- samtergrbnilse der GemeinderatSwahlen in Diederösterreich vorliegen, wird ersichtlich, daß die sozialdemokratische Partei tn Riederösterreich eine große Wahlniederlage erlitten hat. Von den 19 003 Gerneindesunktiionären wurden 15 657 Bürgerliche, 8431 Sozialdemokraten und 20 Kom-

Paris, 1. Dez. (TU.) Die Polizei hak C h a l o n s für Marne Personen verhaftet, die aus den Schlachtfeldern schr große"Mengen 21 idet und Bronze stahlen. Rach dem