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axrcöm, txxi einer 'Detolttgimg 6erjtrmxfynei durchBettetet und Dtedü^hle könne aaid) feine ReÖe sein. Im ki 6ee jegigcn CBetoofc er des Platze« noch nte becorrtiflc Verfehlungen sich hlr.e' -u- schulden kommen Kissen. Wenn die Ado rran Inge nicht immer m reinem Zustand geioelen sei, so tmgc die Ctobt Dietzen mit Schuld daran, n>.il sie durch ihre Qlrfriter die Ab rtanlagt nicht rechtzeitig entleeren lieh. Der Vertreter iti Po- li^eKmUS Drehen berichtete über die unsauberen, gesundheitSschädlichen Zustände, die dte Poli ei in den letzten Jahren aus dem Wohnwaflenpla.tz ftct« vorgefunden habe Aus Verlangen des Krei-Samts l>it M3 Kvetkfl^sundh i Samt Dietzen ein eir»g.'h:nd<S DutzBchten über die Notwendig­keit der Räumung des Pla «S aus hygienischen Gründen erstattet. Dis K.eisaml hat e bement- sprechend die Abweisu ng der Klage bc- antvagt Zn der Sitzwifl wurde öic'eS Gutache. bdanntgegcöcn. Der Pr.Di HialauS; chuh schloß sich bei Fällung seines Urteils diesem Gutachten an und wies die Klage des Lorenz Kräh- ner zu Drehen fo ft en fällig als unbe­gründet zurück, da der ergangerbe Polizei- (efehl des Kreisamts weder gesetzwidrig, noch unzulässig war. Dieses Urteil wird erst rechts­kräftig werden, wenn es nicht durch Einlegung einer Berufung an den DerwaltungSgerichts- hof angef-vchten wird. Dem Vernehmen nach ist anzunehmen, dah eine De rufuna erfolgt. Die Wohnroagenbesitzer Antcm Mäurer und Ernst Walldorf haben durch ihren Vertreter die Durchführung ihrer Klagesache zunächst aus­sehen lassen Der P rovinzialausschuh veitagte des­halb die Verhandlung über diese beiden gleich- gelagerten Kl<»gesachen.

In der hieran anstehenden Sitzung wurde dem Gesuch des Albert Dors Heimer in Da d- Ra u he i m um Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirts chatt in dem Haufe Risinger St ratze 12 stattgegeben. d.»gegen die Berufung der Gustav Kraft Wwe. in Dieichenbach gegen den Deschlutz des KreiSausschusses des Kreises Büdin­gen vom 29 Juli 1924 wegen Dcrsaaung der Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft als imbegrünöet abgewiesen.

Gictzener Wochenmarktprcise

am 2. Dezember 1924 (Händlerprei'e).

G« kosteten: Butter Pfund 230 Ps, Watte 8540. Käse 70-75. Wirsing 10, Weißkraut 6. Rotkraut 10, gelbe Rüben 10, rote Richen 10, Spinat 50, Unter-Kohlrabi 5. Dribkehl 20, Rosen­kohl 5060, Feldsalat 100, Zwiebeln 1215, Meerrettich 40-120, Schwa -wurzeln 50 Kartof sein 5. Lleofei 1220. Birnen 1215, G n e £0 bis 100, Rüs« 6070, Sier Stück 1820, Dlu- menkchl 80-1:0, Endivien 10-20, Lauch 515, Sellerie 1050. Gänse wurden am Samstag gegen Schluh des Marktes für 80 Pf., in den Häusern noch für 70 Pf. das Pfund verlauft.

Bornotizen..

TageSkalender für Dienstag. Stadttheat:r, 6A Uhr:®cr Zigeunerbarvn". Nationalsozialist i chc Frcib-itLpartei und Völ­kisch-sozialer Block, 8V< ^lhr, Turnhalle (Os­wald flirten), öff n lieb' Wäfl?rv.rs mmlung Gewerbe - Verein: Mitfllieder - Versammlung 8l/s Übt im De.oerbehaus. 87* Uhr Ging- saal der Oberrealschule- Dichterab.nd von Else Speckhardt. Lichtspielhaus. Dahnhofstratze und Astoria-Ächtspiele: Die Hölle von Dorbalo. Hess sche D lde b hne: Erper m nt Ivortcag Wel­tenraumkalte und Sonnentemperatur.

Aus dem Stadtt hea terbureau wird uns geschrieben: In der heutigen Vorstellung .Der Zigeunerbarvn" wird die Partie des Zlupan von Herrn von Schenk von der Frankfurter Over aeunoen werden.

Sie VortragS Vereinigung hat für ihren nächsten Vortragsabend am Mitt­woch, 3 Dezember, in der Reuen Aula den Geh Regierungsrat Winkel auS Marburg zu einem Lichtbilder-Dvrtrag über die Eisriesen- Höhlen an Tennengebirge (Salzburg) eingeladen. Der Redner gehört zu den besten Kennern die­ser märchenhaften, gigantischen, unterirdischen Paläste, deren Eingang ein riesige« Loch von 20 Meter Dreite und 25 Meter Höhe bildet. In den größten der bisher gefundenen Räu­men kann man bequem jede größere Kirche hinein- stellen. Eine unendliche Fülle von Raturschön­heiten bilden diese Höhlen, die bis jetzt erst in einer Länge von 40 Kilometern erforscht sind Geheimrat Winkel wird soweit es überhaupt möglich ist, all die Herrlichkeiten zu beschrei­ben diese Raturschonheiten an Hand zahl­reicher Lichtbilder schildern. Wan wird da aus dies er untcrird schon W lt eine unendliche Fülle von Seh mSwürdigk.iten: GSberg', Eittürme, ge­frorene Seen, Tropfsteine von 2 Meter Durch­messer und vor allem den über einen Kilometer sich hinziehen den Gletscher, d r wohl unbestritten der größte unterirdische Gletscher der Welt sein dürfte, zu sehen bekommen. Dm Desuchern dürfte allo ein ganz besonderer Genutz bevorstehen. (Siehe heutige Anzeige.)

D i e Deutschnationale Volks- Partei hält morgen. Mittwoch, abend, in der Turnhalle (Steinflrahe), ihre letzte Wählerver- sammlung ab. in welcher der derzeitige Partei­vorsitzende Abg Dr. Winkler- Derlin und Frau Stadtv. Heraeus- Offenbach a. M. frechen werden. (Siehe gestrige Anzeige.)

** Wahlhilfe durch Vertrauens- Personen. Stimmberechtigte, die durch körper­liche Gebrechen behindert sind, eigenhändig die Stimmzettel auszufüllen, in den Umschlag zu legen und dem Abstimmungsvorstand zu übergeben, kön­nen sich im Abstimmunasrauin einer Vertrauens­person bedienen. Diese Dertrauenspersoa ist allein von dem Stimmberechtigten auszuwählen. Weder eine Partei, noch der Ab- stimmungSvorsland sind berechtigt, allgemein Per­sonen als VertrauenSperson für den Abstim­mungsraum aufzustellen. Die Erfahrungen von früheren Wahlen zeigen, dah da, wo anders ver­fahren wird, Wahlbeeinflu sungen zu befürchten find. Die Wahlvorsteher werden daher streng dar­aus zu achten haben, dah die Vorschriften über diese Wahlhilfe nicht mißbraucht werden.

Versetzung bei der Gießener Reichs ba n k. Der zweite Vorstandsbeamle der blcfgen Rcichsbankstelle, Direktor bei der Reichs­bank Schieferdecker, ist zum 20. Dezember d. Is. in gleicher Eigenschaft an die Reichs bank- Hauptstelle in Kiel versetzt worden. Zum zweiten Vorstairdsbeamten der hiesigen Reichsbankstelle wurde der bisherige Reichsbankvat Reh b ock aus Frankfurt a. M. ernannt.

D i e Stadtverordnetenfraktion Freie Vereinigung" schiebt uns zu unserem Bericht über die letzte Stadtverordneten- Sitzung, daß ein Antrag auf Ermäßigung des hohen Gaspreises schon in der Sitzung t>om 23. Oktober d. 3. von der Fraktion der Freien Vereinigung und der Fraktion der Deutschen Dolkspartei g e mei n f a m gestellt tooröen war Auf diesen Antrag bezog sich die Antwort des Oberbürgermeisters.

* Die Literarische De sei l s chaf t hatte für Freitag abend zu einer Klops! ock- Feier in dir Ic h rnneSkirche ei ^geladen. Leider hatte lieb wieder w»e bei der ersten Dervinstaltung dieses Jahres nur eine tlcine Gemeinde veifam- melt Dr. Erich Drach aus Berlin wars ein­leitend die Frage auf, was Klopstock für uns

Deine deDeure Wenn er neetnte, Dam Ofe rnesa- l hy'ifche Welle, tnc heute durch d« Lande geht- auch Klopstock aus dem Grabe der Vergeßlich­keit zu neuem Leben wecken werde, so scheint uns daS gerade nach der Srfahrck^g dreies Abends doch ein etnxrf zu weitfl h^nder Optimismus zu fein Aber al» Erveranerri war der 2Lbc.b zwei­fellos von hohem literarhistorischem Interesfe. Dr. Drach trug zunächst zwei Oden (Weissagung und Frühlingsfeier) vor um) da m anschließend aus- gewahtte StapiicI aus dem Mesiias. Die Dor- tr.ifl.tunft Dr Drachs ist erpre lionrstisch. sie he t dramatische Höd-punkte und Gegensätze scharf, ja oft schneidend d.rvor Dadurch wird die eben doch oft ctwaS ermüdende Breite der Dichtung stellenweise gut verdeckt. Ader andererseit« wird doch durch das rein mit lautmalenden Mitteln erstrebte Heraus treiben des Draiwa tischen eine äußerliche Wirkung erzielt, die auf Kosten des Innerlichen geht Am be;ten war die Re7e Sa­tans in der Versanunlrrng seiner Geister und das Ende deS Verräter«, wo eine mehr äußert liche Wirkung durch die Dichtung selbst verla gt wurde. Der Vortrag wurde von Herrn Lehrer Habicht in stimmungsvoller Wei e durch O.gal- srücke umrahmt. -tz-

-ch-DerDunderblindeterKrieger. tintcigtdbpe Gießen, veranstaltete am Sonn ag auf der Liebiflsh he kinc diesjährige Weihnachts­feier. Die Rerchswehrkap [k unter Leitung des Herrn Vogel sorgte aufs Beste für die musika- li d)e ilntcrb Lung der zahlreichen Gäste, die sich dafür sehr d^nllxrr ze gttn Herr Denner führte in einer Ansprach- ta, schrecklich.- Schicksal unserer tm Kriege erbltndet.n Brüder vor Augen und ernmhnte die Anwesenden, ihnen im Leben sie S hilsoerch zur Sette zu stehen Ein Dvppelchrartett des Gesangvereins . Froh inn -Lang-Gons er­freute durch gesangliche Da. die tu gm und erntete reichen Deisall. Autzerdcm trugen die humori­stischen Vorträge des fidelen TrioS: We hn, Londerma nn und Steue rwald wesent­lich zur Verschönerung des Abends bei. ES ver­dienen noch die Rezitatrvnen deS Hrrrn Ri ch- mann lobende @rax-b iung. Anschließend sand Verlosung und Tanz statt.

Turnen, Sport und Spiel.

Vom Arbetterturn- und Sportbund.

DaS Entscheidungsspiel um die Dezirks-Meisterfchast.

£ Der trübe Himmel am Sonntagvormittag ließ die Sportfreunde besorgt aufblicken, die Hoffnung sank noch um ein beträchtliches, als leise rieselnder Regen einsehte. DiS zum Mittag klärte sich aber das Wetter soweit auf, daß man bei Spi lb^ginn von einem ausg -zeichneten Fuß- ballwetter sprechen konnte. Die leicht wehende Brise beeinträchtigte das Spiel in keiner Weise. Die Dodenverhälmisse des V. f. D -Platzes waren ausgez ichnete, es waren somit alle Vorbedingun­gen erfüllt, um das eintreten zu lassen, was die Kenner vvraussahen, nämlich, daß ein interessan­tes Fußballspiel vvrgeführt würde. Und so war es auch. Auch der größte Beider muß eingestehen, datz das, was da am Sonntag in sportlicher De- ziehung auf dem Trieb geboten wurde, ein­wandsfrei war. Wenn auch beide Vereine nicht so vermessen sein werden, anzunehmen, ihr spiele­risches Können stehe auf ganz besonderer Höhe, so hat aber die Art und Weise, die Ruhe und Anständigkeit, mit der dieses Sntfdjel- dungs spiel durchgeführt wurde, jeden ehr­lichen Freund der Spor.bewegung Achtung abge- tungen. Trotzdem für beide Mannschaften viel auf dem Spiele stand, wurde ll/t Stunde lang in einer Art um den Sieg gerungen, die hie ganze Ver-

armamrag sur einen givoc» «vvaMch« der Arbeitersportbewegung hn besonderen unD der gesamten Sportbewegung im aCUemetne« werden lieh. SS war ein Prvpagandasptel b8 wahrsten Sinne de« Worte«.

Das Spiel stand unter der Leitung de» Schiedsrichter« Brand- Frankfurt a M Gießen und Wiefeck wurden bei Dekreten de« Platze« von der autzerordentlich zahlreichen Zuschauern lebhaft begrüßt. Der Anstoß GießenS drang sofort bi« zur Verteidigung Wieseck« durch, die den Dall ins Feld zurückbeförderte. Deiderleit« war dne leichte Erregung bemerkbar, die sich bei Gießen zuerst legte, das demzufolge zunächst im Vorteil war. Die Verteidigung Wieseck« klärte aber vor­züglich auf. Wieseck tarn mehr auf und wurde dem Gießener Tor wiederholt gefährlich. Da« Spiel wurde ausgeglichener, in unaufhörlicher Folge rollte Angriff auf Angriff auf die beider­seitigen Tore, ohne daß e« einer Partei ge­lang, zu einem Erfolg zu kommen. Don Dießen sowohl tote von Wiefeck wurden vor den gegne­rischen Toren spannende Momente geschaffen, manche sichere Chance ausgelassen oder hoch über das Tor verschossen. WaS den richtigen Weg fand, wurde von den Torhütern, von denen keiner dem anderen etwas herausgab, abgetan- gen. Wieseck setzte sich allmählich durch und hatte mehr vom Spiel. 3n der 31. Minute zwang Gießen den Wicseckern eine Ecke auf, die abge­wehrt wurde, in rasendem Tempo ging« nach vorn, und 1 Minute später gabS Ecke für Wie­seck, daS nun stärker drückte und sieben Minuten später eine weitere Ecke verschoß. Kurz vor dem Abpfiff der ersten Halbzeit erzielte Dießen eben- falls noch eine Ecke.

Mit dem Resultat 0:0 und einem Ecken Ver­hältnis 2:2 standen sich die Mannschaften nach Platzwechsel gegenüber. Beiderseits tarn der stär­kere Wille zum Ausdruck, die Führung zu über­nehmen. 10 Minuten nach Anstoß erzwang Wie­seck seine dritte Ecke. Blitzschnell wechselten die Situationen, dem kurzen Innenfeldspiel folgten die schnellsten Flankenläufe. Aber die beider­seitigen Verteidigungen schienen nicht zu über­winden zu fein. Gegen Mitte der zweiten Halbzeit wurde Gießen überlegener, erzielte eine Ecke, bis es dem Halblinken Dießens gelang, In der 27. Minute infolge eines Mißverständnisses der Wiesecker Verteidigung das erste und einzige Tor zu schießen. Der Ball wäre auch vom Tor­mann WiOecks gehalten worden, wenn er nicht noch von einem kurz vorher erfolgten unglück­lichen Sturz auf den Hinterkops benommen ge­wesen wäre. Aber, her Erfolg GießenS war ein­mal da War das Tempo bis dahin sehr flott, so wurde es noch schneller. Wieseck versuchte unter allen Umständen aufzuholen. Mehrmals schien die Situation günstig dazu, Gießen ver­suchte aber mit allen verfügbaren Deinen den sehr wertvollen Vorsprung zu halten DaS Spiel iund die Zuschauer) zogen sich nach der Gie­ßener Spielhälste zusammen, aber alle anerken­nenswerte Aufopferung und die vorgenommene Umstellung der Wiesecker Mannschaf' (die hätte früher erfolgen müssen), änderten nichts an dem Resultat, Gießen verteidigte mit allen Mitteln. Wiesecks Ausbeute waren noch drei weitere Ecken, dem Gießen ebenfalls noch eine entgegen­setzen konnte. Der Schlußpfiff trennte zwei Mann­schaften, die sich ebenbürtig waren und die ein Spiel um die Führung im Dezirk in kamerad­schaftlicher Weise durchführten. Sieger war nicht her Bessere, wohl aber der Glücklichere. Der Schiedsrichter war der beste Mann auf dem Platz und leitete das Spiel in korrekter Weise.

Gießen ist somit DezirkSmeister. 3n den Spielen um die Kreismeisterschaft muß e« nun beweisen, daß auch wir Oberheffen Fuß­ball spielen können.

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